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Lesen Sie Reaktionen aus der Bevölkerung
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Lesen Sie Reaktionen von Jägern
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Naturfreund wollte Rehe beobachten |
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Ein Freund von mir hatte gestern ein schreckliches Erlebnis. Beim Beobachten von 7 Rehen aus unmittelbarer Nähe, zerriss ein Knall die friedliche Stille. Das jüngste der Tiere lag im eigenen Blut auf dem Boden. Er konnte es nicht fassen, lief zu dem Tier, es war Gott sei Dank gleich tot. Er machte noch etliche Bilder, wartete dann noch was sich tut. Nichts! Erst als er sich nach einer gewissen Zeit entfernte, kamen zwei Jäger und schleiften das Reh weg. Er war so schockiert, ist es auch heute noch, dass er fast keinen klaren Gedanken fassen kann...
G. H.
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Jagdterror rund ums Grundstück |
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Liebe Jagdgegner,
ich brauche dringend Hilfe! Ich wohne seit über sieben Jahren in einem Waldstück am Niederrhein. Ich wohne an einem See, der durch einen Graben mit weiteren Seen (Angelteichen) verbunden ist. Eigentlich eine Idylle. Wären da nicht Holzfäller und Jäger...
In den vergangenen Jahren fielen die Horden "nur" alle zwei bis drei Wochen samstags in der Jagdsaison bei uns ein. Damit musste ich leben, habe getan, was ich konnte, um Enten bei mir anzufüttern, habe die Hunde mit Lockpfeifen irritiert, angeschossene Tiere zum Tierarzt gekarrt und Flyer verteilt. Auch den nervigen Schießstand in der Nachbarschaft habe ich akzeptieren müssen. Ich habe mir gesagt, besser die verballern ihren Dreck dort, als in der Natur.
Was aber in diesem Jahr abgeht, ist nicht mehr als normal zu bezeichnen. Die sind im Blutrausch. Nicht nur, dass nahezu jetzt jeden Samstag dort herumgeballert wird, ohne Rücksicht auf weidende Pferde oder gar die Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Inzwischen erscheinen sie fast täglich in unserer Umgebung! Seit drei Jahren kam jedes Jahr ein einzelnes Wildgänsepaar über den Winter zu uns. Am Mittwoch wurde eins der Tiere abgeschossen. Der übrig gebliebene Partner flog mit markerschütternden Schreien stundenlang im Kreis. Auch heute sah ich das arme Tier wieder kreisen und hörte es rufen.
Als ich gestern Abend spät nach Hause kam, sagte meine Mutter (wohnt auf dem Nachbargrundstück), die Jäger hätten sich schon wieder am übernächsten See ausgetobt. Nachts hörte ich dann furchtbare Schreie aus dem Wald. Ich habe meine Mutter geweckt und wir haben versucht, herauszufinden, woher sie kamen. Ich bin sicher, es war ein Fuchs oder ein anderes größeres Tier. Es hörte sich an, als wäre es in eine Falle geraten. Leider konnten wir wegen der Brombeerhecken in der Dunkelheit nicht weit kommen. Heute früh bin ich direkt wieder losgegangen, konnte aber leider wieder nichts finden.
Und am Vormittag fiel dann wieder eine Horde dieser Tierterroristen am See hinter uns ein. Es ist einfach nicht mehr normal! Die Tiere bekommen keine Ruhe mehr. Und ich stehe kurz vor meinem vierten (und dann laut Arzt wohl letzten) Herzinfarkt. Dieser Dauerstress und die Sorge um die Tiere macht mich fertig. Dazu kommt die Hilflosigkeit.
Ich möchte Sie deshalb bitten, mir Informationen zukommen zu lassen, wie ich mich gegen diesen Terror wehren kann und was ich außer dem Verteilen von Flyern machen kann. Es reicht mir einfach nicht mehr, so untätig zu sein.
Ich danke Ihnen fürs Lesen und hoffe, Sie können mir helfen.
G.
