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Novellierung der Jagdgesetze JETZT!

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Novellierung der Jagdgesetze JETZT!
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Liste der Unterzeichner II
Novellierung der Landesjagdgesetze JETZT!

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Immer mehr jagdfreie Grundstücke

Von Bayern bis Schleswig-Holstein: In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke!

In
Sachsen-Anhalt und Hessen sind die ersten Grundstücke seit Beginn des neuen Jagdjahres 2015/16 jagdrechtlich befriedet, auch weitere Grundstücke in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind seit 1.4.2015 offiziell jagdfrei, in Rheinland-Pfalz ist ein ganzes Bio-Weingut von den Behörden befriedet worden.
Seit 2014 sind in
Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei.
In
Bayern waren bereits Anfang 2013 die ersten Grundstücke durch einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs jagdfrei gestellt worden. In Baden-Württemberg wurden 2013 Grundstücke vorläufig jagdrechtlich befriedet.
Und die Welle rollt: 2016 werden viele weitere Grundstücke jagdfrei – und bieten damit wertvolle Schutzgebiete für Natur und Tiere. Bundesweit haben bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt.

Lesen Sie die Übersicht jagdfreier Grundstücke in Deutschland

Sind auch Sie Eigentümer eines Grundstücks und wollen die Jagd auf Ihrem Grund und Boden nicht länger dulden?
Hier finden Sie dazu alle wichtigen Informationen


Mecklenburg-Vorpommern: Erstes Grundstück jagdfrei

Frau R. besitzt ein etwa 9 Hektar großes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. Weil sie das Töten jeglicher Art verabscheut, kann es die Tierfreundin nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger auf ihrem eigenen Grund und Boden Tiere tot schießen. Bereits im April 2013 beantragte Frau R. die sofortige jagdrechtliche Befriedung ihres Grundstücks bei der unteren Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Seit 1.4.2016 sind die 9 Hekatar jagdfrei – als erstes Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. weiterlesen


Schleswig-Holstein: Landtag regelt Befriedung

Schleswig-Holstein hat ein neues Landesnaturschutzgesetz mit einer Neuerung im Landesjagdgesetz zur jagdrechtlichen Befriedung von Grundstücken: Nicht nur private Grundeigentümer, sondern auch Naturschutzverbände und Stiftungen (so genannte »juristische Personen«) künftig die Möglichkeit, aus ethischen Gründen ihre Flächen zu befriedeten Bezirken zu erklären.
In § 4 Landesjagdgesetz wurde der Absatz 2 neu angefügt:
»Abweichend von § 6a Absatz 1 Satz 1 Bundesjagdgesetz sind auch Grundflächen, die im Eigentum einer juristischen Person stehen, auf deren Antrag hin zu befriedeten Bezirken zu erklären, wenn diese glaubhaft macht, dass sie die Jagdausübung aus ethischen Gründen ablehnt.« Damit setzt das nördlichste Bundesland das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 in Landesrecht um. www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/3300/drucksache-18-3320.pdf (Seite 111)


Niedersachsen: 8 ha im Kreis Wittmund jagdfrei

Elektro-Meister Ede Rieken ist Eigentümer eines Grundstücks im Landkreis Wittmund im Nordwesten von Niedersachsen. Im Dezember 2014 beantragte er die Befriedung seiner Flächen, nachdem ein Jäger bei Dunkelheit in die Wohnzimmerscheibe geschossen hatte.
Seit 1.6.2016 ist sein Grundstück nun offiziell jagdrechtlich befriedet. Kosten: 450 Euro.
"Gut 8 ha landwirtschaftliche Fläche steht jetzt uneingeschränkt auch den frei lebenden Tieren zur Verfügung", freut sich Ede Rieken. weiterlesen


Niedersachsen hat Kosten zu Befriedung gesenkt

Bislang wurde betroffenen Grundstückseigentümern in Niedersachsen für die Bearbeitung des Antrags auf jagdrechtliche Befriedung eine Verwaltungsgebühr in Höhe bis zu 2.500 Euro angekündigt.
Nach viel öffentlicher Kritik in Presse und Fernsehen hat Landwirtschaftsminister Meyer reagiert:
"Der Minister hat ... die entsprechenden Gebühren korrigiert, so dass Niedersachsen jetzt ähnliche Gebühren nimmt, wie die anderen Bundesländer", heißt es am 17.5.2016 in einem Schreiben aus dem Landwirtschafstministerium.
"Auch die teilweise sehr restriktive Genehmigungspraxis der unteren Jagdbehörden sieht der Minister kritisch und ist hier mit den Landkreisen bezüglich möglichen Erleichterungen im Gespräch."

Die Niedersächsische Gebührenordnung sieht jetzt einen Kostenrahmen von 200 bis 700 Euro für die Befriedung von Grundflächen vor.
pdf-download: Auszug aus der Allgemeinen Gebührenordnung in der derzeit gültigen Fassung


NRW: Mehr als 150 Anträge zur Jagdbefreiung

In Nordrhein-Westfalen haben 151 Grundeigentümer (Stand: Oktober 2015) Anträge auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt. Dies berichtet die Westdeutsche Zeitung am 19.5.2016.


Klare Gebührenregelung in NRW

Gemäß § 2, 1 des Gebührengesetzes Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit § 1 der Allg. Verwaltungsgebührenordnung ist nach Tarifstelle 8.3.3.7 des Allgemeinen Gebührentarifs für die Erklärung von Grundflächen zu befriedeten Bezirken aus ethischen Gründen eine Gebühr je nach Zeitaufwand zu erheben, jedoch in Abhängigkeit von der Grundfläche höchstens
- 200 Euro bis zu einer Flächengröße von 2,0 ha
- höchstens 600 Euro bei einer Flächengröße über 2,0 ha bis zu 10,0 ha
- höchstens 1.000 Euro bei einer Flächengröße über 10,0 ha.



NRW: 6 Hektar im Kreis Mettmann jagdfrei!

Seit 1.4.2016 sind 6 Hektar zusammenhängende Wald- und Wiesengrundstücke im Kreis Mettmann offiziell jagdfrei.
Der Eigentümer, ein engagierter Tier- und Naturschützer, hat auf seinem Grundstück Biotope angelegt. »Wir sind sehr froh, dass nun die Füchse und Wasservögel sowie ein bis zwei übrig gebliebene Hasen bei uns sicher sind. Rehe gibt es leider seit etwa zwei Jahren keine mehr, wir fürchten, dass sie alle den Jägern zum Opfer gefallen sind.«
weiterlesen


VG Minden: 34,5 Hektar ab sofort jagdfrei

Das Verwaltungsgericht Minden hat der Klage eines Landwirts aus stattgegeben, dass seine 34,5 Hektar jagdrechtlich befriedet werden müssen.
„Auf einer 34,5 Hektar großen Fläche in Hille müssen Rehe künftig nicht mehr vor Jägern davonlaufen“, schreibt das Mindener Tagblatt am 18.5.2016.
Der Landwirt hatte nach § 6a Bundesjagdgesetz die jagdrechtliche Befriedung seiner Flächen beim Kreis Minden-Lübbecke beantragt, weil er die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Der Kreis Minden-Lübbecke lehnte diesen Antrag jedoch ab, weil der Landwirt nicht ausreichend glaubhaft gemacht hätte, dass er die Jagd aus Gewissensgründen ablehne. Der Landwirt klagte gegen diesen Bescheid und erhielt vom Verwaltungsgericht Minden Recht: Die Behörde muss die Grundstücke des Landwirtes mit sofortiger Wirkung für jagdrechtlich befriedet erklären. (VG Minden, Urteil vom 03.05.2016 – 8 K 1480/15)


NRW: 5,5 Hektar in Königswinter jagdfrei

Ein 5,5 Hektar großes Grundstück in Königswinter bei Bonn ist jetzt offiziell jagdfrei. Dies berichtet der Deutschlandfunk am 19.5.2016.
Til Macke hat hier in jahrzehntelanger Arbeit ein privates Naturschutzgebiet angelegt: mit Blumenwiese, Wald und See. Die Artenvielfalt an Schmetterlingen, Libellen und Vögeln ist groß. Doch mindestens einmal im Jahr kamen Jäger, und schossen die Enten über dem See. "Sie haben mich auch angerufen, meistens um den 20. Dezember, dann sind sie gekommen, mit Hunden, haben hier eine Kette gebildet, ich weiß nicht, wie viele, mindestens sieben Jäger waren das“, berichtet die Tier- und Naturfreund gegenüber dem Deutschlandfunk.
Nach der Jagd sei das Gelände zertrampelt gewesen, tote und verletzte Enten lagen herum, Vögel seien für Wochen vertrieben worden.
Til Macke stellte einen Antrag auf Befriedung seines Grundstücks – er wurde abgelehnt. Aber er gab nicht auf und klagte, berichtet er dem Deutschlandfunk: „Das zog sich auch hin, also mit Widersprüchen der Jagdbehörde und so weiter. Und am 17. Dezember letzten Jahres kam es zur Verhandlung und da wurde meiner Klage stattgegeben." Jetzt ist das Biotop offiziell jagdfrei.


GRATIS Flyer "Keine Jagd auf meinem Grundstück!"

Sind auch Sie Eigentümer eines Grundstückes, das gegen Ihren Willen bejagt wird? Sie können davon ausgehen, dass die Jagd auf Ihrem Grund und Boden ausgeübt wird, sofern Ihre Wiese, Ihr Feld oder Waldgrundstück außerhalb der Ortschaft liegen und nicht befriedet sind. Sie sind dann zwangsweise Mitglied in einer so genannten Jagdgenossenschaft und müssen dulden, dass bewaffnete Jäger Ihr Grundstück betreten, dort Hochsitze errichten, Fallen aufstellen, Futterstellen anlegen, Gesellschaftsjagden abhalten und Wildtiere sowie Haustiere (Katzen und Hunde) töten.
All dies müssen Sie nicht mehr länger dulden:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt.
pdf-downlod: Flyer "Zwangsbejagung ade" [159 KB]

Wir haben eine große Anzahl Flyer drucken lassen. Wenn Sie Flyer verteilen wollen, senden wir Ihnen diese auch in größerer Stückzahl zu! Schreiben Sie uns an
info@abschaffung-der-jagd.de


Jäger erlegt Wildschwein - und trifft Anwohner

In Berlin-Reinickendorf hat ein Jäger einen 60-jährigen Mann verletzt. Dies berichtet die Berliner Morgenpost am 17.5.2016. Demnach stand der Anwohner gegen 21.30 Uhr an seiner Garage, als er einen Schuss hörte, einen Schmerz am linken Arm spürte und ein Projektil zu seinen Füßen fand. Der Mann habe sofort die Polizei alarmiert, welche auf einem etwa 300 Meter entfernten Hochstand einen 57 Jahre alten Jäger entdeckte, der auf ein Wildschwein geschossen hatte.


Jäger erschießt Ehefrau

Ein 75-jähriger Unternehmer und Jäger hat in Metelen offenbar seine 69-jährige Ehefrau mit Kopfschuss in der Küche erschossen. Anschließend versuchte er sich selbst mit einem Kopfschuss das Leben zu nehmen und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Dies meldet die Polizei Münster am 16.5.2016.
„Die Vermutungen gehen auf einen Streit im privaten Bereich zurück“, berichtet das Regionalmagazin
klick.news. „Als Jäger hatte der Mann in seinem Haus Waffen gelagert.“


Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder.

Lesen Sie unsere Dokumentation
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2016
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2015
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2013

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


Jagdunfälle und Straftaten März-Juni 2016



15.6.2016 Polizist in Jagdunfall verwickelt
14.6.16 Jäger bedroht Angler mit Gewehr
25.5.16: Jäger mit Gewehr an Bahnstrecke
25.5.16: Jäger schoss in Nachbarwohnung
22.5.16: 10-jähriger Junge gerät in Fuchsfalle
17.5.16: Jäger schießt Wildschwein und trifft Anwohner
16.5.16: Jäger erschießt Ehefrau
27.4.16: Jäger erschießt jugendlichen Einbrecher
24.4.16: Schüsse: Polizei stellt Jäger
16.4.16: Jäger zielen auf Windkraftgegner
15.4.16: Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich
11.4.16: Jäger schießt auf Motorrad 11.4.16: Jäger schießt sich ins Bein
11.4.16: Jäger läuft betrunken mit Waffe durch Ort
11.4.16: Jäger töteten zwei Hunde
10.3.16 Fahrt im Vollrausch: Jagdschein weg


Jagdunfälle und Straftaten Jan./Feb. 2016

27.2.16 Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 3 Jäger
24.2.16: Plötzlich im Kugelhagel
17.2.16: Jäger ballert in Auto auf A31
9.2.16: Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst
8.2.16: Betrunkener Jäger verliert Jagdschein
8.2.16: Jäger (74) bedrohte Spaziergängerin
1.2.16: Zwei Menschen erschossen: Jägerin in Psychiatrie
31.1.16: Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an
28.1.16: Waffenerlaubnis weg - Jäger klagt vergeblich
25.1.16 Alkoholisierter Jäger bedrohte Spaziergänger
17.1.16: Alkoholisierter Jäger mit Waffe im Auto
Vater, der 16-Jährige erschoss: Selbst erschossen?
11.1.16: Mann bedroht seine Frau mit Jagdgewehr
6.1.16 Schüsse am Spazierweg
5.1.16 Spaziergänger flüchteten vor Jägern
4.1.16: Jäger erschießt versehendlich Tochter
2.1.16: Fast 6 Millionen private legale Waffen
2.1. 71-Jähriger erschießt Jäger statt Wildschwein


"Lebensgefahr! Sie betreten gerade ein Jagdgebiet"

PETA Aufkleber: „Lebensgefahr! Sie betreten gerade ein Jagdgebiet“

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Faltblatt: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren

 



Neuauflage »Jagd kann Wildschweine nicht regulieren«

Jägerlatein lehrt: Wildschweine müssen massiv bejagt werden. Die Realität zeigt: Je mehr Wildschweine geschossen werden, desto stärker vermehren sie sich. Jedes Jahr aufs Neue werden Argumente aus dem Bereich des Jägerlateins medienwirksam verbreitet, um Stimmung für die Jagd und gegen unsere heimischen Wildtiere zu machen. Was sagen dazu Wissenschaftler, Biologen und Berufsjäger?

Informationsblatt 4 Seiten, A4
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Wenn Sie gedruckte Informationsblätter bestellen möchten, schreiben Sie uns ein e-mail an info@abschaffung-der-jagd.de
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Baden-Württemberg: Grundstück in Asch jagdfrei

Ein 0,7 Hektar großes Grundstück in Asch im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) ist jetzt offiziell jagdfrei. Dies meldet die Südwestpresse am 25.4.2016.
Unter Berufung auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 hatten die Grundstückseigentümer Eveline Jedynak und Ralf Rieks bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde den Antrag auf "Befreiung vom Zwang der Mitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft aus Gewissensgründen" gestellt. "Wir wollen nicht, dass auf unserem Grundstück ein Tier zu Schaden kommt", zitiert die Zeitung Grundstückseigentümerin Eveline Jedynak.
14 Monate mussten die Grundstückseigentümer auf den Befriedungsbescheid warten. Kosten: 352 Euro.


Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich selbst

Bluttat in Esslingen: Ein 47-jähriger Jäger hat seine 38-jährige Lebensgefährtin und dann sich selbst erschossen. Der Sohn der 38-jährigen fand die beiden Toten in der Wohnung seiner Mutter, als er heim kam. Dies meldet FOCUS online am 15.4.2016.


Abschaffung der Hobbyjagd JETZT

Seit dem Jahr 2002 dokumentiert die »Initiative zur Abschaffung der Jagd« die Opfer von Straftaten mit Jägerwaffen und Jagdunfällen. Lesen Sie einige Beispiele von unbeteiligten Menschen (also Nicht-Jägern), die im Jagdjahr 2015/16 (1.4.2015 bis 31.3.2016) in Deutschland von Jägern erschossen wurden:


9.2.16 Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst
Beziehungsdrama mit Jäger endete mit zwei Toten: In Laatzen erschoss ein Jäger den neuen Partner seiner Ex-Freundin. Nach Großfahndung wird der Jäger wurde schließlich tot im Wald gefunden - er hat sich selbst erschossen. BILD, 9.2.2016

1.1.16: Jäger erschießt versehendlich Tochter
Ein 52-jähriger Jäger erschoss im Hohenlohekreis seine 16-jährige Tochter, als er zu Hause mit seiner doppelläufigen Schrotflinte hantierte. Süddeutsche Zeitung, 4.1.2016

21.12.2015: Beziehungsdrama mit Jäger (3 Tote)
Ein Jäger hat in Bayreuth drei Menschen erschossen und einen Mann schwer verletzt. Der Jäger erschoss seine 32-jährige Ex-Freundin, ihren Vater und verletzte ihren Freund schwer. Dann erschoss er sich selbst. Nordbayerischer Kurier, 21.12.2015

25.11.15: Jäger erschießt Vater und sich, Mutter verletzt
Ein 22-jähriger Jäger hat auf seine Eltern geschossen: Der Vater, ebenfalls Jäger, wurde erschossen, die Mutter überlebte schwer verletzt. Anschließend erschoss der Sohn sich in der Nähe eines Hochsitzes. NDR, 25.11.2015

29.9.15: Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst
Im Hunsrück erschoss ein 46-jähriger Jäger seine Ehefrau, weil sie sich von ihm trennen wollte. Dann erschoss er sich im Wald neben einem Hochsitz. SWR, 29.9.2015

10.9.15: Jäger erschießt Mann, verletzt Frau schwer
Ein Jäger hat im Havelland vom Hochsitz aus auf ein Pärchen geschossen, dass es sich abends auf einer Decke gemütlich gemacht hatte. Der 31-jährige Mann wurde erschossen, seine 23-jährige Freundin schwer verletzt. Märkische Allgemeine,10.9.2015

1.9.15: 85-Jähriger erschießt Frau und sich selbst
Ein 85-Jähriger erschoss in Nürnberg seine Frau mit einem Gewehr, anschließend sich selbst. Bayerischer Rundfunk, 1.09.2015

30.6.15: Jäger erschießt Nachbarn und sich
Ein 74-jähriger Jäger erschoss im Streit seinen 77-jährigen Nachbarn vor dessen Haus im Harz. Im Anschluss erschoss sich der Jäger selbst. BILD, 30.6.2015

17.5.15: Tödlicher Schusswechsel zwischen Jäger und Polizei
Ein 74-jähriger Jäger aus Hessen widersetzte sich der Einweisung in eine Klinik - mit der Jagdwaffe in der Hand. Beim Schusswechsel mit der Polizei wurde er tödlich getroffen. t-online.de, 17.5.2015

13.5.15: Jäger erschießt Frau und sich
Ein 71-jähriger Jäger hat im Kreis Böblingen seine schlafende Ehefrau und anschließend sich selbst erschossen. BILD, 14.5.2015

25.4.15: Hobby-Jägerin erschießt ihre beiden Nachbarn
Eine 46-jährige Jägerin schoss ihrem Vermieter, der auf dem Balkon stand, quer durch den Kopf. Anschließend erschoss sie dessen fliehende Lebensgefährtin (BILD, 25.4.2015) Gutachter stuften die Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig ein - sie wurde in einer psychiatrischen Klinik des Maßregelvollzugs untergebracht. Urteil Kölner Landgericht, 1.2.2016

14.4.15: 74-Jähriger erschießt Freundin und sich
Ein 74-Jähriger hat erst seine 71-jährige Freundin und dann sich selbst erschossen. Remscheider Generalanzeiger, 14.4.2015



Jäger schießt auf Motorrad

In Sehlde (Kreis Hildesheim) eskalierte ein Streit zwischen einem Jäger und einem Motorradfahrer: der Jäger schoss auf das Hinterrad des Motorrads. Dies meldet die Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 11.4.2016.


Jäger schießt sich ins Bein

Ein Jäger hat sich im Kreis Bitburg selbst ins Knie geschossen. Dies berichtet www.wochenspiegellive.de am 11.4.2016. Demnach wollte der Jäger seinen Hochsitz besteigen, als die unterste Sprosse der Leiter durchbrach und der Jäger stürzte. Dabei löste sich ein Schuss aus seinem Gewehr, der ihn oberhalb seines rechten Knies traf.


ZDF: "Wer jagt auf meinem Land und darf der das?"

Jetzt online ansehen: ZDF TerraXpress "Wer jagt auf meinem Land und darf der das?"

"Kaum ein Grundstückseigentümer weiß, dass auch ohne sein Einverständnis auf seinem Land gejagt werden darf, wenn dieses unter 75 Hektar groß ist. Einige Eigentümer wollen das nicht länger hinnehmen. Sie berufen sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft von einem Grundeigentümer aus ethischen Gründen abgelehnt werden kann. "Terra Xpress" zeigt, wie Grundeigentümer die Jagd auf ihrem Grundstück verhindern wollen."
(TerraXpress-Senderinfo)


TerraXpress filmte
- bei Raffaela Maier, die aus Gewissensgründen die Jagd auf ihrem Grundstück in Niederbayern stoppen will. Sie stellte einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung und berief sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der am 26.06.2012 entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Raffaela Maier erhielt einen bescheid von der Jagdbehörde, dass ihr Grundstück ab 1.4.2016 offiziell jagdrechtlich befriedet wird. Jetzt wehrt sie sich gegen die überhöhten Kosten von über 1000 Euro.
- beim Bio-Weingut Gänz, das für all seine landwirtschaftlichen Flächen die jagdrechtliche Befriedung beantragt hat. Inzwischen wurde zumindest für einen Teil der Grundstücke die jagdrechtliche Befriedung durch die Jagdbehörde ausgesprochen worden.
- bei der Stiftung Hof Butenland: Die privaten Flächen sind inzwischen jagdrechtlich befriedet worden. Doch weil es sich bei der Tierschutzstiftung nicht um einen privaten Grundeigentümer handelt, sondern um eine so genannte „juristische Person“, ist nach derzeitiger Gesetzeslage auf den Flächen der Stiftung keine jagdrechtliche Befriedung möglich. Dagegen wehrt sich die Stiftung Hof Butenland durch alle Instanzen. Doch bis das Verfassungsgericht entscheidet, werden Monate, wenn nicht gar Jahre vergehen.



