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Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

Machen Sie mit bei der online-Aktion:
Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

Liste der Unterzeichner

Online-Petition "Stopp der Bejagung von Wildtieren in Deutschland"


Petition: Verbot der Jagd in Naturschutzgebieten!

Bei AVAAZ gibt es eine neue Petition gegen die Jagd in Naturschutzgebieten.
Unterzeichnen Sie die Petition "Stoppt den Tiermord durch Jäger in Naturschutzgebieten" und verbreiten Sie die Information an Ihre Freunde!


19.5.13: Großeinsatz: Jäger verschanzt sich

Großeinsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) im Kreis Gütersloh: Ein 52-jähriger Jäger und Sportschütze hatte sich schwer bewaffnet in seinem Haus verschanzt. Dies berichtet das Westfalenblatt am 19.5.2013. Nach wüsten Drohungen eines 52 Jägers hätten zunächst die Ehefrau und die 17-jährige Tochter das Haus verlassen. Dann habe sich der Mann mit schweren Schusswaffen in der Wohnung verschanzt. Nach dem Notruf der Ehefrau rückte ein starkes Aufgebot Polizeibeamten und Militärpolizei an. Benachbarte Anwohner seien aus ihren Häusern evakuiert worden. Nach fünfeinhalb Stunden überwältigten Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) den Jäger.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


18.5.13: 77-jähriger Jäger erschießt Hündin

Beim Spaziergang mit ihrem Frauchen wurde die Hündin Ildiko von einem 77-jährigen Jäger erschossen. Dies berichtet die Neuß-Grevenbroicher Zeitung berichtet am 18.5.2013. Betty L., eine schwerkranke Krebspatientin, trauert um die Hündin, die sie vor drei Jahren als Welpe bekommen hat. "Ildiko war für mich eine unglaubliche Kraftquelle, sie spendete mir Trost, wann immer ich ihn brauchte", zitiert die Zeitung die Hundehalterin.
Mittlerweile hat die 47-jährige Besitzerin Strafanzeige gestellt.
Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


17.5.13: Auto geschossen - Staatsanwalt ermittelt

Eine Drückjagd, bei der ein Auto getroffen wurde, ist nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Dies berichten die Göppinger Kreisnachrichten am 17.5.2013.
Neun Jäger hatten bei Adelberg Jagd auf Wildschweine gemacht, ein Schuss traf das Auto einer vorbeifahrenden Frau: Das Projektil durchschlug die Seitenscheibe, die Autofahrerin erlitt einen Schock.
Nach umfangreichen Ermittlungen und einem Gutachten des Landeskriminalamts, aus welchem Gewehr der Schuss abgegeben worden war, seien nun zwei Verfahren anhängig, unter anderen gegen den Kreisjägermeister.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


HR: Treibjagd auf dem eigenen Grundstück

Hausbesitzerin in Todesangst – Wenn die Treibjagd auf dem eigenen Grundstück endet

Das Magazin "de facto" im Hessischen Fernsehen berichtete am Sonntag, 12.5. ab 18 Uhr unter anderem zum Thema "Hausbesitzerin in Todesangst – Wenn die Treibjagd auf dem eigenen Grundstück endet". Bei hr-online heißt es dazu: "Dass ... eine Jagdgesellschaft die Schweine mit Jagdhunden in ein Wohngebiet treibt, kannten wir in der "defacto" Redaktion noch nicht. So geschehen in Lorch am Rhein. Ein Wildschwein wird von mehreren Jagdhunden auf ein Dach gejagd, stürzt ab und verwüstet in seiner Panik den Innenhof. Kein Jäger weit und breit und eine Hausbesitzerin in Angst."
Im Interview zu Wort kommt Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland e.V. www.wildtierschutz-deutschland.de zum Thema Treib- und Drückjagden.
Sehen die Sendung online



Jäger-Umfrage: Schwangere Bachen schießen?

Ein Jäger-Forum macht derzeit eine online-Umfrage: "Ist es unethisch, (hoch-) beschlagene Bachen zu strecken?"

Hier heißt es: "Immer wieder hört man von 'traditionellen Jägern', dass es unethisch sei, (hoch-)beschlagene Bachen zu erlegen."
Der Jäger stellt an das Forum die Frage "Warum sollte man keine beschlagenen Bachen schießen? Ist diese Meinung etwa seniles Gesabbel unserer Vorväter mit den Eindrücken der goldenen Zeiten der Jagd?"

Stand der Umfrage am 19.5.2013:
53% finden es richtig, auf schwangere Bachen zu schießen
47 % finden es unethisch, schwangere Bachen zu schießen



Jägerpräsident: das gesamte Reviersystem in Gefahr

Der Bayerische Jägerpräsident Vocke sieht das gesamte deutsche Reviersystem in Gefahr, sollte sich aus einzelnen Klägern eine Bewegung der Jagdgegner entwickeln. Dies berichtet die Mittelbayerische Zeitung am 6.5.2013 und schreibt: „Im Bayerischen Jagdverband herrscht helle Aufregung. Seit einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts vom Februar dieses Jahres können Grundstückseigentümer ‚aus ethischen Gründen’ ablehnen, dass auf ihrem Besitz gejagt wird.“


Jäger droht massiv Jagdgegner

Ein Jagdgegner wurde von einem Jäger massiv bedroht. Der Jäger hat seine Drohung auf den Anrufbeantworter gesprochen.
Die Drohung können Sie hier anhören
Wer den Mann kennt, kann sich gerne anonym bei melden unter frank@avilion.de. Die Informationen wird an die Polizei Lauterecken weitergeleitet.
Der Jagdgegner schrieb nach der massiven Drohung einen - sehr lesenswerten - Offenen Brief an Landratsamt, den Sie unter www.avilion.de (5.7.13) lesen können.



Wenn ein begeisterter Jäger Vegetarier wird!

Martin Balluch, Obmann des österreichischen Vereins gegen Tierfabriken VGT, berichtet in seinem Blog vom Vortrag von Rudolf Winkelmayer, Professor, Tierarzt und und Jäger, zum Thema „Das Töten im Rahmen von Jagd und Fischerei“ auf der Österreichischen Tierärztetagung an der Veterinärmedizinischen Uni Wien. Dabei habe Rudolf Winkelmayer zunächst mit einigen jagdkritischen Äußerungen überrascht:

- Die Jagd […] ist […] eine Freizeitbeschäftigung
- Wird Farmwild […] in ein Jagdgatter oder in die freie Wildbahn ausgebracht, was nicht selten erfolgt, wird es zu jagdbarem Wild. […Es gibt] zweifelhafte bis abzulehnende Praktiken wie etwa „Gatterjagd“, Abschießungen von eigens zum Zweck des Abschusses ausgesetztem Wild, Überhege (z.B. in vielen Wintergattern)
-Tötungsarten, wie sie z.B. bei Riegeljagden (Treibjagden) auf Schalenwild […] oder bei eigens für den Zweck ausgesetztem Flugwild (lebenden Zielscheiben) vorkommen, die ausschließlich der Belustigung dienen, sind am treffendsten mit „Abschießbelustigungen“ zu bezeichnen
- [Bei einer Studie von Treibjagden auf] Wildschweine gab es den Blattschuss nur bei 25-35%. Der Rest hatte Weidwund-, Keulen- oder Laufschüsse
- Beim Schrotschuss […] sind partielle Fehlschüsse – und damit natürlich Verletzungen – wesentlich häufiger als beim Kugelschuss (auf Schalenwild)


Anschließend begann eine Diskussion der Tötungsfrage von Tieren.
Schließlich kam er zu folgendem Schluss: "Als Tierarzt – mit über 30 jähriger Berufserfahrung – fällt mir die Entscheidung leicht: Ich bin im Zweifelsfalle für das Tier – im Zweifelsfalle für das Leben!"
Und mit diesen Worten habe er öffentlich erklärt, dass er nicht mehr jagen werde und ab jetzt vegetarische lebe.

Lesen Sie den vollständigen Bericht



ÖHV fordert Abschussverbot von Hunden und Katzen

"Zwei Jäger sind im Salzburger Flachgau besonders dreist vorgegangen: Sie erlegten in der Vorwoche in einem Wald in Thalgau einen frei laufenden Hund und versteckten ihn - obwohl sie den Besitzer des Tieres kannten - in einem Fuchsbau." Dies meldet die Krone-Zeitung am 4.6.2013.

Vor diesem Hintergrund fordert der Österreichische Hundehalterverband ÖHV erneut ein generelles Abschussverbot von Hunden und Katzen durch Jäger.
In einer Online-Petition auf der Website des Verbandes haben Hunde- und Katzenfreunde die Möglichkeit, diese Forderung des ÖHV zu unterstützen.


Haustiere als Jägeropfer

Der Tod eines geliebten Tieres ist für viele Menschen ein Schicksalsschlag. Was es aber für den einzelnen oder eine Familie bedeutet, wenn der Hund oder die Katze von einem Jäger erschossen wird, ist kaum vorstellbar.
Jedes Jahr werden nach Schätzungen von Tierschutzorganisationen über 300.000 Katzen und etwa 40.000 Hunde von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen.
weiter


Mehr Giftköder: WWF hat Jäger im Visier

In Niederösterreich sind in den vergangenen Monaten besonders viele Tiere durch illegale Giftköder getötet worden. Die meldet der ORF am 6.5.2013. Opfer sind vor allem Greifvögel. Offenbar werde das für Mensch und Tier tödliche Nervengift illegal gehandelt. Der WWF vermutet einen jagdlichen Hintergrund.


Tragödie in Jägerfamilie mit zwei Toten

Ein 66-Jähriger Mann hat in Östringen erst seinen 65-jährigen Bruder und dann sich selbst mit einer Schrotflinte erschossen. Dies meldet die Rhein-Neckar-Zeitung am 3.5.2013. Laut Polizei habe möglicherweise der Vater der Brüder, der Jäger war, die Waffe legal erworben.
Lesen Sie:
Menschen als Jägeropfer - Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


Eine Schusswaffe im Haus erhöht nachweislich das Risiko von Familientragödien.
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland - meist mit legalen Waffen. „Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte“, erklärt der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet. (TV Südbaden aktuell, 8.7.2011).

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland.
Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste.



ARD: Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?

"Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport?", so lautete die Frage in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" vom 29.04.2013 mit dem Titel "Tier oder wir - Wie viel Natur erträgt der Mensch?".
Dabei wurde auch über unsere
Strafanzeige gegen die Fuchs-Massentötung in Hessen berichtet.

Sehen Sie:
Jagd - Naturschutz oder blutiger Sport? (Hart aber fair, Sendung vom 29.04.2013)
Sehen Sie: Wildtiere erobern die Städte (Hart aber fair, Sendung vom 29.4.2013)
Die gesamte Diskussion sehen Sie hier


In letzter Zeit wird die Kritik an der Hobbyjagd auch in den Medien immer wieder laut. So wurde bei „hart aber fair“ in der Diskussion zwischen Tierschützern und Jägern deutlich: Jagd ist ein Hobby, hat aber mit Ökologie nichts zu tun.

BILD titelte nach der Sendung:
HART, ABER FAIR - Tierquäl-Vorwürfe gegen Textil-König
Denn der Jäger und Trigema-Chef Wolfgang Grupp musste sich und sein blutiges Hobby in der Sendung immer wieder verteidigen. BILD schreibt dazu:
“Grupp beharrt darauf, dass die Jagd der Ökologie diene. „Focus"-Journalist Miersch genervt: „Sagen Sie doch einfach, Sie produzieren Wildfleisch. Und dann ist es auch gut. Aber lassen Sie die Ökologie doch mal weg."

BILD zitiert auch die Journalistin und Tierschützerin Hilal Sezgin:
„Die Jagd läuft auf das Schießen hinaus. Es endet immer damit, dass das Tier erschossen wird. Wir wollen aber mit anderen Tierarten zusammen leben".
bild.de, 30.4.2013



VG Koblenz weist Eilantrag von Bio-Winzer zurück

Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt die Menschenrechte
Dennoch weist das Verwaltungsgericht Koblenz Eilantrag des Bio-Winzers Gänz zurück

Mit Beschluss vom 17.04.2013 hat das Verwaltungsgericht Koblenz völlig überraschend einen Eilantrag des Inhabers des Weinguts und Biohotels Gänz aus Hackenheim (Rheinland-Pfalz) zurückgewiesen. In diesem Eilverfahren ging es darum, ob die Grundstücke des Bio-Winzers vorläufig jagdfrei gestellt werden. weiterlesen


47 Grundstücke eines Landwirts jagdfrei!

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat am 18.4.2013 ganze 47 Grundstücke eines Landwirts im Eilverfahren vorläufig jagdfrei gestellt.
(VG Regensburg, Beschluss v. 18.4.2013, Az.: RN 4 E 13.310)
Weiterlesen


Strafanzeige gegen Fuchsmassaker in Unterfranken

Die große öffentliche Aufmerksamkeit auf die Strafanzeige gegen die Fuchs-Massentötung in Hessen nahm Rechtsanwalt Dominik Storr zum Anlass, bei der Strafanzeige mehrerer Tierschutzorganisationen wegen des Fuchsmassakers im Spessart noch einmal bei der Staatsanwaltschaft Würzburg nachzulegen.
Lesen Sie das Schreiben an die Staatsanwaltschaft Würzburg vom 23.4.2013 [36 KB]
Lesen Sie dazu auch die Strafanzeige vom 15.2.2013


DJZ berichtet über Strafanzeige Fuchsmassentötung

Die Deutsche Jagdzeitung berichtet in Ausgabe 4/2013 unter dem Titel "3 Hegegemeinschaften angezeigt: Jagd ohne Grund" über unsere Strafanzeige gegen die Massentötung von Füchsen in Hofgeismar (Hessen).
Hier heißt es: "Mit der Jagdausübung ist unweigerlich das Töten verbunden. Ein 'vernünftiger Grund' im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht für den Abschuss von Wild allerdings nicht. Genau das machen sich Tierschützer jetzt zunutze." Das Schlimme sei, dass die Tierschützer auf Grundlage der momentanen Gesetzeslage sogar auf Erfolg hoffen könnten. So kommt die Deutsche Jagdzeitung zu dem Schluss: »Denn haben die 7 jagdfeindlichen Tierschutzorganisationen Erfolg mit ihrer Anzeige, steht die gesamte Jagd auf der Kippe.«
top agrar online greift den Bericht am 21.4.2013 auf und titelt: "Jagd ohne Grund: Tierschützer zeigen Hegegemeinschaften an". Hier heißt es: "Tierschützer glauben, eine neue Möglichkeit gefunden zu haben, juristisch gegen die Jagd vorzugehen." Derzeit prüfe die Staatsanwaltschaft Kassel, ob eine strafbare Handlung vorliegt. "So utopisch die Anzeige auch ist, Rechtsexperten sehen tatsächlich in der gesetzlichen „vernünftigen Begründung“ der Tötung von Wild einen Angriffspunkt", so das Landwirtschaftsportal top agar online.
Lesen Sie unsere Pressemitteilung zur Strafanzeige
Lesen Sie die Strafanzeige [125 KB]


Bundestagsfraktion der Grünen: Kleine Anfage Jagd

Die Bundesregierung ist der Auffassung, dass es trotz Staatszielbestimmung Tierschutz keine Veranlassung besteht, das Bundesjagdgesetz in Bezug auf den Tierschutz zu ändern. Dies ergibt die Antwort der Bundesregierung [2.963 KB] auf die Kleine Anfrage "Tierschutz bei der Jagd" [94 KB] der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

In der Kleinen Anfrage zum Thema Tierschutz und Jagd hieß:
"Sowohl vonseiten des organisierten Tierschutzes als auch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern werden immer wieder Forderungen nach einer Neuregelung der in Deutschland zulässigen Jagdmethoden erhoben und diskutiert. Diese resultieren unter anderem daraus, dass das Bundesjagdgesetz (BJagdG) in weiten Teilen aus einer Zeit stammt, in der es noch kein Tierschutzgesetz gab und keine Staatszielbestimmung Tierschutz."


In der Antwort der Bundesregierung heißt es u.a.:
"Aus Sicht der Bundesregierung enthält das geltende Jagdrecht auch unter Berücksichtigung des Staatsziels Tierschutz in Art. 20a GG die notwendigen Normen, die das Verhältnis von Jagd und Tierschutz in zentralen Bereichen regeln." Und: "Die Bundesregierung sieht daher keine Veranlassung, das Bundesjagdgesetz in Bezug auf den Tierschutz zu ändern."
Die Bundesregierung sieht weder Veranlassung, den Abschuss von Hunden und Katzen zu ändern, noch die tierquälerische Fallenjagd, noch die grausame Baujagd, noch die Jagdhundeausbildung an lebenden Tieren.

Welche Tierqual Jagd in Wirklichkeit bedeutet, können Sie in unserer
Bildergalerie sowie in einen Film, der zeigt, wie ein Jäger ein Wildschwein schießt, sehen.



ETN-Magazin: brauchen wir Jäger?

"Brauchen wir Jäger?" - Dieser Frage geht das Magazin Respektiere des ETN - Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. in Ausgabe 01/2013 (erschienen Anfang April 2013) nach.


Lesen Sie den Artikel online


HR berichtet von Strafanzeige Fuchsjagd

Die HR-Hessenschau berichtete am Ostermontag von unserer Strafanzeige wegen der Massentötung von Füchsen in Hofgeismar (Hessen).
"Bei einer Jagd im hessischen Hofgeismar Ende Januar sollten eigentlich Wildschweine das Ziel sein, doch am Ende erlegten die Jäger 71 Füchse. Empörte Tierschützer haben die Jäger angezeigt."
Sehen Sie den Bericht in der Hessenschau vom 1.4.2013 (ab Minute 21:00)
Lesen Sie unsere Pressemitteilung zur Strafanzeige
Lesen Sie die Strafanzeige [125 KB]


Jäger und Alkohol

Am 2. April gab es gleich zwei Unglücksmeldungen mit Jägern und Alkohol:

„Unglück auf dem Heimweg: Jäger bei Pinkelpause ertrunken!“, titelte bild.de am 2.4.2013. Demnach fand die Feuerwehr nach einer Feier des Jagdvereins die Leiche eines 52-jährigen Jägers im Dorfteiches von Blönsdorf (Brandenburg).
Ein Polizeihubschrauber und Feuerwehrleute mussten einen 46-jährigen Jäger mit 1,7 Promille Alkohol im Blut aus dem Eis retten. Dies meldete die Ostssee-Zeitung am 2.4.2013. Der Jäger war bei Malchin über zugefrorene Sümpfe gelaufen, als sein Jagdhund ein Wildschwein verfolgte.

In Österreich hatten sich in letzter Zeit Jagdunfälle mit Alkoholeinfluss gehäuft, so dass in der Presse Forderungen nach einem Alkoholverbot bei der Jagd laut wurden.
Den bekannten österreichischen Karikaturisten Bruno Haberzettl inspirierte dies zu seiner Karikatur "Problemjäger", die im März in der Wochenendausgabe der Kronen-Zeitung abgedruckt wurde.


Hasen: Dramatischer Rückgang!

