Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

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Novellierung der Jagdgesetze JETZT!
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Novellierung der Landesjagdgesetze JETZT!

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Jagdunfall: Schon wieder ein Toter

Bei einer Jagd auf Wildschweine im Main-Tauber-Kreis hat ein 74-jähriger Jäger am Sonntagabend (24.8.2014) einen 44-jährigen Mann erschossen.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd.

Lesen Sie die Pressemeldung "Schluss mit der Hobbyjagd!"

Lesen Sie unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014


PETA fordert Verbot der Hobbyjagd in Deutschland

Im Hinblick auf den aktuellen Jagdunfall, bei dem ein Jäger seinen Treiber erschoss, fordert PETA Deutschland e.V. ein längst überfälliges Verbot der sogenannten Hobbyjagd in Deutschland. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass jedes Jahr nicht nur hunderttausenden Tieren erhebliches Leid durch Fehlschüsse zugefügt wird, sondern auch mehrere Dutzend Menschen von Hobbyjägern getötet und verletzt werden. Nicht selten seien die Jäger alkoholisiert.
Lesen Sie die Pressemeldung von PETA Deutschland


Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!

Wieder und wieder erschüttern Meldungen über Bedrohungen durch Jäger und Todesschüsse die Öffentlichkeit.
Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!
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Aktuelle Meldungen über Jagdunfälle



25.8.14: Wildschweinjagd: Jäger erschießt Treiber
14.8.14: Jäger stellt Kopfschuss auf Ehefrau als Unfall dar
12.8.14: Familiendrama - Mord und Selbstmord
12.8.14: Jäger verwandelt Garten in Horrorpark
11.8.14: Jäger trifft Schlafzimmer statt Fuchs
7.8.14: Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle
6.8.14: Isländerstute statt Wildschwein erschossen
5.8.14: "Plötzlich hörte ich Schüsse"
28.7.14: Jagdunfall - Jäger tödlich verletzt
19.7.14: Jäger erschießt Reh im Wohngebiet
18.7.14: Erntejagd - auf Mähdrescher angeschossen
18.7.14: Bei Wildschweinjagd angeschossen
4.7.14: Reh vor den Augen 11-Jähriger erschossen
2.7.14: Ehemaliger Jäger erschießt 39-Jährigen
30.6.14: Mann drohte Frau und sich zu erschießen
23.6.14: Jäger ballern - Beinahe-Großeinsatz der Polizei
11.6.14: Ehefrau mit Jagdgewehr erschossen
10.6.14: Familiendrama endet tödlich
6.6.14: Jäger bei Entenjagd ertrunken
14.5.14: Jäger schießt Frau an
12.5.14: Jäger bringt Radler in Gefahr
11.5.14: Jäger schießt sich selbst an
2.5.14: Jäger angeklagt: Zwei Pferde erschossen
22.4.14: Jäger wegen Todesschüssen vor Gericht
15.4.14: Wütender Jäger prügelt Spaziergänger
7.4.14: Jäger wegen fahrlässiger Tötung angeklagt


27.3.14: Gewehrkugel trifft fahrendes Auto 25.3.14: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst 24.3.14: Jäger verliert Gewehr 12.3.14: Jäger schoss sich selbst ins Bein 22.2.14: Hobbyjäger soll Ehefrau erschossen haben 22.2.14: Ehefrau und Hund erschossen 21.2.14: Prozess: Jäger und Polizist im Streit 19.2.14: Schüsse: Spaziergänger riefen Polizei 15.2.14: Zwei Tote bei Familiendrama 11.2.14: Wachkoma nach Treibjagd-Unfall 4.2.14: 18.00 € Strafe für Jäger, der Hund quälte 1.2.14 Hund verendet in illegaler Jäger-Falle
29.1.14: Schüsse im Stadtwald: Polizei ermittelt
24.1.14: Jäger erschießt Pony
21.1.14: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt
18.1.14: Spaziergängerinnen geraten in Jagd
16.1.: "Jäger richtete sein Gewehr auf mich"
16.1.14: Jäger schießt Jäger
14.1.14: Jäger droht Polizisten
13.1.14: Tödlicher Jagdunfall
10.1.14 Tödlicher Jagdunfall: Jäger (73) angeklagt
9.1.14: Schwerer Jagdunfall - 2500 "Strafe"
9.1.13: Jäger erschoss Treiber: Geldstrafe
6.1.14: Jagd: Spaziergänger in Gefahr
4.1.14: Tod bei Treibjagd
3.1.14: Jagdunfall mit zwei Toten
2.1.13: Treibjagd - Auto mit Fasan verwechselt
1.1.14: Jäger schoss auf Fuchs und traf Kollegen

Lesen Sie unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014
Lesen Sie auch: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


Mehr Tierschutz im neuen Landesjagdgesetz

Bitte appellieren Sie an die zuständigen Politiker!
Die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg will endlich einige längst überfällige Verbesserungen in das Landesjagdgesetz einbringen. Obwohl lediglich geplant ist, die schlimmsten Tierquälereien bei der Jagd einzuschränken, laufen die Jäger und einige Politiker Sturm gegen die Gesetzesnovelle.
Hier können Sie sich einem online-Protest der Tierrechtsorganisation PETA anschließen!


NRW – JAGDREFORM JETZT!

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, das Landesjagdgesetz zu novellieren.

Zahlreiche Tier- und Naturschutzverbände Nordrhein-Westfalens, darunter der
BUND Naturschutz, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), PETA, der Deutsche Tierschutzbund, das Komitee gegen Vogelmord, der ETN Europäischer Tier- und Naturschutz und animal public setzen sich deshalb gemeinsam für ein ökologisches Jagdgesetz in NRW ein. Die Verbände haben in einer Resolution 10 zentrale Eckpunkte definiert, die sich in der geplanten Novellierung des Landesjagdgesetzes wiederfinden müssen, damit dem Tier- und Naturschutz sowie den Ankündigungen des Koalitionsvertrags entsprochen werden kann.

Schließen auch Sie sich mit ihrer Stimme an und fordern Sie eine grundlegende Reform des Jagdrechts!


Petition gegen Ausweitung der Gänsejagd in Bayern

In Bayern wurde die reguläre Jagdzeit auf Grau-, Kanada- und Nilgänse massiv erweitert und währt jetzt vom 1. August bis zum 15. Januar. Dies obendrein ohne Abschusspläne oder Zielvorgaben. Es liegt rein im Ermessen der Jäger, wie viele Gänse geschossen werden. Dies bei einer Art, für deren Erhalt Deutschland laut BfN-Kriterien "in besonderem Maße Verantwortung" trägt.
Als unvereinbar mit den Erfordernissen des Tierschutzes erweist sich u.a. die Unmöglichkeit, bei der praktischen Jagdausübung zwischen Nachwuchs führenden Tieren und diesjährigen Junggänsen zu differenzieren.
Wohin das führt, ist am Starnberger See zu sehen: In Tutzing wurde bereits am ersten Tag der neuen Jagdzeitenregelung ein Viertel der Gänse geschossen - vor den Augen und gegen den Willen der Mehrheit der Bürger und der Gemeinde! Vier Tage später gab es dort schon keine Gänse mehr - sie wurden abgeschossen oder sind (vorübergehend) geflohen. Vor ein paar Jahren wurden am gesamten Starnberber See - damals noch mit Ausnahmegenehmigung - 70 % der Gänse geschossen!
Dies könnte sich nun in ganz Bayern wiederholen.

Eine Interessengruppe Wasservögel hat sich zusammengefunden und eine Petition initiiert, welche breit unterstützt und verlinkt werden sollte.
Zur Petition
Mehr Informationen:
www.gaensewelt.de
www.gaensewacht.de


Grundstück in Dithmarschen jagdfrei!

Dieter Grade aus Dithmarschen hat auf seiner 8259 Quadratmeter großen Wiese ein Biotop geschaffen, auf dem auch seltene Pflanzen wie wilde Orchideen wachsen. Der Naturschützer kann es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, die Jagd auf seinem Grund und Boden zuzulassen. Er beruft sich dabei auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Nach mehrfachen Verzögerungen wurde seinem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung Anfang August 2014 zugestimmt.
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Grundstück im Bodenseekreis jagdfrei

Das zwei Hektar große Grundstück von Rudolf Moser bei Markdorf im Bodenseekreis ist jetzt jagdrechtlich befriedet. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung am 19.8.2014 unter dem Titel „Tierfreund setzt sich gegen Jäger durch“.

Rudolf Moser und seine Frau haben auf dem Grundstück ein Biotop errichtet, ein eingetragenes Naturschutzgebiet mit geschützten Pflanzenarten, einem Tümpel und Streuobstwiese. „Meine Frau und ich wollten, dass das Grundstück auch ein Refugium für Tiere und nicht nur für Pflanzen ist“, zitiert die Schwäbische Zeitung den 83-jähringen Tierfreund, der die Jagd aus tiefster Überzeugung ablehnt.

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, der entschieden hatte, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, wenn der Grundstückseigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, beantragte Rudolf Moser die jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks. Im Juli 2014 genehmigte das Kreisjagdamt seinen Antrag.

Lesen Sie auch: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"


19.8.14: Katze angeschossen und schwer verletzt

Im Münsterland wurde eine Katze angeschossen - ein Projektil hat das Becken zertrümmert. Dies berichten die Westfälischen Nachrichten am 19.8.2014. Der Vorfall laufe wohl unter der Kategorie „Jagdunfall“. Ob sich die Katze davon erholen werde, sei nicht sicher. „Wenn sich die Hüfte nicht stabilisiert, muss das Bein amputiert, im Extremfall die Katze eingeschläfert werden“, schreibt die Zeitung und erinnert daran, dass in der gleichen Gegend im Februar ein Hund in eine Schlagfalle geraten war.

Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Jäger stellt Kopfschuss auf Ehefrau als Unfall dar

Vor dem Landgericht Fulda findet ein Mordprozess gegen einen 69-jährigen Jäger statt. Er wird beschuldigt, seine Ehefrau mit der Repetierbüchse in den Kopf geschossen zu haben, während sie im Bett schlief. Dies berichten welt.de und Radio FFH am 14.8.2014.
Bei der Verhandlung am 14.8.2014 versuchte der Jäger die Tat als tragischen Unfall darzustellen: Seine Frau habe ihn mit dem Messer bedroht. „Der Schuss habe sich bei dem Versuch gelöst, sie zu beschwichtigen“, berichtet welt.de. Der Jäger besitzt legal Waffen.


Jäger versetzt Dorf in Angst

„Jäger versetzt Dorf in Angst“, titeln die Niederösterreichischen Nachrichten am 12.8.2014. Eine besorgte Mutter hat sich an die Zeitung gewandt, weil ein Jäger im Ortsgebiet schießt: „Der Jäger schießt von der öffentlichen Straße aus seinem Geländewagen auf einen Rehbock, der sich nur wenige Meter vor einem Wohngebäude befindet“. Einige Wochen zuvor soll der Jäger von zwei nebeneinander stehenden Häusern direkt an einer Pferdeweide vorbei auf ein anderes Reh geschossen haben.
Dem Jagdpächter sind die Beschwerden schon länger bekannt: „Ich habe dem Betreffenden schon oft gesagt, dass er das unterlassen soll. Dass man ganz nahe bei Häusern schießt, ist natürlich verboten".


Jäger zielt auf Fuchs und trifft Schlafzimmer

„Sehr unsanft geweckt worden ist ein Paar im Westerwald. Am frühen Morgen schlug ein Querschläger-Geschoss im Schlafzimmerfenster seines Hauses in Dernbach ein“, meldet stern.de am 11.8.2014. Ein Jäger hatte auf einem Hochsitz in rund 500 Metern Entfernung auf einen Fuchs gezielt und zweimal abgedrückt.

Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014



"Wildschweinplage"? - Schäden werden überschätzt!

Während Jäger und Landwirte in steter Regelmäßigkeit behauten, dass die landwirtschaftlichen Schäden durch Wildschweine immer mehr zunehmen, hat die Wildforschungsstelle Aulendorf für Baden-Württemberg ermittelt, dass sich der jährliche Schaden durch Wildschweine auf lediglich 2 Euro pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche im Durchschnitt beläuft.
Hochrechnungen des bayerischen Jagdverbands kommen auf 17 Millionen Euro Schaden durch Wildschweine auf deutschen Feldern. Bei 80 Millionen Einwohnern sind das pro Jahr Schäden in Höhe von nur 22 Cent pro Bundesbürger!

Laut Stellungnahme des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sind die Schäden in Baden-Württemberg (gemessen am landwirtschaftlichen Gesamtgewinn von rund 2 Mrd. Euro) durchaus überschaubar: Nach Erhebungen der Wildforschungsstelle Aulendorf beläuft sich der jährlichen Schaden hierzulande demnach auf durchschnittlich 2 Euro pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (oder hochgerechnet auf 1 bis 3 Mio. € insgesamt). Das sind gerade mal 10 bis 30 Cent pro Einwohner und Jahr! Um das Schadenproblem in den Griff zu bekommen, braucht es keine intensive Bejagung fast rund ums Jahr. Darauf weisen Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Baden Württemberg e.V. in einer Pressemeldung vom 15.8.2014 hin.
Der Verband fordert die Einrichtung eines Wildschadenfonds. Finanziert werden könnte der Fond durch die Kommunen (z.B. über Jagdpachteinnahmen) und die Land- und Forstwirtschaft.


Aus Tierschutzgründen fordert der Verband weiterhin den verstärkten Einsatz non-letaler Maßnahmen zur Wildschadensvermeidung, zur Bestandskontrolle und zum Schutz vor Seuchen (z.B. mittels chemischer Vergrämungsmittel, mechanischer Schutzvorrichtungen, Impfungen usw.) sowie ein Verbot von Schüssen auf flüchtende Tiere (bei Bewegungsjagden werden bis zu 70 Prozent der Tiere nicht sofort durch Blattschüsse getötet, sondern erleiden qualvolle Kiefer-, Bauch- und Laufschüsse).

Statt massiv Jagd auf die schlauen Tiere zu machen, was die Wildschweinbestände weiter in die Höhe treibt, soll die Fütterung der Wildschweine durch Jäger einschließlich Anlockfütterungen (Kirrungen) verboten werden. In Gebieten mit hoher Schwarzwilddichte sei der Einsatz von Kontrazeptiva (Wildschweinpille) denkbar.



Jagd kann Wildschweine nicht regulieren

Jägerlatein lehrt: Wildschweine müssen massiv bejagt werden. Die Realität zeigt: Je mehr Wildschweine geschossen werden, desto mehr vermehren sie sich.

Inzwischen scheinen die Jäger mit ihrem Latein am Ende zu sein: »Sind die Jäger überhaupt in der Lage, die Schwarzkittel dauerhaft zu regulieren?«, fragt die
Jägerzeitschrift WILD UND HUND Anfang Mai im Editorial und gibt auch gleich die Antwort: »Insgesamt haben jedoch alle Bemühungen der vergangenen Jahre keinen Erfolg gebracht. Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter.«

Um ihr blutiges Hobby zu rechtfertigen, behaupten die Jäger, sie müssten Tierbestände durch Abschuss »regulieren«. Ohne Jagd würde zu einer »Wildschweinschwemme«, gar zu einer »Wildschwein-Plage« kommen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter und weiter.

Jagdzeitschrift: »Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter«

Dass Jagd die Zahl der Wildschweine nicht nachhaltig regulieren kann, gibt Deutschlands größte Jagdzeitschrift jetzt offen zu: »Bis Ende der 1980er-Jahre belief sich die gesamteuropäische Schwarzwildstrecke auf 550 000 Stück. Im Jagdjahr 2012/13 wurden alleine in Deutschland 644 239 Sauen erlegt«, heißt es in WILD UND HUND 9/2014. Und weiter: »Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass wir die Sauen mit jagdlichen Mitteln offenbar nicht mehr nachhaltig regulieren können«.


Jäger geben zu:



Jägerlatein am Ende

Deutlicher könnte das Eingeständnis der Jäger nicht sein: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren. Dabei weisen Wissenschaftler und sogar einige kritische Jäger bereits seit Jahren darauf hin, dass das »Wildschwein-Problem« hausgemacht ist: Die massive Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen. Die Jagd ist somit nicht nur nutzlos, sondern sogar kontraproduktiv!

Lesen Sie:
Wissenschaft entlarvt Jägerlatein: Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen
Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Über Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 7.8.2014 hin: „ Ein Schuss ins Maisfeld. Die Kugel rast hindurch, findet keinen Halt. Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.“ Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden.
Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: „Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.“ Im Übrigen werde bei Treibjagden das Tierschutzgesetz Füßen: Die Hundemeute im Feld reiße mehr Jungwild als geschossen werde.


Fünf Dohlen abgeschossen - Polizei ermittelt

Jäger des Hegerings Süd-Ost der Kreisjägerschaft Kleve haben bei einer revierübergreifenden Vogeljagd fünf geschützte Dohlen erlegt und versehentlich Fotos von ihrer Beute im Internet veröffentlicht. Dies meldet das Komitee gegen den Vogelmord am 14.8.2014.
Da es sich bei Dohlen um eine geschützte Vogelart handelt, hat der Verband Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz bei der Polizei in Kleve erstattet. Zusätzlich wurde die im Düsseldorfer Umweltministerium angesiedelte Stabsstelle Umweltkriminalität eingeschaltet.


BUND NRW: Keine Jagd auf Füchse!

In Nordrhein-Westfalen wird die Novellierung des Landesjagdgesetzes diskutiert. Der BUND NRW fordert die Streichung des Fuchses von der Liste der jagdbaren Arten.

Die
Ruhr-Nachrichten zitieren am 5.8.2014 den Landesvorsitzenden des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Holger Sticht: „Wir sind der Auffassung, dass es generell keine Bejagung von Füchsen geben soll. Was wir beobachten, ist ein massenhaftes Abschlachten des Fuchses ohne Grund.“

Es gebe keinen Grund, den Fuchs zu jagen. Der Fuchs ernähre sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren wie Mäusen. Nicht der Fuchs reguliere seine Beutetiere, sondern umgekehrt: Die Nahrung reguliere den Bestand.


6.8.14: Isländerstute statt Wildschwein erschossen

„Jäger zielt auf Wildschwein und gibt tödlichen Fehlschuss ab“, meldet die Badische Zeitung am 6.8.2014. Demnach war ein Jäger im Kreis Waldshut um 23 Uhr auf dem Hochsitz. „Er zielte, drückte ab und traf. Nur leider erwischte sein Schuss das falsche Tier.“ Statt eines Wildschweins hatte der Jäger eine schwarze Isländerstute erschossen, die auf der Weide eines Pferdehofs stand. Die Polizei habe die Ermittlungen gegen den Jäger eingeleitet.

Die Badische Zeitung erinnert an zwei ähnliche Fälle: 2012 hatte Jäger in Kirchzarten statt eines Wildschweins einen Wallach erschossen. 2011 wurden bei Gersbach statt Wildschweinen zwei trächtige Kühe erschossen.
Dazu die Badische Zeitung: “Solche Verwechslungen kommen gelegentlich vor. Unter Jägern soll für irrtümlich erschossene Kühe sogar ein eigenes Schlagwort kursieren: "Butterhirsche".“

Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


taz, 26.7.14: Anachronistische Privilegien

"Neugestaltung der Jagdgesetze: Anachronistische Privilegien" titelt die taz am 26.7.2014 und schreibt: "Naturschutzverbände fordern neue Regeln für die Jagd. Die Jäger hingegen pochen auf ihre Jagdrechte."
Ein lesenswerter Artikel von Stefan Adler, der Forstwissenschaften und Waldökologie studiert hat und als Waldreferent und Jagdexperte in der Bundesgeschäftsstelle des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) tätig ist.


SWR: Tödliches Risiko: Immer mehr Waffen

SWR-Fernsehen Betrifft, Sendung vom 23.7.2014:
Tödliches Risiko: Immer mehr Waffen - kaum Kontrollen

„In Deutschland sind 5,5 Millionen Schusswaffen registriert, verteilt auf 1,45 Millionen Besitzer. Waffenliebhaber behaupten, dass legaler Waffenbesitz ungefährlich sei, wissenschaftliche Studien dagegen belegen: Die Verfügbarkeit von Waffen, gepaart mit emotionalen Ausnahmezuständen, erhöhen das tödliche Risiko.“

Informationen zur Sendung
Sendung in Medieathek ansehen


18.7.14: Erntejagd - auf Mähdrescher angeschossen

Die Erntejagden gehen wieder los: Bei einem Jagdunfall in der Nähe der L 3017 bei Wildsachsen wurde ein 37 jähriger Landwirt angeschossen, der mit seinem Mähdrescher ein Rapsfeld mähte. Dies berichtet die Frankfurter Neue Presse am 18.7.2014.
Demnach schossen Teilnehmer eines Jagdseminars auf flüchtende Wildschweine. Dabei durchschlug eine Kugel die Frontscheibe des Mähdreschers und traf den Landwirt unterhalb des Knies. „Der Schütze – ein 69-Jähriger aus Hofheim – hat jedenfalls eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung am Hals“, so die Zeitung.

Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014


18.7.14: Bei Wildschweinjagd angeschossen

Noch ein Unfall bei einer Erntejagd: Bei einer Wildschweinjagd in der Wetterau ist eine 51-jährige Jägerin angeschossen und schwer verletzt worden. Dies melden die Frankfurter Neue Presse und t-online.de am 18.7.2014.
Die Jägerin war Teil einer Jagdgesellschaft, die eine Erntejagd rund um ein Feld, das gerade abgemäht wurde, veranstaltete. Die Jäger schossen auf die Wildschweine, die aus dem Feld flüchteten. Ein 52 Jahre alter Jagdgenosse hatte eigentlich ein flüchtendes Wildschwein erlegen wollte. Dabei wurde die 51-Jährige von einem Projektil im Hüftbereich getroffen. Sie musste mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Frankfurt geflogen werden.


Grundstück in Höxter/NRW jagdfrei!

Detlef Korsawe freut sich über sein jagdfreies Grundstück im Kreis Höxter beim Naturschutzgebiet Desenberg in der Nähe von Warburg: Mit Ende des laufenden Jagdjahres zum 1.4.2015 ist sein viertel Hektar Land offiziell jagdrechtlich befriedet!

»Das Grundstück ist natürlich sehr klein, aber mir ging es ums Prinzip. Und jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt...«, berichtet der Tier- und Naturfreund. weiterlesen


Grundstück in Eutin ab 1.4.2015 jagdfrei!

Familie Karcher besitzt ein malerisches Grundstück im schleswig-holsteinischen Eutin. Ab 1.4.2015 sind die 1,6 Hektar offiziell jagdfrei.
»Wir haben schon lange versucht, unser Grundstück jagdfrei zu bekommen«, erzählt Adolf Karcher, ein pensionierter Richter. »Auf unserem Grundstück beobachten wir Hasen, Fasane, Adler und Reiher. Wir haben einem Teich mit verschiedenen Uferzonen angelegt, der die Tiere anzieht: nicht nur die verschiedensten Wasservögel, auch Rehe und Wildschweine kommen zum Trinken. Die Jäger haben direkt vor unserem Teich einen Jagdsitz errichtet. Wir wollten nicht, dass die Jäger die Tiere schießen, für die wir ein Biotop geschaffen haben.« weiterlesen


WDR-Fernsehen: Abschuss von Katzen

WDR Fernsehen: Abschuss von Katzen
(Sendung vom So., 6.7.2014)

"Januar 2014 bei Rheine im Münsterland: Eine Familie findet ihre Katze erschossen in der Nähe ihres Grundstückes. Die Kugel steckt noch in ihrem Körper, wie ein Röntgenbild zeigt. An jenem Tag waren Jäger in der Nähe des Wohngebietes auf Kaninchenjagd gewesen. Mai 2014 im Kreis Euskirchen: nach zehn Tagen kommt eine Katze von einem ihrer Ausflüge schwer verletzt nach Hause. Mehrere Schrotkugeln stecken in ihrem Kopf. Die behandelnde Tierärztin berichtet, sie hätte in den vergangenen eineinhalb Jahren alleine 13 angeschossene Katzen behandelt.
Diese Fälle sind keine Einzelfälle: alleine in NRW wurden 2012/2013 laut offizieller Jagdstatistik über 10.000 Katzen und 77 Hunde erschossen."
In der Mediathek ansehen und weitere Informationen zur Sendung


Warum jagen Jäger wirklich?

»Warum jagen wir?« - Diese Frage stellte WILD UND HUND im Editorial 22/2012. Die Antwort: Einige Jäger würden die Jagd als Kick beschreiben, andere von großer innerer Zufriedenheit sprechen. »Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe«, so die Redakteurin Silke Böhm. »Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?«
Doch der Tod, der mit dem Beutemachen der Jäger verbunden ist, sei in der Öffentlichkeit verpönt. »Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«
Die Jägerin bedauert, dass die Lust am Jagen dadurch in den Hintergrund gedrängt werde: »Weshalb die Freude leugnen, die uns so gut tut und die uns zu dem macht, was wir sind - Menschen. ... Jagen ist etwas zutiefst Menschliches.«



Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche räumt in seinem Buch »Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen« (Neumann-Neudamm, 2012) mit den gängigen Begründungen und Rechtfertigungen für die Jagd auf, die da sind: Jäger als Ersatz für Großraubwild, Jäger als Bekämpfer von Wildschäden und Seuchen, Jäger als Naturschützer und Biotop-Pfleger, Waidgerechtigkeit... Ein Jäger, der diese Gründe für die Jagd anführe, würde lügen, so Asche. Und er gibt offen zu:
»Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts... Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet.«

Der Jäger und Journalist Eckhard Fuhr widmete der Frage, warum er jage, einen Artikel in der ZEIT (48/2010): »Und natürlich, ich gebe es zu, Jagd ist aufregend. ...Wenn das tote Reh dann gefunden ist, stellt sich ein unvergleichliches Gefühl innerer Zufriedenheit ein. Doch, vergleichbar ist es: Nach erfolgreicher Jagd fühlt man sich wie nach gutem Sex…«
Fuhr schreibt, wenn es ihm nur um Erholung in der Natur ginge, würde er Golf spielen. »Jagen dagegen ist Sinn schlechthin. Jagen ist keine Neben-, sondern eine Hauptsache. Ich jage, also bin ich.«

Lesen Sie weiter: Warum jagen Jäger wirklich?



