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Wölfin Bärbel

Als ich vor knapp einem Jahr von diesem Vorfall in der Zeitung las und das Bild der erschossenen Wölfin sah, musste ich weinen, weil mir das Tier sehr leid tat und weil ich unendlich viel Wut gegenüber diesem unfähigen Jäger empfand. Dieser scheint wahrlich nicht in der Lage gewesen zu sein, a) einen Wolf von einem Hund zu unterscheiden und b) das Verhalten des Tieres richtigerweise dahingehend zu interpretieren, dass das Knurren und Zähnefletschen lediglich dazu diente, die Beute zu verteidigen. Wie Herr Bürgel in seinem Kommentar bereits erwähnte, hätte der Jäger eine andere Alternative gehabt, nämlich das Tier zu verjagen, in dem er in die Luft geschossen hätte oder aber sich ruhig und langsam zu entfernen. Aber da der Wolf an sich ja nach wie vor eine »Bestie« ist und der Mensch permanent Gefahr läuft, von diesem Tier angefallen zu werden, war es natürlich richtig, sofort auf das Tier zu schießen.

Der Artikel von Herrn Bürgel spricht mir sehr aus dem Herzen. Auch ich bin absolut dafür, dass die Jagd in Deutschland abgeschafft wird. Von Seiten der Natur besteht wahrlich keine Notwendigkeit, dass schießwütige Männer in Lodengrün freudig drauflosballern, um die Population des Wildes quasi »zu kontrollieren«. Fakt ist doch, dass die Natur ganz klar ohne den Menschen auskommt (mittlerweile insofern nicht mehr so ganz, als dass wir Menschen den Lebensraum der Tiere mehr und mehr zerstören und diese damit zwangsläufig zum Aussterben verurteilen. Dem müssen wir helfend entgegenwirken) aber wir nicht ohne die Natur!

Dass auf die Jagd und ihre Fanatiker verzichtet werden kann, zeigt das Beispiel Holland. Wie lange muss es noch dauern, bis auch bei uns die Jagd abgeschafft wird?

Gabriele P.