Wildtierschutz Deutschland ermittelt jährlich den aktuellen Bestand der Feldhasen in Deutschland. Seit dem Jagdjahr 2007/2008 (April – März) fällt die Anzahl der Langohren dramatisch von Jahr zu Jahr. Wurden im Frühjahr 2007 noch etwa 1,7 Millionen Tiere ermittelt, so waren es im März 2012 gerade noch 940.000. An Ostern 2013 dürften noch etwa 820.000 Hasen über Deutschlands Fluren hoppeln.


Der Hauptgrund für das Verschwinden der Feldhasen liegt in der Art wie wir unsere Landwirtschaft betreiben: Monokulturen, intensive Düngung, Einsatz immer leistungsfähigerer Maschinen. Der Lebensraum wird zunehmend kleiner, es gibt kaum noch Brachen, Hecken, Deckung; ebenso fehlt die dringend benötigte Vielfalt des Nahrungsangebotes. Die Jagd setzt dem Bestand zusätzlich zu.

Im Jagdjahr 2011/2012 wurden deutschlandweit etwa 330.000 Feldhasen geschossen. „In dieser Situation ist der Verlust eines Drittels des Vorjahresbestandes durch die Jagd nicht vertretbar. Wenn wir so weitermachen wie in den letzten 10 Jahren, wird es gegen Ende dieses Jahrzehnts noch maximal 400.000 Feldhasen geben,“ erläutert Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland.
weiterlesen



Innerhalb von fünf Jahren 45 % weniger Feldhasen

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Presseecho

"Oster"-Hasen: Jagd soll verboten werden - Münstersche Zeitung, 30.3.2013
Wildtierschutz will Jagd auf Langohren stoppen - SWR, 29.3.2013
Ohne Brachflächen geht es dem Feldhasen an den Kragen - WELT, 29.3.2013
ARTENVIELFALT: Feldhase macht Tierschützern Kummer - Rhein-Sieg-Anzeiger, 26.3.2013
Immer weniger Feldhasen in NRW - Münsterländische Volkszeitung, 26.3.2013
SCHOCK-NACHRICHT VOR OSTERN: Sachsens Hasen vom Aussterben bedroht - BILD, 25.3.2013
weitere Presseberichte



 



weitere Plakate



"Wenn man mal auf Wildschweine geschossen hat..."

Interview mit Schauspieler Sascha Hehn im Magazin der Süddeutschen Zeitung Heft 11/2013:
Wären Sie fähig, jemanden umzubringen?
So wütend kann ich nicht werden, dass ich einem Menschen nach dem Leben trachte. Aber zur Selbstverteidigung? Kann sein. Ich bin Jäger, und wenn man mal auf Wildschweine geschossen hat, dann hat man auch kein Problem mit einem Zweibeiner. Ich hoffe, dass ich nie in eine solche Situation gerate.
Lesen Sie dazu: Menschen als Jägeropfer


Bundesrat lässt Jagdgesetz passieren

Der Bundesrat hat am 22.3.2013 trotz Protesten von betroffenen Grundstücksbesitzern und Tier- und Naturschützern das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften passieren lassen.
Lesen Sie das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften
Lesen Sie: Skandal: Der Gesetzesentwurf ist ein Kniefall vor der Jagdlobby

Der Beschluss des Bundesrats lautet:
"Der Bundesrat hat in seiner 908. Sitzung am 22. März 2013 beschlossen, zu dem vom Deutschen Bundestag am 28. Februar 2013 verabschiedeten Gesetz zur einen Antrag gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Grundgesetzes nicht zu stellen."
Lesen Sie den Beschluss des Bundesrats im Original


Offener Brief an Bundespräsident Gauck

Rechtsanwalt Dominik Storr hat im Namen von zahlreichen betroffenen Grundstückseigentümern in Deutschland einen Offenen Brief an Bundespräsident Joachim Gauck geschrieben, in dem er den Bundespräsidenten bittet, dieses Gesetz, das zweifelsohne ein Geschenk an die Jagdlobby darstellt, nicht zu unterzeichnen.
pdf-download:
Offener Brief von Rechtsanwalt Dominik Storr an Bundespräsident Gauck vom 25.3.2013: Jagdgesetzänderung trägt nicht dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.06.2012 Rechnung [223 KB]

Dem Schreiben beigefügt wurde die an den
Agrarausschuss gerichtete Stellungnahme, in der im Einzelnen aufgeführt ist, in welchen Punkten das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften gegen die Europäische Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz verstößt.



Offener Brief von Weingut Gänz an Bundespräsident

Das Bio-Weingut Gänz wendet sich mit einem Offenen Brief an den Bundespräsideten und bittet ihn, die vorliegende Änderung des Bundesjagdgesetzes nicht unterzeichnen:

"Eigentlich sollte in der Gesetzesänderung dem Eigentumsrecht und der Gewissensfreiheit, wie sie in der Europäischen Menschrechtskonvention verankert sind, Rechnung getragen werden. Demnach soll es Grundstückseigentümern ermöglicht werden, die Jagd auf ihrem Eigentum aus Gewissensgründen untersagen zu dürfen.
Als landwirtschaftlicher Betrieb mit Weinbergen, Feldern, Streuobstwiesen und Wald ist es uns ein Herzensbestreben, das vom EGMR zugesicherte Recht wahrzunehmen und die Jagd auf unseren Grundstücken zu verbieten.
Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass uns diese Möglichkeit, die uns der EGMR mit seiner Entscheidung ausdrücklich gegeben hat, wohl gezielt verwehrt werden soll. (...)"
pdf-download: Offener Brief der Winzerfamilie Gänz an Bundespräsident Joachim Gauck zur Änderung des Bundesjagdgesetzes [77 KB]



"Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Gesetzentwurf wird Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht gerecht –
Gleichzeitig stellen Gerichte immer mehr Grundstücke jagdfrei

Am 22. März 2013 steht der Gesetzesentwurf zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften auf der Tagesordnung des Bundesrats.
Die bundesweite Bürgerinitiative „Zwangsbejagung ade“ hat sich in einem Offenen Brief an alle Mitglieder des Bundesrats mit dem Appell gewandt, den geplanten Änderungen des Bundesjagdgesetzes nicht zuzustimmen. Währenddessen werden aufgrund von Gerichtsbeschlüssen immer mehr Grundstücke in Deutschland jagdfrei gestellt.
Lesen Sie die Pressemitteilung


PETA geht gegen adelige Waldbesitzer vor

Rehe radikal abgeschossen
Presseberichten der Neuen Westfälischen Zeitung vom 1.3.2013 zufolge kam es im Dezember 2012 bei einer von der Firma Salm Boscor GmbH & Co KG Erste Waldgesellschaft in einem Waldstück bei Siddessen veranstalteten Drückjagd zur Massentötung von mindestens 47 Rehen.
Zahlreiche Tierschutzorganisationen, darunter PETA Deutschland e.V., haben am 8.3.2013 über die auf Jagdrecht spezialisierte Kanzlei Storr aus Neustadt am Main (Bayern) Strafanzeige wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Paderborn eingereicht.
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Lesen Sie die Strafanzeige [120 KB]
Lesen Sie die Pressemeldung von PETA Deutschland


Presseecho

"PETA erstattet Anzeige wegen Reh-Abschuss - Massenabschuss in Revier bei Siddesen" titelt die Neue Westfälische am 13.3.2013.
Hier heißt es: "Nach einem Massenabschuss von Rehen in einem Revier bei Siddesen (Kreis Höxter) hat die Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. Derjenige, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund töte, mache sich strafbar, sagte Rechtsanwalt Dominik Storr, der die Interessen von PETA vertritt."
Lesen Sie den Artikel in der Neuen Westfälischen


MDR: Jagd - Pro und Contra

Als Talkgäste diskutierten mit dem Moderator Andreas Menzel

Steffen Liebig, Präsident Landesjagdverband
("Jagd dient dazu Arten zu schützen und ein Gleichgewicht herzustellen." )

Lovis Kauertz, Vorsitzender Wildtierschutz Deutschland e.V.
("Die Jagd verfehlt ihr Ziel, weniger Jagd ist mehr." )

Rüdiger Biehl, stellv. Leiter Nationalpark Hainich
("Der Wald darf bei uns wachsen wie er will, Tiere spielen dabei auch eine wichtige Rolle.")

Im weiteren Verlauf ging auch um die aktuellen
Strafanzeigen gegen die Massentötung von Füchsen in Bayern und Hessen.
Hierzu wurde Rechtsanwalt Dominik Storr, der die Strafanzeigen im Auftrag von Tierrechtsorganisationen gestellt hat, befragt.

Informationen zur Sendung
Sendung in der Mediathek ansehen


MDR: Jagdverbot aus Gewissensgründen

Der MDR THÜRINGEN berichtete am 11.3.2013 über Wald- und Flurbesitzer, die ein Jagdverbot auf ihren Grundstücken beantragt haben. Die Grundstückseigentümer berufen sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom Juni 2012.
Informationen zur Sendung
Sendung ansehen


SWR Fernsehen: Jagen verboten

"Jagen verboten - Warum Waldbesitzer Jäger aussperren dürfen"

Das SWR Fernsehen in Baden-Württemberg berichtete am 7.3.2013 um 20.15 Uhr über das neue Jagdrecht, wonach Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Grundstück verbieten können.
Informationen zur Sendung + Sendung ansehen


5.3.13: Jäger erschießt Jagdkollegen

In Oberbayern wurde ein Hobby-Jäger von einem Jagdkollegen erschossen. Der Jagdgast aus Österreich wurde mit Bauchschuss auf einem Hochsitz gefunden. Tatwaffe sei mit hoher Wahrscheinlichkeit das sichergestellte Gewehr seines 68 Jahre alten Jagdfreundes, meldet Main Echo online am 5.3.2013.


Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013



Novellierung des Bundesjagdgesetzes wird zur Farce

Wie sich die Lobby ihr eigenes Gesetz strickt

Am Donnerstag, den 28.2.2013 wurde im Deutschen Bundestag mitten in der Nacht die Umsetzung eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) beraten und beschlossen. Völlig unspektakulär wurden gegen 22:30 Uhr kleine Änderungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) in Zweiter und Dritter Lesung durch den Deutschen Bundestag gewunken.
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Massiver Lobbyeinfluss auf Jagdgesetzänderung

Gesetzentwurf der Bundesregierung provoziert Flut von Klagen – Bereits drei Grundstücke per Gerichtsbeschluss jagdfrei

Regelungen des Bundesjagdgesetzes verstoßen laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Menschenrechte. Doch der vorliegende Gesetzesentwurf torpediert das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ganz massiv – und verletzt Grundstückseigentümer, welche nicht wollen, dass Jäger ihren Grund und Boden betreten, um dort Tiere tot zu schießen, erneut in ihren Grund- und Menschenrechten.


Sollte dieses Gesetz in Kraft treten, würde somit eine Flut von gerichtlichen Verfahren provoziert werden – mit guten Erfolgsaussichten. So hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) am 30.1.2013 unter Berufung auf den Europäischen Gerichtshof in zwei Eilverfahren entschieden, dass auf den Grundstücken von zwei Tierschützern in Unterfranken mit Beginn des neuen Jagdjahres (ab dem 1. April 2013) vorläufig nicht mehr gejagt werden darf – und zwar ohne den Grundstückseigentümern hohe finanzielle Hürden und ein aufwändiges Antragsverfahren aufzuerlegen, wie es die Bundesregierung plant.
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Jäger: Kinder sind im Wald unerwünscht

Die Augsburger Allgemeine berichtet am 1.3.2013: "Kinder, die im Wald spielen, sind bei Elchinger Jägern unerwünscht. Nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen verlangen die Waidmänner, dass die Kinder dem Forst fernbleiben, weil sie sonst das Wild vertreiben und die Jagd damit für die Jäger unattraktiv wird. Der Konflikt droht nun zu eskalieren."



Strafanzeige: Massentötung von Füchsen in Hessen

Strafanzeige wegen der Massentötung von Füchsen in Hofgeismar (Hessen)
Massentötung von Füchsen war weder vom Tierseuchenrecht noch vom Jagdrecht gedeckt

Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung
Lesen Sie die Pressemeldung der Tierrechtsorganisation PETA
Lesen Sie dazu die Strafanzeige [125 KB]


Presseecho

Tierschützer zeigen Hofgeismarer Jäger an - Hessische / Niedersächsische Allgemeine HNA, 26.2.2013
"Eine Anzeige wegen "Massentötung von Füchsen" hat ein Rechtsanwalt aus dem bayerischen Neustadt gegen Jäger aus dem Kreisteil Hofgeismar gestellt. Nach Angaben des Juristen ist er von der Hofgeismarer Anti-Jagd-Allianz und der Tierschutzorganisation PETA beauftragt worden."

Strafanzeige gegen Jäger: Massentötung von mindestens 71 Füchsen - land-leute-online.de, 26.2.2013
"Kam es bei einer von den Hegegemeinschaften Reinhardswald, Essetal und Warmetal veranstalteten revierübergreifenden „Schwarzwildschwerpunktjagd“ zur beiläufigen Massentötung von mindestens 71 Füchsen? Tierschutzorganisationen wie die Anti-Jagd-Allianz e.V. aus Hofgeismar sowie die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V., sind davon überzeugt."

Strafanzeige gegen Jäger - extratip.de, 27.2.2013
Kristine Conrad von der Anti-Jagd-Allianz e.V: „Als Rechtfertigung für diese Massentötung wurde nachträglich vor allem die angebliche Seuchengefahr durch Tollwut und Fuchsbandwurm genannt.“ Allerdings seien Jäger für die Bekämpfung von Tierseuchen nicht zuständig.



Nach Jagdunfall: PETA fordert Verbot der Hobbyjagd

Nach tödlichem Jagdunfall in Zellingen: PETA fordert Verbot der „Hobbyjagd“ in Deutschland
Er war auf der Jagd und erschoss sich selbst: Nach einem tödlichen Jagdunfall im unterfränkischen Zellingen, bei dem in der Nacht auf Dienstag ein 66-jähriger Jäger ums Leben kam, fordert PETA Deutschland e.V. ein längst überfälliges Verbot der Hobbyjagd in Deutschland.
„Ob Mensch, Wild- oder ‚Haustier‘ – bei der Jagd besteht Gefahr für jedes Lebewesen, das einem Hobbyjäger vor das Gewehr läuft“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin bei PETA. „Selbst die Jägerschaft gibt mittlerweile offen zu, dass die Lust am Töten im Vordergrund steht.“
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26.2.13: Schuss tötet Jäger

"Beim Verstauen der Waffe: Schuss tötet Jäger", lautet die Schlagzeile der Abendzeitung München vom 26.2.2013.
Laut Polizeipräsidium Unterfranken war der 66-jährige Jäger aus dem Landkreis Main-Spessart am Montagabend zur Jagd gegangen. Am Dienstagmorgen habe seine Frau festgestellt, dass er nicht nach Hause zurückgekehrt war. Ein Jagdkollege suchte im Wald bei Zellingen und fand den Mann tot hinter seinem Pkw. "Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen spricht vieles dafür, dass sich der Schuss aus der älteren Langwaffe löste, als der 66-Jährige das Gewehr im Kofferraum seines Fahrzeugs verstauen wollte", so die Polizei.


Landesweite Jagd-Kontrollen in NRW

"Landesweite Jagd-Kontrollen in NRW - Polizei beschlagnahmt illegale Fallen - tote Greifvögel entdeckt", meldet das Komitee gegen den Vogelmord e.V. am 26.2.2013.
Im Kampf gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln und anderen Beutegreifern sind dmenach in den letzten fünf Tagen in Nordrhein-Westfalen mehr als 40 verdächtige Jagdreviere von Tierschützern durchsucht worden. Dabei wurden 18 illegale Fanganlagen, sieben tote Bussarde und ein mutmaßlicher Giftköder entdeckt und an die zuständigen Behörden gemeldet.
Detaillierte Fotodokumentation
Bericht des WDR (Lokalzeit Münsterland vom 25.2.2013), der den Fund einer Totschlagfalle am Freitag bei Ahaus zeigt


Strafanzeige gegen Massentötung von Füchsen

Im Auftrag mehrerer Tierrechtsorganisation, darunter PETA Deutschland e.V., Wildtierschutz Deutschland e.V. und der Initiative zur Abschaffung der Jagd hat Rechtsanwalt Dominik Storr Strafanzeige wegen einer Massentötung von Füchsen bei einer "Fuchswoche" im Spessart gestellt.
Lesen Sie dazu die Pressemitteilung
Lesen Sie die Strafanzeige als pdf-Datei [112 KB]


Presseecho

Strafanzeige gegen Fuchsjäger - Main Post, 19.2.2013
"Im Streit um Sinn oder Unsinn des Abschusses von 92 Füchsen im Landkreis Main-Spessart hat Rechtsanwalt Dominik Storr aus Neustadt am Main im Namen verschiedener Tierrechtsorganisationen nun Strafanzeige wegen Massentötung von Füchsen gegen die Verantwortlichen der bayerischen Jagdverbands-Kreisgruppen Lohr und Marktheidenfeld gestellt."

Jagdrecht: Jurist sieht Verstoß gegen Tierschutzgesetz - Auch revierübergreifendes Vorgehen aufs Korn genommen -
main-netz, 20.2.2013
"Ein juristisches Nachspiel hat eine Jagd im Landkreis Main-Spessart: »Wegen Massentötung von Füchsen durch die BJV-Kreisgruppen Lohr und Marktheidenfeld« hat Rechtsanwalt Dominik Storr (Neustadt-Erlach) mit Datum vom 15. Februar Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Würzburg gestellt."

92 tote Füchse -
Fränkischer Tag, 19.2.2013 [89 KB]
"Bei den Fuchswochen schossen Jäger im Spessart 92 dieser Raubtiere. Prompt haben Tierschützer Anzeige erstattet. Wie jedes Jahr entbrennt der gleiche Streit: Wo hört das Jagdrecht auf, und wo fängt der Tierschutz an?"

Strafanzeige gegen Jagdverbände - Radio Primaton, 19.2.2013
"Unter anderem sieht die Tierschutzorganisation PETA bei der Jagd, bei der Anfang des Monats 92 Füchse getötet wurden, einen mutmaßlichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz."



Das dritte Grundstück in Deutschland ist jagdfrei!

Die Erfolge reißen nicht ab: Rechtsanwalt Dominik Storr teilte uns heute mit, dass das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg mit Beschluss vom 19.02.2013 in einem Eilverfahren entschieden hat, dass auch auf dem Grundstück einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Damit ist das dritte Grundstück in Deutschland jagdfrei gestellt!

Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg schloss sich somit der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) an, der in zwei Eilverfahren entschieden hatte, dass auf den Grundstücken von zwei ethischen Jagdgegnern in Unterfranken mit Beginn des neuen Jagdjahres (ab dem 1. April 2013) vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Mit den beiden Beschlüssen vom 30.01.2013 hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshofs Rechtsgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelang es ethischen Jagdgegnern, ihr der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.


Eilanträge aus ganz Deutschland

Grundstückseigentümer aus ganz Deutschland haben bereits Eilanträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Grundstücke gestellt und fast täglich kommen neue hinzu. Die Lawine rollt!