Bayern: Grundstück im Kreis Rottal-Inn jagdfrei

Das etwa 5 Hektar große Grundstück von Raphaela Maier in Dobl bei Neukirchen (Niederbayern, Landkreis Rottal-Inn) ist seit 1.4.2016 offiziell jagdfrei.
Raphaela Maier lehnt die Jagd aus ethischen Gründen ab. Sie kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger auf ihrem Grundstück Tiere tot schießen. Darum stellte sie bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde des Landkreises Rottal-Inn einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen. Anschließend berichtete die Passauer Neue Presse, dass es im Landkreis Rottal-Inn 16 Anträge für eine Befriedung gebe. Doch der Weg zum jagdfreien Grundstück war steinig... weiterlesen


Kreis Coesfeld: Hier darf nicht mehr gejagt werden

Helmut Hielscher besitzt seit über 35 Jahren ein etwa zwei Hektar großes Grundstück zwischen Dülmen und Coesfeld, direkt neben dem Naturschutzgebiet Welter Bach. Das Wäldchen mit Seen und sumpfiger Wiese ist ein Biotop für Tiere. Sogar ein Storchenpaar lebt dort. Der Naturschützer wollte die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden und stellte vor über zwei Jahren einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung. Nun hat der Kreis Coesfeld den Antrag bewilligt. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung am 8.4.2016.

Für den Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gab es einen traurigen Anlass: Im Welter Bach hatten Jäger 2013 streng geschützte Nonnengänse erschossen, die dazu noch ihre Jungen führten und auf den Inseln in den Teichen von Hielscher brüteten. „Der BUND verklagte damals den Jagdpächter aus Nottuln und seine Gäste“, berichtet die Zeitung. Die Jäger wurden vom Verwaltungsgericht Münster zur Zahlung einer Strafe von 1800 Euro an den BUND verurteilt. Mit diesem Geld unterstützte der BUND Helmut Hielscher bei dem Antrag auf jagdliche Befriedung.

Im Kreis Coesfeld gibt es bislang 15 weitere Anträge auf jagdrechtliche Befriedung.


Verhindert Niedersachsen jagdfreie Grundstücke?

60 Grundbesitzer aus Niedersachsen haben sich in den vergangenen zwei Jahren bereits bei den zuständigen Jagdbehörden ihrer Landkreise gemeldet. Doch die Anträge wurden fast immer abgelehnt. Nur fünfmal wurde bisher einem Antrag stattgegeben und damit ein Privatgrundstück von der Jagd befriedet.

Der NDR hat für die Sendung Sendung Hallo Niedersachsen (3.3.2016) beim niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (das übrigens von einem Minister der GRÜNEN geführt wird), nachfragt, warum es in Niedersachsen nur so wenigen Antragstellern gelungen sei, ihr Grundstück zu befrieden. Die Antwort: »Das Jagdrecht sieht grundsätzlich eine flächendeckende Bejagung vor. Befriedungen von Flächen sind Ausnahmen von gesetzlichen Grundsätzen, die eng ausgelegt werden.« Die Politik des grünen Landwirtschaftsministeriums scheint vor allem lodengrün zu sein... weiterlesen


Jagdverbot auf Privatgrundstück in der Eifel

Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Aachen: Ein Ehepaar muss nicht länger hinnehmen, dass auf seinem Wald- und Wiesengrundstück gejagt wird. (VG Aachen, 23.2.2016, 3 K 1667/14).

Dr. Hans-Peter Schiffer und seine Frau Dr. Renate Käthe Schiffer sind bekennende Vegetarier und Pazifisten: Als Ärzte fühlen sie sich dem Leben verpflichtet, weshalb sie seit Jahrzehnten kein Fleisch mehr essen. Die Natur- und Tierliebhaber können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass Jäger ihrem 9,8 Hektar großen Grundstück in Odesheim in der Eifel (Nordrhein-Westfalen) Tiere tot schießen. Das Ehepaar musste 2015 sogar eine Treibjagd auf seinem Wald- und Wiesengrundstück miterleben: Schüsse seien nur 30 Meter neben ihm und seiner Frau eingeschlagen, so Dr. Schiffer. Mit ihrem Grundstück sind die Schiffers automatisch Mitglied in der Jagdgenossenschaft Mutscheid.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.06.2012 entschieden, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft gegen die Menschenrechte verstößt, sofern der Grundeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt.
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GRATIS Flyer "Füchse - Gejagte Überlebenskünstler"

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Schreiben Sie an: info@abschaffung-der-jagd.de


Ein Leben unter Füchsen



Der Naturfotograf Günther Schumann schloss bei seinen Streifzügen durch Wald und Flur Freundschaft mit einer jungen Füchsin: Feline. Schritt für Schritt gewann er ihr Vertrauen und sie verlor jegliche Furcht vor ihm. Mit Fotoapparat und Filmkamera begleitete er Feline über elf Jahre. Als sie Fuchsmama wurde, zeigte sie ihm sogar ihre Welpen und nahm ihn in die Familiengemeinschaft der Füchse auf. Sogar als die Jungfüchse ihre Partner fanden, zeigten diese keinerlei Scheu vor ihm. So erhielt der Naturfotograf Einblicke in das Familienleben von Füchsen, wie wohl noch kein Mensch vor ihm.
Der Dokumentarfilm »Mehr als Freunde - Ein Leben unter Füchsen« lässt uns jetzt an dieser ganz besonderen Freundschaft teilhaben.

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Fuchsbandwum: Risikofaktor Jagd

Regelmäßig wird in den Medien über den Fuchsbandwurm berichtet – bisweilen in einem Ton, der an Hysterie grenzt. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Pressearbeit der Jagdverbände sein, die die Angst vor dem Parasiten gezielt schüren, um die Jagd auf Meister Reineke zu rechtfertigen. Tatsächlich kann man sich vor dem Fuchsbandwurm jedoch mit einfachen Mitteln schützen. Und Forschungsergebnisse zeigen, dass die Fuchsjagd das Risiko für den Menschen keinesfalls verringert, sondern es sogar ansteigen lässt. weiterlesen


Fakten gegen die Jagd

Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben, und doch ist es in deutschen Wäldern blutige Realität: 320.000 Jäger bringen jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere ums Leben. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

Von einem »schnellen Tod« kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei »Expansionsgeschosse« aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als »Pirschzeichen« herausschlagen. Die »Nachsuche« dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Fallen bereiten Füchsen und Mardern, aber auch Hunden und Katzen einen oft tagelangen Todeskampf - oder hinterlassen Krüppel, z.B. Füchse oder Katzen mit abgeschlagenem Bein. Die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, dass in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde. Opfer der Waidmannslust sind aber auch jährlich einige Hunderttausend Haustiere wie Hunde und Katzen - durch Fallen oder Schrotschuss. Katzen sind beliebte Köder zum Anlocken von Füchsen.
Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Lesen Sie: Fakten gegen die Jagd - Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!


Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.

Vor diesem Hintergrund wagen immer mehr Jäger die Flucht nach vorne. Wir, die nichtjagende Mehrheit der Bevölkerung, sollen Verständnis für ihr Hobby, ihre »Passion« entwickeln.

Lesen Sie:
Warum jagen Jäger wirklich?


Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 3 Jäger

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm ermittelt wegen Jagdwilderei und Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen drei Jäger, die im Dezember 2014 Schüsse auf Enten abfeuerten und damit auch zwei Spaziergängerinnen in Angst und Schrecken versetzten. Dies berichten die Westfälischen Nachrichten am 27.2.2016. In unmittelbarer Nähe der Spaziergängerinnen habe es laut geknallt, Schrotkugeln seien einschlugen. Von den Spaziergängerinnen darauf angesprochen, hätten sich die Jäger hätten sich ziemlich uneinsichtig und barsch verhalten.
»Jetzt müssen sie mit den Konsequenzen rechnen, denn der Ehemann der Spaziergängerin ist Jurist und der wollte den Vorfall nicht im Sande verlaufen lassen«, so die Zeitung. Die Generalstaatsanwaltschaft prüft derzeit, ob im betreffenden Gebiet überhaupt gejagt werden durfte, welche Enten überhaupt gejagt wurden und welche Schonzeiten für diese Tiere gelten.


Plötzlich im Kugelhagel

„Gefährlicher Waldspaziergang: Plötzlich im Kugelhagel“, meldet der MDR am 24.2.2016. Ulrike Pondorf geriet mit ihrem Sohn beim Joggen in der Nähe von Jena in eine Treibjagd: „Wir fanden uns plötzlich inmitten von Kugelhagel und Hundegebell wieder, worauf wir Reißaus nahmen“, zitiert der MDR die betroffene Frau. Es habe keinerlei Warnhinweisschilder oder Absperrungen gegeben.


Landkreis Höxter: Landwirt will Jagdverbot

„78-Jähriger beantragt Befriedung seiner Äcker – »Tieren Todesangst ersparen« - Bauer will Jagd verbieten“, titelt das Westfalenblatt am 10.2.2016.
Albert Fögen aus aus Borgentreich im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen) will die Jagd auf seinen Feldern und Wiesen nicht länger dulden. Der 78-Jährige bewirtschaftet seine Flächen inzwischen nicht mehr selbst, sondern hat sie an ökologische Landbaubetriebe verpachtet.
Der Landwirt lehnt Schüsse und Waffen ab und will auch Tieren die Angst vor Schüssen und die Angst vor dem Tod ersparen.
»Bei Treibjagden werden Wildtiere in Todesangst versetzt, die der von Tieren auf dem Schlachthof gleicht«, zitiert das Westfalenblatt den 78-Jährigen. »Ich habe als Bauer diese Tierängste, die bis zur Erstarrung gehen, kennengelernt.«


Österreich: Jagdgegner vor Verfassungsgerichtshof

Zwei Waldbesitzer aus dem österreichischen Spittal in Kärnten wollen die Jagd auf ihrem Eigentum nicht länger dulden. Einer von ihnen ging bis zum Verfassungsgerichtshof. „Die Richter müssen nun entscheiden, ob das Kärntner Jagdgesetz umgeschrieben werden muss und ob ein Waldeigentümer aus ethischen Gründen die Jagd auf seinem Grundstück verhindern könne, so der ORF am 15.2.2016.

In Österreich haben Grundeigentümer bisher keine Möglichkeit, die Jagd auf ihren Flächen zu verbieten. Der Verfassungsgerichtshof prüft nun, ob das Jagdgesetz verfassungskonform ist: Grundstückseigentümer in Österreich sind bisher verpflichtet, die Jagd dulden zu müssen, auch wenn sie diese aus ethischen Gründen ablehnen. Der Eingriff in das Eigentumsrecht scheine „eine besondere Intensität aufzuweisen“, so die Verfassungsrichter im Prüfbeschluss.
Ende Januar 2016 forderte der Verfassungsgerichtshof den Jagdverband und alle Bundesländer zu Stellungnahmen auf, weil ja die Jagdgesetze überall in Österreich eine Jagdfreistellung nicht vorsehen. Der
Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat inzwischen in mehrenren Urteilen entschieden, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn ein Grundeigentümer die Jagd auf seinen Flächen hinnehmen muss, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt.

Inzwischen haben etliche Grundstückseigentümer aus Niederösterreich, Oberösterreich, Kärtnen und der Steiermark Jagdfreistellungen für ihre Flächen beantragt. Auch ein Jagdgegner aus Niederösterreich, Bezirk Melk, ist inzwischen mit seinem Anliegen vor dem Verfassungsgerichtshof.
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Schweiz: Tierschützer wollen Jagd verbieten

Im Schweizer Kanton Genf wurde die Jagd bereits 1974 per Volksentscheid verboten. Für Hobbyjäger ist die Jagd seither verboten. Stattdessen kümmern sich 11 professionelle Umwelthüter um das Wildtier-Management und die Betreuung der Naturreservate.
Tierschützer planen jetzt neue jagdkritische Volksinitiativen: Auch in anderen Kantonen sollen Jagdverbote nach dem Vorbild des Kantons Genf eingeführt werden. Dies berichtet die Zeitung
BLICK am 9.2.2016.
„Das Beispiel Genf beweist, dass es – auch in der dicht besiedelten Kulturlandschaft – ohne Jäger geht“, zitiert die Zeitung den Tessiner Tierschützer Carl Sonnthal. Weiter heißt es: „Seit der Mitte der 1970er-Jahre habe sich die wilde Fauna in Genf massiv verbessert, erklärte der kantonale Fauna-Inspektor Gottlieb Dändliker kürzlich an einer Fachtagung.“


Jagdverbot im Kanton Genf seit 1974

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch ein Referendum für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. In den nachfolgenden Jahren erhöhte sich die Zahl der an den Ufern des Genfer Sees und der Rhone überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. weiter

Bild: Im Kanton Genf haben Rehe und Hirsche ihre unnatürliche Scheu verloren: Sie kommen auch am hellichten Tage aus der Deckung.


Luxemburg als Vorbild in Sachen Wildtierschutz

In Luxemburg wurde Anfang 2016 das seit 2015 bestehende Fuchsjagdverbot um ein weiteres Jahr verlängert. Der kleine Staat kann damit als großes Vorbild für Europa dienen: Statt sich einseitig den Abschussinteressen der Jägerlobby unterzuordnen, setzt die luxemburgische Regierung darauf, Belange von Natur- und Tierschutz bei der Jagdgesetzgebung angemessener zu berücksichtigen. Die Botschaft: Auch Wildtiere brauchen Schutz vor ungerechtfertigten Nachstellungen.

Als das Jagdverbot auf Meister Reineke im letzten Jahr verkündet wurde, war der Protest des luxemburgischen Jagdverbands FSHCL massiv. Man startete Petitionen, zog vor Gericht, machte in der Presse publizistisch Hatz auf den Fuchs und die für das Jagdverbot verantwortlichen Politiker, allen voran den grünen Staatssekretär Camille Gira als Initiator der Regelung. In öffentlichen Stellungnahmen malte der FSHCL Schreckensszenarien ausufernder Fuchsbestände und um sich greifender Wildseuchen an die Wand. Dabei ist wissenschaftlich gut belegt, dass der Fuchsbestand sich weitestgehend unabhängig von jagdlichen Beeinflussungsversuchen entwickelt, weil intensive Bejagung die Fortpflanzungsraten in die Höhe schnellen lässt. Aus demselben Grund ist die Jagd auch zur Eindämmung von Tollwut oder Fuchsbandwurm ungeeignet – vieles deutet sogar darauf hin, dass diese sich bei hohem Jagddruck schneller ausbreiten können.
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Interview: Gérard Anzia, luxemburger Politiker

Interview mit dem luxemburgischen Politiker Gérard Anzia (Déi Gréng) über den Entschluss, den Fuchs weiter unter Schutz zu stellen.

Gérard Anzia, der für die luxemburgischen Grünen einen Sitz im Parlament hat, begrüßt die Entscheidung des Regierungsrates, den Fuchs auch für die Jagdsaison 2016/2017 unter Schutz zu stellen. Es gebe zurzeit keine Argumente - weder aus ökologischer noch aus gesundheitlicher Sicht -, die dagegen sprächen, so der Politiker.
„Eine Studie im Feldversuch um Nancy über drei Jahre belegt, dass durch die Bejagung des Fuchses weder die Fuchspopulation fällt, noch der Befall der Füchse mit dem Fuchsbandwurmes vermindert wird. Die Verbreitung wird eher begünstigt. Auch bei der Tollwut war die Bejagung keine Lösung“, führt Gérard Anzia aus.
greng.lu , 5.2.2016


Jäger ballert in Auto auf A31

„Horror-Erlebnis auf der A31 in Richtung Luxemburg“, so L'essentiel am 17.2.2016. Demnach fuhr ein 31-jähriger Franzose mit seiner kleinen Tochter auf dem Beifahrersitz durch ein kleines Waldstück, als eine Kugel in die Beifahrertür einschlug. Zum großen Glück wurde die Tochter nicht getroffen - die Kugel blieb in einer Verstärkung Tür stecken. „Ein paar Zentimeter höher und sie hätte die Scheibe der Beifahrertür durchschlagen können“, so die Zeitung. Der Mann habe sofort die Polizei gerufen. Alles deute daraufhin, dass es sich um das Geschoss eines Jägers handle.


Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!

Ein Jäger hat in Niedersachsen am 8.2.2016 erst den neuen Partner seiner Ex-Freundin und anschließend sich selbst erschossen. Wenige Tage zuvor hatte ein Jäger einen Kollegen bei der Fuchsjagd angeschossen und schwer verletzt. Am Neujahrsabend hatte ein Jäger aus Versehen seine 16-jährige Tochter erschossen.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!


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Schießwütiger Jäger verurteilt

„Vom Jagdfieber übermannt - Schießwütiger Jäger verurteilt“, titelt die Märkische Allgemeine am 11.2.2016. Demnach hat das Amtsgericht Neuruppin a einen 58-jährigen Jäger zu einer Geldstrafe von 8400 Euro verurteilt, weil vier Wildbachen erschossen hat, die noch Frischlinge zu säugen hatten.
„17 Jungtiere wurden damit ihrem Schicksal überlassen. Sie sind vermutlich qualvoll verhungert“, so die Zeitung. Weiter heißt es, der Jäger habe nach eigener Aussage bisher knapp 300 Wildschweine erlegt.



Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst

Ein Beziehungsdrama mit Jäger endete mit zwei Toten: „Jäger erschießt Freund ...und dann sich selbst“, titelt BILD am 9.2.2016. Demnach hat ein Jäger im niedersächsischen Laatzen den neuen Partner seiner Ex-Freundin erschossen. Die Polizei findet die Leiche des Nebenbuhlers im Keller. Weil der Jäger mehrere Waffen besitzt, leitet die Polizei eine Großfahndung mit Hubschrauber ein. Der Jäger wird schließlich tot im Wald gefunden – er hat sich selbst erschossen.


Jäger (74) bedrohte Spaziergängerin

Ein 74-jähriger Jäger bedrohte und beleidigte eine Spaziergängerin. Der Fall wurde vor dem Amtsgericht Weilheim verhandelt: Der Jäger muss 2000 Euro an den Tierschutzverein zahlen. Dies berichtet der Münchner Merkur am 8.2.2016. Demnach habe der Jäger in der Verhandlung seine Drohung zugegeben, dass er den Hund der Frau erschießen werde, wenn er ihn wiedersehen würde.
„Er hat gesagt, er will von seiner Waffe Gebrauch machen“, zitiert die Zeitung die Spaziergängerin. Dass er damit nur den Hund gemeint habe, glaube sie jedoch nicht.


Betrunkener Jäger verliert Jagdschein

Ein Jäger wurde mit 2,31 Promille Blutalkohol am Steuer erwischt - im Auto dabei hatte er ein Gewehr und 40 Schuss Munition. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat jetzt entschieden, dass er seinen Jagdschein, die Waffenbesitzkarte und seine Waffen abgegeben muss, weil er unzuverlässig "im Sinne des Waffengesetzes" sei. Dies berichtet die Hannoversche Allgemeine am 8.2.2016.


Zwei Menschen erschossen: Jägerin in Psychiatrie

Die Jägerin, die ihren Vermieter auf dem Balkon des Nachbarhauses quer durch den Kopf geschossen und anschließend und dessen fliehende Lebensgefährtin erschossen hatte, wird in einer psychiatrischen Klinik des Maßregelvollzugs untergebracht. Die meldet Focus online am 1.2.2016. Laut Urteil des Kölner Landgerichts vom 1.2.2016 sei die Jägerin eine Gefahr für die Allgemeinheit. Gutachter hatten die Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig eingestuft.


Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an

In Mönchengladbach wurde ein 73-jähriger Jäger von einem 19-jährigen Jagdkollegen angeschossen und schwer verletzt. Dies berichtet die Rheinische Post online am 31.1.2016.
Demnach hatten einige Jäger am Sonntagvormittag in einem Feld einen Heuballen umstellt, um einen Fuchs zu schießen. Dabei habe der Jungjäger offenbar zu früh geschossen und aus Versehen den Jagdkollegen getroffen.


Alkoholisierter Jäger bedrohte Spaziergänger

„Schießwütiger Jäger in Benzingerode: Jagdschein nach Alkoholkonsum entzogen“, titelt die Mitteldeutsche Zeitung, 25.1.2016.
Demnach hat die Waffenbehörde des Landkreises Harz dem
Jäger, der einen Tag vor Heiligabend einen 21-jährigen Spaziergänger mit seinem Golden Retriever mit dem Jagdgewehr in der Hand bedroht hatte, die waffenrechtliche Erlaubnis und der Jagdschein entzogen.
Bei dem 58-jährigen Jäger sei nach der Tat Atemalkoholkonzentration von rund 1,1 Promille gemessen worden. „Da gibt es keine Diskussion, im Waffenrecht gelten 0,0 Promille“, zitiert die Zeitung die Leiterin der Waffen- und Sprengstoffbehörde.


Jägerin erschießt 2 Menschen - nicht schuldfähig

Eine 46-jährige Jägerin soll im April 2015 vom Garten aus ihren Vermieter auf dem Balkon des Nachbarhauses quer durch den Kopf geschossen und anschließend und dessen fliehende Lebensgefährtin erschossen haben – von hinten in den Rücken. Jetzt hat vor dem Landgericht Köln der Prozess begonnen. Dies berichtet die Rheinische Post am 19.1.2016. Demnach gilt die Hobby-Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig.


Unfall: Alkoholisierter Jäger mit Waffe im Auto

Ein 68-jähriger Jäger war alkoholisiert und mit Gewehr im Auto unterwegs, als er bei Schneglätte von der Straße abkam und frontal gegen einen Baum knallte. Dies berichtet die Volksstimme am 17.1.2016. Anschließend habe er sich verletzt vom Unfallort davon gemacht. Eine Polizeistreife entdeckte ihn: „Ein Atemalkoholtest ergab dann einen Wert von 1,24 Promille“, so die Volksstimme. „Daraufhin folgte eine Blutprobe und ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zudem stellten die Beamten den Führerschein und die Waffe sicher.“


Mann bedroht seine Frau mit Jagdgewehr

Ein 55-jähriger Jäger bedrohte seine Frau während eines heftigen Streits mit dem geladenen Jagdgewehr. Dies meldet nachrichten.at am 11.1.2016. Die Frau habe sofort mit ihrem Sohn und dessen Freundin das Haus verlassen und die Polizei gerufen. Das Einsatzkommando Cobra nahm den Mann fest.


