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Reaktionen

Jägermentalität: Auf Naturschutz wird geschossen

Das Bild wurde hier aufgenommen.
Der Fotograf schreibt: "Jägermentalität: Auf Naturschutz wird geschossen."
Und: "In dem Naturschutzgebiet wurde vor einigen Jahren auch ein Radfahrer angeschossen, der mir entgegen kam."

Jägermail: Seid ihr bescheuert oder was

Seid ihr bescheuert oder was informiert euch mal z. B. Wie oft irgendwelche Hunde Kitze oder Rehe reißen oder warum muss man Menschen nötigen auf Drückjagden sich rum zutreiben sich in Gefahr bringen nur um irgendwie Jäger schlecht zu machen ihr seid doch geistig behindert oder eure Eltern waren Geschwister anders kann ich mir so ein Hohlen Dünnschiss nicht vorstellen
Oliver S. per e-mail

Meine persönlichen Erfahrungen

Ich nehme mir hier kurz die Zeit, Ihnen einmal von ganzem Herzen für Ihre Arbeit und Ihr Engagement zu danken!

Ich bin immer wieder zutiefst erschüttert, mit welcher Verachtung und Selbstherrlichkeit sich die deutsche Jägerschaft geradezu gottgleich die Herrschaft über die wenigen noch übrig gebliebenen Wildtiere anmaßt. Ich habe eine grundsätzliche Abneigung gegen Übertreibungen und Verallgemeinerungen, aber bei dieser Personengruppe muss man wirklich von einer kriminellen Lodenmafia sprechen.

Als Hundebesitzer seit der Kindheit habe ich zwangsläufig so manche Begegnung hinter mir, die durchweg von Dreistigkeiten, unbewiesenen und substanzlosen (aber umso vehementer vorgetragenen) Behauptungen und offenen Bedrohungen geprägt waren. Erst im Frühjahr machte einer der Gesellen auf einem einspurigen Gemeindeweg außerhalb der Ortschaft (in Niedersachsen) Anstalten, mich mit meinen drei Hunden am liebsten direkt zu überfahren, nur um kurz vor uns mit einer Vollbremsung anzuhalten und rumzubrüllen, dass ich meine Hunde anzuleinen hätte und er sie sonst erschießen könnte. Leider kein Einzelfall sondern nur der letzte Vorfall in einer langen Liste.

Wenn man sich überlegt, dass von der Persönlichkeit her völlig ungeeignete und vom erforderlichen Fachwissen (das Anleingebot gem. NWaldLG erstreckt sich nicht auf öffentliche Verkehrswege) gänzliche unkundige Privatpersonen vom Gesetzgeber in Deutschland tatsächlich mit dem ansonsten beispiellosen Recht ausgestattet werden, das "Eigentum" (als das das Haustier juristisch leider noch immer betrachtet wird) anderer an Ort und Stelle zu töten – ohne jedes ordnungsrechtliches Verfahren mit Widerspruchs- oder Klagemöglichkeiten – macht einen immer wieder sprachlos und wütend. Insbesondere, wenn man sich in der Natur stets rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst verhält und ich z.B. meine Hunde nicht nur in der Brut- und Setzzeit nur auf den Wegen und stets abrufbar in meiner unmittelbaren Nähe führe. Aber diese Herrschaften führen sich durchweg so auf, als wenn ihnen die Natur persönlich gehöre – beinahe schlimmer als die Blockwarte in der traurigen, braunen Vergangenheit unseres Landes.

Am letzten Wochenende machten wir bei Hundespaziergang in der Nähe von Stade auch wieder eine grausige Entdeckung: Wohl ein Jäger hatte am Rande eines kleines Gehölzes in der Nähe eines Wirtschaftsweges den aufgeschlitzten Kadaver einer Ricke mit dem Kopf in eine Astgabel gequetscht und zusammen mit einer toten Ente offensichtlich als Köder ausgelegt – siehe beigefügte Bilder. Wie krank muss man sein, überhaupt so ein friedliches Lebewesen töten zu können, geschweige denn seine sterblichen Überreste so bestialisch und ohne jede Empathie zu behandeln. Um mutmaßlich damit dann auch noch einen Wolf oder zumindest einen Fuchs vor die Flinte zu locken und den dann auch noch abknallen zu können. Zutiefst gestört sowas….