Die Natur braucht keine Jäger

Die Natur braucht keine Jäger - und die Jäger geben inzwischen selbst zu, dass sie Tierbestände nicht wirklich regulieren können und »Hege«, »Naturschutz« und »Wildschadensvermeidung« nur als Begründungen für ein blutiges Hobby vorgeschoben sind.

Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Sind »Genuss« und »Lust« ein »vernünftiger Grund« für das Töten von Tieren?



Jagdbehörde kritisiert Fütterungsmissbrauch

Die untere Jagdbehörde des Kreises Ostprignitz-Ruppin sorgt sich derzeit um zunehmenden Missbrauch von Kirrungen. Dies meldet die Märkische Oderzeitung am 26.6.2014.
Kirrungen sind Lockfütterungen, um Tiere – vor allem die schlauen Wildschweine – leichter vor die Flinte zu bekommen. Oft wird bei „Kirrungen“ aber tonnenweise Mais verfüttert, was die Vermehrung der Tiere ankurbelt.


So muss die untere Jagdbehörde Ostprignitz-Ruppin „die Jäger immer wieder darauf hinweisen", welche Regeln bei der Kirrung zu beachten sind. Immer wieder würden Verstöße dagegen gemeldet. "Je nach der Schwere des Verstoßes verhängen wir eine Buße zwischen 100 und 300 Euro, wir hatten aber auch schon Bescheide über 1000 Euro", zitiert die Zeitung Andreas Sidow von der unteren Jagdbehörde.

Weiter heißt es: „Welche Folgen der Missbrauch von Kirrstellen haben kann, zeigt ein Fall von drei verendeten Hirschkühen. Sie hatten sich, wie Laborergebnisse ergaben, an Kirrmaterial überfressen.“



Ein Jäger hat meine Katze erschossen

Jörn Rogge schreibt an die Initiative zur Abschaffung der Jagd:

»
Ich habe auf Facebook gerade einen Tipp zu Ihrer Seite bekommen.
Mein Thema: Der Abschuss meines Lieblings von einem „Jäger“ der mein Tier und mich sehr gut kennt und auf Nachfragen ob evt. in der Gegend Fallen gestellt werden antwortete:
„Ne – die habe ich gestern morgen abgeschossen – die war ein bischen zu weit vom Dorf weg“ – was nicht stimmt.


Bild: Abgeschossen - ein Stück weit hinter meinem Haus.
Main Coon - Jungtier mit 2 Jahren gerade ausgewachsen.«


Presseecho

"Ein Jäger hat meine Katze abgeknallt!", titelt BILD Bremen, 5.6.2013 und schreibt:
"Flauschiges Fell, ein gutmütiges Wesen, lustig und treu. Kater „Lemmon“, Exemplar der Edelrasse Maine Coon (Wert: 1000 Euro).
Abgeknallt von einem fiesen Jäger! Und dem Katzenbesitzer bricht es das Herz. Er klagt den Schützen an."

"Jäger erschießt Rassekatze", meldet die
Kreiszeitung am 6.6.2014 und berichtet ausführlich über den Abschuss der zweijährigen „Lemon“, einer Maine-Coon-Katze .
„Sie war wie ein Kind-Ersatz, das kann man mit Geld nicht wieder gut machen“, zitiert die Kreiszeitung den Katzenbesitzer. „Es darf nicht sein, dass Haustiere abgeknallt werden, nur weil sie mal einen Meter zu weit gehen. Das muss aufhören!“

Der Jäger hat den Abschuss auf "Facebook" mehrfach zugegeben und verteidigt den Abschuss: "Im Rahmen des Jagdschutzes gibt es die Verpflichtung, wildlebende Tiere vor wildernden Katzen zu schützen."

Der Katzenbesitzer hat den Jäger bei der Polizei angezeigt.


Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer
7-Punkte-Plan der Initiative jagdgefährdeter Haustiere IJH für Haustierhalter, deren Haustier durch Jäger verletzt oder getötet wurde



Jäger-Diskussion zum Katzen-Abschuss

Jäger-Diskussion im Forum von WILD UND HUND zum BILD-Artikel "Ein Jäger hat meine Katze abgeknallt!“:

Jäger „November“ schreibt:
„Eine Erlegung sollte bei wildernden Hauskatzen auf der rechtlichen Grundlage (im Folgenden auf Grundlage vom NJagdG) nicht erst einige km vom nächsten Haus erfolgen sondern vielmehr unverzüglich ab der gesetzlich vorgegebenen Mindestentfernung. Du hast diesen Bereich ebenfalls gepachtet und bist damit auch dort hegeverpflichtet und jagdschutzberechtigt. Daraus ergibt sich als logische Konsequenz, dass eine offensichtlich wildernde Hauskatze ab einer Entfernung von 300m vom nächsten Wohnhaus zu töten ist.
Mir ist nicht klar, was es da zu erwägen und deuten gibt.“

Jäger „Cast“ schreibt:
„Reviere in denen bis zu 80 Katzen pro Jahr unter legalen Bedingungen erlegt wurden sollten jedem zu denken geben.“

Jäger „Eichenlaub80“ schreibt:
„Ganz klare Ansage. Katzen haben nichts im Wald zu suchen. Punkt. Von haustier kann hier keine Rede sein, sobald eine Katze im Revier rum rennt ist sie für mich kein Haustier mehr.“
Und:
„Und Katzen erlege ich schlicht und ergreifend aus dem gleichen Grund wie ich Waschbär und marderhund erlegen würde (wenn wir sie hätten- kürzlich wurde in der nachbarjagd der 1. waschbär überhaupt erlegt, also scheinen sie jetzt auch hier zu sein) sie gehören einfach nicht hier her.
Und wenn ich ehrlich bin...Ich würde jedem Fuchs eher einen Hasen gönnen, als einer Katze. Der Fuchs gehört in unsere Landschaft, die Katze nicht!


Jäger-Diskussion zum BILD-Artikel im Landlive-Jagdforum:

Jäger „Mauswieselkeiler“ schreibt:
„Du mal ganz ehrlich ich als Naturliebhaber und bekennender Wild Tierschützer entnehme JEDE KATZE die ich 200m vom nächsten Haus entfernt antreffe
Dieser Mann hat kein Recht seine Katze einfach frei laufen zu lassen“

Jäger „cobra“ schreibt:
„solch main coon ist nix besonderes. knackt nicht anders, als normale katze, im fang vom dd*
.
dem waidmann jede pirsch behagt,
sei`s auf den hirsch,
sei`s auf die magd.“
(*Anmerkung: mit „dd“ ist „Deutsch-Drahthaar“ gemeint, ein Jagdhund)

Jäger „auge_69“ schreibt:
„Was soll das hier eigentlich werden? Ne Öffentliche selbstzerfleischung unter Jägern?
Katze 200/300m vom nächsten dauerhaft bewohnten Gebäude : Bum , verbuddeln und Schnauze halten
keiner regt sich!“

Jäger „molch“ schreibt:
„auf die chaussee und zweimal mit dem wagen drüber“


WDR Fernsehen: Jagdfreie Zonen in NRW

Hilfe für Bambi? Jagdfreie Zonen in NRW

"Wer außerhalb der Stadt Grund und Boden besitzt, musste bisher Treibjagden zulassen. So wollte es das deutsche Jagdrecht. Doch seit Dezember vergangenen Jahres gilt eine Ausnahme, auf die sich Gegner des Paragraphen berufen dürfen: Aus Gewissensgründen können sie ihr Grundstück zur jagdfreien Zone erklären. Und genau das haben die ersten jetzt getan. Der Landesjagdverband befürchtet nun, dass es dadurch zu mehr Wildschäden, vor allem durch Wildschweine, kommen könnte. Wir diskutieren über Für und Wider solcher jagdfreien Zonen." (WDR Senderinformation)

Zu Gast in der Sendung: André Hölscher, ein Grundstückseigentümer, auf dessen Grundstück inzwischen die Jagd verboten ist, und Hans-Jürgen Thies, Justiziar beim Landesjagdverband NRW.

Informationen zur Sendung vom 4.6.2014


Infostand auf dem Umweltfestival Berlin

Beim Umweltfestival 2014 am Brandenburger Tor in Berlin am 1.6.2014 war die Initiative zur Abschaffung der Jagd wie jedes Jahr vertreten. Der Andrang am Infostand war so groß wie nie, es gab viel Zuspruch und viele interessante Gespräche. Und natürlich wurde viel Informationsmaterial mitgenommen.
Wenn auch Sie einen Infostand machen möchten oder Informationsmaterial suchen, finden Sie es hier.


NRW: 89 Anträge auf Jagdverbot

„Keine Jagd auf meinem Grundstück: 89 Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen haben bis Ende April 2014 beantragt, dass auf ihrem Grund und Boden nicht mehr gejagt werden darf. Dies berichtet die Aachner Zeitung am 23.5.2014 und beruft sich auf eine Antwort des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Lesen Sie dazu:
Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar Grundstück von André Hölscher jagdfrei
Nordrhein-Westfalen: Grundstück in Geseke jagdfrei
Nordrhein-Westfalen: Immer mehr Anträge auf Ruhen der Jagd


Kreis Soest: 9 Anträge gegen Zwangsbejagung

Der unteren Jagdbehörde des Kreises Soest liegen 9 Anträge vor, in denen Eigentümer darum bitten, ihre Wiesen oder Felder als befriedete Gebiete auszuzeichnen. Dies berichtet der Soester Anzeiger am 19.5.2014.
Trotz des eindeutigen Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte vom 26.6.2012 versucht die Jagdbehörde auf Zeit zu spielen: „Es gibt keine Fristen an die wir uns halten müssen und die nun folgende Prüfung ist umfangreich und es sollte nicht schnell entschieden werden“, zitiert die Zeitung einen Vertreter der Jagdbehörde.

Lesen Sie dazu:
Immer mehr jagdfreie Grundstücke in Deutschland
Zwangsbejagung ade: Tierfreunde müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden


Plädoyer gegen Vogeljagd

In seinem sehr lesenwerten Beitrag „Die Nachtigall singt in Berlin“ für den Tagesspiegel Berlin (30.5.2014) schreibt Prof. Dr. Josef H. Reichholf über die Artenvielfalt in den großen Städten: In Berlin brüten über 150 Vogelarten - das sind zwei Drittel aller Vogelarten, die in Mitteleuropa zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen vorkommen.

Und er stellt die Frage: „Muss es sein, dass die Städte vogelreicher sind als das Land? Wäre es nicht an der Zeit, die Jagd auf Vögel gänzlich zu verbieten, und nicht bloß den Südeuropäern ihren Vogelfang vorzuwerfen?“


"Hochbetagte Jäger nicht auf Schießstand zwingen"

Der Bayerische Jägerpräsident Jürgen Vocke hat die Forderung eines Schießleistungsnachweises für alle Jäger beim Landesjägertag in Altötting scharf kritisiert: Die »teils hochbetagten Jagdherren« dürfte man nicht »auf den Schießstand zwingen«. Hintergrund: Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger fordert in einem Positionspapier einen Schießleistungsnachweis auch für Hobbyjäger. In Deutschland gibt es etwa 360.000 Hobbyjäger und ca. 1.000 Berufsjäger.

Die Berufsjäger setzen sich in demPositionspapier »insbesondere aus Gründen des sicheren Schusswaffengebrauchs und des Tierschutzes dafür ein, dass zukünftig jeder Jäger, der in Deutschland die Jagd ausübt, den jährlichen Nachweis eines Übungsschießens zu erbringen hat. Hierbei soll jeder Einzelne insbesondere seine Treffsicherheit überprüfen und gegebenenfalls verbessern.«

Die Berufsjäger sollten sich »um ihren eigenen Dreck kümmern«, so dazu Jägerpräsident Vocke auf dem Landesjägertag. (Jägerzeitschrift WILD UND HUND, 10/2014)

Hier stellt sich doch die Frage, wie es sein kann, dass hochbetagte Greise, die wahrscheinlich nicht mehr richtig sehen und hören können, überhaupt mit Tötungswaffen unterwegs sein dürfen...


"Schluss mit der Hobbyjagd!"

Das Durchschnittsalter der deutschen Jäger liegt in dem meisten Landesjagdverbänden bei 58 und 60 Jahren, in manchen Kreisvereinen noch höher. Bei Soldaten und Polizisten gibt es Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Müsste nicht aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Waffenträger festgesetzt werden?

Wildtiere, die »nur« angeschossen werden, müssen furchtbare Qualen leiden. Und immer wieder werden Haustiere wie Ponys auf der Weide mit Wildtieren »verwechselt«. Auch Menschen werden regelmäßig Opfer von Jagdunfällen: Spaziergänger, Radfahrer, Reiter, Autofahrer auf der Landstraße... Im Mai 2014 wurde sogar eine Frau, die auf einer Bank am Tennisplatz saß, getroffen und schwer verletzt.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd fordert: Schluss mit der Hobbyjagd!



Jäger schießt Frau auf Bank an

„Jagdunfall: Jäger schießt Frau an“, meldet Focus online, 14.5.2014.
Demnach hat ein 66-jähriger Jäger bei einer Jagd auf Wildschweine in Tauberbischofsheim eine 63-jährige Frau angeschossen. Die Frau saß auf einer Bank am Tennisplatz, als der Schuss sie in den Oberarm traf.

"SPIEL, SATZ, PENG! Tennisspielerin von Jäger angeschossen" titelt
BILD Stuttgart am 17.5.2014 und schreibt: "Eine Rentnerin wollte nur eine Tennis-Partie spielen. Doch kurz vor dem Match wurde sie von der Kugel eines Jägers getroffen."
Die Frau liegt schwer verletzt im Krankenhaus - laut BILD ist der Oberarmknochen gebrochen und ein Muskel zerfetzt.
Die Polizei hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.

Lesen Sie unsere Dokumentation
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014
Lesen Sie auch: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


Jäger bringt Radler in Gefahr

„Jäger ballert durch die Gegend und bringt Radler in Gefahr“, meldet der Merkur am 12.5.2014. Demnach waren zwei Radler im Wald zwischen Malching und Mammendorf unterwegs, als sie Schüsse hörten und mindestens eine Kugel über ihre Köpfe flog.
„Herbeigerufene Polizisten machten den Jäger ausfindig. Er war dabei, seine Jagdwaffe, die er erlaubterweise besitzt, einzuschießen“, so der Merkur. Laut Polizei würden gegen den Jäger strafrechtliche Verfahren geprüft.


Jäger dürfen Hunde erschießen, die nicht wildern

"Jäger dürfen Hunde erschießen, die nicht wildern", titelt die österreichische Kronen-Zeitung am 16.5.2014 schreibt: "Eine Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats in Niederösterreich verursacht Stürme der Entrüstung bei Hundebesitzern. Demnach dürfen Jäger auch auf Hunde schießen, die nicht wildern. Es reicht, wenn ein Vierbeiner ohne Leine läuft und sich mehr als 100 Meter von seinem Halter entfernt."

Zum Schutz der Tierbesitzer hat der Österreichische Tierschutzverein mittlerweile eine
Jagdwarnkarte ins Leben gerufen, die alle bekannt gewordenen Zwischenfälle dokumentiert, an denen Jäger beteiligt waren. Sprecher Christian Hölzl: "Unsere Jagdwarnkarte führt der Bevölkerung plakativ vor Augen, was bei der Jagd alles passiert. Die erhöhte Wachsamkeit der Bevölkerung soll auch Jäger vor weiteren Haustiertötungen abschrecken, also präventiv wirken." www.jagdwarnkarte.at


Haustierabschuss in Bayern weiter erlaubt

„Abschuss von im Wald frei laufenden Hunden und Katzen? In Bayern bleibt's erlaubt“, titelt das Main Echo, 13.5.2014. In Baden-Württemberg und Hessen der Abschuss von Haustieren durch Jäger verboten werden, im Saarland wurde bereits ein entsprechender Gesetzentwurf verabschiedet. In Bayern jedoch sieht die CSU keinen Änderungsbedarf. In der vom Landtag 1996 verabschiedeten Regelung im Jagdgesetz seien »die Belange des Haustierschutzes mit dem öffentlichen Interesse am Schutz wild lebender Tiere abgewogen worden«, zitiert die Zeitung Pressesprecher Hubertus Wörner vom Landwirtschaftsministerium.
Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Niedersachsens Jäger schießen Katzen und Hunde

„Auch Niedersachsens Jäger schießen Katzen und Hunde“, titelt die Neue Osnabrücker Zeitung am 13.5.2014.
Tierschutzorganisationen schätzen, dass Jahr für Jahr über 300.000 Hauskatzen und über 30.000 Hunde von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen werden.
Offizielle Zahlen für Niedersachsen gibt es nicht: Das Landwirtschaftsministerium von Christian Meyer führe keine Statistik über geschossene Hunde und Katzen, heißt es auf Nachfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung. Der Kreisjägermeister der Jägerschaft Osnabrück-Stadt nimmt dem Artikel zufolge an, dass in Jäger in Niedersachsen ähnlich viele Hunde und Katzen töten würden wie in Nordrhein-Westfalen.
Der Ökologische Jagdverein Niedersachsen und Bremen spricht sich in der Neuen Osnabrücker Zeitung grundsätzlich gegen das Schießen von Haustieren aus. Hunde und Katzen würden nur sehr selten Wildtiere erbeuten und keine Tierbestände gefährden.


Jäger wollen Katzen weiter abschießen

„Streit um Novelle des Jagdrechts: Jäger wollen Katzen weiter abschießen“, meldet der WDR am 7.5.2014.
Offiziell haben die Jäger in Nordrhein-Westfalen im letzten Jagdjahr 10.000 Katzen und über 60 Hunde – die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
Mit der geplanten Novellierung des Landesjagdgesetzes soll der Abschuss von Haustieren zumindest eingeschränkt werden. Dagegen protestieren nun die Jäger. Sie wollen weiterhin ohne Einschränkung Katzen und Hunde schießen dürfen. Hunde dürfen nur erschossen werden, wenn sie „wildern“. Bei Katzen reicht es in Nordrhein-Westfalen, wenn sie mehr als 200 Meter zum nächsten Wohnhaus entfernt sind.

Den Jägern gehe es "um die pure Lust am Töten", kritisiert Holger Sticht, NRW-Landesvorsitzender des BUND gegenüber dem WDR.


Österreich: Strafanzeige wegen Wildschweinmassaker

In Österreich haben Tierschützer gegen den Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly und den niederösterreichischen Landesjägermeister Josef Pröll Strafanzeige wegen Tierquälerei erstattet. Bei der Treibjagd in einem umzäunten Jagdgatter am 23.11.2013 soll ein regelrechtes Massaker an Wildschweinen, die dort das ganze Jahr gefüttert wurden, stattgefunden haben: 93 Wildschweine sollen erschossen worden sein, zahlreiche Tiere erlagen erst Tage später ihren Wunden. Dies berichtet heute.at am 2.5.2014.
Hier lesen Sie die Anzeige im Wortlaut.
 
Inzwischen gibt es auch Empörung auf politischer Ebene: Die Chefin der Grünen in Niederösterreich, Madeleine Petrovic, fordert ein sofortiges Verbot von Hetz- und Treibjagden sowie Gatterjagden (eigens für die Jagd in einem umzäunten Gebiet gezüchtete Wildtiere) und strengere Kontrollen. Dies berichtet oe24.at am 2.5.2014.



Immer mehr jagdfreie Grundstücke in Deutschland

Von Schleswig-Holstein bis Bayern: In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke! Seit 1. April 2014 sind in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. Bereits Anfang 2013 waren in Bayern die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet. Ein großartiger Erfolg im Sinne der Rechte von Grundstückseigentümern und des Tierschutzes!

Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger ihre Grundstücke betreten und dort Tiere tot schießen oder Fallen aufstellen. Sie berufen sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012: Dieser hatte mit entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, wenn der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Aufgrund dieses Urteils wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern.

Laut der Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade haben bundesweit bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. „Da ist längst eine Lawine ins Rollen gekommen“, sagt Rechtsanwalt Dominik Storr, der über 60 ethische Jagdgegner aus ganz Deutschland vertritt.


Eine aktuelle Dokumentation über jagdfreie Grundstücke und laufende Anträge auf jagdrechtliche Befriedung finden Sie hier.

Lesen Sie dazu unsere Pressemeldung



7.5.14 Bodensee: Waldbesitzer kontra Jäger

Das SWR-Fernsehen berichtet in der Landesschau am 7.5.2014 von einem Grundeigentümer aus Markdorf im Bodenseekreis, der die Jagd auf seinen Flächen verbieten will. Rudolf Moser musste erleben, wie Jäger auf seiner Obstwiese, auf der er ein Biotop angelegt hat, eine Treibjagd veranstalteten, So etwas will der Senior nicht wieder erleben müssen: Er hat einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks gestellt und beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012.
Rudolf Moser berichtet in der SWR-Sendung, dass er als Junge mit einem Luftgewehr auf Vögel geschossen habe. Dabei verletzte er eine Amsel und nahm das Tier in die Hand: "Die Amsel hat gefiept und mich angeschaut. Sie ist dann in meinen Händen gestorben. Und da habe ich gewusst, was ich bislang getan habe. Und da hat die Schießerei für mich aufgehört." Der Naturfreund will nicht, dass Jäger auf seinem Grundstück Tiere totschießen. Zudem befindet sich ein Storchennest auf seinem Grundstück. Die Storchenbeauftragte des Landes Baden-Württemberg empfehle, dass in einem Radius von 300 Metern um das Storchennest herum nicht geschossen werden sollte, berichtete schwaeische.de am 24.4.2014.


SWR-Sendung ansehen



2.5.14: Rote Stickel halten die Jäger fern

„Rote Stickel am Acker halten die Jäger fern“, titelt die Main Post am 2.5.2014 und berichtet, dass die rund 3,5 Hektar Acker von Stefan Körber bei Dettelbach und Kitzingen jetzt auch amtlich jagdrechtlich befriedet sind. „Einen Meter hohe, rot angemalte Stickel in der Flur machen es deutlich: Auf diesem Grundstück darf nicht gejagt werden“, so die Zeitung.
Der überzeugte Tierschützer und Veganer sagt: „Ich will nicht, dass auf meinen Grundstücken Tiere totgeschossen werden“. Landratsamt seinem Antrag auf das Ruhen der Jagd nicht stattgegeben hatte, musste Körber vor Gericht ziehen. Bereits am 5. März 2013 hatte das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg hatte in einem Eilverfahren entschieden, dass auf den beiden Grundstücken vorläufig nicht auf Wildtiere geschossen werden darf, bis die Neureglung des Bundesjagdgesetzes in Kraft tritt. Seit April 2014 sind die Grundstücke offiziell jagdrechtlich befriedet. Stefan Körber musste dafür 500 Euro als Verwaltungsgebühr das Landratsamt Kitzingen zahlen.



In Unterfranken seien zwei weitere Entscheidungen auf jagdrechtliche Befriedung in den Landkreisen Kitzingen und Bad Kissingen noch ausstehend. weiterlesen



WELT: Landbesitzer vertreibt Jäger

Unter der Überschrift "Landbesitzer vertreibt Jäger von seinem Grundstück" berichtet die WELT am 22.4.2014, dass auf den 10 Hektar Grundstück von André Hölscher im nordrhein-westfälischen Ladbergen seit 1.4.2014 nicht mehr gejagt werden darf.
Die WELT berichtet über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, demzufolge es für Grundstückseigentümer in Deutschland eine unverhältnismäßige Belastung sei, wenn die die Jagd auf ihrem Land dulden müssten, obwohl die dies aus ethischen Gründen ablehnen. Da Teile des Bundesjagdgesetzes damit einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention darstellten, musste das Gesetz geändert werden.
"Seit Dezember 2013 ist der neuen Paragraf 6a in Kraft. Wer die Behörden überzeugt, dass er aus ethischen Gründen die Jagd ablehnt, hat nun die Möglichkeit, sein Grundstück jagdfrei zu stellen", so die Zeitung.

"Es wurden jetzt schon mehr Anträge gestellt, als die Politik erwartet hatte", zitiert die WELT Rechtsanwalt Dominik Storr, der bundesweit rund 60 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung begleitet.

In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Schätzungen des Landesjagdverbands NRW etwa 150 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung privater Grundstücke. Dies melden die
Ruhr-Nachrichten am 22.4.2014.


taz: "Betreten nur ohne Flinte erlaubt"

"Die ersten jagdfreien Zonen - Betreten nur ohne Flinte erlaubt", titelt die taz am 22.4.2012 und berichtet, dass die rund zehn Hektar von André Hölscher in Ladbergen als eines der ersten Grundstücksbesitzer in Nordrhein-Westfalen zur jadgfreien Zone erklärt wurde.

