Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen

Statistik: Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2012 in Deutschland [75 KB]



Skandal: Jagdverband spielt Opferzahlen herunter

Wegen der Häufung von schweren Jagdunfällen bei Treibjagden im Dezember 2012 wird die Jagd in der Presse kritisch beleuchtet. Grund für den Deutschen Jagdschutzverband, die der Opferzahlen herunterzuspielen:
In der Pressemeldung „DJV bedauert Jagdunfälle in Süddeutschland“ vom 12.12.2012 klagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Deuschle über „Versuche von Jagdgegnern, Einzelschicksale zu instrumentalisieren, um die Jagd schlecht zu machen“. Und weiter: „Mit Fantasiezahlen und haltlosen Behauptungen soll ein negatives Bild gezeichnet werden.“


So behauptet der DJV doch allen Ernstes in seiner Pressemeldung, Statistiken zufolge sei die Jagd sehr sicher: „In den vergangenen sieben Jahren gab es durchschnittlich zwei tödliche Jagdunfälle jährlich".

Das ist 100 Prozent Jägerlatein:
Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die „Strecke“ der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys.

Die einzige Organisation, die seit 2001 Jahr für Jahr eine Statistik über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen führt, ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd – wobei die Aufstellung lediglich aufgrund vorliegender Presseberichte erstellt wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs.

Für das Jahr 2012 sind 26 Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen dokumentiert [75 KB] .
Lesen Sie: Statistik 2012

Für das Jahr 2011 dokumentierte die Initiative zur Abschaffung der Jagd über 40 Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen [64 KB] .
Lesen Sie: Statistik 2011

Für das Jahr
2010 dokumentierte die Initiative zur Abschaffung der Jagd 10 tödliche Jagdunfälle sowie 15 Tote durch Familientragödien in Jägerhaushalten und Straftaten mit Jägerwaffen. [62 KB]

Es stellt sich die Frage, wer hier Fantasiezahlen verbreitet...

Und es gibt noch mehr Jägermärchen in der Pressemeldung des DJV:

"Jagdunfälle mit Verletzungen unterschiedlichen Schweregrads kommen nach Angaben des LSV mehrere hundert Mal jährlich vor. Allerdings liegt hier die Ursache selten im unsachgemäßen Gebrauch von Schusswaffen, wie Jagdgegner oft glauben machen wollen. Eher sind es Dornen, tief hängende Äste, Baumstümpfe, Steine und Unebenheiten des Bodens, die bei Jägern oder Jagdteilnehmern zu Verletzungen wie Prellungen, Brüchen oder Schnittwunden führen können."

- Wie bitte? Jagdunfälle entstünden aufgrund von Dornen, Ästen oder Steinen?
Lesen Sie eine Zusammstellung über schwere Jagdunfälle durch Schusswaffen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).



Keine offizielle Statistik über Tote durch Jäger

Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600.
Das Statistische Bundesamt zählt lediglich „tödliche Unfälle mit Feuerwaffen“ (für 2010 werden 11 Tote genannt).
In die Rubrik „tödliche Unfälle mit Feuerwaffen“ fällt allerdings nur der klassische Jagdunfall, also wenn ein Jäger bei der Jagd einen Jägerkollegen aus Versehen erschießt und es wirklich ein Unfall und keine fahrlässige Tötung war.
Fahrlässige Tötung und natürlich alle Familientragödien („Jäger erschießt Ehefrau“) sowie andere Straftaten mit Jägerwaffen („Jäger erschießt Mieter“) fallen nicht in die Rubrik „Unfälle“. Deswegen tauchen diese Fälle auch nicht bei den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften auf, die jedes Jahr immerhin weit über 1.000 Verletzte durch Jagdunfälle zählen. Betroffen von den „Unfällen“ sind immer wieder auch unbeteiligte Menschen wie Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer oder Landwirte auf dem Feld, die von Jägerkugeln getroffen und verletzt werden.


Zählen Sie selbst:

Die Dokumentation wurde aufgrund von vorliegenden Presseberichten erstellt. Dies kann sicherlich einerseits zu Fehlerquellen führen, andererseits niemals alle Fälle erfassen kann. Die Aufstellung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer liegt sicherlich höher, vor allem, wenn es um Verletzte bei Jagdunfällen geht.