Beim Wolf zeigt sich dieser Irrsinn ein weiteres Mal überdeutlich: Es wird geradezu frenetisch nach jedem einzelnen Nutztierriss gesucht, nur um dies verzweifelt als moralisches Feigenblatt für die sadistische Morbidität der Jägerschaft und zur Aufrechterhaltung des jahrhundertelang kultivierten Märchens vom "bösen Wolf" zu missbrauchen. Diese Bigotterie ist wirklich nicht mehr zu übertreffen, insbesondere wenn man sich mal vergegenwärtigt, dass jährlich mehr als 13.600.000 Schweine und 600.000 Rinder in der Massentierhaltung ihr Leid bis zur geplanten Schlachtung nicht überleben und in Tierkörperbeseitigsanlagen entsorgt werden. Für den Wolf bedeuten ein paar Dutzend (wenn überhaupt…) Nutztierrisse das Todesurteil, aber die deutschen Bauern bekommen für Abermillionen "Kollateralschäden" ihrer perversen Haltungsmethoden auch noch Steuermilliarden in den Allerwertesten geblasen – einfach abartig.

Ich möchte Ihnen also ausdrücklich danken, dass Sie sich gegen diese menschliche Entartung so sehr einsetzen und den Tieren eine Stimme verleihen! Lassen Sie bitte nicht nach, denn jedes Tier hat ein Recht auf sein selbstbestimmtes Leben und seinen Platz auf dieser Welt. Der Mensch ist die einzige Gattung, die sich rücksichtslos ausbreitet und ohne Begrenzung alle Ressourcen dieser Erde hemmungslos vereinnahmt oder zerstört und es einfach nicht schafft, sich selbst Einhalt zu gebieten. Die Scheinheiligkeit und Selbstherrlichkeit, mit der sich Jäger und überwiegend leider auch die Politik darüber hinaus noch skrupellos zum Richter über andere Kreaturen erhebt, ist nur schwer zu ertragen.

Lars Hoffmann, Hamburg

Gräueltaten in der Natur

Hallo Herr Eicher,
 
mit großem Interesse habe ich Ihren Bericht über die Jagdunfälle und Straftaten gelesen und ich muss sagen, Sie sprechen mir aus der Seele!

Wir wohnen in S. etwas außerhalb der Ortschaft und jedes Jahr im November findet direkt neben unserem Haus eine Drückjagd statt. Die Bilder, die wir da zu sehen bekommen, sind wirklich nichts für schwache Nerven. Auf die meisten Tiere, die da um ihr Leben laufen, muss mehrmals geschossen werden, da nur die wenigsten sofort tot sind. Oder sie werden noch lebend von den Jagdhunden zerrissen.

Schon mehrmals habe ich bei diesen perversen Tierquälern protestiert und sie aufgefordert, sofort aufzuhören, da wir kleine Kinder im Haus haben die auch noch große Angst um unsere beiden Katzen (Freigänger) haben. Aber ich wurde nur ausgelacht und sie haben gesagt, ich soll mich nicht lächerlich machen.
Es sind auch schon mehrere Katzen spurlos verschwunden.

Wir lieben die Natur und wir sind fast täglich in unseren herrlichen Wäldern unterwegs, da wir sehr gerne Mountainbike fahren, laufen oder ausgedehnte Spaziergänge machen. Und ich muss Ihnen sagen, auf was man alles stößt, sobald man die großen Hauptwege verlässt, ist einfach unglaublich.

Erst letzte Woche entdeckte ich wieder mal einen Luderplatz mit zwei ganzen Rehen und einem Steinmarder.

Ca. hundert Meter vorher stand ein Schild mit der Aufschrift: "Wildruhezone! Betreten verboten."
Außerdem stoßen  wir immer wieder auf Fallen aller Art. Insgesamt schon an die 50 Stück. Hauptsächlich Betonrohrfallen und Fangbunker mit Schwanenhals, aber auch Abzugeisen habe ich schon gefunden.

