Beim Hundespaziergang in Treibjagd geraten

Ich bin im Internet gerade auf der Suche, wo ich mich über eine Treibjagd in unserem Wald beschweren kann und bin zufällig auf Ihre Seite gekommen.
Leider weiß ich nicht genau, wo ich mich beschweren kann.

Bei uns war am Dienstag mal wieder eine (in meinen Augen) sinnlose Treibjagd.
Ich war mit meinem Hund (angeleint) auf der Suche nach fressbarem für meine Meerschweinchen.
In der Zeit, wo ich in Richtung Wildacker unterwegs war, ist nicht ein Schuss gefallen.
Ebenso bin ich pfeifend an einem Heinzel, der auf einem Hochsitz saß vorbeigelaufen - was ja nicht gerade ungewöhnlich ist.
Eine Absperrung war auf meinem Weg auch nicht vorhanden.
So stand ich mit meinem Hund ohne es zu wissen, im Gebiet der Treibjagd. Weder eine Absperrung noch der Jäger haben mich auf das wilde Treiben hingewiesen.
Als ein Schuss in meiner Nähe fiel, habe ich das Weite gesucht. Erst auf dem Weg aus der Gefahrenzone habe ich ein Absperrband entdeckt.
Nicht nur das mein Hund, der ohnehin schreckhaft ist, sich hätte losreißen können - mich hätte genauso gut ein Schuss treffen können, von einem Weidmann, der sein eigentliches Ziel verfehlt hat - auch möchte ich keiner angeschossenen Wildsau begegnen!
Wäre der Schuss nicht gefallen, wäre ich wahrscheinlich noch Weiter und somit dem Jäger genau vor die Flinte gelaufen.
Dies will und werde ich so nicht hinnehmen!!!
Nur weiß ich wie gesagt nicht genau, wo meine Beschwerde am besten aufgehoben ist und hoffe, dass Sie mir da vielleicht weiterhelfen können.

Michaela Maus

Antwort der Initiative zur Abschaffung der Jagd:

Wenn Sie sich und Ihren Hund beim Spaziergang durch Jäger und die Treibjagd bedroht fühlen, können bei der Polizei Anzeige wegen Bedrohung erstatten.
Außerdem können Sie sich auch an das Ordnungsamt und die untere Jagdbehörde wenden und dort berichten, was Sie in der e-mail geschrieben haben.
Schreiben Sie auch die Redaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an. Berichten Sie ruhig plakativ von Ihren Erlebnissen, Ihrer Angst und der Sorge um die Sicherheit bei der Jagd in der Nähe von Wohngebieten.

„pro iure animalis“ hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung mit Jägern beachten sollten sowie Informationen, was Jäger dürfen und was nicht.

Wenn Sie sich noch einmal auf beim Spaziergang durch Jäger bedroht fühlen, rufen Sie die Polizei.

Dazu ein Beispiel aus der Presse:
Als am Sonntag ab 6 Uhr in Bad Aibling immer wieder mehrere Schüsse hintereinander fielen, häuften sich bei der Polizeiinspektion Bad Aibling schlagartig Anrufe besorgter Bürger. Zunächst wurden drei Streifen losgeschickt, meldet die Polizeiinspektion Bad Aibling.
„Doch als die Schüsse um 06.30 Uhr noch nicht aufhörten, orderte die Polizeiinspektion Bad Aibling weitere Kräfte von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim und der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim nach, um der Sache auf den Grund zu gehen. So suchten insgesamt sechs Streifen in der Früh das Stadtgebiet Bad Aibling nach dem Verursacher ab.“
Schließlich stellte die Polizei fest, dass ein Jäger eines Jagdreviers zwischen Bad Aibling und Heufeld ein "Krähenschießen" durchführte.
„Dem Jäger wurde erklärt, dass die Bevölkerung verständlicher Weise zur Zeit auf Wahrnehmungen dieser Art sehr sensibel reagiert“, heißt es in der Pressemeldung.
Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Aibling
Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten. Viele Menschen wissen noch immer nicht, was die Jäger alles in der Natur anrichten.



Gräueltaten in der Natur

Hallo Herr Eicher,
 
mit großem Interesse habe ich Ihren Bericht über die Jagdunfälle und Straftaten gelesen und ich muss sagen, Sie sprechen mir aus der Seele!

Wir wohnen in S. etwas außerhalb der Ortschaft und jedes Jahr im November findet direkt neben unserem Haus eine Drückjagd statt. Die Bilder, die wir da zu sehen bekommen, sind wirklich nichts für schwache Nerven. Auf die meisten Tiere, die da um ihr Leben laufen, muss mehrmals geschossen werden, da nur die wenigsten sofort tot sind. Oder sie werden noch lebend von den Jagdhunden zerrissen.

Schon mehrmals habe ich bei diesen perversen Tierquälern protestiert und sie aufgefordert, sofort aufzuhören, da wir kleine Kinder im Haus haben die auch noch große Angst um unsere beiden Katzen (Freigänger) haben. Aber ich wurde nur ausgelacht und sie haben gesagt, ich soll mich nicht lächerlich machen.
Es sind auch schon mehrere Katzen spurlos verschwunden.

Wir lieben die Natur und wir sind fast täglich in unseren herrlichen Wäldern unterwegs, da wir sehr gerne Mountainbike fahren, laufen oder ausgedehnte Spaziergänge machen. Und ich muss Ihnen sagen, auf was man alles stößt, sobald man die großen Hauptwege verlässt, ist einfach unglaublich.

Erst letzte Woche entdeckte ich wieder mal einen Luderplatz mit zwei ganzen Rehen und einem Steinmarder.





Ca. hundert Meter vorher stand ein Schild mit der Aufschrift: "Wildruhezone! Betreten verboten."
Außerdem stoßen  wir immer wieder auf Fallen aller Art. Insgesamt schon an die 50 Stück. Hauptsächlich Betonrohrfallen und Fangbunker mit Schwanenhals, aber auch Abzugeisen habe ich schon gefunden.





Mit der Zeit weiß man, wo man suchen muss. Oft findet man diese Teile nahe an Wohngebieten, was beweist, dass auch Haustierfänge in Kauf genommen werden.
Eine Schliefenanlage haben wir auch schon entdeckt!





Was mich auch immer wieder ärgert, sind die unzähligen Hochsitze und Wildkameras. Man kann wirklich keine fünf Minuten gehen, ohne auf so einen Schießturm zu stoßen. Die Waldwiesen sind förmlich umzingelt von ihnen. Es kann doch nicht sein, dass man im Wald heimlich fotografiert und sogar gefilmt wird.

Aber noch viel schlimmer als für uns ist die Lage für unsere Wildtiere. Ein Heer von perversen Hobbytötern lauert ihnen auf. Tag und Nacht. Ausgerüstet wie Elitesoldaten mit modernster Technik, wie z.B. Nachtsichtgeräte, Kameras, Zielfernrohre, Bewegungsmelder und jetzt auch noch mit Schalldämpfern. Kein Versteck ist mehr sicher, die Tiere haben keine sicheren Rückzugsgebiete mehr und müssen in ständiger Todesangst leben. Und das alles ist legal.

Die meisten Menschen glauben immer noch an das Märchen vom ehrenwerten Jäger, die nur alte und kranke Tiere schießt. Ich persönlich lasse keine Gelegenheit aus, um die Menschen zu informieren, was wirklich Sache ist.

Gerade kommen wir von einem langen Sonntagsspaziergang nach Hause. Als wir aufgebrochen sind, freuten wir uns auf einen schönen Winterspaziergang bei strahlend blauen Himmel.

Doch die Freude wurde sehr bald getrübt! Auf einen Waldweg fielen mir Reifenspuren auf die nur 20 Meter in den Wald führten und dann wieder heraus. Im selben Augenblick flog an der Stelle ein Mäusebussard auf.

Als ich die Stelle genauer anschauen wollte, bemerkte ich und meine Frau einen bestialischen Verwesungsgeruch. An der Stelle lagen dann ein aufgeschnittenes Wildschwein, Teile von mehreren Rehen und eine Wildente (Fotos).



Was mich auch immer wieder ärgert, sind die unzähligen Hochsitze und Wildkameras. Man kann wirklich keine fünf Minuten gehen, ohne auf so einen Schießturm zu stoßen. Die Waldwiesen sind förmlich umzingelt von ihnen. Es kann doch nicht sein, dass man im Wald heimlich fotografiert und sogar gefilmt wird.

Aber noch viel schlimmer als für uns ist die Lage für unsere Wildtiere. Ein Heer von perversen Hobbytötern lauert ihnen auf. Tag und Nacht. Ausgerüstet wie Elitesoldaten mit modernster Technik, wie z.B. Nachtsichtgeräte, Kameras, Zielfernrohre, Bewegungsmelder und jetzt auch noch mit Schalldämpfern. Kein Versteck ist mehr sicher, die Tiere haben keine sicheren Rückzugsgebiete mehr und müssen in ständiger Todesangst leben. Und das alles ist legal.

Die meisten Menschen glauben immer noch an das Märchen vom ehrenwerten Jäger, die nur alte und kranke Tiere schießt. Ich persönlich lasse keine Gelegenheit aus, um die Menschen zu informieren, was wirklich Sache ist.

Gerade kommen wir von einem langen Sonntagsspaziergang nach Hause. Als wir aufgebrochen sind, freuten wir uns auf einen schönen Winterspaziergang bei strahlend blauen Himmel.

Doch die Freude wurde sehr bald getrübt! Auf einen Waldweg fielen mir Reifenspuren auf die nur 20 Meter in den Wald führten und dann wieder heraus. Im selben Augenblick flog an der Stelle ein Mäusebussard auf.

Als ich die Stelle genauer anschauen wollte, bemerkte ich und meine Frau einen bestialischen Verwesungsgeruch. An der Stelle lagen dann ein aufgeschnittenes Wildschwein, Teile von mehreren Rehen und eine Wildente (Fotos).





Man kann einfach nicht mehr in die Natur hinaus gehen, ohne auf solche Gräueltaten zu stoßen.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und besuche Sie weiter auf Ihrer Internetseite.

Hochachtungsvoll

(Der Name ist der Redaktion bekannt)



Luchsmord im Harz

Kaum zu glauben: Am 22.04.2016 fand mein Hund einen toten Luchs auf einer Wiese. Ich sicherte weitere Beweise, benachrichtigte die zuständigen Stellen mit dem Ergebnis: Tod durch Schussverletzung. Angeblich von einen unbekannten Schützen. Dies ist aber kein Fremder, denn die Spuren eines Fahrzeuges zeigen deutlich, er kannte sich im Gelände sehr gut aus.
Der Luchs wurde angeschossen und entkam. Die Täter durchstreiften das Gelände, konnten den Luchs aber nicht finden, um ihn ungesehen zu beseitigen. Der Luchs starb auf der Wiese, auf der ihn dann mein Hund gefunden hat.

Für mich nicht der erste Fall im Harz, nur der erste, der nachgewiesen wurde. Schon seit einiger Zeit werden die Stimmen der Jäger laut: „Der Luchs muss weg, der rottet das Wild aus. "
Da ich ein Unterstützer ihrer Initiative bin, bitte ich Sie, die von mir gesendeten Bilder zu veröffentlichen, als weiteren Beweis, was Jäger unter Artenschutz / Wildpflege verstehen.
Klaus-D. Winkel





Fuchskadaver im Wald entdeckt

Habe heute im Wald ca.50 m entfernt von einer Jagdhütte diese Fuchskadaver entdeckt!
Geschossen und dann einfach liegengelassen.
Desweiteren war in der Nähe der Hütte und dicht dabei stehenden Hochsitzen Bindfadenähnliches durch Unterholz gespannt.
Thomas Bethke





Treibjagd im Wohngebiet

Am 26.09.2015 habe ich am Sudberg (Wuppertal, Nordrhein-Westfalen) hautnah erlebt, wie eine Treibjagd funktioniert. Das hat mich sehr erschüttert.
Ich laufe Gefahr, als Fußgänger angeschossen zu werden, da jegliche Warnhinweise fehlten.

Ich möchte das Thema "Treibjad" sehr gern bewusst machen in unserem Wohngebiet.

Rainer Wirtz


Mein Schreiben an die Kreisjägerschaft:

Ich wende mich zuerst an Sie, um Ihnen meine Eindrücke von der heutigen massiven und kriegsähnlichen Treibjad unweit unserer Häuser am Sudberg zu schildern.

Bei einer Wanderung um den Sudberg herum habe ich mich wie in einem Kriegsgebiet gefühlt.
Zu Beginn der Morsbachtalstraße und an anderen Stellen werden Mittags laute Böller gezündet. Ein einzelnes Wildschwein rast blindlings über die Morsbachtalstraße. Ein Zusammenstoß mit Benutzern der Straße wird eben noch verhindert.

Auf der Morsbachtalstraße gab es keine gut sichtbaren Hinweise für Nutzer der Straße an diesem Tag.
Lächerlich kleine DIN-A 4 Zettel kleben vereinzelt an Bäumen im Bereich des Sudberg.

Wenn schon Kriegsszenario am Sudberg, dann bitte mit Hinweisen, die auch gesehen werden und die der STVO entsprechen.
Genügen Sie der Verkehrssicherungspflicht bei Ihren Jagdaktionen? Ich bezweifle es.

So geht es weiter auch am Nachmittag, die lauten Böller und Schüsse hören nicht auf, ich werde an einen Kriegsschauplatz erinnert. Ein unsinniger Krieg in der Natur nahe eines Wohngebietes hier am Sudberg. Wo wir Menschen leben, gern leben.
Hier wandern wir mit unseren Hausieren, die den ganzen Tag über verstört sind aufgrund der zahlreichen Böller und Schüsse um sie herum.

Unsere Tiere haben eine ähnliche Angst wie die Tiere, die heute erschreckt von ihrem Lager aufstehen und sterben.
Sie werden gehetzt ganz nahe bei uns, wo wir wohnen und leben.

Es mag sein, die für mich unverständlichen Aktionen sind legal im Sinne der rückständigen Jagdgesetze in NRW, die immer noch die gut zahlenden Lobbyisten bevorzugen, die ganz nahe bei unseren Wohngebieten ihr jährliches Jagdritual durchführen.
Jedes Tier im Wald ist ein Wesen, das geschützt werden will. Aber was ist die Ethik der Jagd? Darüber müssen wir Bürger-Innen reden, wem wir weiterhin die Pflege der Natur anvertrauen. Unsere bedrohte Umwelt braucht keine Rituale aus dem Mittelalter.

Umweltschutz und Ökologie haben besondere Ziele:
Die Wälder um den Sudberg sind schlecht gepflegt, es gibt zahlreiche Bäume die abgestorben sind. Oder Bäume, die umzufallen drohen. Das wäre eine lohnende Umweltaktion der Jäger und Jägerinnen!
Ranger sind oftmals weitaus hilfreicher als Jäger-Innen!

Ich denke wir Bürger-Innen müssen achtsamer werden auf die Dinge, die direkt an unseren Wohngebieten geschehen.
In unserer Natur, die uns allen zur Pflege anvertraut ist.

Mit freundlichem Gruß



Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt

»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.«
Pythagoras, Griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

»Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde.«
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950 (1856-1950)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«
»Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.«
Leo Tolstoi, russischer Humanist und Dichter (1828-1910)
»Als Künstler und überzeugter Naturfreund bin ich gegen Tierquälerei in jeder Form.
Inspiriert haben mich die Worte von Pythagoras und George Bernard Shaw.«
Artur Sowinski
www.artsowinski.de


Jägermentalität: Auf Naturschutz wird geschossen

 



Das Bild wurde hier aufgenommen.
Der Fotograf schreibt: "Jägermentalität: Auf Naturschutz wird geschossen."
Und: "In dem Naturschutzgebiet wurde vor einigen Jahren auch ein Radfahrer angeschossen, der mir entgegen kam."



Schreiben ans niedersächsische Ministerium

Sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Besorgnis verfolge ich einen Vorfall in der Gemeinde Spelle. Dort ist es zu einer handgreiflichen Eskalation zwischen einem Bürger und Hundehalter und einem Jäger gekommen.

Die Situation spielte sich wie folgt ab:
Ein mir bekannter Hundehalter fuhr am Gründonnerstag stadtauswärts von Spelle in Richtung Freren und sein Schäferhund machte sich bemerkbar mit einem tierischen Bedürfnis, aufgrund des regnerischen Wetters wurde angehalten und das Tier aus dem Auto gelassen. Es verrichtete seine Notdurft 2m neben der öffentlichen Straße auf dem Grünstreifen, als ein SUV Fahrzeug angerauscht kam und anhielt. Der Fahrer des SUV wies auf die Leinenpflicht wegen der Brut- und Satzzeit hin und drohte direkt mit dem Einsatz der Schusswaffe gegen den Hund.
Wörtlich soll der Satz gefallen sein: "Beim nächsten Mal knalle ich den Hund ab".
Die darauffolgende Situation eskaliert von Seiten des Jägers handgreiflich und beide Beiteiligten fielen aufgrund der Rangelei in den Schlamm.
Der Vorfall wurde durch die Polizeiinspektion Emsland / Spelle aufgenommen.