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Treibjagd! |
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Als ich heute durch unser benachbartes Dorf gefahren bin, sah ich eine Ansammlung von grünen Jeeps. Dieser Anblick allein hat bei mir erhebliche Magen- und Kopfschmerzen ausgelöst: Treibjagd!
Dies hat mich nicht mehr los gelassen, ich wollte etwas dagegen unternehmen, weshalb ich im Internet auf Ihre Homepage gestoßen bin. Ich bewundere Ihr Engagement, Ihre mit großer Sicherheit sehr nervenaufreibende Arbeit und bin deshalb gerne bereit, diese durch eine Spende zu unterstützen.
Meine persönlichen Erfahrungen mit Jägern:
In den letzten 10 Jahren wurde unser Schäferhund im Wald mit Schrot erschossen, der Jäger behauptete, der Hund hätte ihn angegriffen....
Einigen Jahre später fanden wir unser Schäferhund-Mischling, ein Junges des oben genannten Schäferhundes, morgens tot im Kuhstall auf. Es war Erbrochenes als auch Durchfall zu sehen, was auf eine Vergiftung schließen lässt. Der Einsatz von Gift für die Fuchsbekämpfung scheint in unserer Gegend nicht unüblich zu sein...
Unser Border-Collie-Husky Mischling (zwei Jahre alt) wurde vor zwei Jahren von zwei Jägern auf dem Hof einer der Jäger erschossen und "weggeräumt". Der Hof dieses Jägers ist ca. 200 m von unseren Hof entfernt, unser Hund hatte vermutlich Interesse an der Hündin des benannten Jägers und hatte sich deshalb in dessen Hof begeben. Als der Hund nicht mehr auftauchte, haben wir den verdächtigen Jägern einen Besuch abgestatte und sie gefragt ob Sie unseren Hund gesehen hätten, was vehement verneint wurde. "Es ist nicht schade darum" und "Verschwindet" waren konkrete Antworten. Über Dritte habe ich diesen Tathergang erfahren und Strafanzeige erstattet, bis heute ohne Ergebnis, d.h. keine Verhandlung, aber auch kein Bescheid darüber, dass das Verfahren eingestellt wurde.
Soviel dazu... Ich habe o.g. Schilderungen bewusst sachlich geschildert. Welche Auswirkungen dies auf emotionaler Ebene für mich und meine Familie hatte, brauche ich Menschen wie Ihnen nicht erläutern.
Ich stehe der Jagd und den Jägern schon immer äußerst kritisch gegenüber (diplomatisch ausgedrückt). Nicht nur die Bejagung von Haustieren, auch das Jagen auch Wildtiere, halte ich für absolut barbarisch, grausam, anmaßend und sadistisch. Wildschweine, Rehe, Füchse und Co. haben ebenso ein Recht auf Leben wie jedes andere Lebewesen.
Michaela B.
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Könnt Ihr uns Tipps geben? |
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Bobenheim-Roxheim liegt am Altrhein und am Silbersee. Sowohl ein Naherholungsgebiet wie auch ein Biotop für viele Vögel. Seit etwa zwei Monaten gibt es dort einen neuen Jagdpächter, der die Jagd benutzt, um seine Mordlust auszuüben. Mir selbst sind vor etwa zwei Monaten vier Jäger entgegen gekommen und haben, sobald sie mich passiert hatten, losgeschossen, was ich schon sehr bedenklich hielt. Seit dieser Zeit gehe ich, wenn ich Schüsse höre, besonders in der Dämmerung oder wenn es neblig ist, dort nicht mehr spazieren, mein Leben ist mir wert und lieb. Dort laufen sehr viele Jogger, Walker und Spaziergänger, so dass ich überhaupt nicht verstehen, das dort gejagt wird, zumal es außer Enten, Gänsen und Schwänen dort gar nichts zum jagen gibt. Die Jäger haben auch einen Schwan erschossen mit der Begründung er wäre verletzt gewesen, was aber viele anzweifeln. Viele Bürger haben sich schon beschwert bei der zuständigen Jagdbehörde, die wohl vorerst die Jagd ausgesetzt hat, aber der Jäger wohl weiter jagen darf. Die Bürger und Tieren müssen sich eben daran gewöhnen, ist wohl ihre Ansicht. Vielleicht könnt ihr uns Bürgern aus Bobenheim-Roxheim Tipps geben, wie wir weiter in einem solchen Fall handeln können, den eins steht fest, wir wollen das nicht einfach so hinnehmen, das, solche mordlustigen, kranken Jäger uns und die Tierwelt bedrohen. Schöne Grüße Gaby B.