Wir empfehlen Grundstückseigentümern, welche die Jagd auf ihrem Eigentum nicht länger dulden wollen, ebenfalls entsprechende Eilverfahren unter Berufung auf die Beschlüsse des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.01.2013 einzuleiten.
Um Ihrem Antrag mehr Nachdruck zu verleihen, gibt es das Angebot der Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade, Herrn Rechtsanwalt Dominik Storr mit der Durchsetzung Ihrer Rechte zu beauftragen, was auch ratsam ist, damit Ihr Begehren ernst genommen wird.
Kontakt per e-mail:
storr@buergeranwalt.com
Internetauftritt: www.buergeranwalt.com

Lesen Sie zu diesem Thema auch das Interview mit Rechtsanwalt Dominik Storr: „Die Jäger sind für die meisten Probleme selbst verantwortlich“



Öffentliche Anhörung "Änderung Bundesjagdgesetz"

Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat am 20.2.2013 in einer öffentlichen Anhörung über die Änderung des Bundesjagdgesetzes beraten.

Sehen Sie die Anhörung hier




Zu der Öffentlichen Anhörung wurden sieben Sachverständige eingeladen, die allesamt der Jagd- und Forstlobby zuzurechnen sind:
- Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Landesgruppe Brandenburg e.V.
- Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
- Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e.V.
- Vereinigung der Jäger des Saarlandes
- Waldbesitzerverband Niedersachsen e.V.
- Elisabeth Emmert, Bundesvorsitzende des Ökologischen Jagdverbands (ÖJV)
- Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, Technische Universität Dresden, Institut für Waldbau und Forstschutz



Stellungnahme Bürgerinitiative Zwangsbejagung ade

Der Bürgerbewegung "Zwangsbejagung ade" wurde die Möglichkeit eingeräumt wurde, eine schriftliche Stellungnahme für diese Anhörung abzugeben.
Rechtsanwalt Dominik Storr hat diese Stellungnahme im Auftrag der bundesweiten Bürgerinitiative "Zwangsbejagung ade" formuliert.
Lesen Sie die Stellungnahme an den Ausschuss, die auch an alle Bundestagsabgeordneten sowie alle Bundesratsmitglieder sowie die zuständigen Landesministerien geschickt wurde. [96 KB]



Nach Jagdunfall: PETA fordert Verbot der Hobbyjagd

Schwer verletzt bei Wildschweinjagd: Nach dem Jagdunfall in der Nähe von Humprechtshausen am vergangenen Sonntag, bei dem ein Treiber durch Geschossteile getroffen wurde, fordert PETA Deutschland e.V. umgehend ein längst überfälliges Verbot der „Hobbyjagd“ in Deutschland. Die Organisation weist darauf hin, dass durch etwa 350.000 Hobby-Jäger in Deutschland jedes Jahr durchschnittlich mehr als 300.000 Haustiere und rund 30 Menschen getötet werden – zusätzlich zu den etwa 5 Millionen tierischen Waldbewohnern.
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18.2.13: Spaziergänger angeschossen

Ein 37-Jähriger wurde bei einem Sonntagsspaziergang im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) angeschossen. Der Schuss, der laut der Polizei Bad Segeberg vermutlich aus einem kleinen Waldstück heraus abgegeben worden, traf den Spaziergänger am Bein.


15.2.13: Jagdunfall - Treiber schwer verletzt

"Wieder Jagdunfall: Geschossteile verletzen Treiber", tiltet die Main Post am 15.2.2013. Demnach hatte ein 51-jähriger Jäger Landkreis Haßberge bei einer Wildschweinjagd auf ein Wildschwein geschossen. Das Geschoss prallte offenbar ab und verletzte einen Treiber schwer. "In den vergangenen Wochen war es in Franken und dem restlichen Bayern immer wieder zu Jagdunfällen gekommen. Dabei wurde ein Mann getötet, mehrere Menschen erlitten Verletzungen", so die Zeitung.

Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


TV touring: JAGDGEGNER BEKOMMT RECHT!

JAGDGEGNER BEKOMMT RECHT! - Sehen Sie die Sendung des Lokalsenders TV touring vom 15.2.2013.
"Nach 7-jährigem Rechtsstreit bekam Roland Dunkel vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Recht. Er hatte gegen die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft geklagt. Nach deutschem Recht ist jeder Besitzer von weniger als 75 Hektar Wald, Wiese oder Ackerland zur Mitgliedschaft in einer solchen Genossenschaft verpflichtet. Die Jagd auf dem eigenen Grundstück musste damit einhergehend geduldet werden. Jetzt entschied die Justiz, dass dieser Zustand eine unverhältnismäßige Belastung für den Grundstücksbesitzer darstellt, wenn dieser die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt."



Bericht in ZDF heute nacht

Das ZDF berichtete am am Mi., 13.2.2013 in heute nacht über den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 30.1.2013.
Für diesen Beitrag wurde Roland Dunkel interviewt, auf dessen Grundstück ab 1. April 2013 nicht mehr gejagt wird.
Sehen Sie die Sendung in der Mediathek (ab Minute 5:22).



Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten 5.2.2013

Mit seinem Beschluss vom 30. Januar 2013 setzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshofs als erstes deutsches Gericht das Urteil des Europäischen Gerichtshofs um: Auf den Grundstücken von zwei Klägern, welche die Jagd auf ihrem Eigentum nicht mit ihrem gewissen vereinbaren können, wird mit Beginn des neuen Jagdjahres an (ab 1. April 2013) nicht mehr gejagt.
Lesen Sie die Pressemitteilung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs hier.


Rechtsanwalt Storr nahm den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zum Anlass, sich am 5.2.2013 erneut an alle Bundestagsabgeordnete zu wenden:
"Ich bitte Sie daher, dem gegenwärtigen Gesetzesentwurf, der das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ganz massiv torpediert und die Menschen- und Grundrechte von Grundeigentümern mit Füßen tritt, nicht zuzustimmen."
Lesen Sie diesen Brief in vollem Wortlaut



Landwirte für jagdfreie Flächen

Der aktuelle Gesetzentwurf zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften wirft viele Fragen auf und erfüllt nicht die Vorgaben, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) dem Gesetzgeber auferlegt hat.

So sollen beispielsweise Eigentümer, welche die Jagd auf ihren Grundstücken ablehnen, für sogenannte Wildschäden auf den umliegenden Flächen mithaften.

Diese eklatante finanzielle Hürde für eben jene Grundstückseigentümer missachtet nicht nur das Recht, das ihnen der EGMR unentgeltlich zugesichert hat, sondern steht auch in völlig unbestreitbarem Widerspruch zu den Fakten: Denn die Eigentümer jagdfreier Flächen sind nicht verantwortlich für entstehende Wildschäden - und sollten somit auch nicht finanziell zur Verantwortung gezogen werden.

Lesen Sie hierzu mehr in der Stellungnahme einiger Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet [107 KB] , welche ihre Grundstücke aus der Bejagung herausnehmen möchten.


Erfolg vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof

Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof schreibt Rechtsgeschichte: Verbot der Jagd auf dem Grundstück eines ethischen Jagdgegners

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30.01.2013, der unanfechtbar ist, in einem Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück eines ethischen Jagdgegners ab dem 1. April 2013 vorläufig nicht mehr gejagt werden darf (BayVGH, Beschluss vom 30.01.2013 - 19 AE 12.2123). Mit diesem Beschluss, den der Bayerische Verwaltungsgerichtshof ausführlich begründete, hat der erkennende Senat Rechtsgeschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelingt es einem ethischen Jagdgegner, sein der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden – mit wenigen Ausnahmen - jagdfrei zu stellen.
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Bayerischer Rundfunk, 6.2.2013:

Gerichtsurteil - Jagd-Gegner darf Abschuss verbieten (Bayerischer Rundfunk, 6.2.2013)
Hören Sie: "Die Jäger ärgern sich" - BR-Gespräch mit Enno Piening, Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbands



Tierschützer empört: Jäger nutzen NRW-Logo

Die Rheinische Post berichtet am 13.2.2013: »Tierschützer beklagen, dass Jäger das NRW-Wappen dazu verwenden, um einen öffentlichen Auftrag vorzuspiegeln. "Immer wieder werden Spaziergänger im Wald unter Hinweis auf das NRW-Wappen zurechtgewiesen", kritisiert Thomas Nachtigal vom "Komitee gegen den Vogelmord" aus Meerbusch.«
Lesen Sie den Artikel



Schüsse auf Pferde, Autos, Menschen:

Was Jäger verwechseln

Stellen Sie sich vor, Sie sind daheim in Ihrem Wohnzimmer und decken die Kaffeetafel für Ihre Familie. Plötzlich hören Sie einen lauten Knall – eine Gewehrkugel zertrümmert die Fensterscheibe und schlägt neben Ihnen in die Wand ein. - Sie meinen etwas gibt es nicht? Genau dies geschah letzte Woche im thüringischen Bickenriede: Während sich ein Ehepaar in seinem Wohnzimmer aufhielt, schlug eine Kugel durch die Glasscheibe der Tür ein. Es soll sich um einen Querschläger aus einer Jagdwaffe handeln.
(Thüringer Allgemeine, 1.2.2013).



Jäger-Geschosse durchschlagen nicht nur Wohnzimmerscheiben, sondern auch Autoscheiben:

So wurde ein französischer Autofahrer durch eine Jägerkugel getötet. Ein Jäger hatte eigentlich auf ein Wildschwein geschossen. Doch die Kugel prallte ab, schlug durch das Fahrerfenster und traf den Autofahrer in den Kopf. (thelocal.fr, 28.1.2013).

"Autofahrerin durch Schuss am Arm verletzt", titeln die Lübecker Nachrichten am 24.1.2013. Während der Fahrt im Kreis Rendsburg-Eckernförde habe ein Projektil die Scheibe der Fahrertür und anschließend den Oberarm der 45-Jährigen durchschlagen.

In letzter Zeit häufen sich Jagdunfälle, bei denen Jäger Pferde auf der Weide, Menschen, Häuser und Autos mit Wildtieren »verwechseln«:



Offener Brief an alle Bundestagsabgeordnete

Rechtsanwalt Dominik Storr schrieb im Namen der Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade und zahlreicher Grundstückseigentümer an alle Bundestagsabgeordneten.

Die Jagdgesetzänderung muss dem
Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der Europäischen Menschenrechtskonvention und der Gewissensentscheidung von Grundeigentümern Rechnung tragen!
Der vorliegende
Gesetzesentwurf, der noch im Februar 2013 vom Bundestag im Schnelldurchgang verabschiedet werden soll, ist jedoch eine schallende Ohrfeige für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und für alle aufrechten Bürger, die in Deutschland noch an ethische und demokratische Werte glauben.
Lesen Sie: OFFENER BRIEF zur 2. und 3. Lesung der Änderungen des Bundesjagdgesetzes im Deutschen Bundestag


Schreiben Sie an die Bundestagsabgeordneten!

Möchten Sie auch nicht, dass der Bundestag den geplanten Änderungen des Bundesjagdgesetzes zustimmt, weil es nicht sein kann, dass die Jägerlobby über die Grenzen der Europäischen Menschenrechtskonvention bestimmt und die Gewissensentscheidung von Grundstückseigentümer ohne jegliche wissenschaftliche Rechtfertigung mit Füßen treten darf?

Dann protestieren Sie mit!
Schreiben auch Sie an die Bundestagsabgeordneten und schließen Sie sich dem Offenen Brief von Rechtsanwalt Dominik Storr im Namen zahlreicher Grundstückseigentümer an!


Darf in Deutschland jede Lobby tun, was sie will?

Pressemitteilung vom 23.1.2013

Neues Jagdrecht wird den Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs nicht gerecht - Darf in Deutschland jede Lobby tun, was sie will?

Ende Februar 2013 sollen möglichst schnell und unspektakulär kleine Änderungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) in Zweiter und Dritter Lesung durch den Deutschen Bundestag gewunken werden. Grund für diese Gesetzesänderung ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.06.2012. Danach verstoßen Regelungen des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK): Es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren, wenn Grundstückseigentümer gegen ihren Willen zwangsweise Mitglied in Jagdgenossenschaften sind und damit die Jagd auf ihrem Eigentum dulden müssen. weiterlesen


PETA fordert Verbot der "Hobbyjagd" in Deutschland

Nach tödlichem Jagdunfall bei Walldürn: PETA fordert Verbot der „Hobbyjagd“ in Deutschland

Er zielte auf Wildschweine und erschoss einen Jäger-Kollegen: Nach einem tödlichen Jagdunfall nahe Walldürn, bei dem am vergangenen Samstag ein 60-jähriger Mann ums Leben kam, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. ein längst überfälliges Verbot der Hobbyjagd in Deutschland. PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.200 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.
weiterlesen


Null-Promille-Grenze und Psycho-Tests für Jäger

Nachdem ein Jäger bei einer Treibjagd in Niederösterreich unter Alkoholeinfluss einen jungen Mann erschossen hat, fordert der Österreichische Tierschutzverein "angesichts des explosiven Gemisches aus Alkohol und mangelnder psychologischer Eignung" erneut eine Null-Promille-Grenze bei der Jagdausübung sowie eine verpflichtete psychologische Verlässlichkeitsprüfung. Dies berichtet die Wiener Zeitung am 22.1.2013.


20.1.13: Bei Jagd auf Wildschweine erschossen

"60-Jähriger bei Jagd auf Wildschweine erschossen", titelt welt.de am 20.1.2013. Demnach wurde ein 60-jähriger Jäger bei einer Treibjagd auf Wildschweine im Neckar-Odenwald-Kreis von einem Kollegen mit einem Wildschwein verwechselt und tödlich getroffen.
Lesen Sie:
Menschen als Jägeropfer


19.1.13: 22-Jähriger bei Treibjagd getötet

"21-Jähriger bei Treibjagd getötet", titelt der ORF am 20.1.2013. Demnach wurde bei einer Treibjagd auf Wildschweine im Bezirk Mistelbach ein 21-Jähriger von einem Jäger tödlich getroffen. Der 55-jährige Jagdgast habe „offenbar im Übereifer“ geschossen - und den jungen Mann, der von der Feuerwehr aus als Treiber bei der Jagd dabei war, mit einem Wildschwein verwechselt.
Ein weiterer Jagdunfall ereignete sich am gleichen Tag in Oberösterreich: Bei einer Fuchsjagd Jäger traf ein Jäger seinen Bruder im Gesicht.
(apa.at, 19.1.2013)
Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013


Wildschweinschwemme "hausgemacht"

"Kirrung produziert Schwarzwild", überschreibt Dr. Helmut Stadtfeld, Vorsitzender des Tierschutzbeirates Rheinland-Pfalz, seinen Artikel für die Rheinische Bauernzeitung, Ausgabe vom 19.01.2013. Die erschreckend hohen Abschusszahlen von Wildschweinen spiegelten eine intensive Jagdtätigkeit, aber auch und vor allem eine unnatürlich hohe Bestandsdichte wider. "Im Rahmen der Ursachenforschung muss es erlaubt sein, sich einmal einer Verfahrensweise zuzuwenden, die heute zur Schwarzwildjagd gehört wie der Hut zum Jäger, dem Kirren", schreibt Dr. Stadtfeld. "Kirrung bedeutet nämlich vor allem, dass in vielen Revieren der Tisch für unser Schwarzwild ganzjährig reich gedeckt ist. Das Futterangebot wiederum ist bekanntlich ein ganz wesentlicher Faktor für die Entwicklung einer Wildtierpopulation." Der Tierschutzbeirat fordert ein Verbot des Kirrens.
Lesen Sie den Artikel unter www.tierschutzbeirat.de - siehe Pressetexte vom 19.1.2013


Offener Brief an Ministerin Aigner

Kniefall vor der Jagdlobby: Offener Brief von Rechtsanwalt Dominik Storr an Ministerin Aigner

Jahrelang wurde prozessiert, bis der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am 26.6.2012 sein Urteil fällte, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt.
Unter massiver Einflussnahme der Jagdlobby entstand ein Gestezesentwurf,
der die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umschifft und damit die in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verbrieften Menschenrechte von Grundstückseigentümern in Deutschland mit Füßen tritt.


Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtsanwalt Dominik Storr an Bundesministerin Aigner (7.1.2012)



Gesetzesentwurf: Kniefall vor der Jagdlobby!

Was auf den ersten Blick wie ein Erfolg scheint, ist in Wirklichkeit ein Skandal: Man muss bei dem 19-seitigen Gesetzesentwurf des BMVL zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften gar nicht mal zwischen den Zeilen lesen, um festzustellen, dass er die Handschrift der jagenden Lobby trägt. Dieser Gesetzesentwurf torpediert das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ganz massiv.


Skandal Nr. 1: Ein Grundstückseigentümer, der die Jagd ablehnt, kann das Ruhen der Jagd aus Gewissensgründen zwar beantragen – aber das heißt noch lange nicht, dass seinem Antrag auch tatsächlich stattgeben wird!
Zunächst einmal muss der Grundstückseigentümer „seine ethischen Motive glaubhaft machen“. Aber das reicht noch lange nicht aus: die Jäger und die Nachbarn dürfen mitreden: „Die Behörde hat vor ihrer Entscheidung über den Antrag eine Anhörung unter Einbeziehung aller Betroffenen durchzuführen: neben dem Antragsteller sind auch Jagdgenossenschaft, Jagdpächter, angrenzende Grundeigentümer, Jagdbeirat sowie Träger öffentlicher Belange anzuhören“, heißt es in dem Papier des BMVL.

Dieses aufwändige Procedere soll die Grundeigentümer ganz klar davor abschrecken, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Aber es geht noch weiter: Lesen Sie Skandal Nr. 1 bis 9



Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.


Vor diesem Hintergrund wagen immer mehr Jäger die Flucht nach vorne. Wir, die nichtjagende Mehrheit der Bevölkerung, sollen Verständnis für ihr Hobby, ihre »Passion« entwickeln.
weiter


Jagd: "weil sie uns Genuss und Lust bereitet"

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu:

„Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“
Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet.
Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."

Lesen Sie auch, was andere Jäger dazu sagen
Lesen Sie: Lusthaftigkeit des Tötens


Jägerzeitschrift: "Lust am Jagen"

Auch im Editorial der Jägerzeitschrift WILD UND HUND 22/2012 geht es um die Frage: "Warum jagen wir?"
Gleich zu Beginn wirft die Redakteurin die Frage auf, warum Jäger für die Jagd überhaupt eine eine hieb- und stichfeste Begründung bräuchten. Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, sei in der Öffentlichkeit verpönt. "Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz." Die Jägerin bedauert, dass die Lust am Jagen dadurch in den Hintergrund gedrängt werde: "Weshalb die Freude leugnen, die uns so gut tut und die uns zu dem macht, was wir sind - Menschen. ... Jagen ist etwas zutiefst Menschliches."


Ministerin Aigner erhält Negativpreis des NABU

Der Naturschutzbund NABU hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner mit dem „Dinosaurier des Jahres 2012“ ausgezeichnet – auch wegen ihrer Blockade bei der Neugestaltung eines umweltverträglicheren Jagdrechts.
„Ein Paradebeispiel für das von Lobbyinteressen geleitete Politikverständnis der Ministerin sei die geplante Novellierung des Bundesjagdgesetzes“; so der NABU in seiner Pressemitteilung vom 27.12.2012.


Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte Ende November einen Gesetzentwurf zur Änderung des Jagdrechts verschickt, der notwendige und sinnvolle Korrekturen enthielt. Nur eine Woche später wurde der Entwurf überraschend zurückgezogen. „Dass das von Ilse Aigner geführte Bundeslandwirtschaftsministerium so unvermittelt einen aus Naturschutzsicht fortschrittlichen Gesetzentwurf zurückzieht, zeigt den Einfluss der Jagdlobby auf die Politik“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.