Mir stellt sich hierbei die Frage, ob Personen mit einem derat gefährlichen Agressionspotenzial überhaupt Besitzer einer Schusswaffe bzw. eines Führerscheins sein dürfen, wenn bei einer Ordnungswidrigkeit offen mit einem Waffeneinsatz gedroht wird.
Besteht hier nicht die Gefahr, dass bei einer unklaren Parkplatz- oder Vorfahrtssituation im Rahmen eines Erregungszustands bzw. einer emotionalen Entgleisung eine Schusswaffe gegen Menschen oder Lebewesen eingesetzt wird?
Jeder Bürger erlebt tagtäglich Situationen im Verkehr, die ähnlich verlaufen und wo anderen Leuten Fehler passieren. Ich persönlich halte daher Personen für absolut ungeeignet, die das Jagdrecht auszuüben und derart unkontrolliert reagieren, ich zweifele sogar die Verkehrstauglichkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen an.

Als zuständigen Minister möchte ich Sie bitten, den Fall intensiv zu prüfen und ggf. entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Es kann nicht sein, dass Hundehalter in einer derartigen Weise angegriffen werden bzw. genötigt werden. Ein Schusswaffeneinsatz gegen Hunde ist im Jagdrecht explizit geregelt und alleine die Androhung von Zwangsmaßnahmen mit einer Schusswaffe unterliegt scharfen Kriterien.

Sie sind seinerzeit im Wahlkampf mit dem Ziel angetreten, den Schutz der Natur und Umwelt auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen. Umso wichtiger halte ich daher an dieser Stelle eine lückenlose Aufklärung und entsprechende, auch zu publizierende, Maßnahmen. Niedersachsen hat das Vogtrecht weit hinter sich gelassen und in einer demokratischen Rechtsordnung kann es nicht sein, dass sich Bürger über das Recht stellen.
Die Polizei in Spelle hat den Vorfall aufgenommen und es dürfte sich anhand der Tagebuchnummer sicher der genaue Tathergang nachvollziehen lassen.
Die momentane Situation sieht wohl so aus, dass es "Interessen" gibt, die Sache von Seiten der Jägerschaft klein zu halten und zu "vertuschen". Ich halte dieses Vorgehen für absolut unerträglich. Gerade die Vorfälle der letzten Zeit, verbunden mit den Geschehnissen im Benachbarten NRW zeigen doch ein gesteigertes Gewaltpotential. Wer offen mit Schusswaffen droht und zu Gewalttaten neigt, zumal der Anlass mehr als gering war und max. eine OWI darstellt, der muss sich hinterfragen lassen, ob er nicht dazu neigt, Gott zu spielen und gewisse Triebe auszuleben. Ich persönlich traue solchen Menschen auch Schüsse aus dem Hinterhalt zu bzw. andere Gewalttaten.

Ich bitte daher um eine Untersuchung und Aufklärung der Angelegenheit von Seiten des Ministeriums.

Svenja Karthaus
6.4.2015



Wie im Krieg

Hallo, heute Morgen sind wir spazieren gelaufen in unserem beschaulichen Waldachtal, auf einmal sehen wir mitten im Feld einen ausgestopften Bussard und nach näherem Betrachten eine tote Krähe davor. Dann hörten wir ein „Hallo“ und siehe da, sitzt ein ganz junger Jäger, in einem Tarn-Wäschekorb (so sah es aus) mit Tarnanzug komplett, nur die Augen konnte man erkennen und mit einem getarnten Gewehr vor einem Busch – praktisch einfach so. Nachdem ich hin bin, erzählte er mir ja das dürfte er, er hätte einen Jagdschein und überhaupt fressen die Krähen die Junghasen und dagegen tut er was. Meine Nichte und ich fühlten uns bedroht, er hat uns nicht bedroht, aber nichts abgesperrt, mitten im Feld in der Ecke, sitzt da einer getarnt wie im Bosnien-Krieg und macht Jagd auf Krähen!

Hallo!!! ???

Was kann ich jetzt tun, wir hatten schon mal Kontakt, interessant, dass ich immer wieder an so Situationen gerate, aber heute bin ich wirklich erstaunt, wie weit es bei uns schon gekommen ist. Da kann man nicht einmal mehr richtig spazieren laufen, sitzen die bewaffnet und getarnt im Feld, als ginge es um ihr Leben und Tod!

Sanja Schmid, Waldachtal



Antwort der Initiative zur Abschaffung der Jagd:

Die Tierschutzorganisation „pro iure animalis“ hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung mit Jägern beachten sollten sowie Informationen, was Jäger dürfen und was nicht.
Wenn Sie sich beim Spaziergang durch Jäger bedroht sehen, können Sie die Polizei rufen. Auch das Ordnungsamt ist eine richtige Adresse, zudem die untere Jagdbehörde.
Obwohl solche Anzeigen zu allermeist eingestellt werden, machen sie Sinn, da sie den Behörden zeigen, dass die Öffentlichkeit das blutige Hobby der Waidmänner nicht einfach so hinnimmt.

Dass dies in der Öffentlichkeit richtige Wellen schlagen kann, zeigt dieses aktuelle Beispiel:
http://www.hna.de/lokales/witzenhausen/hundehalter-grossalmerode-schreibt-brief-gegen-jaeger-4418643.html
Es gibt viele Möglichkeiten, unser gemeinsames Anliegen an die Öffentlichkeit zu bringen und damit zu einem Bewusstseinswandel beizutragen:
- Schreiben Sie die Redaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an. Berichten Sie ruhig plakativ von der Sorge um die Sicherheit bei der Jagd in Naherholungsgebieten und in der Nähe von Wohngebieten. Schreiben Sie, dass Sie sich an Wildtieren erfreuen und nicht verstehen können, dass Menschen als Hobby Tiere tot schießen sind.
- Eine sehr gute Möglichkeit ist auch das Schreiben von Leserbriefen. Hier finden Sie Anregungen und Argumente

Wir wünschen Ihnen im Sinne der wildlebenden Tiere viel Erfolg!



Jagdunfälle gefährlicher als Fuchsbandwurm

Wenn die Jäger die Fuchsjagd mit Bekämpfung der Tollwut und des Fuchsbandwurms begründen, können Sie/wir die Abschaffung der Jagd mit der Bekämpfung von Jagdunfällen begründen.
Es ist vermutlich wahrscheinlicher von einem Jäger versehenlich erschossen zu werden, als von der Tollwut oder dem Fuchsbandwurm infiziert zu werden!
Es lebe die Statistik!

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Leifeld



Entsetzt über die Jagd in Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor kurzem las ich im Internet Ihren Bericht "Die Jagd in Deutschland heute". Ich war sehr entsetzt. Jäger waren mir schon immer ein Dorn im Auge und hasse sie wie die Pest, aber, dass es so schlimm zugeht, habe ich nicht geahnt. Ich bin 71 Jahre alt und ein Tierfreund, egal welcher Art. Es ist erschreckend, dass jedes Jahr 65.000 Hunde und bis zu 450.000 Katzen von Jägern ermordet werden.

Ich bezweifle, daß das Gesetzt, die Jagd zu modernisieren und den ökologischen Gegebenheiten anzupassen, geändert wird. Es gibt zu viele prominente Persönlichkeiten u. andere Steinreiche, die das verhindern werden und auch können, wei ihr Einfluss zu groß und zu stark ist.

Ein paar dieser brutalen "Hobbyjäger" möchte ich hervorheben. Franz Joseph Strauß, der nach Österreich zur Gamsjagd, nach Ungarn zur Bärenjagd eingeladen wurde. Strauß war nicht nur Herzlos, er war auch noch Blind. Immer ging ein Jäger hinterher, um das nur angeschossene Wild gezielt zu erlösen. Ein anderer " Brutali " ist und noch lebt, ist Ehrenpräsident der spanischen Sektion WWF, die sich seit 50 Jahren für den Schutz der Elefanten einsetzt. Dieser gefühllose Mensch ist der spanische König Juan Carlos, geht auf Elefantenjagd und prahlt noch damit. Eine Lizenz zum Elefanten töten kostet 25.000 €, ein erlegter Elefant je 20.000 €. Jedes Jahr werden 400 Elefanten legal und 12.000 illegal ermordet. Einen Jagdtourismus gibt es auch noch. Sorry, aber ich muß mir meinen Frust einfach von der Seele schreiben. In meinem Bekanntenkreis, gibt es nicht viele, die so denken wie ich.
Die Liste der prominenten "Hobbyjäger" ist sehr lang. Hemingway, Honecker, der Großunternehmer Flick, die Minister Stücklen und Höcherl und, und...... Viele Politiker machen sich auch für die Erhaltung des derzeitigen BJG stark.
Z.B. Peter Gauweiler, oder Christian Wulff.

Neben der Jagd, würde ich auch das "Sport oder Hobbyfischen" abschaffen. Wieder sind es Superreiche, die mit ihren Hochseejachten auf Haifang gehen und damit angeben, wie toll sie sind. Auch das industrielle abschlachten der Thun- fische ist nur ekelerregend. Außerdem bin ich auch gegen Zirkus mit Tieren und gegen Tierparks.

Zum Schluss noch, es gibt auch Lieder, in denen die Jagd verherrlicht wird und die Jagd lustig ist. Da wäre ein Jäger aus Kurpfalz, der das Wild daherschießt, wie es ihm gefällt, gar lustig ist die Jägerei. Als Kind habe ich das auch gesungen. Da habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht. Dann singen die Gebr. Rehm: "s´Gamserl schießen is mei Freud ". Geht´s noch ?

Ich hoffe, ich hab sie nicht gelangweilt mit meinem Schreiben. Wie schon erwähnt, ich bin ein überzeugter Tierfreund.

Ich wünsche Ihnen und mir, für die Zukunft viel Erfolg, daß sich irgendwann mal zu Gunsten der Tiere vieles verbessert.
Die meisten vergessen, dass Tiere vor den Menschen dawaren und der Mensch nicht das Recht hat, sie auszurotten.

Vor ein paar Jahren hab ich ein Gedicht über Jäger gemacht. Jetzt, da ich vieles mehr weiss, habe ich festgestellt, dass ich gar nicht so falsch lag.

Franz S.


Jägerleben

Der Jäger, so sollte man meinen,
hat nur den Gedanken den Einen,
das Wild zu hegen und zu pflegen,
es hätte wohl niemand was dagegen.

Das macht er auch ganz pflichtbewusst,
mit großem Eifer und sehr viel Lust.
An die Schonzeit sich der Waidmann hält,
im Wald ist´s ruhig, kein Schuss mehr fällt.

Der Wanderer wird darauf hingewiesen,
er soll gefälligst die Natur genießen.
Auf dem Weg schön bleiben, wie sich´s gehört,
damit er ja das Tier nicht stört.

Selbst an strengen Wintertagen,
soll keinem Vieh der Hunger plagen.
Das Rotwild überwindet gar die Scheu,
wird es gefüttert mit frischem Heu.

Auch verletzte Tiere, so wird berichtet,
werden versorgt und wieder aufgerichtet.
Jedermann denkt, das ist ja allerhand,
was die alles machen, die mit dem grünen Gewand.

Jagd ein Hund einmal ein Reh,
tut das dem Jäger furchtbar weh.
Er erschießt den Hund im Zorn und voll erregen,
denn schließlich wollt´ ja „Er„ einmal das Reh erlegen.

Das Jungtier wird er ganz besonders schützen
irgendwann, wird’ s dem „Heger„ dann auch nützen.
Sind nach so viel Müh alle Tiere kräftig und gesund,
freu´n sich die Jäger, nicht ohne Grund.

Die Schonzeit geht auch einmal zu Ende
und die „Pfleger„ reiben sich die Hände.
Sie haben lang genug geschont,
nun werden sie dafür belohnt.

„Waidmann´s Heil„ hört man nun alle Jäger sagen,
und mir steigt´s bitter auf vom Magen.
Was sie so aufopfernd haben gepflegt und gehegt,
wird nun gnadenlos niedergefegt.

Egal ob Hase, Reh, Fuchs oder Fasan,
wenn´s sein muss, dann wird´s auch getan.
Es wird nun alles unverdrossen,
ohne Reue, so einfach niedergeschossen.

Liegt dann die Beute aufgereiht im Rasen,
wird noch kräftig ins Jagdhorn geblasen.
Alle rufen dann „Waidmann´s Dank",
ich kann mir nicht helfen, für mich sind die krank.

Das Geweih hängt man an die Wand als Trophäe,
damit es jeder auch gleich sehe,
welch tolles Werk er hat vollbracht
das er als „Held„ zur Strecke gebracht.

Es ist wirklich nicht zum Lachen,
wer will, der kann den Jagdschein machen.
Man braucht nur noch ein Herz aus Stein,
fertig ist das Jägerlein.

Es spinnt ein jeder, wie man weiß,
der Eine laut, der Andere leis.
Doch die verrücktesten die wir kennen,
sind die, die sich „Hobby„ Jäger nennen.

Die Prüfung hierfür ist ein leichtes,
ein paar Fragen und schon reicht es.
Man braucht dann nur noch einen Stutzen,
um die Tiere wegzuputzen.

Manche reisen um die halbe Welt
und zahlen dafür sehr viel Geld.
Nicht damit sie die Natur genießen,
nein, nein, man will nur einen Bären schießen.

Wenn man Jäger fragt, warum sie das machen,
dann hört man so unglaubliche Sachen.
„Es sind zu viele Tiere an der Zahl,
die fressen uns´re Wälder kahl.

Doch eines stimmt und das ist wahr,
bald wird’ s auch jedem von uns klar,
die Jäger werden mehr und mehr
und bald gibt’ s keine Tiere mehr.

Das jagen wird sich nur noch lohnen,
würde man all die Tiere klonen.
Schonzeit braucht man dann nicht mehr,
Jägerherz, was willst du mehr.

Kein Jäger braucht sich mehr beklagen,
Tag und Nacht kann er dann jagen.
Zur Ruhe kommt´s nicht mehr das arme Vieh,
oh wie schön ist so ein Jägerleben,
Halali



Es gibt keinen Tierschutz für Waldtiere

Das IST Anarchie!
Es gibt keinen Tierschutz für Waldtiere.
Skrupellos können immer und jederzeit alle sichtbaren Rehe erschossen werden.
Das bedeutet, daß auch Mütter mit Kitzen, die ihre Kinder abgelegt haben oder auch mitführen, niedergestreckt werden dürfen.
Verletzen, Verstümmeln, Töten, erlernbar in Crashkursen.
Rehwild lebt an Waldrändern, wo es keinen Schaden an den Bäumen verursacht, aber aus Angst vor dem ständigen Schießen flüchten sie in die Tiefe des Waldes, wo sie sich zwangsläufig ernähren müssen.
Ich schäme mich, ein Mensch zu sein!

Jutta Hinz,
Fredersdorf



Bürgerin versucht Jagdfrevel aufzuklären

Ich selbst werde aktuell bedroht, da ich Folgendes bei der zuständigen Jagdbehörde gemeldet habe:

Eine Spaziergängerin schilderte mir im Wald auf kleine Frischlinge, die noch Streifen aufwiesen, gestoßen zu sein. Sie habe daraufhin den zuständigen Jagdaufseher informiert, der ihr rückgemeldet habe, dass die Jägerschaft vor einigen Tagen die dazugehörige führende Bache erschossen hätten. Er wollte von ihr dezidiert wissen, wie viele Ferkel es waren, ob die noch Streifen hatten und wo genau diese Stelle gewesen sei. Abschließend habe er ihr versichert: "Ja, ja, die kämen schon durch..."

Leider ist der Sachverhalt nun so, dass der Ehemann dieser Spaziergängerin in einem Betrieb arbeitet, wo der Chef selbst Jäger ist und auch noch in dem Gebiet durchaus als Jäger involviert sein könnte (also ein sogen. "hohes Tier" ist). Der Ehemann dieser Spaziergängerin machte mir so seine Zurückhaltung deutlich, diesen Vorfall eher nicht über seine Frau bei der zuständigen Behörde als Zeugin melden zu wollen. Die Behörde schilderte mir nun, dass ohne diese Zeugin nichts weiteres unternommen werden könnte.
Diese gesamte Situation ist so unbefriedigend, denn hier stimmt ganz offensichtlich was nicht.
Am 1. August hatte ich nämlich einen Schuss gehört, der diesem Gebiet zugeordnet werden konnte, und die Spaziergängerin gab an, dass dies mit dem Abschuss der Bache durchaus übereinkommen könnte (so wie es der Jagdaufseher ihr geschildert hatte).

Auf meine Rückfrage bei einem dort jagenden Hobby-Jäger, wies dieser alles ab und bedrohte mich. Er behauptete, es sei kein Wildschwein erschossen worden und gab an, er selbst habe am 1.8. einen "kapitalen Rehbock" erschossen und zwar dort, er zeigte auf das Gebiet.
Der Jagdaufseher, den ich daraufhin anrief (der mit der Spaziergängerin gesprochen hatte) wies ebenfalls alles zurück, bezeichnete mich als Lügnerin und bedrohte mich ebenfalls. Er gab an, dass eine Jägerin ... dort (an einem ganz anderen Ort) einen Rehbock erschossen habe, woraus ersichtlich wird, dass hier mindestens zwei Menschen lügen müssen, denn am 1.8. fiel nur ein Schuss.