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Tipps |
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Es gibt viele Möglichkeiten, Ihr Anliegen an die Öffentlichkeit zu bringen und damit zu einem Bewusstseinswandel beizutragen:
- Wenn Sie sich beim Spaziergang durch Jäger bedroht sehen, rufen Sie die Polizei. Auch das Ordnungsamt ist eine richtige Adresse, zudem die untere Jagdbehörde. Wichtig: Sie sollten immer ein Handy, evtl. auch einen Fotoapparat (Jäger scheuen das Licht der Öffentlichkeit) dabei haben, am besten auch Zeugen.
- pro iure animalis hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung und bei dem Blick auf Jagd und Jäger beachten sollten. Es wird u.a. darüber informiert, was Jäger dürfen und was nicht.
- Schreiben Sie die Reaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an. Berichten Sie ruhig plakativ von Ihrer Angst bei Spaziergängen, die Sorge um die Sicherheit für Erholungssuchende bei der Jagd in Naherholungsgebieten und die Sicherheit der Anwohner bei der Jagd in der Nähe von Wohngebieten. Schreiben Sie, dass Sie sich an Vögeln, Enten, Schwänen erfreuen und nicht verstehen können, dass Menschen als Hobby an einem Biotop Vögel tot schießen.
- Eine sehr gute Möglichkeit ist auch das Schreiben von Leserbriefen. Hier finden Sie Anregungen und Argumente. - Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten. Viele Menschen wissen noch immer nicht, was die Jäger alles in der Natur anrichten.
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Treibjagd in meinem Garten! |
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Eigentlich hatte Angelika Bornstein mit ihrem Mann und ihrem Besuch einen schönen Adventsnachmittag verbringen wollen. Doch plötzlich ging bei ihren Vögeln - Frau Bornstein betreibt eine Wildvogelauffangstation - in den Volieren ein riesiges Gekreische los: Ein großer Jagdhund mit einem Leuchthalsband rannte um die große Freiflugvoliere herrum und irgendwie rannte da auch ein Wildschwein. Treibjagd im Garten! Die Bilanz: Eine kaputte Voliere, verletzte und verängstigte Vögel, hohe Kosten und ein verdorbener Nachmittag: Lesen Sie Ihren Bericht:
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Liebe Tierfreunde!
Ich muss Euch mal etwas erzählen, was heute Unglaubliches geschehen ist. Eigentlich hatten sich mein Mann und ich auf unseren Adventsbesuch von unseren Freunden heute Nachmittag gefreut. Ich hatte den Kaffeetisch schön gedeckt und wartete mit einem Buch vor der Nase ganz entspannt auf unseren Besuch als plötzlich draußen bei meinen Vögeln in den Volieren ein riesiges Gekreische losging.
Ich schaute raus und entdeckte zunächst nur einen sehr großen Hund, der am Wohnzimmerfenster vorbeihetzte.
Ich rannte raus und begriff erst gar nicht was ich da sah: ein großer Jagdhund mit einem Leuchthalsband rannte um unsere große Freiflugvoliere rum und irgendwie rannte da auch ein Wildschwein. Es dauerte ein wenig, bis ich begriff, dass das in Panik geratene Wildtier nicht hinter der Voliere, sondern in der Voliere rumrannte und versuchte, dem Hund zu entkommen, der draußen vor der Voliere dem Schwein hinterhersprang.