Zählen Sie selbst:

1 Toter - Straftat mit Jägerwaffen

„Jäger aus Gotha wegen Mordverdacht verhaftet“, titelt www.otz.de am 20.12.2012. Demnach soll ein Jäger im Oktober einen 69-Jährigen auf einem Feldweg erschossen haben. „Angehörige hatten die Leiche des 69-Jährigen am 23. Oktober leblos neben seinem roten Kleinwagen gefunden“, so die Zeitung. Der Verhaftete sei im Besitz der Tatwaffe.

1 Toter bei Jagdunfall
„Schwerer Jagdunfall – 66-Jähriger bei Treibjagd tödlich verletzt“,
titelt die Main Post in ihrer online-Ausgabe am 8.12.2012. Bei einer Treibjagd, die am 8.12.2012 in Unterfranken zwischen Gramschatz und Binsbach stattfand, ist ein Mann durch einen Schuss tödlich verletzt worden. Der 66–Jährige nahm als Treiber bei einer Treibjagd auf Wildschweine teil.

1 Toter - Straftat mit Jägerwaffen
"Saufkumpanen erschossen
: Zwölf Jahre Haft für 66-jährigen Mühlviertler", titelt regionews.at am 6.10.2012. Demnach hat das Landesgericht Linz einen Jäger zu zwölf Jahren Haft verurteilt, weil er im April 2012 stark alkoholisiert einen 43-jährigen Deutschen im Streit erschossen hatte. "Der Angeklagte, seit Jahren ein Quartalstrinker, ein passionierter Jäger und als 'Waffen-Willi' bekannt, hatte etwa drei Promille Alkohol im Blut", so das Nachrichtenportal.

1 Toter - Familientragödie mit Jägerwaffen
Eine 34-jährige Jägerin aus dem Landkreis Schwandorf steht im Verdacht ihren Ehemann, der ebenfalls Jäger war, mit dessen Jagdwaffe erschossen zu haben
- und die Tat als Unfall oder Selbstmord getarnt zu haben. Dies meldet der Bayerische Rundfunk am 5.10.2012.

1 Toter - Straftat mit Jägerwaffen
Die Kölnische Rundschau berichtet am 4.10.2012 von dem Mord-Prozess. Der Angeklagte soll einen 32-Jährigen erschossen haben – mit einer Jagdwaffe vom Kaliber 7/16.

1 Toter bei Jagdunfall
„Schuss ins Bein - Jäger stirbt bei Jagdunfall“
titelt bild.de am 2.10.2012. Aus der Waffe des Jägers habe sich nach Angaben der Polizei ein Schuss gelöst und den 55-jährigen in den Unterschenkel getroffen. Der Jäger sei unweit seines Hochsitzes tot gefunden worden.

1 Toter bei Jagdunfall
"Ein 26-jähriger Mann starb am frühen Samstagmorgen bei einem Maisfeld in der Nähe von Schönwald, nachdem er von einem 51-jährigen Jäger aus dem Landkreis Wunsiedel vermutlich mit einem Wildschwein verwechselt und durch einen Schuss aus dem Jagdgewehr in die Brust getroffen worden ist",
heißt es in der Gemeinsamen Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Hof vom 8.9.2012. Der vom Jäger kurz nach 5 Uhr alarmierte Notarzt habe dem jungen Mann aus dem Landkreis Hof nicht mehr helfen können. "Die Umstände dieser fatalen Schussabgabe sind noch unklar", so die Polizei.

1 Toter – Jäger-Selbstmord
Ein 60-jähriger Jäger hat sich mit seiner Jagdwaffe erschossen. "Der Jäger hatte schon vor knapp vier Wochen einen großen Polizeieinsatz ausgelöst, als er einen Autofahrer beschoss",
berichtet die Lausitzer Rundschau am 13.6.2012. Daraufhin habe die Polizei bei ihm ein Waffenversteck ausgehoben. "Ob er sich deshalb das Leben nahm, ist unklar", so die Zeitung.

2 Tote – Familientragödie mit Jägerwaffen
"Ehepaar erschossen in Wohnung gefunden",
titelt Bild.de am 11.5.2012
Am Niederrhein wurden eine 56-jährige Frau und ihr 64 Jahre alter Ehemann mit Schussverletzungen tot aufgefunden.Am 15.5.2012 berichtet DER WESTEN in seiner online-Ausgabe vom Stand der Ermittlungen: "Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der 64-Jährige vor oder in der Tatnacht (11. Mai 2012) einen Revolver der Marke Smith & Wesson, Kaliber 357, Magnum aus dem Waffenschrank seiner Ehefrau nahm. Die 56-Jährige hatte als Jägerin einen Waffen- und einen Jagdschein und war legal im Besitz des Revolvers." Im gemeinsamen Schlafzimmer habe der Ehemann seiner schlafenden Frau dann in den Hinterkopf geschossen. Nachdem er seine Frau erschossen hatte, richtete sich der Mann selbst mit einem Schuss in den Mund.