Das Ganze macht mir diese unglaublich maffiöse Struktur dieses Vereins sehr deutlich, ich sehe mich gezwungen, mir anwaltliche Hilfe zu holen und alles nur, weil ich versuche Sachverhalte aufzuklären und hinter die Fassaden zu leuchten. In der Jägerschaft zählt Geheimhaltung/ Schulterschluss, und wenn doch ein Zeuge da ist, wird dieser so massiv bedroht und eingeschüchtert, dass ihnen weiter nichts passiert, selbst , wenn sie ganz offensichtlich gegen das Gesetz
verstoßen.

Das ist eine riesige Unglaublichkeit hier.
Alle nicht-jagenden Bürger müssten sich ebenso verbünden und dem entgegenstellen, alleine ist man doch hier vollkommen machtlos.

Viele Grüße S.A.



Jäger erschießt Pferd statt Wildschwein

Hallo zusammen,

als Etappenziel wäre es für mich sehr wichtig zu erreichen, dass auf beweideten Flächen NICHT gejagt werden darf:

"Statt eines Wildschweins hatte der Jäger eine schwarze Isländerstute erschossen, die auf der Weide eines Pferdehofs stand."

Bisher liegt es im alleinigen Ermessen eines Jägers, ob er IN einer besetzten Weide der Jagd nachgeht.
Das bedeutet der Jäger darf entscheiden, ob er Nutztiere dabei nicht gefährdet und ob das Eigentum des Bewirtschafters nicht gefährdet wird - beides muss er nämlich verhindern.
Irrt sich der Jäger dabei, bezahlen es die Kühe, Pferde, Schafe mit dem Leben.

Unser Jagdausübungsberechtigter ist der Meinung, er darf unbeschränkt auch auf Weiden jagen.
Hier sollte der Gesetzgeber ein ausdrückliches Verbot formulieren; das gibt es eben nur indirekt.

Ein Verbot hätte auch zur Folge, dass Gastjäger das Revier besser kennen müssen.
Wir sind zu dicht besiedelt, als dass Gastjäger "einfach so mal drauf los jagen" können.

In diesem Zusammenhang (An-/Abschießen von Weidetieren) ist es für mich besonders ärgerlich, wenn die Jägerschaft in der Diskussion um die Novellierung des Jagdrechts in Baden-Württemberg gerne behauptet:
"Durch die Beschränkungen der Jagdzeiten und Methoden stelle das Gesetz einen nicht zu tolerierenden Eingriff in das Eigentumsrecht der Grundeigentümer und
Jagdgenossen dar."

Durch die Realerbteilung im Südwesten sind nur wenige Reviere sogenannte Eigenjagdbezirke, meist findet die Jagd auf Grund und Boden Dritter statt. Jäger treten nur sehr gerne als Eigentümer auf, dabei haben diese nur ein Jagdrecht (über eine Zwangsmitgliedschaft der Eigentümer) gepachtet und besitzen eben keine Eigentumsrechte.

Viele Grüße

Gerlinde Albrecht, Mannheim



Gedanken zum Thema Erntejagden

Zum Thema Erntejagden möchte ich Folgendes schreiben:

Ich habe selbst vor einigen Jahren bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) erlebt, wie zwei Füchse zu Tode gekommen sind und habe mir so meine Gedanken gemacht. Anstatt den Tieren dankbar zu sein, denn sie fressen die Mäuse in den Feldern, werden sie vom Menschen abgeknallt. Was für eine Ethik? Überhaupt ist die meiste Landschaft in Deutschland nur noch zum Fressen und Saufen der Menschen vereinnahmt. Wohin man schaut, alleWiesen sind umgebrochen (die Kühe läßt man im Stall, das ist bequemer) und man hat bis auf die Wälder (die werden aber auch vom Forst und der Jagd genutzt) und wenigen Naturschutzgebieten Äcker daraus gemacht, die auch noch gespritzt und gedüngt werden. Neueste Meldung in den Nachrichten, die aber auch nur einmal bekannt gegeben wurde: Pestizid-Rückstände in verschiedenen zum Kauf angebotenen Sprudeln.

Meine Meinung: Es ist ethisch nicht zu vertreten, daß der Mensch die ganze Landschaft nur noch zu seinem Nutzen vereinnahmt. Überall , wohin man schaut, nur noch Äcker, wer soll das alles essen? Haben wir nicht ein Überangebot an Lebensmitteln und die Menschen leiden immer mehr an Übergewicht? Doch der Bauernpräsident Rukwied hat eine Lösung. Er will die wachsende Weltbevölkerung ernähren (obwohl es gegen das Wachstum bessere Lösungsmöglichkeiten gibt) und hebt mit seiner Meinung das soziale Engagement der Bauern hervor. Doch in Wirklichkeit geht es nur um den Profit, denn aus Äckern läßt sich mehr erwirtschaften, als aus Wiesen oder für die Natur wertvollem ungenutzten Land. Umweltminister Bonde in Baden-Württemberg hat nun endlich ein Umbruchverbot erlassen, das leider sehr spät kommt, und wahrscheinlich nicht eingehalten wird. Wer will das kontrollieren?. Unsere Landschaft in Deutschland ist zu einer Agrar-Wüste verkommen, weil sich alles nur noch ums Geld dreht. Leider merkt der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland nichts, oder will es nicht zur Kenntnis nehnmen, von dieser schleichenden Entwertung der Landschaft durch den übermäßigen Ackerbau.Man kann nur resümieren: Deutschland, wo bist du wieder hingekommen?

Marianne Ade, Böblingen



Der NABU und die Fuchspelze

„Fuchspelz wird Nabu-Chef zum Verhängnis“, titelt die Stuttgarter Zeitung am 21.1.2014 und berichtet von der bundesweiten Entrüstung von Tier- und Naturschützern.
Nabu-Landeschef Andre Baumann hatte sich in einem Zeitungsinterview zur Fuchsjagd und zur Verwertung der Pelze erschossener Füchse geäußert: „Wir haben nichts gegen die Fuchsjagd“.
Seitdem sei „die Hölle los“, so die Stuttgarter Zeitung. Etliche Mitglieder kündigten ihre NABU-Unterstützung auf.


Prof. Dr. Klaus Hamper schreibt an den NABU

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erschütterung habe ich die unsägliche Stellungnahme des NABU zur Befürwortung der Fuchsjagd zur Kenntnis genommen. Eine solche billigste, sich bei den Hobby-Jägern anbiedernde Prostitution eines „Naturschutz“verbandes ist mir in den vielen Jahren meiner Beschäftigung mit Natur- und Tierschutzfragen noch nicht untergekommen. Dem untenstehenden Schreiben von Herrn Frommhold ist nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.

Die plumpe und lächerliche Dreistigkeit des Jägermeisters Friedmann, mit der dieser den alljährlichen Massenmord an den Füchsen mit dem Schutz von Rebhühnern, Hasen, Fasanen und Wachteln zu rechtfertigen versucht, ist bemerkenswert. Das sind zufälligerweise alles Tiere, die von den Hobby-Jägern gern selbst abgeknallt werden. Man will hier den Fuchs wohlfeil für etwas verantwortlich machen, was die Hobby-Jäger selbst (neben der Vernichtung der Lebensräume u. a. durch die Agrarindustrie) zu verantworten haben. Denn es ist heutzutage Allgemeinwissen, dass sich Füchse bevorzugt von Mäusen, aber auch von Aas, Regenwürmern und Früchten ernähren (vielleicht schauen Sie einmal hier: http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq/15_nahrung.html#1.5.1). Was die Hobby-Jäger hingegen geflissentlich verschweigen: Das hunderttausendfache Abknallen der Füchse sorgt für eine massive reaktive Erhöhung der Vermehrungsrate, der gleiche Mechanismus wie bei den Wildschweinen. Sie unterstützen also eine der vielen Jägerlügen!

Ich darf lediglich mit einer gewissen Befriedigung zur Kenntnis nehmen, dass ich aus meiner jedes Jahr üppig gefüllten Spendenschatulle noch nie auch nur einen einzigen Euro an Ihren Verein überwiesen habe. Das wird nach dieser Ihrer Stellungnahme auch dauerhaft so bleiben. Und seien Sie versichert, ich werde in meinem großen Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis verbreiten, auf welche erbärmliche Weise Sie den „Naturschutz“gedanken vertreten.

Schämen Sie sich!

Ohne freundliche Grüße

Prof. Dr. Klaus Hamper, Welle



Treibjagd am Sonntagmorgen

Hallo ihr Alle,

Sonntagfrüh, 10 Uhr, war wieder Treibjagd in Lichtenhain. Die Treiber sind wieder an unserem Garten vorbei . Ein Zeitpunkt, wo es bereits Sonntagsspaziergänger gab! Es handelt sich um ein Gebiet, wo immer viele Spaziergänger unterwegs sind.

Es vielen fünf Schüsse . Mein Mann musste sehen, wie ein erschossenes Wildschein am Garten vorbei gezerrt wurde .

Bernd G hat am Montag am Ende seiner Wiese ein gehäutetes Tier mit offenen Bauch und herausquellenden Därmen gefunden. Leider war es heute weg, so dass ich es nicht mehr fotografieren konnte . Es wurde mir erst heute Nachmittag darüber berichtet.

Wir sind unendlich traurig, ratlos , aber auch voller Wut !

Traurige Grüße

Sigrid



Schützt den Schönbuch

Ich möchte mitteilen, dass es jetzt eine Initiative "Schützt den Schönbuch" gibt: http://schuetzt-den-schoenbuch.de
Diese wendet sich gegen die brutalen modernen Holzerntemaschinen, die mit brachialer Gewalt die Bäume fällen und die Natur zerstören. Überhaupt ist der Forst die treibende Kraft für die hohen Abschusszahlen, denn die Forstbehörde sieht sich beeinträchtigt in ihrer Holzwirtschaft durch den angeblichen Verbiss. Unsere Wälder sind leider zu Wirtschaftswäldern verkommen. Wir haben gestern eine vierstündige Wanderung im Schönbuch gemacht und nicht ein einziges Tier gesehen. Wir sind der Meinung, dass es noch nie so wenig Wild im Naturpark Schönbuch (ein größeres zusammenhängendes Waldgebiet im Großraum Stuttgart) gab wie heute. Die vielen Treibjagden haben den Wildbestand reduziert und die Propaganda der Medien vom angeblich zu hohem Wildbestand in unseren Wäldern ist eine Illusion.

Marianne Ade, Böblingen



Begegnung mit einem Jäger

Hier eine kurze Schilderung einer Begegnung mit einem Jäger (ein Beispiel von vielen):

Am 21.08.13 unternahm ich einen Abendspaziergang durch die Feldmark.
Als ich gegen 21 Uhr an einem Hochsitz vorbeikam, stieg ein Jäger herunter (den ich gar nicht bemerkt hatte) und stellte mich zur Rede:
"Sie vertreiben mir die Rehe", warf er mir vor und: "Außerdem gefährden Sie sich selbst, wenn Sie hier gehen."
Ich entgegnete, dass er nur abdrücken dürfe, wenn er sein Ziel zweifelsfrei identifiziert hat.
Er erwiderte, dass er "kein dummer Junge" sei und schon seit 50 Jahren zur Jagd gehe.
Daraufhin fragte ich, warum ich mich dann selbst gefährden würde. Seine Antwort:
"In der Dämmerung sieht man nicht alles so genau"!

Somit hat er offen zugegeben, dass man sich als Spaziergänger nicht ungefährdet in der freien Natur bewegen kann!

H. Friedeborn



Wälder werden abgeholzt, Schonzeiten aufgehoben

Bei uns im Kreis Ahrweiler geht Merkwürdiges vor! Den ganzen Winter lang wurden, mit im Hang verbotenen Harvestern, ganze Waldstücke abgeholzt (Buchen), in wartende Container verfrachtet und nach China verkauft. Tag und Nacht. Das gesamte Wild wurde ins Heckenbachtal getrieben und blieb da. Sofort forderte Herr Marcel Hürtner von der SPD, die Hälfte des Rotwildes abzuschießen. Mit Augenzwinkern erklärte er, dass es nur soviel Wild wie Lebensraum geben darf.

Bei uns darf das Rotwild nicht gefüttert werden. Nun kam von den Grünen die Aufforderung, zur Ausrottung des Rotwildes, auch zum Schießen von trächtigen Tieren. Die Schonzeiten sollen abgeschafft werden.

Im Winter waren viel weniger Fährten zu sehen, als in den Jahren davor.
Merkwürdig ist auch, dass die 'Wildschäden' sich in drei bis vier Meter Höhe befinden. Gleich neben den Fahrspuren der Harvester. Wenn man so hoch sitzt, vertut man sich leicht mit der Höhe.
Also Vorsicht! Dieser plötzlich überall auftretende überhöhte Wildbestand in Deutschland, könnte eine Vorbereitung auf ein Gesetz zur Umsetzung der EU-Regel sein.
Notverordnungen zum Abschuss wegen zu hohem Wildbestand.
Und ein feines Hintertürchen gegen EU-Vorgaben. Sie sehen, es wird fleißig daran gearbeitet.
Außer nach China wird der Wald zur Energiegewinnung, Häuserbau und was sonst noch in einem Tempo abgeholzt wie nie zuvor.
Schnell wurden Wirtschaftswege zum Premium Wanderweg Ahrsteig verklärt, kurz darauf steht in der Zeitung, dass Wanderwege und Hütten wegfallen müssen.
Aus dem Auge aus dem Sinn?

Mit freundlichen Grüßen
J., 16.5.2013



Die traurige Geschichte einer Hundehalterin.

Dies ist die traurige Geschichte einer Hundehalterin, ihres Sohnes und ihrer dreijährigen Schäferhündin.
Die absolut liebe und freundliche Schäferhündin wurde als Therapiehündin ausgebildet und war kurz davor, die Begleithundeprüfung abzulegen, die sie zweifelsohne bestanden hätte. Die Halterin engagierte sich sozial und machte mit dem Hund ehrenamtliche Besuche in Altenheimen. Sie ging zwei Mal pro Woche mit der Hündin zum Training. Der Hund hörte aufs Wort. Die Frau bekam vor einiger Zeit eine Krebsdiagnose. Sie erzählte, dass ihr der Hund in letzter Zeit so viel Hoffnung und Zuversicht gegeben habe. Sie hat einen 14-jährigen Sohn, mit dem Sie oft mit dem Hund joggte, ich habe Sie häufig getroffen. An einem Tag im April 2013 Tag war sie mit ihrem Sohn und ihrem Hund auf der rechten Seite der Niers in der Nähe von Schloss Rheydt unterwegs , also auf Neusser Gebiet. Sie habe ein Sekunde nicht aufgepasst und der Hund war kurz im Wald. Es gab einen Schuss, sie hat den Hund sofort zu sich gerufen, der auch sofort zu ihr gekommen sei, worauf der zweite Schuss fiel der den Hund so schwer verletzte, dass er kurze Zeit später verstarb. Die Frau konnte es nicht fassen und war völlig am Ende. Der Jäger erklärte, nach dem ersten Warnschuss hätte der Hund weiter Rehe verfolgt, was aber nicht sein kann, da der Hund zur Halterin lief und keine Rehe in der Nähe waren. Die Frau konnte nicht mehr, während der Jäger eine Kiste holte und behauptete, sie dürfe den toten Hund nicht mitnehmen und ihren Sohn zwang, den Hund mit ihm zu begraben. In den folgenden Tagen ging die Frau immer wieder zu der Stelle, wo der Hund begraben lag. Dann kam sie ins Krankenhaus zur Krebsbehandlung, der Sohn hat ein echtes Trauma und kann nicht alleine
zu Hause bleiben. Die Frau heult den ganzen Tag. UND TROTZDEM möchte sie nicht, dass nur auf der Jägerschaft herumgehackt wird, da sie ja eben diese eine Sekunde nicht aufgepasst habe. Sie möchte dafür sorgen, dass Jäger begreifen, dass die Tiere unsere Familienmitglieder sind, die man nicht einfach töten darf. Bewundernswert die Frau!!! Es laufen zwei Anzeigen (keine davon ist von der Hundehalterin selbst), der Jäger fährt jeden Tag dort herum und hat die Frau bereits mehrfach bei ihren Besuchen am Grab der Hündin „gestellt“ um sich zu entschuldigen und die ganze Angelegenheit kleinzureden. Nach ihrem Krankenhausaufenthalt wird sie das Grab ganz sicher wieder besuchen. Und der Jäger? Wird sicher wieder Hunde töten und Familien traumatisieren, dafür ist er bekannt. Also Vorsicht an Schloss Rheydt, vor allem auf dem Waldstück auf Neusser Seite!

Bodo V.



Treibjagd direkt neben unserem Haus

Durch Zufall bin ich auf Ihre Internetseite gestoßen und war sofort begeistert über Ihre Initative "Abschaffung der Jagd". Auch ich bin ein vehementer Gegner der Jagd! Für mich hat Tierschutz oberste Priorität!
 
Gestern hat direkt neben unserem Haus eine Treibjagd stattgefunden. Logischerweise mit scharfer Schrot-Munition, und das, obwohl Passanten auf den Straßen unterwegs waren!! Die Entfernung der Jäger zu den Häusern der Anwohner lag teilweise unter 20 Metern!
Das hat die Jäger aber keinesfalls interessiert. Die haben nur wie blöd um sich geballert. Auf was die Jäger geschossen haben, war mir schleierhaft, da ich kein einziges Tier sehen konnte. Nach meinen Recherchen galt die Jagd den Rebhühnern. Ich wusste nicht, dass Rebhühner eine Gefahr für die Menschheit darstellen und abgeschossen werden müssen. Auch haben wir relativ wenig Rebhühner hier in der Gegend. Was für einen Sinn hat also so eine bestialische Verstümmelung dieser Tiere??
 