Die taz zitiert den Biologen Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd, der dem Argument der Jäger, sie müssten die Rolle der natürlichen Fressfeinde Fressfeinde von Rehen, Hasen und Wildschweinen einnehmen entgegen hält: „Es gibt keine Tiere, die darauf angelegt wären, gefressen zu werden“.



WDR: Jagdfreie Zone in Ladbergen

WDR-Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 23.04.2014: Jagdfreie Zone in Ladbergen

Bis vor kurzem musste Andre Hölscher zähneknirschend Jäger auf seinem eigenen Grundstück dulden, weil das deutsche Jagdrecht dies für alle Grundstücksbesitzer im Außenbereich vorschrieb. Doch seit Kurzem gibt es dabei Ausnahmen - und der Ladberger konnte seine zehn Hektar Land zur jagdfreien Zone erklären.
Sendung ansehen


„Herr Hölscher, was haben Sie gegen die Jagd?“

„Herr Hölscher, was haben Sie gegen die Jagd?“, überschreibt die Neue Osnabrücker Zeitung am 23.4.2014 ihr lesenswertes Interview mit dem Tier- und Naturfreund André Hölscher, dessen Grundstück im Münsterland seit 1.4.2014 offiziell jagdfrei ist.

"Ich lehne die Jagd aus moralischen und ethischen Gründen ab", erklärt André Hölscher. "Die Prämisse, dass der Mensch in die Natur eingreifen muss, halte ich für falsch. Dazu hat der Mensch nicht das Recht. Außerdem halte ich es für absurd, wenn 20 bewaffnete Männer mein Feld umstellen, um einen einzigen Fasan zu erschießen, der da hockt."
Lesen Sie das Interview



NRW: 10 Hektar im Münsterland jagdfrei!

André Hölscher hat es geschafft: Seine beiden landwirtschaftlichen Grundstücke im Münsterland mit insgesamt 10 Hektar Fläche sind mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 jagdfrei.
André Hölscher ist als Comedian alias „Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp“ bekannt. Presse und Fernsehen haben immer wieder über sein Engagement gegen die Jagd auf seinem Grundstück berichtet.
Am 7. März 2014 erhielt der 39-jährige Ladberger den Bescheid der Unteren Jagdbehörde des Kreises Steinfurt. "Gleich nach Bekanntwerden des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Sommer 2012 habe ich den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung meiner Flächen gestellt. Aufgrund der Bindung an die deutsche Gesetzesgebung teilte mir die Behörde damals mit, derzeit nicht über mein Anliegen entscheiden zu können, den Antrag aber zurückzustellen."
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NRW: Grundstück im Kreis Soest jagdfrei!

Sofort nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2012 stellte der Biologe und Ökologe Dr. Karl-Heinz Loske einen Antrag auf Befriedung seiner Grundstücke. Seit 1.4.2014 sind 2,2 Hektar in der mittelwestfälischen Hellwegbörde (Geseke, Kreis Soest) offiziell jagdrechtlich befriedet.
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25 Hektar im Rheinland jagdfrei!

Grundstückseigentümerin im Rheinland muss Jagd nicht länger dulden

Das gut 25 Hektar große Grundstück von Margot Scheibe in Hohenöllen-Sulzhof in Rheinland-Pfalz ist ab 1. April 2014 offiziell jagdfrei. Die untere Jagdbehörde hat mit Bescheid vom 3.3.2014 ihrem Antrag stattgegeben, ihr Grundstück jagdrechtlich zu befrieden.


Margot Scheibe, die vor Jahrzehnten selbst Jägerin gewesen war, ist seit vielen Jahren überzeugte Vegetarierin und Tierschützerin. Mit ihrem gut 25 Hektar großem Grundstück war sie automatisch und gegen ihren Willen Mitglied in der Jagdgenossenschaft. Das Grundstück ist ein kleines Paradies mit viel Wald, umgeben von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Sehr zum Unmut der Jäger, welche bei Treibjagden verhindern wollten, dass sich die Tiere hinter den Zaun flüchten. Die Forderung nach Abriss des Zauns wurde laut. Sogar ein Loch wurde in den Zaun geschnitten. weiterlesen


2 Hektar in der Pfalz jagdfrei!

In Rheinland-Pfalz wurden die Flächen weiterer Grundstückseigentümer jagdrechtlich befriedet: Frank Schlimbach aus Kusel freut sich über 2 Hektar jagdfreies Grundstück in der Pfalz.

Lesen Sie auch:
Rheinland Pfalz: Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Zwangsbejagung von Grundstücken im Landkreis Pirmasens

Rheinland-Pfalz: Bio-Winzer will Jagd nicht dulden


Schleswig-Holstein: Erste Grundstücke jagdfrei!

Seit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2014 sind auch in Schleswig-Holstein die ersten Grundstücke jagdfrei. Zu Beginn des Jahres 2014 hatten bereits über 20 Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt - und es werden immer mehr.
Das 6,5 Hektar große Grundstück Jutta Reichardt in Neuendorf-Sachsenbande im Kreis Steinburg nördlich von Hamburg wird seit 1.4.2014 offiziell nicht mehr bejagt.
Das Hofgrundstück ist von einem großen Garten und vielen Anpflanzungen umgeben, daran schließt sich feuchtes Grünland an, wie es in der Küstenregion typisch ist. weiterlesen


Bayern: 4 Waldgrundstücke jagdfrei!

Seit Beginn des Jagdjahres 2014/15 am 1.4.2014 sind die vier Waldgrundstücke von Familie Vilsmaier in Niederbayern offiziell jagdfrei. »Das ging ohne Probleme, die Kosten hierfür waren nur 150 Euro«, berichtet Fred Vilsmaier.

2008 kauften Susanne und Fred Vilsmaier vier Waldgrundstücke in Niederbayern. »Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir mit diesem Kauf automatisch Zwangsmitglieder der örtlichen Jagdgenossenschaft waren. Da wir uns seit vielen Jahrzehnten für den Tierschutz engagieren, waren wir entsetzt. Wir sind, was dieses Thema betrifft, dann ständig am Laufenden geblieben und so kam es dann Schlag auf Schlag, zuerst das Urteil vom Europäischen Gerichtshof, dann das Grundsatzurteil vom Bayerischen Verwaltungsgericht und zum Schluss unser Antrag beim Landratsamt in Kelheim.« weiterlesen


Flyer bestellen: Zwangsbejagung ade!

Wir haben eine große Anzahl Flyer drucken lassen! Wenn Sie Flyer verteilen wollen, senden wir Ihnen diese auch in größerer Stückzahl kostenlos zu (gegen Übernahme der Portokosten).
Schreiben Sie uns an:
info@abschaffung-der-jagd.de

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Leprorello / Faltblatt "Zwangsbejagung ade" Druckversion [4.671 KB]


Wildtiere brauchen Ruhezonen

Unmissverständlich erklärte der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf im Bayerischen Fernsehen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: »Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.« Ruhezonen könnten die gefürchteten Wildschäden vermindern: »Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss.« (»Unser Land« vom 16.11.2012)


In seinem Grundsatzartikel »Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften« der Zeitschrift TIERethik (2-2013) legt Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugend dar, weshalb die Regulation von frei lebenden Tierbeständen durch die Jagd nicht funktioniert und auch nicht nötig ist. Vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte von 2012 mit seinen Folgen für das Revierjagdsystem stellt der Zoologe in aller Deutlichkeit fest, dass Jagd in der Kulturlandschaft aus ökologischen Gründen nicht sein muss. Der dichtbesiedelte Kanton Genf (Jagdverbot seit 40 Jahren) und der Schweizerische Nationalpark (Jagdverbot seit 100 Jahren) beweisen laut Reichholf, dass weder im Siedlungsraum der Menschen noch in besonders naturnahen Naturschutzgebieten eine Kontrolle der Bestände durch die Jagd notwendig ist.
mehr Informationen



Jagdverbote in immer mehr Ländern

Immer mehr Länder sprechen für den Schutz von Wildtieren Jagdverbote aus: In Albanien ist im Februar 2014 ein zweijähriger totaler Jagdbann in Kraft getreten, um Wildtiere und vor allem die Zugvögel besser zu schützen. In Griechenland gilt seit Dezember 2013 ein generelles Jagdverbot. Auf der griechischen Insel Tilos herrscht Jagdverbot schon seit 1993. Seit 2002 gilt ein weitreichendes Jagdverbot in Holland. In Israel ist seit 2013 die Jagd zu Sportzwecken verboten. Costa Rica hat 2013 ein umfangreiches Jagdverbot erlassen. In Botswana sind seit 2014 Trophäenjagd und Jagdtourismus verboten, um den Artenschutz zu fördern. Kenia hat die Jagd schon 1977 verboten.


Dass eine Natur ohne Jagd möglich ist, zeigen nicht nur die Erfahrungen im Schweizerischen Nationalpark, der seit 100 Jahren jagdfrei ist, oder im Schweizer Kanton Genf, in dem seit der Volksabstimmung von 1974 die Jagd verboten ist. Auch in Italien sind die weitläufigen Nationalparks alle seit Jahrzehnten jagdfrei: Im Nationalpark Gran Paradiso ist die Jagd seit 1922 verboten, im Nationalpark Belluno seit 1990.

Lesen Sie unsere ausführliche Dokumentation!



ZDF planet e: Jäger in der Falle



Antwort des ZDF-Intendanten zur Jäger-Beschwerde

Der Intendant des ZDF, Dr. Thomas Bellut, nimmt Stellung zu den Massenbeschwerden der Jäger gegen die ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten“.
Lesen Sie die Stellungnahme des ZDF-Intendanten vom 2.4.2014

ZDF planet e: Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten - Sendung ansehen und weitere Informationen

Mehr zur öffentlichen Diskussion über die Dokumentation "Jäger in der Falle"



7.4.14: Jäger wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Hof hat Anklage gegen einen Jäger erhoben, der im September 2012 einen 26-jährigen Mann im Maisfeld erschossen hatte. Diese meldet der Bayerische Rundfunk am 7.4.2014. Der Jäger hatte von seinem Hochsitz aus auf den 26-Jährigen geschossen, angeblich weil er ihn für ein Wildschwein gehalten hatte.
Ob sich der tragische Vorfall tatsächlich so zugetragen habe, sei noch nicht vollständig geklärt. "Der Schütze gab nämlich auch zu Protokoll, der Schuss habe sich versehentlich gelöst", so der Bayerische Rundfunk.

Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014


Familiendrama: Jäger erschießt Ehefrau und sich

Auf Föhr soll ein 84-jähriger Jäger seine 83-jährige Frau und anschließend sich selbst mit seinem Gewehr erschossen haben. Das Familiendrama ereignete sich auf dem Aussiedlerhof des Ehepaares. Dies meldet der Insel-Bote am 25.3.2014.



Flyer "Jagd reguliert nicht!"

Wissenschaft entlarvt Jägerlatein:
Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen


Jägerlatein lehrt: Wildschweine müssen massiv bejagt werden. Die Realität zeigt: Je mehr Wildschweine geschossen werden, desto mehr vermehren sie sich.

Jagd reguliert nicht. Sie schafft überhöhte Bestände.
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Jagdwarnkarte Österreich

Der Österreichische Tierschutzverein hat gemeinsam mit der Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich eine Jagdwarnkarte veröffentlicht, die Haustierabschüsse, Jagdunfälle und Tierquälereien bei der Jagd dokumentiert.  
Weiterhin wurde eine Online-Meldestelle für legale und illegale Jagd-Missstände ins Leben gerufen.  
www.jagdwarnkarte.at


„Unsere Jagdwarnkarte führt der Bevölkerung plakativ vor Augen, was bei der Jagd alles passiert“, so Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins.
Dieser Service zielt einerseits darauf ab, Schutz vor Haustierabschüssen zu bieten. Tierfreunde können etwa sehen, ob in ihrem Wohngebiet oder einem geplanten Ausflugsgebiet besondere Häufungen von Haustierabschüssen vorliegen. Haustierbesitzer werden mithilfe der Karte vor schießwütigen Jägern gewarnt. Die erhöhte Wachsamkeit der Bevölkerung soll auch Jäger vor weiteren Haustiertötungen abschrecken, also präventiv wirken.



NDR-Fernsehen: Keine Jagd auf meinem Grundstück!

NDR „Hallo Niedersachsen“, 16.3.2014: „Streit zwischen Grundstückseigentümern und Jagdpächtern“
Der NDR filmte bei Familie Huber auf dem Ulmenhof, einem Tierheim und Gnadenhof in Ostfriesland. Die Eigentümer haben einen Antrag auf Ruhen der Jagd auf ihren Flächen gestellt. Der Jagdpächter hat einen Hochsitz in Sichtweise des Grundstücks aufgestellt, das Grundstück mit Jagdfreunden betreten, um dort die Jagd auszuüben. Familie Huber hat Angst, dass ihre Katzen erschossen werden könnten, wenn sie sich mehr als 300 Meter vom Hof entfernen.
Im NDR-Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Regelungen der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften noch auf das Reichsjagdgesetz von 1934 zurückgehen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte aber geurteilt hat, dass es ein Menschenrecht ist, die Jagd aus ethischen Gründen auf dem eigenen Grundstück zu verbieten.
Im Kreis Aurich haben bereits sechs Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt - mit einer schnellen Entscheidung ist aufgrund des aufwändigen Antragsverfahrens und der Einspruchsmöglichkeiten des Jagdpächters, der Jagdgenossenschaft und der Nachbarn nicht zu rechnen. Für das Antragsverfahren sollen bis zu 2.000 Euro Gebühren fällig sein. Dennoch haben inzwischen weit über 30 Grundstückseigentümer aus Niedersachsen den Antrag gestellt - "Tendenz steigend", hießt es in dem NDR-Bericht.
Sehen Sie den Bericht in der Mediathek
Sehen Sie dazu auch: NDR-Dokumentation "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur"


NDR: Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände

NDR-Fernsehen "Schleswig-Holstein Magazin", Mi., 4.3.2014:Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände"

Bislang musste jeder die Jagd auf seinem Land zulassen. Bei der Naturschutzbehörde können Eigentümer nun einen Antrag stellen, dass ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird." (NDR-Sender-Info)

Der NDR hat bei Dieter Grade von Natur in Not Dithmarschen gefilmt, welche die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden will und einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt hat.

Bericht in der NDR-Mediathek ansehen


Massentötung von Füchsen war illegal

Beschwerde gegen Einstellung des Ermittlungsverfahrens:
Revierübergreifende Massentötung von Füchsen war illegal

Mehrere Tierschutzorganisationen hatten im Februar
2013 Strafanzeige gestellt wegen einer Massentötung von mindestens 71 Füchsen bei einer vom 25.01. bis 27.1.2013 veranstalteten »Schwarzwildschwerpunktjagd« in Hessen. Wie ging es damit weiter?
weiterlesen

Lesen Sie dazu auch die PETA-Pressemitteilung vom 4.3.2014:
Massenjagd auf Füchse ist unverkennbar illegal – PETA reicht Beschwerde gegen Einstellung des Strafverfahrens ein


Hund als Fallenopfer

Am Mittwoch, den 12.2.2014, abends ist unser elfjähriger Hovawardrüde ausgebüxt (läufige Hündinnen). Am Sonntagnachmittag (nach vier Tagen und vier Nächten) wurde der Rüde völlig apathisch und dehydriert an der Kreisstraße in der Nähe unseres Hofes auf dem Grünstreifen aufgefunden. Der Rüde war vollkommen bewegungsunfähig. Wie er dort hingekommen ist, bleibt völlig unklar. Er hat sich eine lebensgefährliche Knochen- und Gelenkverletzung am linken Vorderlauf zugezogen. Auch nach Meinung der Tierärzte stammt diese mit größter Wahrscheinlichkeit von einer Schlagfalle. weiterlesen


Petition: Novellierung saarländisches Jagdgesetz

Im Saarland steht die Novellierung des Jagdgesetzes kurz bevor und es besteht die Möglichkeit, gute Fortschritte für den Tierschutz zu erzielen. Das Bündnis für Tierrechte hat eine Petition an den Landtag des Saarlandes und die zuständigen Ausschussmitglieder auf den Weg gebracht, um Forderungen für den Tier- und Naturschutz durchzusetzen.
Zu den Forderungen gehören u.a.:
- Verbot des Haustierabschusses
- Verbot der Fallenjagd
- Verbot der Jagdhundeausbildung an lebenden Tieren
- Verbot von Fütterungen, insbesondere Verbot von Kirrungen (Anlocken von Tieren durch Futter zum Zwecke der Tötung an der Futterstelle)
- ganzjährige Schonung des Fuchses
- Verbot der Jagd in Naturschutzgebieten
- eine praxistaugliche und kostenfreie Möglichkeit für Grundstückseigentümer, aus ethischen Gründen die Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft zu beenden
Petition unterzeichnen


ZDF planet e: Jäger in der Falle



ZDF-Dokumentation: Jäger in der Falle

planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)

Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.
Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“


Wenn Jägern die Argumente ausgehen...

Als Reaktion auf die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" schrieb ein adliger Jäger mit Doktortitel an die Initiative zur Abschaffung der Jagd:

"Ich wünsche Ihnen einen guten Genuss mit Hirsetalern all you can eat und anschließendem Bundesliga-Darmverschluss.
Gegen ein sexuell unerfülltes Leben ohne Freunde und voller qualvoller Stunden mit Dianetic 1-11 hilft übrigens der Freitod."

Es scheint zu stimmen, dass Jäger keine Kritik an ihrem Hobby vertragen können...



SPIEGEL: Jäger-Petition gegen ZDF-Dokumentation

Im SPIEGEL 7/2014: Petition der Jäger gegen die ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle“
Artikel auf SPIEGEL online lesen: Jäger starten Petition gegen ZDF-Film



Gegenpetition: ZDF- Keine Rücknahme der Fakten

ZDF-Zuschauer, die von der Sendung "Jäger in der Falle" begeistert waren, sind empört über die Jäger-Petition und haben eine Gegen-Petition gestartet.
„Wir möchten uns beim ZDF für die sachliche Recherche des Beitrages 'Jäger in der Falle' sowie der kritischen Betrachtung in diesem Beitrag bedanken."
und: "Die Jäger haben eine Petition gestartet, bei der sie das ZDF dazu zwingen wollen, Fakten und sachliche Aussagen zur Jagd zurück zu nehmen. Unterzeichne unsere Petition, wenn auch Du der Meinung bist, dass das ZDF richtig gehandelt hat!"
zur Petition



ZDF-Doku löst Debatte über die Jagd aus

Das ZDF nimmt auf seiner Homepage zum Protest von Jägern gegen die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" Stellung:

Der Film thematisiert auch ein aktuelles Urteil des europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, das das Reviersystem der Jäger in Frage stellt: Durch das Urteil müssen private Grundstückbesitzer nicht mehr wie bisher Jäger auf ihrem Land zwangsweise dulden. Vielmehr kann jetzt ein Jagdverbot erwirkt werden, wenn die Gründe dafür gegenüber der zuständigen Jagdbehörde glaubhaft dargelegt werden können.
Der Deutsche Jagdverband hat die Jäger im Internet dazu aufgerufen, sich beim ZDF-Fernsehrat über die Sendung zu beschweren. Tierschützer dagegen fordern wiederum ihre Mitstreiter im Netz auf, wegen der Kampagne gegen die planet e.-Dokumentation an den deutschen Jagdverband zu schreiben. Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, die für die planet e.-Filme verantwortlich ist, sieht die Reaktionen auf die Sendung positiv: "Offenbar hat der Film eine längst überfällige gesellschaftliche Debatte angestoßen."
Lesen Sie die komplette Stellungnahme des ZDF

Lesen Sie auch: ZDF planet e: Jäger in der Falle



22.2.14: Hobbyjäger soll Ehefrau erschossen haben

"Hobby-Jäger soll Ehefrau erschossen haben", meldet die Abendzeitung München am 22.2.2014. Und die Hessische-Niedersächsische Allgemeine Zeitung titelt: "Mord mit Jagdgewehr: 67-jährige Frau in Bebra erschossen". Den Berichten zufolge soll ein Hobby-Jäger seine 67-jährige Ehefrau im Schlafzimmer mit seinem Jagdgewehr erschossen haben.


18.2.14: "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

"Vegetarierin will Jagd auf ihrem Grundstück verbieten", titelt die Schwäbische Zeitung am 18.02.2014. „Ich lehne es grundsätzlich ab, Tiere zu töten“, zitiert die Zeitung die Naturschützerin, Vegetarierin und Grundstückbesitzerin und schriebt: "Besonders Drückjagden, wie unlängst bei Meßkirch – in drei Stunden schossen Jäger 81 Wildschweine – sind Elisabeth Vogel ein Dorn im Auge."
Die Jäger fürchten, dass weitere Tierfreunde einen Antrag auf jagdrechtlichte Befriedung stellen: "Was wir fürchten sind Nachahmer“, zitiert die Schwäbische Zeitung einen örtlichen Jäger. Gefürchtet werde vor allem eine „Zerstückelung“ des Jagdbezirks.


Tierschutzorganisationen stellen Strafanzeige

Im Auftrag von mehreren Tierschutzorganisationen, darunter der Initiative zur Abschaffung der Jagd und PETA Deutschland e.V., wurde am 5.2.2014 Strafanzeige [186 KB] gegen die Verantwortlichen einer riesigen revierübergreifenden Treibjagd bei der Staatsanwaltschaft Hechingen eingereicht. Bei der ganze 11 (!) Reviere umfassenden Treibjagd im Waldgebiet zwischen Inzigkofen, Göggingen und Meßkirch hatten 181 Jäger, 100 Treiber und 60 Hunde am 7.12.2013 innerhalb von drei Stunden 81 Wildschweine zur Strecke gebracht. Dabei wurden so viele Wildschweine abgeschossen wie sonst in einem ganzen Jahr!
Lesen Sie unsere Pressemitteilung "Abartige Auswüchse der Jagd"
Lesen Sie die Strafanzeige [186 KB]


Die Medien hatten bereits im Vorfeld über die geplante Strafanzeige berichtet:
"Tierschützer bereiten nach Drückjagd Strafanzeige vor" (Südkurier, 17.12.2013)
"Tierschutzorganisation „Peta“ sieht Verstöße gegen Jagdrecht und das Tierschutzgesetz" (Südkurier, 18.12.2013)
"Rechtsanwalt will Jäger anzeigen - Die Drückjagd in und um Meßkirch ruft Tierschützer und die Justiz auf den Plan" (Schwäbische Post, 23.12.2013)



Strafanzeige: Abartige Auswüchse der Jagd

Meßkirch: 181 Jäger und 100 Treiber erlegen 81 Wildschweine
Tierschutzorganisationen reichen Strafanzeige ein

Wie einem Pressebericht in der Schwäbischen Zeitung vom 12.12.2013 zu entnehmen war, sind bei einer revierübergreifenden Treibjagd am 07.12.2013 im Waldgebiet zwischen Inzigkofen, Göggingen und Meßkirch 81 Wildschweine erlegt worden. Das entspreche dem durchschnittlichen Streckenergebnis eines ganzen Jagdjahres in diesem Raum. Das heißt: Innerhalb von drei Stunden wurden so viele Wildschweine abgeschossen wie sonst in einem ganzen Jahr. An der Jagd beteiligt haben sich Presseberichten zufolge 181 Jäger und 100 Treiber. Zudem kamen 60 Jagdhunde zum Einsatz. Die Hegeringe Sigmaringen und Meßkirch und der Bauernverband hatten zu dieser revierübergreifenden Drückjagd aufgerufen. Insoweit wurde von einem „Pilotprojekt“ gesprochen. weiterlesen

Lesen Sie die Meldung der Tierrechtsorganisation PETA


Pressecho Strafanzeige

"Drückjagd: Rechtsanwalt legt Strafanzeige vor", meldet der Südkurier am 6.2.2104. In dem Artikel heißt es, dass am 5. Februar Strafanzeige wegen einer revierübergreifenden Drückjagd zwischen Meßkirch, Inzigkofen und Göggingen am 7. Dezember, bei der 81 Wildschweine erlegt wurden, erfolgt sei. "Wie berichtet, hatte die Tierschutzorganisation Peta die Jagd kritisiert und die Anzeige angekündigt. 'Peta'-Anwalt Dominik Storr sieht nun keine Gesetzesgrundlage für die Jagd über Reviergrenzen hinweg", so der Südkurier.

"Tierschutz holt sich Rückendeckung", titelt der Südkurier am 6.2.2014 und bericht über die Strafanzeige gegen die revierübergreifenden Treibjagd am 7. Dezember 2013 im Waldgebiet zwischen Inzigkofen, Göggingen und Meßkirch, bei der 181 Jäger, 100 Treiber und 60 Jagdhunde 81 Wildschweine erlegt hatten. "Peta Deutschland und vier weitere Tierschutzorganisationen sprechen in diesem Zusammenhang von „abartigen Auswüchsen der Jagd“ und haben bei der Staatsanwaltschaft Hechingen Strafanzeige gegen die Verantwortlichen dieser Treibjagd eingereicht", so der Südkurier.
Die 13 Blumberger Jäger, die ebenfalls revierübergreifende Drückjagden ablehnen und deshalb ihre bisherigen Reviere aufgeben, seien ohne ihr Zutun zu Gewährsmännern von Tierschützern geworden.

"Rechtsanwalt will Jäger anzeigen", meldet die Schwäbische Zeitung am 5.2.2014 in einem ausführlichen Artikel. „Jagden in dieser Größenordnung sind nicht mehr angemessen, und revierübergreifende Jagden halte ich für absolut rechtswidrig. Zudem verstoßen sie gegen das Tierschutzgesetz“, zititert die Zeitung Rechtsanwalt Storr, der die Strafanzeige im Auftrag mehrerer Tierschutzorganisationen gestellt hat.