Das panische Schwein rannte kopflos in der Voliere rum und trampelte dabei mehrfach meinen Graureiher Rudi um. Es versuchte, wieder aus dem Gehege zu kommen, indem es sich immer wieder gegen das Gitter warf. (Ich hatte mich schnell wieder zurückgezogen, auch weil ich gar nicht wusste, wie ich reagieren sollte) Schließlich fand es die "Lücke" im Draht, die es beim Eindringen in die Voliere gerissen hatte, und rannte wieder in unserem Garten rum. Schließlich sprang es über einen ca. 80 cm hohen Zaun zum Nachbarn rüber, wo dessen Geflügel auf der Wiese panisch auseinander spritzte, hetzte wieder zurück quer über unser Grundstück und anschließend auf die Straße, wo einige Autofahrer eine Vollbremsung hinlegen mussten. Im Schlepptau stets der Jagdhund!
Dann verschwanden Sau und Hund im Wald. Kurz darauf knallte es...
Bilanz: eine kaputte Voliere ein Reiher, der für über 100 Euro beim Tierarzt zusammengeflickt werden musste (hoffentlich überlebt mein Rudi diese Tortur!) einige Vögel, die wir wieder draußen einsammeln mussten (glücklicherweise sind es die handzahmen gewesen, die durch den kaputten Volierendraht flogen) 1 zahme Kanadagans, die voller Panik weggeflogen ist (wir haben sie nicht wieder gefunden) 2 Hausgänse, die sich in der Panik im Weidezaun verhangen hatten 1 Dutzend Vögel, die auch heute Abend noch nicht zu beruhigen waren nicht zuletzt: ein total verdorbener Nachmittag
Und das schlägt dem Fass den Boden aus: die dämliche Bemerkung einer der herzitierten Jäger: Bei Treibjagden müsse man eben damit rechnen, dass von Jagdhunden gehetzte Wildtiere auch Schäden anrichten und auch über Privatgelände laufen.
Hallo, gehts noch?!? Bei jeder Veranstaltung und jedem öffentlichen Gebäude etc. werden Betreibern und Veranstaltern Sicherheitsbestimmung aufgedrückt, die man manchmal nicht mehr nachvollziehen kann. Und bei einer Treibjagd werden wissentlich Mensch und (Haus)Tier in einem extrem hohen Maße gefährdet! Und hier ist den Sicherheitsbestimmungen Genüge getan, dass ein paar Warndreiecke mit dem Aufdruck Treibjagd vollkommen ausreichen sollen, um Menschen und deren Hab und Gut vor den Auswirkungen der Jagd zu schützen????
Hier, wo die Jagd stattgefunden hat, ist relativ dicht besiedeltes ländliches Gebiet mit kurzen Waldstücken, Viehweiden, Feldern, Höfen und Dörfern sowie stark befahrenen Landesstraßen. Wer genehmigt bloß soetwas?
Und noch etwas anderes: Ich habe die Augen des Wildschweines gesehen: das arme Tier hatte eine Wahnsinnsangst gehabt, in der Voliere schrie es voller Panik, wenn der Hund zu nahe kam! Wieso hetzt man Tiere in den Tod?
Auf jeden Fall wird das noch ein Nachspiel haben, war eben bei der Polizei, die auch sehr bedauern, dass bei den Treibjagdgenehmigungen die Polizei nicht gefragt wird sondern alles von der unteren Jagdbehörde abgesegnet wird.
Noch was: vor kurzem hatte hier eine kleine Jagd entlang der Sieg in direkter Nähe von Wohngebäuden stattgefunden: am helllichten Tage wurden im Bereich von Spazierwegen entlang des Flusses Wasservögel bejagt. Kinder, die einen Hund ausführten sowie einige Spaziergänger befanden sich plötzlich inmitten des Jagdgeschehens, wo ihnen die Geschosse um die Ohren pfiffen. Hier wurde die Polizei alarmiert! Irgendwie habe ich wirklich die Nase voll von den verantwortungslosen Lustmördern.
In diesem Sinne Euch einen schönen Abend
Angelika Bornstein
Nachtrag:
Anbei ein Foto der Voliere, in das das arme Wildschein eingebrochen ist als auch der malträtierte Flügel meines Reihers, der dem Schwein immer wieder in Panik zwischen die Füße gelaufen ist.