Ich habe daraufhin die Polizei verständigt, da ich Gefahr für Leib und Leben sah. Die Polizei kam dann auch und meinte nur, dass dies legal sei und eine Erlaubnis vom Landratsamt vorläge. Ich solle mich doch beim Landratsamt beschweren.
 
Dies habe ich nun auch gemacht und ein Beschwerde an das zuständige Landratsamt und meine Gemeinde geschickt.
 
Ich wollte ihnen dies nur mitteilen, da ich ihnen Mut zusprechen möchte, und sie wissen sollten, dass auch viele andere Menschen auf ihrer Seite stehen. Gemeinsam im Kampf gegen das sinnlose Abschlachten von Tieren!
 
Das muss sofort aufhören! Ich werde weiter für die Abschaffung der Jagd kämpfen!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Brandl Martin



Begegnung mit einem Jäger

Was mir neulich passiert ist...
Können Sie mir sagen, welches Gesetz und welche Paragraphen ich den Leuten das nächste Mal an den Hals schmeißen kann???
Vor einigen Monaten bin ich mit meinen Hunden in ein kleines Dorf zwischen Mölln und Trittau gezogen und eine Zeitlang dachte ich, dass wir im Paradies gelandet sind.
Nun scheint aber der Kreis Herzogtum Lauenburg zu klein zu sein für Hundebesitzer und Jäger/Jagdpächter, denn was mir kürzlich passiert ist passt nun wirklich auf keine Kuhhaut.
Ich gehe gemütlich mit 2 Hunden diesen tollen asphaltierten Weg entlang, der an einem Hochstand endet.
Es ist kein Privatweg, kein ausgewiesenes Naturschutzgebiet und es gibt auch kein Schild „Hunde bitte anleinen“.
Und soviel ich weiß, besteht in Schleswig Holstein kein Leinenzwang. Auf keinen Fall im Dezember.
Und soviel ich weiß, gehört der Kreis Herzogtum Lauenburg noch zu Schleswig Holstein, oder nicht?
Meine Hündin ist trotzdem an der Leine und mein Rüde läuft frei friedlich neben mir auf dem Weg.
Keiner der Hunde stöbert im Knick. Keiner der Hunde jagt ein Reh.

Da hält ein Geländewagen neben mir und die Scheibe geht runter.
Grund genug für meine Hündin, jetzt zu bellen. Das macht die Miene des Fahrers nur noch grimmiger.
„Ich will nicht, dass Sie hier langgehen!“
„Das ist doch aber kein Privatweg.“
„Wo kommen Sie überhaupt her? Ihr Auto hat am Nummerschild OD. Wohnen Sie hier überhaupt?“
Ups, da habe ich doch glatt gedacht, dass man in Deutschland noch selbst entscheiden darf, wo man spazieren geht.
Ich war doch etwas irritiert und bestätigte brav, dass ich im Nachbardorf wohne.
„Dann gehen Sie doch dort spazieren!“
Diese Aufforderung brachte mich so außer Fassung, dass ich mit offenem Mund und ohne die passende Antwort einfach nur dastand und mich fragte, wie ein Mensch auf so eine lachhafte Idee kommen kann.
Dann erzählte mir der Mann, dass das Wild keine Hunde mag und sich schon zurückzieht in andere Gebiete und er seine Quote noch nicht erfüllt hat und er viel Geld für die Jagdpacht ausgibt.
Okay, war ja klar, aus welcher Ecke der Wind weht. Irgendwann mag das Wild dann keine Reiter mehr und keine lachenden Kinder. Keine Fahrradfahrer, keine Jogger und auch keine Spaziergänger.

Ich fühlte mich trotzdem unwohl und habe mich deshalb bei der Polizei erkundigt. Auf öffentlichen Wegen darf kein Jäger verbieten, dass ich dort langgehe.
Aber ich hätte gern Paragraphen und Feedback, damit ich das nächste Mal besser gewappnet bin.

Petra Martens



Antwort der Initiative zur Abschaffung der Jagd

Es schreiben uns immer wieder Menschen, die solche Begegnungen mit Jägern hatten oder mitten in eine Jagd geraten sind ohne Vorwarnung.
pro iure animalis hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung und bei dem Blick auf Jagd und Jäger beachten sollten. Es wird darüber informiert, was Jäger dürfen und was nicht.

Gut, dass Sie bei der Polizei nachgefragt haben. Sie können sich auch bei der unteren Jagdbehörde beschweren.
Wenn Sie sich beim Spaziergang bedroht sehen, rufen Sie die Polizei. Sie können auch Anzeige erstatten, wenn Sie Ihre Sicherheit gefährdet sehen. In der Regel werden solche Anzeigen leider eingestellt. Aber evtl. beschweren sich Polizei und Behörden bei der Jägerschaft. Und evtl. beschweren sich ja auch andere Anwohner und Erholungssuchende über die Hobbyjäger.

Was daher vermutlich das Wichtigste ist, dass solches Jägerverhalten an die Öffentlichkeit kommt:
Schreiben Sie die Reaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an.
Hier finden Sie Anregungen und Argumente für Leserbiefe.



Tiere fliehen

In der Literatur darüber, wie überfällig ein Verbot der Jagd ist, scheint mir, (wenn ich auch nicht alles dazu kenne), sehr wenig Bezug darauf genommen zu werden, daß Säugetiere, Vögel und Reptilien grundsätzlich vor Menschen fliehen, oft lange bevor man sie überhaupt gesehen hat. Wir halten, wenn wir uns in der Natur bewegen, das für arteigenes normales Verhalten. Daß es aber eine Folge der jahrhundertlangen, unablässigen Verfolgung ist, fällt uns dabei weniger ein.

Beweisen kann ich das anhand anderer Erlebnisse und Erfahrungen. Das offensichtlichste Beispiel ist die Tatsache, daß in afrikanischen Reservaten die Tiere ruhig stehen bleiben, wenn sich ihnen Menschen oder Fahrzeuge nähern, weil sie wissen, daß ihnen nichts geschieht. Ausnahmen sind aufliegende Vögel, die aufgrund ihres Verhältnisses zu tierischen Prädatoren (Beutegreifer) immer eine gewisse Fluchtdistanz einhalten. Wo diese fehlen, fliehen sie überhaupt nicht. Ich erinnere mich an einen Baum auf der Moreton-Insel vor Queensland, auf dem eine große Zahl einer kleinen Papageienart saß, die normalerweise mit großem Geschrei auffliegen, wenn man sich ihnen nähert. Dort blieben sie sitzen, als ich den Baum bestieg und mich ihnen näherte. Nur wenn ich die Hand nach ihnen ausstreckte, schien ihnen das zuviel zu sein und sie hüpften ein wenig beiseite.

Vor einem Gasthaus auf dem Lande, ebenfalls in Australien, stand ein großer Baum, in dem eine Schar weißer Kakadus lärmte, die von den Gästen ebenfalls nichts zu befürchten hatten. Auch ihnen konnte man sich auf wenige Schritte nähern, ohne sie zu beunruhigen.

Im Süden Sri Lankas (Ceylon) erstaunte mich in einem buddhistischen Dorf, daß dort die Tiere in vollkommener Harmonie mit den Menschen lebten. Affen turnten in den Bäumen herum, meterlange Warane spazierten zwischen den Hütten herum, ein Baum hing voller Fliegender Hunde und in einem See badeten die Menschen zwischen großen Fischen, die so dicht standen, daß sie die Leute berührten.

Im tropischen Tiefland von Bolivien sah ich, daß dort, wo es noch große Ara –Papageien gab, diese nur laut schreiend und sehr hoch flogen und zwar überall dort, wo es in der Nähe Menschen gab. In einer Gegend, in die offenbar nie oder selten Jemand gelangte, blieben sie auf einem Baum über uns sitzen, riefen ein wenig mit ihren heiseren Lauten und sahen neugierig nach untern, was sich dort wohl tue.

Aber nicht nur in fernen Gegenden ist so etwas zu beobachten. Es gab den Versuch eines Verhaltenswissenschaftlers , der ein größeres Waldgebiet völlig sperren ließ, um mit den dort lebenden Füchsen vertraut zu werden. Um es kurz zu machen: Diese äußerst misstrauischen und scheuen Tiere näherten sich ihm nach sechs Wochen und nach drei Monaten nahmen sie das angebotene Futter aus seiner Hand! Das zeigt, daß die lange währende Angst vor dem Menschen nicht unabänderlich ist und wieder verlernt werden kann.

Was damit gesagt werden soll ist, daß durch diese zahlenmäßig kleine, mörderische Jägerclique uns allen, besonders auch Kindern und Heranwachsenden , das Erlebnis harmonischer Begegnungen mit freilebenden Lebewesen vorenthalten wird. Die Natur, die sowieso schon bis an die Grenzen des Belastbaren bedrängt ist, wirkt ausgeräumt und leer, wenn wir uns in ihr bewegen. Höchstens, daß uns aus der Ferne mal ein paar Rehe (die Böcke sind bekanntlich im Mai, unmittelbar nach der Paarung schon alle abgeknallt worden !) misstrauisch beäugen und bei der geringsten Bewegung die Flucht ergreifen.

Es geht hier aber nicht nur um unseren Naturgenuss, um den wir von den Jägern betrogen werden, sondern natürlich, (aber das haben Andere umfassend ausgearbeitet), um die Tiere selbst, die in permanentem Stress durch den Jagddruck leiden. Durchaus denkbar und möglich ist stattdessen, daß wir bei jedem Spaziergang draußen unseren Mitgeschöpfen begegnen könnten, so wie zum Beispiel den „zahmen“ Eichhörnchen in einem Kurpark und sie wieder Teil der menschlichen Erlebniswelt werden könnten.

Welch ungeheure Frechheit ist diese Arroganz, die uns 99.4% - Nichtjägern , die dielebende Umwelt so zurichtet, wie sie eigentlich nicht ist und nicht sein sollte!

Klaus Braunert



Unfreiwillig Zeuge einer Drückjagd

Hier töten Jäger

Kürzlich war ich unfreiwillig Zeuge einer Drückjagd am 3.12.2012 Naturschutzgebiet Lippeauen Hamm, Grenzgebiet Ahlen/Dolberg.

Was eine solche Form der Jagd bedeutet, war mir bis dato leider unklar. Ich bin heute sehr betroffen darüber, wie tief wir Menschen doch im Stande sind zu sinken.
Allerdings weiß ich nun, warum es stets mit lautem Horngetöse und viel Schnaps zur Jagd geht. Wer soll sich bei diesen Taten schon selbst ertragen können, wenn nicht betrunken.

Da werden doch tatsächlich arme Hasen, Fasane im schönsten Federkleid und alles an Tieren, was sich bewegen kann - es dürfen auch mal Haushunde oder Katzen sein - in ein Gebüsch getrieben und umstellt (bei mir war es in einem Naturschutzgebiet - welch ein Hohn).
So eingekreist dürfen diese armen Kreaturen dann vor Todesangst zitternd darauf warten, dass ausgebildete Jagdhunde sie aus ihren Verstecken treiben. Draußen liegen dann ihre Schlächter auf der Lauer. Menschen, die Vergnügen daran finden, ihren Opfern die Gesichter wegzuschießen, Gliedmaßen mit Kugeln abzutrennen, so dass das Blut spritzt – oder die die armen Geschöpfe einfach nur lahm schießen und ihrem grausamen Schicksal überlassen. Die Geschichte vom goldenen Blattschuss ist zu 80 % nur eine Mär, die Realität ist leider reine Tierquälerei.

Ich habe das gesehen und bin fassungslos über so viel Grausamkeit, die nur dazu dient, niedere Triebe zu befriedigen und hinterher grölend und schnapstrinkend zwischen frisch abgeschlagenen Tierköpfen (die so genannte Strecke) in irgendwelchen Kellern zu hocken um sich selbst zu beweihräuchern. Während draußen angeschossene Tiere in größter Qual nach Stunden endlich ihr Leben aushauchen dürfen.

Nein, meine Herren und vereinzelt Frauen, Sie sind lediglich erbärmliche Sadisten. Mir tut das Herz weh, wenn ich an so viel unnötige Grausamkeit denke.

Achim Bahne





Schreiben an die Untere Jagdbehörde Eberswalde

Vorgestern, am Samstag, den 17. November 2012, auf dem Mühlenweg in Niederfinow zwischen Struwenberg und dem Karlswerk, keine 100 Meter hinter der Wassermühle, hörte ich erst, und sah dann, einen kläffenden Dackel, der ein Tier zunächst von rechts nach links, und dann noch einmal von links nach rechts über die Straße jagte. Als ich näher kam, stieß ich auf ein Reh, dass sich inzwischen in den neben dem Weg verlaufenden Bach gekauert hatte, während der Dackel von hinten das Tier attackieren zu wollen schien; jedoch gelang es mir, ihn abzurufen. Natürlich ging ich davon aus, dass das Reh verletzt sein musste, doch sah ich oberhalb der Wasserfläche keine Verletzung.

Als das Reh nach einigen Minuten begriff, dass wir ihm nichts mehr tun würden, sprang es auf und davon - und ich sah, dass sein Oberschenkel nur noch Skelett war. Nur Knochen, nicht einmal Reste von Fleisch.
Zahlreiche Zeugen können bestätigen, dass mich dieser Anblick völlig traumatisiert hat: Es folgten Wein- und Schreikrämpfe, und es wäre gelogen zu behaupten, dass dieses Erlebnis für mich bereits verarbeitet ist.

Ist das die Normalität des Jagens? Ist das etwas, worauf ich gefasst sein muss, wenn ich mich bei einem Waldspaziergang erholen möchte?

Zudem frage ich mich, ob die Vorgehensweise der Jäger wirklich den Rechtsvorschriften entspricht:

Nachdem das Reh fort war, nahm ich den Dackel, der inzwischen Vertrauen zu mir gefasst hatte, auf den Arm, und rief nach den Jägern – mindestens einen weiteren Hund hatte ich von der rechten Seite bellen hören, und inzwischen hörte ich auch Männerstimmen: offensichtlich eine Treibjagd. Von links hatte ich auch bereits Schüsse gehört. Auf den nächsten 100 Metern bis zur Brücke über den Bach lief vor uns ein Rehbock von rechts nach links.
Über die Brücke hinweg folgte ich den Stimmen, selber ´Hallo´ rufend, in den Wald. Dort traf ich hinter einem einzelnen Draht in einem halben Meter Höhe zwei Jäger in Warnwesten, der eine in Sprechweite; von ihm ich als Reaktion auf meine Schilderung allerdings nur, dass er mich anfuhr, ich solle seinen Hund herunterlassen, das Reh werde eben nachgejagt und dies sei eine angemeldete Treibjagd.

Wie kann es sein, dass ich durch ein Gebiet ging, wo links geschossen wurde, und die Tiere rechts offensichtlich derart verletzt wurden, dass es wohl ebenfalls nur von einem großen Kaliber sein Oberschenkelfleisch weggeschossen bekommen haben konnte?

Mit freundlichem Gruß

Dr. Friederike Habermann

Nachtrag

Vorgestern hatte ein mir flüchtig Bekannter ein entsprechendes Erlebnis; allerdings schlug die für den Hirsch bestimmte Kugel fünf Meter neben ihm ein.

Umso dringender möchte ich Sie an eine Antwort dieser heute vor einer Woche gesandten Anfrage über die Normalität des Jagens erinnern.



Mein Pferd wurde verletzt

Gestern fand neben unserer Koppel eine Treibjagd (mit Hunden) statt (sehr intelligent, weil Pferde ja Fluchttiere sind). Unsere Pferde scheuten, liefen in ihrer Panik die Koppel rauf und runter. Wobei sich meine 3 jährige Stute verletzte, sie hatte an der Brust eine etwa 6x6 cm große Fleischwunde.
Der Tierarzt kam, und sagte sie habe Glück, etwas tiefer oder etwas mehr seitlich und ich hätte sie wegen einem offenem Gelenk einschläfern lassen können. Sie musste betäubt, sediert und genäht werden. Kostenpunkt: 200€!
Und das nur, weil sich die Jäger einbilden, neben einer Pferdekoppel eine Treibjagd zu veranstalten und uns nicht mal was davon zu sagen? Was soll das denn?
Ich habe an die Behörde und an den Jägerverbund ein saftiges Mail geschrieben und gedenke Schadensersatz zu erheben!

S. P.
(Studentin der Vetmed Uni Wien)



 



Beim Dauerlauf in Treibjagd geraten

Kürzlich hatte ich ein interessantes Erlebnis: Ich geriet beim Dauerlauf durch den Wald und über die Felder in eine Treibjagd. Plötzlich steht ein Mann mit Flinte vor mir - und ich bin dankbar, dass ich mich für strahlend rote Jacke entschieden habe. Der eine Jäger hat mir - nicht unhöflich - erklärt, dass hier eine Jagd stattfindet und dass ich besser außen herum laufe, wenn ich keine Unfälle provozieren wollte. Ein anderer hat mich als "Vollidiot" und "Schwachkopf" bezeichnet - jeder Mensch im Ort wüsste doch, dass hier und heute Treibjagd ist.