40 Jahre Jagdverbot im Kanton Genf/Schweiz

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch Volksabstimmung für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. Mit überaus positiven Auswirkungen für die Natur, Tiere und die Menschen: Noch nie war die Biodiversität größer – und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich.
An den Ufern des Genfer Sees und der Rhône erhöhte sich die Zahl der überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. Vögel und die anderen Wildtiere verlieren immer mehr einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird. So werden wild lebende Tiere wieder erlebbar: Spaziergänger bekommen regelmäßig Wildtiere wie Feldhasen oder Rehe zu Gesicht – mit etwas Glück kann man am helllichten Tage sogar Hirsche beobachten. weiterlesen


100 Jahre Jagdverbot: Nationalpark Schweiz

Der Schweizerische Nationalpark feiert 2014 sein hundertjähriges Bestehen. Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können - und so war von Anfang an die Jagd verboten. Der Schweizerische Nationalpark ist somit ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht.
Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück. Sie tragen zur Vermehrung des Waldes bei, weil sie Baumsamen verbreiten. weiterlesen


Albanien beschließt zweijährigen Jagdbann

Albanien hat einen totalen Jagdbann über das gesamte Land für zwei Jahre beschlossen. Darüber berichtet die Zeitschrift National Geographic am 14.2.20014.
Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur begrüßt das Jagdverbot: „EuroNatur gratuliert der albanischen Regierung und dem albanischen Parlament zu dieser Entscheidung“, sagt Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.
EuroNatur hatte die Regierung Albaniens mehrfach öffentlich aufgefordert, die maßlose Jagd auf Zugvögel und Wildtiere zu unterbinden. So seien die Feuchtgebiete an der albanischen Adriaküste und im Hinterland jedes Jahr zur Todesfalle für Hunderttausende Zugvögel geworden.
Bild: Nicht nur die Zugvögel, auch der Luchs profitieren vom Jagdverbot.


Keine Tierschutz-Verantwortung für Elefantenjäger!

Nachdem der Fall des Elefantenjägers aus dem thüringischen Umweltministerium Ende Januar 2014 bekannt wurde, versetzte der Umweltminister Jürgen Reinholz den Beamten aufgrund der öffentlichen Empörung zwar zu einer untergeordneten Behörde, jedoch wird der Elefantenjäger nun Präsident der thüringischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Diese Fachbehörde ist unter anderem für den Tierschutz in der landwirtschaftlichen „Tierproduktion“ zuständig.
Medienberichten zufolge hetzte Wedekind den angeschossenen Elefanten 30 Kilometer durch den Busch und benötigte über 20 Schüsse, bevor das Tier tot war. Es ist inakzeptabel, dass dieser Tierquäler künftig ausgerechnet Präsident derjenigen Landesanstalt werden soll, die für Tierschutz in der Agrarindustrie zuständig ist.

Machen Sie mit: PETA-Petition "Keine Tierschutz-Verantwortung für thüringischen Elefantenjäger"


Anzeige gegen Elefantenjäger - Beamter beurlaubt

Seit Tagen sorgt die Elefantenjagd eines hohen Beamten im Thüringer Umweltministerium für Aufregung. Der Abteilungsleiter war stolz darauf, in Botswana einen Elefanten erlegt zu haben - zur gleichen Zeit hatte dort übrigens eine Konferenz zur Rettung der bedrohten Tiere statt gefunden. Die Thüringer Allgemeine berichtet am 6.2.2104, dass bei der Staatsanwaltschaft in Erfurt vier Strafanzeigen gegen den Abteilungsleiter aus dem Thüringer Umweltministerium eingegangen seien.
Laut Mitteldeutscher Zeitung vom 6.2.2014 hat Umwelt- und Agrarminister Jürgen Reinholz (CDU) den in die Kritik geratenen Beamten bis auf weiteres beurlaubt.

Beim Skandal um die Großwildjagd ist Umweltminister Reinholz nun selber ins Visier geraten. Der MDR berichtet am 7.2.2104, dass Reinholz vor Vertretern von Agrarunternehmern unter anderem gesagt habe, dass der Beamte "meinetwegen fünf botswanische Elefanten hätte erlegen können, er hätte es nur nicht erzählen dürfen".



7.2.14: Geschäfte mit Jagdreisen

“Zebra für 1000 Euro, Springbock für 500 - wie mit Jagdreisen Geschäfte gemacht werden", überschreibt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 7.2.2014 ihren lesenwerten Bericht über Europas größte Jagdmesse in Dortmund: "Ob Elch oder Braunbär, Elefant oder Löwe - für jedes imposante Tier werden Jagdreisen angeboten. Mit 10.000 Euro und zwei Wochen Zeit kann man sich den eigenen Grizzly-Bettvorleger abschießen. Die Dortmunder Messe Jagd und Hund widmet sich diesem Hobby für solvente Herren."



5.2.14 Vogelschützer erstatten Anzeige gegen Jäger

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet am 5.2.2014, dass das Komitee gegen den Vogelmord hat bei Kontrollen von Jagdrevieren kreisweit mehrere Verstöße gegen das Naturschutz- und Jagdgesetz dokumentiert und bei der Kreisverwaltung Kleve angezeigt hat. Zum einen handelte es sich um illegale Fütteurngen, zum anderen um illegalge Lebendfallen für den Fang von geschützten Greifvögeln und Krähen.



4.2.14: Jäger fürchten Abschaffung der Jagd

„Jäger fürchten Abschaffung der Jagd“, titeln die Westfälischen Nachrichten am 4.2.2014 bei ihrem Bericht über Europas größte Jagdmesse in Dortmund.
Demnach habe der Vorsitzende der Jägerstiftung „Natur+Mensch“, Jochen Borchert, gegenüber den Westfälischen Nachrichten gesagt, dass er dramatische Veränderungen im nordrhein-westfälischen Landesjagdgesetz befürchte.
Borchert: „Die Jäger sollen die Lust an der Jagd verlieren. Am Ende steht ihre Abschaffung.“


3.2.14: "Gänsejagd kann Schäden nicht verhindern"

Unter dem Titel „Gänsejagd kann Schäden nicht verhindern - Forscher Helmut Kruckenberg: Tiere werden scheuer und konzentrieren sich auf wenige Flächen “, veröffentlicht der Weser-Kurier am 3.2.2014 ein lesenswertes Interview mit dem Ornithologen Dr. Helmut Kruckenberg vom Europäischen Blessgans Forschungsprogramm Institute for Waterbird and Wetlands Research (IWWR) e.V. German.

"Die Gänse werden durch die Jagd scheu und verursachen dann noch viel mehr Schäden", so Dr. Kruckenberg in dem Interview. Und er sagt: "Die Faszination Vogelzug lässt sich nicht vor dem Fernseher erleben. Dies geht nur in der Natur. Die Regionen sollten den Zugvogelreichtum als Chance begreifen."


1.2.14: Jagdmuseum entfernt Göring-Trophäen

NS-Reichsjägermeister Görings Trophäen, die im Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München an prominenter Stelle ausgestellt waren, sind laut einem Bericht der Süddeutsche Zeitung vom 1.2.2014 seit wenigen Tagen ohne Angabe von Gründen abgenommen worden. Hitlers Reichsjägermeister Göring hatte die drei kapitalen Hirschgeweihe mit den Namen Odin, Augustus und Matador selbst erlegt.
Als das Jagdmuseum im Jahr 2013 sein 75-jähriges Jubiläum feierte, wurde Kritik laut: Nicht nur an der Ausstellung von Görings Trophäen, sondern auch an der NS-Vergangenheit des Jagd- und Fischereimuseums. Vorsitzender des Stiftungsrates des Museums ist übrigens der bayerische Jägerpräsident Vocke. Laut FOCUS online vom 1.2.2014 seien Vocke und andere Verantwortliche des Museums für eine Stellungnahme nicht zu erreichen gewesen.
Lesen Sie dazu den Bericht des Bayerischen Rundfunks vom 1.2.2014 – und sehen Sie sich die Bilder an!



Märchen in Magazin "JÄGER"

Die Februar-Ausgabe der Zeitschrift JÄGER verbreitet unter dem Titelthema "Das Märchen über den Wilden Wolf" nach Auffassung der Bundespolizei ein neues Märchen.
Bereits im Editorial beschreibt Chefredakteur Dr. Lucas von Bothmer den angeblichen Tatsachenbericht eines Bundespolizisten: An der deutsch-polnischen Grenze sei ein LKW gestoppt worden, der auf der Ladefläche mehrere Luchse und Wölfe gehabt hätte. Ob sie wohl in Deutschland ausgesetzt werden sollten?
»Entgegen dem in der Zeitschrift behaupteten "Tatsachenbericht eines Bundespolizisten, der bestätigt, dass ein LKW an der deutsch-polnischen Grenze gestoppt wurde", der "auf der Ladefläche mehrere Luchse und Wölfe" hatte, hat die Bundespolizeidirektion Berlin keinerlei Hinweise auf eine solche Feststellung,«, heißt es in der Pressemeldung der Bundespolizeidirektion Berlin vom 27.1.2014 mit dem Titel "Die Geschichte vom Wolfstransporter - alles nur Wolfsgeheul!"

Die taz titelt dazu am 4.2.2014: "Bericht über geschmuggelte Wölfe - Das Märchen vom bösen Raubtier" und schreibt: "Mit einem Bericht über heimlich eingeschleuste Wölfe befeuert ein Jagdmagazin die Vorurteile gegen die Tiere. Doch die Wölfe waren keine solchen."


1.2.14: Grundbesitzer in Niedersachsen wehren sich

"Grundbesitzer in Niedersachsen wehren sich - 32 Anträge auf Jagdverbot", titelt der Weser Kurier am 1.2.2014 und schreibt: "Es kommt nicht jeden Tag vor, dass Deutschland wegen eines Verstoßes gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verurteilt wird. Der 26. Juni 2012 aber war so ein Tag." Denn an diesem Tag verkündete der Europäische Gerichtshof sein Urteil: Ein Grundeigentümer, der die Jagd aus ethischen Gründen das Jagen ablehnt, darf nicht gezwungen sein zu dulden, das Jäger auf seinem Grundstück Tiere töten. In Niedersachsen haben inzwischen 32 Eigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt, wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover auf Nachfrage des Weser Kuriers mitteilte. Im benachbarten Schleswig-Holstein haben inzwischen 20 Grundbesitzer einen solchen Antrag gestellt.
Doch Niedersachsen macht es den Grundstückseigentümern bei der Wahrnehmung ihres Menschenrechts so schwer wie kein anderes Bundesland: Laut niedersächsischer Gebührenordnung können die unteren Jagdbehörden 1000 bis 2000 Euro Bearbeitungsgebühr berechnen. "Damit ist ein Antrag auf Jagdverbot übrigens rund zehn bis zwanzig Mal teurer als alle anderen Behördenleistungen im Jagdrecht", so der Weser Kurier. Eine „Erlaubnis für eine beschränkte Jagdausübung in einem Naturschutzgebiet“ könne ein Jäger für 25 bis 52 Euro bekommen.


31.1.14: 20 Grundbesitzer verbieten Jagd

„Etwa 20 Grundbesitzer wollen Jäger von ihren Ländereien verbannen und haben Verbote beantragt“, melden die Kieler Nachrichten am 31.1.2014. Der NABU kritisiert, dass die Hürden für das Jagdverbot zu hoch sind. „Wir haben das Gefühl, dass es darum geht, bewusst Steine in den Weg zu legen“, zitiert die Zeitung NABU-Vorstand Fritz Heydemann. So sei ein Fall aus Nordfriesland bekannt geworden, in dem die Kreisverwaltung einer Antragstellerin mitgeteilt habe, dass ihr Grundstück frühestens nach Ablauf des gültigen Jagdpachtvertrages im Jahr 2028 befriedet werden könne. Und die Kosten für das Antragsverfahren könnten laut dem Entwurf der künftigen Landesverordnung zwischen 400 und 2000 Euro betragen.
Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (GRÜNE) sagt gegenüber den Kieler Nachrichten: „Ich begrüße es, dass Grundeigentümer, die aus ethischen Gründen die Jagd prinzipiell ablehnen, nun die Möglichkeit bekommen, ihre Flächen zu befriedeten Bezirken erklären zu lassen. Niemand, der aus ethischen Gründen die Jagd grundsätzlich ablehnt, sollte dazu gezwungen werden, einer Jagdgenossenschaft anzugehören.“ Und er verspricht, an einer Lösung der Gebührenfrage zu arbeiten: „Der Gedanke, dass eine Gewissensentscheidung etwas kosten könnte, ist für mich befremdlich."


WELT: "Keine Jagd auf meinem Grund und Boden"

„Keine Jagd auf meinem Grund und Boden" titelt DIE WELT am 27.01.14. Demnach wollen in Schleswig-Holstein 20 Grundbesitzer Jagdverbote für ihr Land erwirken.
"Vor dem Frühjahr wird voraussichtlich keine Entscheidung fallen", zitiert DIE WELT Referatsleiter Johann Böhling aus dem Umweltweltministerium. Von den 20 Anträgen stammten allein acht aus dem Kreis Ostholstein, weitere aus den Kreisen Plön, Segeberg und Rendsburg-Eckernförde sowie jeweils zwei aus Stormarn und Herzogtum Lauenburg.


NRW: Jäger erschießen 11.000 Katzen

Jäger dürfen in Nordrhein-Westfalen Katzen schießen, die mehr als 200 Meter von Wohnhäusern entfernt sind. "Tierschützer sprechen von einer willkürlichen Richtlinie, die auf dem veralteten, von Reichsjägermeister Hermann Göring 1934 verfassten Reichsjagdgesetz fuße", so die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 27.1.2014. Nordrhein-Westfalen ist eines der wenigen Bundesländer, in der die Zahl der erschossenen Katzen offiziell erfasst werden: 10.047 Katzen waren es im Jagdjahr 2012/2013. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Gerade bei Haustieren handeln viele Jäger nach der Devise: "Schießen - Schaufeln - Schweigen".


Wölfe: besser als menschliche Jäger

“Von Wölfen, Schießwütigen und angewandtem Naturschutz - Neue Studien zeigen, dass Wölfe viel besser als menschliche Jäger geeignet sind, Wildbestände gesund zu erhalten“ titelt "Die Presse" in ihrer Print-Ausgabe vom 21.01.2014.
Kurt Kotrschal, Zoologe an der Uni Wien und Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, berichtet in seinem Artikel von aktuellen Studien u.a. aus dem Yellowstone und der deutschen Lausitz, die belegen, dass Wölfe viel besser als menschliche Jäger geeignet sind, Wildbestände gesund zu erhalten und für Artenvielfalt in ihrem Lebensraum zu sorgen.
Der Zoologe kommt zu dem Schluss: "Eine Schande eigentlich, wenn wir von den Afrikanern verlangen, unter Opfern für uns die Elefanten und Löwen zu schützen, wir aber bei all unserem Reichtum nicht in der Lage sind, mit Wölfen und Bären zu leben."


24.1.14: Jäger erschießt Pony

Ein 77-jähriger Jäger aus Hamburg hat ein Pony auf der Koppel erschossen. Dies meldet die Polizeidirektion Ratzeburg am 24.1.2014. Demnach saß der Hobbyjäger mitten in der Nacht gegen 23.00 Uhr auf einem Hochsitz und wartete auf Wildschweine. „Er verwechselte das Shetlandpony auf der Koppel mit einem Wildschwein und erschoss es“, so die Pressemeldung der Polizei. Die Polizei in Schwarzenbek ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und der Sachbeschädigung.


Fuchsjagd - ein grausames Hobby

Seit einigen Wochen rufen Hegeringleiter wieder zu so genannten Fuchswochen auf! Über den Zeitraum einiger Tage sollen Jäger gemeinsam und revierübergreifend dem Fuchs "nachstellen". Das geschieht zu einer Zeit, in welcher die Fuchsrüden um die Gunst der Fähen werben. weiterlesen


Nabu-Chef: "Da war ich nicht ganz bei Sinnen"

„Häme und Spott prasseln derzeit auf André Baumann, Nabu-Chef in Baden-Württemberg, ein“, schreibt die Badische Zeitung vom 22.1.2014 zu dessen Äußerungen zu Fuchsjagd und Pelzen, die zahlreiche Proteste von Tier- und Naturschützern hervorriefen und Austritte aus dem Nabu zur Folge hatte.
Im Interview mit der Zeitung fühlt sich der Nabu-Chef missverstanden: „Wir halten es nicht für nötig, Füchse zu jagen.“ Bei seiner Äußerung „Wir haben nichts gegen eine Fuchsjagd“
sei er nicht ganz bei Sinnen gewesen.



21.1.14: Der NABU und die Fuchspelze

„Fuchspelz wird Nabu-Chef zum Verhängnis“, titelt die Stuttgarter Zeitung am 21.1.2014 und berichtet von der bundesweiten Entrüstung von Tier- und Naturschützern.
Nabu-Landeschef Andre Baumann hatte sich in einem Zeitungsinterview zur Fuchsjagd und zur Verwertung der Pelze erschossener Füchse geäußert: „Wir haben nichts gegen die Fuchsjagd“.
Seitdem sei „die Hölle los“, so die Stuttgarter Zeitung. Etliche Mitglieder kündigten ihre NABU-Unterstützung auf.
Lesen Sie den Brief von Prof. Dr. Klaus Hamper an den NABU


ZDF-Dokumentation: Jäger in der Falle

planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)

Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.
Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“


DIE ZEIT: "Waffenland Deutschland"

"Waffenland Deutschland" titelt DIE ZEIT 4/2014. "Auch durch legale Pistolen und Gewehre gibt es viele Todesopfer", lautet die Unterüberschrift. 5,5 Millionen legale Schusswaffen gibt es in Deutschland. Sie gehören hauptsächlich Jägern und Sportschützen. Doch wenn es um Schusswaffen und ihre Opfer gehe, sucht man eine ordentliche Statistik vergebens. Zwar registriere das Statistische Bundesamt jährlich rund 70 Tote durch Schusswaffen bei Angriffen und Unfällen. Dazu kämen etwa 750 Selbstmorde. "Ob die Todesschüsse aus einer illegalen oder einer legalen Waffe kamen, wird aber seltsamerweise nicht erfasst", heißt es in dem Artikel.
Nach Recherchen der ZEIT seien alleine 2013 mindestens 27 Menschen in Deutschland mit registrierten Schusswaffen getötet worden – bei insgesamt 54 bekannt gewordenen Todesfällen durch Schusswaffen. Dazu kommen mutmaßlich mehrere Hundert Selbstmorde.
Laut dem Freiburger Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut, der seit sieben Jahren "Familiendramen" in Deutschland untersucht - Taten, bei denen meistens Männer ihre Frauen, Expartnerinnen oder Nebenbuhler töten und sich danach oft das Leben nehmen - kämen hier legale Waffen zum Einsatz. Der Kriminologe ist überzeugt, dass die Verfügbarkeit von Schusswaffen in Privathaushalten das Risiko erhöhe, dass diese Waffen auch zum Einsatz kämen.
"Bedenklich stimmt, dass es in Regionen, in denen es viele registrierte Waffen gibt, auch gehäuft zu Todesfällen durch diese zu kommen scheint", heißt es in dem Artikel.
Die ZEIT hat erstmals die Zahlen aller 550 Waffenbehörden zusammengetragen. "Die Unterschiede sind groß: Sie reichen von weniger als 25 Schusswaffen pro tausend Einwohner in Städten wie Berlin, Leipzig, Flensburg und Freiburg bis zu mehr als 150 in ländlichen Kreisen in Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen und im Saarland, wo es viele Jäger und Sportschützen gibt."


taz: "Wer Frieden will, muss zahlen“

Unter der Überschrift „Waidmanns-Stop - Wer Frieden will, muss zahlen“ berichtet die taz am 13.1.2014 über das Thema Zwangsbejagung ade: Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt, ist im Dezember 2013 nun eine Änderung des Bundesjagdgesetzes in Kraft getreten: Grundeigentümer können die Jagd auf ihren Flächen aus ethischen Gründen verbieten.

„Wer dieses Recht wahrnehmen will, muss jedoch in Niedersachsen einen Berg Papierkram bewältigen und bis zu 2.000 Euro an Gebühren bezahlen“, schriebt die taz und zitiert Rechtsanwalt Dominik Storr von der Bürgerinitiative „Zwangsbejagung ade“, der zahlreiche Grundstückseigentümer vertritt: „Niedersachsen ist federführend, was die Schikanen angeht.“ Es gehe laut Rechtsanwalt Storr darum, dass eine akute Menschenrechtsverletzung abgestellt wird.

Jan Gerdes von der Tierschutzstiftung Hof Butenland in Niedersachsen hat die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen beantragt. Als ehemaliger Jäger weiß Jan Gerdes, wovon er spricht. Er habe viele Tiere gesehen, die nur angeschossen wurden und sich zu Tode quälten, zitiert ihn die taz: „Man fängt an, Mitleid zu bekommen.“
Lesen Sie den taz-Artikel


Tierschutzorganisationen stellen Strafanzeige

Meßkirch: 181 Jäger und 100 Treiber erlegen 81 Wildschweine
Tierschutzorganisationen beauftragen Rechtsanwaltskanzlei mit Strafanzeige

Wie einem Pressebericht in der Schwäbischen Zeitung vom 12.12.2013 zu entnehmen war, sind bei einer revierübergreifenden Treibjagd am vergangenen Samstag im Waldgebiet zwischen Inzigkofen, Göggingen und Meßkirch 81 Wildschweine erlegt worden. Das entspreche dem durchschnittlichen Streckenergebnis eines ganzen Jagdjahres in diesem Raum. Das heißt: Innerhalb von drei Stunden wurden so viele Wildschweine abgeschossen wie sonst in einem ganzen Jahr. An der Jagd beteiligt haben sich Presseberichten zufolge 181 Jäger und 100 Treiber. Zudem kamen 60 Jagdhunde zum Einsatz.
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Presseecho: Treibjagd stößt auf harte Kritik

"Treibjagd bei Meßkirch stößt auf harte Kritik: 181 Jäger erlegen in drei Stunden 81 Wildschweine – Tierschutzorganisationen wenden sich an Rechtsanwalt", titelt die Schwäbische Zeitung am 10.01.2014. Mehrere Tierschutzorganisationen - darunter PETA Deutschland - schalteten daraufhin den auf Jagdrecht spezialisierten Rechtsanwalt Dominik Storr ein. „Die Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund ist nach dem Tierschutzgesetz strafbar", zitiert die Zeitung Rechtsanwalt Storr. Die Tiere würden gezielt eingekesselt, ohne dass diese eine relative Überlebenschance haben. Ist das Wild auf der Flucht, könne häufig kein sicherer Schuss abgegeben werden. Oft verendeten dann die Tiere qualvoll an den Schussverletzungen.

"Tierschutzorganisation PETA sieht Verstöße gegen Jagdrecht und das Tierschutzgesetz", titelt der Südkurier am 18.12.2013 und schreibt "Die Jagd habe in mehreren Punkten gegen das geltende Jagdrecht und das Tierschutzgesetz verstoßen". Ausführlich stellt der Artikel die einzelnen Verstöße gegen das Jagdgesetz und gegen das Tierschutzgesetz vor.