Skandal: Jagdverband spielt Opferzahlen herunter

Wegen der Häufung von schweren Jagdunfällen bei Treibjagden im Dezember 2012 wird die Jagd in der Presse kritisch beleuchtet. Grund für den Deutschen Jagdschutzverband, die Opferzahlen herunterzuspielen:
In der Pressemeldung „DJV bedauert Jagdunfälle in Süddeutschland“ vom 12.12.2012 klagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Deuschle über „Versuche von Jagdgegnern, Einzelschicksale zu instrumentalisieren, um die Jagd schlecht zu machen“. Und weiter: „Mit Fantasiezahlen und haltlosen Behauptungen soll ein negatives Bild gezeichnet werden.“


So behauptet der DJV doch allen Ernstes in seiner Pressemeldung, Statistiken zufolge sei die Jagd sehr sicher: „In den vergangenen sieben Jahren gab es durchschnittlich zwei tödliche Jagdunfälle jährlich".

Das ist 100 Prozent Jägerlatein:
Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die „Strecke“ der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys.

Die einzige Organisation, die seit 2001 Jahr für Jahr eine Statistik über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen führt, ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd – wobei die Aufstellung lediglich aufgrund vorliegender Presseberichte erstellt wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs.

Für das Jahr 2012 sind 26 Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen dokumentiert [75 KB] .
Lesen Sie: Statistik 2012

Für das Jahr 2011 dokumentierte die Initiative zur Abschaffung der Jagd mindestens 35 Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen [64 KB] .
Lesen Sie: Statistik 2011

Für das Jahr
2010 dokumentierte die Initiative zur Abschaffung der Jagd 10 tödliche Jagdunfälle sowie 15 Tote durch Familientragödien in Jägerhaushalten und Straftaten mit Jägerwaffen. [62 KB]

Es stellt sich die Frage, wer hier Fantasiezahlen verbreitet...

Und es gibt noch mehr Jägermärchen in der Pressemeldung des DJV:

"Jagdunfälle mit Verletzungen unterschiedlichen Schweregrads kommen nach Angaben des LSV mehrere hundert Mal jährlich vor. Allerdings liegt hier die Ursache selten im unsachgemäßen Gebrauch von Schusswaffen, wie Jagdgegner oft glauben machen wollen. Eher sind es Dornen, tief hängende Äste, Baumstümpfe, Steine und Unebenheiten des Bodens, die bei Jägern oder Jagdteilnehmern zu Verletzungen wie Prellungen, Brüchen oder Schnittwunden führen können."

- Wie bitte? Jagdunfälle entstünden aufgrund von Dornen, Ästen oder Steinen?
Lesen Sie eine Zusammstellung über schwere Jagdunfälle durch Schusswaffen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Lesen Sie auch: Drei schwere Jagdunfälle am Wochenende - Wann endlich schützt der Staat Tiere und Menschen?



Krieg in Wald und Flur

Seit im Herbst wieder die großen Treib- und Drückjagden begonnen haben, herrscht wieder Krieg in Wald und Flur:
Tiere werden von den Jägern massenhaft abgeknallt. Gliedmaßen werden weggeschossen, Sozialstrukturen auseinandergesprengt, Jungtiere verlieren ihre Eltern, angeschossene Tiere leiden tagelange Qualen. Tiere flüchten über die stark befahrenen Straßen, öffentliche Wege sind gesperrt, überall erdröhnen Schüsse. Haustiere werden mit Wildtieren "verwechselt" und auch auf Menschen wird geschossen...
Siehe hierzu: Menschen als Jägeropfer
Sehen Sie einen Film, wie ein Jäger ein Wildschwein erschießt


Wann endlich schützt der Staat Tiere und Menschen?

Die Politik hat es in den letzten Jahrzehnten zugunsten der Jagdlobby versäumt, die Jagd zu reformieren, sie nach modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gemäß dem Staatsziel Tierschutz auszurichten.
Solange die zuständigen Politiker immer nur den Sinn der Jagd und nicht deren kompletten Widersinn postulieren, wird es weiterhin Tote und Verletzte geben.
Der Gesetzgeber hat es versäumt, die Tiere vor den Jägern zu schützen. Ist es ihm wirklich zuzutrauen, die Bevölkerung vor der Jagd zu schützen - und zwar bevor Menschen erschossen werden?

Wann kommt endlich eine Reform der Jagdgesetzgebung?

Jagd und Jäger geraten zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik.
Seit Jahren kritisieren nicht nur Natur- und Vogelschützer, sondern auch renommierte Wissenschaftler die Jagd mit Zahlen und Fakten. So ist längst erwiesen, dass die Freizeitjagd überflüssig und schädlich ist und sich nicht mit wissenschaftlichen Argumenten rechtfertigen lässt - auch nicht in unserer heimischen Kulturlandschaft. Juristen machen zudem geltend, dass viele Regelungen der Jagdgesetzgebung nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar sind, seitdem der Tierschutz zum Staatsziel erhoben worden ist (Art. 20a Grundgesetz).
Lesen Sie die Forderungen für die Novellierung der Jagdgesetze

Lesen Sie auch:
Die großen Treibjagden seit Jahren in der Kritik
Schüsse auf Pferde, Autos, Menschen: Was Jäger alles verwechseln
Tierschutzorganisationen schalten wegen ministerieller „Wildschweinhetze“ Anwaltskanzlei ein
Wildschweine: Jagd funktioniert nicht: Von Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland
Ursachen der Wildschweinschwemme
Tierschutz und Bewegungsjagd – Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) [51 KB]

Machen Sie mit: Erklärung: Ächtung von Treib- und Drückjagden



Tipps bei der Begegnung mit Jägern

Liebe Tierfreunde,
ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?
Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern


Buchprojekt: Erfahrungen mit Jägern

Für ein Buchprojekt, das sich mit dem Auftreten von Jägern in der Öffentlichkeit befassen soll, sucht eine Autorin Menschen, die ihre (schlechten) Erfahrungen mit Jägern mitteilen möchten.
Das Buch soll einerseits aufzeigen, wie sich Jäger ihren Mitmenschen gegenüber benehmen, andererseits sollen aber auch die Hintergründe beleuchtet werden, die es den Jägern ermöglichen, mit ihrem Verhalten durchzukommen. Politische und gesellschaftliche Verstrickungen sollen aufgezeigt werden.
Haben Sie sich schon einmal bei einer Behörde, der Gemeindeverwaltung, der Polizei oder bei einem Tier- oder Naturschutzverein über das Verhalten von Jägern beschwert? Wie wurde dort mit Ihrer Beschwerde umgegangen? Haben Sie mit Ihrer Beschwerde irgendetwas erreicht? Haben Sie schon einmal einen jagdkritischen Leserbrief verfasst? Wie waren die Reaktionen? Wie ist die Berichterstattung in Ihrer Heimatzeitung?

Bitte schicken Sie Ihre Berichte direkt an die Autorin: chicco471@aol.de.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich in dem Buch nur Berichte verwenden kann, bei denen Name und Adresse des Verfassers bekannt sind. Selbstverständlich werden aber im Buch weder Ihr Name noch Ihre Adresse veröffentlicht.



31.12.12: Jäger nach Schuss auf Auto festgenommen

„Jäger nach Schuss auf Auto festgenommen“, titelt der Südkurier am 31.12.2012. Demnach wurde ein Auto bei der Fahrt durch Pfedelbach (Hohenlohekreis) beschossen. Der Schuss stammte aus der Jagdwaffe eines 61-jährigen Jägers.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2012


2.1.13: Jäger schießt auf Fuchs und verletzt Mann

„Jäger schießt auf Fuchs und verletzt Mann“, titelt Welt.de am 2.1.2013. Demnach hatte ein Jäger im Kreis Mainz-Bingen am Vormittag des Silvestertages mit Schrot auf einen Fuchs geschossen. Die Munition prallte ab und traf einen Mann, der als Gast bei der Jagd dabei war.
Lesen Sie: Menschen als Jägeropfer


29.12.12: Wildschwein-Flucht vor Jagd auf Terrasse

Eine Treibjagd in Unterfranken hat Wildschweine so aufgescheucht, dass sie auf der Flucht vor den tödlichen Schüssen in ein Wohngebiet rannten: „Wildschweine flüchten vor Jägern auf Dachterrasse“, titelt die Abendzeitung München am 29.12.2012. Demnach sind zwei Wildschweine durch ein offenes Hoftor über eine Treppe auf die Dachterrasse eines Hauses in Neubrunn bei Würzburg gerannt. Die Flucht nützte den Tieren nicht: Die Polizei erschoss sie gemeinsam mit einem hinzugerufenen Jäger auf der Terrasse.


22.12.12: Schüsse im Wohngebiet

»Jagdszenen am Osternburger Kanal: Anwohner klagen über Schüsse im Wohngebiet – „Leute haben geschrien vor Angst“«, titelt die Nordwest Zeitung am 22.12.2012. Demnach seien am Freitagnachmittag plötzlich Schüsse im Oldenburger Wohngebiet An der Großen Wisch gefallen. Die Zeitung berichtet, dass Anwohner Angst um ihre Kinder und ihre Hunde hatten. Einige Anwohner hätten in ihrem Garten in Deckung gehen müssen. Einige Betroffene riefen die Polizei. „Das kann doch nicht sein, dass die in Richtung Wohngebiet schießen“, zitiert die Nordwest Zeitung eine Anwohnerin. „Die Leute hier haben geschrien vor Angst!“
Der Kreisjägermeister wiegelt ab: Die Jäger hätten sich vermutlich völlig korrekt verhalten hätten und es sei normal, dass es knallt.
Die Anwohner wollen jetzt eine Unterschriftensammlung gegen Schüsse in der Nähe von Wohngebieten starten.


21.12.12: Hund in Nürnberg grundlos abgeknallt?

"Hund in Nürnberg grundlos abgeknallt? - Jäger zieht den Zorn Rehhofs auf sich - Die Polizei ermittelt", titelt www.nordbayern.de am 21.12.2012. Demnach hat ein Jäger im Nürnberger Stadtteil Rehhof eine Hovawart-Hündin erschossen – beim Spaziergang mit ihrem Herrchen, auf einer Wiese unweit des Wohngebiets, auf der Menschen unterwegs waren. Die fünfeinhalbjährige Hündin habe mit anderen freilaufenden Tieren gespielt, als der Hundehalter den Schuss hörte und mit ansehen musste, wie sein Hund starb. Der Rentner habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
Der Jäger habe den Zorn des Viertels auf sich gezogen. „Zeugen berichten, er habe unterschiedliche Gründe für den Abschuss genannt. Angeblich will er das Tier mit einem Fuchs oder Reh verwechselt haben“, so nordbayern.de.
Lesen Sie:
Jägeropfer: Haustiere


20.12.12: Jäger wegen Mordverdacht verhaftet

„Jäger aus Gotha wegen Mordverdacht verhaftet“, titelt www.otz.de am 20.12.2012. Demnach soll ein Jäger im Oktober einen 69-Jährigen auf einem Feldweg erschossen haben. „Angehörige hatten die Leiche des 69-Jährigen am 23. Oktober leblos neben seinem roten Kleinwagen gefunden“, so die Zeitung. Der Verhaftete sei im Besitz der Tatwaffe.
Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2012
Statistik 2012


16.12.12: Schrotschuss in den Kopf

„65-jähriger Jäger durch Schrotkugel verletzt“, titelt der ORF am 16.12.2012. Demnach hatte ein 20-jähriger Jäger bei einer Niederwildjagd im Bezirk Korneuburg dem 65-Jährigen aus Versehen am Kopf getroffen.
„Der Vorfall setzt eine Reihe von Jagdunfällen der vergangenen Wochen fort“, so der ORF. „Vor allem in Nieder- und Oberösterreich wurden seit November mehrfach versehentlich Personen angeschossen, einmal auch ein Fohlen.“


Serie von Jagdunfällen in Österreich

"Die Jagdunfälle in Österreich häufen sich in letzter Zeit", meldet heute.at am 15.12.2012. Aktuell hat sich ein 55-jähriger Jäger bei einem Unfall mit einer Jagdwaffe verletzt. Nur wenige Tage zuvor sei ein Jäger durch die Schrotkugel eines Kollegen verletzt worden. "In den vergangenen Wochen kam es in Österreich gehäuft zu Unfällen bei der Jagd, mehrfach wurden vor allem in Nieder- und Oberösterreich versehentlich Menschen durch Kugeln verletzt", so heute.at.

Lesen Sie die Statistik:
Jagdunfälle 2012 in Österreich


BR: Jagdunfälle - Wenn der Schuss daneben geht

Unter dem Titel "Jagdunfälle - Wenn der Schuss daneben geht" beschäftigte sich die Frankenschau des Bayerischen Fernsehens am 14.12.2012 mit der aktuellen Häufing von schweren Jagdunfällen: "Jagen kann gefährlich sein: Bundesweit kommt es jedes Jahr zu 800 Jagdunfällen, 40 davon enden tödlich. Doch woran liegt das? Die Verbände reagieren bestürzt auf die jüngesten Vorfälle, sehen aber keinen Handlungsbedarf."



„Schusshitzigkeit“ und übertriebener Jagdeifer

Auch die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Franken und Oberbayern macht sich Sorgen: "In den beiden letzten Wochen haben sich mehrere schwere Jagdunfälle in Bayern ereignet, davon einer mit tödlichem Ausgang." Über 70 Prozent aller Unfälle mit Jagdwaffen ereigneten sich demnach bei Gesellschaftsjagden. "Natürlich weiß jeder Jäger um die Gefahren bei Treib- und Drückjagden. Und doch führen Leichtsinnigkeit, „Schusshitzigkeit“ oder übertriebener Jagdeifer schnell zu einer Gefährdung der Jagdkameraden."



12.12.12: Jäger bei Treibjagd angeschossen

Bei einer Treibjagd auf Hasen in Langegg (Bezirk Leibnitz) wurde ein 52-jähriger Jäger von einem Jagdkollegen aus Versehen angeschossen und schwer verletzt. Dies meldet der ORF am 12.12.2012. „Derzeit ist er auf der Intensivstation in Behandlung; angeblich sei auch der Herzbeutel des Opfers verletzt“, so der ORF - und verweist auf ähnliche Fälle:
Jäger bei Treibjagd angeschossen (30.11.2012)
Jäger traf Jäger statt Wildschwein (4.12.2012)


11.12.12: Schonzeitvergehen

“Ein Schuss aus dem Jagdgewehr des Leiters des NRW-Landesbetriebs Wald und Holz, Andreas Wiebe (54, Grüne), beschäftigt demnächst den Landtag“, meldet die Rheinische Post in ihrer online-Ausgabe vom 11.12.2012. Presseberichten zufolge hat der Forst-Behördenleiter bei einer Hubertusjagd am 3. November einen Rehbock geschossen, obwohl dieser Schonzeit hatte



Drei schwere Jagdunfälle am Wochenende

Wann endlich schützt der Staat Tiere und Menschen?

Am Samstag, den 8.12.2012 kam es zu drei schweren Jagdunfällen in Bayern:

Bei einer Treibjagd in Unterfranken wurde ein Mann statt eines Wildschweins von einem Jäger erschossen. Der 66-Jährige hatte am Samstagvormittag im Gramschatzer Wald als Treiber bei einer Treibjagd auf Wildschweine teilgenommen.
Laut Polizei hatte er gegen 10.00 Uhr etwa 500 Meter Ortsteil Gramschatz entfernt ein Wildschwein aufgeschreckt, als er von einem Schuss tödlich getroffen wurde. Insgesamt hatten etwas 30 Jäger und 30 Treiber an der Treibjagd teilgenommen.

Bei einer Treibjagd aus Hasen in Mittelfranken wurde ein Treiber von einer Ladung Schrot im Gesicht getroffen.

Bei einer Treibjagd in der Oberpfalz schoss eine Jägerin einem Jäger mit der Schrotflinte in die Beine.


Lesen Sie: Krieg in Wald und Flur


Der Fuchs - ein Problem für Jäger

"Der Fuchs ist nur ein Problem für Jäger", sagt Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland, in einem wirklich lesenswerten Interview mit der Saarbrücker Zeitung (11.12.2012).
Beim Fuchs könne am ehesten die Sinnlosigkeit einer Jagd gezeigt werden, so Natale. "Wenn die Gesellschaft irgendwann erkennt, dass die Fuchsjagd keinen Sinn macht und man sie nicht mehr haben will, dann wird sich die Gesellschaft auch über andere Aspekte der Jagd Gedanken machen."
Lesen Sie das Interview

Mit seinem Buch „Das Märchen vom Fuchs“ präsentiert Mario Natale ein neuzeitliches Märchen, in dem er die in den Medien verbreiteten Schauer- und Lügenmärchen aus Jägerkreisen über den Fuchs aufgreift und widerlegt.


Kampagne: Schonzeit für Füchse!

Der Rotfuchs gehört in Deutschland zu den wenigen Wildtierarten, die ganzjährig bejagt werden – ohne dass es für diese intensive Verfolgung einen stichhaltigen Grund gäbe. Organisationen aus ganz Deutschland haben daher eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, in der sie die Einführung einer umfassenden bundesweiten Schonzeit für Füchse fordern.
Informationen:
www.schonzeit-fuer-fuechse.de


Jäger-Klage gegen die Fuchsschonzeit scheitert

5.12.2012: Ein saarländischer Jäger und Schafhalter ist beim Verwaltungsgericht mit dem Versuch gescheitert, eine Ausnahmegenehmigung von der Fuchsschonzeitverordnung zum zeitlich unbegrenzten Abschuss von Füchsen zu erstreiten.
In der Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts des Saarlandes heißt es dazu: „Im März 2010 hatte die Landesregierung u.a. aus Gründen des Tierschutzes eine Schonzeit für Füchse zwischen dem 15. Februar und dem 16. August eines jeden Jahres angeordnet. Ziel der Verordnung ist es, Füchsen eine ungestörte Aufzucht ihrer Jungtiere zu ermöglichen. Der bis dahin mögliche Abschuss der Fuchseltern habe ein qualvolles Verhungern der unversorgten Welpen und Jungfüchse zur Folge gehabt. Dies sei mit den Vorgaben des Tierschutzes nicht zu vereinbaren.“
Der dagegen klagende Jäger hatte behauptet, einem derartigen Schonungsgebot fehle jede wildbiologische Grundlage und das Abschussverbot sei allein „politisch“ motiviert gewesen.
In seinem am 5.12.2012 verkündeten Urteil (Akz.: 5 K 640/12) ist das Verwaltungsgericht dieser Auffassung nicht gefolgt und hat die Klage abgewiesen.
„Seit der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz (Art. 20 a GG) komme diesem besondere Bedeutung zu. Das gelte auch für die Jagd. Einem Schafhalter stehe ein Anspruch auf ein von Beutegreifern und Nahrungskonkurrenten völlig freies Umfeld für die Lämmeraufzucht nicht zu“, so das Verwaltungsgericht.


Tierschutzverband fordert Alkoholverbot für Jäger

Nach einer Reihe von Jagdunfällen fordert der Österreichische Tierschutzverband gesetzliche Maßnahmen:
- Ein absolutes Alkoholverbot für Jäger
- einen verpflichtenden Alkotest nach Jagdunfällen
- eine psychologische Überprüfung von angehenden Jägern
- einen regelmäßigen Sehtest bei Jägern ab einem Alter von 50 Jahren.