Jäger will Hund einfach abknallen

Ein Jäger drohte einer Spaziergängerin in Zossen, ihren nicht angeleinten Hund einfach abzuknallen. „Der Fahrer hat mich aufgefordert, meinen Hund anzuleinen und zu verschwinden, weil dort alles jagdliches Gebiet sei und ich hier nichts zu suchen hätte“, zitiert die Märkische Allgemeine (13.1.2016) die Hundehalterin. Andernfalls würde der Jäger ihren Hund „abknallen“. Bei einem Pferdehof in der Nähe habe sie erfahren, dass derartige Vorfälle seit Monaten vermehrt aufgetreten seien. Die Spaziergängerin erstattete Anzeige bei der Polizei.

Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Vater, der 16-Jährige erschoss: Selbst erschossen?

Hat sich der Jäger, der in am Neujahrsabend seine 16-jährige Tochter erschossen hat, anschließend selbst erschossen?
In einem
Jägerforum ist am 15.1.2016 zu lesen:
"Da sich dieses Unglück in unserem Nachbar-Hegering abgespielt hat: habe soeben erfahren, dass sich der Vater selbst erschossen hat, kurz nach der Beerdigung seiner Tochter."



Jäger erschießt versehentlich 16-jährige Tochter

Ein 52-jähriger Jäger hat im baden-württembergischen Hohenlohekreis aus Versehen seine 16-jährige Tochter erschossen. Die berichtet die Süddeutsche Zeitung am 4.1.2016. Demnach hatte der Jäger am Neujahrsabend zu Hause mit seiner doppelläufigen Schrotflinte hantiert, als sich mindestens ein Schuss löste und die Tochter tödlich traf. Den Ermittlungen zufolge sei der Jäger legal im Besitz der Schrotflinte gewesen.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!

Lesen Sie dazu unsere Pressemeldung: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!
Lesen Sie auch: Menschen als Jägeropfer


Jägerlatein - Oder: Können Jäger zählen?

Was „Jägerlatein“ bedeutet, wird anhand des aktuellen furchtbaren tödlichen Vorfalls „Jäger erschießt aus Versehen seine Tochter“ deutlich:
Der Sprecher des Deutschen Jagdverbands, Torsten Reinwald, behauptet gegenüber
dpa, im Jahr 2014 etwa habe es lediglich vier Tote durch Jagdwaffen gegeben.

Für
3 Tote hat alleine ein Jäger in Bayreuth kurz vor Weihnachten gesorgt…

In Wirklichkeit waren es
2015 es mindestens 23 Tote (mindestens deswegen, weil nicht bei allen Meldungen wie „Stieftochter erschossen“, „Ehefrau und Nachbarn erschossen“ angegeben war, woher der Täter die Waffe hatte…)

2014 waren es mindestens 25 Tote, 2013 sogar mindestens 40 Tote. 2012 wurden über 25 Tote dokumentiert, 2011 über 40 Tote durch Jagd, Jäger und Jägerwaffen.



Warum sich Tiere ökologisch verhalten

Tierpopulationen halten sich durch soziale Phänomene (wie Begrenzung der Geburten durch Pheromone) im Gleichgewicht. Dies erklärt Andreas Moser, Biologe, Redaktionsleiter und Moderator der SRF-Sendung «Netz Natur», im Schweizer Tagesanzeiger (28.12.2015). Werden die Tiere bejagt und die Familienstrukturen zerstört, vermehren sich die Tiere unkontrolliert (dies gilt beispielsweise für Wildschweine und Wölfe).
"Neben diesen sozialen Phänomenen spielen weitere Kontrollmechanismen wie Krankheiten, Parasiten oder Verfügbarkeit von Nahrung eine Rolle. Erst ganz am Schluss kommt der Einfluss von Fressfeinden dazu. Diese regulieren aber ihre Beutetiere nicht – wie Wiener meint – quantitativ, sondern sorgen dafür, dass sich kranke und schwache Individuen nicht mehr fortpflanzen. Durch Auslese sorgen sie so für das Gegenteil, für die Fitness der Population ihrer Beutetiere."


71-Jähriger erschießt Jäger statt Wildschwein

Ein 71-jähriger Jäger hat im „Parco Regionale dei Castelli Romani“ seinen Jagdfreund erschossen.
"Der 71-jährige Waidmann hatte hinter sich Geräusche im Gebüsch vernommen und nahm an, es handele sich um ein Wildschwein", meldet
suedtirolnews.it am 2.1.2016.
Der 71-jährige Jäger hat noch ein Problem: In dem Gebiet ist die Jagd verboten.


Katze bei Treibjagd erschossen

„Tod bei Treibjagd: Trauer um Pauli“, titeln die Niederösterreichischen Nachrichten am 30.12.2015. Demnach wurde Kater Pauli bei einer Treibjagd von Jägern erschossen. Pauli sei draußen in der Sonne gewesen. „Dann hörten wir die Schüsse. Zack, zack, zack ... und dann noch einen vierten Schuss“, zitiert die Zeitung den Katzenbesitzer. Es habe sich angehört, als würde direkt im Vorgarten geschossen. Das Paar suchte den Kater überall und fand ihm am nächsten Tag tot – ganz nah am Wohngebiet.
Der Katzenbesitzer wollte laut Niederösterreichischen Nachrichten Anzeige erstatten, doch Polizei und Bezirkshauptmannschaft hätten ihm keinen Erfolg in Aussicht gestellt: „Die Jäger halten zusammen, da hast du keine Chance, wurde mir gesagt“, zitiert die Zeitung Paulis Besitzer.

Jäger erlegen jedes Jahr auch in Deutschland tausende Hunde und an die 300.000 Katzen im Rahmen des „Jagdschutzes“ (§ 23 Bundesjagdgesetz). Der „Jagdschutz“ erlaubt Jägern, „wildernde“ Hunde und Katzen zu erschießen.
Katzen gelten bereits als „wildernd“, wenn sie mehr als 200 bis 500 Meter (je nach Bundesland) vom letzten Haus entfernt angetroffen werden.
Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Gefährliche Schüsse: Reiter geraten in Treibjagd

„Reiterinnen geraten in Treibjagd - PETA fordert Verbot der Hobbyjagd in Deutschland“, titelt die Bayerische Staatszeitung am 29.12.2015 und berichtet, von gefährlichen Schüssen, als zwei Reiterinnen mit ihren Pferden im Landkreis Pfaffenhofen plötzlich in eine Treibjagd geraten waren. „Die Reiterinnen fühlten sich durch die abgegebenen Schüsse derart bedroht, dass sie umgehend die Polizei riefen“, so die Zeitung. Die Polizei ermittelt.
Im Hinblick auf diesen und ähnliche Vorfälle sowie Jagdunfälle fordert PETA Deutschland e.V. das längst überfällige Verbot der Hobbyjagd in Deutschland.
PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.


Jäger bedroht Spaziergänger und Hund

Ein 21-jähriger Mann war einen Tag vor Heiligabend dem Golden Retriever der Familie seiner Freundin auf einem Wanderweg im Harz unterwegs, als er auf einen Jäger traf. Der Jäger wollte ihm das Weitergehen verwehren und stoppte den Spaziergänger und seinen Hund mit einem Schuss aus seiner Jagdflinte. „Der Mann hat gesagt, ich hätte dort oben nichts zu suchen", zitiert die Mitteldeutsche Zeitung am 29.12.2015 den jungen Mann. Dann habe der Jäger mit seinem Gewehr nacheinander auf den Hund und dessen Herrchen gezielt, sich dann nach links gedreht und in Richtung Wald einen Schuss abgegeben, so die Zeitung weiter. „In dem Moment hatte ich wirklich Angst, dass er mir noch von hinten in die Knochen schießt“, wird der 21-Jährige zitiert, der ein Knalltrauma erlitt. Der Golden Retriever sei völlig verängstigt geflohen, er fand ihn schließlich bei den Eltern seiner Freundin wieder. Der junge Mann rief die Polizei. Daraufhin habe der Jäger seine Jagderlaubnis sowie sämtliche Waffen und Munition abgeben müssen.


Statt Hasen Jäger getroffen

"Treffen sich zwei Jäger..." titelt die Süddeutsche Zeitung am 28.12.2015. Demnach wollte ein 73-jährige Jäger im Kreis Kronach einen Hasen schießen. Von der Sonne geblendet traf er statt dessen einen Jagdkollegen. Der 20-Jährige musste ins Krankenhaus.


Beziehungsdrama mit Jäger: 3 Tote, 1 Verletzter

Ein Jäger hat in Bayreuth drei Menschen erschossen und einen Mann schwer verletzt. Dies berichtet der Nordbayerische Kurier am 21.12.2015.
Der Jäger erschoss zunächst seine 32-jährige Ex-Freundin, ihren Vater und verletzte ihren Freund schwer. Dann erschoss er sich selbst. „Der 41-Jährige war Jäger, die Tatwaffe besaß er legal“, so die Zeitung.


Jäger erschoss Kollegen statt Wild

Ein Jäger hat bei einer Treibjagd irrtümlich seinen Kollegen erschossen. Dies meldet die Kleine Zeitung am 21.12.2015. Demnach nahmen rund 70 Jäger an einer Wildschweinjagd im mittelslowakischen Bezirk Banska Bystrica teil. Dabei wurde ein 56-Jähriger von einem Schuss tödlich in den Brustkorb getroffen.


Treibjagd: Jäger durch Schuss schwer verletzt

Bei einer Treibjagd im Bezirk Bruck an der Leitha hat ein 62-jähriger Jäger einen 51-jährigen Jagdkollegen durch einen Schuss schwer verletzt. Das Nachrichtenportal meinbezirk.at zitiert am 15.12.2015 einen Zeugen: "Der Jagdhund apportierte ein Kleinwild, der Jäger bückte sich, das Gewehr fiel ihm von der Schulter und schloss sich, worauf sich ein Schuss löste, der einen 51-jährigen Mannersdorfer Kameraden in beide Unterschenkel traf." Es wurde Anzeige wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung gestellt.


Jäger bei Treibjagd lebensgefährlich getroffen

Bei einer Treibjagd bei Wolfsburg wurde ein 34 Jahre alter Jäger lebensgefährlich verletzt. „Den bisherigen Ermittlungen nach schoss ein 44-jähriger Wolfsburger mit seinem Jagdgewehr während der Schwarzwildjagd um 10.55 Uhr auf einen aus einem Gehölz kommenden Frischling“, so die Polizei Wolfsburg am 14.12.2015. Danach sei der in der Nähe stehende 34-Jährige von einem Geschoss im Oberkörper getroffen umgefallen. Der 34-Jährige musste notoperiert werden. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.


Jägerin erschoss Vermieter und Frau: Psychoknast

„Vermieter erschossen: Schützin in Psychoknast“, titelt der Kölner express am 13.12.2015 und berichtet von dem Blutbad, das eine Jägerin in Wermelskirchen anrichtete. Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft hat die Jägerin hat im April 2015 erst ihren 62-jährigen Vermieter auf seinem Balkon erschossen. Dann betrat sie die Wohnung des Vermieters und erschoss dessen Lebensgefährtin. „Die Staatsanwaltschaft geht von Totschlag in zwei Fällen aus“, so die Zeitung. „Die Beschuldigte leide unter einer chronischen paranoiden Schizophrenie. Die Ermittler beantragen die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie.“

Der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, sagte treffend: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."


Jäger legte auf Tierschützer an

„Jäger legte auf Tierschützer an“, titeln die Niederösterreichischen Nachrichten am 10.12.2015 und fragen: „Mordversuch?“ Denn bei einer Gatterjagd Jäger auf den Tierschützer Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken, geschossen haben.
Dr. Martin Balluch stellte über seinen Anwalt bei der Staatsanwaltschat Krems Anzeige wegen des Verdachtes des Mordversuches und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Beweis: eine Fotoserie, die er als Beobachter der Gatterjagd von außerhalb des Gatters geschossen hatte. Der Jäger habe auf ihn angelegt - oder das Gewehr zumindest genau in seine Richtung gehalten. „Die Kugel schlug knapp neben mir irgendwo ein!“, so Balluch.


Tödlicher Jagdunfall

In einen österreichischer Jäger hat bei einem Jagdausflug in Westungarn einen Ungarn erschossen. Dies meldet der ORF am 10.12.2015. Demnach sei der Jäger möglicherweise in stark abschüssigem Gelände ausgerutscht, wodurch sich aus seinem Gewehr ein Schuss löst und den tödlich Mann traf.


Jagd soll Kinder gefährdet haben

Eine Jagdgesellschaft sorgte mit sonntäglichen Schüssen in unmittelbarer Nähe eines Reiterhofs und der B 477 in Rommerskirchen für Aufregung. Auch Kinder sollen dabei in Gefahr gewesen sein. Dies berichtet die Neuß-Grevenbroicher Zeitung am 9.12.2015 und schreibt: „Neben Verstößen gegen das Landesjagdgesetz sei es auch zu solchen gegen das Tierschutzgesetz gekommen.“
Die Jagdgesellschaft sei verbotenerweise sonntags unterwegs gewesen. Der Betrieb auf dem Reiterhof und den umliegenden Waldwegen mit Joggern, Wanderern und Radfahrern sei hoch gewesen. Die zum Teil nur 40 Meter von den schießenden Jägern entfernten Kinder, die in einer offenen Reithalle Reitunterricht bekamen, seien Zeugen zufolge einer "extremen Gefahr" ausgesetzt worden. Auf der viel befahrenen B 477 habe es keine Hinweisschilder gegeben.


Mitten in Hamburg! Jäger knallen 33 Katzen ab

„Mitten in Hamburg! Jäger knallen 33 Katzen ab“, titelt die Hamburger Morgenpost am 8.12.2015 und schreibt: „Katzen sind für Jäger regelrecht Freiwild. Denn sie dürfen das gesamte Jahr über geschossen werden. Dabei ist es ganz egal, ob sie konkret gerade ein Wildtier gejagt haben, nur in der Sonne dösen oder Mäuse fangen.“ Sobald eine Katze mehr als 200 Meter vom nächsten Haus entfernt erwischt werde, sei sie zum Abschuss freigegeben…

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Haustiere als Jägeropfer


Drückjagd - Anwohner in Aufruhr

Im holsteinischen Krummsee sind die Anwohner wegen einer Drückjagd in Aufruhr: Jäger jagen ganz in der Nähe eine Wohnhauses und einer Pferdekoppel, außerdem ließen sie erschossenes Wild liegen. Der Ostholsteiner Anzeiger meldet am 8.12.2015: „Zurückgelassenes, durch Bauchschüsse verendetes Damwild sowie das Jagen in unmittelbarer Nähe eines befriedeten Geländes mit Wohnhaus und Pferdekoppel sorgen bei den Eigentümern für Unverständnis“. Eine Anwohnerin berichtet: „Als einer der Schüsse abgegeben wurde, zogen wir unsere Köpfe automatisch ein, weil wir dachten, dass der in unsere Richtung geht.“ Die Pferde, Ponys und Schafe seien wild durcheinander gerannt. Das Schreien des Damwilds habe sie immer noch im Ohr.


Jäger-Ausraster mit 1,85 Promille

Ein 26-jähriger Jäger aus dem Landkreis Augsburg hatte Polizeibeamte beleidigt und tätlich angegriffen – mit 1,85 Promille. Da der Randalierer eines Jagdschein hatte und somit im Besitz von Gewehren war, forderte das Landratsamt ein Gutachten über die geistige Eignung, um Waffen besitzen zu dürfen. Nachdem sich der Jäger weigerte, entzog ihm die Behörde die Waffenbesitzkarte entzogen.
„Dagegen klagte er, so dass der Fall vor dem Verwaltungsgericht Augsburg verhandelt wurde“, berichtet die
Augsburger Allgemeine am 3.12.2015. Das Gericht wies die Klage wegen seiner Alkoholprobleme ab.


Jäger zielte auf Reiter

Ein Jäger soll im Burgenland ein Reiter-Paar zuerst mit seinem Geländewagen und dann mit vorgehaltener Waffe bedroht haben. Die Reiter erstatteten daraufhin Anzeige bei der Polizeiinspektion Großpetersdorf. Jetzt bestätigte die Staatsanwaltschaft gegenüber der Burgenländischen Volkszeitung (2.12.2015) den Vorfall: „Der Vorfall zwischen dem Jäger und den Reitern hat sich so zugetragen.“


Jäger schoss wegen Falschparker

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat einen 51-jährigen Jäger wegen versuchten Totschlags und Bedrohung angeklagt. Dies meldet die Hannoversche Allgemeine Zeitung am 1.12.2015. Demnach feuert der Jäger im niedersächsischen Lehrte zunächst aus Ärger über einen Falschparker vor seinem Haus einen Schuss ab. Um mögliche weitere Straftaten zu verhindern, habe die Polizei daraufhin das Haus des 51-Jährigen durchsuchen wollen, so die HAZ. Doch da schoss der Jäger von innen auf die Polizisten, wobei er einen Beamten nur knapp verfehlte.


Jäger bei Treibjagd angeschossen

Bei einer Treibjagd auf Hasen im Salzburger Flachgau traf der Schuss eines Jägers einen Jagdkollegen. Dies berichtet regionews.at am 29.11.2015. Der Jäger sei von dem Schrotschuss am Handrücken und an den Waden getroffen worden und musste ins Unfallkrankenhaus. Die Treibjagd sei nach dem Unfall sofort abgebrochen worden.


Treibjagd: Jäger statt Hase getroffen

Bei einer Treibjagd wollte ein 73-jähriger Jäger einen Hasen treffen – statt dessen schoss er einem 74-jährigen Jagdgast ins Gesicht. Dies berichtet nachrichten.at am 27.11.2015. Der Mann musste im Krankenhaus Linz behandelt werden.


Jäger erschoss Vater und sich, Mutter verletzt

Ein 22-jähriger Jäger hat auf seine Eltern geschossen: Der Vater, ebenfalls Jäger, wurde mit einer Jagdwaffe erschossen, die Mutter überlebte schwer verletzt. Anschließend tötete der Sohn sich selbst: Die Polizei fand die Leiche in der Nähe eines Hochsitzes. Dies meldet der NDR am 25.11.2015.
Die Mordkommission stellte mehrere Jagdwaffen sicher. Laut Polizeisprecher seien es legale Waffen gewesen.

„Verschiedene Medien spekulieren, dass der Sohn wegen eines Streits um das Erbe zu der Waffe gegriffen hatte“, so der NDR.


Jäger wegen Mordversuchs vor Gericht

Ein Jäger steht in Duisburg wegen Mordversuchs vor Gericht. Dies berichtet der Westfälische Anzeiger am 25.11.2015. Demnach hat der Jäger Duisburg aus seiner Wohnung heraus auf vier Polizisten und einen Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes geschossen. Grund: Die Polizisten wollten die Waffen des 56-jährigen Jägers einziehen, nachdem ihm die Besitzerlaubnis entzogen worden war, weil er die ordnungsgemäße Lagerung nicht nachweisen konnte.
Bei der Durchsuchung der Wohnung der Jägers seien sechs Gewehre, eine Pistole, ein Revolver und über 3000 Schuss Munition sichergestellt worden.


Jäger durchlöchert zwei Autos

Bei einer Treibjagd im luxemburgischen Mertert durchlöcherte ein Jäger zwei Autos. Dies meldet luxprivat.lu am 24.11.2015. Demnach legte einer der Jäger sein durchgeladenes Gewehr nach der Jagd auf die Rückbank seines Autos. „Dann passiert, was passieren muss: Ein Schuss löst sich, durchbohrt die Tür des Wagens des unvorsichtigen Jägers, verfehlt einen Mann und dessen Frau nur um Haaresbreite und beendet seine irre Bahn in der Flanke eines Land Rover Defender, der ebenfalls dort geparkt war.“


Fuchs-Massaker: Der Widerstand wächst

„Fuchs-Massaker: Der Widerstand wächst“, titelt die Abendzeitung München am 24.11.2015. Seit bekannt ist, dass die schwarz-rote Rathauskoalition 100 Stadtfüchse töten lassen will, um sie auf Fuchsbandwurm zu untersuchen, protestieren Tierschützer.
„Die Organisation PETA droht der Stadt München im Ernstfall mit einer Strafanzeige, die CSU rudert zurück“, so die Abendzeitung.

Die stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende Evelyne Menges spricht sich inzwischen gegen die Fuchstötungen aus: „Als tierschutzpolitische Sprecherin bin ich entschieden gegen die aktive Tötung von Füchsen für dieses Programm. Warum sollen Tiere dafür sterben? Unser Ziel ist doch die Bekämpfung des Fuchsbandwurms und nicht der Füchse.“

Die Tierrechtsorganisation PETA hatte einen Brief an OB Dieter Reiter geschrieben und– sollte die Fuchsjagd stattfinden - eine Strafanzeige angekündigt: „Da die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch die Tiere gering bzw. nahezu auszuschließen ist und aus wildbiologischer Sicht kein vernünftiger Grund für die Jagd besteht, verstößt das Töten der Tiere gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes.“


München plant Fuchsjagd: PETA- Strafanzeige

Sinnloses Fuchstöten: Medienberichten zufolge hat die Stadt München angekündigt, im Rahmen einer veterinärmedizinischen Untersuchung auf den Fuchsbandwurm insgesamt 100 Füchse zu erschießen. Da die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch die Tiere gering bzw. nahezu auszuschließen ist und auch aus wildbiologischer Sicht kein vernünftiger Grund für die Jagd besteht, verstößt das Töten der Tiere gegen § 17 des Tierschutzgesetzes. In einem aktuellen Schreiben an den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter übt PETA Deutschland e.V. scharfe Kritik an der Massentötungsaktion und appelliert an ihn sowie an die verantwortlichen Behörden der Stadt, von der geplanten Fuchsjagd abzusehen und das Vorhaben umgehend einzustellen. Eine Antwort blieb bislang aus. Sollte die Jagd trotzdem stattfinden, kündigt die Tierrechtsorganisation an, Strafanzeige gegen die Verantwortlichen zu erstatten.
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Protest gegen geplante Fuchsjagd in München

Richten Sie Ihren Protest an

Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt: rgu@muenchen.de
Landeshauptstadt München, Direktorium: direktorium@muenchen.de
Landeshauptstadt München, Stadtverwaltung: rathaus@muenchen.de
Evelyne Menges (die CSU-Vize-Fraktionschefin, die das Fuchsmassaker maßgeblich durchgesetzt hat): stadtrat@menges-recht.de
Hans Podiuk (CSU-Fraktionsvorsitzender): hans.podiuk@muenchen.de
Alexander Reissl (SPD-Fraktionsvorsitzender): alexander.reissl@muenchen.de
Demirel Gülseren (Grüne-Fraktionsvorsitzende, gegen den Abschuss): guelseren.demirel@muenchen.de



Jäger auf Treibjagd angeschossen

„35-Jähriger Jäger geriet bei Fasanenjagd in Kugelhagel“, meldet heute.at am 21.11.2015. Demnach machte eine Jagdgesellschaft in der Steiermark eine Treibjagd auf Fasane. Dabei wurde ein Jäger von mehreren Schrotkugeln ins Gesicht, in beide Hände und in den Brustkorb getroffen. Er musste mit dem vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt gestellt.