Nun habe ich mir den Spaß gemacht, bei Bewohnern in der Nähe nachzufragen, seit wann sie bescheid wissen - und woher sie erfahren haben. Eindeutiges Ergebnis: Keiner wusste Bescheid. Von acht befragten Personen, die sozusagen in Schussweite der Treibjagd wohnen.

Wie ist das bei uns in Deutschland? - Kann man denn die Wege nicht absperren oder rechtzeitig Warntafeln aufstellen, wenn scharf geschossen wird? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es dafür?

Ich fühle mich da als Bürger von einer scharf schießenden Minderheit bedroht. Sogar der Bogenschussverein ums Eck muss sein Revier schützen und absperren, wenn geschossen wird. Warum gilt das für Jäger nicht?

Ich bin dankbar für alle Informationen, denn ich möchte das Problem (ja, das ist es für mich wirklich!) in den angrenzenden Bürgervereinen ansprechen.

Nachtrag:

Heute hatte ich wieder ein Erlebnis mit der Jagd: Eine Treibjagd im Norden Nürnbergs. Wieder: Nicht angekündigt, wieder nur bei der Polizei angemeldet. Und wir - im Rahmen einer Geburtstagsfeier mit 12 Kindern - mittendrin. Das war ein Spielplatz, auf dem gejagt wurde! Was muss denn noch passieren, damit das ein Ende hat?

Jürgen L.



Reh neben meinem Grundstück erschossen

Wir wohnen an einer wunderschönen Wiese auf der fast 10 Rehe leben. Leider wurden wir gerade Zeuge, als ein Jäger ein totes Reh ins Auto lud.. Ein Schuss war vorher nicht zu hören, oder wir bemerkten es nicht. Jedoch suchte er vor dem Fund ein kleines Gebiet der Wiese ab. In meiner Wut schrie ich nur "Mörder". Ich weiß, dass dies nicht die feine Art ist. Ich bin zutiefst getroffen und auch enttäuscht, dass ich meine Kamera nicht zur Hand hatte, denn die Rehe leben dicht an unseren Grundstücken. So vermute ich, dass der Schuss unweit der Grundstücke geendet sein muss, wo natürlich auch das tote Reh lag (es waren definitiv nicht als 500m).

Ich weiß, Ihr habt ganz andere Sorgen aber ich musste dies einfach los werden. Vielleicht habt ihr auch einen Tipp, wie man sich richtig verhält. Ich bin gerade einfach nur schockiert und traurig. Und hilflos.

Stefanie Wedemeyer



Antwort der Initiative zur Abschaffung der Jagd

Vielen Dank für Ihre Zuschrift. Es schreiben uns immer wieder Menschen, die Zeugen des blutigen Hobbys der Jäger werden. 
In Ihrem Fall können Sie wahrscheinlich nichts machen - die Jäger haben nach dem gültigen Jagdgesetz das Recht, Tiere tot zu schießen, auch neben Ihrem Grundstück.
 
Daher ist das Wichtigste, dass die Wahrheit über die Jagd an die Öffentlichkeit kommt:
Schreiben Sie die Reaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an. Berichten Sie ruhig plakativ von ihren Gefühlen und Gedanken, als sie Zeuge des blutigen Treibens der Jäger wurden, evtl. Ihrer Angst, wenn Sie die Schüsse neben Ihrem Grundstück hören, die Sorge um die Sicherheit der Familien mit Kindern und ihren Hunden bei Jagd so dicht an den Grundstücken.
Hier finden Sie Anregungen und Argumente für Leserbiefe
 
Wenn Sie sich beim Spaziergang bedroht sehen, rufen Sie die Polizei. Sie können auch Anzeige erstatten, wenn Sie Ihre Sicherheit gefährdet sehen. In der Regel werden solche Anzeigen leider eingestellt. Aber evtl. beschweren sich Polizei und Behörden bei der Jägerschaft. Und evtl. beschweren sich ja auch andere Anwohner und Erholungssuchende über die Hobbyjäger.

pro iure animalis hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung und bei dem Blick auf Jagd und Jäger beachten sollten. Es wird u.a. darüber informiert, was Jäger dürfen und was nicht.



Jäger fängt Katzen weg

Ich war vor einigen Tagen Körnerfutter bei der Raiffeisen einkaufen. Ich frage so, mensch, ihr habt hier ja auch Katzen laufen, sind euch in letzter Zeit welche zugelaufen oder sind mal welche abhanden gekommen – es gibt hier sehr viele Vermisstenanzeigen von Katzen, und die Besitzer finden ihre Tiere nicht wieder, wenn sie auf die Suche gehen. Da erzählt mir der eine Verkäufer, wenn die Population der Katzen zu groß wird, fängt der Jagdpächter die Katzen mit einer Falle weg und nimmt sie mit. Ich weiß, dass er ein Katzenhasser ist, ich wohne in seinem Jagdgebiet und ich weiß auch, dass er schon jahrelang Katzen nachstellt und zur nachtschlafenden Zeit rum fährt und sich auf die Suche nach Katzen macht. Die Raiffeisen befindet sich innerhalb der Ortschaft, und es sind keine verwilderten Katzen, sondern Hauskatzen, die einen Besitzer haben. Was ist mit Katzen, die nur mal auf Tour sind? Sie werden tot geschlagen oder zur Schärfeprüfung für den Jagdhund genommen.
S.



Jagd auf Hauskatzen

Vorgestern stand in der Zeitung ein Bericht, dass allein dieses Jahr, und nur in Schleswig-Holstein, über 5000 Katzen von Jägern erlegt wurden. Das hat mich sehr wütend gemacht und schockiert. Ich habe selber 3 Kater und liebe Katzen.

Die Jäger behaupten, es wären verwilderte Katzen gewesen, und das Töten nötig, um die Katzenpopulation einzudämmen. Das halte ich für ein absolut fadenscheiniges und schwachsinniges Argument. Erstmal frage ich mich, warum es bei uns nicht, wie in anderen Ländern, Projekte gibt, die Streuner einzufangen, zu kastrieren, und wieder laufen zu lassen. Sicher wären auch bei uns Tierärzte bereit, die Streuner ohne Honorar zu kastrieren. Aber in Deutschland ist man scheinbar der Meinung, dass töten einfacher ist. Scheinbar muss man auch für Arbeit für die Jäger sorgen, damit dieses "Hobby" nicht ausstirbt.

Zudem stellt sich mir die Frage, woran ein Jäger erkennen will, ob es sich um eine verwilderte Katze handelt, oder ob sie jemandem gehört.

Woher nimmt sich die Menschheit eigentlich das Recht, sich als die Krönung der Schöpfung zu betrachten, Tieren Seele, Gefühle und das Recht zu leben abzuerkennen? Ich meine, wenn jemand einen Menschen tötet, geht er in den Bau, wenn jemand angeblich verwilderte Katzen erschießt, wird er lobend in der Zeitung erwähnt. Das kann es doch nicht sein!

Ich bin dafür, das Hobby Jagd abzuschaffen! Außrdem sollte jeder, der seine Katzen raus lässt, sie kastrieren, und das muss auch für Bauern gelten. Wenn die bereit wären, in ihren Katzen mehr als nur Mäusefänger zu sehen, und sich auch richtig um sie zu kümmern, dann wäre doch auch schon ein richtiger Schritt getan. Eine Kastration kostet so viel ja auch nicht.

Ich möchte gerne helfen, dass diese Praktik mit dem Töten von Katzen, aufhört!

Jason S.



Bedrohung durch Jäger

Vor etwa einem Monat, als ich auf einem meiner Naturspaziergänge war und Wildentenküken beobachtete, drehte ich mich um und fand plötzlich und zu Tode erschreckt direkt hinter mir einen älteren Mann mit einer Schrotflinte im Arm vor (der mir als Jäger bereits bekannt war), der mich doch tatsächlich fragte, was ich da schönes tun würde? Dasselbe habe ich ihn auch gefragt...

Eine zweite Drohung erlebte ich in aller Öffentlichkeit im Eingangsbereich eines Baumarktes. Ein Jänger, den den "Schafft die Jagd ab!"-Aufkleber auf meinem Auto gesehen hatte, verfolgte mich und machte mir sehr unfreundlich klar, dass man nicht die Jagd abschaffen müsste, sondern mich...

Ellen Streichfuß



Katze erschossen?

Auch ich verabscheue die Jagd.

Vermutlich wurde unsere 18 Jahre alte Katze erschossen. An einem Oktobertag hörten wir einen lauten Knall in unmittelbarer Hausnähe, sahen dann einen eilig aus dem Wald davon fahrenden. Die Katze haben wir nicht mehr gefunden. Die Trauer ist groß.

Jetzt wird in Sichtweite unseres Hauses ein zweiter (!) Hochsitz gebaut sogar in Straßennähe…

Ich habe Sorge, gegen Jäger zu protestieren, da ich zwei Hunde habe, die man vergiften oder erschießen könnte.

Mein Lebensgefährte wurde schon mehrfach von Jägern gewarnt bzw. verwarnt, mit den Hunden irgendwo zu spielen oder entlang zu gehen. Er wich einmal einem Jäger im Auto von einem Waldweg auf eine Wiese aus. Der Jäger schnitt ihm dann den Weg ab und verwarnte meinen Lebensgefährten, er dürfe nicht über die Wiese mit den Hunden gehen, er würde das Wild beunruhigen. Die Hunde waren übrigens angeleint. Der Jäger selber hatte aber keine Bedenken, mit seinem Auto durch den Wald zu fahren.

Der Höhepunkt der Absurdität war, dass ein Jäger ihm sagte, ein Fuchs, dem der Schwanz fehlt, hätte Räude, unsere Hunde könnten sich infizieren. Vermutlich wurde dem armen Fuchs der Schwanz abgeschossen.

Ich selber wurde vor einigen Jahren am zweiten Weihnachtstag von einem alten ortsansässigen Jäger auf Übelste (!!!) beschimpft, weil ich auf einem abgemähten Feld im Winter mit meinem Bordercollie Wurfspiele gemacht hatte. Er drohte, den Hund notfalls zu erschießen, es wären Fallen aufgestellt, in die der Hund gelangen könnte. Er war sehr ausfallend in seiner Wortwahl, obwohl ich mich in keiner Weise zu ebensolchen Beschimpfungen herabgelassen hatte und auch den Hund rief ich sofort zu mir.

Ein anderer Jäger zeigte sich stolz in einer Jubiläumsbroschüre mit einer Menge toter Krähen, die er geschossen hatte – ich muss zugeben, da kommt in mir ungeahnte Wut hoch. Die armen Kreaturen…

U. W.



Regeln Jäger das Gleichgewicht in der Natur?

Hallo,

das Argument, dass eine intakte Natur ihr Gleichgewicht selbst regelt, habe ich auch schon benutzt.
Allerdings kam dann von der Gegenseite das Argument, dass unsere Natur ja nicht mehr intakt ist.
Leider ist das ja wahr. Was entgegnet man auf so eine Antwort???

Viele Grüße
Silke


Antwort der Initiative zur Abschaffung der Jagd:

Hallo Silke,
Sie haben recht, unsere Natur ist nicht mehr intakt. Schuld sind aber nicht die Tiere, sondern die industrielle Landwirtschaft und die Jagd. Der anerkannte Ökologie- und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf von der Zoologischen Staatssammlung München, der an beiden Münchener Universitäten lehrte, kam bei seinen langjährigen Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Jagd - nach der industriellen Landwirtschaft - der Artenfeind Nr. 2 ist.
mehr dazu

Jäger schießen ja nicht deshalb Tiere tot, um die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen - dies ist ein beliebtes Jägermärchen. Doch ein Blick in die einschlägigen Jagdzeitschriften oder Jäger-Internetseiten (und vor allem die Internetforen!) zeigt ein ganz anderes Bild: Da geben die Jäger offen ihre "Freude am Beutemachen", den "Kick", den sie bei der Jagd verspüren, zu.
Welchen anderen Grund gibt es, dass Jäger immer noch Hasen schießen, obwohl diese auf der Roten Liste stehen und niemandem etwas tun/keinen "Schaden" anrichten?
mehr über die Lust am Töten

Füchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt und haben keine Schonzeit. Da Füchse nicht essbar und die Pelze schwer zu vermarkten sind, werden die Kadaver meist kurzerhand in der Tierkörperbeseitigung entsorgt. Diese gnadenlose Jagd auf Füchse versuchen die Jäger gegenüber der Öffentlichkeit mit zwei Argumenten zu rechtfertigen: dem angeblichen Schutz der Bevölkerung vor Tollwut und dem Fuchsbandwurm. Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der "Weltorganisation für Tiergesundheit" als tollwutfrei.
Das andere Argument, welches die Jäger für die Fuchsjagd bringen, ist der angebliche "Schutz" für das "Niederwild" (Hasen, Rebhühner, Fasane etc.). Abgesehen davon, dass sich der Fuchs hauptsächlich von Mäusen und Aas ernährt und keinen gesunden Feldhasen zu fassen bekommt (nur kranke Tiere, deshalb gilt der Fuchs auch als "Gesundheitspolizei") schießen die Jäger erst den Fuchs tot und dann den Hasen oder das Rebhuhn.
Fakt ist: Die Jäger machen Jagd auf Hasen, Rebhühne rund Fasane. Der Fuchs muss weg, weil er in den Augen der Jäger ein Beutekonkurent ist - und vor allem, weil die Fuchsjagd so viel Spaß macht.
mehr dazu

Seit Jahren ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter.
Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem? Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet im Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Das Ergebnis wurde im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlicht: Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird.
mehr dazu

Eine Zusammenfassung der Fakten finden Sie hier



Jagd im Naturschutzgebiet

rund um den Altrhein; Schauspiel in mehren Akten.

Erster Akt:

Mein Name ist Gabriele Bergtholdt und ich bin seit März 2011 Bürgerin des schönen Ortes Roxheim. Als ich mich vor einem Jahr entschloss, ein Eigenheim zu kaufen, fiel die Kaufentscheidung recht leicht, da ich dieses Gebiet um den Altrhein als ein wahres Kleinod in der durch Industrie geprägten Landschaft empfand. Durch den Sommer hindurch genoss ich meine alltäglichen Spaziergänge rund um den Altrhein. Der vordere Altrhein war ein Brutplatz von vielen Gänsen, Enten, Schwänen und anderen Vögeln. Besonders schön war es anzusehen, als diese Nachwuchs bekamen. So etwas hatte ich schon lange nicht mehr in einer besiedelten Umgebung gesehen. Ein friedliches Miteinander von Menschen und Tieren. Überhaupt - die ganze Natur rund herum beherbergte viele Arten von Tiere, die ich nur noch aus meiner Kindheit kannte.

Im Oktober 2011 nun, begegneten mir an einem friedlichen Morgen, vier Herrn in olivfarbener Kleidung, Gewehre umhängend im „John Wayne Stechtrapp“ im Bereich Stängenweiher- Ups, dachte ich noch so, wir sind im wilden Westen gelandet, kurz nachdem mich diese Herren passiert hatten, fielen direkt hinter mir Schüsse. weiterlesen



Treibjagd am Grundstück

Am Sonntag, den 5.2.2012, gegen 8.45 Uhr wurden mein Lebensgefährte Uwe S., und ich, Sigrid F., beide wohnhaft in Jena,
Zeuge einer unangekündigten, nicht abgesperrten Treibjagd.
Unmittelbar, im Abstand von ca 60 Metern zu unserem Gartengrundstück befand sich der Jäger im Wald und schoss (scharf !) auf die ihm zu getriebenen Wildschweine.
Später haben wir dann auch Blutspuren auf dem Weg zu unseren Autos gefunden - einem Weg, der von vielen Spaziergängern gerne benutzt wird.

Zur gleichen Zeit durchlief eine Joggerin das Terrain, kommend von der Gaststätte "Waldschlösschen".
Die Wege waren nicht abgesperrt, es gab keinerlei Vorabinformation für die Gartenbesitzer des Gartenverbandes "Lichtenhainer Obstbauvereins" bzw. die dortigen Anwohner.

Mein Lebensgefährte konnte nur durch Rufen auf sich aufmerksam machen und dadurch verhindern, dass in die Gärten geschossen wurde und wir evtl. noch durch Querschläger gertroffen werden.

Wir konnten nun in Erfahrung bringen, dass diese Treibjagd durch die Jagdgesellschaft / Verein Lichtenhain - Ammerbach durchgeführt wurde.

Zudem wurden ein Frischling und ein einjähriges Wildschwein erschossen, eins davon wurde nur angeschossen, welches ich persönlich als eine Riesenschweinerei betrachte.



Tote und Verletzte durch Jagd und Jäger

Da kann ich nur meinen Exmann (einen Polizeibeamten) zitieren: nämlich, dass seiner Erfahrung nach mindestens 85% der Jäger weder charakterlich noch waffenkundlich dazu geeignet sind, über Leben und Tod oder Dezimierung zu befinden.
Hinzu käme noch, die meisten hätten viel zu schlechte Schießergebnisse zu verzeichnen (kann er als Präzsionsschütze wohl fachlich beurteilen), so dass sie eigentlich keine Waffenbesitzkarte bekommen dürften.
Schweigen wir mal auch nicht über die schwarzen Schafe, die bereits angetrunken zur Jagd gehen.