Im Ö1-Morgenjournal vom 4.12.2012 sagte Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein: "Wenn sich Leute, die befreundet sind, gegenseitig kontrollieren, reicht das nicht."
Quelle: DiePresse.com, 4.12.2012


Skandal:

5.12.2012: Bundesregierung hält am Abschuss von Hunden und Katzen fest
Auf Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an das Bundeskanzleramt bestätigt das von Frau Aigner geleitete Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dass ihr Ministerium am so genannten „Jagdschutz“ festhalten will. Der Jagdschutz regelt in den Jagdgesetzen den Abschuss von Hunden und Katzen. mehr

Jedes Jahr werden nach Schätzungen von Tierschutzorganisationen über 300.000 Katzen und etwa 40.000 Hunde von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen.
Als Grund für die Haustierabschüsse gibt die Jägerschaft das angebliche »Wildern« der Tiere an. Doch welcher Familienhund reißt wirklich ein Reh und welche Hauskatze fängt einen Feldhasen? - Der Tod eines geliebten Tieres ist für viele Menschen ein Schicksalsschlag. Was es aber für den einzelnen oder eine Familie bedeutet, wenn der Hund oder die Katze von einem Jäger erschossen wird, ist kaum vorstellbar. Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Jäger-PR: Wenn die Argumente ausgehen....

Da immer weniger Menschen das Jägerlatein glauben und den Jägern offenbar die Arguemente ausgehen, scheinen die Hobby-Tiertöter nun wirklich alles zu versuchen, um sich in der Öffentlichkeit nett darzustellen und ihr blutiges Treiben zu verbrämen:

Ein Beispiel ist die PR-Kampagne
"Jäger helfen einkommensschwachen Familien".

Oder die
Plakatkampagne des Bayerischen Jagdverbands mit Bildern von Jägern umgeben von Blumen. Sehr schön auch: Jäger als Retter der Rehkitze.


Ein weiteres Beispiel: Der Chef des Deutschen Jagdschutzverbands Hartwig Fischer tritt als Schirmherr für den „Baum des Jahres 2013“ (Wildapfelbaum) auf.
In der Jäger-PR heißt es: „So pflegen Jäger jährlich 5.700 Streuobstwiesen – eine Fläche, so groß wie 2.000 Fußballfelder.“ - Mathematisch umgerechnet ist diese Zahl überhaupt nicht beeindruckend: Bei 340.000 Jägern „pflegt“ jeder 60. Jäger eine Streuobstwiese. Jeder Hobbygärtner betreibt mehr Naturschutz – und das, ohne Tiere tot zu schießen Jäger ballern zudem jährlich 1.500 Tonnen hochgiftiges Blei in unsere Natur. Dies führt zu einer Anreicherung von toxischen Schwermetall in den Nahrungsketten. Dies ist kein angewandter Naturschutz, sondern angewandte Naturvergiftung!
Wenn Sie der Dr. Silvius Wodarz Stiftung, die den „Baum des Jahres“ ausruft und eigentlich recht unterstützenswerte Arbeit macht, Ihre Meinung mitteilen möchten, schreiben Sie an info@baum-des-jahres.de


5.12.12: Jäger statt Wildschwein geschossen

Bei einer Treibjagd auf Wildschweine in einem Waldgebiet bei Purkersdorf wurde ein 54-jähriger Jäger an der Schulter angeschossen und schwer verletzt. Der Schütze war ein 81-jähriger Jäger, meldet Die Presse am 5.12.2012. Der Mann hatte statt eines Wildscheins den Jagdpächter getroffen. "Er haben den 54-Jährigen nicht gesehen", so Die Presse.
Der Österreichische Tierschutzverband fordert erneut regelmäßige Sehtests bei Jägern.

Die Kleine Zeitung weist am 4.12.2012 darauf hin: "In der jüngeren Vergangenheit kam es vermehrt zu Jagdunfällen. So schoss sich erst Mitte November ein Jäger im Weinviertel mit einer Schrotflinte selbst in die Hand, Ende des Monats traf ein 46 Jahre alter Weidmann in St. Florian bei Linz statt einem Hasen einen 68-jährigen Kollegen..."


4.12.12: Jäger schießt sich selbst in den Fuß

Bei der Jagd auf Wildschweine hat sich ein 47-jähriger Jäger mit seinem Gewehr den rechten Fuß durchschossen. Regionales.t-online.de meldet, der Jäger habe in einem Maisfeld im Landkreis Ludwigslust-Parchim offenbar das Gewehr auf seinem Fuß abgesetzt, nachdem er versucht hatte, ein Wildschwein zu erlegen. Dabei löste sich der Schuss.


4.12.12: Treibjagd - Kind verletzt, Kaninchen tot

“Treibjagd wirft Fragen auf: Verletztes Kind und erschossenes Kaninchen nach Jagdtreiben am Wochenende“ titelt die Rheinpfalz am 4.12.2012.
Demnach hatten mehr als 60 Jäger eine Treibjagd auf Wildschweine und Füchse veranstaltet. Dadurch aufgescheucht habe sich ein Wildschwein in einen Garten im Neubaugebiet geflüchtet, wodurch ein zweijähriges Kind verletzt wurde. Zudem sei ein handzahmes Kaninchen in dem Wohngebiet angeschossen aufgefunden worden. „Dass das Kaninchen voller Schrot gewesen sei, ließ der Veterinär auf RHEINPFALZ-Anfrage bestätigen“, schreibt die Zeitung.



2.12.12: Treibjagden - Wildschweine auf der Flucht

"Flucht eines Wildschweins endet in einer Sektkellerei", titelt das Bieler Tagblatt am 2.12.2012. Laut Polizei sei das Tier war im Verkaufsraum der Sektkellerei in Wachenheim bei Ludwigshafen aufgetaucht und habe die Mitarbeiter in Angst und Schrecken versetzt. Der Keiler sei auf der Flucht vor einer Treibjagd gewesen. Seine Flucht nütze ihm nichts - er wurde schließlich von einem Jäger erschossen.





Jetzt finden überall die großen Treibjaden statt. Und so ist immer wieder von Wildschweinen zu lesen, die auf der Flucht vor Jägern und Jagdhunden in Todesangst - zum Teil auch angeschossen, verletzt und blutig - in Wohngebiete rennen. Dann steht am nächsten Tag in der Zeitung: "Wildschwein randaliert im Wohnzimmer". Erst am Ende des Berichts heißt es dann, das Wildschwein sei auf der Flucht vor einer Treibjagd oder es sei angeschossen gewesen. Der Schaden, der durch die Jagd verursacht wurde, bleiben den Hausbewohnern.
Sind nun die Wildschweine so gefährlich - oder nicht vielmehr die Jäger?



2.12.12: Treibjagd auf Pferdewiese

„Treibjagd: Pferde fliehen aus ihrer Wiese“, titelt die Münsterländische Volkszeitung am 2.12.2012. Demnach sind während einer Treibjagd sind am Donnerstagnachmittag sechs Pferde aus einer Koppel in Ladbergen ausgebrochen. „Warum bei einer Jagd eine Koppel betreten wird, erschließt sich für den Pferdebesitzer allerdings nicht“, so die Zeitung.

Es scheint sich um die gleiche Treibjagd zu handeln, von der der
WDR berichtete: Grundstückseigentümer Andre Hölscher wollte verhindern, dass die Hobbyjäger auf seinem Grund und Boden Tiere tot schießen.


30.11.12: Grundstücksbesitzer contra Jäger

Der WDR (Sendung Lokalzeit) und die Münsterländische Volkszeitung berichten am 30.11.2012 von dem Grundstückseigentümer Andre Hölscher, der sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte beruft und die Jagd auf seinem 4,6 Hektar Grund und Boden nicht länger dulden will. Und so steht er – bekleidet mit einer Warnweste – auf seiner Wiese, weil der Jagdpächter eine Treibjagd auf Hasen und Kaninchen veranstaltet.

Die Münsterländische Volkszeitung schreibt: „Die Jäger betreten die Weide, Andre Hölscher zieht sich langsam zurück. In einer Hand hält er ein Schild hoch. „Keine Jagd auf meinem Grundstück!“ ist darauf zu lesen.“


30.11.12: Jäger bei Treibjagd angeschossen

Statt eines Hasen hat Jäger bei einer Treibjagd bei Linz seinen Jagdkollegen getroffen. Dies berichtet der ORF am 30.11.2012. Die Kugeln hätten den Jagdkollegen aus 30 bis 50 Meter Entfernung in Oberarm und Bauchbereich getroffen.

Der ORF verweist auf ähnliche Fälle in jüngster Zeit:
Jäger erschießt Fohlen statt Wildschwein (ooe.ORF.at; 14.11.2012)
Spaziergänger bei Treibjagd angeschossen (ooe.ORF.at; 10.11.2012)
Jäger schoss sich selbst in die Hand (ooe.ORF.at; 2.9.2012)
Jäger bei Hirschjagd verletzt (ooe.ORF.at; 10.8.2012)
Umfrage: Jagd verliert an Image


30.11.12: Treibjagd - Hirsch springt in Auto

"Gejagter Hirsch durchbricht die Windschutzscheibe", titelt nachrichten.t-online.de am 30.11.2012. Demnach rannte ein Jäger auf während einer Treibjagd auf die Bundesstraße 188 gerannt und stieß dort mit einem Auto zusammen.


Alkverbot für Jäger gefordert

"Immer mehr Verwechslungen: Alkverbot für Jäger wegen "falschen" Abschüssen", titelt heute.at am 28.11.2012 und schreibt: "Seit Beginn der Jagdsaison kommt es wieder vermehrt zu tragischen "Verwechslungen". Ein im Dunkeln "versehentlich" geschossenes Fohlen, ein Schuss in ein Wohnzimmerfenster anstelle auf ein Reh - für Jagdunfälle gibt es viele Ursachen. Ein bekanntes Problem: Alkohol."
Lesen Sie den Artikel
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftatenmit Jägerwaffen 2012


27.11.12: Spaziergängerin gerät in Treibjagd

Mit dem Titel "Perverses Quälen und Ermorden von Tieren" ist eine Leserzuschrift im Bergsträßer Anzeiger vom 27.11.2012 überschrieben. Darin wird berichtet, wie eine Spaziergängerin in eine Treibjagd geriet und unfreiwillig Zeugin grausamster Szenen wurde. »Während die Jagd angeblich "nur den Wildsäuen" galt, wurden Rehe von freilaufenden Jagdhunden grausam gehetzt. Die Rehe rannten panisch und total verstört um ihr Leben und verfingen sich in Zäunen verfingen und verletzten sich. Auf Einlassung meiner Frau zwei allmächtigen Jägern gegenüber erfolgte nur Hohn und Spott.«
Lesen Sie den aufrüttelnden Bericht


Hobbyjagd vs. Massentierhaltung?

Eine zunehmend beliebte Rechtfertigung der Hobbyjäger scheint die Aussage zu bilden, dass die Jagd aus Sicht des Tier- und Naturschutzes eine „bessere“ Möglichkeit der Nahrungsbeschaffung böten als Supermärkte. Hierdurch wird möglicherweise der Eindruck erweckt, Hobbyjäger und -Angler hätten für sich den Bedarf einer Kritik an den in Massentierhaltungen herrschenden Produktionsbedingungen entdeckt. Dem ist natürlich nicht so.

Lesen Sie den Artikel
"Hobbyjagd und Freizeitangelei vs. Massentierhaltung: Die Cholera als Argument für die Pest" von Werner Hupperich.


Spanischer Minister mit Hirschhoden auf Kopf

Skandal in Spanien: Der Tourismusminister von Mallorca posiert nach einer erfolgreichen Jagd mit Hirschhoden auf dem Kopf.
"Spanischer Minister zeigt Eier – aber wenig Hirn", titelt
www.20min.ch.
Die spanische Zeitung
Ultima Hora veröffentlichte zwei Bilder von Tourismusminister Carlos Delgado nach einem Jagdausflug: mit Waffe neben einem erlegten Hirsch und mit den Hirschhoden auf dem blutverschmierten Kopf.



BR Unser Land: "Keine Jagd auf meinem Grundstück"

Das Bayerische Fernsehen berichtete am 16.11.2012 in der Sendung "Unser Land" zu dem Thema "Jagd auf fremdem Grund: Ist das in Zukunft noch erlaubt?" Für diese Sendung wurden Roland Dunkel vom Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. und sein Rechtsanwalt Dominik Storr interviewt. Roland Dunkel wehrt sich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen die zwangsweise Bejagung seines Grundstücks. Er beruft sich dabei auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012, der wie schon zuvor für Frankreich und Luxemburg feststellte, dass es gegen die Europäische Menschrechtskonvention verstößt, wenn ein Grundstücksbesitzer die Jagd auf seinem Land dulden müssen, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt.
Link zu Sicht der Kläger
Sendung online ansehen


Der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf erklärt in der BR-Sendung "Unser Land" vom 16.11.2012, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: „Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.“ Die Wildtiere würden ihre übermäßige Scheu verlieren, so dass Naturfreunde die Tiere wieder zu Gesicht bekämen.
Außerdem könnten Ruhezonen die gefürchteten Wildschäden vermindern: „Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss. Was es frisst, entnimmt es verstärkt der Ruhezone. Dadurch werden die angrenzenden Flächen eher entlastet als durch das Wild belastet.“
Lesen Sie:
Fakten gegen die Jagd



BMVL plant Änderung des Bundesjagdgesetzes

Laut einer Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom 28.9.2012 soll das Bundesjagdgesetz in dieser Legislaturperiode novelliert werden. Die Novellierung soll sich auf die Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) konzentrieren.

Die Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellte am 17.10.2012 eine detaillierten Kleine Anfrage an die Bundesregierung, wie sie das Urteil des Europäischen Menschrechtsgerichtshofes (EGMR) zur Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften in das deutsche Jagdrecht umsetzen will.

Lesen Sie die Antwort der Bundesregierung vom 7.11.2012.



20.11.12: Vier Schusswaffen pro Jäger

In Mecklenburg-Vorpommern befinden sich laut dem Waffenbericht des Schweriner Innenministeriums 80 452 Gewehre und Pistolen legal in privatem Besitz. Mehr als die Hälfte (55,3 %) der 21 600 Waffenbesitzer sind Jäger. Jäger besitzen im Durchschnitt vier Schusswaffen und Sportschützen drei. (Schweriner Volkszeitung, 20.11.2012)


18.11.12: Jäger durchschießt eigene Hand

Bei einer Treibjagd im niederösterreichischen Bezirk Mistelbach hat sich ein Jäger schwer verletzt: Der 82-jährige Waidmann schoss sich mit seiner eigenen Schrotflinte in die Hand. Dies berichtet der ORF am 18.11.2012. Der Mann sei mit dem Notarzthubschrauber nach Wien ins Krankenhaus geflogen wurden.


16.11.12: Jäger treffen Auto

"Jäger treffen Auto mit Querschläger", titelt die Südwestpresse am 16.11.2012. Demnach wurde bei einer Drückjagd auf Wildschweine die Scheibe einer 54-jährigen Autofahrerin von einem Projektil zerschossen. "Die Frau steht unter Schock, blieb aber unverletzt", so die Zeitung. Das Projektil habe die Polizei im Fußraum des Autos gefunden.



16.11.12: Wut auf Jäger

"Wut auf Jäger, der ein eingeklemmtes Reh erschoss", titeln die Schleswiger Nachrichten am 16.11.2012. Demnach entdeckten Anwohner ein Reh, das in einem Zaun eingeklemmt war und riefen die Polizei zur Hilfe. Doch die Polizei schickte den Jäger, der das Tier erschoss. Die Anwohner seien schockiert, weil sie das Tier befreien wollten.


16.11.12: Jagdhunde statt Wildschwein geschossen

Die Zeitschrift JÄGER meldet am 16.11.2012, dass zwei Jagdhunde "beim Stellen von Schwarzwild" erschossen worden seien. Ein Hund sei bei einer Nachsuche, ein anderer während einer Drückjagd von Jägern erschossen worden.



zur Vergrößerungsansicht anklicken Bild: Eilert Voß



15.11.12: Jäger erschießt Fohlen statt Wildschwein

"Jäger erschießt Fohlen statt Wildschwein", meldet der ORF am 15.11.2012. Demnach hatte der Besitzer eines Rassefohlen im Wert von 15.000 Euro einen Schuss gehört. Kurz darauf klingelt ein Jäger und teilte ihm mit, dass er ein Jungfohlen aus Versehen mit einem Wildschwein verwechselt habe.
Lesen Sie:
Haustiere als Jägeropfer



14.11.12: Schuss trifft Überlandbus

"Schuss trifft Überlandbus: Jagdunfall?", titeln die Kieler Nachrichten am 14.11.2012. Demnach schlugen vier Kugeln auf der Bundesstraße 76 in die Frontscheibe eines Busses der Verkehrsbetriebe Kreis Plön ein. Zum Glück seien gerade keine Fahrgäste im Bus gewesen. Der Fahrer sei unverletzt geblieben. Die Polizei gehe von einem Jagdunfall aus.


11.11.12: Spaziergänger bei Treibjagd angeschossen

„Spaziergänger bei Treibjagd angeschossen“, titelt der ORF am 11.11.2012. Demnach ist ein 47-jähriger Mann bei einem Spaziergang am Samstagvormittag im Bezirk Braunau in eine Treibjagd geraten und wurde von einigen Schrotkugeln getroffen. Die Jäger hätten laut Polizei Erste Hilfe geleistet. "Die Jagd verliert unterdessen immer mehr an Image“, so der ORF.
Denn auch der letzte Zwischenfall mit einem Jäger im Bezirk Braunau hatte in der Öffentlichkeit große Wogen geschlagen: "Ein Jäger hatte zunächst seinen Hund auf einen verletzten Rehbock gehetzt, ihn dann mit einem Revolver zu erschießen versucht und ihm schließlich mit einem Messer die Kehle durchschnitten."


9.11.12: Protest gegen Jagd im Schlosspark

In Bückeburg protestieren Tierschützer und Anwohner gegen die Jagd auf Enten im Schlosspark. Dies berichtet die Schaumburg-Lippische Landeszeitung am 9.11.2012. Zum Zeitpunkt der Schüsse hätten sich noch Spaziergänger im Schlosspark aufgehalten. Tierschützer hätten sich in Anrufen bei der Zeitung beschwert, dass die Bejagung nicht notwendig sei – und dass es selbst unter Jägern als Schande gelte, auf Wasservögel zu schießen, solange sie sich auf dem Boden oder Wasser aufhalten und somit chancenlos seien.


6.11.12: Jäger schoss durch Wohnungswand

„Jäger schoss durch Wohnungswand“, titelt die Kleine Zeitung am 6.11.2012. Demnach wurde ein 48-jähriger Mann durch Schüsse aus dem Schlaf geschreckt. Als die Polizei kam, stellten die Beamten Schusslöcher in der Wand fest. Eine Kugel war nur 10 Zentimeter neben dem Bett eingeschlagen. Die Polizei wusste, dass der Nachbar Jäger ist und mehrere Waffen im Haus hat. „Bei der Vernehmung gab der offensichtlich verwirrte Mann an, seine Waffen für eine bevorstehende Jagd gereinigt zu haben. Dabei hätte sich ein Schuss gelöst“, so die Kleine Zeitung.