Jagd: Gewehrkugeln hageln auf Wintergarten

„Jagd-Vorfall: Gewehrkugeln hageln auf Wintergarten“, titelt die Münsterland Zeitung am 16.11.2015. Demnach war in einer Siedlung in Stadtlohn die Aufregung groß, als ein nach einem Schuss Kugeln auf den Wintergarten einer Anwohnerin prasseln.


Jäger bei Wildschweinjagd angeschossen

Bei einer Treib- und Drückjagd mit rund 80 Jägern und Treibern im Saalekreis hat ein 56-jähriger Jäger statt eines Wildschweins einen Jagdkollegen getroffen. „Der aus Niedersachsen stammende Schwerverletzte erlitt einen Durchschuss am rechten Oberschenkel“, meldet der Kölner Stadt-Anzeiger am 13.11.2015.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.



Jäger durchschießt sich den Fuß

Ein 68-jähriger Jäger hat sich bei einem Jagdausflug im badischen Neuried selbst den Fuß durchschossen. Dies meldet FOCUS online am 13.11.2015.
Der schwer verletzte Jäger sei ins Krankenhaus gebracht worden.


Jäger verurteilt: fahrlässige Körperverletzung

Das Amtsgericht Regensburg hat einen Jäger wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten und einer Geldauflage von 3000 Euro verurteilt. Dies meldet die Mittelbayerische Zeitung am 12.11.2015.
Vor einem Jahr war ein Forstdirektor durch die Kugel des Jägers lebensgefährlich verletzt werden: Der Jäger saß im Dunkeln auf dem Hochsitz, als er am Waldrand eine Bewegung wahrnahm. Er glaubte, es sei ein Wildschwein, drückte ab – und traf. Allerdings kein Wildschwein, sondern einen 57-jährigen Mann. “Das Geschoss durchschlug den Brustkorb und trat am Gesäß des 57-Jährigen wieder aus“, so die Zeitung. Das Opfer lag wochenlang im künstlichen Koma und musste bisher insgesamt 15-mal operiert werden.


Treibjagd: 44-Jähriger bekommt Schrotkugeln ab

Bei einer Treibjagd auf Hasen in Würzburg-Lengfeld wurde ein Jäger getroffen. Dies meldet die Main Post am 12.11.2015. Demnach waren 18 Jäger und 18 Treiber an der Hasenjagd beteiligt. Ein Jäger habe einen Schuss auf einen fliehenden Hasen abgegeben. Weil der Jagdhund an der Leine zog, ging der Schuss daneben: Ein Teil der Schrotladung traf einen Jagdkollegen.

Anmerkung: Hasen stehen bekanntlich auf der Roten Liste bedrohter Arten. Wie kann es sein, dass immer noch Treibjagden auf Hasen veranstaltet werden?!


Sportjournalist gerät in Treibjagd

Sportjournalist und Marathonläufer Thomas Renggli gerät beim Joggen in eine Treibjagd. Unter der Überschrift „Peng, peng – Vorsicht Jäger!“ berichtet er darüber im Tagesanzeiger ( 9.11.2015).
„Intuitiv ging ich in Deckung, denn plötzlich fühlte ich mich als Freiwild“, berichtet der Journalist. „Dank meinen orangen Schuhen und meiner leuchtgelben Jacke konnte die Verwechslung mit einem Wildschwein knapp verhindert werden.“

Einen Tag später ging Thomas Renggli mit seiner fünfjährigen Tochter im Wald spazieren. „Peng, peng! Als wir die Schüsse hörten, war es für das bedauernswerte Reh bereits zu spät. Triumphal hoben die Schützen das arme Tier hoch, drückten ihm einen Tannzweig in den Mund und luden es auf den Anhänger ihres imposanten Geländewagens.“ – Und dies vor den Augen des kleinen Mädchens...
Für den Journalisten bleibt die Frage: „Ist so viel Jagdfieber in den städtischen Agglomerationen ein Gesundheitsrisiko?“


Privatwald soll schussfreie Zone werden

Der bekennende Vegetarier und Pazifist Dr. Hans-Peter Schiffer wehrt sich gegen die Jagd auf seinem Grundstück in Bad Münstereifel. Dies berichtet die Kölnische Rundschau am 6.11.2015.

Erst kürzlich musste er eine Treibjagd auf seinem zehn Hektar großen Wald- und Wiesengrundstück miterleben: Schüsse seien nur 30 Meter neben ihm und seiner Frau eingeschlagen.

Dr. Schiffer hat bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Euskirchen einen Antrag gestellt, das Grundstück aus ethischen Gründen zu befrieden und sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 berufen. Der Kreis lehnte den Antrag jedoch ab. Der Grundstückseigentümer legte gegen den Bescheid Widerspruch ein, über den das Verwaltungsgericht Aachen entscheiden muss.

„Ich fühle mich als Arzt dem Leben verpflichtet“, zitiert die Kölnische Rundschau Dr. Schiffer. „Daher essen wir auch seit Jahrzehnten kein Fleisch.“ Und: „Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Hobbyisten.“


Auf 2,7 Hektar im Kreis Steinfurt ruht die Jagd

Sabine L. ist Eigentümerin von drei Grundstücken mit 2,7 ha im Kreis Steinfurt. Sie stellte den Antrag, ihre Flächen zu „befriedeten Bezirken“ zu erklären, da sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehne. Der Kreis Steinfurt wies ihren Antrag ab.
Das Verwaltungsgericht Münster gab ihr jetzt Recht:
Die Tierschützerin darf die betreffenden Flächen zu befriedeten Gebieten erklären und damit die Jagd dort untersagen (Urteil vom 30.10.2015, Az.1 K 1488/14).
Dies berichtet das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben am 6.11.2015.

Mit ihrer Klage gegen den Kreis Steinfurt hatte sich die Grundstückseigentümerin auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) aus dem Jahr 2012 berufen.

"Aus ethischen Gründen: Tierschützerin darf Jagd auf ihrem Grundstück verbieten", titelt Legal Tribune online am 2.11.2015 und zitiert die Grundstückseigentümerin mit den Worten: "Der Gedanke, dass auf meinem Grund und Boden Tiere getötet und zuvor auch noch gejagt und damit gequält werden sollen, ist für mich unerträglich."


Oberösterreich: Jagdverbot auf meinem Grundstück!

Werner Scherhaufer ist der erste Grundeigentümer aus Oberösterreich, der aus ethischen Gründen eine Jagdfreistellung beantragt hat.

Der 59-jährige Betriebselektriker will die Jagd auf seiner 1,6 Hektar großen Wald- und Wiesenfläche verbieten lassen. Wenn nötig, will er sein Menschenrecht durch alle Instanzen durchfechten. Werner Scherhaufer und seine Familie lehnen das Töten von Tieren ab. »Ich bin aus ethischen Gründen Veganer, weil für mein Essen kein Tier sterben soll. Aus diesem Grund bin ich auch gegen die Jagd«, erklärt der Tierfreund. »Auf meinem Grundstück soll kein Tier von einem Jäger erschossen werden. Daher will ich, dass mein Grundstück jagdfrei gestellt wird.«

Im Oktober 2015 stellte Werner Scherhaufer einen Antrag auf Jagdfreistellung bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Schärding.

In Österreich wollen immer mehr Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden. In Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten gibt es schon mehrere Antragsteller, ein Kärntner Fall liegt bereits beim Verfassungsgerichtshof.


Mehr Tierschutz im hessischen Jagdrecht

Bündnis aus neun Tier- und Naturschutzorganisationen fordert mehr Tierschutz im hessischen Jagdrecht: Entwurf zur Jagdverordnung nicht weitreichend genug
Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, hat die schwarz-grüne Landesregierung nun den Entwurf einer neuen Jagdverordnung vorgelegt, in der unter anderem die Jagd- und Schonzeiten in Hessen neu geregelt werden. Das „Bündnis Jagdreform Hessen“, ein Zusammenschluss von neun Tier- und Naturschutzorganisationen, unterstützt die Landesregierung in ihrem Bestreben, die hessischen Jagdverordnungen zu reformieren und in einer neuen Jagdverordnung zusammenzufassen. Der aktuell vorgelegte Entwurf geht den Bündnispartnern allerdings nicht weit genug. Im Rahmen der schriftlichen Anhörung hat das Bündnis in dieser Woche dazu Stellung genommen und an die Landesregierung appelliert, den Tierschutz vor jagdliche Freizeitinteressen zu stellen.
Diie Tier- und Naturschutzorganisationen fordert eine jagdfreie Zeit von Januar bis September für alle Tiere, eine ganzjährige Schonzeit für Fuchs, Dachs, Waschbär und Co., das Verbot der Fallenjagd und ein Verbot tierschutzwidriger Jagdpraktiken. weiterlesen


Experte für weitgehende Schonung der Tiere

Der Zoologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf plädiert für eine weitestgehende Schonung aller Arten.
"Aus reiner Jagdlust dürften Tiere nicht mehr geschossen werden, verlangt der Biologe, der auch prominenter Buchautor ist. Dies müsse vor allem für alle Vogelarten wie Wildenten und Wildgänse gelten", so der
FOCUS in seiner online-Ausgabe vom 1.11.2015.



In seiner Stellungnahme über die Änderung der Jagdverordnung in Hessen schreibt Prof. Dr. Josef H. Reichholf, dass es für die Behautung der Jäger, ohne Bejagung würden Tierarten „außer Kontrolle“ geraten und sich „übermäßig vermehren“, keine Beweise gebe:
"- Unbejagte oder nur im Einzelfall ausnahmsweise bejagte Gebiete, wie der Siedlungsbereich, insbesondere Städte und Großstädte sowie manche Naturschutzgebiete, zeigen hingegen, dass sich die darin lebenden Arten tatsächlich nicht über Gebühr vermehren und auch keiner anhaltenden jagdlichen Kontrolle bedürfen.
- Im Gegensatz zu den Verhältnissen in der freien Natur, in der sie durch die Bejagung (sehr) scheu gehalten werden, vermindern die Wildtiere in den Städten ihre Scheu. Sie sind für die Bevölkerung nun erlebbar und gut zu beobachten.
- Die gemäß Deutschem Jagdrecht durchgeführte Bejagung macht das Wild nicht nur sehr scheu, sondern sie verändert auch die tageszeitlichen Aktivitätsmuster der Wildtiere. Hauptfolgen sind die Wildunfälle im Straßenverkehr, wobei nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes z. B. im Jahr 2014 in Deutschland 18 Menschen ums Leben kamen und 2824 z. T. schwer verletzt wurden. Die Kosten für die KfzVersicherungen beliefen sich auf ~ 550 Millionen €.
- Die Bestände der zu regulierenden Arten wurden dennoch nicht „reguliert“, wie u. a. die Zunahme der Wildschweine beweist."

Lesen Sie die Stellungnahme von Prof. Dr. Josef H. Reichholf



Demo: Jagd des hessischen Minististerpräsidenten

Tierschützer protestierten am 4. November gegen die Gesellschaftsjagd des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Mit Trillerpfeifen, Tröten und Transparenten zogen 150 Tierschützer vor das Jagdschloss Mönchbruch, wo sich rund 40 Jagdgäste versammelten.
Nicht nur Tierschützer lehnen die hessische Gesellschaftsjagd ab, auch der Bund der Steuerzahler findet die 22.000 Euro schwere Veranstaltung nicht mehr zeitgemäß - und schlicht zu teuer.
Quellen:
Frankfurter Rundschau, 4.11.2015
ZDF heute.de, 4.11.2015



Schuss bei Treibjagd trifft Firmengebäude

Bei einer Treibjagd hat ein Schuss ein Firmengebäude in Guben (Spree-Neiße) getroffen. Dies meldet Focus online am 4.11.2015. Laut Polizei wird wegen möglicher gefährlicher Körperverletzung ermittelt.


Prozess um Unfall bei Treibjagd

Vor dem Landesgericht Koneuburg fand ein Prozess um einen Jagdunfall statt, bei dem vor knapp einem Jahr ein Treiber schwer verletzt worden war. Der muss neben 9.000 Euro Geldbuße sowie 11.000 Euro Gerichtskosten dem 54-Jährigen Schmerzensgeld in der vorläufigen Höhe von 50.000 Euro zahlen. Dies meldet oesterreich.at am 3.11.2015.


Jägergeschoss schlägt in Heckscheibe ein

Ein Jäger wollte am Sonntagnachmittag vom Hochsitz aus ein Reh schießen. Das Geschoss landete in der Heckscheibe eines geparkten Autos. Dies meldet das Polizeipräsidium Karlsruhe am 2.11.2015.


Tagesspiegel: "Gefährliche Unfälle bei Jägern"

"Gefährliche Unfälle bei Jägern: Waidmanns Unheil", titelt der Tagesspiegel am 1.11.2015.
Hier heißt es: "Erst vor wenigen Tagen erschoss ein Jäger in Bayern versehentlich seine Freundin. In Österreich wurde kurz davor eine Studentin mit einem Reh verwechselt. In Niedersachsen trafen Schüsse einen 14-jährigen Radfahrer. Die Liste könnte lang und länger werden.
Rund 350 000 Jäger gibt es in Deutschland. Wie oft es zu Unfällen kommt, ist nicht genau bekannt, denn das Statistische Bundesamt weist Jagdunglücke nicht gesondert aus. Gegner der Jagd sprechen von bis zu 40 Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Jagdverbände halten die Zahl für maßlos übertrieben..."



Abschaffung der Hobbyjagd JETZT!

In Amberg hat ein betrunkener Jäger aus Versehen auf seine Freundin geschossen. (WELT, 27.10.2015).
Bei einer Felderjagd im Landkreis Würzburg hat ein 74-jähriger Jäger Statt eines Wildschweins hat Statt eines Wildschweins einen 67-jährigen Jagdkollegen getroffen. (
Polizeipräsidium Unterfranken, 23.10.2015)
Wieder und wieder erschüttern Meldungen über Jagdunfälle, Straftaten mit Jägerwaffen und Bedrohungen durch Jäger die Öffentlichkeit. Wer weiß schon, dass hunderte Menschen in den letzten zehn Jahren in durch Jäger und Jägerwaffen starben?
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd dokumentiert seit 2002 bis zu jährlich 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, der oder die Angeschossene aber verletzt – oft auch schwer verletzt - ins Krankenhaus muss. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch Ehefrauen, Familienmitglieder und Nachbarn von Jägern sowie Spaziergänger, Radfahrer, Liebespaare, Kinder...

Lesen Sie unsere Pressemitteilung
Lesen Sie unsere Dokumentation Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2015.


Jäger trifft Jäger statt Ente

Während einer Hubertusjagd in Südtirol wollte ein Jäger eine Ente schießen, hat aber aus Versehen einen anderen Waidmann angeschossen. Der Jäger habe mittelschwere Verletzungen erlitten. Dies berichtet stol am 28.10.2015.
Die Polizei ermittelt, dem Schützen droht der Entzug des Waffenscheins.


1,7 Promille: Jäger schießt auf Freundin

„Betrunkener Jäger schießt aus Versehen auf Freundin“, titelt die WELT in ihrer online-Ausgabe am 27.10.2015.
Demnach habe ein 56-jähriger Jäger hat in Amberg eine geladene Pistole in der Hosentasche gehabt. „Als er aufstand und sich mit den Händen vom Oberschenkel abdrückte, löste sich versehentlich ein Schuss aus der Pistole“, so die Zeitung. Die Frau wurde schwer verletzt undmusste sofort operiert werden. Ein Alkoholtest ergab bei dem Jäger einen Wert von 1,7 Promille.

Lsen Sie auch:
Jäger und Alkohol
Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


Jagdunfall auf Maisfeld

Statt eines Wildschweins hat ein 74-jähriger Jäger einen 67-jährigen Jagdkollegen getroffen. Dies meldet das Polizeipräsidium Unterfranken am 23.10.2015.
Der Jagdunfall ereignete sich auf einem abgeernteten Maisfeld im Landkreis Würzburg zwischen Zell und Hettstadt. Laut Polizeibericht befanden sich insgesamt vier Männer im Alter zwischen 67 und 74 Jahren auf Jagd.
Die Verletzungen des 67-jährigen Schuss-Opfers seien nicht lebensgefährlich. Die Kriminalpolizei Würzburg hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.


Lebensgefahr durch Jagdunfälle

PETA appelliert an Innenminister de Maizière, sich für ein Verbot der Hobbyjagd einzusetzen

Lebensgefahr durch Jäger: Schon vor Beginn der Hauptjagdsaison wurden in Deutschland allein im September mehrere Menschen von Jägern angeschossen und dabei teils schwer verletzt oder sogar getötet. PETA Deutschland e.V. appelliert nun in einem Schreiben an den Bundesinnenminister Thomas de Maizière, sich für ein längst überfälliges Verbot der Hobbyjagd in Deutschland einzusetzen. Trotz verpflichtender „Jagdausbildung“ bringen die Weidmänner immer wieder Passanten in Gefahr und stören die öffentliche Sicherheit durch fahrlässiges Handeln – jedes Jahr verletzen oder töten Jäger mehrere Dutzend Menschen im deutschsprachigen Raum. Die Tierrechtsorganisation empfiehlt Spaziergängern, Jagdgebiete unbedingt zu meiden sowie auf Warn- und Hinweisschilder zu achten. weiterlesen


Petition gegen Jagd des hess. Ministerpräsidenten

Absage der Gesellschaftsjagd im Forstamt Groß-Gerau am 04. November 2015

Herr Ministerpräsident Bouffier möchte für den "guten Zweck" am 4.11.15 eine Treibjagd in Groß-Gerau ausrichten. Dafür werden unsere Steuergelder verbraten und für einen angeblich guten Zweck Massentiermord begangen. Es ist unerklärlich, wie er hier auf den Gedanken kommt, dass für einen guten Zweck massenhaft Tiere ermordet werden dürfen und diese Ungerechtigkeit noch mit unseren Steuergeldern bezahlt wird.
Bitte protestiert hier mit und unterschreibt diese Petition.


Kolumne: Blast die Bouffier-Safari ab!

Man muss sich das auf der Zunge (oder wo auch immer) zergehen (oder zerfließen) lassen: Da bittet unser weiser, gütiger und in Ehren erblondeter Landesvater privilegierte Büchsenhelden zum blutigen Schlachtfest in den Groß-Gerauer Forst und verpasst dieser Tötungsorgie unter den tierischen Waldbewohnern noch ein (Pelz-)Mäntelchen von Wohltätigkeit...

Aber: Träger dieser honorigen und sicherlich unterstützenswerten Organisation ist die “Elly-Heuss-Knapp-Stiftung”, benannt nach der Frau des ersten deutschen Bundespräsidenten, Theodor Heuss. Und von keinem Geringerem als diesem stammt der bemerkenswerter Satz: “Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. …” weiterlesen


Jäger erschoss statt Reh 20-jährigen Studenten

"Jäger erschoss statt Reh 20-jährigen Studenten", titelt nachrichten.at am 12.10.2015 berichtet: "Wegen der braunen Kleidung seines 20-jährigen Opfers habe der Jäger nach eigenen Angaben geglaubt, ein Wildtier im Visier zu haben, erklärte am Montag die Staatsanwaltschaft Grenoble."


Jagdunfall - 54-Jähriger gelähmt

„Tragischer Unfall: Jäger beteuert Unschuld“, titeln die Niederösterreichischen Nachrichten am 7.10.2015 und berichten von einer Gattertreibjagd, bei der statt eines Wildschweins ein Treiber getroffen wurde. Der 54-Jährige habe unter anderem so schwere Hirnverletzungen erlitten, dass er nunmehr an der rechten Körperhälfte vollständig und an der linken Körperhälfte teilweise gelähmt sei.
Nun findet wegen fahrlässiger Körperverletzung der Prozess gegen den Jäger statt, aus dessen Gewehr die Kugel stammte. Doch dieser erklärt sich für „Nicht schuldig“, so die Zeitung.


"Papa, auf mich wurde geschossen"

„Papa, auf mich wurde geschossen“. So meldete sich der geschockte 14-jährige Endrik Janssen bei seinem Vater. Wenige Minuten zuvor war er unterwegs in einem Erholungsgebiet bei Niedernjesa, als der Junge plötzlich lauten Krach hörte.
Es dauerte einen Moment, bis er realisierte, dass es sich um Schüsse handelte. Offenbar hatten Jäger in seine Richtung gefeuert, um ein fliehendes Wildschwein zu treffen.

Sehen Sie den TV-Bericht von RTL Nord, 9.10.2015



Jäger schießen auf Jungen

Das Göttinger Tageblatt berichtet am 6.10.2015, dass Jäger auf einen 14-jährigen Schüler aus Göttingen geschossen haben, der mit seinem Fahrrad unterwegs zum Sport war: „Er hat sich auf den Boden geworfen, hat seine rote Schultasche immer wieder in die Luft geworfen und geschrien. Dennoch haben Jäger am Montagnachmittag noch dreimal in die Richtung eines 14-jährigen Jungen geschossen, um ein verletztes, fliehendes Wildschwein zu treffen.“
Der Junge sei voller Angst weggerannt, nur zwei Meter vor ihm sei ein blutiges Wildschwein humpelnd aus dem Gebüsch gebrochen. Der Junge rief mit seinem Handy die Polizei, keiner der Jäger habe sich um ihn gekümmert, sie fuhren mit dem Auto weg. Weil sich der Junge das Kennzeichen gemerkt hatte, konnte die Polizei die Jäger schnell ermitteln.