Ich als Tierhalterin finde dies alles skandalös, da muss in der Politik schnellstens umgedacht und gehandelt werden. Denn mit einer simplen Jägerprüfung darf keiner einen Freifahrtschein zum Töten bekommen.
Wenn es um kranke Tiere geht, sollte nur der Revierförster (der ja mehrere Jahre Forstwirtschaftstudium hinter sich gebracht hat) das Recht haben, leidende Tiere entweder behandeln zu lassen, wenn nicht
möglich, zu erlösen.

Jagd darf kein Hobby mehr sein!

Eine Tierfreundin



Jagd im Stadtpark

Ich habe eine Frage an euch: Ich war heute mit ein paar Freunden joggen und zwar in einem kleinen Park mit in der Stadt (Osnabrück), der um eine Klinik mit Psychiatrie angelegt ist. Plötzlich haben wir einen Schuss gehört und uns sind Jäger entgegen gekommen.
Ich halte es für äußerst riskant, in einem solchen kleinen Park, in dem es eh höchstens mal einen Hasen gibt, zu jagen. Es sind uns außerdem einige Familien mit kleinen Kindern und Hunden entgegengekommen.

Ich bin generell gegen die Jagd und das Töten von Tieren, aber es hat mich zusätzlich schockiert, dass in einem Park mitten in der Stadt und auch noch um eine Psychiatrie herum gejagt wird.

Nun zu meiner Frage: Wie kann ich herausfinden ob es juristisch legal ist, dass in diesem Park gejagt wird? Und zweitens: kann man sich irgendwo beschweren weil man sich in Gefahr gesehen hat?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.

L.



 



Spaziergängerin begegnet Reh - Jäger erschießt es

Nicole Wolf berichtet uns von einer besonderen Begegnung mit einem traurigen Ende:

"
Am Freitag, den 06.01.2012 ging ich mit meinem Hund morgens gegen 8.30h – wie sehr oft – auf einem Flurbereinigungsweg zwischen zwei Ortschaften spazieren.

Auf einmal stand etwa 200 Meter vor uns ein Rehkitz auf dem Weg. Ich war sicher das Kitz würde jetzt sofort im Gebüsch verschwinden, aber weit gefehlt! Als das Kitz uns erblickte kam es schnurstracks auf uns zu. Ich hatte meinen Hund an der Leine und muss sagen ich war etwas verunsichert. Das Kitz kam angetrabt und ließ sich sofort von meinem Hund beschnuppern und von mir streicheln."

Lesen Sie den Bericht und sehen Sie die Fotos [630 KB]

Video bei youtube von der Begegnung mit dem Rehkitz

Das traurige Ende der Begegnung mit dem Rehkitz: Der Jäger erschoss es, weil er meinte, ein Rehkitz, das nicht vor dem Menschen davon läuft, habe Tollwut.

Anmerkung: Die Tollwut kommt in Deutschland seit Jahren nicht mehr vor: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« offiziell als tollwutfrei.



 



Naturfreund wollte Rehe beobachten

Ein Freund von mir hatte gestern ein schreckliches Erlebnis. Beim Beobachten von 7 Rehen aus unmittelbarer Nähe, zerriss ein Knall die friedliche Stille. Das jüngste der Tiere lag im eigenen Blut auf dem Boden. Er konnte es nicht fassen, lief zu dem Tier, es war Gott sei Dank gleich tot. Er machte noch etliche Bilder, wartete dann noch was sich tut. Nichts! Erst als er sich nach einer gewissen Zeit entfernte, kamen zwei Jäger und schleiften das Reh weg. Er war so schockiert, ist es auch heute noch, dass er fast keinen klaren Gedanken fassen kann...

G. H.



 



 



Jagdterror rund ums Grundstück

Liebe Jagdgegner,

ich brauche dringend Hilfe! Ich wohne seit über sieben Jahren in einem Waldstück am Niederrhein. Ich wohne an einem See, der durch einen Graben mit weiteren Seen (Angelteichen) verbunden ist. Eigentlich eine Idylle. Wären da nicht Holzfäller und Jäger...

In den vergangenen Jahren fielen die Horden "nur" alle zwei bis drei Wochen samstags in der Jagdsaison bei uns ein. Damit musste ich leben, habe getan, was ich konnte, um Enten bei mir anzufüttern, habe die Hunde mit Lockpfeifen irritiert, angeschossene Tiere zum Tierarzt gekarrt und Flyer verteilt. Auch den nervigen Schießstand in der Nachbarschaft habe ich akzeptieren müssen. Ich habe mir gesagt, besser die verballern ihren Dreck dort, als in der Natur.

Was aber in diesem Jahr abgeht, ist nicht mehr als normal zu bezeichnen. Die sind im Blutrausch. Nicht nur, dass nahezu jetzt jeden Samstag dort herumgeballert wird, ohne Rücksicht auf weidende Pferde oder gar die Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Inzwischen erscheinen sie fast täglich in unserer Umgebung! Seit drei Jahren kam jedes Jahr ein einzelnes Wildgänsepaar über den Winter zu uns. Am Mittwoch wurde eins der Tiere abgeschossen. Der übrig gebliebene Partner flog mit markerschütternden Schreien stundenlang im Kreis. Auch heute sah ich das arme Tier wieder kreisen und hörte es rufen.

Als ich gestern Abend spät nach Hause kam, sagte meine Mutter (wohnt auf dem Nachbargrundstück), die Jäger hätten sich schon wieder am übernächsten See ausgetobt. Nachts hörte ich dann furchtbare Schreie aus dem Wald. Ich habe meine Mutter geweckt und wir haben versucht, herauszufinden, woher sie kamen. Ich bin sicher, es war ein Fuchs oder ein anderes größeres Tier. Es hörte sich an, als wäre es in eine Falle geraten. Leider konnten wir wegen der Brombeerhecken in der Dunkelheit nicht weit kommen. Heute früh bin ich direkt wieder losgegangen, konnte aber leider wieder nichts finden.

Und am Vormittag fiel dann wieder eine Horde dieser Tierterroristen am See hinter uns ein. Es ist einfach nicht mehr normal! Die Tiere bekommen keine Ruhe mehr. Und ich stehe kurz vor meinem vierten (und dann laut Arzt wohl letzten) Herzinfarkt. Dieser Dauerstress und die Sorge um die Tiere macht mich fertig. Dazu kommt die Hilflosigkeit.

Ich möchte Sie deshalb bitten, mir Informationen zukommen zu lassen, wie ich mich gegen diesen Terror wehren kann und was ich außer dem Verteilen von Flyern machen kann. Es reicht mir einfach nicht mehr, so untätig zu sein.

Ich danke Ihnen fürs Lesen und hoffe, Sie können mir helfen.

G.



Treibjagd!

Als ich heute durch unser benachbartes Dorf gefahren bin, sah ich eine Ansammlung von grünen Jeeps. Dieser Anblick allein hat bei mir erhebliche Magen- und Kopfschmerzen ausgelöst: Treibjagd!

Dies hat mich nicht mehr los gelassen, ich wollte etwas dagegen unternehmen, weshalb ich im Internet auf Ihre Homepage gestoßen bin. Ich bewundere Ihr Engagement, Ihre mit großer Sicherheit sehr nervenaufreibende Arbeit und bin deshalb gerne bereit, diese durch eine Spende zu unterstützen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Jägern:

In den letzten 10 Jahren wurde unser Schäferhund im Wald mit Schrot erschossen, der Jäger behauptete, der Hund hätte ihn angegriffen....

Einigen Jahre später fanden wir unser Schäferhund-Mischling, ein Junges des oben genannten Schäferhundes, morgens tot im Kuhstall auf. Es war Erbrochenes als auch Durchfall zu sehen, was auf eine Vergiftung schließen lässt. Der Einsatz von Gift für die Fuchsbekämpfung scheint in unserer Gegend nicht unüblich zu sein...

Unser Border-Collie-Husky Mischling (zwei Jahre alt) wurde vor zwei Jahren von zwei Jägern auf dem Hof einer der Jäger erschossen und "weggeräumt". Der Hof dieses Jägers ist ca. 200 m von unseren Hof entfernt, unser Hund hatte vermutlich Interesse an der Hündin des benannten Jägers und hatte sich deshalb in dessen Hof begeben. Als der Hund nicht mehr auftauchte, haben wir den verdächtigen Jägern einen Besuch abgestatte und sie gefragt ob Sie unseren Hund gesehen hätten, was vehement verneint wurde. "Es ist nicht schade darum" und "Verschwindet" waren konkrete Antworten.
Über Dritte habe ich diesen Tathergang erfahren und Strafanzeige erstattet, bis heute ohne Ergebnis, d.h. keine Verhandlung, aber auch kein Bescheid darüber, dass das Verfahren eingestellt wurde.

Soviel dazu... Ich habe o.g. Schilderungen bewusst sachlich geschildert. Welche Auswirkungen dies auf emotionaler Ebene für mich und meine Familie hatte, brauche ich Menschen wie Ihnen nicht erläutern.

Ich stehe der Jagd und den Jägern schon immer äußerst kritisch gegenüber (diplomatisch ausgedrückt). Nicht nur die Bejagung von Haustieren, auch das Jagen auch Wildtiere, halte ich für absolut barbarisch, grausam, anmaßend und sadistisch. Wildschweine, Rehe, Füchse und Co. haben ebenso ein Recht auf Leben wie jedes andere Lebewesen.

Michaela B.



Tipps

Es gibt viele Möglichkeiten, Ihr Anliegen an die Öffentlichkeit zu bringen und damit zu einem Bewusstseinswandel beizutragen:

- Wenn Sie sich beim Spaziergang durch Jäger bedroht sehen, rufen Sie die Polizei. Auch das Ordnungsamt ist eine richtige Adresse, zudem die untere Jagdbehörde. Wichtig: Sie sollten immer ein Handy, evtl. auch einen Fotoapparat (Jäger scheuen das Licht der Öffentlichkeit) dabei haben, am besten auch Zeugen.

- pro iure animalis hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung und bei dem Blick auf Jagd und Jäger beachten sollten. Es wird u.a. darüber informiert, was Jäger dürfen und was nicht.

- Schreiben Sie die Reaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an. Berichten Sie ruhig plakativ von Ihrer Angst bei Spaziergängen, die Sorge um die Sicherheit für Erholungssuchende bei der Jagd in Naherholungsgebieten und die Sicherheit der Anwohner bei der Jagd in der Nähe von Wohngebieten. Schreiben Sie, dass Sie sich an Vögeln, Enten, Schwänen erfreuen und nicht verstehen können, dass Menschen als Hobby an einem Biotop Vögel tot schießen.

- Eine sehr gute Möglichkeit ist auch das Schreiben von Leserbriefen. Hier finden Sie Anregungen und Argumente.
- Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten. Viele Menschen wissen noch immer nicht, was die Jäger alles in der Natur anrichten.



Treibjagd in meinem Garten!

Eigentlich hatte Angelika Bornstein mit ihrem Mann und ihrem Besuch einen schönen Adventsnachmittag verbringen wollen. Doch plötzlich ging bei ihren Vögeln - Frau Bornstein betreibt eine Wildvogelauffangstation - in den Volieren ein riesiges Gekreische los: Ein großer Jagdhund mit einem Leuchthalsband rannte um die große Freiflugvoliere herrum und irgendwie rannte da auch ein Wildschwein. Treibjagd im Garten!
Die Bilanz: Eine kaputte Voliere, verletzte und verängstigte Vögel, hohe Kosten und ein verdorbener Nachmittag:
Lesen Sie Ihren Bericht:


Liebe Tierfreunde!

Ich muss Euch mal etwas erzählen, was heute Unglaubliches geschehen ist.
Eigentlich hatten sich mein Mann und ich auf unseren Adventsbesuch von unseren Freunden heute Nachmittag gefreut. Ich hatte den Kaffeetisch schön gedeckt und wartete mit einem Buch vor der Nase ganz entspannt auf unseren Besuch als plötzlich draußen bei meinen Vögeln in den Volieren ein riesiges Gekreische losging.

Ich schaute raus und entdeckte zunächst nur einen sehr großen Hund, der am Wohnzimmerfenster vorbeihetzte.

Ich rannte raus und begriff erst gar nicht was ich da sah: ein großer Jagdhund mit einem Leuchthalsband rannte um unsere große Freiflugvoliere rum und irgendwie rannte da auch ein Wildschwein. Es dauerte ein wenig, bis ich begriff, dass das in Panik geratene Wildtier nicht hinter der Voliere, sondern in der Voliere rumrannte und versuchte, dem Hund zu entkommen, der draußen vor der Voliere dem Schwein hinterhersprang.

Das panische Schwein rannte kopflos in der Voliere rum und trampelte dabei mehrfach meinen Graureiher Rudi um. Es versuchte, wieder aus dem Gehege zu kommen, indem es sich immer wieder gegen das Gitter warf. (Ich hatte mich schnell wieder zurückgezogen, auch weil ich gar nicht wusste, wie ich reagieren sollte) Schließlich fand es die "Lücke" im Draht, die es beim Eindringen in die Voliere gerissen hatte, und rannte wieder in unserem Garten rum. Schließlich sprang es über einen ca. 80 cm hohen Zaun zum Nachbarn rüber, wo dessen Geflügel auf der Wiese panisch auseinander spritzte, hetzte wieder zurück quer über unser Grundstück und anschließend auf die Straße, wo einige Autofahrer eine Vollbremsung hinlegen mussten. Im Schlepptau stets der Jagdhund!

Dann verschwanden Sau und Hund im Wald. Kurz darauf knallte es...

Bilanz:
eine kaputte Voliere
ein Reiher, der für über 100 Euro beim Tierarzt zusammengeflickt werden musste (hoffentlich überlebt mein Rudi diese Tortur!)
einige Vögel, die wir wieder draußen einsammeln mussten (glücklicherweise sind es die handzahmen gewesen, die durch den kaputten Volierendraht flogen)
1 zahme Kanadagans, die voller Panik weggeflogen ist (wir haben sie nicht wieder gefunden)
2 Hausgänse, die sich in der Panik im Weidezaun verhangen hatten
1 Dutzend Vögel, die auch heute Abend noch nicht zu beruhigen waren
nicht zuletzt: ein total verdorbener Nachmittag

Und das schlägt dem Fass den Boden aus: die dämliche Bemerkung einer der herzitierten Jäger: Bei Treibjagden müsse man eben damit rechnen, dass von Jagdhunden gehetzte Wildtiere auch Schäden anrichten und auch über Privatgelände laufen.

Hallo, gehts noch?!?
Bei jeder Veranstaltung und jedem öffentlichen Gebäude etc. werden Betreibern und Veranstaltern Sicherheitsbestimmung aufgedrückt, die man manchmal nicht mehr nachvollziehen kann. Und bei einer Treibjagd werden wissentlich Mensch und (Haus)Tier in einem extrem hohen Maße gefährdet! Und hier ist den Sicherheitsbestimmungen Genüge getan, dass ein paar Warndreiecke mit dem Aufdruck Treibjagd vollkommen ausreichen sollen, um Menschen und deren Hab und Gut vor den Auswirkungen der Jagd zu schützen????

Hier, wo die Jagd stattgefunden hat, ist relativ dicht besiedeltes ländliches Gebiet mit kurzen Waldstücken, Viehweiden, Feldern, Höfen und Dörfern sowie stark befahrenen Landesstraßen.
Wer genehmigt bloß soetwas?

Und noch etwas anderes: Ich habe die Augen des Wildschweines gesehen: das arme Tier hatte eine Wahnsinnsangst gehabt, in der Voliere schrie es voller Panik, wenn der Hund zu nahe kam!
Wieso hetzt man Tiere in den Tod?

Auf jeden Fall wird das noch ein Nachspiel haben, war eben bei der Polizei, die auch sehr bedauern, dass bei den Treibjagdgenehmigungen die Polizei nicht gefragt wird sondern alles von der unteren Jagdbehörde abgesegnet wird.

Noch was: vor kurzem hatte hier eine kleine Jagd entlang der Sieg in direkter Nähe von Wohngebäuden stattgefunden: am helllichten Tage wurden im Bereich von Spazierwegen entlang des Flusses Wasservögel bejagt. Kinder, die einen Hund ausführten sowie einige Spaziergänger befanden sich plötzlich inmitten des Jagdgeschehens, wo ihnen die Geschosse um die Ohren pfiffen. Hier wurde die Polizei alarmiert!
Irgendwie habe ich wirklich die Nase voll von den verantwortungslosen Lustmördern.

In diesem Sinne
Euch einen schönen Abend

Angelika Bornstein


Nachtrag:

Anbei ein Foto der Voliere, in das das arme Wildschein eingebrochen ist als auch der malträtierte Flügel meines Reihers, der dem Schwein immer wieder in Panik zwischen die Füße gelaufen ist.

Meine Gans ist und bleibt verschwunden - schade, wir haben unser schönes, zahmes Kücki geliebt! Vielleicht taucht sie ja bei irgendwem auf und das hoffentlich nicht als Gänsebraten.



In diese Voliere flüchte das panische Wildschwein auf der Flucht vor Jäger und Jagdhund



Der schwer verletzte Graureiher Rudi musste für 100 Euro beim Tierarzt zusammengeflickt werden



Ein unschuldiges Jagdopfer

 



Ich war heute Morgen wie so oft im Wald spazieren um die neuesten "Schandtaten" unseres Jagdpächters zu inspizieren, als ich diesen toten Fuchs fand - erst erschossen und dann achtlos in die Landschaft geworfen.
Er war allerhöstens zwei oder drei Tage tot. Dieses arme Tier hat doch nun wirklich niemandem etwas getan, oder?