„Tierschützer bereiten nach Drückjagd Strafanzeige vor“, meldet der
Südkurier am 17.12.2013 und schreibt:
„Nach einer revierübergreifenden Drückjagd zwischen Inzigkofen, Göggingen und Meßkirch am 7. Dezember, bei der 81 Wildschweine erlegt wurden, lässt die Tierschutzorganisation „Peta“ eine Strafanzeige vorbereiten. „Bei einer Jagd mit 181 Jägern, 100 Treibern und 60 Hunden handelt es sich um einen abartigen Auswuchs der Jagd, der nicht weidgerecht sein kann“, zitiert die Organisation ihren wissenschaftlicher Berater Edmund Haferbeck in einer Pressemitteilung.“



Zwangsbejagung ade! - Jetzt Antrag stellen

Tierfreunde müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden

Grundstückseigentümer müssen die Jagd auf ihren Grundstücken nicht mehr länger dulden: Am 6.12.2013 ist das »
Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten. Grundstückseigentümer, welche die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen, können jetzt bei der unteren Jagdbehörde einen Antrag stellen, dass Ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird.
Immer mehr Grundstückseigentümer wollen nicht länger hinnehmen, dass bewaffnete Jäger ihr Grundstück betreten, dort Schießtürme errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten sowie Wildtiere und Haustiere (Katzen und Hunde) töten. Denn jeder Eigentümer einer Wiese, eines Feld oder Waldgrundstücks, das außerhalb der Ortschaft liegt und nicht befriedet ist, ist zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft. weiterlesen


2 Familien beantragen Jagdverbot auf ihren Flächen

Zwei Familien aus dem Kreis Kleve wollen aus ethischen Gründen, dass auf ihrem zwölf Hektar großen Grundbesitz kein Tier mehr erlegt werden darf. Dies berichtet die Rheinische Post am 4.1.2014. Auf ihren Grundstücken westlich von Issum haben sie Schilder aufgestellt: "Jagdverbot (Privatgrundstück). Das Betreten ist Jägern, Jagdgesellschaften und deren Helfern strengstens verboten. Artikel 1 (EMRK)."
In ihrem schriftlichen Antrag an die Jagdbehörde nennt die eine Familie unter anderem folgende ethische Gründe: "Eigentum zu erwerben und zu besitzen, bedeutet für uns die moralische Pflicht und das Recht, verantwortungsvoll Lebensräume zu schützen. . . Das Erlebnis der ersten augenscheinlichen Jagd über unsere Grundstücke bleibt für uns bis heute traumatisierend. . . Wir glauben an das Recht auf Leben für jede Kreatur, die Gott erschaffen hat."
Auch für die andere Familie gaben Treibjagd-Szenen den Anstoß: "Die Bilder von dichten Treiberketten, die Hasen keine Chance zum Entkommen gegeben hätten, von alkoholtrinkenden Treibern, die Stöcke auf Hasen schleuderten, hätten die ganze Familie – seine Frau und die elf- und vierzehnjährigen Kinder – bis heute nicht losgelassen", so die Rheinische Post.
Informationen: www.zwangsbejagung-ade.de


11.1.2014: Berlin - Hauptstadt der Wildtiere

„Wild geworden: Berlins Einwohnerzahl wächst tierisch“, so lautet der lesenswerte Artikel über Wildtiere in Berlin aus Neues Deutschland vom 11.01.2014.
Der Leser begleitet Derk Ehlert, den Wildtierbeauftragten des Senats bei seiner Tour durch das „wilde“ Berlin. Längst haben Füchse, Wildschweine, Marder, Biber, Waschbären, verschiedenste Vogelarten und sogar Greifvögel in Berlin einen Lebensraum gefunden. Wildschwein und Co. hätten gelernt, dass die Großstadt sie vor der Jagd schützt, so Derk Ehlert. Die Tiere haben ihre unnatürliche Scheu vor den Menschen verloren. Sogar die Kaninchen leben in guter Nachbarschaft mit dem Fuchs, der genug andere Nahrung findet.
Ehlert sieht seine Hauptaufgabe in der Öffentlichkeitsarbeit: »Die Leute müssen sich daran gewöhnen, dass die Stadt ihnen nicht mehr allein gehört.«

Beindruckende Bilder online ansehen: florianmoellers.com
Lesen Sie dazu: Florian Möllers: Wilde Tiere in der Stadt - Inseln der Artenvielfalt · Knesebeck, 2010


9.1.13: Jagdverbot in Israel

“Gänse, Wildschweine und Co. können aufatmen. Die Jagd zu Sportzwecken soll verboten werden.“ Dies meldet die Jüdische Allgemeine am 9.1.2013. Die Idee, das Jagen generell zu untersagen, sei bereits vor Jahren vom Umweltministerium vorgeschlagen worden. Jetzt gehe es darum, den Plan in der Knesset Gesetz werden zu lassen. „In der Bevölkerung hat das Jagdverbot bereits eine große Mehrheit: Einer Umfrage der Umweltorganisation SPNI zufolge sprechen sich 72 Prozent aller Israelis gegen diesen blutigen Sport aus“, so die Zeitung.



Jagdverbot in Griechenland

Für Griechenland wurde ein generelles Jagdverbot ausgesprochen. Am 2.12.2013 traf der Staatsrat in der Funktion des höchsten Verwaltungsgerichtes die entsprechende Entscheidung.
Die Griechenland Zeitung berichtet am 3.12.2013, diese Festlegung sei gültig, bis der Oberste Gerichtshof ein entsprechendes Urteil gesprochen hat.
Die „Ökologische Vereinigung der Tierfreunde Griechenlands“ (TÖVG) hatte gegen eine Regelung des Umweltministeriums geklagt, das eine Ausdehnung der Jagdsaison vorsah. Wie zudem nicht einmal in den 264 für das „Natura-Netzwerk 2000“ vorgeschlagenen Regionen ein Jagdverbot vorgesehen sei, sahen die Tierschützer im Beschluss des Umweltministeriums zahlreiche Verletzungen der griechischen Verfassung, aber auch europäischer sowie internationaler Gesetze und Verträge.


Bisher gab es bereits ein generelles Jagdverbot in etlichen Regionen Griechenlands: in den Schneeregionen der Wälder um das mittelgriechische Karditsa, in Waldbrandgebieten auf der Insel Rhodos und im Taygetos-Gebirge auf der Peloponnes. Die Insel Tilos in der Ägäis (siehe Bild) zeigt, wie sinnvoll es für den Vogelschutz sein kann, die Jagd ganz zu verbieten. Seit 1993 herrscht auf Tilos ein Jagdbann, den die Bewohner selbst durchgesetzt haben. Jeden Herbst und jeden Frühling machen auf Tilos Zehntausende Zugvögel Halt - darunter auch Brutvögel aus Deutschland. Tilos ist die Heimat für 10 Prozent der gesamten Weltpopulation der stark gefährdeten Eleonora-Falken. Das Jagdverbot sichert ihr Überleben.



Urteil: Haftung bei Treibjagd

Die Veranstalter einer Treibjagd haften für Schäden nach Ausbruch von Rindern aus einer Weide infolge des Jagdgeschehens - so lautet das Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg (Urteil vom 5.12.2013, Aktenzeichen 14 U 80/13 1), das mit Pressemeldung vom 20.12.2013 veröffentlicht wurde.

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat die Jagdpächter und Veranstalter einer Treibjagd verpflichtet, einem Landwirt dem Grunde nach Schadenersatz zu zahlen, weil seine Rinder infolge des Jagdgeschehens aus der umzäunten Weide ausbrachen und der Landwirt beim Einfangen der Tiere verunfallte und sich einen komplizierten Splitterbruch der rechten Hand zuzog.

Landwirte müssen rechtzeitig zuvor von einer beabsichtigten Treibjagd unterrichtet werden

Das Oberlandesgericht Oldenburg nahm die schuldhafte Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht durch die Jagdpächter an. Der Jagdausübungsberechtige als Veranstalter und Organisator einer gemeinschaftlichen Jagd sei dafür verantwortlich, dass Dritte nicht durch jagdtypische Gefahren zu Schaden kämen. Deshalb seien Jagdpächter verpflichtet, sich vor Beginn der Treibjagd darüber zu vergewissern, ob sich in dem konkret zu durchjagenden Bereichen Nutztiere befänden, welche durch Schüsse oder durchstöbernde Hunde gefährdet werden könnten. Wer dies unterlasse, hafte danach auch für Schäden, die durch das Einfangen flüchtender Nutztiere entstünden.



BUND will Jagdzwang beenden

Umweltverband beantragt jagdliche Befriedung seiner Grundstücke

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für die in seinem Eigentum befindlichen Grundstücke eine jagdliche Befriedung bei den jeweils zuständigen unteren Jagdbehörden beantragt. Die Naturschützer wollen sich damit von dem bisher nach Bundesjagdgesetz geltenden Jagdzwang befreien und die Jagd auf ihren rund 30 über das ganze Bundesland verteilten Flächen beenden.

„Jagd ist ein zweifelhaftes Freizeitvergnügen, dessen Ausübung wir aus Gewissensgründen auf unseren Flächen nicht verantworten können“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. Jagd stünde dem Tier- und Naturschutz und damit den Idealen der Vertreter seines Verbandes entgegen.
Hintergrund ist das derzeit geltende Bundesjagdgesetz, das Vereine dazu zwingt, Jagd auf ihren Grundstücken zu dulden. Damit wurde nach Ansicht des BUND das für das deutsche Recht verbindliche Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) aus dem Juni 2012 nur unzureichend umgesetzt. Der EGMR hatte festgestellt, dass ein Eigentümer nicht zur Jagd gezwungen werden darf, wenn er die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Anders als das Bundesjagdgesetz schloss das Urteil Vereine nicht aus.
„Auch aus naturschutzfachlicher Sicht ist es höchst problematisch, dass überall, selbst im Nationalpark und in fast allen Naturschutzgebieten, gejagt wird“, so Sticht. Durch Jagd komme es zur Beeinträchtigung von gefährdeten Lebensräumen sowie zur Störung und Tötung geschützter Arten.
Quelle: Pressemeldung des BUND NRW vom 16.12.2013



Änderungen des Bundesjagdgesetzes

Schikanöse Behandlung von Grundeigentümern in Deutschland, welche die Jagd ablehnen
Austritt aus der Jagdgenossenschaft soll mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden werden

Am 6.12.2013 ist das "Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften" in Kraft getreten. Dieses soll Grundstückseigentümern die Möglichkeit einräumen, die Jagd auf ihren eigenen Flächen aus ethischen Gründen untersagen zu lassen. Diese Gesetzesänderung wurde nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) notwendig, der die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft als Verstoß gegen die Menschenrechte eingestuft hatte. weiterlesen


Erneute Entscheidung des Europ. Gerichtshofs

Erneute Entscheidung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Zwangsbejagung in Deutschland

Die Zwangsbejagung von Grundstücken einer vegan lebenden Familie verstößt gegen die Europäische Konvention für Menschenrechte (EKMR). Dies entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg am 15.11.2013 in der Sache Scholvien et al gegen die Bundesrepublik Deutschland.
Familie Scholvien protestiert bereits seit Jahren gegen die Zwangsbejagung, insbesondere die Errichtung eines Hochsitzes auf ihrem Grundstück.
Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 1999 im Falle französischer Kläger, die gegen die Zwangsbejagung ihrer Grundstücke geklagt hatten, riefen die Scholviens die deutschen Gerichte an: Die vegan lebenden Tierfreunde konnten es sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere tot schossen. Nachdem alle deutschen Gerichte bis zum Bundesverfassunggericht die Klage zurückgewiesen hatten, reichte Familie Scholvien bereits im Jahr 2008 Beschwerde beim EGMR ein. Am 15.11.2013 stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Menschenrechte fest und verurteilte die Bundesrepublik Deutschland zur Zahlung einer Entschädigung.
Link zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
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19.12.13: Obstbauer fühlt sich durch Jäger bedroht

„Obstbauer fühlt sich durch Jäger bedroht“, titelt die Rheinische Post am 19.12.2013 und schreibt: „Gregor von Danwitz hat Angst um seine Familie. Regelmäßig fliegen ihm auf seiner Plantage in Rasseln die Kugeln um die Ohren.“ Die Jäger würden der Obstanlage aus unterschiedlichen Richtungen schießen, wenn er mit seinem Hund auf dem Gelände unterwegs sei – und zwar ohne ihn als Eigentümer vorher zu informieren. Nicht nur er sei gefährdet, sondern auch seine Frau und der dreijährige Sohn sowie die Erntehelfer und Kunden. Beschwerden des Obstbauers bei den Behörden hatten bisher keinen Erfolg.
Der Sprecher der Stadt verweist gegenüber der Rheinischen Post auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der zu dem Ergebnis kam, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer die Jagd auf ihren Flächen gegen ihren Willen dulden müssen. "Herr von Danwitz hat die Möglichkeit, seine Grundstücke aus der Jagd herausnehmen zu lassen", zitiert die Zeitung den Stadtsprecher.



18.12.13: Ist der Jäger irre geworden?

„Ist der Jäger irre geworden? MEK stoppte Waffennarr mit Strom-Harpune“, titelt BILD Hamburg am 12.2013. Demnach hatten Nachbarn die Polizei alarmiert, als der passionierte Jäger um 1.30 Uhr im Bademantel mit Gewehr im Hausflur auf und ab ging. „Sofort rückt das schwer bewaffnete Mobile Einsatzkommando (MEK) aus dem Präsidium in Alsterdorf an. In einem Überraschungs-Angriff überwältigen sie Bernd B. im Flur des Hauses“, so BILD. In der Wohnung des Mannes hätten die Beamten 26 Gewehre, 47 Pistolen und Revolver mit 100 Schuss Munition gefunden.
Der Jäger lasse sich jetzt freiwillig in einer psychiatrischen Einrichtung betreuen.
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Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


16.12.13: Treibjagd - Wildschweine auf Autobahn

Treibjagden waren die Ursache von mehreren Unfällen: Flüchtende Wildschweine und Jagdunde rannten Autobahnen und Landstraßen.
Auf der A1 gab es Zusammenstöße von Wildschweinen mit drei Fahrzeugen. Dies berichtet FOCUS online am 16.12.2013.
Mehrere tausend Euro Sachschaden, zwei tödlich verletzte Jagdhunde und drei tote Wildschweine sind die Folgen mehrerer Unfälle, die sich auf Autobahnen und Straßen im Raum Heilbronn ereigneten. Dies meldet die Heilbronner Stimme am 16.12.2013. Demnach gab es auf der A81 gab es drei Zusammenstöße, einen weiteren auf der A6 sowie einen auf der Landstraße 1110 bei Kirchardt.





16.12.13: Wolfswelpe illegal geschossen

Im Landkreis Bautzen wurde ein männlicher Wolfswelpe im Territorium des Milkeler Rudels erschossen. Dies meldet wolfsregion-lausitz.de am 16.12.2013. Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) habe als Todesursache Beschuss mit Schrotkugeln festgestellt: Bei der anschließenden Sektion seien 31 Schrotkugeln aus dem Tierkörper sichergestellt werden.
„Seit 2000 wurden damit in Sachsen 4 Wölfe illegal getötet. In 3 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf absichtlich überfahren. In zwei weiteren Fällen wurde bei der Untersuchung von tot aufgefundenen Wölfen am IZW festgestellt, dass die Tiere zu Lebzeiten beschossen worden waren.“


14.12.13: Jäger schoss auf Ehefrau

Ein 84-jährige Jäger hat offenbar in Mordabsicht auf seine 52-jährige Ehefrau geschossen und sie schwerst verletzt. Dies berichtet heute.at am 14.12.2013. Die Frau sei in den Oberschenkel getroffen, ihr Zustand sei lebensbedrohlich. „Zwischen den Eheleuten war es in ihrem Haus in einer Gemeinde im Bezirk Mistelbach zu einer zunächst verbalen und dann auch tätlichen Auseinandersetzung gekommen“, so heute.at. In der Folge sei die Frau aus dem Zimmer geflüchtet, und der Mann soll ihr mit einem Jagdgewehr nachgeschossen haben. Der Sohn habe seinem Vater die Waffe entreißen können.
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Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


13.12.13: Hamburg schafft Senats-Jagden ab

Die Hamburger Bürgerschaft untersagte am 12.12.2013 einstimmig die Senats-Jagden der Hansestadt.
Seit den 1990er Jahren wurden die Senatsjagden von Wirtschaftsbehörde für Politiker und Wirtschaftsbosse veranstaltet. "Staatsjagden gehören in die Zeit der Kaiser und Könige", zitiert die WELT am 13.12.2013 SPD-Umweltexpertin Monika Schaal.
Grünen-Fraktionschef Jens Kerstan schreibt in einer Pressemeldung: "Für uns ist es kein zeitgemäßes Politikverständnis, wenn Politiker und Wirtschaftsführer sich zu geheimen, bewaffneten Kungelrunden im Wald treffen." Das passe vielleicht zu Franz Josef Strauß oder Wladimir Putin, nicht aber zur Hansestadt Hamburg.



13.12.13: Jagdunfall - Treiber angeschossen

Bei einer Treibjagd im Kreis Euskirchen ist 19-jähriger Schüler von einer Kugel getroffen und verletzt worden. Dies berichtet die Kölnische Rundschau am 13.12.2013. Der junge Mann, der als Treiber bei der Treibjagd eingesetzt war, musste ins Krankenhaus gebracht und operiert werden. Da noch nicht ermittelt werden konnte, von welchem Jäger das Geschoss stammt, wurde Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt erstattet.
Der Landesjagdverband bemühte sich sofort, den Jagdunfall herunterzuspielen: Es sei viel wahrscheinlicher von einem Blitz getroffen zu werden, so der Sprecher des Landesjagdverbands, der auf eine angebliche Statistik der Berufsgenossenschaft verweist.
Alles Jägerlatein: Es gibt keine offizielle Statistik, die Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen erfasst!
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Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


12.12.13: Treibjagd - Schuss auf Rettungswache

„Schuss auf Rettungswache in Igstadt – Eventuell Treibjagd als Ursache“ meldet wiesbaden112.de am 12.12.2013. Demnach habe ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes an einem Computerarbeitsplatz seinen Dienst versehen. Nach einem lauten Knall bemerkten er und sein Kollege, dass ein Projektil die Wand durchbrochen und am benachbarten Arbeitsplatz die Wand eingeschlagen war. Die Polizei ermittelte, dass zum Zeitpunkt des Einschlags in der Nähe der Wache eine Treibjagd stattgefunden hatte.


4.12.13: Heftiger Streit um Treibjagd

„Heftiger Streit um Treibjagd“, titelt der Nordkurier am 4.12.2013. Demnach wehrt sich ein Grundstückseigentümer dagegen, dass Jäger in seiner Schonung eine Treibjagd veranstalteten. Die Aufforstungsfläche war durch einen Wildzaun geschützt, der von den Jägern an mehreren Stellen zu Boden gedrückt wurde – an einer Stelle wurde sogar ein Loch in den Zaun geschnitten.
„Überdies hätten seine Schafe Panik erlitten. Gut 60 der 300er Herde weideten am Grundstück. Ebenso war das Pferd aufgeschreckt“, so die Zeitung. Der Grundstückseigentümer rief die Polizei und stellte Strafanzeige wegen Sachbeschädigung.



Jedes dritte Wildschwein "nur" angeschossen

In Bayern müssen bei der Wildschweinjagd 30-35% der beschossenen Tiere nachgesucht werden. Das heißt: Sie sind nicht beim ersten Schuss tot, sondern sind "nur" angeschossen und können schwer verletzt fliehen. Es vergehen Stunden oder sogar Tage, bis das angeschossene Tier bei der Nachsuche von einem Hund gefunden wird und ein Jäger den tödlichen "Fangschuss" ansetzt - sofern das angeschossene Tier überhaupt gefunden bzw. überhaupt nachgesucht wird.
"Etwa 1/3 aller auf Schwarzwild abgegebener Schüsse fordern eine Nachsuche durch ein Nachsuchengespann", schreibt ein Hundeführer im jagdblog.blogspot.de.


Ein ehemaliger Jäger berichtet

Ein ehemaliger Jäger, der mit als junger Mann seinen Jagdschein gemacht hatte, schreibt in seinem Blog über die Gründe, warum er heute Jagd und Jägern sehr kritisch gegenüber steht - und warum er sein Gewehr an den Nagel gehängt hat.
Motiviert vom Slogan der Jagdlobby "Jagd ist angewandter Naturschutz“ musste er schnell feststellen, "dass die Atmosphäre im Dunstkreis der Jäger, die ich dabei kennen lernte, durchaus nicht in erster Line mit dem Inhalt dieses Slogans vereinbar war".


1.12.13: Jäger (22) von Schrotkugel getroffen

Bei einer Treibjagd in Feldkirchen an der Donau wurde ein 22-jähriger Jäger von einer Schrotkugel im Gesicht getroffen. Ein anderer Jäger hatte eigentlich auf einen Hasen schießen wollen. Dies meldet regionews.at am 1.12.2013.
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Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


28.11.13: Jäger drohte, seine Nachbarn zu töten

Ein Nachbarschaftsstreit in Österreich ist dramatisch eskaliert: Ein 52-jähriger ehemaliger Jäger hatte gedroht, seine mit ihm verfeindeten Nachbarn zu töten. Dies meldet der Kurier am 28.11.2013. Als die Spezialeinheit Cobra das Haus stürmte, stieß sie auf ein Arsenal von 120 Waffen – und das, obwohl gegen den früheren Jäger seit Jahren ein Waffenverbot bestehe.


26.11.13: Jagdunfall - 26-Jähriger angeschossen

Ein 26-jähriger Jagdbeteiligter wurde in Bretzingen/Rhein-Neckar vermutlich durch einen Querschläger am Bein verletzt. Dies meldet die Rhein-Neckar-Zeitung am 26.11.2013. Bislang ist noch unklar, ob der junge Mann von einem anderen Jäger getroffen wurde oder sich die Verletzung bei der Jagd selbst zugezogen hat.


26.11.13: Jäger erschoss drei Kühe

Ein Jäger hat im Bezirk Neunkirchen nachts die Kühe des Bürgermeisters auf der Weide mit Wildschweinen verwechselt. Dies meldet der Kurier am 26.11.2013. Zwei Milchkühe seien sofort tödlich getroffen zusammengebrochen, eine sei Kuh angeschossen worden und habe wegen der schweren Verletzungen eingeschläfert werden müssen.


25.11.13: Frau mit Jagdgewehr erschossen

Das Landgericht Innsbruck hat einen 67-Jährigen wegen Mordes zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Dies meldet die Tiroler Tageszeitung am 25.11.2013. Der Mann hatte aus Eifersucht und schwer alkoholisiert einer Frau mit einem Jagdgewehr in die Brust geschossen.


22.11.13: Jäger trifft Autofahrer mit Gewehrkugel

Bei einer Wildschweinjagd im Hunsrück wurde ein Autofahrer von einer Gewehrkugel getroffen und am Auge verletzt. Dies meldet der SWR am 22.11.2013. Gegen den Jäger laufe ein Ermittlungsverfahren.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013

Doch von Kugeln getroffen zu werden, ist nicht die einzige Gefahr für Autofahrer: Treibjagden sind auch eine Ursache für Wildunfälle
Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem sich nicht durch eine Treibjagd ein Unfall ereignet. Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen und Autobahnen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen. Die Folgen sind erschreckend: Kürzlich wurde eine junge Frau schwer verletzt, weil ein Damhirsch die Windschutzscheibe durchschlagen hatte. Ursache war laut Pressemeldungen eine Treibjagd.
Wer haftet nun für den Schaden? Wer ist für den Verkehrsunfall verantwortlich? Werden dafür die Jäger zur Rechenschaft gezogen?
Sind also die Autofahrer selbst schuld, weil sie nicht mit der Treibjagd gerechnet haben? Oder müssten nicht vielmehr die Treibjagden verboten werden – wegen der Verkehrssicherheit ebenso wie aus Tierschutzgründen? Und: Ist eigentlich in der Öffentlichkeit bekannt, dass viele so genannte Wildunfälle durch Jäger verursacht wurden?


18.11.13: Polizei beendet Drückjagd vorzeitig

Die Polizei hat eine Drückjagd mit 20 Jägern in Südhessen vorzeitig beendet. Dies meldet echo-online am 18.11.2013. Spaziergänger waren wegen fehlender Absperrungen und Warnschilder in die Treibjagd geraten. „Nachdem ein Jäger die Leute dann aufgefordert hatte, den Bereich zu verlassen, war es zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf die gefährdeten Personen die Polizei informierten“, so ECHO. Die Polizei haben daraufhin die Jagd wegen der offensichtlichen Sicherheitsmängel und des Verstoßes gegen Vorschriften für beendet erklärt.


17.11.13: Jagdunfall - 85-Jähriger getroffen

"85-Jähriger bei Jagdunfall durch Schrotkugeln verletzt", titelt FOCUS online am 17.11.2013. Demnach hatte ein 72-jähriger Jäger im Burgenlandkreis mit seinem Gewehr zweimal auf ein Tier geschossen. Durch Querschläger wurde der 85-Jährige von mehreren Schrotkugeln getroffen und musste ins Krankenhaus.


14.11.13: Jäger schoss Hund auf Radweg

Ein Jäger hat auf einem Radweg auf einen Hund geschossen – beim Gassigehen mit Herrchen und Frauchen, während Spaziergänger und Radfahrer unterwegs waren. Dies berichtet nachrichten.at am 14.11.2013.
Offenbar hatte der Jäger den drei Jahre alten Neufundländermischling aufgrund der Dunkelheit mit einem Wildtier verwechselt.


13.11.13: Katzen-Killer ist ein Jäger

"Katzen-Killer ist ein Jäger", titelt oe24. Demnach hat ein Jäger offen zugegeben, dass er seit Jahren immer wieder Katzen erschossen hat. „Eine Katze hat ihre Freiheiten zu Hause. Bis zu 300 Meter vom Wohngebiet entfernt gibt ihr der Gesetzgeber Schutz. Danach beginnt die Freiheit meiner Tiere“, rechtfertigt sich Jäger Anton W. (60). Mit "meine Tiere" meint er "mein Jagdwild" - also die Tiere, die es als Hobby tot schießt.

Als "Katzenmörder" mag er nicht gelten, sagt der Jäger gegenüber dem ORF: „„Katzenmörder? Wenn ich schon ein Mörder bin, dann bin ich ein Rehmörder, ein Hasenmörder, ein Mausmörder, Sie können es sich aussuchen, alles getötet. Ich fühle mich nicht als Mörder, aber ich habe schon Katzen geschossen, genauso wie Füchse und ähnliches Getier.“






12.11.13: Jäger erschoss Frau und sich selbst

Ein 75-jähriger Jäger hat in Vorarlberg seine 73-jährige Ehefrau erschossen und dann Selbstmord begangen. Dies berichtet die Tiroler Tageszeitung am 12.11.2013. „Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein Jagdgewehr, das der Mann legal besaß“, so die Zeitung.


Schusswaffe im Haus - mehr Familientragödien

Eine Schusswaffe im Haus erhöht nachweislich das Risiko von Familientragödien.
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland - meist mit legalen Waffen. „Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte“, erklärt der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet. (TV Südbaden aktuell, 8.7.2011).


11.11.2013: Jagdunfall - Jäger verblutet

„Schuss löst sich - Mann verblutet“, titelt der NDR am 11.11.2013. Demnach ist ein 55-jähriger Mann bei einer Jagd in der Nähe von Rostock ums Leben gekommen. Als zwei Jäger nach der Jagd ihre Waffen im Auto verstauen wollten, löste sich ein Schuss aus der Waffe eines 57-jährigen Jägers. Der andere Jäger wurde ins Bein getroffen und verblutete.
Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


11.11.13: 88-jähriger Jäger trifft Kollegen

„Unfall bei Treibjagd - Jäger schießt seinem Partner ins Bein“, titelt die Hannoversche Allgemeine am 11.11.2013. Laut Polizeiinspektion Rotenburg hatte ein 88-jähriger Jäger hatte sein Gewehr schultern wollen. Dabei habe sich offenbar ein Schuss gelöst und einen 57-jährigen Weidgenossen in den Oberschenkel getroffen. Der Jäger musste ins Klinikum eingeliefert werden.