1 Toter – Jäger-Selbstmord
"Jäger lag erschossen im Keller",
titelt wochenblatt.de am 26.4.2012.
Der 39-jähriger Unternehmer habe tot im Keller seines Hauses gelegen, wo sich auch ein Waffenschrank befand. "Der Jäger hatte Schussverletzungen im Gesicht, laut Obduktion führten diese zweifelsfrei zum Tode." Die genauen Umstände sind noch nicht bekannt.

1 Tote - Straftat mit Jägerwaffen
Weil er seine Ex-Freundin mit dem Jagdgewehr erschossen hat
, verurteilte das Landgericht Heilbronn einen Jäger zu elf Jahren Haft. Dies berichtet der Schwarzwälder Bote am 12.4.2012. Grund: Die Frau hatte sich von dem Mann getrennt und wollte zu ihrem neuen Freund ziehen.

2 Tote – Familientragödie mit Jägerwaffen
Ein 77-jähriger Jäger hat am 5.4.2012 in Mölln seine 72-jährige Ehefrau und sich selbst erschossen.
Dies berichtet der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag am 6.4.2012.
"Der 77-jährige Mann hatte seine Tochter in einer anderen Stadt angerufen und den Suizid angekündigt, teilte die Polizei am Freitag in Lübeck mit. Daraufhin verständigte die Tochter die Polizei und teilte unter anderem mit, dass ihr Vater Jäger und im Besitz mehrerer Waffen sei", so die Zeitung. Daraufhin habe ein Spezialeinsatzkommando (SEK) das Einfamilienhaus gestürmt. Der Notarzt habe nur noch den Tod des Ehepaares feststellen können.

1 Tote – Familientragödie mit Jägerwaffen
"Sie hatten 68 000 Euro Schulden, da drückte er ab - Jäger (53) erschießt seine eigene Frau"
, meldet bild.de am 28.3.2012. Der Hobby-Jäger sei mit den Finanzproblemen nicht klar gekommen und schoss seiner 49-jährigen Ehefrau aus anderthalb Metern Entfernung in den Hinterkopf.

1 Toter bei Jagdunfall
"Staatsanwaltschaft ermittelt nach tödlichem Jagdunfall in Leipzig gegen 67-jährigen Schützen",
titlet die Leipziger Volkszeitung in ihrer online-Ausgabe vom 27.2.2012.
Demnach wurde ein 40-Jähriger in einem Waldstück nordwestlich von Leipzig von einer Kugel eines Jägers getroffen und tödlich verletzt. Das Unglück sei am Samstagvormittag bei einer Treibjagd passiert.

2 Tote – Familientragödie mit Jägerwaffen
Die Mittelbayerische Zeitung berichtet in ihrer online-Ausgabe vom 14.2.2012 von einer Familientragödie in Schneeberg. Demnach hat der 25-jährige Sohn einer Familie seinen Vater und dessen zweite Ehefrau, tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der 50-jährige passionierte Jäger habe nach den Ermittlungen der Polizei am Dienstag seine 41-jährige Ehefrau erschossen. "Die Frage, wie er an eine Pistole kam, erübrigte sich so für die Ermittler. K. und seine zweite Ehefrau, ebenfalls Jägerin, verwahrten rund ein Dutzend Feuerwaffen in ihrem Haus, von der Schrotflinte über das großkalibrige Gewehr für Rehe und Wildschweine bis zur Pistole für den Fangschuss", so die Zeitung.

2 Tote – Familientragödie mit Jägerwaffen
In Krondorf fand die Polizei die Leichen von 49 und 52 Jahren alten Brüdern im Haus ihrer Eltern. Einer der beiden Männer habe die tödlichen Schüsse abgefeuert, berichtet die Mittelbayerische Zeitung online am 20.1.2012. "Eine Durchsuchung des Gebäudes brachte eine Lang- und zwei Kurzwaffen ans Tageslicht."