Meine Gans ist und bleibt verschwunden - schade, wir haben unser schönes, zahmes Kücki geliebt! Vielleicht taucht sie ja bei irgendwem auf und das hoffentlich nicht als Gänsebraten.
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In diese Voliere flüchte das panische Wildschwein auf der Flucht vor Jäger und Jagdhund |
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Der schwer verletzte Graureiher Rudi musste für 100 Euro beim Tierarzt zusammengeflickt werden |
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Gedanken nach einer Treibjagd |
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Als ich gestern nach einer Treib- und Drückjagd im Wald zusammen mit meinen beiden Hunden spazieren ging, herrschte eine unheimliche Stille. Kein Vogel war zu hören und sogar das Laub der Bäume schien nur ganz leise zu rauschen.
Ich habe ein Gedicht geschrieben, in dem ich meine Gefühle zum Ausdruck bringe. Meine Trauer und mein großes Bedauern, dass ich aktuell für die Tiere nicht mehr tun konnte.
DIE TIERE HALTEN TOTENWACHT
Die Tiere halten Totenwacht sie geben Acht, dass keiner stört die Stille und die Trauer.
Als kleines Kitz hast du am Waldesrand gespielt ich hab gefühlt wie glücklich du dort warst.
Seit gestern gibt es Dich nicht mehr ein großes Jägerheer hat Dich aus Lust am Töten umgebracht.
Und Stille ist seither.
Die Bäume halten Totenwacht sie geben Acht, dass keiner stört die Stille und die Trauer.
Im Gedenken an das kleine Rehkiz, am 26.11.2011 im Wald bei Kleinanhausen von Jägern zur Strecke gebracht.
Andrea Fischer
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Ein unschuldiges Jagdopfer |
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Ich war heute Morgen wie so oft im Wald spazieren um die neuesten "Schandtaten" unseres Jagdpächters zu inspizieren, als ich diesen toten Fuchs fand - erst erschossen und dann achtlos in die Landschaft geworfen. Er war allerhöstens zwei oder drei Tage tot. Dieses arme Tier hat doch nun wirklich niemandem etwas getan, oder?
Die Bilder sind mit einer Handykamera aufgenommen, daher leider vo etwas minderer Qualität.
Ellen per e-mail, 19.3.2011
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Gedicht: Der Jäger |
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Klaus Herburger
Die Zeit steht still, es knallt und hallt, ein Schuss zieht durch den Morgen-Wald. Da kommt ein kleiner Hund gelaufen, von hoch herab ein lautes Schnaufen. Es hört sich an wie Lustgestöhn, was findet die Person so schön?
Ist es der Wald in seiner wahren Pracht, der stets auf Anmut ist bedacht? Ja wie die schönen Vöglein singen, die so vergnügt und herrlich klingen. Von Baum zu Baum ein Hörnchen springt, so lebensfroh und sehr beschwingt.
Doch plötzlich wird es klar, worums hier wirklich geht, auch wenns ein netter Mensch nur schwer versteht!
Viel Blut benetzt den feuchten Boden, ein Depp steht da mit prallen Hoden. Vor ihm ein toter Hirsch im lichten Gras, solch Schauspiel macht den Mörder nass.
Mit Blut befleckt so froh und munter, holt sich der Hunter einen runter!
Es dröhnt ein lautes Weidmannsheil: „Der tote Bock macht mich so geil!“ „Nur einen Schuss hab ich gebraucht, schon wurde ein Leben ausgehaucht!“ Der Kerl, er liebt den „Hochstand“ sehr, drum greift er oft zum Jagdgewehr…
Ja weil sein Hirn nicht fleißig ist, ist er heut tätig als Sadist. Die Waffe hat nur einen „Knopf“ – zum töten reicht ein leichter Kopf…
So froh und stolz hinausgezogen, gibt er sich ganz und gar verlogen: Kastanien werden ausgelegt, damit man meint, er hegt und pflegt. (So werden Tiere faul und fetter, das macht das Zielen umso netter! Dann kann man auch besoffen sein, das arme Tier geht trotzdem ein.)