11.11.13: Ein Jäger hat mein Pony erschossen

"Er hielt es für ein Wildschwein... Ein Jäger hat mein Pony erschossen", titelt BILD am 11.11.2013 und schreibt: "Verschmust sitzt Franziska mit ihrem Islandpferd (7) auf der Koppel. Ein Foto, das der 16-Jährigen Tränen in die Augen treibt. Denn: Ihr geliebtes Pony ist tot!" Ein Jäger verwechselte das Islandpony auf einer eingezäunten Koppel mit einen Wildschwein - und schoss. Der Waffenschein des Jägers wurde wegen „mangelnder Zuverlässigkeit“ eingezogen. Laut BILD will sich der Jäger das aber nicht gefallen lassen und Beschwerde einlegen.


7.11.13: Tödlicher Jagdunfall

Tödlicher Jagdunfall bei Lellingen: Ein 77-jähriger Jäger erschoss sich dabei selbst. Dies meldet das Luxemburgische Tageblatt am 7.11.2013.


7.11.13: Jäger flieht vor Polizei in den Wald

Großeinsatz der Polizei mit Spezialeinsatzkommando in Oberbayern: „Bewaffneter Jäger flieht in Wald“, titelt die Süddeutsche Zeitung am 7.11.2013. Der 60-jährige Jäger soll erst seine Ehefrau massiv bedroht haben. Anschließend floh er vor der Polizei in den Wald - mit Schusswaffe. „Zur Suche nach dem 60jährigen, die sich wegen des Geländes und der einbrechenden Dunkelheit äußerst schwierig gestaltete, wurden zusätzliche Einsatzkräfte von Bereitschaftspolizei, der umliegenden Polizeidienststellen und Polizeihunde aufgerufen. Zusammen mit den Kräften der Polizeiinspektion Altötting befanden sich ca. 150 Beamte im Einsatz“, meldet die Polizei Oberbayern.


4.11.13: Jäger bedroht Eltern von Freundin

"Jäger drohte Eltern von Freundin mit Umbringen", titelt der Kurier am 4.11.2013. Der Grund: seine 26-jährige Freundin wollte sich von ihm trennen. Daraufhin soll der Jäger gedroht haben, die Eltern seiner Freundin zu erschießen. "Die Mutter der 26-Jährigen alarmierte die Einsatzkräfte. Die Polizei stellte in der Wohnung des Verdächtigen - einem Jäger - zahlreiche Schusswaffen und Munition sicher", berichtet der Kurier.


3.11.13: Jäger trifft 2 Kinder und einen Rentner

"Hobby-Jäger tötet Fuchs und trifft seinen Freund in den Fuß", titelt BILD am 3.11.2013 und schreibt: "Im Leben, im Leben geht mancher Schuss daneben! Diese zeitlose Wahrheit aus der Schlagerwelt bestätigte am Samstag mal wieder ein Senior-Jäger aus Stephanskirchen".
Der Jäger wollte einen Fuchs erschießen, den er in einer Falle gefangen hatte. Dabei traf er einen 70-jährigen Rentner und zwei Kinder. Dies meldet die Polizeiinspektion Rosenheim in einer Pressemeldung vom 2.11.2013. Der Schrotschuss habe den Fuß des Rentners durchschlagen, "die weiterfliegenden Schrotkugeln trafen anschließend zwei Jungen im Alter von 7 und 11 Jahren."

Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013
Karikatur: Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber"


Treib- oder Drückjagd - Was jeder tun kann

Das sicher Wichtigste ist die Aufklärung der Öffentlichkeit: Sehr wirkungsvoll sind entsprechende Presseberichte, denn die meisten Menschen haben noch immer wenig Vorstellung, was eine Treibjagd für die Wildtiere (und evtl. auch für Menschen und Haustiere, die in eine Treibjagd geraten) bedeutet. Wenden Sie sich an die örtliche Presse, vielleicht greift ein Redakteur das Thema auf. Und wenn nicht, weisen Sie durch einen Leserbrief auf das blutige Treiben hin.
Auch sonst gilt: Nehmen Sie Jagd-Berichte in der Presse zum Anlass, durch Leserbriefe über das blutige Hobby der Waidmänner und den ökologischen Unsinn der Jagd hinzuweisen. Anregungen dazu finden Sie hier.

Wenn die Treibjagd statt findet: Machen Sie Fotos vor Ort; das verunsichert die Jäger und lässt sie vorsichtiger werden. Vielleicht gelingt es Ihnen eine Straftat zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen!


Wenn Sie bei der Treib- oder Drückjagd offensichtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentieren können (z.B. angeschossene, leidende Tiere), erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei. Auch an das Vetarinäramt und die Jagdbehörde könnten Sie sich wenden. Anzeige sollten Sie auch erstatten, wenn Menschen (Anwohner, Spaziergänger) durch die Treibjagd gefährdet wurden.

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Bekannten über das Thema Jagd. Vielen Menschen ist noch nicht bekannt, was die Jagd für Tiere und Natur wirklich bedeutet. Infomaterial finden Sie hier!



PETA kritisiert: "Töten mit kirchlichem Segen"

Die Tierrechtsorganisation PETA prangert die derzeit überall statt findenden Hubertusmessen an: so die Hubertusmesse im St. Viktor Dom zu Xanten (lokalkompass, 3.11.2013)
oder die Hubertusmessen in Mündelheim und Harmborn
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 1.1.2013).
„Kirchlicher Segen für Jäger ist Heuchelei, weil dies der Ehrfurcht vor dem Leben widerspricht. Den Jägern geht es hauptsächlich um die Lust am Töten und den Trophäenkult, das geben sie sogar offen zu“, kritisiert Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Die Hubertusmesse verfremdet zudem die wahren Begebenheiten, denn der heilige Hubertus wurde vom Jäger zum leidenschaftlichen Jagd-Gegner.“


Bild: Schauspieler Jörg Rohde fordert: "Freiheit statt Freiwild" (Bild: Marc Rehbeck für PETA)



Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!

Unsere jahrelange Aufklärung der Öffentlichkeit mit Fakten über
Haustierabschüsse,
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen,
wissenschaftliche Fakten gegen die Jagd
und die
wahre Motivation der Jäger
sowie
Strafanzeigen gegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bei Treib- und Drückjagen
und der
große Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Zwangsbejagung „Keine Jagd auf meinem Grundstück!“ tragen Früchte:
Immer mehr
Fernsehsender berichten kritisch über das blutige Hobby einer kleinen Minderheit von 0,4 Prozent der Bevölkerung.


RTL-Reportage "Erschossene Haustiere"

Sehen Sie die RTL-Reportage „Erschossene Haustiere“ vom 28.10.13 in der Mediathek von RTL.

Inhalt:
Bewohner in einem kleinen Dorf in Schleswig Holstein trauern. Ein elf Monate alter Hund wird vom ortsansässigen Jäger erschossen. Es kommt zur Anzeige, weil die Hundebesitzerin nicht glauben will, dass ihr Hund gewildert hat. Polizei und Justiz ermitteln. Zeitungen berichten über den Fall. Der Jäger sieht sich einer Hetzjagd ausgesetzt, dabei habe er nach gültigem Jagdrecht gehandelt.
Ähnlich sehen es in Deutschland andere Jäger, die zum Schutz des Wildes auch Katzen töten, wenn sie zu weit vom letzten Haus im Dorf entfernt angetroffen werden. Katzen müssen laut Jagdrecht dabei nicht mal wildern.
Tierschutzorganisationen, die prinzipiell den Abschuss von Haustieren ablehnen, schreiben immer dann, wenn ein Tötungsfall öffentlich wird von den drei „S“ der Jäger: „Schießen, schaufeln, schweigen“.
Informationen der Produktionsfirma zur Sendung mit Trailer
Kompette Sendung in der RTL-Mediathek ansehen (kostet 99 Cent)


Gnadenlose Jagd auf Haustiere

Jäger töten jedes Jahr etwa 40.000 Hunde und 300.000 Katzen

Für Jäger sind Katzen „Raubzeug“ – und da gilt die Devise: „Schießen – Schaufeln – Schweigen“. In den Jägerforen, wo die Jäger unter sich sind, sprechen sie Klartext:

„Ob überzählige Bauernkatze oder verwilderte Hauskatze - die Lösung sollte identisch sein - und endgültig!“ (Jäger Isegrim im landlive-Forum, 2013)

„Kann man einem Katzenbesitzer den Abschuss eigentlich in Rechnung stellen? 3€ Munition, 20€ Arbeitzeit, 5€ Entsorgungspauschale usw.!“ (Jäger Gamenes im landlive-Forum, 2013)


In Jägerforen wird als Reaktion auf die RTL-Sendung "Erschossene Haustiere" bereits diskutiert, ob statt Schießen nicht Fallen viel wirksamer gegen die „Katzenschwemme“ sind:
 
So schreibt Jäger "Wautzebautz" im Forum der Jägerzeitschrift "Wild und Hund":
"Uns bleibt nur, im Verborgenen die Katzenschwemme so gut es geht einzudämmen (Kastenfalle wirkt Wunder und macht keinen Lärm) und den Schulterschluß mit der Basis der Naturschutzverbände zu suchen - die sehen nämlich auch sehr deutlich, dass Nachbars Katze ihre praktische Naturschutzarbeit immer wieder kaputt macht. So können wir die jetzige - recht pragmatische - Gesetzgebung noch über die Zeit retten."



Schluss mit Hubertusmessen!

Alljährlich finden rund um den 3. November - dem "Hubertustag" - die so genannten Hubertusjagden statt. Und bis heute halten sowohl katholische, als auch evangelische Kirchen alljährlich Hubertusmessen ab und segnen die Waidmänner, ihre Waffen und die »Strecke« der getöteten Tiere. Anstatt den heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu machen, ernannte die Kirche ihn zum Patron der Jäger. Und dies, obwohl der heilige Hubertus der Legende nach der Jagd entsagte, als er im Geweih eines Hirsches ein strahlendes Kreuz erblickte.


Wann folgen Jäger Hubertus nach?

Der Legende nach war Hubertus ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: »Hubertus, warum jagst du mich?« Hubertus stieg vom Pferd und kniete vor dem Hirsch nieder. Von diesem Moment an beendete Hubertus das Jagen und führte fortan ein einfaches Leben.
Soweit die Legende. Nach seinem Erlebnis mit dem Hirsch hörte Hubertus also mit der Jagd auf und wurde ein ernster Christ. Denn wahres Christentum und Jagd passen einfach nicht zusammen.

Wann folgen Jäger und Pfarrer Hubertus nach?

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Schluss mit Hubertusmessen!



"Du sollst nicht töten..."

Karikatur von Bruno Haberzettl 



23.10.13: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst

Ein 75-jähriger Jäger hat im Kleinwalsertal erst seine 73-jährige Ehefrau und dann sich selbst erschossen. Dies berichtet oe24 am 23.10.2013.
Zuvor hatte der Jäger seine schwerkranke Frau von ihrer Therapie aus einem Seniorenheim abgeholt. „In der Garage gab er dann mit seinem Gewehr, das der Jäger legal besessen hatte, drei Schüsse ab“, so oe24: Mit einem Schuss erschoss er die Frau, dann den Hund und mit dem dritten Schuss schoss er sich selbst in den Kopf.
Lesen Sie dazu: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


22.10.13: Trennungsstreit - Jäger erschießt Frau

„Ehefrau vor Augen von Polizisten erschossen“ titelt Focus online am 22.10.2013. Demnach wurde ein Jäger aus Recklinghausen zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er seine Ehefrau nach einem Trennungsstreit vor den Augen von zwei Polizisten erschossen hatte.
Lesen Sie dazu:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie



Prof. Dr. Josef H. Reichholf zum Thema «Jägerlatein und Wildbiologie», Vortragsabend vom 15.10.2013 an der Uni Basel:
"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen.
Warum es funktionieren kann. Die Theorie verständlich erklärt."
Powerpoint-Präsentation

Der Kanton Basel-Stadt in der Schweiz möchte die Jagd verbieten. Lediglich in unausweichlichen Fällen soll die Jagd noch erlaubt sein. Man beruft sich auf die guten Erfahrungen im Rahmen des vollständigen Jagdverbots im Kanton Genf, das bereits 1974 in Kraft getreten ist. Dort wurden deutliche Veränderungen im Verhalten der Wildtiere festgestellt, die für alle Beteiligten (Tier, Pflanze und Mensch) eine Besserung gebracht haben: Die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich, die Tiere verlieren einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird, und die Menschen erhalten ein verlorengegangenes Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge zurück.

Lesen Sie dazu auch: www.jagdreguliertnicht.ch



Jagd reguliert nicht



Gottlieb Dandliker, Faunainspektor im Kanton Genf (Jagdverbot seit 1974), 15.10.2013 an der Uni Basel:
"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen"



NDR-Fernsehen: Waidmannsheil - Jägern auf der Spur



Das NDR-Fernsehen sendete am 14.10.2013 die Reportage „45 Minuten“ mit dem Titel „Waidmannsheil – Jägern auf der Spur“.
„Die Jagd ist für die einen eine wichtige Tradition, für die anderen grausam und überholt. Das deutsche Jagdrecht gewährt den 350.000 Jägern in Deutschland weitreichende Privilegien. Ist es noch zeitgemäß? Und wie sinnvoll sind einzelne Arten der Jagd? Brauchen wir sie überhaupt noch?“ (Senderinformation)
weiterlesen
Informationen des NDR zur Sendung



Drückjagd auf Rehe fand nicht statt!

Die für Samstag, den 12.10.2013 geplante Drückjagd auf Rehe im Waldgebiet des Forst-Unternehmens Salm Boscor bei Siddensen fand nicht statt.
"Im Gegensatz zu den Jagdgegnern waren die eigentlichen Jäger nicht zum geplanten Treffpunkt erschienen", meldet
Radio Hochstift.


Proteste gegen bevorstehende Drückjagd auf Rehe

„Versprechen gebrochen: erneut Drückjagd bei Siddessen geplant“, titelt das Westfalenblatt am 8.10.2013. Bereits gegen die letzte Drückjagd der Firma Salm Boscor GmbH & Co KG, bei der 47 Rehe erschossen wurde, hatten umliegende Jagdgenossenschaften und Jagdpächter protestiert, die Öffentlichkeit war empört und Tierschutzorganisationen stellten Strafanzeige [120 KB] . Nun soll es am Samstag, den 12. Oktober wieder eine solche Drückjagd auf Rehe geben.

Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Siddensen beklagt im
Westfalenblatt, dass Salm-Boscor-Geschäftsführer Maximilian Freiherr von Rotenhan sein im Frühjahr gegebenes Versprechen gebrochen habe, in Zukunft die Jagdaktivitäten den Nachbarn bekannt zu geben.
Den Termin weitergegeben haben Jäger, die bereits dazu eingeladen waren. Viele Jäger hätten ihre Teilnahme abgesagt, weil sie die bevorstehende Drückjagd als unwaidmännisch ansehen.


Bereits am 8.3.2013 hatten PETA Deutschland e.V. und weitere Tierrechtsorganisationen Strafanzeige über die Kanzlei Storr Strafanzeige [120 KB] gegen die Verantwortlichen der Firma Salm Boscor GmbH & Co KG Erste Waldgesellschaft wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Das von der Staatsanwaltschaft Paderborn unter dem Aktenzeichen 20 Js 153/13 eingeleitete Ermittlungsverfahren dauert noch an.
Am 9.10.2013 hat
Rechtanwalt Dominik Storr im Auftrag mehrerer Tierrechtsorganisationen die Staatsanwaltschaft Paderborn sowie an das zuständige Veterinäramt wegen der am kommenden Samstag geplanten Drückjagd angeschrieben [40 KB] und auf das laufende Ermittlungsverfahren gegen Freiherr von Rotenhan u.a. wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verwiesen.

Lesen Sie die Pressemitteilung von PETA Deutschland e.V.
Lesen Sie das Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 9.10.2013 [40 KB]
Lesen Sie die Strafanzeige wegen nicht weidgerechter Massentötung von Rehen vom 8.3.2013 [120 KB]



Presseecho

Anwalt will Jagd verbieten lassen - Streit um Waidgerechtigkeit schwelt weiter (Neue Westfälische, 12.10.2013)

Forstunternehmen dezimiert Wild im Kreis Höxter - Drückjagd auf Rehe in der Kritik (Lippische Landeszeitung, 9.10.2013)



Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!

Schon wieder erschüttert die Meldung von Todesschüssen eines Jägers die Öffentlichkeit: In Ingolstadt hat am Abend des 6. Oktobers 2013 ein 43-jähriger Jäger den Ex-Mann seiner Ehefrau und dann sich selbst erschossen.
Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!
Lesen Sie unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013.


Psychotests für Jäger gefordert

In Österreich wird die Forderung »Psychotests für Jäger« in der Öffentlichkeit diskutiert. Nach dem Tod von vier Menschen, erschossen von einem Jäger, forderte die SPÖ Salzburg, den Zugang zu Waffen und die Kontrolle zu verschärfen. Waffenbesitzer sollen psychologische Tests absolvieren müssen. (Salzburger Nachrichten, 3.10.2013)
Auch eine Null-Promille Grenze bei der Jagd wird immer wieder gefordert.

In der Schweiz müssen Jäger in Zukunft nachweisen, dass sie treffsichere Schützen sind. Denn auch hier sorgen Jäger immer wieder für Schlagzeilen, wenn ihnen im Umgang mit der Waffe Fehler unterlaufen. (Neue Luzerner Zeitung, 6.10.2013)

Auch in Deutschland gibt es alle paar Tage dramatische Meldungen über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, welche die Forderung nach regelmäßigen Psychotests für Waffenträger unterstreichen.
Eine Auswahl von Meldungen von 2013 haben wir für Sie zusammengestellt.



7.10.13: Jäger erschießt Bekannten und sich selbst

In Ingolstadt hat ein 43-jähriger Jäger den 48-jährigen Ex-Mann seiner Ehefrau erschossen. Die neue Frau des Mannes musste die Tat mitansehen. Anschließend fuhr der Jäger zum Polizeipräsidium nach Ingolstadt, drang dort gewaltsam ein und erschoss er sich selbst - vor den Augen von mindestens zwei Beamten. Dies melden Focus.de und die Augsburger Allgemeine am 7.10.2013.


Ein Muss für alle Tierfreunde: Brunos Jagdfieber

Der bekannte österreichische Karikaturist und Tierschützer Bruno Haberzettl nimmt kein Blatt vor den Mund und die Jagd und die Jäger aufs Korn: Hat die Natur wirklich auf alkoholisierte Schwerbewaffnete gewartet, um wieder ins Lot gerückt zu werden? Muss unsere von der Wildnis so schrecklich bedrohte Zivilisation zur Jagd als Mittel greifen, um ihren Lebensraum zu verteidigen? Ist der Fuchs unser größter Feind? - Diese Karikaturen liefern die unzweideutige Antwort auf diese und ähnliche Fragen: klug und zum Schießen komisch.
Ein Muss für alle Tierfreunde - und ein wunderbar originelles Geschenk für alle humorvollen Jagdgegner und die, die es noch werden möchten.

Lesen Sie dazu auch das "Freiheit für Tiere"- Interview mit Bruno Haberzettl

Bruno Haberzettl: Brunos Jagdfieber
Hardcover mit Schutzumschlag 21 × 27 cm, 96 Seiten
Ueberreuter-Verlag, 1. Auflage September 2013 · ISBN: 978-3800075669
Preis: 19,50


Neues Informationsflugblatt zum Thema Jagd

animal public hat ein neues Informationsflugblatt zum Thema Jagd veröffentlicht. Damit will die Tierschutzorganisation anlässlich der aktuellen Debatte über die Novellierung des Jagdrechts in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg über die bis heute gebräuchlichen tierschutzwidrigen Jagdmethoden aufklären.

Das Flugblatt kann ab sofort über den Onlineshop von animal public bezogen werden.


4.10.13: Jägerin erlegte Ehemann im Keller

"Ehemann im Keller erlegt - Waschmaschine überführt Jägerin", titelt BILD am 4.10.2013. Weiter heißt es: „Lebenslänglich für die Jägerin, die ihren Mann im Keller erschossen hat.“
Zunächst war von einem Selbstmord des Mannes ausgegangen worden, doch dann sprachen alle Indizien gegen die Jägerin. Während des Prozesses hatte die Jägerin die Tat bis zum Schluss geleugnet. Doch die erdrückende Indizienkette überzeugte das Gericht.


3.10.13: Jäger schießen auf Jäger

„Auf Wildschwein gezielt, Mann getroffen“, titelt die Berner Zeitung am 03.10.2013 und schreibt: „Kaum hat die Jagd begonnen, mehren sich Negativmeldungen: Jäger schießen auf Jäger, andere treffen Tiere nicht tödlich“.
Die Zeitung berichtet von zwei Brüdern, auf die ein offensichtlich alkoholisierter Jäger mehrfach geschossen hatte. Und sie erinnert an die gravierendsten Fälle der letzten Jagdsaison: Bei einer Jagd auf Wildschweine hatte ein Jäger einen Mann mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Auch wird auf einen Bericht im Schweizer Fernsehen verwiesen, dem zufolge allein die Jäger im Kanton Graubünden im September 800-mal Schweißhunde anfordern mussten, weil sie Tiere so schlecht getroffen hatten, dass sie noch fliehen konnten.


3.10.13: SPÖ fordert Psychotests für Jäger

Nach dem Tod von vier Menschen, erschossen von einem Jäger, der offenbar an massiven psychischen Problemen litt, fordert die SPÖ Salzburg, den Zugang zu Waffen und die Kontrolle zu verschärfen. Waffenbesitzer sollen psychologische Tests absolvieren müssen. Dies berichten die Salzburger Nachrichten am 3.10.2013.


1.10.13 Basel: Hobby-Jagd bald vorbei?

„Jäger sollen ihr Gewehr an den Nagel hängen“, titelt die Basellandschaftliche Zeitung am 1.10.2013 und schreibt: „Im Kanton Basel-Stadt soll es mit der Jagd als Hobby bald vorbei sein.“
14 Mitglieder des Großen Rats des Kanton Basel-Stadt wollen auf dem Kantonsgebiet die Jagd verbieten. Der Große Rat hat in seiner Septembersitzung den Antrag in Bearbeitung genommen. „Nun ist es an der Regierung, sich dazu zu äußern, ob er dem Beispiel des Kantons Genf folgen will und die Jagd zur Staatssache macht“, so die Zeitung.
Im Kanton Genf wurde die Jagd bereits 1974 per Volksentscheid verboten.


Lesen Sie: Motion (=parlamentarischer Vorstoß) betreffend Einschränkung der Jagd im Kanton Basel-Stadt
Lesen Sie auch: "Das Wildschwein ist in Basel kaum ein Problem" - Brigitta Gerber, Großrätin des Grünen Bündnisses, hält die Jagd für überholt und unnötig. Im Interviewmit der Basler Zeitung vom 21.7.2013 erklärt sie warum.



1.10.13: Genf ist mit Jagdverbot zufrieden

Seit bald 40 Jahren ist das Genfer Jagdverbot in Kraft, und Genf sei gut gefahren damit, findet der kantonale Genfer Fauna-Inspektor Gottlieb Dandliker gegenüber dem „Regionaljournal Basel“ von Radio SRF (1.10.2013).
“Die Biodiversität ist heute massiv größer als zu Zeiten, als noch gejagt wurde. Wir haben rund 60 Hirsche, Hunderte von Rehen und Wildschweinen, Tausende Enten. Auch seltene Vögel wie das Rebhuhn und der Fasan sind zurück.“
In Genf habe das Verbot in der Bevölkerung einen starken Rückhalt. Umfragen zufolge seien zwischen 80 und 90 Prozent der Genfer und Genferinnen gegen die Jagd.


26.9.13: Kreis ermittelt gegen Jäger

Der Kreis Warendorf hat gegen drei Jäger ein Verfahren eingeleitet, die zahme Enten ausgesetzt und angelockt haben sollen, um sie abschießen zu können. Dies erklärte der Leiter des Ordnungsamts gegenüber der Borkener Zeitung vom 26.9.2013.
Das Komitee gegen den Vogelmord hatte bereits zwei Wochen mit einer Pressemitteilung auf den Skandal hingewiesen und Anzeige bei den Kreisen Steinfurt und Warendorf erstattet: Jäger hatten am Niederrhein und im Münsterland mehrere Tausend zahme Enten ausgesetzt, um die Tiere in neuen Jagdsaison zu erlegen.


Österr. Tierschutzverein: Psychotest für Jäger!

Die Serie dramatischer Unfälle im Zusammenhang mit Jägern reißt nicht ab. Trauriger Höhepunkt ist der Tod von vier Menschen – erschossen von einem Jäger, der offenbar an massiven psychischen Problemen litt.
Der Österreichische Tierschutzverein fordert eine verpflichtende psychologische Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die diese psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen.
Schließen Sie sich der Petition des Österreichischen Tierschutzvereins zur Einführung einer Null-Promille Grenze bei der Jagd und eine Verschärfung des Waffengesetztes für Jäger an!


