Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand

In Deutschland werden jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere mit Kugel oder Blei erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.



www.abschaffung-der-jagd.de 



Im Jagdjahr 2013/2014 wurden nach Angaben des Deutschen Jagdverbands von Jägern in Deutschland getötet:

Hirsche
75.762
Damwild 64.083
Sikawild 1.360
Wildschweine 474.287
Rehe 1.151.356
Gämsen 4.803
Muffelwild 7.228
Feldhasen 243.385
Wildkaninchen 211.592
Fasane 94.838
Rebhühner 2.540
Waldschnepfen 10.954
Wildgänse 80.854
Wildenten 363.611
Wildtauben 577.974
Füchse 380.494
Dachse 62.268
Baummarder 5.321
Steinmarder 47.058
Iltisse 9.632
Wiesel
6.038
Waschbären 96.162
Marderhunde 20.140


Hinzu kommen - von den Jägern statistisch nicht erfasst:

- Hauskatzen ca.300.000
- Hunde ca. 30.000
- Enten, die bei der Jagdhundausbildung "verbaucht" werden: ca. 20 pro Hund
- Wildtiere, die bei der Jagd "nur" angeschossen wurden und dann verenden
- Wildtiere, vor allem Wildenten, Wildgänse, Füchse und Dachse



Streckenliste unrealistisch

Der Kölner Stadtanzeiger berichtete am 16.3.2011 unter der Überschrift "Hegeringleiter sprach Tacheles", von einer Jägerversammlung.

Manche der Jäger hätten gar keine Streckenzahlen zur Verfügung gestellt, andere wiederum hätten Zahlen geliefert, die vollkommen unrealistisch und wenig Vertrauen erweckend seien.

Der Hegeringleiter Johann Jütten wird im Kölner Stadtanzeiger wie folgt zitiert: „Es ist schier unmöglich, mit korrekten Zahlen aufzuwarten.“ Manche der Jäger hätten gar keine Streckenzahlen zur Verfügung gestellt, andere wiederum hätten Zahlen geliefert, die vollkommen unrealistisch und wenig Vertrauen erweckend seien. Jütten: „Weiß der Geier, wo solche Zahlen herkommen.“



Vermutlich 10 Millionen Jagdopfer pro Jahr

Die so genannte „Jahresstrecke“, also die Anzahl der vom Deutschen Jagdschutzverband (DJV) gemeldeten jährlich getöteten Wildtiere ist nach Einschätzung von www.jagdaberfair.de, einer Tierschutzinitiative mit Schwerpunkt Jagd, vollkommen falsch und untertrieben.

Die Statistik des Jagdverbandes gibt für das Jagdjahr 2008/09 etwas über fünf Millionen im Rahmen der Jagd getöteter Wildtiere an. Schon das ist eine unglaublich hohe Anzahl, wenn man bedenkt, dass nur ein kleiner Teil dieser Tiere überhaupt - zum Beispiel als Wildbret - „verwertet“ wird. Der Großteil der getöteten Tiere wird einfach entsorgt.

Die Wahrheit sieht viel schlimmer aus: zigtausende Enten, Füchse, Bodenbrüter werden alljährlich im Rahmen der Jagdhundeausbildung getötet. Die Trefferquoten bei Bewegungsjagden (das Wild wird aufgescheucht und auf der Flucht erschossen) sind ausgesprochen gering. Dabei wird der weitaus größte Teil der Tiere nur verletzt und nicht aufgefunden. Diese Tiere verenden oft qualvoll nach Stunden oder Tagen. Bei der Jagd auf Wasservögel wird durch die breite Streuwirkung des Schrots ein weitaus größerer Teil der Tiere „nur“ verletzt und nicht getötet.

Umweltverbände gehen davon aus, dass jährlich etwa 2.000-4.000 Tonnen Blei in Deutschland verschossen werden. Das führt nicht nur zur Vergiftung von Böden und Gewässern, es führt auch dazu, dass bis zu 300.000 Tiere durch die Aufnahme von Blei beim Gründeln oder über die Nahrung den Gifttod sterben, darunter immer wieder der Seeadler. In den USA, den Niederlanden, Dänemark und Schweden ist die Verwendung von bleihaltiger Munition längst untersagt.

Einige hunderttausend Vögel, darunter Kormoran, Blässhuhn, Höckerschwan und Eichelhäher und ebenso Hunde und Katzen werden von vornherein nicht oder nicht systematisch erfasst und ein weiterer signifikanter Anteil wird aus Bequemlichkeit oder wegen des administrativen Aufwands nicht gemeldet.

Insgesamt dürften so in Deutschland ohne Übertreibung etwa 10 Millionen Tiere jährlich der Jagd zum Opfer fallen – das sind 28.000 Tiere pro Tag! Der Sinn insbesondere der Hobby-Jagd ist nicht nur heftig umstritten, es gibt auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen, dass die Jagd zur Bestandsregulierung - und diese wird als Hauptargument der Jagd vorgebracht - nicht erforderlich ist. Wissenschaftler habe sogar nachgewiesen, dass die Jagd hinsichtlich der Bestandsregulierung teilweise kontraproduktiv ist und zum Beispiel bei Fuchs und Schwarzwild zu erhöhter Fortpflanzungsdynamik führt.

Nun wäre auch die von www.jagdaberfair.de erstellte "Jahresstrecke" nicht vollständig, ohne die Menschen zu erwähnen, die durch die Jagd umkommen oder verletzt werden. Bei Jagdunfällen werden im langjährigen Jahresdurchschnitt etwa 40 Menschen pro Jahr getötet und einige Hundert verletzt. Weitere 40 Personen werden bei Wildunfällen getötet und mehrere Tausend verletzt. Die hohe Anzahl der Wildunfälle (allein über 200.000 mit Rehen) ist eine direkte Folge der sogenannten Hege dieser beliebten Trophäenträger.

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Illegale Jagd auf Greifvögel

Bundesweit fallen jährlich bis zu 10.000 Greifvögel der illegalen Jagd zum Opfer, so das Komitee gegen den Vogelmord. In Nordrhein-Wesfalen werden die Fälle der illegalen Greifvogeljagd werden seit 2005 von der Stabsstelle Umweltkriminalität beim Umweltministerium erfasst. »Viele Greifvogelarten sind vor allem durch die illegale Jagd in ihrem Bestand bedroht«, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums dem Bielefelder Westfalen-Blatt. (Quelle: extremnews.com, 8.4.2013)


Jäger zu Geldstrafe verurteilt

Ein Jäger wurde vom Gericht in Bad Säckingen wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrage von 250 Euro verurteilt, weil er eine geschützte Saatkrähe geschossen hat. Dies meldet der Südkurier am 20.2.2013. Der Jäger hatte behauptet, von der schützenswerten Bedeutung der Saatkrähe trotz seiner erst im Jahre 2010 abgelegten Jägerprüfung nichts gewusst zu haben. „Der mit dem Tatvorwurf konfrontierte Jäger gab nun an, lediglich zwei Warnschüsse auf die Krähe abgefeuert zu haben mit der Absicht, diese aus seinem Garten zu verscheuchen“, so die Zeitung.