Summe: 19 Tote



Hinzu kommen noch 7 Tote bei Familientragödien bei denen im Artikel nicht erwähnt wurde, woher die Waffe stammte (ob Jäger oder Schütze):

2 Tote
„Familiendrama im Harz: Sohn erschießt seinen Vater und dessen Lebensgefährtin“,
titelt focus.de am 15.12.2012. Der Bruder habe die Schießerei in der Wohnung schwer verletzt überlebt. Woher die Waffe stammte – ob Jäger oder Schütze – ist noch nicht bekannt.

2 Tote
Mann tötet Ehefrau und sich selbst:
Ein 68-jähriger Mann hat erst seine Frau und dann sich selbst erschossen. Dies meldet das Oberbayerische Volksblatt am 2.8.2012. Die Polizei habe die Leichen im Garten ihres abgelegen Hauses gefunden. Ob der Mann Jäger war, ist noch nicht bekannt.

1 Tote
In Wörrstadt (Kreis Alzey-Worms) wurde eine 77-jährige Frau erschossen.
"Verdächtigt wird der 48 Jahre alte Sohn der Frau", meldet der SWR am 23.4.2012. Der Mann soll betrunken gewesen sein. Ob der Täter Jäger oder Schütze war, ist noch nicht bekannt.

2 Tote
"Beziehungsdrama: Mann tötet Frau und sich selbst",
titelt die online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen am 7.1.2012. Demnach habe ein 59-Jähriger in Höchstadt vermutlich zuerst seine 36 Jahre alte Frau und dann sich selbst erschossen. Ob der Mann Jäger oder Schütze war, ist noch nicht bekannt.

Summe: 26 Tote



Schwere Jagdunfälle durch Schusswaffen

Schwere Jagdunfälle durch Schusswaffen 2012 in Deutschland

(Auswahl - ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Bei einer Treibjagd in der Oberpfalz schoss eine 37-jährige Jägerin einem 60-jährigen Jäger mit der Schrotflinte in die Beine.
Dies meldet die Polizei Cham am 10.12.2012. Der Mann musste ins Krankenhaus gebracht und die Schrotkugeln operativ entfernt werden.

Bei einer Treibjagd aus Hasen in Mittelfranken wurde ein Treiber von einer Ladung Schrot im Gesicht getroffen. Das meldet das Polizeipräsidium Mittelfranken am 9.12.2012. Der Rettungsdienst musste den 43-jährigen Mann ins Krankenhaus bringen.

Bei der Jagd auf Wildschweine hat sich ein Jäger mit seinem Gewehr selbst in den Fuß geschossen, berichtet die Ostsee-Zeitung am 4.12.2012. Laut Polizei habe der Waidmann in einem Maisfeld im Landkreis Ludwigslust-Parchim offenbar das Gewehr auf seinem Fuß abgesetzt, nachdem er versucht hatte, ein Wildschwein zu erlegen. Dabei löste sich der Schuss.

"Jäger treffen Auto mit Querschläger", titelt die Südwestpresse am 16.11.2012. Demnach wurde bei einer Drückjagd auf Wildschweine die Scheibe einer 54-jährigen Autofahrerin von einem Projektil zerschossen. "Die Frau steht unter Schock, blieb aber unverletzt", so die Zeitung. Das Projektil habe die Polizei im Fußraum des Autos gefunden.

"Schuss trifft Überlandbus: Jagdunfall", titeln die Kieler Nachrichten am 14.11.2012. Demnach schlugen vier Kugeln auf der Bundesstraße 76 in die Frontscheibe eines Busses der Verkehrsbetriebe Kreis Plön ein. Zum Glück seien gerade keine Fahrgäste im Bus gewesen. Der Fahrer sei unverletzt geblieben. Die Polizei gehe von einem Jagdunfall aus.

Die Märkische Allgemeine berichtet am 7.11.2012 von einem Jagdunfall auf einem Erlebnishof. Demnach hat sich am Morgen ein im dortigen Wildgehege arbeitender Jäger in den Oberarm geschossen, nach dem der zuvor ein Reh erlegt hatte. Die Betreiberin des Hofes sagte gegenüber der Zeitung: "Wenn man bedenkt, was hätte alles passieren können, will man gar nicht weiterdenken.“

Statt eines Fuchses hat ein 61-jähriger Jäger im Landkreis Cloppenburg einen 46-jähriger Mann getroffen und schwer verletzt worden. Dies berichtet nachrichten.t-online.de am 5.11.2012.