Die Bilder sind mit einer Handykamera aufgenommen, daher leider vo etwas minderer Qualität.

Ellen per e-mail, 19.3.2011



Gedicht: Der Jäger

Klaus Herburger

Die Zeit steht still, es knallt und hallt,
ein Schuss zieht durch den Morgen-Wald.
Da kommt ein kleiner Hund gelaufen,
von hoch herab ein lautes Schnaufen.
Es hört sich an wie Lustgestöhn,
was findet die Person so schön?

Ist es der Wald in seiner wahren Pracht,
der stets auf Anmut ist bedacht?
Ja wie die schönen Vöglein singen,
die so vergnügt und herrlich klingen.
Von Baum zu Baum ein Hörnchen springt,
so lebensfroh und sehr beschwingt.

Doch plötzlich wird es klar, worums hier wirklich geht,
auch wenns ein netter Mensch nur schwer versteht!

Viel Blut benetzt den feuchten Boden,
ein Depp steht da mit prallen Hoden.
Vor ihm ein toter Hirsch im lichten Gras,
solch Schauspiel macht den Mörder nass.

Mit Blut befleckt so froh und munter,
holt sich der Hunter einen runter!

Es dröhnt ein lautes Weidmannsheil:
„Der tote Bock macht mich so geil!“
„Nur einen Schuss hab ich gebraucht,
schon wurde ein Leben ausgehaucht!“
Der Kerl, er liebt den „Hochstand“ sehr,
drum greift er oft zum Jagdgewehr…

Ja weil sein Hirn nicht fleißig ist,
ist er heut tätig als Sadist.
Die Waffe hat nur einen „Knopf“ –
zum töten reicht ein leichter Kopf…

So froh und stolz hinausgezogen,
gibt er sich ganz und gar verlogen:
Kastanien werden ausgelegt,
damit man meint, er hegt und pflegt.
(So werden Tiere faul und fetter,
das macht das Zielen umso netter!
Dann kann man auch besoffen sein,
das arme Tier geht trotzdem ein.)

Auch gibt er sich naturverbunden,
drum schießt er rum und hetzt mit Hunden…
Die Jagd ist einfach furchtbar richtig,
und feiges Töten nun einmal wichtig…

Weil Rehe ziehen durch den Wald
und fressen alle Wipfel bald…
Auch das Murmele ist wahrhaft dumm,
weils pfeift und gräbt im Boden rum…

Beide muss man schnell abknallen,
und später mit den Freunden lallen.
Im Gasthaus erzählt man Jagdgeschichten,
und sauft sich zu, mit dummen Wichten!
Komplett gekleidet in sattem Grün,
hält dieses Pack sich gar für kühn??!

So selbstgerecht statt mit Verstand,
versteckts sich gut am hohen Stand!



Jagd aus Sicht eines angehenden Forstingenieurs

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Student des Forstingenieurswesen in Weihenstephan.
Mit Interesse habe ich die Beiträge auf der homepage gelesen und stelle fest, dass ich einiges doch kritisch hinterfragen muss.
In unserem Studiengang ist die Jagdlehre ein Pflichtfach. Ob man später zur Jagd geht bleibt jedem selber überlassen.
Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich auch wenig Verständnis für die so genannte Trophäenjagd habe. Jagd als Triebbefriedigung und zur Freizeitgestaltung, mit überholtem jagdlichem Brauchtum wie Strecke legen und sonstigem Selbstbeweihräuchern ist durchaus fragwürdig.
Jedoch halte ich die Jagd, aus meiner Sicht als Forstmann für notwendig.

Lassen Sie mich hierzu einige Argumente, die Sie Jägerlügen nennen aufgreifen:

Sie sagen, Jäger provozieren Wildschäden in Wald und Flur erst, da Sie
das Wild in den Wald hinein treiben. Das ist so nicht richtig. Man muss z. B. bei Rehwild generell zwischen Feld- und Waldrehen unterscheiden. Des weiteren treten Verbissschäden hauptsächlich im Winter auf, wenn es auf den Feldern, die das Wild sonst heimsuchen würde nichts zu holen gibt. Die intensive Fütterung das ganze Jahr hindurch, zur Vermeidung von Wildschäden, käme der Domestikation des Wildes gleich und verbietet sich aus Wildbiologischen Gründen.

Antwort von Kurt Eicher: Die von Ihnen angeführte ganzjährige Fütterung war zunächst nur angedacht, falls die Jagd sofort und ohne Übergang beendet würde. In einem solchen Fall würden im Folgejahr die satt subventionierten Brachflächen entsprechend umstrukturiert und die Fütterungen würden sofort eingestellt, sonst hätte das ja mit Naturschutz wirlich nichts mehr zu tun.
Das im Schweizer Nationalpark der Wald auch ohne Bejagung wächst,
lässt sich damit erklären, dass dieser große Ausgleichsflächen beinhaltet, die dem Wild als Einstand und Äsungsfläche dienen. Sie werden mir aber zustimmen, dass man ein solches Maß nicht auf land- und forstwirtschaftliche Kulturflächen übertragen kann. Auch hier werden solche Ausgleichsflächen bereitgestellt, z.B. in Form von Wildäckern und das der Schwerpunkt nicht auf selbigen liegt sondern auf der eigentlichen Ertragsfläche ist selbstverständlich.

Antwort von Kurt Eicher: Eine andere Flächenzuordnung wäre hier (wie oben erwähnt) die Lösung.
Desweiteren möchte ich die Aussage beanstanden, das nur 2% des Bestandes verbissen sind. Diese Zahl ist missbräuchlich verwandt. Es
mag zwar sein, dass im Gesamtbestand nur oben genannte 2% betroffen sind, in stark verbissenen Gebieten können das aber bis zu 70% der Verjüngung sein. Und das sind die Bäume der Zukunft.

Antwort von Kurt Eicher: Wildtiere venichten keine (eigenen) Lebensräume, da sind wir uns einig.
Der Wald ist aber in keinem natürlichen Zustand, das muss ich Ihnen nicht erläutern.
Wenn die Forstwirtschaft ihr eigenen wissenschafltlichen Erkenntnisse umsetzen würde, käme sie zu dem Schluss, dass es sinnvoll sein kann, die MONOKULTUREN mit verbissresistentne Arten, die seit Jahren bekannt sind, zu durchsetzen.
Das Ergebnis wäre, dass auch seltene und empfindlichere Baumarten geschont blieben, da diese von den Wiederkäuern eigentlich gemieden werden und nur im Notfall als Magenfüller herhalten müssen, denn diese Pflanzen sind auch ernährungsphysiologisch eher schlecht einzustufen.

Forstkulturen großflächig durch Zäune zu schützen ist in vielerlei Hinsicht nicht möglich. Es wäre unmöglich bei der Bevölkerung Akzeptanz für solche Maßnahmen zu erwarten, da sich jeder zu Recht auf das freie Begehungsrecht beruft, das durch Zäune stark eingeschränkt wird. Des weiteren sind Zäune, die mehr als 5 ha umschließen kaum wilddicht zu halten und nur schwer in Stand zu halten. Die umschlossenen Flächen sind dauerhaft als Äsung und Einstand entzogen und Schäden in den übrigen Flächen wie Feldern würden drastisch steigen. Nicht zu letzt wären großflächige Zäune nicht zu finanzieren.
Von Einzelschutzmaßnahmen ganz zu schweigen.

Antwort von Kurt Eicher: Wir bauen keine Zäune, sondern verbinden Wildzonen ohne Barrieren und ohne gefährliche Straßenquerungen.
Ohne Bejagung wären auch weniger Wildtiere vorzufinden, da sich
die Trophäenhege nicht mehr negativ selektiv auf die Bestadshöhe auswirken würde.

Ein Beispiel: Die Staatsforsten haben sich die vorbildliche Bewirtschaftung der Wälder zum Ziel gesetzt, das bedeutet, einen Waldumbau zu betreiben, der die Naturverjüngung in den Vordergrund
stellt und von großflächigen Pflanzungen absieht. Dies soll auf lange Sicht einen Mischwald mit verschiedenen Altersstufen ergeben.

Antwort von Kurt Eicher: Am Beispiel Naturverjüngung sehe ich immer wieder den Denkfehler, dass angenommen wird, dass sich neben existierenden Monokulturen eine normale Mischwald unmittelbar entwickeln würde... Hier wird sich doch zunächst eine Pioniergesellschaft etablieren, bevor es einen Buchenmischwald geben wird, d. h. ohne sinnvolle und diversitätsoffene Forst-/Pflanzhilfe werden wir wieder Jahre verlieren, bis eine normaler Wald entsteht, der dann erst verbesserte Lebensbedingungen für Tiere bringen wird.
Der Förderung der Biodiversität und der Erweiterung des Lebensraumes für Wildtiere ist damit im höchsten Maße Rechnung getragen. Wenn sich dieser natürliche Wald aber aufgrund von Wildschäden nicht entwickeln kann, so stimmt etwas mit dem Wald-Wild-Verhältnis nicht. Dennoch muss der Wald für die Forstwirtschaft und die angeschlossen Sektoren nutzbar sein. Immerhin sichert er mehr als 800 000 Menschen bundesweit eine Existenz und stellt einen erheblichen wirtschaftlichen Faktor dar, von dem die Allgemeinheit profitiert. Daraus leite ich ab und ich hoffe dass Sie meine Position verstehen, wenn auch nicht teilen, wir die Wildbestände unseren Bedürfnissen anpassen müssen, ohne zu stark einzugreifen oder sie gar zu gefährden. Da die so genannte Grenze der Umweltkapazität bei keiner unserer heimischen Wildarten erreicht ist, können wir nicht auf die Selbstregulierungsmechnismen hoffen die die Jagd unnötig machen würden.

Antwort von Kurt Eicher: Niemand möchte den Wald als Wirtschaftsfaktor abschaffen, doch wir könnten diese Wälder artenreicher, sturmstabiler und krankheitsresistenter mitgestalten und dabei trotzdem nutzen.
"Wald vor Wild" ist einfach viel zu kurz gegriffen -es müsste heißen "Wald und Wild". Diese beiden Faktoren bilden den letzten großen, natürlichen und zusammenhägenden Lebensraum in Europa, dies sollte uns als Naturerbe und Naturreserve "heilig" sein.

Lassen Sie mich damit zur Jagdpraxis kommen.
Wie Sie befürworte ich einen Nachweis über die Schießfertigkeit eines
Jägers. Des weiteren würde ich auch ein striktes Alkoholverbot auf der
Jagd befürworten.
Ich persönlich bin auch kein Freund der Fallenjagd, sei es Lebend- oder Totfang. Allerdings muss, wenn die Fallenjagd richtig ausgeführt
wird kein Tier tagelang in Fallen leiden. Jede Falle muss mindestens
einmal täglich, bei vielen Wildarten auch mehrmals täglich kontrolliert werden. Jeder gute Jäger und das sind bis auf wenige Ausnahmen alle, beherzigt diese Vorschriften, sowie sämtliche Grundsätze der Waidgerechtigkeit.
Oberstes Gebot bei der Jagdausübung ist: Sicherheit geht vor jagdlichen Erfolg, das heißt: Es wird nicht geschossen, wenn nicht klar ist ob der Schuss sicher platziert werden kann. Das beinhaltet genaues Ansprechen des Wildes (Art, Geschlecht, Alter, Junges führend,
krank, gesund usw.), ist der Kugelfang gewährleistet, wird kein anderes Tier oder gar ein Mensch gefährdet, stimmt die Entfernung und die Position usw. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Jäger diese Grundsätze missachtet. Ein gut gesetzter Schuss ist sofort tödlich.
Dass es Fehlschüsse gibt ist jedoch unvermeidlich und wenn so geschehen sehr bedauerlich. Allerdings wird Zeitnah und intensiv nachgesucht, denn kein Jäger will gezielt Leid zufügen oder dulden.
Mein Fazit lautet: Wir sind auf die Jagd aus wirtschaftlichen Gründen angewiesen, da wir sonst unsere Bedürfnisse dem des Wildes unterordnen müssen. Dennoch müssen wir mit höchstem Bedacht auf das Wohl der Tiere achten und nach dem Grundsatz verfahren, so viel wie nötig, so wenig wie möglich zu bejagen und das stets mit dem Ziel, den Stress und das Leid für die Tiere weitestgehend zu minimieren.

Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass ich ihre Arbeit durchaus für wichtig halte und glaube, das auch die Jagdgegnerschaft zum besseren Verständnis der Jagd beiträgt. Allerdings halte ich einige
Ausführungen für irreführend und zu populistisch. Des weiteren habe
ich kein Verständnis für Aktionen wie Hochsitz Zerstörungen oder
Behinderung des Jagdbetriebes. Damit bringen Sie sich und Andere in
höchste Gefahr und Gewalt ist in meinen Augen keine Form des
Protestes. Wie Sie aus den Zeilen ersehen, kann und will ich nur nur
aus meiner Sicht mit forstwirtschaftlichem Hintergrund und nicht für
andere Jagdbefürworter sprechen.

Antwort von Kurt Eicher: Hierzu möchte ich einfach keine weiteren Ausführungen machen, da ich oben schon angedeutet habe, dass die Wirklichkeit noch "dunkler" ist, als wir sie hier beschreiben.
Ich empfehle Ihnen dazu das Buch von Karl-Heinz Loske "Von der Jagd und den Jägern".

Ich würde mich über eine Antwort und weiteren Dialog sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hamm

P.S.: Wenn Sie in Erwägung ziehen meine email in irgend einer Form zu
veröffentlichen, dürfen Sie meinen Namen gerne nennen, ich würde Sie
jedoch bitten meine email Adresse nicht zu veröffentlichen.







Erfahrungen mit Jägern

Sehr geehrter Herr Eicher,

Ich finde es sehr gut, das Sie mit ihrer Webseite hier über die Greuel der Jagd berichten. Ich wohne in der bayerischen Provinz und besonders hier betreibt man systematisch Gehirnwäsche an der oftmals ahnungslosen Bevölkerung.

Als ich nich ein Kind war, hatten wir im Wald gerne Lager gebaut und sind durchs Unterholz gestreift. Es passte den Jägern nicht, das wir hier herumtollten, wir würden die Wildtiere stören, sie verschrecken und man könnte sich mit dem Fuchsbandwurm und der Tollwut anstecken. Das ist alles nie passiert.

Es gab natürlich hier mehr als genug Jagdkanzeln und wir setzten uns als Kinder natürlich gerne da rauf. Auch das passte Ihm nicht und wie wir eben als Kinder waren haben wir irgendwann mal den Hochsitz beschädigt. Er fand das natürlich raus, nahm Kontakt zu unseren Eltern auf und drohte und mit einer Anzeige. Wir waren damals gerade mal 11 und 12 Jahre alt und sehr eingeschüchtert.

Schliesslich reparierten wir den angerichteten Schaden, entschuldigten uns, boten dem Jäger Geld an, was er ablehnte und wir gingen in ein anderes Waldstück weit weg von seinem Revier.

Die Jahre vergingen und ich wurde erwachsen. Mit 18 beschloss ich mit dem Joggen anzufangen und das geht in jedem Waldstück, wo wir damals die Jagdkanzel beschädigt hatten sehr gut, also begann ich Abends nach der Arbeit zu Joggen, wie es auch andere taten.

Es dauerte nicht lange, bis der Jäger von damals mir immer wieder unter dem Joggen nachfuhr und mich aufforderte stehen zu bleiben, also blieb ich stehen. Er steig aus, holte zur Einschüchterung seinen Jagdhund raus und dann ging es los:

"Musst du hier Abends herumlaufen ? Du störst die Tiere damit"

Ich entgegnete "Aber wenn sie mit ihrem Jeep hier rumfahren und herumschiessen, das stört sie nicht ?"

"Halt dein Mund, wenn du keine Ahnung hast, du kannst auch woanders joggen"

Ich sagte "Der Wald ist für alle da und ich jogge hier wo und wann ich will und hören sie auf mir ständig nachzufahren, es stört mich"

"Hier liegen Fallen herum"

Ich sagte "Ach, ja mitten auf einem Weg ?"

"Kann sein und wenn du da reingerätst hilft dir niemand"

Tja dann ging es mit dem übrigen Mist weiter:

"Weist du wie gefährlich Wildschweine sind, die Tollwut und der Fuchsbandwurm ?"

Ich sagte "Ich hab meine ganze Kindheit in der Natur verbracht und mir geht es ausgezeichnet"

Mürrisch fuhr er dann weiter und Gespräche wie diese kamen öfter vor in Zukunft. Einmal erinnere ich mich, ich machte grad meine Dehnübungen im Wald, ich war mit dem Fahrrad raus gefahren zum Joggen und auf dem Hinweg kam mir der Jäger entgegen, wer auch sonst.

Auf einmal brauste er mit seinem Jeep wie ein Irrer den Waldweg heran, hielt an, stieg aus, natürlich wieder mit Hund...

"Hau endlich ab ich will dich hier nicht mehr sehen"

Ich sagte wieder das ich hier jogge wann ich will und dann drohte er mir, er würde mir eine reinhauen und den Hund auf mich hetzen.

Ich sagte dann "Lauf mir doch nach wenn du kannst, du fette Sau"

Dann brüllte er herum und fuhr weg...