Auch gibt er sich naturverbunden, drum schießt er rum und hetzt mit Hunden… Die Jagd ist einfach furchtbar richtig, und feiges Töten nun einmal wichtig…
Weil Rehe ziehen durch den Wald und fressen alle Wipfel bald… Auch das Murmele ist wahrhaft dumm, weils pfeift und gräbt im Boden rum…
Beide muss man schnell abknallen, und später mit den Freunden lallen. Im Gasthaus erzählt man Jagdgeschichten, und sauft sich zu, mit dummen Wichten! Komplett gekleidet in sattem Grün, hält dieses Pack sich gar für kühn??!
So selbstgerecht statt mit Verstand, versteckts sich gut am hohen Stand!
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Jagd aus Sicht eines angehenden Forstingenieurs |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Student des Forstingenieurswesen in Weihenstephan. Mit Interesse habe ich die Beiträge auf der homepage gelesen und stelle fest, dass ich einiges doch kritisch hinterfragen muss. In unserem Studiengang ist die Jagdlehre ein Pflichtfach. Ob man später zur Jagd geht bleibt jedem selber überlassen. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich auch wenig Verständnis für die so genannte Trophäenjagd habe. Jagd als Triebbefriedigung und zur Freizeitgestaltung, mit überholtem jagdlichem Brauchtum wie Strecke legen und sonstigem Selbstbeweihräuchern ist durchaus fragwürdig. Jedoch halte ich die Jagd, aus meiner Sicht als Forstmann für notwendig.
Lassen Sie mich hierzu einige Argumente, die Sie Jägerlügen nennen aufgreifen:
Sie sagen, Jäger provozieren Wildschäden in Wald und Flur erst, da Sie das Wild in den Wald hinein treiben. Das ist so nicht richtig. Man muss z. B. bei Rehwild generell zwischen Feld- und Waldrehen unterscheiden. Des weiteren treten Verbissschäden hauptsächlich im Winter auf, wenn es auf den Feldern, die das Wild sonst heimsuchen würde nichts zu holen gibt. Die intensive Fütterung das ganze Jahr hindurch, zur Vermeidung von Wildschäden, käme der Domestikation des Wildes gleich und verbietet sich aus Wildbiologischen Gründen.
Antwort von Kurt Eicher: Die von Ihnen angeführte ganzjährige Fütterung war zunächst nur angedacht, falls die Jagd sofort und ohne Übergang beendet würde. In einem solchen Fall würden im Folgejahr die satt subventionierten Brachflächen entsprechend umstrukturiert und die Fütterungen würden sofort eingestellt, sonst hätte das ja mit Naturschutz wirlich nichts mehr zu tun. Das im Schweizer Nationalpark der Wald auch ohne Bejagung wächst, lässt sich damit erklären, dass dieser große Ausgleichsflächen beinhaltet, die dem Wild als Einstand und Äsungsfläche dienen. Sie werden mir aber zustimmen, dass man ein solches Maß nicht auf land- und forstwirtschaftliche Kulturflächen übertragen kann. Auch hier werden solche Ausgleichsflächen bereitgestellt, z.B. in Form von Wildäckern und das der Schwerpunkt nicht auf selbigen liegt sondern auf der eigentlichen Ertragsfläche ist selbstverständlich.
Antwort von Kurt Eicher: Eine andere Flächenzuordnung wäre hier (wie oben erwähnt) die Lösung. Desweiteren möchte ich die Aussage beanstanden, das nur 2% des Bestandes verbissen sind. Diese Zahl ist missbräuchlich verwandt. Es mag zwar sein, dass im Gesamtbestand nur oben genannte 2% betroffen sind, in stark verbissenen Gebieten können das aber bis zu 70% der Verjüngung sein. Und das sind die Bäume der Zukunft.