Grundbesitzer aus Oberösterreich will Jagdverbot

Werner Scherhaufer ist der erste Grundstückseigentümer aus Oberösterreich, der eine Jagdfreistellung bei der BH Schärding beantragt hat. Dies berichtet nachrichten.at am 8.10.2015. Demnach will der 59-jährige Betriebselektriker aus ethischen Gründen die Jagd auf seiner 1,6 Hektar großen Wald- und Wiesenfläche verbieten lassen. Der Tierfreund und Vegetarier will sein Menschenrecht wenn nötig durch alle Instanzen durchfechten.

"Ich esse kein Fleisch, auch meine Frau und meine beiden Kinder sind Vegetarier", zitiert das Nachrichtenportal Werner Scherhaufer. Er lehnt das Töten von Tieren ab, erst recht auf seinem eigenen Grund und Boden.

Es gibt laut dem oberösterreichischen Jagdverband bereits zwölf Grundbesitzer in Österreich, die ihre Flächen nicht mehr zwangsbejagen lassen wollen. „In Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten gibt es schon mehrere Antragsteller, ein Kärntner Fall landete bereits beim Verfassungsgerichtshof. Der muss nun entscheiden, ob das Jagdrecht, wie in Deutschland, entsprechend geändert wird“, so nachrichten.at.





Jäger (81) bei Erntejagd lebensgefährlich verletzt

Bei einer Erntejagd auf Wildschweine kam es im Havelland bei Berlin zu einem schweren Unfall: Dies berichten die Märkische Allgemeine und BILD am 6.10.2015.
Ein 81-jähriger Jäger wurde von einem Maishäcksler ins Maschineninnere gezogen und dabei schwer verletzt. Der 81-Jährige hatte sich mit anderen Jägern in einem Maisfeld in aufgehalten, um die von den Erntemaschinen aufgescheuchten Tiere zu erschießen. Der Jäger musste mit lebensgefährlichen Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der Fahrer der Erntemaschine erlitt einen Schock, berichtet die Märkische Allgemeine.


Jäger erschießt Ehefrau und sich selbst

Im Hunsrück soll ein 46-Jähriger seine 42-jährige Ehefrau erschossen haben, weil sich die Frau von ihm trennen wollte. Die Leiche des Jägers wurde mit Schussverletzungen im Wald neben einem Hochsitz gefunden. Dies berichtet der SWR am 29.9.2015. „Der Familienvater, der auch Jäger war, hat sich dort offenbar selbst das Leben genommen.“ 


Jagdverband: Unfälle durch Warnkleidung vermeiden

„Nach zwei Jagdunfällen mit einem Toten und mehreren Verletzten meldet sich der Jagdverband Schleswig-Holstein zu Wort“, berichtet das Flensburger Tageblatt unter der Überschrift: „Jagdverband: Unfälle durch Warnkleidung vermeiden“.
Der Jagdverband reagiert auf die Schussopfer und zum Teil tödliche Verwechslungen nicht damit, seine Jäger zurückzupfeifen, nein: Stattdessen sollen sich Waldbesucher mit Warnwesten ausstatten. Denn: Jäger müssten ihr Jagdgebiet nicht sonderlich kennzeichnen – es sei denn, es handelt sich um eine Treibjagd. Dann sollten Waldbesucher Warnschilder ernst nehmen. „Ansonsten ist es immer und gerade für Jogger ratsam, in der dunklen Jahreszeit Warnkleidung zu tragen“, so Jagdverbandssprecher Marcus Börner gegenüber dem Flensburger Tageblatt.


8 Tipps, wie du die Jagdsaison überlebst

Die Tierrechtsorganisation PETA hat "8 Tipps, wie du die Jagdsaison überlebst" zusammengestellt, bei denen einem das Lachen mit der Zeit im Halse stecken bleibt...

1. Gehe niemals ohne BH aus dem Haus
Im August 2015 wird eine Frau in Mecklenburg-Vorpommern von einem Jäger im Brustbereich angeschossen, als sie mit dem Fahrrad an einem Rapsfeld entlang fuhr. Die Munition prallt an dem Bügel ihres BHs ab, die 41-jährige kommt mit leichten Verletzungen davon.

2. Keine Dates im Freien
Im September 2015 verwechselt ein Jäger ein Liebespaar in Brandenburg auf einer Decke am Rand eines Maisfelds mit einem Wildschwein und schießt. Der Mann wird dabei tödlich getroffen, die Frau schwer verletzt.

3. Trage IMMER eine Warnweste, sobald du das Haus verlässt
Nach mehreren „Jagdunfällen“ in kürzester Zeit im September 2015 rät der Jagdverband Schleswig-Holstein Joggern und Spaziergängern in der dunklen Jahreszeit immer Warnkleidung zu tragen.
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Karikatur: »Problemjäger« von Bruno Haberzettl


Wald in Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) jagdfrei!

Ein kleiner Wald (3000 Quadratmeter) in Lippstadt-Benninghausen, Nordrhein-Westfalen, ist seit 1.4.2015 jagdfrei. Grundstückseigentümerin Gisela Splitthoff musste nur 111,- Euro Verwaltungsgebühr bezahlen! Dies sollte ein Vorbild für die Jagdbehörden anderer Landkreise und Städte sein, die immer noch mit Kosten von 1000 bis 2000 Euro versuchen, Grundstückseigentümer von der Befriedung ihres Grundstücks abzuhalten.
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ORF Thema: Jäger müssen draußen bleiben

"Die Jägerschaft ist alarmiert: Mehrere Waldbesitzer in Österreich haben beantragt, die Jagd auf ihrem Grund und Boden zu verbieten. Das Recht dazu gibt ihnen ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. „Die Jagd wird dann insgesamt undurchführbar“, klagt Jäger Anton Karlon. Denn die Jagdgebiete in Österreich setzen sich aus vielen solcher kleinen Privatwälder zusammen. „Man soll in die Natur nicht eingreifen – die regelt sich von selbst“, ist Waldbesitzer Helmut Rosenthaler überzeugt und will nicht länger „Zwangsmitglied“ der Jägerschaft sein. Der Wissenschaftler Walter Arnold hält dem entgegen: „Wir leben seit tausenden Jahren in einer Kulturlandschaft, die ohne Regulierung nicht mehr funktioniert.“ (ORF-Senderinfo)
Hier online ansehen



Jäger müssen draußen bleiben (ORF, 28.9.2015)



HAZ: Jagdfreie Grundstücke in Niedersachsen

Unter dem Titel „Plötzlich ist den Jägern das Jagen verboten“ berichtet die Hannoversche Allgemeine am 23.9.2015 ausführlich über Grundstückseigentümer in Niedersachsen, welche die Jagd auf ihrem Grund und Boden nicht länger dulden wollen: „Grundeigentümer in Niedersachsen können ihr Land neuerdings zur jagdfreien Zone erklären. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. 47 haben von der Gesetzesänderung schon Gebrauch gemacht und ihr Land ‚befriedet“.“


Hessen: Gesellschaftsjagd als Tötungs-Happening

Volker Bouffier gibt sich die Ehre: Der Hessische Regierungschef hat ausgesuchte Nimrods zu einer zünftigen Gesellschaftsjagd nach Groß-Gerau eingeladen.
Lesen Sie dazu die Kolummne
Gesellschaftsjagd als Tötungs-Happening unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit
Mordspaß, Krokodilstränen und obskure Rituale: Was den Jagdtag richtig rund macht


Schutzwesten für Spaziergänger?

Wie im Krieg: Spaziergänger sollten in Wald und Feld Warn- oder Schutzwesten tragen

Der Journalist Jürgen Heimann hat sich Gedanken über die aktuellen Jagdunfälle gemacht:
"Ich weiß ja nicht genau, wie locker unseren regionalen Waidmännern die Knarre im Futteral steckt, aber beim Studieren diverser, sich häufender Schreckensmeldungen aus allen Teilen Deutschlands kann einen schon mal ein mulmiges Gefühl beschleichen. Zumindest beim Betreten des Waldes, selbst wenn der nicht dunkel ist. Sollte er es sein, könnte man ja pfeifen. Hilft aber auch nicht immer. Wenn mich jemand, der über Kimme und Korn schielt, für einen Waschbären hält, habe ich denkbar schlechte Karten. Im freien Gelände ist das Risiko, ins Visier eines Schießwütigen zu geraten, ebenfalls latent."weiterlesen


Zwei Traktorfahrer von Jägern angeschossen

Bei einer Treibjagd auf Wildschweine in einem Maisfeld in Sachsen-Anhalt trafen die Schüsse von Jägern zwei Traktorfahrer.
Ein 63-jähriger Landwirt musste mit schweren Schussverletzungen in eine Spezialklinik geflogen werden, das andere Opfer kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.
"Die Kripo beschlagnahmte die Waffen der an der Treibjagd beteiligten Jäger", so
BILD am 16.9.2015.


Jäger schießt Radfahrerin nieder

Ein Jäger machte in Lübeck Jagd auf Enten, getroffen hat er eine 37-jährige Radfahrerin, während sie eine Brücke im Stadtteil Eichholz überquerte: "Blutend lag eine Frau auf dem Boden – Beinschuss!", so BILD am 14.9.2015.
Der Notarzt wurde alarmiert. Die Polizei ermittelt gegen den Jäger wegen fahrlässiger Körperverletzung, berichtet der
NDR.


Jäger erschießt Mann und verletzt Frau schwer

Ein Jäger hat im Havelland bei Nauen vom Hochsitz aus auf ein Pärchen geschossen, dass es sich abends in einem Feld auf einer Decke und mit einem Getränk gemütlich gemacht hatte. Der 31-jährige Mann wurde erschossen, seine 23-jährige Freundin schwer verletzt, so dass sie notoperiert werden musste.
„Laut Polizei und Staatsanwalt sagte der 30-jährige Jäger in einer ersten Vernehmung, dass er ein Rascheln im Feld gehört und geglaubt habe, dass es Wild sei“, berichtet die
Märkische Allgemeine am 10.9.2015. Erst als er von seinem Hochsitz stieg, um zu sehen, was er erlagt habe, hätte er den tödlichen Irrtum bemerkt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Jäger wegen fahrlässiger Tötung.


12-jähriger Junge bei Jagdunfall schwer verletzt

Bei einer Erntejagd im Neckar-Odenwald-Kreis ist ein 12-jähriger Junge schwer verletzt worden. Dies meldet die Südwest Presse am 7.9.2015 und schreibt: „Das Kind saß auf dem Beifahrersitz eines Maishäckslers, als es von der Kugel eines Jagdgewehrs am Bein getroffen wurde.“ Ein Jäger hatte eigentlich einen Fuchs schießen wollen, der aus dem Maisfeld floh.


Petition gegen Jäger an Schulen

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Jäger in Kindergärten und Schulen eine Image-Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere Kinder an das Hobby "Jagd" heranzuführen.
Die Manipulation der Kinder erfolgt nach spielerischer Methode und wird als Naturschutzprojekt beworben, reale Hintergründe und Auswüchse der Jagd verharmlost, verfälscht oder schlicht verschwiegen. Als Mittel zur einseitigen, ideologischen Beeinflussung bedienen sich die Jäger präparierter Wildtiere, die den Kindern, die sich in der Regel für Tiere interessieren, zum Streicheln geboten werden.

Unterzeichnen Sie die Petition: Wir sagen NEIN zum Unterrichten unserer Kinder durch Jäger.


Jäger erschießt Sohn und sich

Ein 53-jähriger Jäger und sein 23-jähriger Sohn wurden erschossen in einem Haus in Ferlach bei Klagenfurt gefunden. Dies meldet österreich.at am 3.9.2015 und schreibt: „Vater Werner lebte nur noch von Jagdbegleitungen, Christopher war arbeitslos, aber auch jagdbegeistert. Im Haus sollen die beiden laut Bekannten mindestens 20 Gewehre gehabt haben.“
Anwohner hatten die Schüsse gehört und die Polizei gerufen. Laut Kriminalpolizei dürfte es sich um einen Selbstmord mit anschließendem Suizid handeln.


Airlines verbannen Jagdtrophäen

Reaktion auf Abschuss des Löwen Cecil: Immer mehr Airlines, darunter British Airways, Air Canada und Delta Airlines, gaben dem öffentlichen Druck bereits nach und weigern sich, Jagdtrophäen aus Afrika zu transportieren. Dies berichtet der Weser Kurier am 1.9.2015. Insgesamt hätten 42 internationale Fluglinien in den vergangenen Wochen ein Transportverbot für erschossenes Großwild erlassen oder ihren bestehenden Bann bekräftigt.


Jäger soll 50 Katzen erschossen haben

„Jäger soll vom Auto aus 50 Katzen erschossen haben“, meldet die Kronen Zeitung am 31.8.2015. Demnach wird ein Jäger beschuldigt, in oberösterreichischen Ampflwang mehr als 50 Katzen – zumeist im Wohngebiet – erschossen haben. Meist nehme er die Katzen von seinem Auto aus ins Visier. „Dutzende Bewohner wehren sich mit einer Protestliste gegen den Pensionisten“, berichtet die Kronen Zeitung und zitiert eine betroffene Anwohnerin: "Das ist ein Wahnsinn. Der Mann schießt seit langem einfach unsere Haustiere ab, gefährdet Menschen, und niemand unternimmt etwas dagegen".
"Obwohl die Zwischenfälle seit langem bekannt sind, wurde dem Mann die Jagdkarte nie entzogen", ist Christian Hölzl vom Tierschutzverein Österreich empört. Der Tierschutzverein hat jetzt Anzeige gegen den Jäger erstattet.


Hessische Jagdverordnung wird geändert

Die Koalition aus CDU und Die Grünen haben im Koalitionsvertrag festgehalten, die Jagd- und Schonzeiten in Hessen auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Dazu hat das Umweltministerium nun einen Entwurf zur neuen Jagdverordnung (HJagdV) an die zur Anhörung geladenen Verbände und Organisationen - darunter auch Wildtierschutz Deutschland e.V - versandt.


Erforderliche Änderungen aus Tierschutzsicht:

Wildtierschutz Deutschland e.V setzt sich insbesondere für die folgenden dringend erforderlichen Änderungen ein:
- eine komplett jagdfreie Zeit von Januar bis September: im Winter sollen Wildtiere frei von jagdlichen Störungen sein, um nicht auf der Flucht überlebenswichtige Ressourcen zu vergeuden. Im Frühjahr und im Sommer sollen Jungtiere - auch die des nicht-jagdbaren Wildes - weitgehend ungestört aufgezogen werden können.
- keine Jagdzeit mehr für Fuchs, Marder, Dachs, Waschbär & Co. Die Jagd auf Beutegreifer führt nicht zur Bestandsreduzierung dieser Arten und dient fast ausschließlich der Befriedigung der Freizeitinteressen der Jäger.
- keine Jagdzeit für Vögel. Vogeljagd führt nicht zu nachhaltiger Reduzierung von Beständen, immer wieder werden auch streng geschützte Arten getötet. Die allerwenigsten Vögel werden als Nahrungsmittel verwertet.
- Ende mit der Fallenjagd. Eine landesweite Fallenjagd hat keine nachhaltig positive Auswirkung weder auf die Bestandszahlen, noch auf den Artenschutz.



Frankreich: 4 Menschen mit Jagdgewehr erschossen

"Mann tötet vier Menschen mit Jagdwaffe", titeln die Wolfsburger Nachrichten am 27.8.2015 in ihrer Printausgabe. Demnach hat ein Mann in einer Wohnwagensiedlung Nordfrankreich mit einem Jagdgewehr ein sechs Monate altes Baby, dessen Mutter und Großvater erschossen und ein weiteres Kind schwer verletzt. Als die Polizei kam, traf er zwei Polizisten, einen davon tödlich.



Betrunkener mit geladenem Jagdgewehr

„Betrunkener mit geladenem Jagdgewehr im Auto unterwegs“, titelt Welt.de am 25.8.2015. Demnach hat die Polizei einen Jäger mit 2,52 Promille Atemalkohol in seinem Auto gestoppt. Im Fahrzeug lag laut Polizei ein mit drei Patronen geladenes Jagdgewehr. „Der Mann erklärte, er sei gerade von der Jagd gekommen“, so die WELT.


Geldstrafe nach Schuss auf Tennis-Spielerin

„WILDSAU GEJAGT - Geldstrafe nach Schuss auf Tennis-Spielerin“, titelt BILD am 24.8.2015 und berichtet von dem Jagdunfall vor einem Jahr in Tauberbischofsheim: Bei einer Jagd auf Wildschweine hatte ein 67-Jähriger Jäger eine Tennisspielerin getroffen, die am Sportplatz auf einer Bank saß. Die Kugel zertrümmerte den Oberarm-Knochen der 64-jährigen Frau. Jetzt hat das Amtsgericht den 67-Jährigen zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt.
Laut BILD weigert sich die Jagdhaftpflicht-Versicherung des Jägers der schwer verletzten Tennis-Spielerin angemessenen Schadensersatz und Schmerzensgeld zu leisten.




Hobbyjäger droht Polizei mit Schusswaffengebrauch

In Greifswald waren schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinengewehren im Einsatz. Grund: Das auffällige Verhalten eines Hobbyjägers, der seine vier Schweißhunde frei laufen ließ, welche vorbeikommende Passanten mit Kleinkindern angingen. Dies berichtet die Ostsee-Zeitung am 17.8.2015. Der Hobbyjäger soll den Beamten mit Schusswaffengewalt gedroht haben.


Touristin bei Jagdunfall getroffen

Eine Touristin wurde in Mecklenburg-Vorpommern Opfer eines Jagdunfalls bei einer Wildschweinjagd. Dies meldet die Sächsische Zeitung am 7.8.2015. Demnach war die 41-Jährige aus Nordrhein-Westfalen mit ihrem Begleiter auf einem Fahrrad an einem Rapsfeld unterwegs, als sie plötzlich Schmerzen spürte. Nach den bisherigen Untersuchungen sei die Frau vorn im Brustbereich getroffen worden. Zum Glück sei das Munitionsteil am Metallbügel ihres BH abgeprallt. „Die Polizei ermittelt nun gegen den mutmaßlichen Schützen - einen der Jäger - wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung“, so die Zeitung.


Illegale Greifvogelfalle in Warendorf

Funktionär des Landesjagdverbandes NRW unter Verdacht

Ein Präsidiumsmitglied des nordrhein-westfälischen Landesjagdverbandes (LJV) steht unter Verdacht, auf seinem Grundstück bei Albersloh (Kreis Warendorf) illegal Jagd auf geschützte Greifvögel gemacht zu haben.

Wie das Komitee gegen den Vogelmord am 19.8.2015 mitteilt, wurden bei einem Polizeieinsatz im Jagdrevier des Mannes drei illegale Tierfallen, darunter eine aktive Lebendfalle für Habichte - Vogel des Jahres 2015 - entdeckt und sichergestellt. Der Polizei liegen zudem die Aussagen mehrerer Zeugen vor, die den Mann an der Falle mit einem toten Vogel in der Hand beobachtet haben. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet. Außerdem wurde die Stabsstelle Umweltkriminalität im Düsseldorfer Umweltministerium eingeschaltet.


Landwirtschaftsminister: Vorsicht bei Erntejagden!

Anlässlich des Jagdunfalls, bei der eine Urlauberin getroffen wurde, appellierte der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus alle Jäger, bei den aktuell laufenden Erntejagden besondere Vorsicht walten zu lassen. Dies meldet der NDR am 7.8.2015. Besonders wenn Radfahrer oder Spaziergänger in der Nähe unterwegs seien, dürfe in diese Richtung weder gezielt noch geschossen werden, zitiert der NDR den Minister. Immer wieder komme es zu Unfällen bei Jagden, so der NDR.



ZEIT-Interview: Allmachtsfantasien hinter der Jagd

"Hinter der Jagd stehen Allmachtsfantasien", überschreibt DIE ZEIT am 7.8.2015 ein Interview mit Mieke Roscher, die Mensch-Tier-Beziehungen erforscht.
Wer Tiere erlegt, dem gehe es um Dominanz. "Egal ob Löwen oder Giraffen in Afrika, Wölfe in Nordamerika oder Tiger in Indien erlegt werden – das Verhalten erinnert stark an die Kolonialisierung. Hinfahren, die Welt in Augenschein nehmen und dann als neuer, selbst ernannter Herrscher eine Entscheidung treffen", heißt es in dem Interview.


Antrag auf Befriedung sorgt für Streit

Die Passauer Neue Presse berichtet am 9.8.2015 von zwei Frauen aus Triftern und Zeilarn, welche nicht hinnehmen wollen, dass Jäger auf ihren Grundstücken Tiere tot schießen und deshalb einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung bei der gestellt haben. Die untere Jagdbehörde gab dem Antrag auf Befriedung statt, schickte aber eine Kostenrechnung über 1000 Euro.