Die Fakten sind alarmierend: Obwohl die mehr als 120.000 Jagdkartenbesitzer in Österreich für die meisten Unfälle im Zusammenhang mit Waffen verantwortlich sind, genießen Jäger ein sehr fragwürdiges Privileg: Im Unterschied zu anderen Waffenbesitzern erlangen Jäger den Waffenschein ohne Nachweis über ihre psychologische Eignung. Für die Erlangung einer Jagdkarte reicht die bestandene Jagdprüfung.
Für Mag.Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins, ist diese Ungleichbehandlung nicht nachvollziehbar: "Für die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenpasses spielt die sog. "Verlässlichkeit" des Antragstellers eine zentrale Rolle. Das Waffengesetz verlangt von den Antragstellern ein psychologisches Gutachten. Damit muss nachgewiesen werden, dass man z.B. bei Stress nicht dazu neigt, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder diese leichtfertig zu verwenden. Es ist sachlich nicht gerechtfertigt, dass Jäger davon ausgenommen sind."
Der Bevölkerung und der Politik sei nicht bewusst, dass es offenbar weit mehr schwarze Schafe unter den Jägern gibt, als bisher angenommen. "Manche sind krank, andere wiederum wollen auf Alkohol bei der Jagd nicht verzichten. Immerhin besaß auch im aktuellen Fall der Täter sechs Schusswaffen legal", so der Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins.

Aufgrund des von schießwütigen Jägern ausgehenden Gefährdungspotentials für Menschen und Tiere fordert der Österreichische Tierschutzverein:
- die Gleichstellung von Jägern mit anderen Waffenbesitzern im Waffengesetz. Somit die Einführung einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die die psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen.
- die Festlegung einer Null-Promille-Grenze bei der Jagd in den einzelnen Jagdlandesgesetzen; ein Zuwiderhandeln muss den sofortigen Entzug der Jagdkarte zur Folge haben.
- eine regelmäßige Augenkontrolle bei Jägern ab 50 Jahren.

Schließen Sie sich der Petition des Österreichischen Tierschutzvereins zur Einführung einer Null-Promille Grenze bei der Jagd und eine Verschärfung des Waffengesetztes für Jäger an!



23.9.13: Jäger bedroht Ehefrau

Mit den Worten: "Dich erschieß' ich auch einmal" soll ein Jäger aus seine Ehefrau bedroht haben. Dies berichtet die Kleine Zeitung am 23.9.2013. Demnach leben der 54-jährige Jäger aus Graz und seine Ehefrau in Scheidung. Während eines Streits soll der Jäger seine Frau mit dem Erschießen bedroht haben, die daraufhin zu ihrer Mutter geflüchtet sei. Die Spezialeinheit Cobra nahm den Jäger daraufhin fest.
Lesen Sie dazu:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


22.9.13: Wahnsinnstaten - Image-Schaden für Jäger

22.9.13: „Wahnsinnstaten - Image-Schaden für Jäger“, titelt der ORF am 22.09.2013 und listet die verschiedenen Vorfälle aus diesem Jahr auf, welche durch die Presse gingen und die Öffentlichkeit erschütterten:
Zuletzt war es die Berichterstattung über einen Jäger und mutmaßlichen vielfacher Wilderer aus Niederösterreich, der zum vierfachen Mörder wurde.
Im August wurde ein Wanderer aus Salzburg von einem aggressiven Jäger angegriffen und gewürgt. "Die zwei Jagdkollegen sollen zugesehen und nicht geholfen haben“, so der ORF.
Zuvor hatte ein Video Empörung ausgelöst, das zeigt, wie ein Jagdgast in Tirol eine angeschossene, vor Schmerz schreiende Gemse über Geröll zerrt.
Im April seien die Jäger heftig in die Kritik geraten, weil sie den Schneehasen, das Schneehuhn und auch das Haselhuhn wieder gesetzlich zum Abschuss freigeben wollen. „Die Landesumweltanwaltschaft protestierte und sprach von Rückschritt und Trophäenjagd“, so der ORF.



17.9.13: Jäger tötete 4 Menschen und sich selbst

Ein 55-jähriger Jäger hat in Niederösterreich drei Polizisten und einen Rettungssanitäter erschossen. Anschließend beging er Selbstmord.
Der Mann sei offenbar von der Polizei wegen des Verdachts der Wilderei in mindestens 8 Fällen gesucht worden. Bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zum 17.9.2013 eröffnete der Wilderer das Feuer auf die Beamten. Die
Niederösterreichischen Nachrichten berichten am 17.9.2013: „Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen alleinlebenden Mann, einen Jäger, der legal mehrere Waffen, vor allem für die Jagd, besitze, so die Polizei.“


"Guter Schütze und korrekter Waidmann"

Der Radiosender oe24 berichtet, dass der Schütze in der Vergangenheit immer wieder gern auf Großwildjagd in exotischen Ländern gegangen sei.
Jägerkollegen charakterisierten ihn dagegen "guten Schützen und korrekten Waidmann" (WELT.de, 18.9.2013). Laut dem "Kurier" (18.9.2013) habe er auch an zahlreichen Kursen und Fachseminaren für Jäger teilgenommen. Alois H. sei ein „vorbildlicher Jäger gewesen: „So, wie man ihn sich wünscht“. Medienberichten zufolge hatte er schon seit 20 Jahren einen Jagdschein.
Laut WELT.de vom 18.9.2013 hatte der Jäger ein Jagdrevier gepachtet. Auf die Frage, warum er dann Hirsche gewildert habe, habe ein Ermittler geantwortet: "Weil er in seinem eigenen Revier keine hatte."

Vierfach-Mörder hatte bereits zwei Jahre zuvor versucht, jemanden umzubringen

Bevor Alois H. in der Nacht zum 17.9.2013 vier Menschen erschoss, hatte er schon einmal versucht, jemanden umzubringen: Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft hatte er vor zwei Jahren einen anderen Jäger im Bezirk mit einem Messer attackiert. (WELT.de, 18.9.2013)



15.9.13: Jäger schießt - zwei Pferde tot

“Jäger schießt auf Pferde“, titelt die Rheinpfalz am 15.9.2013. Demnach hat ein Jäger aus dem Kreis Südliche Weinstraße hat zwei Schüsse auf Pferde abgegeben, die wohl aus einer Koppel entlaufen waren. „Ein Tier wurde tödlich getroffen, das zweite wurde verletzt und musste getötet werden“, so die Zeitung.


SWR Fernsehen: Streit am Grundstückszaun

"Streit am Grundstückszaun - Jäger machen Front gegen Rentnerin"
Das
SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz berichtete in der Landesschau über Frau Scheibe, welche die Jagd auf ihrem Grundstück nicht dulden will, erneut ausstrahlen.
Sendung online ansehen
"Margot Scheibe aus Lauterecken lebt wie im Paradies. Ihr Grundstück liegt im Wald und ist mit 25 Hektar supergroß. Und die Tiere des Waldes gehen bei ihr ein und aus - eine Arche Noah mitten im Pfälzer Bergland.
Umgeben ist die Idylle von einem 50 Jahre alten und insgesamt 5 km langen Zaun, der kein Wildtier davon abhält, hinein- oder herauszuschlüpfen. Aber an genau diesem Zaun erhitzen sich derzeit die Gemüter, insbesondere die der Jäger. Die nämlich wollen bei ihren Treibjagden auch das Wild jagen, das sich hinter den Zaun flüchtet. Dagegen aber hat Margot Scheibe etwas..." (aus der Ankündigung des SWR)


12.9.13: Am Ölberg ruht die Jagd

»Am Ölberg ruht die Jagd - Jagdgegner Günter Scheuring hat auf 2000 Quadratmetern bei Ostheim „befriedete Fläche“«, titelt die Main Post am 12.9.2013.
Günter Scheurich hat auf seinem Grundstück am Ostheimer Ölberg Schilder aufgestellt, welche die Grundstücksgrenze zeigen. „Jagdfreies Grundstück“ steht auf den Schildern. Denn: Seine rund 2000 Quadratmeter Streuobstwiese sind eine „befriedete Fläche“.
„Hier sollen auch die Tiere ihren Frieden haben. Auf ihr wird es erst einmal keine Jagd mehr geben. Die Untere Jagdbehörde am Landratsamt hat dem zugestimmt – nach Absprache mit dem Ostheimer Jagdpächter und der Jagdgenossenschaft“, schreibt die Main Post.
Der Tierschützer beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012: Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen.
Günter Scheurich hatte bereits vor einigen Monaten einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung seines Grundstücks gestellt und einen Anwalt eingeschaltet.


Jagd - Gefahr für Autofahrer

Kaum hat die herbstliche Jagdsaison begonnen, sind die Zeitungen voll mit Meldungen über Wildunfälle. Doch im Grunde sind es nicht die Tiere, welche den Straßenverkehr gefährden – Wildschweine und Rehe befinden sich auf der Flucht vor den tödlichen Kugeln der Jäger. Somit ist die Jagd, insbesondere Treib- und Drückjagden, eine Gefahr für Autofahrer - und sogar Passanten und Geschäftsleute in Ortschaften.
Und: Auch auf Menschen wird geschossen.

Siehe hierzu: Menschen als Jägeropfer


Treibjagden als Ursache für Wildunfälle

Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen und Autobahnen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen.
Wer haftet nun für den Schaden? Wer ist für den Verkehrsunfall verantwortlich? Werden dafür die Jäger zur Rechenschaft gezogen?
Sind also die Autofahrer selbst schuld, weil sie nicht mit der Treibjagd gerechnet haben? Oder müssten nicht vielmehr die Treibjagden verboten werden – wegen der Verkehrssicherheit ebenso wie aus Tierschutzgründen? Und: Ist eigentlich in der Öffentlichkeit bekannt, dass viele so genannte Wildunfälle durch Jäger verursacht wurden?

Wildtiere flüchten in Gärten und Ortschaften

Und immer wieder ist von Wildschweinen zu lesen, die auf der Flucht vor Jägern und Jagdhunden in Todesangst - zum Teil auch angeschossen, verletzt und blutig - in Wohngebiete rennen. Dann steht am nächsten Tag in der Zeitung: "Wildschwein randaliert im Wohnzimmer". Erst am Ende des Berichts heißt es dann, das Wildschwein sei auf der Flucht vor einer Treibjagd oder es sei angeschossen gewesen. Der Schaden, der durch die Jagd verursacht wurde, bleiben den Hausbewohnern.
Sind nun die Wildschweine so gefährlich - oder nicht vielmehr die Jäger?



11.9.13: Ehefrau mit Schrotflinte erschossen

„Ehefrau mit Schrotflinte erschossen“, titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 11.9.2013. Demnach wird einem 74-jährigen Jäger vor dem Landgericht Bielefeld vorgeworfen, seine 49-jährige Frau mit einer Schrotflinte ermordet zu haben. „Die Anklage wirft ihm dagegen vor, die 49-Jährige im westfälischen Halle aus Eifersucht in einen Wald gebracht und dann mit einem Schuss ins Gesicht getötet zu haben“, so die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.
Lesen Sie dazu auch den Bericht der BILD-Zeitung "Jäger erschießt Frau mit Schrotflinte im Wald" vom 12.9.2013.


9.9.13: Ehemann nach Jagdausflug erschossen

Eine 35-jährige Jägerin soll ihren 39-jährigen Ehemann nach einem gemeinsamen Jagdausflug erschossen haben – mit einer Ladung Schrot in den Kopf. Die Frau hatte den Notarzt gerufen, der den Jäger tot in seinem Waffenkeller fand. Die Ehefrau habe laut stern.de vom 9.9.2013 allen gesagt: "Er hat sich umgebracht." Doch bald waren sich die Ermittler sicher, dass die Jägerin ihren Mann aus Habgier erschossen hatte. Grund: Der Mann wollte sich offenbar von ihr trennen und sie wäre bei einer Scheidung leer ausgegangen. „Die vier Lebensversicherungen des Mannes hätte die Witwe ausbezahlt bekommen“, berichtet Radio Ramasuri am 9.9.2013.
Ab dem 9.9.2013 wird der Mordfall vor dem Amberger Landgericht verhandelt.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


2.9.13 Treibjagd: Tiere rennen auf Straße

„Wildschweine aus Maisfeld gescheucht“, titelt die Allgemeine Zeitung am 2.9.2013 und berichtet: „Während der Drückjagd überquerten wenige Wildschweine die Straße. Kurze Zeit darauf folgten einige Hunde ihrer Fährte, liefen kurz über die Straße“ – und auch Rehe seien über die Kreisstraße geflüchtet, aufgescheucht von den Jägern und ihren Hunden.


2.9.13: Menschen gefährdet?

„Empörung über Jagd“, titelt der ORF am 2.9.2013. Demnach löste der Abschuss eines Hirschen in unmittelbarer Nähe einer Siedlung große Aufregung aus. „Die Bewohner werfen dem Schützen vor, er habe grob fahrlässig gehandelt und Menschen gefährdet“, so der ORF. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.


1.9.13.: "Fangschuss für das Jäger-Image"

„Fangschuss für das Jäger-Image“, titelt die Kleine Zeitung am 1.9.2013. Der Grund: „Schreckensbilder und Jagdunfälle“. Denn die brutale Gamsjagd im Tiroler Leutasch, die via Youtube-Verbreitung habe ganz Österreich erschaudern lassen. Hinzu kommt die „Serie schwerer Jagdunfälle zu Jahresanfang - einer davon tödlich und mit Alkoholbeteiligung - über Schüsse auf Pferde und streunende Haustiere bis hin zu Jäger-Attacken auf Wanderer“.
Die Zeitung lässt dazu
Landesjägermeister Heinz Gach und den Tierschützer David Richter vom Verein gegen Tierfabriken im Interview zu Wort kommen.


29.8.13: Jäger erschießt Pudelmischling

„Jäger erschießt Pudelmischling“, titelt die Frankenpost am 29.8.2013. Demnach hat ein Jäger am späten Nachmittag die 13 Jahre Ronja erschossen.
Das Ehepaar, dem Ronja gehörte, ist außer sich. "Sie hat doch zu uns gehört, fast wie ein Mensch“, zitiert die Frankenpost das Herrchen.
Als die Polizei den Schützen ermittelt hatte, gab der Jäger an, der Hund hätte einen Fuchs gejagt. Doch die Zwergpudel-Mischlingshündin Ronja war fast blind, zucker- und herzkrank gewesen...
Lesen Sie den ergreifenden Bericht in der Frankenpost



28.8.13: Jäger attackierte Wanderer

Die Polizei ermittelt gegen einen Jäger, der einen Wanderer aus Salzburg attackiert haben soll. Dies berichtet der ORF am 28.8.2013.Der Wanderer sei mit seinem Hund an der Leine unterwegs gewesen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung soll der Jäger den Mann gewürgt und gegen einen Baum gedrückt haben. Anschließend sei der Wanderer vom Jäger eine Böschung hinuntergestoßen worden.
„Der aggressive Jäger soll von zwei Kollegen (alle drei bewaffnet) begleitet worden sein, die jedoch tatenlos zugesehen haben sollen“, so der ORF.


28.8.13: "Jäger im Zwielicht"

Lesenwert dazu ist auch der Artikel "Jäger im Zwielicht - Fälle in Tirol und Kärnten sorgen für Aufregung" aus der Zeitung DER STANDARD vom 28.8.2013.



26.8.13: Brutales Jagdvideo im ORF

Ein Video von einer Gamsjagd in Tirol sorgt für Entsetzen: Urlauber filmten, wie ein Jagdgast aus Russland am 15.8. in der Leutasch eine angeschossene, blutende Gams über Steine zog und schließlich mit einem Messer tötete. Ausschnitte aus dem Video zeigte der ORF im „Tirol heute“-Beitrag vom 26.8.2013.
Das Video in Originallänge ansehen (Bild links aus dem Video)

Lesen Sie dazu auch den Artikel "Gämse schrie vor Schmerzen: Video über Quälerei sorgt für Entsetzen" in der Augsburger Allgemeine, 28.8.2013.


25.8.2013: Jäger erschießt Jäger

„Jagdunfall: Jäger erschießt Jäger“, titelt die Berliner Zeitung am 25.8.2013. Demnach hat sich in Brandenburg an der Havel ein tödlicher Jagdunfall ereignet: Ein 73-jähriger Jäger hat seinen Jagdkollegen auf freiem Feld irrtümlicherweise für ein Wildtier gehalten.


Jagdunfälle: Jagdverband verbreitet Jägerlatein

Bei den sich in letzter Zeit wieder häufenden Jagdunfälle bemühen sich die Jagdverbände in bewährter Manier, die Dramatik herunterzuspielen und Jägerlatein zu verbreiten.

Aktuelle Meldungen über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen:
25.8.13: Jäger erschießt Jäger
15.8.13: Jäger schoss Auto - Keine Strafe
15.8.13: Ehefrau mit Schrotflinte erschossen
14.8.13: Anwalt und Hobbyjäger erschossen
6.8.13: 4.500 Euro Strafe für erschossenen Jäger
3.8.13: Traktorfahrer statt Wildschwein geschossen
1.8.13: Jäger: Ehefrau mit Schrotflinte ermordet
31.7.13: Jäger schießt sich in die Hand


Nach dem tragischen Jagdunfall in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem statt eines Wildschweins ein Treckerfahrer in den Bauch geschossen und lebensgefährlich verletzt wurde, behauptet der Landesjagdverband: „Wenn es um die Sicherheit bei der Erntejagd geht, sind die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern vorbildlich.“ (Pressemitteilung des LJV Mecklenburg-Vorpommern, 6.8.2013). Hintergrund: Nach einer Unfallserie bei Erntejagden im Jahr 2008 in Mecklenburg-Vorpommern hatte das zuständige Ministerium rechtliche Grundlagen für eine Erhöhung der Sicherheit bei Erntejagden festgeschrieben.

Der Pressesprecher des Deutschen Jagdverbands Torsten Reinwald verweist anlässlich des tragischen Jagdunfalls auf angeblich vorhandene Statistiken, die angeblich belegen würden, „dass Jagen bei weitem nicht so gefährlich ist, wie es häufig in den Medien dargestellt wird“. In der Pressemitteilung wird allen Ernstes behauptet, im Jahr 2011 habe es nur einen (!) tödlichen Unfall mit Waffen aufgrund der Jagd gegeben.

Das ist 100 Prozent Jägerlatein: Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden noch das statistische Bundesamt führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die „Strecke“ der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys.

Die einzige Organisation, die seit 2001 Jahr für Jahr eine Statistik über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen führt, ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd – wobei die Aufstellung lediglich aufgrund vorliegender Presseberichte erstellt wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs.

Für das Jahr 2011 dokumentierte die Initiative zur Abschaffung der Jagd mindestens 35 Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen [64 KB] .
Lesen Sie: Statistik 2011

Für das Jahr 2012 sind 26 Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen dokumentiert [75 KB] .
Lesen Sie: Statistik 2012

Jagdverbände bemühen zur Verschleierung der tatsächlichen Opfer gerne eine gezielte Sprachverwirrung. So wird behauptet, es gebe kaum Tote durch legale Waffen Waffen – die illegalen Waffen seien das Problem.
Nun ist es aber so: Wenn ein Jäger im Streit den Nebenbuhler, den Nachbarn oder den Saufkumpan erschießt oder auf einen Kneipengast schießt, ist dies eine illegale Verwendung der (an sich legalen) Waffe. Diese Tat ist dann also eine Straftat mit einer illegalen Waffe - und wird somit von Jagdverbänden selbstverständlich unter den Teppich gekehrt.

Auch so genannte Familientragödien in Jägerhaushalten, bei denen der Jäger seine Ehefrau oder erst seine Frau und dann sich erschießt, der Jäger die Frau erschießt, weil sie sich trennen will oder die Frau wegen Schulden erschießt, oder bei denen die Jägerin ihren Ehemann (auch Jäger) erschießt oder der Sohn zum Gewehr des jagenden Vaters greift, tauchen in den Pressemitteilungen der Jagdverbände natürlich nicht auf. Obwohl es ohne die Jagdwaffe im Haus mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch keine Toten gegeben hätte.
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland - meist mit legalen Waffen. Der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet, sagte in der Sendung TV Südbaden aktuell vom 8.7.2011: „Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte.“
So gab es im Vergleich zu den Vorjahren im Jahr 2011 etwas weniger klassische Jagdunfälle („Jäger erschießt bei der Jagd aus Versehen Jäger/Treiber“), dafür aber umso mehr tödliche Familiendramen mit Jägerwaffen („Jäger erschießt Ehefrau/Ex-Frau“).

Ein klassischer "Jagdunfall" ist ein Unfall bei einer legalen Jagd mit legalen Waffen, bei dem "aus Versehen" ein Mensch mit einem Wildtier verwechselt wurde, die Kugel einen anderen Verlauf nahm als geplant oder das Gewehr "aus Versehen" losging, weil zum Beispiel sich die Leine des Jagdhundes um den Abzug wickelte oder die Waffe beim Verstauen im Auto losging.
Im Fall von klassischen Jagdunfällen sind Jäger versichert, daher gibt es hier Zahlen: Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600. Wobei sicherlich leichtere Jagdunfälle gar nicht bei der Versicherung gemeldet werden.
Opfer von Jagdunfällen werden sowohl Jägerkollegen und Treiber, es trifft aber auch immer wieder völlig unbeteiligte Personen wie Spaziergänger, Radfahrer, Hundehalter beim Gassigehen, Menschen im Feld, Menschen in ihrem Garten, Mädchen beim Rasenmähen, Bauern bei der Arbeit und sogar Autofahrer auf der Landstraße, einen Bus auf der Straße oder Menschen in ihren Wohnungen.

Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013



22.8.13: Katze Nele mit Schrotgewehr angeschossen

Die Waiblinger Kreiszeitung berichtet am 22.8.2013 über die Sorge von Katzenbesitzern in Rohrbronn. Im Juli hatte sich Katze Nele der Familie Heim schwer angeschossen nach Hause geschleppt. Der Tierarzt musste die Schrotkugeln herausoperieren und das Hinterbein mit einer Stahlschiene fixieren - die Rechnung betrug 1135 Euro. Möglicherweise droht der Katze eine Bleivergiftung.
„Immer wieder werden Katzen mit Schrotkugeln angeschossen, das kann auch die behandelnde Tierärztin bestätigen“, so die Zeitung. Anwohner berichten, dass morgens zwischen 5.30 und 6.30 Uhr regelmäßig Schüsse zu hören seien. Schon einige Katzen seien verschwunden.
Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Jäger schießen jedes Jahr tausende Katzen

„Jäger schießen jedes Jahr tausende Katzen ab“, titelt die Westdeutsche Zeitung am 19.08.2013. Demnach seien laut NRW-Umweltministerium allein in Nordrhein-Westfalen im Jagdjahr 2008/2009 offiziell 11385 Katzen und 128 Hunde abgeschossen worden - und zwar ganz legal. „Tatsächlich ist der sogenannte Haustierabschuss im Bundes- und Landesjagdgesetz verankert“, so die Zeitung. So sei es kein Wunder, dass sich Tierschützer regelmäßig aufregen.
Der Deutsche Tierschutzbund und die NRW-Grünen fordern laut Westdeutscher Allgemeine „eine Änderung des Gesetzes, das zum Teil auf dem Reichsjagdgesetz von 1934 fußt. Reichsjägermeister Hermann Göring hatte es in Kraft gesetzt.“


SWR: Entwarnung in Sachen Fuchsbandwurm

"Keine Angst vor dem Beerennaschen!", meldet der SWR. Denn: "Bisher gibt es keinen einzigen belegten Fall, dass sich ein Mensch über das Essen, zum Beispiel von Beeren im Wald, infiziert hat!"
Lesen Sie den Bericht


20.8.13: Hund erschossen - Jäger verdächtigt

“Hund erschossen – Jäger verdächtigt“, titeln die Vorarlberger Nachrichten am 20.8.2013. Demnach soll ein 73-jähriger Jäger soll nächtliches Hundegebell mit einem Schuss aus der Flinte beendet haben. Der junge Hund habe eine Nacht lang mit Tod gekämpft, als seine entsetzte Besitzerin ihn am Morgen auf ihrer Wiese mit einer Kugel im Leib fand.
Lesen Sie:
Haustiere als Jägeropfer


15.8.13: Gänse: Überflüssige Jagd

„Überflüssige Jagd - Gänsewacht: Jagd am Centro unnötig“, titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 15.08.2013 und schreibt: „Die umstrittene Wasservogel-Jagd auf dem Centrogelände hat nun Fachleute auf den Plan gerufen.“ Die Vogelschutz-Organisation Gänsewacht kritisiert die „Exekution zahmer Parkvögel“.
Die WAZ zitiert Werner Hupperich von der Gänsewacht, der auch Gefahren für die Menschen sieht: „Was ist, wenn Schrotpartikel die Wildwasserbahn treffen. Schüsse auf städtischem Gelände können immer ungeahnte Folgen haben.“ Die Gänsejagd steht darüber hinaus grundsätzlich in der Kritik: Häufig kommt es zu Verwechslungen, so dass auch streng geschützte Tiere erschossen werden. Darüber hinaus werden viele Gänse verletzt, ohne sie zu töten.


15.8.13: BUND stellt Strafanzeige gegen Jäger

Nach dem Abschuss von mindestens fünf Exemplaren der geschützten Weißwangengans im BUND-Schutzgebiet ‚Welter Bach‘ bei Dülmen (Kreis Coesfeld) hat der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jetzt Strafanzeige gegen den Jagdpächter und seine Jagdgäste gestellt. Diese waren durch Zeugen vor Ort bei der Ausübung der Straftaten beobachtet worden. Die Weißwangengans genießt in Nordrhein-Westfalen ganzjährige Schonzeit.