Antwort von Kurt Eicher: Wildtiere venichten keine (eigenen) Lebensräume, da sind wir uns einig. Der Wald ist aber in keinem natürlichen Zustand, das muss ich Ihnen nicht erläutern. Wenn die Forstwirtschaft ihr eigenen wissenschafltlichen Erkenntnisse umsetzen würde, käme sie zu dem Schluss, dass es sinnvoll sein kann, die MONOKULTUREN mit verbissresistentne Arten, die seit Jahren bekannt sind, zu durchsetzen. Das Ergebnis wäre, dass auch seltene und empfindlichere Baumarten geschont blieben, da diese von den Wiederkäuern eigentlich gemieden werden und nur im Notfall als Magenfüller herhalten müssen, denn diese Pflanzen sind auch ernährungsphysiologisch eher schlecht einzustufen. Forstkulturen großflächig durch Zäune zu schützen ist in vielerlei Hinsicht nicht möglich. Es wäre unmöglich bei der Bevölkerung Akzeptanz für solche Maßnahmen zu erwarten, da sich jeder zu Recht auf das freie Begehungsrecht beruft, das durch Zäune stark eingeschränkt wird. Des weiteren sind Zäune, die mehr als 5 ha umschließen kaum wilddicht zu halten und nur schwer in Stand zu halten. Die umschlossenen Flächen sind dauerhaft als Äsung und Einstand entzogen und Schäden in den übrigen Flächen wie Feldern würden drastisch steigen. Nicht zu letzt wären großflächige Zäune nicht zu finanzieren. Von Einzelschutzmaßnahmen ganz zu schweigen.
Antwort von Kurt Eicher: Wir bauen keine Zäune, sondern verbinden Wildzonen ohne Barrieren und ohne gefährliche Straßenquerungen. Ohne Bejagung wären auch weniger Wildtiere vorzufinden, da sich die Trophäenhege nicht mehr negativ selektiv auf die Bestadshöhe auswirken würde. Ein Beispiel: Die Staatsforsten haben sich die vorbildliche Bewirtschaftung der Wälder zum Ziel gesetzt, das bedeutet, einen Waldumbau zu betreiben, der die Naturverjüngung in den Vordergrund stellt und von großflächigen Pflanzungen absieht. Dies soll auf lange Sicht einen Mischwald mit verschiedenen Altersstufen ergeben.
Antwort von Kurt Eicher: Am Beispiel Naturverjüngung sehe ich immer wieder den Denkfehler, dass angenommen wird, dass sich neben existierenden Monokulturen eine normale Mischwald unmittelbar entwickeln würde... Hier wird sich doch zunächst eine Pioniergesellschaft etablieren, bevor es einen Buchenmischwald geben wird, d. h. ohne sinnvolle und diversitätsoffene Forst-/Pflanzhilfe werden wir wieder Jahre verlieren, bis eine normaler Wald entsteht, der dann erst verbesserte Lebensbedingungen für Tiere bringen wird. Der Förderung der Biodiversität und der Erweiterung des Lebensraumes für Wildtiere ist damit im höchsten Maße Rechnung getragen. Wenn sich dieser natürliche Wald aber aufgrund von Wildschäden nicht entwickeln kann, so stimmt etwas mit dem Wald-Wild-Verhältnis nicht. Dennoch muss der Wald für die Forstwirtschaft und die angeschlossen Sektoren nutzbar sein. Immerhin sichert er mehr als 800 000 Menschen bundesweit eine Existenz und stellt einen erheblichen wirtschaftlichen Faktor dar, von dem die Allgemeinheit profitiert. Daraus leite ich ab und ich hoffe dass Sie meine Position verstehen, wenn auch nicht teilen, wir die Wildbestände unseren Bedürfnissen anpassen müssen, ohne zu stark einzugreifen oder sie gar zu gefährden. Da die so genannte Grenze der Umweltkapazität bei keiner unserer heimischen Wildarten erreicht ist, können wir nicht auf die Selbstregulierungsmechnismen hoffen die die Jagd unnötig machen würden.