"Die Androhung hoher Kosten soll die Leute davon abhalten, aus der Jagdgenossenschaft auszutreten. Der Gebührenrahmen ist völlig willkürlich festgelegt worden", zitiert die Passauer Neue Presse eine der betroffenen Grundstückseigentümerinnen und berichtet weiter: „Und auch Tierarzt Dr. Peter Zimmer aus Tann wehrt sich und. 1200 Euro sind ihm für seinen Antrag zur Befriedung in Rechnung gestellt worden. Dagegen hat er nun beim Bayerischen Verwaltungsgericht Regensburg Klage eingereicht.“



Bayern: Grundstück im Rottal jagdfrei

Ein Grundstück mit Obstwiesen, Hecken und Weiher im Rottal in Niederbayern ist ab 1.4.2016 jagdfrei. »Unsere Obstwiesen, Hecken und der Weiher bieten Unterschlupf für Feldhasen, Fasane, Enten, Tauben, Goldammer, Bachstelze, Kiebitze, Frösche, Libellen, Fledermäuse und Igel«, berichtet Silke Schüder.
Silke Schüder und Stefan Hargasser können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Tiere, die auf ihren Wiesen und an ihrem Weiher Unterschlupf finden, durch Jäger getötet werden. weiterlesen


Jagdverbot: Landwirte verlangen einen Bescheid

Der Kurier berichtet am 2.8.2015 von zwei Landwirten aus dem Waldviertel, die wollen, dass auf ihrem Grundbesitz nicht gejagt wird. Sie lehnen den Umgang der Jäger mit Wildtieren ab und fühlen sich gefährdet. Bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Zwettl haben sie beantragt, ihr Eigentum, gemeinsam rund 70 Hektar, zum "jagdrechtlich befriedeten Bezirk" zu erklären.
Die Antragsteller verlangen einen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft, um Beschwerde einzulegen.
„Sie rechnen ohnehin damit, dass die nächste Instanz, das nö. Landesverwaltungsgericht, die Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof weiter leitet, der bereits einen solchen Fall aus Kärnten bearbeitet“, so der Kurier.
„Dass die Landwirte – wenn auch nach längerem Verfahren – mit einem Erfolg rechnen, liegt an einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte.“


Bayern: Wiesengrundstück in Landshut jagdfrei

Irmgard Bauderer freut sich, dass ihr ca. 10.000 Quadratmeter großes Wiesengrundstück im Landkreis Landshut nun offiziell jagdfrei ist, nachdem es vorher durch richterlichen Beschluss schon vorläufig befriedet war. »Nun ist also mein Vogelbiotop end­gültig jagdfrei und ich kann nur hoffen, dass sich viele Grundstücksinhaber dazu entschließen, ebenfalls Anträge zu stellen.« weiterlesen


NRW: Wald in Hellwegbörde jagdfrei

Ein schöner Auenwald in der Aheaue bietet inmitten ausgeräumter Ackerflur der Hellwegbörde ein wichtiges Rückzuggebiet für Wildtiere - und ab 2016 auch Schutz vor den tödlichen Schüssen der Jäger. weiterlesen


Österreich: "Keine Jagd auf meinem Grundstück"

Grundstückseigentümer stellen Antrag auf Jagdverbot

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden - auch in Österreich nicht. Immer mehr Grundstückseigentümer beantragen ein Jagdverbot auf ihrem Grund und Boden.
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich, der Österreichische Tierschutzverein und der Verein gegen Tierfabriken wollen dafür sorgen, dass diese in Deutschland losgetretene »Lawine« nun auch in Österreich ins Rollen kommt.
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Hund mit Schrotkugeln beschossen

Zufallsbefund beim Tierarzt Schäferhundmix Dasty ist sieben Jahre alt. Die Hundehalter machten sich Sorgen, weil Dasty Schmerzen hatte und offensichtlich litt. Die Tierärztin machte eine Röntgenaufnahme wegen der unspezifischen Schmerzen. Auf dem Röntgenbild wurden Schrotkugeln entdeckt. Die Hundebesitzer fielen aus allen Wolken: Sie haben keine Ahnung, wann und warum ein Jäger auf den Hund geschossen haben könnte.



Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer



Jäger vor Gericht: Tödlicher Schuss auf Treiber

„Jäger vor Gericht: Tödlicher Schuss auf Treiber“, titelt die Main Post am 9.6.2015 und schreibt: „Statt auf Wildschweine hat ein 74-jähriger Jäger in Nassau (Main-Tauber-Kreis) auf einen 44-jährigen Treiber geschossen. Wegen fahrlässiger Tötung sitzt der Jäger ab heute auf der Anklagebank des Amtsgerichts Bad Mergentheim.“
Der Jäger hatte von einem Hochsitz aus in ein Maisfeld geschossen, in dem der Treiber unterwegs war, um Wildschweine herauszutreiben. Der 44-Jährige verblutete durch den Schuss.


Ex-Jäger schießt auf Polizisten - 3 Verletzte

„Polizeieinsatz: Ex-Jäger feuert bei Wohnungsdurchsuchung auf Polizisten“, meldet die WAZ am 1.7.2015. Demnach hat ein ehemaliger Jäger bei der Vollstreckung eines Durchsuchungsbeschlusses in Duisburg auf Polizisten und Schlüsseldienst-Mitarbeiter geschossen. Es gab drei Verletzte: einen Mitarbeiter des Schlüsseldienstes, einen Polizist und den Schützen selbst. Der Staatsanwalt ermittelt wegen versuchten Mordes.


Jäger erschießt Nachbarn und sich

„Zwei Tote nach Streit unter Nachbarn“, titelt BILD am 30.6.2015. Demnach soll ein 74-jähriger Jäger und Sportschütze seinen 77-jährigen Nachbarn vor dessen Haus in Meisdorf/Harz erschossen haben. „Er traf sein Opfer in den Rücken“, so BILD. Im Anschluss erschoss sich der Jäger selbst.
Ein anderer Nachbar hatte am Vormittag Schüsse gehört und die Polizei alarmiert, welche die beiden Leichen fand. Vorangegangen war immer wieder Nachbarschaftsstreit. Der Todesschütze hatte laut Polizei eine Waffenberechtigung.


Jägerlatein im Wahrheits-Check



Österreich: Jagdgegner geht vor Verfassungsgericht

»Wald zwangsbejagt - Jagdgegner zieht vor den Verfassungsgerichtshof«, titelt die Kronen Zeitung am 3.7.2015 und schreibt: »Nachdem ein Kärntner Waldeigentümer im Oktober 2014 aus tierschutzethischen Gründen die Jagdfreistellung seines Grundes beantragte, beschäftigt der Fall mittlerweile den Verfassungsgerichtshof – mit unabsehbaren Auswirkungen auf die Jagd in Österreich.«

In Österreich sind Grundbesitzer ebenso wie in Deutschland dazu verpflichtet, ihre Grundstücke bejagen zu lassen. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in Urteilen 1999 gegen Frankreich, 2007 gegen Luxemburg und 2012 gegen Deutschland entschieden, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.


»Das Landesverwaltungsgericht Kärnten wies dennoch am 18. Mai 2015 das Ansinnen jenes Waldbesitzers ab, der sich gegen diese "Zwangsbejagung" wehrt«, berichtet die Krone. Der Waldeigentümer hatte im Oktober 2014 die Jagdfreistellung seines Grundes aus tierschutzethischen Gründen beantragt, aber auch, weil die Jagdpraxis mit ständigen Fütterungen den Wildbestand so erhöht hatte, dass der Wald Schaden nahm, berichtet der Verein gegen Tierfabriken VGT.

Der Waldbesitzer beschreitet nun den Weg zum Verfassungsgerichtshof, um zu seinem Recht zu kommen. »In Kärnten und auch weiteren Bundesländern sind bereits ähnliche Fälle anhängig, die durch diesen Präzedenzfall entschieden werden könnten«, so der VGT in einer Pressemeldung.



Jäger erschießt Hündin

»Jäger erschießt Hündin: Warum musste „Strudel“ sterben?«, titelt der Nordkurier am 25.6.2015. „Strudel“ war auf dem Ferienhof in Schloen der Liebling der Kinder. Doch ein Jäger hat die Familienhündin erschossen – 400 Meter entfernt vom Ferien-Bauernhof. Anschließend habe der Jäger die tote Hündin weggeschleift und zwischen Brennnesseln Feld abgelegt. „Sie wurde kaltblütig abgeknallt und dann entsorgt wie ein Stück Dreck“, zitiert die Zeitung den Hundebesitzer. Er hat bei der Polizei Anzeige erstattet und die untere Jagdbehörde sowie das Veterinäramt informiert.


Jäger wollen Wölfe abknallen

»VERBAND FORDERT BEJAGUNG: Jäger wollen Wölfe abknallen«, titelt die Hamburger Morgenpost am 22.6.2015.
Beim Bundesjägertag in Dresden hat der Deutsche Jagdverband (DJV)ein Posititonspapier zum Thema Wolf vorgestellt. Demnach finden die Jäger, dass längst wieder genug Wölfe durch Deutschland streifen und es Zeit wäre, sie zu bejagen.


»Ganze sechs Seiten umfasst das Positionspapier der Jägerschaft zum wilden Vorfahren des Hundes. Doch erst ganz am Schluss lassen sie die Katze aus dem Sack. So schnell wie möglich solle der Wolf seinen Status als besonders schützenswert verlieren. Die Folge: Er könnte „kontrolliert entnommen“ – also gezielt geschossen werden«, berichtet die Hamburger Morgenpost.

Dies ist ein Verstoß gegen internationale Artenschutzbestimmungen: Der Wolf zählt in Europa zu den streng geschützten Tieren.
Wölfe waren vor 150 Jahren in Deutschland ausgerottet. Vor etwa 15 Jahren ist der Wolf auf natürliche Weise nach Deutschland zurückgekehrt. Schon kurze Zeit nach der Einwanderung der Wölfe wurde die Forderung laut, zu Wölfe bejagen. Immer wieder werden Wölfe illegal geschossen oder mit Hunden »verwechselt«.
Der Wolf hat in Deutschland längst noch keinen günstigen Erhaltungszustand laut FFH-Richtlinie erreicht. Laut EU-Richtlinie ist der „nationale Erhaltungszustand“ erst erreicht, wenn 1000 erwachsene Tiere in Deutschland leben. Derzeit sind es erst 300.



Gefahr durch Blei in Wildfleisch

Jäger preisen Wildfleisch gerne als gesund und natürlich an. Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. und warnen allerdings vor den Gesundheitsgefahren: „Die von Jägern genutzte Bleimunition hinterlässt mikroskopisch kleine Rückstände im Fleisch, die sich nicht entfernen lassen“, so Dr. Ernst Guggolz von der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. in einer Meldung vom 22.6.2015. „Den Großteil des Wildes, das dem Verzehr dient, schießen Jäger mit Bleimunition“, heißt es weiter. Die Einschussstelle werde anschließend gesäubert, das umliegende Fleisch herausgetrennt. „Das reicht aber nicht, wie Lebensmittelchemiker nun feststellten: Durch den Einschuss werden mikroskopisch kleine Bleipartikel versprengt, zum Teil weit weg von der Einschussstelle. Die Partikel sind kaum sichtbar, und der Konsument isst sie unwissentlich mit."
Die Menge der Partikel ist dabei so groß, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung etwa kleinen Kindern und Schwangeren empfiehlt, kein Wild zu verzehren.


Jäger will Marder schießen und trifft Wohnung

Ein Jäger wollte in Niederlenz einen Marder schießen. Die Schrot-Ladung traf das Fenster eines Hauses: „Der Rollladen wurde von rund 100 Kugeln durchsiebt, die Doppelverglasung liegt in Scherben“, berichtet die Aargauer Zeitung am 21.6.2015.


70-Jähriger erschießt Familie und sich selbst

Ein 70-Jähriger soll in der Normandie mit einem Jagdgewehr seine Frau, seine Tochter, seinen Enkel und sich selbst erschossen haben. Dies meldet t-online am 20.6.2015.

Lesen Sie unsere Dokumentation
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2015



Jäger schießt sich in die Hand - schwer verletzt

Ein 65-jähriger Jäger aus Thüringen hatte gegen Mitternacht ein Wildschwein geschossen und befand sich auf dem Heimweg. Das Gewehr trug er geladen über der Schulter, eine Hand am Lauf. Ein Schuss löste sich und verletzte den Jäger schwer.
"Der Gewehrschuss muss außerdem eine Autoscheibe zerschlagen haben, denn auch am Mittwoch befanden sich noch zahlreiche Glassplitter auf dem Feldweg mit den Betonplatten", so die Thüringer Allgemeine am 17.6.2015.
Weiter heit es: "Der letzte schwere Zwischenfall im Unstrut-Hainich-Kreis mit einer Jagdwaffe hatte sich Ende Januar 2013 am Ortsrand von Bickenriede ereignet. Damals war eine Kugel als Querschläger eines Nachmittags plötzlich in einem Wohnzimmer gelandet."


Kater von Jäger angeschossen

Ein Ehepaar aus Magdalensberg in Österreich ist geschockt: Nachdem zwei Jäger nahe des Hauses unterwegs und Schüsse zu hören waren, lag Kater Nanuk blutübertrömt vor der Haustür. Dies meldet die Kronen Zeitung am 15.6.2015.
"Der Kater hatte viel Blut verloren, das linke Bein war zerschossen, der Brustkorb von Schrotkugeln förmlich durchsiebt. Zum Glück hat er überlebt", zitiert die Zeitung den Tierarzt, der das schwerst verletzte Tier retten konnte.


Luxemburg: Füchse werden weiterhin nicht bejagt

Die Abgeordnetenkammer in Luxemburg hat entschieden, dass es beim Verbot der Fuchsjagd bleibt.

In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit 1. April 2015 verboten. Zunächst sollte das Verbot für ein Jahr gelten. Die Jäger liefen gegen das ganzjährige Verbot der Fuchsjagd Sturm und sammelten 10.327 Unterschriften gegen das Fuchsjagdverbot.
Am 11. Mai 2015 fand darüber eine öffentliche Anhörung vor der Abgeordnetenkammer statt. Wildtierschutz Deutschland übergab an diesem Tag gemeinsam mit »Luxemburg for Foxes« mehr als 12.000 Unterschriften für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots.
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Schuss ging nach hinten los

"Nordhessen: Schuss ging nach hinten los", meldet nh24.de am 19.5.2015. Ein Jäger wollte einen Waschbären erschießen - und traf sich selbst mit einem Projektil den Bauch. Schwerverletzt musste er mit dem Rettungshubschraube in eine Klinik gefolgen werden.


Sechs Menschen mit Jagdgewehr erschossen

"Sechs Menschen mit Jagdgewehr getötet - Weil er die Heirat nicht wollte: Vater richtet Braut und fünf Gäste hin", meldet Focus online am 18.5.2015. Demnach hat ein Jäger in Serbien ein Massaker angerichtet. Weil er mit der Brautwahl seines Sohnes nicht einverstanden war, hat der Vater mit dem Jagdgewehr die Braut seines Sohnes, ihre Eltern, seine eigene Frau und deren Eltern erschossen.


Jäger erschießt seine schlafende Frau und sich

"Jäger erschießt seine schlafende Frau und sich selbst", titelt FOCUS am 13.5.15. Demnach hat ein 71-jähriger Jäger hat im Kreis Böblingen seine 66-jährige schlafende Ehefrau und anschließend sich selbst erschossen.
"Ein mögliches Motiv für die Tat könnte in einer schweren Erkrankung der 66-Jährigen liegen."

BILD meldet am 14.5.2015: "Die Kriminalpolizei Böblingen fand heraus, dass der Mann Jäger war. Im Haushalt befanden sich mehrere Schusswaffen – legal und amtlich registriert."


"2 Tote durch Fuchsbandwurm, 40 durch Jäger"

In Luxemburg fand am 11. Mai 2015 ein öffentliches Hearing statt: Die Jäger hatten 10.327 Unterschriften gegen das ganzjährige Jagdverbot auf Füchse gesammelt. Tierschützer hatten drei Petitionen für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbots vorgelegt, wie Parlamentspräsident Mars di Bartolomeo in seiner Einleitung bemerkte. Dies berichtet das Luxemburgische Tagblatt am 11.5.2015.
Wieder malten die Jäger ihr bekanntes Jägerlatein in die Wand: Die Fuchs-Population werde sich verfünffachen, so Jäger-Präsident Georges Jacobs. „In den vergangenen Wochen war immer von einer Verdreifachung die Rede. Die Jäger sollen jetzt endlich einmal belegbare Zahlen bringen“, zitiert die Zeitung Staatsekretär Camille Gira.
Auch die angebliche die Gefahr der Verbreitung des Fuchsbandwurms weist der Staatsekretär erneut zurück: „Laut Gira sind zwei Fälle belegt, keiner der tödlich verlaufen ist“, berichtet das Luxemburgische Tagblatt. „In Deutschland habe es im letzten zwei Tote durch eine Fuchsbandwurminfektion gegeben, die Zahl der Toten durch Jagdunfälle habe bei 40 gelegen.“


Hat Jägerin ihre Nachbarn erschossen?

„DOPPELMORD IN WERMELSKIRCHEN: Hat Jägerin (45) ihre Nachbarn erschossen?“, titelt BILD am 25.4.2015. Demnach sind ein 62-jähriger Mann und eine 47-jährige Frau in ihrer Wohnung erschossen worden. Anwohner hörten die Schüsse und alarmierten die Polizei.Eine dringend tatverdächtige Frau (45) wurde festgenommen“, so BILD. „Die 45-Jährige ist als Jägerin im Besitz von Lang- und Kurzwaffen.“



Nachbarschaftsstreit eskaliert mit Jagdwaffen

„Nachbarschaftsstreit eskaliert: Schenkenzeller Waffennarr schießt durch Eingangstüre“, titelt NRWZ am 25.4.2015. Demnach hatte ein 71-Jähriger durch eine geschlossene Eingangstür der Nachbarswohnung geschossen. Neben der Tatwaffe beschlagnahmte die Polizei noch weitere 18 Schusswaffen, bei denen es sich zum größten Teil um Jagdwaffen handelt. Gegen den 71-Jährigen seien strafrechtliche Ermittlungen wegen versuchter, gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden.


Anklage nach Jagdunfall

Ein 74-jähriger alter Jäger hatte im August in der Nähe von Weikersheim einen Jagdkollegen mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat nun Anklage gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Dies meldet der SWR am 23.4.2015.


Umfrage: 82% für mehr Naturschutz im Jagdgesetz

Forsa-Umfrage: 82% der Deutschen für mehr Tier- und Naturschutz im Jagdrecht
Eine klare Mehrheit von 84 Prozent der Deutschen hält es für sehr wichtig oder wichtig, dass Natur- und Tierschutz durch die Jagdgesetze gestärkt werden. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, das der NABU in Auftrag gegeben hat.
»Die Umfrage des NABU zeigt klar, wohin die Richtung gehen muss: Die Bürgerinnen und Bürger wollen mehr Natur- und Tierschutz im Jagdrecht - und kein Einknicken der Politiker vor anachronistischen Forderungen der Jägerschaft«, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller vor dem Hintergrund der Novellierungen der Jagdgesetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
zur NABU-Pressemitteilung


Luxemburg: 11.000 Stimmen gegen Fuchsjagd

Gemeinsam mit der Facebook-Gruppe „Luxemburg for Foxes“ (Initiative der Tierrechtsaktivistin Alix Rassel und Gleichgesinnter) hat Wildtierschutz Deutschland etwa 11.000 Unterschriften für die Beibehaltung des Fuchsjagdverbotes in Luxemburg gesammelt.

Anlass für diese Aktion ist der Protest des luxemburger Jagdverbandes FSHCL, der seinerseits eine Anhörung zu diesem Thema im Parlament erreicht hat. „Mit unserer Petition wollen wir Politikern und Menschen in unserem Land zeigen, dass eine breite Öffentlichkeit das Fuchsjagdverbot ausdrücklich begrüßt. Wir freuen uns insbesondere darüber, dass diese Maßnahme auch in den benachbarten Grenzregionen ein so erfreuliches Echo gefunden hat“, erläutert Alix Rassel. weiterlesen

Lesen Sie auch: 11.000 Stimmen gegen die Fuchsjagd. In: Tagblatt Luxemburg, 21.4.2015


Fuchsjagdverbot Luxemburg: "Et ass alles gesot!"

"Luxemburg: Staatssekretär Camille Gira wischt Jäger-Petition beiseite", titelt das Luxemburger Wort am 21.4.2015.

Staatssekretär Camille Gira zeigte sich bei der Jahrestagung des Dachverbands der Luxemburger Jagdsyndikate völlig unbeeindruckt von der vom Jägerverband initiierten Petition gegen die Einschränkungen bei der Fuchs- und Wildschweinbejagung: „Es ist alles gesagt! Die Regierung hat die besseren Argumenteauf ihrer Seite und lässt sich nicht unter Druck setzen, egal, ob die Petition der Jäger fünf, fünfzig oder fünfzigtausend Unterschriften erzielt.“
Die Jäger würden "Horrorszenarien" an die Wand malen, die wissenschaftlich längst widerlegt sind.





Fuchsjagd ist nicht mehr zeitgemäß

In Deutschland werden Jahr für Jahr eine halbe Million Füchse geschossen. Es gibt nicht einmal ausreichende Schonzeiten für Füchse. Unser Nachbarland Luxemburg macht uns vor, wie moderner Tierschutz aussieht: Seit 1.4.2015 ist die Fuchsjagd verboten. Tierschutzorganisationen wollen 15.000 Unterschriften an die Regierung übergeben, damit das Verbot der Fuchsjagd auch über 2016 hinaus so bleibt.

Unterstützen Sie die Petition gegen die Fuchsjagd

Die gnadenlose Jagd auf Füchse versucht die Jagdlobby gegenüber der Öffentlichkeit mit dem angeblichen Schutz vor Tollwut und Fuchsbandwurm zu rechtfertigen.
Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« als tollwutfrei. Und: Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass Infektion beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm ins Reich der Legenden gehört: In Deutschland ist kein einziger Fall einer Infektion über Waldbeeren dokumentiert. Risiko der Ansteckung für den Menschen ist nicht der Fuchs, sondern nicht entwurmte Haustiere.


Amt hatte Angst: Polizei nahm Jäger Waffen ab

„Amt hatte Angst: Polizei nahm Jäger Waffen ab“, melden die Ostfriesischen Nachrichten am 18.4.2015. Demnach haben Mitarbeiter des Landkreises Aurich mit Unterstützung mehrerer Polizeibeamter einem 69-jährigen Jäger seine Waffen weggenommen. Neun Gewehre seien laut Polizei sichergestellt worden. „Offenbar fühlten sich Mitarbeiter des Finanzamts Norden, mit dem der Brookmerlander seit Jahren juristische Auseinandersetzungen führt, von diesem bedroht“, so die Zeitung.

Die Angst der Mitarbeiter des Finanzamts Norden ist nicht unbegründet: Im vergangenen Jahr hatte ein Jäger im Finanzamt Rendsburg einen 58-jährigen Sachgebietsleiter erschossen.


Jäger trifft Haus

„Jäger trifft bei Schießübung fremdes Haus“, meldet oe24 am 14.4.2015. Demnach hat ein 63-jähriger Jäger mit einem Schuss aus seiner Jagdwaffe die Terrassentür eines Hauses in St. Ulrich im Mühlkreis getroffen. Zum Glück hätten sich die Bewohner des Hauses gerade in einem anderen Zimmer aufgehalten. Wegen Gefahr im Verzug durch missbräuchliche Verwendung sei die Waffe dem Jäger vorläufig abgenommen worden.