„Jägerin trifft Jäger in die Schulter“ titelt die Lippische Landeszeitung am 2.11.2012. Demnach wurde bei einer Drückjagd in Henstorf/Lippe ein 52-jähriger Jäger getroffen: Eine Kugel durchschlug seine Schulter. Die Kugel stammte die wahrscheinlich aus der Jagdwaffe einer 59-jährigen Jägerin.

"Jäger zielen auf Wildschweine und beschießen Radfahrer" titelt die Ostsee-Zeitung am 18.10.2012. Demnach hwollte eine Gruppe von Jägern nahe dem Internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen Wildschweine schießen. "Die Kugeln flogen stattdessen einem arglosen Radfahrer um die Ohren", wird ein Polizeisprecher aus dem Landkreis Rostock zitiert.

Ein 31-jähriger Mann aus Ansbach wurde in den Kopf geschossen.
Er war am Sonntagnachmittag gerade in seinem Garten, als sein Hinterkopf plötzlich von Schrotkörnern getroffen wurde. „Es stellte sich heraus, dass zur gleichen Zeit ein Jäger 200 Meter entfernt versucht hatte, eine vorbeifliegende Ente zu erlegen“, meldet www.nordbayern.de am 17.9.2012.

Bei einer Erntejagd in einem Maisfeld in Havekost wurde am 30.8.2012 ein Jäger von seinem 60-jährigen Jagdkollegen angeschossen und erlitt schwere Beinverletzungen. Dies berichten die Lübecker Nachrichten am 6.9.2012. Demnach wollten drei Jäger in einem Maisfeld den „Schlag durchdrücken“, um Wildschweine herauszutreiben und zu schießen. Die Lübecker Nachrichten wollten offenbar der Sache auf den Grund gehen und fragten an verschiedenen Stellen nach - doch aus Jagdkreisen wolle sich kam jemand äußern: "Offenbar spricht man in Jagdkreisen nicht gern über solche Unfälle. Und mehrere andere Jäger gaben gegenüber den LN an, nie wieder zu Jagden eingeladen zu werden, wenn sie sich öffentlich äußern würden", so die Zeitung.

"Jäger erleidet Schussverletzung", titelt die Redaktion_LocalXXL am 5.9.2012. Demnach hat sich bei Stendal ein 74-jähriger Jäger aus Versehen selbst in die Hand geschossen, als er seinen Revolver überprüfte.

"Jäger schießt Bauer ins Knie - Flinte weg", titelt BILD am 17.8.2012. Das Verwaltungsgericht in Minden hat die Entscheidung des Kreises Lippe bestätigt, nachdem ein Jäger Waffen und seinen Jagdschein abgeben musste, nachdem er einer Gesellschaftsjagd einen völlig unbeteiligten Landwirt getroffen hatte. Das Gericht urteilte, der Jäger sei "in jedem Falle leichtfertig im Umgang mit Waffe und Munition gewesen", so BILD.

In Völklingen hat sich ein schwerer Jagdunfall ereignet. Laut sr-online.de (30.7.2012) war eine Gruppe Jägern auf Wildschweinjagd. Dabei habe der Schuss eines Jägers einen anderen Jäger getroffen und ihn schwer verletzt. Laut Saarbrücker Zeitung vom 30.7.2012 habe der Jäger an beiden Händen mehrere Finger verloren.

"Aus Versehen: Jäger schoss auf Autofahrer", titeln die Lübecker Nachrichten am 28.7.2012. Ein Autofahrer war am Sonntagabend um 21.30 Uhr auf der B76 zwischen Plön und Preetz unterwegs, als eine Gewehrkugel die Scheibe seines Autos durchschlug, den Hals des Fahrers traf und ihn beinahe getötet hätte. Jetzt konnte ein 72-jähriger Jäger als Schütze ermittelt werden.

Auf Rügen wurde ein Mähdrescherfahrer bei einem Jagdunfall verletzt. Der 52-Jährige war gerade dabei, ein Rapsfeld abzuernten. "Plötzlich durchdrang eine Gewehrkugel die Seitenscheibe seiner Fahrerkabine und schlug in die Fahrerkabine ein. Wie durch ein Wunder wurde der Mähdrescherfahrer nicht von der Kugel getroffen, sondern zog sich durch herumfliegende Splitter nur Verletzungen an seiner linken Hand zu", meldet die Polizei Rügen (28.7.2012). Im Tatverdacht der fährlässigen Körperverletzung würden drei Jäger stehen, die neben dem Rapsfeld auf Wildschweinjagd waren.