Meine letzte Begegnung war dann wieder beim Joggen, ich lief gerade neben der Straße die durch den Wald führte, dann merkte ich das hinter mir ein Auto langsam fuhr. Nicht schon wieder er, dachte ich mir...

Also hielt ich an, drehte mich um. Wieder kam er mit dem Hund auf mich zu, beschimpfte mich und drohte mir schliesslich:

"Ich erschiess dich und werfe dich in de Graben"

Dann trat ich direkt vor Ihn und sagte:

"Geh zu deinem Jeep und hol dein Gewehr, los geh und hol es ! Und dann erschiess mich, ich warte !"

Ich schaute ihm in die Augen mit starrem Blick, er kochte vor Wut und nach ein paar Sekunden wandte er sich ab, stieg in seinen Jeep und fuhr weg.

Das war bis heute meine letzte Begegnung mit ihm aber das kann auch daran liegen das ich wegen gesundheitlicher Gründe
das Joggen aufhören musste.


Ich würde mich freuen, wenn sie meine Geschichte bei ihren Meldungen aus der Bevölkerung veröffentlichen würden, so das auch andere erfahren können, was mir so alles widerfuhr....

Ihnen wünsche ich gute Gesundheit und machen sie weiter so

Deutschland braucht Menschen wie sie, welche die Wahrheit sagen...
A.



Widerliches

Hallo liebes Abschaffung der Jagd Team,

ist so etwas nicht schrecklich und jeder schaut nur weg.
Bin Mitglied bei Natur ohne Jagd.
Wie kann man die Bevölkerung nur drauf aufmerksam machen was in unseren Wälder alles passiert.
Und die Jagderfolge schön mit Alkohol gefeiert.

Daniel M.



 



 



 



Hege und Pflege?!?

Mail eines Bürgers vom 16.10.2010:

Hiermit zeige ich an, dass in dem Jagdbezirk Bünde-Hunnebruck,die Hege und Pflege von den Jagdberechtigten so aussieht:



 



Hier nur ein kleiner Auszug der Umweltverschmutzung in dem Gebiet



Wo man jagt, wird der Wald abgeholzt. An vielen Samstagen wird gejagt: am 3.08. - 5.08.2010, 21.08. - 29.09.2010, 09.10.2010, 16.10.2010



Rabenkrähen unterliegen nicht dem Jagdrecht - warum werden Sie dann beschossen?



Außerdem ist die Jagd mit Lockvögel verboten in Bünde nicht? Bild: Bild: Lockvögel mit toten Vogel.



Es wird auch keine Rücksicht auf den Natur- und Artenschutz genommen. Hier eine Saatkrähe, steht unter Artenschutz.



Treibjagd auf Tierfreund

Aus Rache

Treibjagd auf Tierfreund

Sheltie-Hündin Kiwi rannte in Panik zwei Kilometer bis in den Tod.
Als Tierfreund beschwerte sich Thomas Nachtigal mehrfach über Tierquälerei seitens der Jäger. Die merkten sich daraufhin sein Gesicht und schworen Vergeltung.


Als Thomas Nachtigal mit seinen drei Sheltie-Hunden Kiwi, Yuma und Leo auf dem Acker hinter dem Real-Markt auf der Bataverstraße spazieren ging, platzte er mitten in eine Treibjagd. Und wurde Teil von ihr.
„Die Jäger schrien mich an. Dann erkannten sie mich. Sie umzingelten mich, einer packte mich am Kragen und brüllten »Jetzt haben wir dich, du Schwein«.“
Thomas Nachtigall flüchtete in Panik, die Meute verfolgte ihn. „Ich hielt meinen Welpen Yuma im Arm, mit der anderen Hand setzte ich einen Notruf bei der Polizei ab“, sagt der 38-Jährige.
„Ich bemerkte, dass Leo neben mir hergelaufen war, Kiwi aber war verschwunden. Die Jäger johlten: »Das hast du von deinen Anzeigen. Dein Hund ist weg.« Kiwi war in Todesangst vor den Jägern und ihren Jagdhunden weggelaufen.“ Später fand man die tote Hündin auf der Autobahn. (...)

Quelle: Düsseldorfer Express, 08.10.2009 (Auszug)

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Bericht des Betroffenen

Am 24.09.2009 ging ich mit meinen 3 Hunden spazieren. Ich bemerke sehr viele Jäger - etwa 22 bis 24 -, die sich um eine Rübenerntemaschine postiert hatten und alles abknallten, was vor der riesen Erntemaschine flüchtete: Kaninchen, Hasen, Fasane, Rebhühner... alles.

Ich ging daran vorbei. Auf einmal kam ein alter Jäger hinter mir hergelaufen und schrie: "Die Hunde hier anleinen!"
Ich sagte: Die stehen doch direkt bei mir, hier ist keine Leinenpflicht (es sind Wirtschaftswege an der Stelle und die Hunde haben unter 40cm Schulterhöhe).
Er kam näher und stank stark nach Alkohol. Er brüllte weiter: Jetzt habe ich dich! Und griff nach meinem T-Shirt in Brusthöhe.

Es kamen drei weitere Jäger dazu und brüllten mich an: "Jetzt haben wir dich du Schwein, machst immer Anzeigen jetzt haben wir dich."

Ich rief panisch die Polizei an - kam aber nicht dazu zu reden, weil die Jäger mich und meine Hunde bedrängten und begannen hinter mir herzulaufen.
"Du Schwein bleib stehen! Hunde an die Leine!", riefen sie.

Sie waren wie von Sinnen. Ich hatte Angst. Meine Hunde liefen panisch vor den vier brüllenden Männern davon.

Ich flüchtete. Danach vermisste ich einen meiner Hunde - die Kiwi:

Die Männer schrieen und verfolgten mich. Gegen vier alkoholisierte und völlig enthemmte Verfolger hatte ich keine Chance. Die wollten mich ohne Zweifel sozusagen plattmachen.

Ich rief und rief nach meiner Kiwi und sie kam nicht.

Die Jäger verspotteten mich: "Dein Hund ist in der Sandgrube, hahaha. Der ist weg! Das hasst du von deinen Anzeigen! Jetzt zeigen wir dich mal an, hahahahaa."

Ich jammerte: "Ich will nur meinen Hund, bitte! Lasst mich zu meinem Hund! Sie hat doch nichts getan."
Ich war völlig alleine mit den etwa 22 bis 24 Jägern, es waren keine weiteren Passanten vor Ort. Wahrscheinlich wegen der vorausgegangen Treibjagd.

Ich brachte meine anderen beiden Hunde zum Auto in Sicherheit, um alleine weiter nach meiner Kiwi zu suchen.
Ich fand sie nicht.

Die Polizei rief mich an und fragte, ob ich der wäre, der seinen Hund vvermisst. Ich bejahte.
"Wir haben ihren Hund. Er ist bei der Autobahnpolizei, kommen sie zur Bataverstraße", sagte mir der Beamte.

Dann gab es mehrere Anrufe: Ein Hin und Her began. Mal hieß es, es hat einen Unfall mit verletzten Personen gegeben, mal: dem Hund geht es gut.

Kiwi ist tot.
Auf ihrer panischen Flucht vor den brüllenden Jägern ist sie auf die zwei Kiometer entferne Autobahn gelaufen.
Ich vermute, dass die Jäger sie, nachdem sie sie von mir getrennt haben, irgendwie in totale Panik versetzten - oder ihre mitgeführten "Deutsch Drahthaar" auf sie gehetzt haben.

Sie ist mir noch nie weggelaufen, egal was war.
Ich brauchte für meine Hunde nie eine Leine: Ich gehe jeden Tag Morgen zwei Stunden und Abends zwei Stunden mit meinen Hunden - jeden Tag.
Nie ist einer meiner Hund weggelaufen.

Ich war alleine, als die Jäger mich verfolgt haben - das einzige, was als Beweis bleibt, ist die Tonaufzeichnung des Notrufes: Auf dem ist mit Sicherheit das bestialische Brüllen der Männer zu hören: "Wir kriegen dich du Schwein...!"

Der Kripo-Beamte sagte schon zu mir: "Sie haben es ja auch übertrieben mit ihren Anzeigen."

Jetzt wurde mir über Dritte sogar mitgeteilt, dass die Jäger angekündigt haben, dass sie meine Hunde (Leo und Juma) erschießen, auch wenn ich sie angeleint habe, falls ich mich dort noch mal blicken lasse. Ich hätte da nichts zu suchen...

Ach ja! Ich habe extra noch mal nachgeschaut, ob meine Hunde dort ohne Leine gehen dürfen - sie dürfen:
§ 11Tiere
(1) Über die Vorschriften der Landeshundeverordnung vom 30.06.2000 - LHV NRW - hinaus, sind auf Verkehrsflächen und Anlagen Hunde an der Leine zu führen. Ausgenommen vom Leinenzwang sind, vorbehaltlich der Festsetzungen im Landschaftsplan III des Kreises Neuss zum Naturschutzgebiet "Ilvericher Altrheinschlinge", die vorhandenen Wirtschaftswege und die Rheinuferwiesen zwischen Strom und Winterdeich.



Beschuss von Reitern durch Jäger

Am Fr. den 30.10.09 wurden ich und mein Begleiterin im Bereich der Gemeinde H. aus nächster Nähe von einem Hochsitz aus voneinem Jäger beschossen. Wir waren zu Pferde einen Waldweg entlang geritten. Durch den Schuss gingen die Pferde durch. So kamen wir inernste Gefahr eines schweren Sturzes oder den Verlust eines Pferdes.
Der Jäger ist uns namentlich bekannt.
Die befragte Polizeidienststelle hatte volles Verständnis für unser Problem, meine aber sie könne in diesem Falle nichts tun außer eine Zivilklage entgegennehmen.
Wir möchten dieses Ereignis eigentlich nicht auf sich beruhen lassen, da nur durch den guten Ausbildungsstand unserer Pferde und einiges reiterliche Können kein Schaden entstanden ist. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn einem schwächerem Reiter so etwas passiert wäre.

J. S. (Name ist der Redaktion bekannt)



Gefährdung durch Treibjagd

Ich melde mich bei Ihnen, um Ihnen meine und die Beobachtungen einiger anderer Personen mitzuteilen. Am 5.12.2009 hat im Revier der Pächter M., V. etc. in N., eine Treibjagd auf Hasen statt gefunden. Ein Teil der Jagd wurde von uns gegen 15 Uhr beim Spaziergang direkt gegenüber des Hofes T. beobachtet.
Zum einen wurden keine Warn- oder Hinweisschilder angebracht (was nach meinem Wissensstand eigentlich Pflicht gewesen wäre in unmittelbarer Nähe der Reithöfe und Spazierwege), so dass wir weder gewarnt waren noch darauf hingewiesen wurden, dass für uns, den Hund oder auch das schreckhafte Pferd erhöhte Gefahr ausgehen könnte.

Entsetzt mussten wir außerdem mit ansehen, wie ein Hase mit Schrot getroffen wurde und krank davongelaufen ist. Ein Jäger ist dem Tier zwar einige Meter gefolgt, hat dann aber abgewunken und ist wieder zurück zum Hauptgeschehen gegangen. Eine Nachsuche, weder zu Fuß noch mit Hund - was unerlässlich gewesen wäre - hat nicht statt gefunden. Den verendeten Hasen habe ich heute beim Spaziergang mit meinem Hund keine 300 Meter entfernt vom Anschuss gefunden, nunmehr Krähenfutter, was mir zeigt, dass auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Nachsuche statt gefunden hat.
So etwas als Erholungssuchende mit ansehen zu müssen, verschlägt mir die Sprache. Ich habe das alles schon an das zuständige Kreisjagsamt gemeldet, denke aber nicht, dass man auf Reaktion von dortiger Seite hoffen darf.

Ich finde aber auch, dass derart mutwillig verursachtes Tierleid und die mutwillige Gefährdung von Personen nicht einfach hingenommen werden darf und wäre dankbar, wenn sie mir einige Ideen zukommen lassen könnten, auf welchem Wege ich noch weiter dagegen angehen kann bzw. es in die Wege leiten kann, daß die Verantwortlichen in erforderlichem Maße zur Rechenschaft gezogen werden.
S.L. (Name der Redaktion bekannt)



Treibjagd: Bedrohung von Spaziergängern

Wir waren gestern bei uns hier im Wald spazieren, öffentlicher Weg plötzlich fallen direkt neben uns zwei Schüsse, einer von unseren drei Hunden hat sich so erschreckt, dass meine Mutter einen Salto gemacht hat. Knie kaputt, Nacken verknackt, Fingerkuppen blau, Hose kaputt.

Es wurde kein Hinweisschild aufgestellt und gar nichts.
Mitten am Weg plötzlich diese ganzen besoffenen Treibjäger am rumballern,
alle hoch rote Köpfe. (...) Über eine Stunde haben meine Mutter und ich gewartet, bis dann endlich die Polizei kam. Es fiel bis dahin kein Schuss mehr, aber man sah viele Hasen die ab in den Wald rannten.

Wir haben zwar jetzt eine Anzeige, weil die aber ja nichts gegen uns in der Hand hatten, haben die ausgesagt, wir hätten die beleidigt usw. Meine Mutter war dann beim Notdienst und wir werden morgen auch eine Anzeige machen.

Wir fühlten uns sehr bedroht, diese besoffen Jäger und wir mussten dort her, wie oft hört man, dass die sich selbst erschießen, weil sie nicht zielen können.

Treibjagd ist krank. - Wie kann es dann außerdem sein, dass besoffen geschossen werden darf ?

D. D. (Name ist der Redaktion bekannt)



Reaktionen aus der Bevölkerung

Gräueltaten in der Natur

 

Jägerleben

 

"In der Dämmerung sieht man nicht alles so genau"

 

Jagd im Naturschutzgebiet

 

Eine besondere Begegnung mit traurigem Ende

 

Jagd im Hunsrück

 

Gedanken nach einer Treibjagd

 

Spaziergang bei Entenjagd

 

Jagdverbot!

 

Erfahrungen mit Jägern

 

Jagd als Naturschutz?

 

Bedrohung durch Jäger

 

Jagderlebnisse

 

Ein Fall von vielen

 

Mein erstes Jagd-Schock-Erlebnis

 

Treibjagd mit Mähdrescher

 

Beschimpfung von Hunde/Katzenhaltern

 

Mein Opa ist Jäger

 

Hundebesitzer

 

Meine Erfahrungen mit Jägern

 

Treibjagd im Wohngebiet

 

Jägerterror an niederländischer Grenze

 

Jagd in Frankreich

 

Mein Hund geriet in eine Falle

 

100% die Wahrheit!

 

Vom Jäger beschimpft und bedroht

 

Die Jagd - Ein Erfahrungsbericht

 

Schüsse ganz in der Nähe

 

Töten ist sein Hobby - Von Annika, 16 Jahre

 

Treibjagd - ein Hobby für Geisteskranke

 

Bayerisches Gedicht

 

Vom Jäger bedroht

 

Beängstigend

 

Ungebetene Gäste

 

Ein Tipp an die Jäger

 

Zum Niveau der Jägermails

 

Unser Manni wurde erschossen

 

Tiefer sinken geht nicht mehr

 

Jagdfrevel

 

Jagd(um)triebe in Deutschen Landen

 

Wir schließen uns Ihren Forderungen an

 

Die Jäger schießen hier alles ab

 

Soldat mit Wildtier verwechselt

 

Treibjagd in den Dünen

 

Der Jäger als Artenschützer?

 

40 Jäger vor der Haustür

 

Wir haben »unserem« Jäger Respekt beigebracht

 

Treibjagd

 

Niveaulose Angriffe der Jäger

 

Mit Jägerlügen aufräumen

 

Jäger schießen gefährdete Feldhasen

 

Jagd ist nicht mehr zeitgemäß

 

Mit Intelligenz käme man weiter

 

Jägerpack

 

3 Fragen an die Politik

 

Tierpopulationen regulieren sich selbst

 

Welch Geistes Kind die Jäger sind

 

Schluss mit der Jagd!

 

Kein Tier soll gequält werden

 

Fernsehkritik

 

»Der Wald hat Augen«

 

Fakten und Zahlen sind erschütternd

 

Jagdsteuer abgeschafft

 

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Schauriges Wochenendvergnügen

 

Wölfin Bärbel

 

Reh vor meinen Augen erschossen

 

Kater erschossen

 

Mit dem Treiben der Jäger vertraut

 

Jagdhund fällt Katze an

 

Hasenmahl

 

Giftköder

 

Jäger-Kotzhefte

 

Alltägliche Jagdidylle im Frankfurter Raum

 

Sind die Jägermails echt?

 

Entsetzt über Jägermails

 

Broschüre des DJV

 

Geballte Ladung Unwissenheit

 

Brief an den Ministerpräsidenten von Niedersachsen

 

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Katze angeschossen

 

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Ich bin sprachlos

 

Jagdhundausbildung an der lebenden Ente

 

Die Kugeln schlugen neben meinem Freund ein

 

Gedicht: Die Krähenfalle

 

Erschreckt von der Jägermentalität in Deutschland

 

Jungfüchse vor der Kamera

 

Fasane gezüchtet und für Jagd ausgesetzt

 

Schluss mit Jagd-Zwang!

 

Begegnung mit einem Fuchs

 





Jagd im Naturschutzgebiet
Gedanken nach einer Treibjagd