Bayern: Wildschweine höher verstrahlt als bekannt

Von wegen „Wildbret ist gesünder als Fleisch aus Massentierhaltung“: Knapp drei Jahrzehnte nach dem Atomunfall von Tschernobyl ist die Strahlenbelastung der bayerischen Wildschweine höher als bislang bekannt. Dies berichtet das Landwirtschaftsportal Proplanta am 18.4.2015. Die Messstellen des Bayerischen Jagdverbands BJV hätten im Jahr 2013 bei 140 geschossenen Wildschweinen eine Belastung von mehr als 10.000 Becquerel pro Kilogramm gemessen - der Grenzwert liegt bei 600 Becquerel.
Aus verständlichen gründen wollte der BJV nicht, dass diese Daten an die Öffentlichkeit gelangen. Helmut Rummel, der die Daten der BJV-Messstellen zusammengetragen hat, sah dies anders: „Ich möchte, dass diese Daten öffentlich werden.“ Denn: „Die Leute wissen nicht, was sie essen“, sagte Helmut Rummel der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile sei Rummel vom BJV kalt gestellt worden. „Aufgrund Ihrer Veröffentlichungen halte ich für unwahrscheinlich, dass Sie von unseren Jägern weiter kontaktiert werden zur Durchführung von Messungen“, habe der örtliche BJV-Kreisgruppenchef an Rummel geschrieben, so Proplanta.


Rheinland-Pfalz: Bio-Weingut jagdfrei!

Ab 1.4.2015 sind die Weinberge und Wiesen des Bio-Weinguts Gänz im rheinland-pfälzischen Hackenheim offiziell jagdfrei! Die Bio-Winzerfamilie Gänz kann es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn Jäger in den ökologisch bewirtschafteten Weinbergen oder auf den Streuobstwiesen Tiere tot schießen.
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NRW: Grundstück in Mönchengladbach jagdfrei!

Obwohl die Jagdgenossenschaft die Stadt verklagen wollte: Eine tierliebende Familie hat erfolgreich durchgesetzt, dass auf ihrem 2585 Quadaratmeter großen Grundstück in Zukunft kein Tier mehr von Jägern erschossen wird.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am 26.6.2012 entschieden, dass Grundstückseigentümer keine Jagd dulden müssen. »Ich bin selbst Vegetarierin, und wir möchten nicht, dass auf unserem Land Tiere getötet werden«, wird die Mutter von der Westdeutschen Zeitung am 18.3.2014 zitiert.
Schließlich hat die Stadt Mönchengladbach die Ackerfläche im März 2015 offiziell jagdrechtlich befriedet.
Doch damit nicht genug: Die Jagdgenossenschaft wollte die Befriedung nicht hinnehmen, zweifelte die »ethischen Gründe« der Familie an und verklagte die die Stadt! Die Jäger wollten verhindern, dass das Jagdrevier zu einem »Flickenteppich« wird.
Am 18.3.2015 fand der Prozess vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf statt. Die Rheinische Post berichtet am 19.3.2015, dass der Richter deutlich gemacht habe, dass das Verwaltungsgericht die Gewissensgründe, die die Familie anführe, nicht überprüfen werde. Die Jagdgenossenschaft könne nur Einwände gegen die Befriedung geltend machen, die die Ausübung der Jagd betreffen. Daraufhin zog die Jagdgenossenschaft ihre Klage zurück.
Lesen Sie den ausführlichen Bericht


Einjähriges Jagdverbot auf Füchse in Luxemburg:

Jagdlobbyismus gegen Reineke

von Dag Frommhold, www.fuechse.info

Seit dem 1.4.2015 ist die Fuchsjagd in Luxemburg für zunächst ein Jahr verboten – das zuständige Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Umwelt sieht für die Tötung von Füchsen in Wald und Feld keinen vernünftigen Grund. Bisher kamen vor den Flinten der Jägerschaft im Großherzogtum etwa 3.000 Füchse im Jahr zu Tode. Doch die FSHCL, Verband der luxemburgischen Jäger, will sich das Jagdvergnügen auf Meister Reineke nicht so einfach verbieten lassen und versucht, mit Panikmache und abstrusen Behauptungen Druck auf die Regierung aufzubauen.

Um Unterstützung in Politik und Öffentlichkeit zu gewinnen, malt die FSHCL in einer öffentlichen Stellungnahme (siehe z.B. http://www.jagdwissen.net/einstellung-der-fuchsjagd-in-luxemburg/) Schreckensszenarien ausufernder Fuchsbestände und um sich greifender Wildseuchen an die Wand. Bereits ein kurzer Blick auf die Erfahrungen in (fuchs)jagdfreien Gebieten sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zur Populationsdynamik des Fuchses entlarvt diese Behauptungen jedoch allesamt als Jägerlatein. weiterlesen


Naturschützer fordern Ende der Hasenjagd

Deutsche Jäger schießen Jahr für Jahr an die 300.000 Hasen tot - obwohl der Feldhase auf der Roten Liste steht!

Naturschützer haben ein Ende der Hasenjagd gefordert. „Der Feldhase wird in Hessen immer seltener und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Wir rufen die Jäger dazu auf, das Tier des Jahres 2015 von der Abschussliste zu streichen“, sagte Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes Hessen gegenüber Focus online am 25.3.2015.
Im Jagdjahr 2013/14 wurden in ganz Deutschland 243.385 Hasen von Jägern erschossen. Im Jagdjahr 2012/13 waren es 314.426.


Hasenbestände gehen dramatisch zurück!

Entgegen anders lautender Meldungen von Jagdverbänden geht Wildtierschutz Deutschland davon aus, dass der Bestand des Feldhasen seit Jahren dramatisch rückläufig ist. Demnach gibt es heute noch etwa halb so viele Hasen wie vor 10 Jahren. Bereits vor zwei Jahren hat Wildtierschutz Deutschland deshalb gefordert, die Hasenjagd unverzüglich einzustellen. weiterlesen

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Mädchen (15) von Jäger angeschossen

„Er wollte einen Fuchs töten: Mädchen (15) in Mels SG von Jäger angeschossen“, titelt BLICK am 28.3.2015. Demnach war das 15-jährige Mädchen auf einem Reiterhof im Freien beschäftigt, als es von einer Kugel getroffen wurde. Der Jäger wollte einen Fuchs erschießen. Das Mädchen musste mit dem Rettungashubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.


Jäger auf der Jagd - Projektil fliegt in Wohnung

»Vorwürfe gegen Jäger aus Eich: „Damit schießt man nicht nah am Ort“«, titelt die Wormser Zeitung am 26.3.2015.
Vor gut zwei Wochen waren aus der Waffe eine Kugel in ein Haus eingeschlagen: Das Geschoss durchschlug die Scheibe eines Fensters, zwei Türen und blieb schließlich in der Außenwand stecken. "Elf Meter ist die Kugel durch die Wohnung geflogen", zitierte die Allgemeine Zeitung am 20.3.2015 den Hausbewohner. "Meine Frau ist vielleicht 20 Sekunden vorher genau durch die Schusslinie gelaufen. Sie hat ein Riesenglück gehabt, wir feiern jetzt ihren Geburtstag zwei Mal."
Laut dem Jagdpächter habe die verwendete Munition eine Reichweite von mehreren Kilometern gehabt: „Mit so was schießt man nicht so nahe am Ort und auch nicht auf Gänse", zitiert die
Wormser Zeitung am 26.3.2015 den Jagdpächter. Und weiter: „Das wirft kein gutes Licht auf uns Jäger, der bringt uns alle in Verruf“.


Hund angeschossen und lebensgefährlich verletzt

Ein kanadischer Schäferhund wurde im Landkreis Passau mit einer Schrotflinte angeschossen und lebensgefährlich verletzt.
„Hunderte Schrotkugeln stecken in seinem Körper, die Lunge ist zusammengeklappt, der fast vierjährige Hund bekommt kaum Sauerstoff“, berichtet die
Passauer Neue Presse am 1.4.2015.
Der Hundehalter hat Anzeige erstattet. Er wolle sich gar nicht ausmalen, was wäre, wenn die Kugeln seine Lebensgefährtin getroffen oder Kinder wie etwa den vierjährigen Enkel getroffen hätten, so die Zeitung.


Jäger und Alkohol

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: Ein Jäger verliert seinen Waffenschein, weil er alkoholisiert von seinem Hochsitz geschossen hatte. "Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist, auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt", so das Bundesverwaltungsgericht in seiner Pressemitteilung.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd hat eine
Dokumentation mit Presseberichten über Jäger und Alkohol zusammengesellt.
Wir waren selbst überrascht, wie viele Meldungen es in den letzten Jahren über Gefährung durch alkoholisierte Jäger gab.
Die Dunkelzimmer dürfte um ein Vielfaches höher liegen!

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


Südtirol: Bald keine Jagd mehr in Naturparks?

In Südtirols Naturparks könnte es mit der Jagd bald vorbei sein. Grund ist eine Klage von zwei Tierschutzorganisationen vor dem Verwaltungsgericht Trient, in der die technischen Vorgaben zur Jagdausübung in Naturparks angefochten werden. Nun prüft das Verfassungsgericht, ob eine jagdliche Entnahme in Naturparks zulässig ist, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

120.000 Hektar der bejagbaren Fläche liegen in Naturparks. Das ist insgesamt ein Fünftel. Betroffen wären 46 Jagdreviere.


Jagdunfall: Es wird weiter ermittelt

„Jagdunfall: Es wird weiter ermittelt“ titelt die Tauber-Zeitung am 10.3.2015. Demnach beschäftigt der Jagdunfall vom 24. August, bei dem in Nassau ein Treiber in einem Maisfeld erschossen wurde, nach wie vor die Staatsanwaltschaft Ellwangen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", zitiert die Zeitung den Presse-Staatsanwalt.


80-jähriger Jäger erschießt Therapiehund im Wald

„Jäger erschießt Therapiehund im Wald“, meldet die Westdeutsche Zeitung am 9.3.2015 und berichtet, dass ein 80-jähriger Jäger die Hündin Ildiko bei einem Frühlingsspaziergang mit ihrem Frauchen ohne Vorwarnung erschossen hat. Der Jäger habe angeblich die Hundehalterin mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ihre Hündin sofort im Wald zu begraben.
Der Jäger muss sich nun wegen Nötigung und Tötung eines Wirbeltieres sollte sich der Waidmann vor dem Neusser Amtsgericht verantworten, so die Zeitung.


Lesen Sie auch: Haustiere als Jägeropfer


Jäger trifft Jäger: Schwer verletzt

"Jäger in Ostsachsen angeschossen und schwer verletzt", titelt die WELT am 3.3.2015. Demnach hat ein 53-jähriger Jäger bei eine Jagd auf Wildschweine ein 27-Jährigen in den Oberschenkel getroffen. Er musste schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gefolgen werden. Die Kriminalpolizei habe die weiteren Ermittlungen übernommen.


Muttertiere erlegt - Staatsanwaltschaft ermittelt

„Muttertiere erlegt - Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Jäger“, titelt die Tegernseeer Stimme am 9.3.2015. Demnach hat die Staatsanwaltschaft München zwei Jäger im Visier, bei einer Drückjagd im Gebiet zwischen dem Tegernsee und dem Schliersee Rotwild-Muttertiere, aber kein Kalb erlegt haben sollen, was ein Verstoß gegen das Jagdrecht und das Tierschutzgesetz ist.

Der Fall scheint brisant zu sein: „Es geht offensichtlich um zwei hochrangige Beamte als Beschuldigte“, so die Zeitung. In Jägerkreisen spreche man von einem Ministerial- und einem Polizeibeamten.


Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt

»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.«
Pythagoras, Griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

»Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde.«
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950 (1856-1950)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«
»Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.«
Leo Tolstoi, russischer Humanist und Dichter (1828-1910)
»Als Künstler und überzeugter Naturfreund bin ich gegen Tierquälerei in jeder Form.
Inspiriert haben mich die Worte von Pythagoras und George Bernard Shaw.«
Artur Sowinski
www.artsowinski.de


Wölfe töten rächt sich

Der Wolf zählt in Europa zu den streng geschützten Tieren. Nach jahrhundertelanger brutaler Ausrottung gibt es seit einigen Jahren wieder freilebende Wolfsfamilien in Deutschland. In letzter Zeit mehren sich die Stimmen aus der Jägerschaft, den Wolf wieder zu bejagen.
Doch eine aktuelle Langzeitstudie aus der Washington State University kommt zu dem eindeutigen Ergebnis: Wölfe töten rächt sich.
Der Abschuss von einzelnen Wölfen kann die Rudelstruktur zerstören, wodurch im Folgejahr deutlich mehr Nutzvieh gerissen wird, so die Forscher.

Für die Studie wurden Daten aus 25 Jahren (von 1987 bis 2012) ausgewertet. Ihr Ergebnis: Nur einen einzigen Wolf zu töten, führte dazu, dass im darauf folgenden Jahr vier Prozent mehr Schafe und fünf bis sechs Prozent mehr Rinder gerissen wurden. Wenn zwanzig Wölfe getötet wurden, verdoppelte sich die Verlustrate unter den Nutztieren.

Lesen Sie den deutschen Artikel „Wölfe töten rächt sich“ in „Wissenschaft aktuell“
Original-Artikel: „Effects of wolf mortality on livestock depredations”, Robert B. Wielgus, Kaylie A. Peebles; PLoS ONE, DOI:10.1371/journal.pone.0113505


Jägermentalität: Auf Naturschutz wird geschossen

 



Das Bild wurde hier aufgenommen.
Der Fotograf schreibt: "In dem Naturschutzgebiet wurde vor einigen Jahren auch ein Radfahrer angeschossen, der mir entgegen kam."



Niederbayern: 0,7% der bejagbaren Fläche befriedet

In Niederbayern wurden seit 2013 insgesamt 49 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung privater Grundstücke bei der unteren Jagdbehörde gestellt. Bisher seien rund 52 Hektar befriedet worden - 0,7 Prozent der bejagbaren Flächen. Dies berichtet die Passauer Neue Presse am 21.2.2015.
In 31 Verfahren stehe die Entscheidung noch aus. Nach Informationen der Zeitung laufen in Oberbayern acht Verfahren, davon zwei im Landkreis Berchtesgaden, eines in Traunstein.


Österreich: Mehrere Jagdfreistellungsanträge

Wer in Österreich Wald- oder Wiesenflächen besitzt, muss auf diesen entweder selber für eine aktive Bejagung sorgen oder die Bejagung durch die örtliche Jagdgenossenschaft dulden. Doch nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden - auch in Österreich nicht. Der erste österreichische Antrag auf jagdrechtliche Befriedung geht jetzt in die zweite Instanz. Weitere Anträge werden eingebracht.

Im Oktober 2014 stellte erstmals ein österreichischer Grundbesitzer aus Kärnten einen entsprechenden Antrag, seine Waldflächen als „jagdfrei“ erklären zu lassen. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) berichtet am 13.2.2015, dass der Antrag Ende Januar zurückgewiesen wurde. Daraufhin wurde Anfang Februar Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht Kärnten gerichtet.

Einen weiteren Antrag auf Jagdverbot auf ihrem Grundstück stellte eine Tierfreundin aus Oberösterreich bei der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. weiterlesen


Jäger rutschte aus und erschoss sich

Ein 47-jähriger Jäger aus Oberösterreich war unterwegs zur Jagd. Als er auf nassem Gras ausrutschte und stürzte, löste sich ein Schuss aus seiner Schrotflinte. „Der Schuss traf den Mann an der rechten Halsseite, er wurde dadurch tödlich verletzt“, meldet nachrichten.at am 21.2.2015.


Tödlicher Schuss im Maisfeld: Jäger verurteilt

Für den tödlichen Schuss auf einen Menschen ist ein Jäger aus Oberfranken wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die meldet die WELT am 20.2.2015.
Der Jäger hatte im Herbst 2012 von seinem Hochsitz aus in den frühen Morgenstunden einen Mann im Maisfeld mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen.


74jähriger Jäger verwechselt Kater Mingo mit Fuchs

»Er hat Kater Mingo mit Schrot totgeschossen - Lieber Jäger, das ist kein Fuchs!«, titelt BLICK am 18.2.2015. Ein 74-jähriger Jäger hat Kater Mingo erschossen - nur 50 Meter von zu Hause entfernt.
Mingos Besitzer sind schockiert üund trauern über den Verlust ihrer geliebten Katze. Der Jäger habe zugegeben, von seinem Hochsitz aus in der Dämmerung „wohl auf die Katze anstatt auf einen Fuchs geschossen“ zu haben, so die Zeitung.
Mingos Besitzer haben den Jäger am 17.2.2015 angezeigt: „Der soll nie mehr schießen dürfen. Wer weiß, wen er als Nächstes trifft?“

Lesen Sie: Haustiere als Jägeropfer


Treibjagd: Spaziergänger in Panik vor Schüssen

Am Samstag, den 14.2.2015, erlebten Spaziergänger im Kempener Ortsteil St.Hubert (NRW) mit ihren Hunden sowie Reiter mit ihren Pferden Momente von Angst und Panik, als den ganzen Tag über immer wieder Schüsse fielen.
Ein betroffener Spaziergänger, der an dem Tag mit seinen beiden Hunden unterwegs war, wandte sich daraufhin in einem Schreiben an das zuständige Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und an die untere Jagdbehörde. Was er erlebt habe, sei „unbeschreiblich“ gewesen:
„Es knallte dort bereits seit Sonnenaufgang. Man konnte die Schüsse jedoch nicht einwandfrei einordnen. Woher kamen die Schüsse? In welche Richtung zielen diese? Alle Spaziergänger, die ich auf meinem Weg traf, waren alle sehr erschrocken über die Schüsse im Morgengrauen.“
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Behörde untersucht illegale Jagd-Methoden

Ein Naturfreund aus Lippe ist bei seinen Spaziergängen im Gebiet der Wistinghauser Senne immer wieder illegale Fütterungen und Jagdfrevel entdeckt. Bei einem Sonntagsspaziergang mit der Familie hat er jetzt einen illegeale Futterstelle mit Fischmehl und Fischresten fotografiert und zur Anzeige gebracht. Dies berichtet die Lippische Landeszeitung am 20.2.2015 und schreibt: „Die Futterstelle befindet sich in einem Maisfeld, das anscheinend für die Jagd optimiert wurde. Umsäumt ist es von Hochsitzen. In einem Teil des Feldes bleibt ganzjährig Mais stehen, einige Schneisen sind in die Bepflanzung geschlagen.“
Die untere Jagdbehörde untersucht den Fall. Denn das Landesjagdgesetz verbietet ausdrücklich die Verwendung von Küchenabfällen, Schlachtabfällen, Fischen, Fischabfällen, Backwaren oder Südfrüchten als „Kirrung“.

Bild: Fisch und schimmliger Mais-Kleie Matsch an einer Kirrung in Baden-Württemberg


Österreich: Kritik an Jägern wächst

In Österreich wächst nach Bekanntwerden einiger Jagdskandale die Kritik an Jagd und Jägern.

Ein aktueller Skandal ist die Treibjagd von vier schweizer Jägern in Vorarlberg, die mit Pistenraupen (!) durch eineinhalb Meter tiefen Schnee Jagd auf Wildtiere machten.

Dies führte sogar zu Unmut in der Jägerschaft: Von einer „Verrohung der Jagd“ spricht Vorarlbergs oberster Jäger Ernst Albrich, so heute.at vom 17.02.2015. Die Polizei ermittelt. Die Jagdbehörde will ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten lassen.



Wellen geschlagen hatte auch der Fall eines Jägers, der einen streng geschützten Kaiseradler erschossen hatte. Das Bezirksgericht Mattersburg sprach ihn wegen Tierquälerei schuldig. Die Strafe beträgt 3.000 Euro. (ORF, 23.1.2015)

Im Januar gab es öffentliche Kritik an der grausamen Jagd im Lainzer Tiergarten, wo tausende Tiere zu Abschusszwecken regelrecht gezüchtet würden. Die Verletzung zahlreicher Tier- und Naturschutzbestimmungen wurde angeprangert. (VGT, 13.1.2015)



Bald als DVD: Halali oder der Schuss ins Brötchen

DIE KULTSENDUNG AUF DVD!

Während der Jagd in einem deutschen Wald kommt es zu einem tragischen Unfall. Das Gewehr eines Jägers klemmt und so schaut er direkt in Lauf der geladenen und entsicherten Waffe. Da er gerade ein Brötchen isst, geht der sich lösende Schuss durch ebendieses und den Kopf. Der Jäger ist sofort tot. "Halali oder Der Schuss ins Brötchen" erzählt, wie die Jagdkollen mit der Situation umgehen. Schließlich haben sie ein Ansehen zu verlieren.
Die DVD erscheint am 13.Februar 2015 im ARD-Videoshop


Jäger blasen geplantes Massaker nach Protesten ab

Den (Fuchs-)Schwanz eingeklemmt: Jäger blasen geplantes Massaker nach wütenden Protesten ab

Von Jürgen Heimann

Da hatten die wackeren Nimrods die Rechnung ganz offensichtlich ohne den Wirt gemacht. Im südwestlichsten Zipfel von Nordrhein-Westfalen, im Kreis Euskirchen, ist nach massiven bundesweiten Protesten der von Jägern am 7./8. Februar geplante Massenabschuss von Füchsen abgesagt worden. Ein Erfolg für die Tierschützer vor Ort, aber auch für ihre vielen, nach Tausenden zählenden Unterstützer aus allen Teilen der deutschen Michel-Republik. Womit sich zeigt, dass Widerstand lohnt, zumal dann, wenn er sich gegen völlig unsinnige Vorhaben richtet. Er muss aber gebündelt und entsprechend kanalisiert werden. Und das ist in diesem Fall beispielhaft geschehen.
Der Wind beginnt sich zu drehen. Weite Bevölkerungskreise reagieren zunehmend ablehnend, was solche blutigen und überkommenen „Freizeitvergnügungen“ wie die Fuchsjagd anbelangt, die ihre Legitimation ausschließlich auf eine diffuse Tradition gründet. weiterlesen


Jetzt in der neuen "Freiheit für Tiere":

Die ganze Geschichte der Fuchswelpen Jacky & Julchen

Im Mai 2014 nahm Wildtierretter Frank Demke verwaiste Fuchswelpen in der Pflegestelle der Wildtierhilfe Mecklenburg-Vorpommern auf, um sie aufzupäppeln und auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten. Doch nach nur fünf Tagen in Freiheit hatten Jäger die Jungfüchse erschossen. »Unendliche Trauer aber auch Wut kommen auf, wenn man über diesen sinnlosen Tod nachdenkt«, so Frank Demke. weiterlesen


Grausame Fuchsjagd

RespekTiere protestiert gegen »Nacht des Fuchses« in Salzburg

Die Salzburger Jägerschaft hatte auch in diesem Jahr wieder aufgerufen zur traditionsreichen »Nacht des Fuchses«. Was so mystisch klingt, ist in Wahrheit ein blutiges Massaker, das in mondhellen Winternächten über die Füchse hereinbricht.