5.11.12: Geschäftsfrau will Jagdverbot erwirken

„Geschäftsfrau will Jagdverbot erwirken“, titelt Die Glocke am 5.11.2012. Demnach wehren sich Spaziergänger und Anwohner gegen die Jagd auf Stockenten im Bereich des Emssees bei Warendorf – auch mit Unterschriftenlisten.
„Auch Geschäftsfrau Anita Rendon gehört zu denen, die sich mit dem Töten der Tiere auf öffentlichem Grund nicht anfreunden wollen“, so Die Glocke. Im Gespräch mit der Zeitung habe die Geschäftsfrau auf das
Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) verwiesen. Dieser hat entschieden, dass Grundstückseigentümer nicht verpflichtet werden dürfen, die Jagd auf ihrem Land zu dulden. Letztlich gehöre der Emssee-Park den Bürgern der Stadt Warendorf, so Anita Rendon – und die Jagd sei eine unverhältnismäßige Belastung der Bürger.


5.11.12: Schwerer Jagdunfall

Statt eines Fuchses hat ein 61-jähriger Jäger im Landkreis Cloppenburg einen 46-jähriger Mann getroffen und schwer verletzt worden. Dies berichtet nachrichten.t-online.de am 5.11.2012.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2012


2.11.12: Drückjagd: Jägerin trifft Jäger

„Jägerin trifft Jäger in die Schulter“ titelt die Lippische Landeszeitung am 2.11.2012. Demnach wurde bei einer Drückjagd in Henstorf/Lippe ein 52-jähriger Jäger getroffen: Eine Kugel durchschlug seine Schulter. Die Kugel stammte die wahrscheinlich aus der Jagdwaffe einer 59-jährigen Jägerin.


Winzer jammern: Millionenschäden durch Wildtiere?

In den letzten Wochen kursierten immer wieder Meldungen, wonach Wildtiere - insbesondere Wildschweine - angeblich hohe Schäden im Weinbau anrichten. Wildtierschutz Deutschland ist dem nachgegangen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Ertragseinbuße gerade einmal 20 Cent pro 100 Euro beträgt - und dass die Jagd alles noch schlimmer macht.
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Lesen Sie auch: Tierschützer Kauertz über Wildschweine "Verhütung könnte eine Lösung sein" in der Frankfurter Rundschau, 5.11.2012



Wildschweine: Jagd funktioniert nicht

Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland, hat einen sehr lesenswerten Aufsatz geschrieben: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht".
Hier heißt es u.a.: "Unter den Augen der Jäger vermehren sich die Wildbestände so sehr, dass man nun scheinbar verzweifelt zu tierschutzwidrigen Exekutionsmaßnahmen greifen will. Statt der Flinte wird die bisher hoch gepriesene Waidgerechtigkeit ins Korn geworfen. Die erst genannte Alternative wird allerdings erst gar nicht geprüft, mutmaßlich motiviert durch die eigene Freude am Töten und scheinbar mit dem Ziel wenigstens noch einen Schuss aus einer Waffe auf gefangenes Wild abgeben zu dürfen. Dabei könnte aber gerade ein generelles Jagd- und Tötungsverbot natürliche Regulierungsmechanismen des Wildes wieder in Gang setzen, die bisher durch die menschliche Jagd ausgeschaltet wurden."
lesen Sie: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht" von Mario Natale
lesen Sie auch: Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Wildschweinhetze - Anwaltskanzlei eingeschaltet

Wildschweine in Rheinland-Pfalz
Tierschutzorganisationen schalten wegen ministerieller „Wildschweinhetze“ Anwaltskanzlei ein

Derzeit ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Am 18.10.2012 hat die so genannte „Wildschweinproblematik“ in Rheinland-Pfalz auch das SWR-Fernsehen erreicht. Jäger und Landwirte bezeichnen die Wildschweinzunahme als dramatisch und plädieren für eine weitere Verschärfung der Jagd auf Schwarzwild. Insbesondere durch großflächige revierübergreifende Bewegungsjagden und die Aufhebung der Schonzeit – also die Jagd auf Wildschweine das ganze Jahr hindurch, auch während der Aufzucht der Jungen - soll dieser heimischen Wildtierart der Garaus gemacht werden. Auf dieses Szenario stimmt auch das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten die Jäger ein, wie jüngst in dem „Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für die Jagdjahre 2012/2013 und 2013/2014“ [28 KB] geschehen.
Hiergegen schlagen jedoch zahlreiche Natur- und Tierschutzorganisationen, darunter die international bekannte Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V., Alarm und schalteten einen Rechtsanwalt ein.
Lesen Sie das Schreiben an das Ministerium in Rheinland-Pfalz [68 KB]
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Massaker an Wildschweinen

Rheinland-Pfalz hat ein 13-Punkte-Handlungs-Programm [28 KB] herausgegeben, dass der Aufforderung zu regelrechten Massakern an Wildschweinen gleich kommt.
Die
Entwicklung der Abschusszahlen zeigt, dass es hinsichtlich der Reduzierung der Bestände nicht nur vollkommen ineffizient, sondern sogar regelrecht contraproduktiv ist.
Denn:
Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, desto stärker vermehren sie sich.

Lesen Sie hierzu auch:
Stellungnahme der "Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz" (TVT), Arbeitskreis Wildtiere und Jagd (AK 6) [51 KB]


Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine

Sind die Jäger schuld an der Wildschweinschwemme?
Derzeit ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen: Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem?


Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt auch eine französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
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Lesen Sie weitere Beweise: Die Ursache der Wildschweinschwemme
Lesen Sie die Übersetzung der fanzösischen Langzeitstudie als pdf-download [4.523 KB]



Petiton: Stopp der Bejagung von Wildtieren

Online-Petition "Stopp der Bejagung von Wildtieren in Deutschland"
Die Bejagung von Wildtieren ist nicht mehr zu rechtfertigen:
Sie widerspricht dem Stand des Wissens in Ökologie, Soziologie und eigenständiger Bestandregulierung von Wildpopulationen.
Sie gefährdet die Bevölkerung durch Querschläger und erhöhten Zahlen an Wildunfällen, da sie tagaktive Tiere in die Dunkelheit zwingt.
Sie macht der Bevölkerung das Erleben des Wildes durch Vergrämen unmöglich.
Sie vergiftet unsere Böden durch Schwermetalle.
Sie tötet Tiere ohne triftige Gründe und verstößt somit gegen §1 des deutschen Tierschutzrechts.
Sie widerspricht den ethischen Grundsätzen einer zivilisierten Gesellschaft.

Infos und sich der Online-Petition anschließen


31.10.12: Jäger erschoss Pferd

"Auf Wildschweine gezielt: Jäger erschoss Pferd", titelt die Kleine Zeitung am 31.10.2012. Dem Bericht zufolge hatte der zuständige Jäger einen Jagdgast zur Wildschweinjagd eingeladen. Die beiden Jäger waren nachts an der Pferdekoppel unterwegs, die an einen Gutshof grenzt. Der Jagdgast meinte, auf Wildschweine zu schießen, traf aber das Islandpony eines 16-jährigen Mädchens. "Meine Tochter war außer sich vor Schmerz, aber auch darüber, dass die beiden Männer nur vom Geld redeten, weil sie das Pferd selbstverständlich bezahlen und ihr zum Trost einen Reitgutschein anboten", zitiert die Kleine Zeitung den Vater des Mädchens. Und: "Ich bin in der Nacht über den Hof gegangen um im Stall nachzusehen, da hätte es mich ja auch erwischen können."
Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


23.10.12: Jäger statt Wildschwein geschossen

Die Kreispolizeibehörde Höxter meldet einen Jagdunfall am Di., 23.10.2012 in Nienheim: Demnach hätten sich nach dem bisherigen Erkenntnisstand 4 Jäger auf einer gemeinsamen Jagd befunden. „Offensichtlich schossen mehrere Jäger auf ein Wildschwein, das aus dem Morastgebiet kam. Dieses wurde getroffen und getötet. Durch einen der Schüsse wurde auch einer der Jäger am Oberschenkel verletzt.“ Der 70-jährige Jäger wurde mit dem Rettungshubschrauber in Bielefelder Krankenhaus geflogen.


20.10.12: Jagd im Vorgarten

"Vor zwei Tagen arbeitete ich in der Nachmittagssonne im Garten. Ich wollte das schöne Herbstwetter nutzen, um ein paar Dinge winterfest zu machen.
Plötzlich ohne Vorwarnung knallte es mörderisch laut und nah. Mir fiel vor Schreck das Gartengerät, ich weiß nicht mehr welches, aus der Hand. Nur Sekunden später stürmte meine Frau aufgeregt in den Garten und rief, da stehe jemand mit der Schrotflinte in unserem Vorgarten und hätte zweimal geschossen..."
Lesen Sie den Artikel: Die Halali-Brüder - von der Steinzeit bis heute ...


18.10.12: Statt Wildschwein Schuss auf Radfahrer

"Jäger zielen auf Wildschweine und beschießen Radfahrer" titelt die Ostsee-Zeitung am 18.10.2012. Demnach hwollte eine Gruppe von Jägern nahe dem Internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen Wildschweine schießen. "Die Kugeln flogen stattdessen einem arglosen Radfahrer um die Ohren", wird ein Polizeisprecher aus dem Landkreis Rostock zitiert.


10.10.12: Jäger verwechselt Pferd mit Wildschwein

"Jäger erschießt Pferd: Jagdschein vorläufig eingezogen", so eine Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Koblenz am 1.10.2012. Ein 33-jähriger Hobbyjäger hatte in der Nacht auf einer Wiese etwas gesehen, das sich bewegt: In der Annahme, es handele sich um ein flüchtendes Wildschwein erschoss er ein auf der Wiese grasendes Pferd mit einem Schuss in den Hals. Daraufhin zog die Kreisverwaltung den Jagdschein des Hobbyjägers ein. Der Jäger klagte dagegen, weil es sich um eine verhängnisvolle Verwechslung gehandelt habe.


Nun entschied das das Verwaltungsgericht Koblenz: Der sofortige Entzug von Jagd- und Waffenschein war gerechtfertigt. "Nach dem Bundesjagdgesetz sei der Jagdschein für ungültig zu erklären und einzuziehen, wenn der Inhaber nicht die erforderliche Zuverlässigkeit besitze. Davon sei unter anderem auszugehen, wenn Grund zu der Annahme bestehe, dass der Betroffene Waffen und Munition missbräuchlich oder leichtfertig verwenden werde. Das sei hier der Fall. Der Antragsteller habe in grob fahrlässiger Weise auf das Pferd geschossen", heißt es in der Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts. Auf einer abgezäunten Koppel hätte der Jäger erhöhte Vorsicht walten lassen müssen. Ein Schuss, ohne das Ziel genau zu erkennen, sei eine besonders schwerwiegende Verletzung von Sorgfaltspflichten und stelle einen leichtfertigen Umgang mit Waffen und Munition dar.
Verwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom 21.09.2012, Az. 6 L 828/12.KO



8.10.12: Pony auf der Weide angeschossen - tot

Ein drei Jahre altes Mini-Shetlandpony, das friedlich auf einer Weide graste, wurde am Samstagnachmittag angeschossen und starb daraufhin. Dies berichtet der Generalanzeiger Bonn am 8.10.2012. "Eine Bekannte hat gegen 11 Uhr noch nach Cuba gesehen, da war noch alles in Ordnung", zitiert der Generalanzeiger die Pferdebesitzerin. Als die Freundin dann zwei Stunden später von einem Ausritt zurückkehrte, habe das kleine Pony - Schulterhöhe 85 Zentimeter - apathisch und zitternd im Unterstand gestanden, am Bauch sei feiner Blutfaden zu sehen gewesen. Die herbeigerufene Tierärztin entdeckte die Schusswunde und bei einer Röntgenuntersuchung in der Pferdeklinik wurde das Projektil entdeckt, das unter einem Rippenbogen steckte. Am Sonntagabend starb das Pony - vermutlich an inneren Blutungen.


Tote und Verletzte durch Jagd und Jäger

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder. Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600 - wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist.
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2012



8.10.12 Jäger traf Schlafzimmer
6.10.12: Jäger hät Mann für Wildschwein
5.10.12: Frauen zu Tode erschreckt!
2.10.12: Jäger stirbt bei Jagdunfall
27.9.12: "Wir sind um unser Leben gerannt"
21.9.12: 19-Jährige von 15 Schrotkugeln getroffen
8.9.12: Jäger erschießt 26-Jährigen im Maisfeld
6.9.12: Jäger mit Wildschwein verwechselt
5.9.12: Jäger erschießt aus Versehen besten Freund
24.8.12: Jäger verfehlt Hase und trifft Kollegen
17.8.12: Jäger schießt Bauer ins Knie - Flinte weg
30.7.12: Wildschweinjagd - Jäger trifft Jäger
28.7.12: Jägerkugel in Karussell-Gondel



NRW: NABU fordert Novellierung des Jagdgesetzes

Der nordrhein-westfälische Naturschutzbund NABU fordert eine zügige Novellierung des Landesjagdgesetzes. Sowohl bestimmte Formen der Jagd als auch derzeitige rechtliche Bestimmungen seien nicht mehr zeitgemäß. Ökologische und ethische Gesichtspunkte müssten deutlich stärker berücksichtigt werden. Quelle: welt.de, 30.9.2012


DJV startet PR-Aktion

Der Deutsche Jagdschutzverband will etwas gegen das schlechte Image der Jäger tun. "Auf geht's - Jäger in der Öffentlichkeit", heißt die neue Imagekampagne. Da die meisten Menschen das Märchen vom Jäger als "Heger und Pfleger" nicht mehr glauben, haben sich die Waidmänner etwas Neues einfallen lassen: "JÄGER HELFEN EINKOMMENSSCHWACHEN FAMILIEN".
Sie glauben es nicht?
Lesen Sie selbst.
Da kann man nur hoffen, dass den einkommensschwachen Familien kein mit Blei oder Trichinen belastetes Wildfleisch aufgetischt wurde...



Image-Kampagne der Bayerischen Jäger

Auch der Bayerische Jagdverband versucht mit einer bayernweiten Plakataktion das Image der Jäger zu verbessern: »Ich mag meinen Jäger, weil...«. Ein Jahr lang ziehrten Plakate von Jäger in Blümchenwiesen und mit süßen Rehkitzen Jagdverbands-Schaukästen und Eingangstüren von Dorf-Metzgereien. Und so manches Motiv landete auch in diversen Heimatzeitungen (siehe Bild).


Ziel der Ation des Bayerischen Jagdverbands: »Plakate mit wechselnden Motiven« sollten über die Aufgaben der Jäger informieren. Doch statt Informationen gab es »Jägerlatein« und »Jägers Mächenstunde«: Denn gezeigt wurden nicht Jäger mit toten Tieren, sondern Jäger mit Blümchen, süßen Rehkitzen und Kindern im Arm.


"Ich mag Jäger nicht, weil..."

Aufgrund der großen Nachfrage stellt das Magazin "Freiheit für Tiere" in seiner nächsten Ausgabe neue Plakate vor, die über das blutige Hobby der Jäger aufklären: »Ich mag Jäger nicht, weil...«.


Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Katzen und ca. 30.000 Hunde. Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt. Die Natur wird mit Blei vergiftet. Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen (oder in Blumenwiesen stehen...), dann nur, um Hasen oder Rehe, die darin leben, totzuschießen.
Plakate ansehen
pdf-download der Plakate [27.042 KB]


6.10.12: Jäger hät Mann für Wildschwein

"Jäger hält Mann mit Abfallsack für Wildschwein und schiesst", titelt BLICK Schweiz am 6.10.2012. Demnach hatten mehrere Jäger an einem Maisfeld Treibjagd auf Wildschweine gemacht. Einer der Jäger verwechselte den Mann mit einem Wildschwein. Der Angeschossene sei laut Polizei in einem kritischen Zustand.


5.10.12: Jägerin erschießt Jäger

Eine 34-jährige Jägerin aus dem Landkreis Schwandorf steht im Verdacht ihren Ehemann, der ebenfalls Jäger war, mit dessen Jagdwaffe erschossen zu haben - und die Tat als Unfall oder Selbstmord getarnt zu haben. Dies meldet der Bayerische Rundfunk am 5.10.2012.


5.10.12: Frauen zu Tode erschreckt!

"In der Gegend rumgeballert: Frauen zu Tode erschreckt!", titelt wochenblatt.de am 5.10.2012. Demnach wurden zwei Spaziergängerinnen am helllichten Tag beim Gassi gehen in einem Waldstück von einem Jäger zu Tode erschreckt. Erst hatten die beiden Frauen einen lauten Knall gehört, beim Weitergehen dann einen Schuss direkt neben ihnen. „Ich hatte solche Angst und wollte gar nicht mehr weitergehen“, zitiert die Zeitung eine der Frauen.
Es stellte sich heraus, dass ein Jäger Schießübungen auf eine Schießscheibe machte – als er die Frauen bemerkte, fuhr er in seinem Jeep davon.
Die Frauen wandten sich an die Polizei – aber ohne Erfolg. Sie bekamen die Auskunft, dass ein Jäger zwar eine besondere Sorgfaltspflicht habe - "aber so lange nichts passiert, können wir nichts machen“.


3.10.12: Costa Rica will Jagd-Sport verbieten

Eine breite Mehrheit von 41 zu 5 Stimmen entschied im Kongress von Costa Rica für eine Gesetzesänderung, mit welcher der Artenschutz verbessert werden soll. Dies melden Deutschlandradio Wissen und www.france24.com am 3.10.2012. Es wird erwartet, dass Präsidentin Laura Chinchilla, die die Maßnahme unterstützt, in den nächsten Tagen das Gesetz unterzeichnen wird. Costa Rica ist dann das erste Land auf dem amerikanischen Kontinent, in dem der Jagd-Sport verboten ist. Jäger, die sich nicht an das Verbot halten, droht eine Geldstrafe von bis zu 3.000 Dollar.
Costa Rica ist eines der Länder mit der höchsten Dichte der Artenvielfalt in der Welt: Es gibt dort Jaguare, Gürteltiere, Hirsche, Faultiere und verschiedene Arten von Affen, sowie eine Vielzahl von Vögeln, Amphibien und Reptilien. Mit dem Jagdverbot werden laut Umweltschützern nicht nur Tiere geschützt, sondern auch die Wirtschaft des Landes, die stark vom Tourismus abhängt: Pro Jahr kommen etwa 300.000 Besucher in die Nationalparks von Costa Rica.



2.10.12: Jäger stirbt bei Jagdunfall

„Schuss ins Bein - Jäger stirbt bei Jagdunfall“ titelt bild.de am 2.10.2012. Aus der Waffe des Jägers habe sich nach Angaben der Polizei ein Schuss gelöst und den 55-jährigen in den Unterschenkel getroffen. Der Jäger sei unweit seines Hochsitzes tot gefunden worden.