15.8.13: Ehefrau mit Schrotflinte erschossen

Weil er seine Frau mit einer Schrotflinte erschossen hat, wurde ein Mann aus Coburg zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Dies berichtet das Hamburger Abendblatt am 15.8.2013.
Der 55-Jährige hatte behauptet, der Tod seiner Frau sei ein tragisches Unglück gewesen. Er habe mit dem Schrotgewehr Ratten jagen wollen. Dabei sei er gestolpert und habe versehentlich seine Frau getroffen. Die Richter des Landgerichts Coburgs kamen aber zu dem Ergebnis, dass diese Schilderung des Angeklagten nicht den Tatsachen entspräche.
Offenbar hatte sich die Frau von dem Mann trennen wollen.



15.8.13: Jäger schoss Auto - Keine Strafe

Bei einer Drückjagd auf Wildschweine wurde das Auto einer vorbeifahrenden Frau getroffen. Das Projektil durchschlug die Seitenscheibe, die Autofahrerin erlitt einen Schock.
Nun hat die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen zwei Jäger eingestellt – wegen „Geringfügigkeit“. „Die Ermittler hätten kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung gesehen“, berichten die
Göppinger Kreisnachrichten am 15.8.2013. Die Zeitung zitiert den stellvertretenden Kreisjägermeister: "Das ist bedauerlich, dass solche Sachen passieren. Aber Abpraller und Querschläger kommen leider immer wieder mal vor."


14.8.13: Anwalt und Hobbyjäger erschossen

Rechtsanwalt und passionierter Hobbyjäger erschossen - vielleicht sogar mit einer seiner eigenen Waffen
Der Rechtsanwalt und Steuerberater aus aus Berlin - laut der
BZ vom 14.8.2013 ein passionierter Hobbyjäger - wurde in seiner Kanzlei erschossen, vielleicht sogar mit einer seiner eigenen Waffen. Die Polizei ermittel gegen die Söhne des Mannes, 18 und 16 Jahre alt.


Diese aktuelle Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, Arbeitskreis Wildtiere und Jagd, wird durch die Aufzeichnungen eines Nachsucheführers, also eines Mannes, der mit Jagdhunden zur "Nachsuche" losgeschickt wird, wenn Tiere angeschossen wurden, bestätigt: „Wir sollten froh sein, dass solche Dinge nicht allzu häufig ans Licht der Öffentlichkeit kommen, es sähe mit unserem Anspruch, Naturschützer zu sein, nicht sehr gut aus“, schreibt Bernd Krewer, passionierter jagender Förster und Nachsucheführer, in seinem Buch "Über Hirsche, Hunde und Nachsuchen" (1998, Neudamm-Neudamm, 2. Aufl.).



Jagdverband startet Propaganda-Aktion

Zur Image-Verbesserung startete der Bayerische Jagdverband eine bayernweite Plakataktion »Ich mag meinen Jäger, weil...«
"Ein Feld mit bunten Blumen am Waldrand, stimmungsvoller Hörnerklang in der Kirche, Kinder mit leuchtenden Augen auf Entdeckungsreise im Wald – Jagd ist mehr als nur das Erlegen von Wild!" - Ein Jahr lang will der Jagdverband durch »Plakate mit wechselnden Motiven« über die Aufgaben der Jäger informieren.

Diese »Information« kann getrost in diese Rubrik »Jägerlatein« eingeordnet werden. Denn gezeigt werden nicht Jäger mit toten Tieren, sondern Jäger mit Blümchen. Und auch die Pressemeldung des Jagdverbands liest sich wie eine Märchenstunde: »Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger ... setzen sich ein für den Natur-, Tier- und Artenschutz, engagieren sich in der Umweltbildung...« Der Jagdverband beklagt, dass die Taten der Jäger bei vielen »Nichtjägern« noch lange nicht angekommen seien.
Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.


Was sind denn die Taten der Jäger? Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Katzen und ca. 30.000 Hunde. Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt. Die Natur wird mit Blei vergiftet. Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.
pdf-download Plakate "Ich mag meinen Jäger nicht" [915 KB]



Wildtierauffangstationen in Deutschland

Auf der neuen Webseite http://wildtierauffangstationen.blogspot.com des Vereins Wildtierschutz Deutschland e.V. erhalten Tierfreunde Hilfe zum Umgang mit in Not geratenen Fundtieren und Hinweise zur Unterbringung in Auffangstationen.


Keine Angst vorm bösen Wolf

Immer wieder wird Stimmung gegen die freilebenden Wölfe in Deutschland gemacht: Sie würden massenhaft Schafe reißen, Haustiere fressen und seien auch für den Menschen gefährlich. So gibt es Bestrebungen, den streng geschützen Wolf wieder in das Jagdrecht aufzunehmen.
Das Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg hat jetzt das Fressverhalten von deutschen Wölfen untersucht:
„Die Ernährungsgewohnheiten von Wölfen sind der größte Streitpunkt bei deren Wiederbesiedlung in Deutschland, das hat uns dazu veranlasst, das Fressverhalten der - vor gut zehn Jahren in die Lausitz eingewanderten - Wölfe genauer zu untersuchen“, so Hermann Ansorge, Abteilungsleiter Zoologie am Senckenberg Forschungsinstitut in Görlitz. „Wir haben geschaut, was auf dem Speiseplan der Wölfe stand und wie sich dieser seit dem Erscheinen der Wölfe in Ostdeutschland verändert hat.“
Das Ergebnis haben die Forscher in einer Pressemitteilung veröffentlicht:
Wilde Huftiere stellen laut der Auswertung mehr als 96% der Beutetiere. Dabei dominieren Rehe (55, 3%), gefolgt von Rotwild (20,8%) und Wildschweinen (17,7%). Einen eher geringen Anteil am Speiseplan hat der Hase mit knapp 3 Prozent.
„Weniger als ein Prozent der analysierten Beutetiere kam aus dem Bereich der Nutztiere“, ergänzt Ansorge und fährt fort: „Solange Schafe und Co. gut geschützt werden und es genug Auswahl unter den Wildtieren gibt, gehen Wölfe nicht die Gefahr ein, mit Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden konfrontiert zu werden.“
lesen Sie die Pressemitteilung des Forschungsinstituts


Vogelschutz durch Abschaffung der Jagd

Studie belegt: Jagdfreier Kanton Genf hat internationale Bedeutung für den Vogelschutz

Durch die Abschaffung der Jagd im schweizer Kanton Genf 1974 bekam das Gebiet des Genfer Sees und des Flusses Rhône internationale Bedeutung für den Vogelschutz. Dies belegt eine aktuelle Studie des Schweizer Vogelschutzes SVS-BirdLife.


Demnach ist dieser für den Vogelschutz zuvor wenig bedeutsame Gewässerabschnitt heute eine bedeutsames Biotop für überwinternde Tafel- und Reiherenten, Hauben- und Zwergtaucher, Pfeif-, Schnatter-, Krick- und Stockenten. Auch für den Gänsesäger sind die Gewässer im Kanton Genf ist es ein wichtiges Brut- und Überwinterungsgebiet. Besonders der gestaute Bereich bei Peney und oberhalb Verbois sowie die Rade de Genève sind wichtige Ruhegebiete für Wasservögel, wogegen die Nahrungsgebiete auch im fließenden Abschnitt liegen. Teilgebiete sind Limikolenrastplätze, die als besonders wertvoll (Vasières de Peney, Rade de Genève) oder als wichtiges Gebiet (lac de Verbois) eingestuft sind.
Quelle: BirdLife International (2012) Important Bird Areas factsheet: River Rhone: Geneva to Verbois reservoir. http://www.birdlife.org on 07/04/2012
http://www.birdlife.org/datazone/sitefactsheet.php?id=3269



DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

NEUE DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

Die TV-Dokumentation »Brennpunkt Erde: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere« zeigt die Schönheit des Waldes und seiner Bewohner, der wild lebenden Tiere - aber auch die Verfolgung, den Krieg der Jäger gegen unsere Mitgeschöpfe.
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Dokumentation, Laufzeit 45 min.
Preis: 9,80 Euro
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Wildschweine: Jagd funktioniert nicht

Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland, hat einen sehr lesenswerten Aufsatz geschrieben: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht".
Hier heißt es u.a.: "Unter den Augen der Jäger vermehren sich die Wildbestände so sehr, dass man nun scheinbar verzweifelt zu tierschutzwidrigen Exekutionsmaßnahmen greifen will. Statt der Flinte wird die bisher hoch gepriesene Waidgerechtigkeit ins Korn geworfen. Die erst genannte Alternative wird allerdings erst gar nicht geprüft, mutmaßlich motiviert durch die eigene Freude am Töten und scheinbar mit dem Ziel wenigstens noch einen Schuss aus einer Waffe auf gefangenes Wild abgeben zu dürfen. Dabei könnte aber gerade ein generelles Jagd- und Tötungsverbot natürliche Regulierungsmechanismen des Wildes wieder in Gang setzen, die bisher durch die menschliche Jagd ausgeschaltet wurden."
lesen Sie: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht" von Mario Natale
lesen Sie auch: Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine

Sind die Jäger schuld an der Wildschweinschwemme?
Derzeit ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen: Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem?


Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt auch eine französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
weiterlesen
Lesen Sie weitere Beweise: Die Ursache der Wildschweinschwemme
Lesen Sie die Übersetzung der fanzösischen Langzeitstudie als pdf-download [4.523 KB]



Katzenlockmittel in Jägerkatalog

Aus dem Katalog der Firma Kieferle GmbH:

Lockmittel
1. Katzenlockmittel
Ein Präparat aus reinem Baldrianwurzelpulver. Lockt jede Katze zum
Fangplatz oder in die Kastenfalle.

250 ml 9.00 €
(= 100 ml 3,61 €)


Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.


Vor diesem Hintergrund wagen immer mehr Jäger die Flucht nach vorne. Wir, die nichtjagende Mehrheit der Bevölkerung, sollen Verständnis für ihr Hobby, ihre »Passion« entwickeln.
weiter


Jagd: "weil sie uns Genuss und Lust bereitet"

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu:

„Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“
Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet.
Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."

Lesen Sie auch, was andere Jäger dazu sagen
Lesen Sie: Lusthaftigkeit des Tötens


Tipps bei der Begegnung mit Jägern

Liebe Tierfreunde,
ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?
Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern


9.8.13: Wenn der Schuss danebengeht

„Rügen: Wenn der Schuss danebengeht“, titelt die Berliner Zeitung am 9.8.2013 und schreibt: Auf gesunde Tiere schießen und dabei andere Menschen in Lebensgefahr bringen – da hört der Spaß auf.“
Lesen Sie den Artikel hier
Leserbrief zu dem Artikel


8.8.13: Jagdgesetzreform - Jäger drohen aufzuhören

In Baden-Württemberg plant die grün-rote Landesregierung, das Landesjagdgesetz zu novellieren. Die Jäger protestieren in einer Pressemittelung vehement gegen mögliche Einschränkungen bei der Liste der jagdbaren Arten und der Jagdzeiten. Auch protestieren die Jäger gegen ein mögliches Verbot des Abschusses von Hunden und Katzen sowie ein mögliches Verbot von Totschlagfallen. „Viele Kollegen hätten schon angekündigt, mit der Jagd aufzuhören, wenn die Gesetzesänderung durchgehe“, heißt es in der Main Post vom 8.8.2013.


6.8.13: 4.500 Euro Strafe für erschossenen Jäger

„Strafbefehl nach dem Jagddrama“, titelt der Donaukurier am 6.8.2013 und berichtet, dass der 68-jährige Jäger, der Anfang März bei einer Wildschweinjagd aus Versehen seinen Jagdfreund erschossen hatte, wegen fahrlässiger Tötung eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 25 Euro (insgesamt 4500 Euro) zahlen muss.

Zum Vergleich: Der Abschuss eines Löwen auf einer Jagdreise kostet zwischen 15.000 und 60.000 Euro. Der Abschuss eines Eisbären kostet bis zu 40.000 Euro. Wer sich mit einem Bären in Russland begnügt, kommt günstiger weg: mit etwa 7000 Euro inklusive Rohpräparation.


3.8.13: Traktorfahrer statt Wildschwein geschossen

In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein 42-jähriger Traktorfahrer bei der Rapsernte durch einen Schuss und lebensgefährlich verletzt. Der schwere Jagdunfall ereignete sich am 3.8.2013 durch eine Erntejagd. Nach Angaben der Polizei hatte ein Jäger von einem Hochsitz aus auf eine Bache mit Frischlingen gezielt, die aus dem Raps liefen. Dabei wurde der Treckerfahrer in den Bauch getroffen. Focus online meldet am 6.8.2013, der Mann schwebe weiterhin in Lebensgefahr.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


1.8.13: Jäger: Ehefrau mit Schrotflinte ermordet

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat gegen einen 74-jährigen Jäger Mordanklage erhoben, weil er seine Ehefrau erschossen haben soll. Dies meldet die WELT am 1.8.2013. Eine Joggerin hatte die Leiche der Frau Ende April im Teutoburger Wald entdeckt. „Vier Wochen nach der Tat nahm die Polizei den Jäger fest. Spezialisten des Landeskriminalamtes hatten an der Waffe seine DNA nachgewiesen“, so die WELT. Laut Staatsanwaltschaft habe der 74-jährige Jäger befürchtet, dass seine 49 Jahre alte Frau eine Affäre habe.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


31.7.13: Niedersachsen: Keine Staatsjagden mehr

In Niedersachsen wird es nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung ab diesem Jahr keine Staatsjagden mit prominenten Gästen mehr geben, so das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am 30.7.2013 in einer Pressemitteilung. Als der vormalige niedersächsische Umweltminister Sander Ende 2011 anlässlich seines offiziellen Abschieds aus der Politik zur Treibjagd auf Hirsche, Rehe und Wildschweine rief, hatte es lautstarke öffentliche Kritik gegeben. Der neue Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) sagte, diese auf „hochherrschaftlichen Riten aus der Kaiserzeit" beruhende Jagd des jeweiligen Landesherrn im Saupark Springe passe nicht mehr in die Zeit.


Räude: neues Pseudo-Alibi für die Fuchsjagd

Füchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt und haben keine Schonzeit. Diese gnadenlose Jagd auf Füchse versuchen die Jäger gegenüber der Öffentlichkeit bislang mit zwei Argumenten zu rechtfertigen: dem angeblichen Schutz der Bevölkerung vor Tollwut und dem Fuchsbandwurm. Da aber Deutschland seit Jahren offiziell als tollwutfrei gilt und die „Fuchsbandwurm-Gefahr“ längst als Jägermärchen entlarvt ist, schieben die Jäger einen neuen Tötungsgrund vor: die angebliche „Räude-Gefahr“. Lesen Sie: Räude: neues Pseudo-Alibi für die Fuchsjagd


Bayern: Tollwut-Schilder müssen entfernt werden

Die Schilder »Tollwut - gefährdeter Bezirk« (ein Freibrief für das Töten von Füchsen) müssen in Bayern entfernt werden. Dazu hat das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in einem Rundschreiben alle Regierungsbezirke [30 KB] aufgefordert.

Grund: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« offiziell als tollwutfrei.


Da seitdem kein Tollwutfall bei Haus- oder Wildtieren aufgetreten ist, gibt es auch keine »gefährdeten Bezirke« im Sinne des § 8 der Tollwutverordnung mehr.
»Gebietsweise noch immer vorhandene Schilder führen in der Bevölkerung z. T. zu Verunsicherung, was die Sicherheit der eigenen Person oder die von Haustieren betrifft«, heißt es in dem Schreiben aus dem Staatsministerium. »Wir bitten daher, über die Kreisverwaltungsbehörden bei betroffenen Gemeinden die Entfernung der Schilder zu veranlassen.«
Lesen Sie das Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit: "Tollwutfreiheit Deutschland - Aufhebung gefährdeter Bezirke" [30 KB]



Deutschlandradio: "Schussfreie Zone"

Das Deutschlandradio berichtete am 9.7.2013 zum Thema: "Schussfreie Zone" – Bericht über eine Winzerfamilie, die auf ihrem Grundstück keine Jäger haben will.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012 gab einem deutschen Waldbesitzer recht, der es aus ethischen Gründen nicht länger hinnehmen wollte, dass auf seinem Grund und Boden gejagt wird. "Genau auf dieses Urteil beruft sich auch Sarah Maria Gänz mit ihrer Familie. Familie Gänz betreibt ein Biohotel und ein Weingut bei Bad Kreuznach", heißt es in der Online-Ausgabe des Deutschlandradios.
Hören Sie den Beitrag hier
Lesen Sie den Kommentar der Winzerfamilie Gänz zu dem Radiobeitrag


Image der Jäger am Boden

Weil das Image der Jäger am Boden ist, hat der Deutsche Jagdschutzverband eine "Aufklärungs-Kampagne" gestartet.
Teil der Kampagne “Fakten statt Vorurteile” sind Postkarten: So ist auf einer Postkarte ein Jäger mit lauter Lippenstift-Kussabdrücken zu sehen.
Auf einer anderen Postkarte wurde ein Wildschwein per Fotomontage auf einen Kinderspielplatz platziert. Märchen wie "Rotkäppchen und der Wolf" lassen grüßen!

Und auf der extra neu eingerichteten Internetseite sind noch mehr Jäger-Märchen zu lesen: „Tollwut, Wildunfälle, steigende Wildschweinbestände“.
Die Wahrheit ist:
>> Deutschland ist seit vielen Jahren offiziell tollwutfrei
>> Immer in der Jagdsaison steigt die Zahl der Wildunfälle, weil die Wildtiere um ihr Leben rennen
>> Ursache für die steigenden Wildschweinbestände sind die Jäger selbst

Dokumentation: Postkarten-Aktion des DJV · Quelle: djv.newsroom.de
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd möchte die Aufklärungsarbeit über die Jagd und die Taten von Jägern mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.

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Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere - alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
>> Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr etwa 300.000 Katzen und 30.000 Hunde tot.
>> Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt.
>> Jagd ist nach der industriellen Landwirtschaft "Artenfeind Nr. 2".
>> Jäger vergiften die Natur wird mit hochtoxischem Blei.
... Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen oder Hecken pflanzen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Lesen Sie dazu auch:
Fakten gegen die Jagd
Warum jagen Jäger wirklich?


Sind Wildtiere von Natur aus scheu?

Immer mehr Wildtiere zieht es in die Nähe der Menschen. Es scheint unglaublich: In unseren Großstädten findet sich eine ganz erstaunliche und immer weiter zunehmende Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten. Und je größer die Stadt, desto vielfältiger und reichhaltiger ist ihr Tierleben. Füchse ziehen ihre Jungen seelenruhig vor den Augen der Spaziergänger in Parks groß, Wildschweine laufen am helllichten Tage mit ihrem Nachwuchs durch die Grünanlage, Waschbären ziehen im Gartenhäuschen ein, Habichte und Wanderfalken nisten mitten in der Innenstadt. weiterlesen


Wilde Tiere in Berlin

„In der Stadt fühlen sich Wildschweine sicherer“ titelt die Berliner Zeitung am 8.6.2013 und berichtet, dass das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ein Projekt zur Erforschung wilder Tiere in der Stadt gestartet hat.
"Weil in der Stadt nicht gejagt wird, fühlen sich Wildschweine hier sicherer", sagt die Biologin Karoline Weißhuhn vom Leibniz-Institut im Interview mit der Berliner Zeitung. "Wildschweine sind hier weniger scheu. In den Wäldern, auf dem Land sind sie fast komplett nachtaktiv, weil der Jagddruck groß ist, und sie sich nachts sicherer fühlen. Dieser Druck fällt weg. In der Stadt werden Wildschweine oder auch Füchse tagaktiv."



47 Grundstücke eines Landwirts jagdfrei!

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat am 18.4.2013 ganze 47 Grundstücke eines Landwirts im Eilverfahren vorläufig jagdfrei gestellt.
(VG Regensburg, Beschluss v. 18.4.2013, Az.: RN 4 E 13.310)
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Strafanzeige gegen Fuchsmassaker in Unterfranken

Die große öffentliche Aufmerksamkeit auf die Strafanzeige gegen die Fuchs-Massentötung in Hessen nahm Rechtsanwalt Dominik Storr zum Anlass, bei der Strafanzeige mehrerer Tierschutzorganisationen wegen des Fuchsmassakers im Spessart noch einmal bei der Staatsanwaltschaft Würzburg nachzulegen.
Lesen Sie das Schreiben an die Staatsanwaltschaft Würzburg vom 23.4.2013 [36 KB]
Lesen Sie dazu auch die Strafanzeige vom 15.2.2013


ETN-Magazin: brauchen wir Jäger?

"Brauchen wir Jäger?" - Dieser Frage geht das Magazin Respektiere des ETN - Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. in Ausgabe 01/2013 (erschienen Anfang April 2013) nach.


Lesen Sie den Artikel online


HR berichtet von Strafanzeige Fuchsjagd

Die HR-Hessenschau berichtete am Ostermontag von unserer Strafanzeige wegen der Massentötung von Füchsen in Hofgeismar (Hessen).
"Bei einer Jagd im hessischen Hofgeismar Ende Januar sollten eigentlich Wildschweine das Ziel sein, doch am Ende erlegten die Jäger 71 Füchse. Empörte Tierschützer haben die Jäger angezeigt."
Sehen Sie den Bericht in der Hessenschau vom 1.4.2013 (ab Minute 21:00)
Lesen Sie unsere Pressemitteilung zur Strafanzeige
Lesen Sie die Strafanzeige [125 KB]


DJZ berichtet über Strafanzeige Fuchsmassentötung

Die Deutsche Jagdzeitung berichtet in Ausgabe 4/2013 unter dem Titel "3 Hegegemeinschaften angezeigt: Jagd ohne Grund" über unsere Strafanzeige gegen die Massentötung von Füchsen in Hofgeismar (Hessen).
Hier heißt es: "Mit der Jagdausübung ist unweigerlich das Töten verbunden. Ein 'vernünftiger Grund' im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht für den Abschuss von Wild allerdings nicht. Genau das machen sich Tierschützer jetzt zunutze." Das Schlimme sei, dass die Tierschützer auf Grundlage der momentanen Gesetzeslage sogar auf Erfolg hoffen könnten. So kommt die Deutsche Jagdzeitung zu dem Schluss: »Denn haben die 7 jagdfeindlichen Tierschutzorganisationen Erfolg mit ihrer Anzeige, steht die gesamte Jagd auf der Kippe.«
top agrar online greift den Bericht am 21.4.2013 auf und titelt: "Jagd ohne Grund: Tierschützer zeigen Hegegemeinschaften an". Hier heißt es: "Tierschützer glauben, eine neue Möglichkeit gefunden zu haben, juristisch gegen die Jagd vorzugehen." Derzeit prüfe die Staatsanwaltschaft Kassel, ob eine strafbare Handlung vorliegt. "So utopisch die Anzeige auch ist, Rechtsexperten sehen tatsächlich in der gesetzlichen „vernünftigen Begründung“ der Tötung von Wild einen Angriffspunkt", so das Landwirtschaftsportal top agar online.
Lesen Sie unsere Pressemitteilung zur Strafanzeige
Lesen Sie die Strafanzeige [125 KB]


Drückjagden: Nur 30% beim ersten Schuss tot

Bis zu 70 Prozent der Wildtiere sind bei Treib- und Drückjagden nicht beim ersten Schuss tot - auf diese Tierschutzproblematik weist die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz in den TVT-Nachrichten 2/2011 hin. Untersuchnungen zufolge seien bei Drückjagden in Hessen nur etwa ein Drittel der Wildschweine mit Blattschuss erlegt worden, die überwiegende Mehrheit wurde `nur´ angeschossen und "wies Waidwund-, Keulen- oder Laufschüsse auf". Auch würden 60 Prozent der weiblichen Rehe Bauchschüsse aufweisen. Bild: Diesem jungen Wildschwein wurde der Kiefer weggeschossen. Es starb nach Tagen durch Verhungern und Verdursten.


ARD: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?

"Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?", so lautete die Frage in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" vom 29.04.2013 mit dem Titel "Tier oder wir - Wie viel Natur erträgt der Mensch?".
Dabei wurde auch über unsere
Strafanzeige gegen die Fuchs-Massentötung in Hessen berichtet.

Sehen Sie:
Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport? (Hart aber fair, Sendung vom 29.04.2013)
Sehen Sie: Wildtiere erobern die Städte (Hart aber fair, Sendung vom 29.4.2013)
Die gesamte Diskussion sehen Sie hier


In letzter Zeit wird die Kritik an der Hobbyjagd auch in den Medien immer wieder laut. So wurde bei „hart aber fair“ in der Diskussion zwischen Tierschützern und Jägern deutlich: Jagd ist ein Hobby, hat aber mit Ökologie nichts zu tun.

BILD titelte nach der Sendung:
HART, ABER FAIR - Tierquäl-Vorwürfe gegen Textil-König
Denn der Jäger und Trigema-Chef Wolfgang Grupp musste sich und sein blutiges Hobby in der Sendung immer wieder verteidigen. BILD schreibt dazu:
“Grupp beharrt darauf, dass die Jagd der Ökologie diene. „Focus"-Journalist Miersch genervt: „Sagen Sie doch einfach, Sie produzieren Wildfleisch. Und dann ist es auch gut. Aber lassen Sie die Ökologie doch mal weg."

BILD zitiert auch die Journalistin und Tierschützerin Hilal Sezgin:
„Die Jagd läuft auf das Schießen hinaus. Es endet immer damit, dass das Tier erschossen wird. Wir wollen aber mit anderen Tierarten zusammen leben".
bild.de, 30.4.2013




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