"Schwere Verletzungen: Geschoss trifft Jäger", titelt die Neue Presse Coburg am 26.7.2012. Demnach wurde bei einem Jagdunfall bei Ottendorf (Gemeinde Gädheim) ein Jäger schwer verletzt.
Eine Gruppe von sechs Jägern habe zunächst gemeinsam ein Feld umstellt, in dem sie Wildschweine vermuteten. "Plötzlich lief einem 72-Jährigen ein Fuchs vor die Flinte. Der Mann schoss und verfehlte offenbar das Tier." Das Geschoss traf einen 71-jährigen Jagdkollegen an der Schulter und verletzte ihn schwer.

"Der Schuss aus einem Jagdgewehr in unmittelbarer Nähe eines Biergartens bei Richtheim hätte Menschen verletzen und im schlimmsten Fall sogar töten können", berichtet die Mittelbayerische am 8.7.2012 in ihrer online-Ausgabe. Demnach löste sich ein Schuss aus dem Jagdgewehr eines 64-jährigen Jägers, als dieser aus seinem Auto ausstieg. Das Projektil aus habe laut Polizeibericht die Tür des Autos und zwei weitere Türen eines geparkten Wagens durchschlagen. Zum Glück sei keiner der rund 40 Gäste des gegenüberliegenden Biergartens verletzt worden.

"Mein Nachbar hat mir in den Rücken geschossen", titelt bild.de am 14.5.2012.
Weil ein 14-jähriges Mädchen den Rasen mähte, während er schlafen wollte, schoss ein 53-jähriger betrunkener Jäger seiner jungen Nachbarin in den Rücken. Bei dem passionierten Jäger, der laut BILD "ein wahres Waffenarsenal (Pistolen, Langwaffen, Munition) hortete", wurden 2,5 Promille festgestellt. Die schmerzende Hautplatzwunde am Rücken des Mädchens sei inzwischen verheilt. "Doch psychisch konnte Anna den Angriff nicht verarbeiten. Schlafstörungen quälen sie. Sie leidet unter beklemmender Angst, wann immer sie das Haus verlässt."
Am 13.5.2012 fällte das Passauer Amtsgericht das Urteil: Ein Jahr und acht Monate auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Waffenbesitzes. Der Jäger muss 3000 Euro Schmerzensgeld zahlen und seinen Waffenschein abgeben.
"Ein Schuss löst sich, zwei Jäger sind verletzt", titelt die Augsburger Allgemeine am 3.5.2012.
Demnach hat sich am Abend des 2. Mai ein Jagdunfall ereignet. Laut Polizeipräsidium Schwaben Nord habe ein 46-jähriger Jäger offenbar sein geladenes Gewehr „nicht sachgemäß“ abgestellt, so dass sich ein Schuss löste. Dadurch wurde der Jäger am Kopf getroffen gleichzeitig wurde ein anderer Jäger schwer am Arm verletzt.
Die Zeitung zitiert den Vorsitzenden der Jägervereinigung Augsburg: "Was genau passiert ist, weiß er nicht. Generell sei es möglich, dass sich bei einem Gewehr ein Schuss lösen kann, wenn es geladen und gespannt ist, dann angelehnt wird und auf einen harten Untergrund fällt."

"Jäger schießt sich selbst in den Fuß", so eine Polizeimeldung im Berliner Kurier vom 1.5.2012. Im Kreis Oberspreewald-Lausitz sei ein Jäger auf der Suche nach einem Wildschwein in einem Kornfeld gestürzt, wobei sich ein Schuss aus seinem Gewehr löste.

Ein 66-jähriger Mann aus Hamminkeln ist am 4.2.2012 bei einer Jagd durch einen Schuss verletzt worden: "Als ein 40-jähriger Kollege aus Rhede mit Schrot auf einen Marder schoss, trafen einige Schrotkugeln den 66-Jährigen versehentlich am Oberschenkel", meldet die Kreispolizeibehörde Borken am 5.2.2012. Der Verletzte sei ins Krankenhaus gebracht worden, wo er stationär verblieb.

"Eifersuchtsstreit: Jäger schießt versehentlich Ehefrau an", titelt das Nachrichtenportal www.ka-news.de am 10.1.2012. Demnach hat ein 62-jähriger Jäger aus Waghäusel im Streit mit seiner 44-jährigen Frau seine Pistole aus dem Schrank geholt und diese vor ihren Augen durchgeladen. Angeblich "aus Versehen" habe sich in einem "Gerangel" ein Schuss gelöst.