Jagdtourismus: 15.000 Jäger aus Deutschland

"Jagdtouristen machen auch vor gefährdeten Arten nicht Halt", titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 29.9.2012. Demnach machen rund 15.000 Deutsche Jäger mehr oder weniger regelmäßig Jagdurlaub im Ausland. Dann wird Jagd gemacht auf Elefanten und Löwen in Namibia, Grizzlys oder Eisbären in Kanada (obwohl es weltweit nur noch zwischen 20.000 und 25.000 Eisbären gibt). Wer sich den Eisbären (30.000 Euro) nicht leisten kannt, macht Jagdurlaub in Polen.
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sorgt sich vor allem um den Jagdtousimus in armen Ländern: „Es gibt Länder, in denen die Kontrollmechanismen nicht gut funktionieren. In Simbabwe zum Beispiel wurden durch Bestechung Elefanten-Konzessionen verdoppelt und verdreifacht“, wird Dietrich Jelden vom BfN zitiert.


SWR: Ein Halali aufs deutsche Jagdgesetz

SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz, Sendung vom Mittwoch, 26.9.2012, 18.10 Uhr

Günter Herrmann brauchte zehn Jahre und fünf Gerichtsinstanzen, dann gab ihm die sechste Instanz Recht. Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg beschied: Als Grundstücksbesitzer kann er nicht verpflichtet werden, Mitglied in einer Jagdgenossenschaft zu sein und damit die Jagd zu dulden, wenn er aus Gewissensgründen das Töten von Tieren ablehnt.


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Kommentar von Ulrich Dittmann bei journalistenwatch.com


27.9.12: "Wir sind um unser Leben gerannt"

»Wir sind um unser Leben gerannt«, titelt das Main Echo am 27.9.2012. In dem Artikel berichtet eine Frau aus Aschaffenburg von ihren Erlebnissen, als sie Ende August auf einem Spaziergang mit einer Freundin unfreiwillig in eine Treibjagd geriet: »Jäger schrien, es gab viele Schüsse hintereinander.« Sie habe ein offenbar angeschossenes Wildschwein quietschen gehört. Die beiden Frauen hätten große Angst gehabt, seien umgekehrt und weggerannt.
Zwölf Jäger hatten mit zehn Jagdhunden am späten Nachmittag eine Treibjagd auf Wildschweine in einem Maisfeld veranstaltet.
Der zuständige Jäger sagte gegenüber der Zeitung: »Für die beiden Frauen bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.«


Nun sind ja gerade Felderjagden nicht nur für Wildschweine lebensgefährlich:
21.9.12: 19-Jährige von 15 Schrotkugeln getroffen
8.9.12: Jäger erschießt 26-Jährigen im Maisfeld
6.9.12: Jäger mit Wildschwein verwechselt
5.9.12: Jäger erschießt aus Versehen besten Freund
24.8.12: Jäger verfehlt Hase und trifft Kollegen
17.8.12: Jäger schießt Bauer ins Knie - Flinte weg
30.7.12: Wildschweinjagd - Jäger trifft Jäger
28.7.12: Jägerkugel in Karussell-Gondel



24.9.12: Pferd erschossen - keine Konsequnezen

"Jäger wollte Wildschweine erlegen – und tötete ein Pferd / Keine Konsequenzen: Besitzerin vermutet Mauschelei", titelt die Nassauische Neue Presse am 24. September 2012. Demnach hatte ein Jäger am 27. November 2011 aus Versehen dem Friesenwallach "Ludse" eine Kugel in den Kopf geschossen. "Für den Jäger wird der Schuss strafrechtlich ohne Folgen bleiben. Er darf weiter auf die Jagd gehen, die zuständige Behörde geht von einem Unfall aus", so die Zeitung.


19.9.12: Jäger erschießt aus Versehen Sohn

Ein 62-jähriger Jäger hat in Italien bei der Jagd aus Versehen statt eines Hasen seinen 32-jährigen Sohn erschossen. Der Jagdunfall ereignete sich in der Nacht gegen 5:30 Uhr in den Wäldern oberhalb Fiesole bei Florenz. Quelle: La Repubblica Firenze, 19.9.2012


19.9.12: Jäger erschießt Pferd statt Wildschwein

Ein Jäger hat ein Pferd auf einer Wiese erschossen. In der Nacht zum Sonntag habe der Jäger bei Oberried (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) an einem Wiesenrand eine Wildsau entdeckt, meldet WELT online am 19.9.2012. "Nachdem der erste Schuss daneben gegangen war, erlegte er mit dem zweiten den 20-jährigen Wallach."
Der Jäger sei jedoch froh, dass Vorfall keine Menschen verletzt worden seien, schreibt die Badische Zeitung am 17.9.2012. Den Jagdschein müsse der Schütze vorerst aber nicht abgeben.





17.9.12: Entenjagd - Mann in den Kopf geschossen

Ein 31-jähriger Mann aus Ansbach wurde von einem Jäger in den Kopf geschossen. Der Mann war am Sonntagnachmittag in seinem Garten, als sein Hinterkopf plötzlich von Schrotkörnern getroffen wurde. „Es stellte sich heraus, dass zur gleichen Zeit ein Jäger 200 Meter entfernt versucht hatte, eine vorbeifliegende Ente zu erlegen“, meldet www.nordbayern.de am 17.9.2012. Die Polizei ermittele gegen den Jäger wegen gefährdender Jagdausübung und fahrlässiger Körperverletzung.


14.9.12: "Tödliche Schüsse auf Katzen sind legal"

Der NDR berichtet am 14.9.2012, dass im Delmenhorster Stadtteil Hasbergen nach Angaben einiger Anwohner Tiere angeschossen worden und an den Verletzungen verendet seien. So hat Katzenbesitzerin Marion Adolph hat ihren Kater "Krümel" erschossen aufgefunden. Inzwischen holt sie die Katzen ins Haus, wenn sie abends die Jäger zum Hochsitz fahren sieht.
Kreisjägermeister Helmut Blauth weist vor der Kamera darauf hin, dass es legal sei, eine Katze zu erschießen, die sich mehr als 300 Meter von einem Wohngebiet entfernt aufhalte. Jäger seien durch den sogenannten Jagdschutz gesetzlich dazu verpflichtet, Wildtiere vor wildernden Hunden und Katzen zu schützen.
Sehen Sie den NDR-Bericht vom 14.9.2012



Piemont: Jagd für zunächst ein Jahr ausgesetzt

Gewehre hängen am Nagel
Mit Anordnung vom 7. September 2012 ist die Jagd im italienischen Piemont für zunächst ein Jahr ausgesetzt.
Der TAR, das oberste Gericht in Piemont, hat die Beschwerde gegen die Jagdzeiten 2012/2013 bestätigt, welche die Vereinigung zur Abschaffung der Jagd LAC (Lega per l’abolizione della caccia), Pro Natura und SOS Gaia eingereicht hatten. Die Jagd ist damit für die Jagdsaison 2012/2013, die am 16. September beginnt, ausgesetzt.

Für die Aussetzung der Jagd wurden drei Gründe genannt: Das Fehlen eines regionalen Wildlife Management Plans, eine fehlende Beurteilung der zu erwartenden Auswirkungen für das Natura 2000-Netz und die Nichtbeachtung der Stellungnahme der ISPRA für die Festlegung der Jagdzeiten.


"Für Wildtiere ist ein großer Sieg und ein großer Tag", sagte Piero Belletti von Pro Natura.

„Die Jäger können nun am 16. September ausschlafen“, so die Vereinigung zur Abschaffung der Jagd LAC.

Doch Jäger beschwören bereits schlimmste Folgen des Jagd-Stopps: Familien würden ihre Existenzgrundlage verlieren und so seien zahlreiche Leichen von Selbstmördern zu erwarten. Zehntausende von Jagdhunden hätten ein ungewisses Schicksal vor sich, tausende Hunde würden getötet oder ausgesetzt werden. Siehe: jagderleben.landlive.de

Das Piemont ist nach Sizilien die größte Region in Italien. Es ist 25.399 Quadratkilometer groß und hat 4.464.889 Einwohner. Piemont liegt im reichen Nordwesten Italiens an der Grenze zu Frankreich und der Schweiz, die Hauptstadt ist Turin.

Die Entscheidung aus Piemont könnte nun einen Domino-Effekt auf weitere italienische Provinzen haben.

Lesen Sie die Pressemitteilung der LAC im italienischen Originaltext
Informationen: www.abolizionecaccia.it



Mit Wildschweinen verwechselt

Der Film "Revision" rollt einen "Jagdunfall" neu auf: Vor 20 Jahren wurden an der deutsch-polnischen Grenze zwei Rumänen erschossen. Zwei Hobbyjäger hatten sie für Wildschweine gehalten. Lesen Sie den Bericht „Mit Wildschweinen verwechselt“ (WELT, 13.9.2012)



8.9.12: Jäger erschießt 26-Jährigen im Maisfeld

"Ein 26-jähriger Mann starb am frühen Samstagmorgen bei einem Maisfeld in der Nähe von Schönwald, nachdem er von einem 51-jährigen Jäger aus dem Landkreis Wunsiedel vermutlich mit einem Wildschwein verwechselt und durch einen Schuss aus dem Jagdgewehr in die Brust getroffen worden ist", heißt es in der Gemeinsamen Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Hof vom 8.9.2012. Der vom Jäger kurz nach 5 Uhr alarmierte Notarzt habe dem jungen Mann aus dem Landkreis Hof nicht mehr helfen können. "Die Umstände dieser fatalen Schussabgabe sind noch unklar", so die Polizei.





6.9.12: Wildschweinjagd: Jäger ins Bein geschossen

Bei einer Erntejagd in einem Maisfeld in Havekost wurde am 30.8.2012 ein Jäger von seinem 60-jährigen Jagdkollegen angeschossen und erlitt schwere Beinverletzungen. Dies berichten die Lübecker Nachrichten am 6.9.2012. Demnach wollten drei Jäger in einem Maisfeld den „Schlag durchdrücken“, um Wildschweine herauszutreiben und zu schießen. Die Lübecker Nachrichten wollten offenbar der Sache auf den Grund gehen und fragten an verschiedenen Stellen nach - doch aus Jagdkreisen wolle sich kam jemand äußern: "Offenbar spricht man in Jagdkreisen nicht gern über solche Unfälle. Und mehrere andere Jäger gaben gegenüber den LN an, nie wieder zu Jagden eingeladen zu werden, wenn sie sich öffentlich äußern würden", so die Zeitung.
Lesen Sie: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2012


5.9.12: Jäger mit Wildschwein verwechselt - tot

"Jäger erschießt aus Versehen seinen besten Freund", titelt wort.lu am 5.9.2012. Demnach habe ein Jäger bei einer Jagd in der belgischen Provinz Namur einen anderen Jäger - ausgerechnet seinen besten Freund - erschossen, weil er ihn für ein Wildschwein hielt: "Ich wollte eigentlich gerade die Jagd beenden. Dann sah ich einen schwarzen Fleck, den ich für ein Wildschwein hielt, das zu einem Maisfeld unterwegs war. Ich hätte niemals gedacht, dass es sich um Thierry (das Opfer) handelte", zitiert das Blatt den Schützen.


SWR berichtet über Zwangsbejagung

Am 28. August 2012 berichtete der SRW Rheinland-Pfalz im Natur- und Umweltmagazin "Im Grünen" über das Thema Zwangsbejagung und die Folgen der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs: Ein Tierschützer hatte erfolgreich geltend gemacht, dass ihm durch die Verpflichtung, die Jagd auf seinem Grundstück zu dulden, eine zu große Belastung auferlegt wird. Wie geht es mit den ausstehenden Verfahren vor dem Verwaltungsgericht München weiter?
Die Sendung wird wahrscheinlich am Samstag, den 1. September um 18:15 Uhr im Südwestfernsehen BW (Baden-Württemberg) wiederholt.
Sie können den Beitrag in der SWR-Mediathek ansehen (ab Minute 7:15)


Augsbuger Allgemeine: "Die Jagd im Schussfeld"

Unter dem Titel "Die Jagd im Schussfeld" berichtet die Augsbuger Allgemeine am 28.8.2012 ganzseitig über die beiden Klagen von Grundstückseigentümer gegen die zwangsweise Bejagung ihrer Grundstücke, die beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof anhängig sind:


"Noch muss jeder, der in Deutschland eine Wiese oder einen Wald besitzt, dulden, dass dort Wildtiere getötet werden. Tierschützer klagen seit Jahren dagegen. Einer von ihnen bekam in Straßburg recht. Was treibt die Kläger an? Zwei Ortsbesuche"

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online-Version des Artikels (gekürzt)


29.8.: Jäger erschießt Pferd statt Wildschwein

Die Hamburger Morgenpost berichtet am 29.8.2012: "Ein Jäger aus Brandenburg hat in der Nacht versehentlich ein Pony erschossen. Angeblich hatte er es für ein Wildschwein gehalten. Dabei stand es auf der Wiese eines Pferdehofes..."
Demnach waren zwei Jäger nachts auf der Pirsch, als sie im Dunkeln ein Pferd auf der Weide für ein Wildschwein hielten und tot schossen. Das sieben Jahre alte Reit- und Springpferd sei 15.000 bis 20.000 Euro wert gewesen, so die Zeitung.



Genfs Wildtiere leben gut ohne die Jagd

Der seit über 35 Jahren jägerfreie Kanton Genf hat die durch die unprofessionellen Jäger selbstgemachten Wildtierprobleme nicht.

Aufgrund des hohen Jagddrucks im umliegenden Frankreich und Kanton Waadt suchen viele Wildschweine Asyl in Genf. Die gejagten Tiere schwimmen teilweise über die Rhône in den Kanton. Die Wildtiere werden von einer rund 12 Personen starken professionellen Umweltpolizei betreut, was den Steuerzahler pro Jahr nicht einmal einen Kaffee kostet. Als Spaziergänger sieht man regelmäßig Wildtiere wie der Feldhase rumhoppeln. Noch nie war die Biodiversität größer, als nach der Vertreibung der Freizeitjäger. Genf hat aktuell einen stabilen Huftierbestand von rund 60 Rothirschen und 300 Rehen. Genf könnte auch ein Modell für andere Regionen sein.
Lesen Sie den Bericht des Vereins Wildtierschutz Schweiz


Studie: Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine

Laut einer wissenschaftlichen Studie sind nicht Jogger oder Gartenbesitzer schuld an der Vermehrung der Wildschweine, sondern die Jäger selbst.
So paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich.
Eine französische Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet im Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Das Ergebnis wurde im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlicht: Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird.



Spaziergängern begegnet Reh - Jäger erschießt es

Eine Tierfreundin, die Anfang Januar mit ihrem Hund spazieren ging, hatte ein ganz besonderes Erlebnis: "Auf einmal stand etwa 200 Meter vor uns ein Rehkitz auf dem Weg. Ich war sicher das Kitz würde jetzt sofort im Gebüsch verschwinden, aber weit gefehlt! Als das Kitz uns erblickte kam es schnurstracks auf uns zu. Ich hatte meinen Hund an der Leine und muss sagen ich war etwas verunsichert. Das Kitz kam angetrabt und ließ sich sofort von meinem Hund beschnuppern und von mir streicheln."
Obwohl die Tierfreundin alles versuchte, sich für das Rehkitz einzusetzen, nahm das besondere Erlebnis ein trauriges Ende: Der Jäger erschoss es, weil er meinte, ein Rehkitz, das nicht vor dem Menschen davon läuft, habe Tollwut.


Anmerkung: Die Tollwut kommt in Deutschland seit Jahren nicht mehr vor: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« offiziell als tollwutfrei.

Lesen Sie den Bericht "Ein besonderes Erlebnis mit traurigem Ende"

Lesen Sie weitere schockierende Berichte von Menschen über ihre Erfahrungen mit Jägern



Urteil: Joggen im Wald immer erlaubt

Unglaublich: Ein Jagdpächter aus dem Landkreis Main-Spessart wollte einer Marathonläuferin das Joggen im Wald zu bestimmten Zeiten verbieten lassen - per Gerichtsurteil und unter Androhung von bis zu 250.000 (!) Euro Ordnungsgeld. Sein Vorwurf: Die Sportlerin störe die Jagd.
Am 3.2.2012 wies das Amtsgericht Gemünden die Klage des Jägers zurück.
Der Richter wies darauf hin, es sei ein Grundrecht, sich jederzeit und frei im Wald bewegen zu dürfen und mehrfach höchstrichterlich über das Jagdausübungsrecht gestellt worden.
Lesen Sie Berichte von Bürgern über ihre Begegnungen mit Jägern


Katzenlockmittel in Jägerkatalog

Aus dem Katalog der Firma Kieferle GmbH:

Lockmittel
1. Katzenlockmittel
Ein Präparat aus reinem Baldrianwurzelpulver. Lockt jede Katze zum
Fangplatz oder in die Kastenfalle.

250 ml 9.00 €
(= 100 ml 3,61 €)


Katzen werden von Jägern gerne am "Luderplatz" ausgelegt um Füchse anzulocken (siehe Foto oben). Manche Jäger verwenden das Fell von Katzen gerne als Nierenwärmer.
Lesen Sie mehr über Haustiere als Jägeropfer



Drückjagden: Nur 30% beim ersten Schuss tot

Bis zu 70 Prozent der Wildtiere sind bei Treib- und Dürckjagden nicht beim ersten Schuss tot - auf diese Tierschutzproblematik weist die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz in den TVT-Nachrichten 2/2011 hin. Untersuchnungen zufolge seien bei Drückjagden in Hessen nur etwa ein Drittel der Wildschweine mit Blattschuss erlegt worden, die überwiegende Mehrheit wurde `nur´ angeschossen und "wies Waidwund-, Keulen- oder Laufschüsse auf". Auch würden 60 Prozent der weiblichen Rehe Bauchschüsse aufweisen. Bild: Diesem jungen Wildschwein wurde der Kiefer weggeschossen. Es starb nach Tagen durch Verhungern und Verdursten.


Diese aktuelle Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, Arbeitskreis Wildtiere und Jagd, wird durch die Aufzeichnungen eines Nachsucheführers, also eines Mannes, der mit Jagdhunden zur "Nachsuche" losgeschickt wird, wenn Tiere angeschossen wurden, bestätigt: „Wir sollten froh sein, dass solche Dinge nicht allzu häufig ans Licht der Öffentlichkeit kommen, es sähe mit unserem Anspruch, Naturschützer zu sein, nicht sehr gut aus“, schreibt Bernd Krewer, passionierter jagender Förster und Nachsucheführer, in seinem Buch "Über Hirsche, Hunde und Nachsuchen" (1998, Neudamm-Neudamm, 2. Aufl.).



Schockierender Film:

Ein Jäger hat ein Wildschwein angeschossen - der Film dokumentiert den grausamen, qualvoll langsamen Tod des Tieres.
Mindestens sieben Mal schoss der über 80jährige Waidmann in den Körper des Wildschweines - nach einer Stunde war es immer noch nicht tot...
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Aufkleber "Schafft die Jagd ab!"

 



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Aufkleber "Jagd? Nein danke!"

 



Lesen Sie: Jägerlügen und Argumente für die Abschaffung der Jagd



Jagdverband startet Propaganda-Aktion

Zur Image-Verbesserung startete der Bayerische Jagdverband eine bayernweite Plakataktion »Ich mag meinen Jäger, weil...«
"Ein Feld mit bunten Blumen am Waldrand, stimmungsvoller Hörnerklang in der Kirche, Kinder mit leuchtenden Augen auf Entdeckungsreise im Wald – Jagd ist mehr als nur das Erlegen von Wild!" - Ein Jahr lang will der Jagdverband durch »Plakate mit wechselnden Motiven« über die Aufgaben der Jäger informieren.