Mit der Zeit weiß man, wo man suchen muss. Oft findet man diese Teile nahe an Wohngebieten, was beweist, dass auch Haustierfänge in Kauf genommen werden.
Eine Schliefenanlage haben wir auch schon entdeckt!

Was mich auch immer wieder ärgert, sind die unzähligen Hochsitze und Wildkameras. Man kann wirklich keine fünf Minuten gehen, ohne auf so einen Schießturm zu stoßen. Die Waldwiesen sind förmlich umzingelt von ihnen. Es kann doch nicht sein, dass man im Wald heimlich fotografiert und sogar gefilmt wird.

Aber noch viel schlimmer als für uns ist die Lage für unsere Wildtiere. Ein Heer von perversen Hobbytötern lauert ihnen auf. Tag und Nacht. Ausgerüstet wie Elitesoldaten mit modernster Technik, wie z.B. Nachtsichtgeräte, Kameras, Zielfernrohre, Bewegungsmelder und jetzt auch noch mit Schalldämpfern. Kein Versteck ist mehr sicher, die Tiere haben keine sicheren Rückzugsgebiete mehr und müssen in ständiger Todesangst leben. Und das alles ist legal.

Die meisten Menschen glauben immer noch an das Märchen vom ehrenwerten Jäger, die nur alte und kranke Tiere schießt. Ich persönlich lasse keine Gelegenheit aus, um die Menschen zu informieren, was wirklich Sache ist.

Gerade kommen wir von einem langen Sonntagsspaziergang nach Hause. Als wir aufgebrochen sind, freuten wir uns auf einen schönen Winterspaziergang bei strahlend blauen Himmel.

Doch die Freude wurde sehr bald getrübt! Auf einen Waldweg fielen mir Reifenspuren auf die nur 20 Meter in den Wald führten und dann wieder heraus. Im selben Augenblick flog an der Stelle ein Mäusebussard auf.

Als ich die Stelle genauer anschauen wollte, bemerkte ich und meine Frau einen bestialischen Verwesungsgeruch. An der Stelle lagen dann ein aufgeschnittenes Wildschwein, Teile von mehreren Rehen und eine Wildente (Fotos).

Man kann einfach nicht mehr in die Natur hinaus gehen, ohne auf solche Gräueltaten zu stoßen.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und besuche Sie weiter auf Ihrer Internetseite.

Hochachtungsvoll

(Der Name ist der Redaktion bekannt)

Luchsmord im Harz

Kaum zu glauben: Am 22.04.2016 fand mein Hund einen toten Luchs auf einer Wiese. Ich sicherte weitere Beweise, benachrichtigte die zuständigen Stellen mit dem Ergebnis: Tod durch Schussverletzung. Angeblich von einen unbekannten Schützen. Dies ist aber kein Fremder, denn die Spuren eines Fahrzeuges zeigen deutlich, er kannte sich im Gelände sehr gut aus.
Der Luchs wurde angeschossen und entkam. Die Täter durchstreiften das Gelände, konnten den Luchs aber nicht finden, um ihn ungesehen zu beseitigen. Der Luchs starb auf der Wiese, auf der ihn dann mein Hund gefunden hat.

Für mich nicht der erste Fall im Harz, nur der erste, der nachgewiesen wurde. Schon seit einiger Zeit werden die Stimmen der Jäger laut: „Der Luchs muss weg, der rottet das Wild aus. "
Da ich ein Unterstützer ihrer Initiative bin, bitte ich Sie, die von mir gesendeten Bilder zu veröffentlichen, als weiteren Beweis, was Jäger unter Artenschutz / Wildpflege verstehen.
Klaus-D. Winkel

Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt

»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.«
Pythagoras, Griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

»Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde.«
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950 (1856-1950)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«
»Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.«
Leo Tolstoi, russischer Humanist und Dichter (1828-1910)
»Als Künstler und überzeugter Naturfreund bin ich gegen Tierquälerei in jeder Form.
Inspiriert haben mich die Worte von Pythagoras und George Bernard Shaw.«
Artur Sowinski
www.artsowinski.de

Reaktionen aus der Bevölkerung