Antwort von Kurt Eicher: Niemand möchte den Wald als Wirtschaftsfaktor abschaffen, doch wir könnten diese Wälder artenreicher, sturmstabiler und krankheitsresistenter mitgestalten und dabei trotzdem nutzen. "Wald vor Wild" ist einfach viel zu kurz gegriffen -es müsste heißen "Wald und Wild". Diese beiden Faktoren bilden den letzten großen, natürlichen und zusammenhägenden Lebensraum in Europa, dies sollte uns als Naturerbe und Naturreserve "heilig" sein. Lassen Sie mich damit zur Jagdpraxis kommen. Wie Sie befürworte ich einen Nachweis über die Schießfertigkeit eines Jägers. Des weiteren würde ich auch ein striktes Alkoholverbot auf der Jagd befürworten. Ich persönlich bin auch kein Freund der Fallenjagd, sei es Lebend- oder Totfang. Allerdings muss, wenn die Fallenjagd richtig ausgeführt wird kein Tier tagelang in Fallen leiden. Jede Falle muss mindestens einmal täglich, bei vielen Wildarten auch mehrmals täglich kontrolliert werden. Jeder gute Jäger und das sind bis auf wenige Ausnahmen alle, beherzigt diese Vorschriften, sowie sämtliche Grundsätze der Waidgerechtigkeit. Oberstes Gebot bei der Jagdausübung ist: Sicherheit geht vor jagdlichen Erfolg, das heißt: Es wird nicht geschossen, wenn nicht klar ist ob der Schuss sicher platziert werden kann. Das beinhaltet genaues Ansprechen des Wildes (Art, Geschlecht, Alter, Junges führend, krank, gesund usw.), ist der Kugelfang gewährleistet, wird kein anderes Tier oder gar ein Mensch gefährdet, stimmt die Entfernung und die Position usw. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Jäger diese Grundsätze missachtet. Ein gut gesetzter Schuss ist sofort tödlich. Dass es Fehlschüsse gibt ist jedoch unvermeidlich und wenn so geschehen sehr bedauerlich. Allerdings wird Zeitnah und intensiv nachgesucht, denn kein Jäger will gezielt Leid zufügen oder dulden. Mein Fazit lautet: Wir sind auf die Jagd aus wirtschaftlichen Gründen angewiesen, da wir sonst unsere Bedürfnisse dem des Wildes unterordnen müssen. Dennoch müssen wir mit höchstem Bedacht auf das Wohl der Tiere achten und nach dem Grundsatz verfahren, so viel wie nötig, so wenig wie möglich zu bejagen und das stets mit dem Ziel, den Stress und das Leid für die Tiere weitestgehend zu minimieren.
Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass ich ihre Arbeit durchaus für wichtig halte und glaube, das auch die Jagdgegnerschaft zum besseren Verständnis der Jagd beiträgt. Allerdings halte ich einige Ausführungen für irreführend und zu populistisch. Des weiteren habe ich kein Verständnis für Aktionen wie Hochsitz Zerstörungen oder Behinderung des Jagdbetriebes. Damit bringen Sie sich und Andere in höchste Gefahr und Gewalt ist in meinen Augen keine Form des Protestes. Wie Sie aus den Zeilen ersehen, kann und will ich nur nur aus meiner Sicht mit forstwirtschaftlichem Hintergrund und nicht für andere Jagdbefürworter sprechen.
Antwort von Kurt Eicher: Hierzu möchte ich einfach keine weiteren Ausführungen machen, da ich oben schon angedeutet habe, dass die Wirklichkeit noch "dunkler" ist, als wir sie hier beschreiben. Ich empfehle Ihnen dazu das Buch von Karl-Heinz Loske "Von der Jagd und den Jägern". Ich würde mich über eine Antwort und weiteren Dialog sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen Johannes Hamm
ps. Wenn Sie in Erwägung ziehen meine email in irgend einer Form zu veröffentliche, dürfen Sie meinen Namen gerne nennen, ich würde Sie jedoch bitten meine email Adresse nicht zu veröffentlichen.
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Lesen Sie weitere Reaktionen aus der Bevölkerung
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