Diese »Information« kann getrost in diese Rubrik »Jägerlatein« eingeordnet werden. Denn gezeigt werden nicht Jäger mit toten Tieren, sondern Jäger mit Blümchen. Und auch die Pressemeldung des Jagdverbands liest sich wie eine Märchenstunde: »Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger ... setzen sich ein für den Natur-, Tier- und Artenschutz, engagieren sich in der Umweltbildung...« Der Jagdverband beklagt, dass die Taten der Jäger bei vielen »Nichtjägern« noch lange nicht angekommen seien.
Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.


Was sind denn die Taten der Jäger? Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Katzen und ca. 30.000 Hunde. Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt. Die Natur wird mit Blei vergiftet. Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen. Mehr als 75 % der Deutschen stehen laut repräsentativer Umfrage des EMNID-Instituts (9.9.2004) stehen der Jagd stehen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie ab.

pdf-download Plakate "Ich mag meinen Jäger nicht" [915 KB]



100 Tote bei Familiendramen mit Schusswaffen

Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland – meist mit legalen Waffen.
Die Jäger behaupten immer, dass Strafttaten mit Schusswaffen meist illegale Waffen im Einsatz sind. Die Studie des Max Planck Instituts belegt das Gegenteil. Wer weiß, wie viele Jäger dabei sind? Vielleicht gibt es somit noch viel mehr als
40 Tote im Jahr durch Jäger und Jägerwaffen?


Anlässlich von mehreren Familiendramen in Südbaden stellte die TV-Sendung Südbaden aktuell am 8.7.2011 die Frage: Was steckt hinter Familiendramen?

Der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet, sagte hierzu:
„Die Schusswaffen sind ein ganz wichtiger Faktor. Wir haben in unserer eigenen Studie festgestellt, dass bei diesen Familientragödien sehr viel häufiger Schusswaffen zum Einsatz kommen als bei anderen Tötungsdelikten in Familien, und zwar sehr oft auch legale Schusswaffen. Das bedeutet, dass die Schusswaffe – und das kann man auch aus internationalen Studien zeigen – einen eigenen Einfluss hat darauf, dass die Taten wahrscheinlicher werden. Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte.

Sehen Sie den TV-Beitrag:
http://www.baden.fm/default.aspx?ID=2999&showNews=989273&newVideo=0



Hobby-Jäger raus aus Wolfs Revier!

Kolumne von Karin Hutter

Man hätte es sich denken können: Kaum gibt es hierzulande ein paar bestätigte Wolfsrudel und da und dort einen gesichteten Wanderwolf, wird die alte Angst vorm bösen Wolf wieder geschürt. Gefährliche Raubtiere sind unter uns! Rotkäppchen lässt schön grüßen. Und wo Hobby-Jäger rudelweise auftreten, sei es auf Jägertagen, Trophäenschauen oder am Stammtisch, fordern sie lautstark „Wölfe rein ins Jagdrecht!“ Dem möchte ich entgegen halten: Hobby-Jäger raus aus Wolfs Revier!


Wölfe dürfen nicht weiterhin Gefahr laufen, von einem Waffenträger ums Leben gebracht zu werden, sei es vorsätzlich oder aus Versehen. Und ver- sehen haben sich nachweislich nicht wenige Waidmänner, seit der Wolf versucht, bei uns wieder heimisch zu werden.
Den jüngsten Todesschuss - zielgenau in den Kopf eines jungen Wolfsrüden, feuerte kürzlich ein Gastjäger in Sachsen-Anhalt ab. Widerrechtlich, illegal und in Anwesenheit von Zeugen. Zudem noch während einer Bockjagd mit über 50 Teilnehmern! Angeblich hielt der Jäger den Wolf für einen Hund, der hinter einem Reh her war. Schon aus diesem Grund ist es höchste Zeit, dass Jägern das Recht genommen wird, auf Hunde zu schießen. Grundsätzlich! Und das nicht nur in Wolfs Revier, sondern bundesweit.
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Wildtierauffangstationen in Deutschland

Auf der neuen Webseite http://wildtierauffangstationen.blogspot.com des Vereins Wildtierschutz Deutschland e.V. erhalten Tierfreunde Hilfe zum Umgang mit in Not geratenen Fundtieren und Hinweise zur Unterbringung in Auffangstationen.


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Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher
Konto Nr. 156 6048
Kreissparkasse Heilbronn
BLZ 620 500 00



24.8.12: BUND: Jagd in Vogelschutzgebiet stoppen

Der BUND Landesverband Niedersachsen will die Jagd auf Wildschweine in Teilen des Hochwasserrückhaltebeckens der Leine bei Salzderhelden stoppen, um seltene Vögel wie den Wachtelkönig zu schützen. Um eine Ausweitung der Jagd im Naturschutzgebiet zu verhindern, hat der BUND beim Göttinger Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen den Landkreis Northeim eingereicht. „In einem ersten Schritt haben wir beantragt, die Jagd in der empfindlichen Kernzone des Naturschutzgebietes, die nach der Schutzgebietsverordnung überhaupt nicht betreten werden darf, zu unterbinden. Ohne ein rechtlich vorgeschriebenes Befreiungsverfahren mit Beteiligung der Naturschutzverbände ist die Jagd dort nicht rechtens “ erklärt Dr. Marita Wudtke, Referatsleiterin für Umwelt- und Naturschutzpolitik.
Lesen Sie die Pressemitteilung des BUND





Erschossener Wolf - Jäger kommt vor Gericht

Der 71-jährige Jäger, der im April im Westerwald einen Wolf erschossen hatte, muss sich nun vor Gericht verantworten. Dies meldet der SWR am 16.8.2012. Der Jäger hatte Einspruch gegen den Strafbefehl von 2.500 Euro eingelegt und behauptet, er habe den Wolf mit einem Hund verwechselt. "Die Staatsanwaltschaft wirfe dem Mann vor, gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen zu haben", so der SWR.


Nach dem Urteil des EGMR: Wie geht es weiter?

Das Magazin "Freiheit für Tiere" berichtet in seiner neuen Ausgabe 4/2012 ausführlich über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs:
"Großer Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof »Keine Jagd auf meinem Grundstück!«.

Nach dem Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) berufen sich nun viele Grundstückeigentümer auf das Urteil: Auch sie wollen die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden. Wie geht es nun weiter?
Lesen Sie den Artikel
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Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf: In jagdfreien Zonen könnten die Menschen unsere heimische Tierwelt wieder aus der Nähe bestaunen


Zwangsbejagung: Schreiben an Ministerien

Schreiben von Rechtsanwalt Dominik Storr an Ministerien zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zur entfallenen Duldungspflicht der Jagdausübung

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des aus rechtsstaatlicher Sicht höchst bedenklichen elektronischen Rundbriefes des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, das seinen untergeordneten Behörden darin „dringend“ empfiehlt, „an sie gerichtete Anträge auf Austritt aus der Jagdgenossenschaft abzulehnen bzw. zurückzustellen, bis die konventionsgerechte Ausgestaltung des Jagdrechts erfolgt ist“ sehe ich mich veranlasst, den zuständigen Ministerien gegenüber Folgendes klarzustellen... weiterlesen


Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof:

Großer Erfolg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte:
„Keine Jagd auf meinem Grundstück!“

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verkündete am 26.6.2012 sein Urteil, dass die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt.
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Keine Jagd auf meinem Grundstück!

Wird auch Ihr Grundstück gegen Ihren Willen bejagt?

Einen Musterantrag an die Untere Jagdbehörde auf jagdrechtliche Befriedung Ihrer Grundflächen können Sie hier downloaden.

Ein Muster einer Unterlassungsverpflichtungserklärung an Ihren Jagdpächter können Sie hier downlaoden.

Weitere Informationen



Waldbeeren: Keine Gefahr durch Fuchsbandwurm

"Waldbeeren: Die Legende vom Fuchsbandwurm", titelt Welt der Wunder am 18.6.2012.
Mit der angeblichen Gefahr durch den Fuchsbandwurm rechtfertigen die Jäger in der Öffentlichkeit gerne den massenhaften Abschuss von Füchsen. Doch das ist Jägerlatein: In Deutschland ist kein einziger Fall der Infektion über Waldbeeren dokumentiert.



"Mediziner vom Uniklinikum Ulm und von der Universität Würzburg haben offiziell Entwarnung gegeben. Eine Infektion beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm sei nicht erwiesen, erklärten sie", berichtet das Magazin. Und: "Selbst Ärzte sagen: Dass man sich auf diese Weise mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann, darf endgültig ins Reich der Legenden verbannt werden."

Übrigens ist auch die angebliche Tollwutgefahr durch Füchse ein Jäger-Märchen: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit als tollwutfrei. (Quelle: Ärzte Zeitung, 7.8.2008)

Viel gefährlicher für die Volksgesundheit sind die Jäger selbst: Jahr für Jahr sterben an die 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen - und Hunderte werden verletzt. Und: Nach Schätzungen von Umweltverbänden werden durch die Jagd jährlich ca. 3. - 4.000 Tonnen Blei in die Natur freigesetzt. Blei ist ein hochtoxisches Schwermetall - es gelangt durch chemische Umwandlung in die Nährstoffkreisläufe der Natur und landet schließlich in unseren Gewässern, in den Böden, im Trinkwasser und im Brotgetreide.



Unterrichtsmaterial

Ideen und Materialien für den bilingualen (englischen) Biologieunterricht rund um das Thema Conservation Biology, welches im deutschen Sprachraum als Naturschutzbiologie bezeichnet wird.
biologiebilingual.jimdo.com
Download Unterrichtsmaterial



10 Jahre nach dem Amoklauf von Erfurt

Anlässlich des 10-jährigen Jahrestags des Amoklaufs von Erfurt mit 17 Toten beschäftigt sich DIE ZEIT unter der Überschrift "Es kann jeden treffen" mit der Waffenlobby: "Die Amokläufe von Erfurt, Winnenden und Oslo haben dem liberalen deutschen Waffenrecht wenig anhaben können. Rund sieben Millionen Waffen lagern in Privathäusern."
Der Amokläufer von Erfurt hatte seine Tatwaffe 2001 legal bei "Frankonia", einem Jagdausstatter, gekauft.

Lesen Sie den Artikel "Es kann jeden treffen" in DIE ZEIT


Keine Angst vorm bösen Wolf

Immer wieder wird Stimmung gegen die freilebenden Wölfe in Deutschland gemacht: Sie würden massenhaft Schafe reißen, Haustiere fressen und seien auch für den Menschen gefährlich. So gibt es Bestrebungen, den streng geschützen Wolf wieder in das Jagdrecht aufzunehmen.
Das Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg hat jetzt das Fressverhalten von deutschen Wölfen untersucht:
„Die Ernährungsgewohnheiten von Wölfen sind der größte Streitpunkt bei deren Wiederbesiedlung in Deutschland, das hat uns dazu veranlasst, das Fressverhalten der - vor gut zehn Jahren in die Lausitz eingewanderten - Wölfe genauer zu untersuchen“, so Hermann Ansorge, Abteilungsleiter Zoologie am Senckenberg Forschungsinstitut in Görlitz. „Wir haben geschaut, was auf dem Speiseplan der Wölfe stand und wie sich dieser seit dem Erscheinen der Wölfe in Ostdeutschland verändert hat.“
Das Ergebnis haben die Forscher in einer Pressemitteilung veröffentlicht:
Wilde Huftiere stellen laut der Auswertung mehr als 96% der Beutetiere. Dabei dominieren Rehe (55, 3%), gefolgt von Rotwild (20,8%) und Wildschweinen (17,7%). Einen eher geringen Anteil am Speiseplan hat der Hase mit knapp 3 Prozent.
„Weniger als ein Prozent der analysierten Beutetiere kam aus dem Bereich der Nutztiere“, ergänzt Ansorge und fährt fort: „Solange Schafe und Co. gut geschützt werden und es genug Auswahl unter den Wildtieren gibt, gehen Wölfe nicht die Gefahr ein, mit Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden konfrontiert zu werden.“
lesen Sie die Pressemitteilung des Forschungsinstituts


Gothaer Versicherung mit Jagdlobbyismus

Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik und fasst Boykottaufruf ins Auge
Nachdem der in Köln ansässige Versicherungskonzern Gothaer in einem Kundenschreiben dazu aufrief, sich gegen die Neufassung des Jagdgesetzes in Nordrhein-Westfalen einzusetzen, erntet das Unternehmen jetzt heftige Kritik von der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. PETA wirft dem Versicherer vor, die Nutzung seiner privaten Kundendaten für politische Ziele zu missbrauchen – ein ungeheuerlicher und einmaliger Vorgang in Deutschland, zumal die Kunden mit dem Schreiben großflächig falsch informiert werden.
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Lesen Sie auch: NRW: Mit lautem Halali gibt es den ersten Eklat im Wahlkampf


Lesenwert: Postitionspapier des BUND - Jagd in NRW

In Nordrhein-Westfalen haben SPD und Grüne mit ihrem Koalitionsvertrag den „Paradigmenwechsel“ bei der Jagd angekündigt. Daher hat der BUND das „13-Punkte-Programm für ein ökologisches Jagdgesetz“ vorgelegt, das aufzeigt, welche Veränderungen tatsächlich notwendig sind.
weiterlesen
Lesen Sie das Positionspapier BUND Naturschutz zur Jagd in Nordrhein-Westfalen


NRW: Neues Landesjagdgesetz unterstützen!

Machen Sie mit bei der PETA-online-Aktion:
Unterstützen Sie Minister Johannes Remmel bei seinem Kampf um ein verbessertes Jagdgesetz!

Minister Johannes Remmel in NRW kämpft seit Langem um Verbesserungen im Landesjagdgesetz. Bitte ermutigen Sie ihn, nicht aufzugeben!
Hier können Sie sich der Online-Forderung nach einem Verbot des Hautierabschusses beteiligen.


Vogelschutz durch Abschaffung der Jagd

Studie belegt: Jagdfreier Kanton Genf hat internationale Bedeutung für den Vogelschutz

Durch die Abschaffung der Jagd im schweizer Kanton Genf 1974 bekam das Gebiet des Genfer Sees und des Flusses Rhône internationale Bedeutung für den Vogelschutz. Dies belegt eine aktuelle Studie des Schweizer Vogelschutzes SVS-BirdLife.


Demnach ist dieser für den Vogelschutz zuvor wenig bedeutsame Gewässerabschnitt heute eine bedeutsames Biotop für überwinternde Tafel- und Reiherenten, Hauben- und Zwergtaucher, Pfeif-, Schnatter-, Krick- und Stockenten. Auch für den Gänsesäger sind die Gewässer im Kanton Genf ist es ein wichtiges Brut- und Überwinterungsgebiet. Besonders der gestaute Bereich bei Peney und oberhalb Verbois sowie die Rade de Genève sind wichtige Ruhegebiete für Wasservögel, wogegen die Nahrungsgebiete auch im fließenden Abschnitt liegen. Teilgebiete sind Limikolenrastplätze, die als besonders wertvoll (Vasières de Peney, Rade de Genève) oder als wichtiges Gebiet (lac de Verbois) eingestuft sind.
Quelle: BirdLife International (2012) Important Bird Areas factsheet: River Rhone: Geneva to Verbois reservoir. http://www.birdlife.org on 07/04/2012
http://www.birdlife.org/datazone/sitefactsheet.php?id=3269



DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

NEUE DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

Die TV-Dokumentation »Brennpunkt Erde: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere« zeigt die Schönheit des Waldes und seiner Bewohner, der wild lebenden Tiere - aber auch die Verfolgung, den Krieg der Jäger gegen unsere Mitgeschöpfe.
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Dokumentation, Laufzeit 45 min.
Preis: 9,80 Euro
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SWR-Landschau: Schonzeit für Füchse?

Jagdszenen mit anschließendem "Strecke legen" von Füchsen: Die SWR-Landesschau stellt die Positionen von Jägern und Tierschützern gegenüber. Dag Frommhold von der Initiative "Schonzeit für Füchse" widerlegt das Jägerlatein.
Sehen Sie den Beitrag aus der SWR-Landesschau vom 13.2.2012


SWR: Tierschützer gegen Zwangsbejagung

Europäischer Gerichtshof prüft Jagdpraxis in Deutschland
SWR "Im Grünen", 3.4., 18.10 Uhr SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Wiederholung: am 07.04.2012, 18.15 Uhr

Senderinformation: Wer in Deutschland kleinere Flächen in Wald, Feld und Flur besitzt, wird automatisch Mitglied in der örtlichen Jagdgenossenschaft. Damit verbunden ist das Betretungsrecht für Jäger: die so genannte Zwangsbejagung. Der Jurist und Tierschützer Günter Herrmann will das nicht mehr hinnehmen und hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Beschwerde eingelegt. Jetzt erwarten Tierschützer und Jäger gespannt das Urteil. Es könnte die Jagdpraxis und das Reviersystem in Deutschland entscheidend verändern.

Informationen zur Sendung
Sendung ansehen


VOX: Haustierabschüsse: "Tod beim Gassigehen"

Der Tieranwalt – Tod beim Gassigehen
Die Sendung "Hund, Katze, Maus" auf VOX am 31.3.2012 machte Haustierabschüsse durch Jäger zum Thema:
350.000 Jäger töten jährlich 40.000 Hunde und 350.000 Katzen – mit fatalen Folgen für Tiere und ihre Besitzer.
Sender-Informationen zum Thema und Ausschnitt "Der Tieranwalt -Tod beim Gassigehen" ansehen
Ganze Sendung ansehen (Beitrag über Haustierabschüsse ab Minute 15)


Jagen - nur Schießerei?

WIENER ZEITUNG, 29.3.2012:
"Die Jagd war schon immer in den Händen der Aristokraten"
Laut dem Soziologen Roland Girtler geht es beim Jagen "nur um die Schießerei".


Interview in WIENER ZEITUNG

Interview mit Dr. Christian Nitmann, Gründer der Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich in der Wiener Zeitung, 29.3.2012:
"Nur 1,4 Prozent der Österreicher sind Jagdscheinbesitzer. Nur 5 Prozent davon sind Berufsjäger, die einen Job zu erfüllen haben. Die restlichen 95 Prozent jagen nur der Hetz wegen. Denen macht es Spaß, Herr über Leben und Tod zu sein. Und das sind auch alles Personen, die wirtschaftlich und politisch sehr gut vernetzt sind."

Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich www.abschaffung-der-jagd.at


Jägerlatein: Jogger schuld an Wildschweinplage

Jägerlatein vom Feinsten: „Zu viele Wildsauen: Jogger schuld?“, titelte der Schwarzwälder Bote am 22.3.2012 und lässt eine Jägerin und Hegeringsleiterin zu Wort kommen: Durch die zunehmenden Freizeitaktivitäten von Radfahrern, Joggern oder Hundebesitzern in den frühen Morgen- und Abendstunden könne das Wild kaum noch tagaktiv sein. "Eine waidgerechte Bejagung wird so immer schwieriger", so die Hegeringsleiterin.
Die Jägerin wirft in dem Artikel auch Gartenbesitzern vor, schuld an Wildschweinschäden zu sein: "Häufig lassen Gartenbesitzer das Obst unter ihren Bäumen einfach liegen."



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