Man spricht in der Öffentlichkeit selbstverständlich nicht von Schießvergnügen oder Blutlust, nein: man hört vom Schutz des Niederwildes, der Tollwutbekämpfung, vom Fuchsbandwurm oder der Räude... Ja, lauscht man ihren Reden, müssten wir ihnen dankbar sein, den Hegern und Pflegern, weil sie uns beschützen vor der unbändigen Gefahr, welche vom tiefen, düsteren Wald ausgeht, weil sie – natürlich immer für uns – angeblich das gesamte ökologische Gleichgewicht in der Waage halten.

Die Nacht des Fuchses ist eine Nacht des Blutes in unseren Wäldern, dann, wenn der Vollmond über der Winterlandschaft den Füchsen kein Versteck bietet. Jeder Fuchs, der vor die Flinte kommt, wird geschossen. weiterlesen


Die wahre Geschichte von Tinni & Sniffer

Sniffer, ein frei lebender Jungfuchs, und Tinni, eine freundliche Schäferhündin, treffen sich zufällig in einem Wald in Norwegen und werden beste Freunde. Als die Bilder dieser bewegenden Tierfreundschaft ab 2013 via Facebook um die Welt gingen, gab es ein riesengroßes Echo. Die wahre Geschichte ist nun auch als Buch erschienen.

Schäferhündin Tinni lebt mit ihrem »Menschenpapa« Torgeir dicht am Waldrand, direkt in der Nachbarschaft von Familie Elch. Torgeir ist Fotograf. Immer wenn er zu seinem Fotoapparat greift, freut sich Tinni, dass es in den Wald geht.
Auf einer ihrer Streifzüge kommt ein Fuchswelpe aus den Büschen gesprungen. Die Schäferhündin bleibt ruhig und gelassen - und schon steht das Füchslein neben ihr. weiterlesen


Population der Füchse an Mäuse gekoppelt

„Population der Füchse an Mäuse gekoppelt“, titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 11.2.2015. In der Diskussion um die Fuchsjagd meldet sich ein Jäger und ehemaliger Kommunalförster zu Wort:
„In der Zeit, als Füchse noch ihres Pelzes wegen intensiv bejagt wurden, blieb ihr Bestand über Jahre gleich, er erhöhte sich auch nicht bei Reduzierung des Abschusses.“
Die Population der Füchse sei an die der Mäuse gekoppelt. Zusätzlichen Vermehrungsdrang verspüren sie, wenn es ihnen an den Pelz gehe.
„Auch in der Hochzeit der Tollwut (sechziger und siebziger Jahre) waren wir Jäger trotz Schussprämie nicht in der Lage, durch erhöhten Abschuss die Seuche zu stoppen, das wurde erst durch Immunisierung per Köder erreicht“, so Hubert Koch, Kommunalförster i.R., aus Niedersfeld.


BUND prangert Verstöße gegen Jagdgesetz an

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) prangert schwere Verstöße gegen das Jagdgesetz an: Mit Fotos werden illegale Fütterungen und illegale Fallen dokumentiert. Dies berichten die Schleswiger Nachrichten am 11.2.2015. Schwarze Schafe in der Jägerschaft würden Wild über den Winter bewusst füttern, um noch mehr schießen zu können und illegal Fangkörbe gegen Habichte einsetzen. In „paramilitärisch anmutenden Gesellschaftsjagden“ werde Vögel nachgestellt, was „ethisch in keiner Weise vertretbar“ sei.



Fuchsjagd der Kreisjägerschaft Euskirchen abgesagt

Aufgrund der heftigen Reaktionen der Öffentlichkeit und 15.000 Unterschriften in kürzester Zeit gegen das geplante Fuchsmassaker im Kreis Euskirchen hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen als oberste Jagdbehörde ein Gespräch mit der Kreisjägerschaft geführt.
Die Kreisjägerschaft Euskirchen sei nach eingehender Überlegung und Abwägung zu dem Ergebnis gekommen, die für das Wochenende kreisweit angekündigte Fuchsbejagung abzusagen.


Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtanwalt Storr an Minister Remmel
Lesen Sie den Offenen Brief von Rechtanwalt Storr an den zuständigen Landrat Rosenke
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"Massentötung von Füchsen abgeblasen"

"Massentötung von Füchsen abgeblasen: Jäger machen nach bundesweiten Protesten einen Rückzieher", titelt die Gießener Zeitung am 5.2.2015 und berichtet von der Absage der Fuchsjagd im Kreis Euskirchen nach massiven bundesweiten Protesten: "Ein Erfolg für die Tierschützer vor Ort, aber auch für ihre vielen, nach Tausenden zählenden Unterstützer aus allen Teilen der deutschen Michel-Republik. Womit sich zeigt, dass Widerstand lohnt, zumal dann, wenn er sich gegen völlig unsinnige Vorhaben richtet. Er muss aber gebündelt und entsprechend kanalisiert werden. Und das ist in diesem Fall beispielhaft geschehen."
Der lesenswerte Artikel endet mit den Worten Theodor Heuss, dem ersten deutschen Bundespräsidenten: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."


Luxemburg: Fuchsjagd wird verboten

Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel teilte mit, dass die Fuchsjagd komplett verboten wird. Man gehe davon aus, dass sich die Fuchspopulation am besten selbst reguliere, so ein Sprecher des luxemburgischen Umweltministeriums (Volksfreund, 20.1.2015). »Wenn es zu wenig Nahrung gibt, gebe es weniger Nachwuchs. Werden die Bestände zu klein, würden die Füchse mehr Nachwuchs bekommen«, so ein Bericht in der Zeitung Luxemburger Wort am 16.1.2015.

Der Jagdverband ist empört und malt das Gespenst einer Fuchsplage an die Wand: Ein Verbot der Fuchsjagd würde die Verbreitung von Tollwut und Fuchsbandwurm nach sich ziehen.
»Das ist ein Schauermärchen, das die Jäger gerne erzählen«, so Camille Gira, Staatssekretär im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. »Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, ist so minimal wie die, das einem ein Ziegelstein auf den Kopf fällt.«
(l'essentiel online, 16.1.2015)
Es gebe aktuell »keinen objektiven Grund«, Füchse zu jagen, so Gira auf einer Pressekonferenz am 22.1.2015. Die geschossenen Füchse hätten »keine nützliche Verwendung« mehr, sei es als Nahrung oder als Pelz. Jedes Jahr würden »rund 3.000 dieser sympathischen Lebewesen« abgeschossen und dann in die Mülltonne geschmissen. Zudem sei die Tollwut bereits seit über zehn Jahren »ausgemerzt«.
Die Leitlinie der Regierung sei, eine »andere Umgangsweise mit Tieren« zu fördern, die einer »aufgeklärten Gesellschaft im 21. Jahrhundert gerecht werde, so Staatssekretär Gira. »Wir Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, die Gefühle haben und Schmerz empfinden«.
(Luxemburger Wort, 22.1.2015)
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Räude und Jägerlatein: Töten für Tiergesundheit?

Von Dag Frommhold, fuechse.info

Während Tier- und Naturschützer mehr Schutz für Meister Reineke fordern, behaupten Jagdverbände, man müsse Füchse intensiv bejagen. Immer häufiger führen sie als Argument dafür die Bekämpfung der Räude ins Feld. Einer kritischen Betrachtung hält diese Sichtweise jedoch nicht statt. Tatsächlich dürfte es vielmehr die Lust an der Fuchsjagd sein, die Waidmänner dazu motiviert, gegen den Schutz von Füchsen Sturm zu laufen. weiterlesen


NDR: Ist die Fuchsjagd noch sinnvoll?

NDR Nordmagazin, 29.1.2015:
„Der gesellschaftliche Druck wird immer größer, welche Tierarten heute noch bejagt werden dürfen und welche nicht. Gerade die Fuchsjagd steht im Kreuzfeuer der Kritik. Denn Füchse werden das ganze Jahr erlegt, selbst die kleinsten. Vor einiger Zeit berichteten wir in unserer Reihe NaturNah über die Aufzucht junger verwaister Füchse, die wieder ausgewildert wurden. Als sie nach nur wenigen Tagen in der Freiheit von Jägern erschossen wurden, bekamen wir eine Flut von Zuschriften, noch einmal darüber zu berichten. Wir sind dem Thema Fuchsjagd auf den Grund gegangen.“ (NDR-Senderinformation)
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Treibjagd beschäftigt 53 Untere Jagdbehörden

„Treibjagd beschäftigt 53 Untere Jagdbehörden“; titeln die Westfälischen Nachrichten am 30.1.2015: Ein Grundstückseigentümer aus Ladbergen beschwerte sich über einen Anwalt bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Steinfurt, dass eine nicht angekündigte Treibjagd über seine Pferdekoppel führte und ihm die Tiere scheu machte.

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium in Düsseldorf nahm das Schreiben zum Anlass, die 53 Unteren Jagdbehörden „mit Dienstmitteilung auf die bestehenden Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters von Treibjagden“ hinzuweisen. Bei wiederholtem oder schwerem Verstoß gegen die deutsche Waidgerechtigkeit könne der Jagdschein von der Unteren Jagdbehörde eingezogen werden.
Die Westfälischen Nachrichten zitieren aus dem Schreiben des Ministeriums: „Jägerinnen und Jäger müssen sich daher so verhalten, dass kein anderer gefährdet oder geschädigt wird. Hiergegen verstößt, wer eine Treibjagd nicht ankündigt oder sich vor Beginn der Treibjagd nicht vergewissert, ob sich innerhalb des Treibens Pferde aufhalten, die durch Schüsse oder stöbernde Jagdhunde gefährdet werden könnten beziehungsweise spätestens bei der Treibjagd ein Weide nicht von der Bejagung ausnimmt, obwohl diese sichtbar mit Pferden bestanden ist.“


Landkreis Pfarrkirchen: 16 Anträge auf Jagdverbot

„Grundstücksbesitzer lehnen Jagd ab“, titelt die Passauer Neue Presse am 29.1.2015 und schreibt: „Mitbestimmen, was auf dem eigenen Grundstück geschieht, das ist das Ansinnen einer Anwohnerin aus Dobl im Trifterner Gemeindeteil Neukirchen. Sie lehnt die Jagd aus ethischen Gründen ab und will, dass auf ihrem Grund und Boden kein Wild mehr geschossen werden darf.“
Die Passauer Neue Presse fragte bei der Jagdbehörde nach: Allein im Landkreis Pfarrkirchen sind 16 Anträge auf jagdrechtliche Befriedung gestellt worden.


Angeschossenes Wildschwein beißt Jäger

"Keiler wehrt sich: Wildschwein beißt Jäger ins Bein", titelt die HNA am 28.1.2015. Demnach hat ein angeschossenes Wildschwein einen Jäger ins Bein, in den Arm und in die Schulter gebissen und ernsthaft verletzt. "Der verletzte Jäger konnte telefonisch Hilfe herbeirufen, wurde von den Helfern aber erst nach mehreren Stunden im Wald gefunden", so die Zeitung.


Polizei ermittelt nach Jagdunfall

„Finger weggeballert: Polizei ermittelt nach Jagdunfall“, titelt heute.at am 26.1.2015. Demnach veranstalteten insgesamt 47 Jäger eine Wildschweinjagd in Gänserndorf. Zu fortgeschrittener hätten vier Waidmänner ein Wildschein gesehen: „Schüsse aus der Schrotflinte wurden abgegeben, dabei traf ein Querschläger Johann M. (55). Der Grünrock wurde schwer an der Hand verletzt, verlor einen Finger“, so das Nachrichtenportal.

Anmerkung: Mit Schrot auf Wildschweine geschossen?! - Das wird selbst in Jagdkreisen für sehr problematisch gehalten: erstens als "nicht waidgerecht" (da die Tiere nicht tödlich getroffen werden), zweites als höchst gefährlich wegen der "Abpraller" (da die Schwarte der Wildschweine so fest ist).


Jogger angeschossen

In einem Waldstück bei Detmold wurde ein Jogger angeschossen. Dies berichtet das WDR Fernsehen am 22.1.2015: „Der 46-jährige aus Lage war am Dienstag (20.1.2015) in dem Wald unterwegs und hatte bereits 350 Meter zurückgelegt, als ihn eine Kugel am Bein traf.“ Der angeschossene Mann sei schwer verletzt selbst zum Klinikum Lippe gefahren. Die Polizei vermute einen Jagdunfall.


Jäger wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

„Angeklagter Jäger beteuert: Tödlicher Schuss versehentlich gefallen“, titeln die Agrarnachrichten Proplanta (21.1.2015). Seit dem 20.1.2015 muss sich ein Jäger vor dem Amtsgericht Wunsiedel wegen fahrlässiger Tötung verantworten: Er hatte am 8. September 2012 einen 26-jährigen Mann im Maisfeld mit einem Wildschwein verwechselt.
Lesen Sie:
Jagdunfälle und Stratftaten mit Jägerwaffen


Jagdprojektil durchschlägt Fenster

„Geschoss bei Treibjagd fehlgeleitet“, meldet die Polizei Wolfsburg am 20.1.2015. In Papenrode hatte ein Jagdprojektil das Fenster eines durchschlagen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das fehlgeleitete Geschoss aus dem Gewehr eines Jägers stammt, der an der einer Jagd im angrenzenden Meinkoter Revier beteiligt war. Der Jäger hatte bei einer Nachsuche ein Wildschwein verfehlt. Statt dessen wurde das Wohnhaus getroffen, das Projektil sei auf dem Fußboden gelandet.



taz: "Töten aus Lust"

»Beliebte Jägerei: Töten aus Lust«, titelt die taz am 18.1.2015 und fragt: „Warum schießen Menschen auf Tiere, wenn sie das gar nicht mehr müssen?" Die Antwort lasse sich in einschlägiger Literatur finden, die auf einen Zusammenhang von erotischer Annäherung und Tötungsakt hindeutet.
Denn obwohl sich seit 1958 sich alle Jagdstrecken mindestens verdoppelt, eher verdreifacht haben, wachse die Population weiter - »wobei die Präposition falsch gewählt scheint: Statt „trotz“ müsste es vermutlich „wegen“ heißen«, so die taz. Der Artikel verweist auf eine französische Langzeitstudie, die zu dem Ergebnis kommt: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
»Wildbestände jedenfalls scheinen sich selbst zuverlässiger zu regulieren als der freie Markt«, so die taz. »Von der Jagd hingegen ist nachgewiesen nur, dass sie den Mittagstisch der JägerInnen reguliert – und ihren Hormonhaushalt. Denn natürlich geht es um die, sagen wir: Freude, um das oft als überwältigend beschriebene Glücksgefühl, um die Anspannung, sei es des Lauerns und Suchens, sei es die Erregung des Hetzens und Treibens – und ihre Entladung im erfolgreichen Tötungsakt.«
Lesen Sie den taz-Artikel »Töten aus Lust« vom 18.1.2015
Lesen Sie auch: Warum jagen Jäger wirklich?


NRW: Waldbesitzer will Jagd verbieten lassen

Waldbesitzer Alexander von Spiegel aus Bielefeld-Senne in Nordrhein-Westfalen will die Jagd auf seinem Grundstück verbieten lassen. Er beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012: Es verstößt gegen den in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.

Alexander von Spiegel, der aus einer Jägerfamilie stammt und aus Tradition den Jagdschein gemacht hat, sagt in einem Interview mit der Neuen Westfälischen vom 13.1.2015: „Ich lehne die Jagd inzwischen ab, weil sie mein ethisches Empfinden erheblich beeinträchtigt. Durch die Jagd werden die Wildtiere unnötig erschreckt und aufgescheucht.“
Der Waldbesitzer hält die Jagd für überflüssig und sogar störend für das Gleichgewicht in der Natur: Je mehr Tiere geschossen würden, desto mehr würden geboren. „Dass die Selbstregulierung funktioniert, wird in etlichen Nationalparks deutlich“, sagt er.

Lesen Sie das Interview „Alexander von Spiegel will Jäger von seinem Grundstück verbannen“ (Neue Westfälischen, 13.1.2015)





Drückjagd: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen

Aufgrund einer Anzeige der Tierschutzorganisation PETA wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nach einer großanlegten Drückjagd Ende November 2014 bei Lampertheim prüft die Staatsanwaltschaft Darmstadt, ob sie Ermittlungen gegen die Teilnehmer einleitet. Die berichtet der SWR am 14.1.2015. Bei der Drückjagd wurden etwa 100 Wildschweine und Rehe erlegt.

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"Stoppt Treib- und Drückjagden!"


Strafanzeige gegen revierübergreifende Drückjagd

Die Tierrechtsorganisation PETA hat Strafanzeige gegen eine revierübergreifende Drückjagd im Dießener Tal in Baden-Württemberg wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. An der revierübergreifenden Drückjagd der Jagdgemeinschaften Dettingen, Dürrenmettstetten und Ihlhingen sowie der Eigenjagd „Schlattwald“ hatten 60 Jäger und 30 Treiber mit Hunden teilgenommen. Innerhalb von nur drei Stunden waren 31 Rehe, fünf Füchse und zwei Wildschweine getötet worden. „Für eine derartige Massentötung, bei der die Tiere über einen längeren Zeitraum erheblichem Stress oder Schmerzen ausgesetzt sind, erschließt sich kein vernünftiger Grund“, so PETA.

Lesen Sie die Pressemitteilung





Jäger stirbt bei Jagdunfall

Ein 50-jähriger Jäger wurde bei einem Jagdunfall im Unterallgäu tödlich verletzt. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 13.1.2015.
Der Jäger wollte die Leiter seines Hochsitzes herabsteigen. Dabei ein Schuss, der den Jäger traf und ihn tödlich verletzte. „Offensichtlich hatte es der 50-Jährige versäumt, das Gewehr vor dem Absteigen zu Entladen“, so die Zeitung.


Schrotkugeln trafen Häuser, Autos, Menschen

15 bis 20 Jäger hatten am Ortsrand von Weißenkirchen eine Treibjagd veranstaltet. Jetzt klagen zahlreiche Anwohner, dass Schrotkugeln Häuser, Autos und sogar Menschen trafen. Dies berichten die Niederösterreichischen Nachrichten am 12.1.2015.
Die Zeitung zitiert einen Anwohner: „Ich dachte, das gibts ja nicht, als kurz nach Beginn der Treibjagd schon die ersten Schrotkörner auf unser Hausdach und auf den dahinter stehenden Baucontainer niederprasselten. Obendrein wurde meine Lebensgefährtin am Körper und im Gesicht getroffen. Meine Lebensgefährtin und ich gingen reflexartig in Deckung und schrien zu der Jägerschaft, sie sollen aufhören, auf uns zu schießen.“ Dennoch sei weiter in Richtung der Häuser geschossen worden.
Ein anderer Dorfbewohner beschwert sich, dass Schrotkörner in seinem Hof, in welchem seine Kinder spielten, niederprasselten. Bei mindestens zwei PKWS seinen durch die Kugeln die Windschutzscheiben beschädigt worden.
Die Bewohner erstatteten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten.


Jäger trifft versehentlich Kinderbett

"Säugling hat Glück: Jäger trifft versehentlich Kinderbett", titelt die Neue Osnabrücker Zeitung NOZ am 8.1.2015. Demnach durchschlug die Gewehrkugel eines Jägers den Rollladen und den Fensterrahmen des Schlafzimmers eines Hauses im pfälzischen Rockenhausen. In dem Schlafzimmer hatten sich die Eltern am späten Abend mit ihrer sieben Monate alten Tochter hingelegt. Das Geschoss habe einen Blumentopf auf der Fensterbank zerschlagen, sei dann von der Zimmerwand abgeprallt und landete im Kinderbett, in dem das Baby lag. Laut Polizei sei die Kugel neben dem Kopf des Babys liegengeblieben, habe den Säugling aber nicht verletzt. "Als Urheber ermittelte die Polizei einen Jäger", so die NOZ.

Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2015


Treibjagd - Geschoss durchschlägt Scheibe

"Treibjagd: Geschoss durchschlägt Scheibe", titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 6.1.2015. Demnach hat eine Gewehrkugel am Samstagnachmittag ein doppelt verglastes Wohnzimmerfenster durchschlagen und dort ein sauberes Loch hinterlassen, während die zweite Scheibe zersplittert sei. Danach habe die Kugel den Parkettboden gestreift und sei schließlich neben dem Sofa liegen geblieben - und zwar während der Hausbesitzerauf einem Sessel im Wohnzimmer saß und auch der Sohn im Zimmer war. „Der Hausbesitzer hatte Glück, dass er von dem Geschoss nicht getroffen wurde“, zitiert die WAZ einen Polizeisprecher. Die Polizei vermutet, dass das Geschoss aus einer Jagdwaffe stammt, denn im Wald fand zu dem Zeitpunkt eine Treibjagd mit 25 Jägern statt.

Lesen Sie:
Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2015


PETA fordert Verbot der Jagd auf Hunde und Katzen

„Hund in Untersimboln angeschossen: PETA fordert Verbot der Jagd auf Hunde und Katzen“, meldet das Bundesumweltportal am 11.1.2015. Am 5. Januar war ein Hund im Landkreis Passau von mehreren Schrotkugeln getroffen worden.
PETA Deutschland e.V. kritisiert, dass der Abschuss angeblich „wildernder“ Hunde und Katzen durch Jäger in Bayern noch immer erlaubt ist, denn er entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Baden-Württemberg hat die Jagd auf die so genannten Haustiere aus diesem Grund mit der Einführung des neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes ab April 2015 weitgehend verboten. Auch in NRW sind im Zuge der andauernden Novellierung des Landesjagdgesetzes Verbote oder Einschränkungen vorgesehen. Die Tierrechtsorganisation fordert die bayerische Landesregierung nun dazu auf, gleichzuziehen und auch in Bayern ein Verbot der Jagd auf Hunde und Katzen zu beschließen.

Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich 350.000 Katzen und Hunde durch Jäger getötet. Exakte Zahlen zu den Haustierabschüssen sind nicht erhältlich, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht. Da das Töten von tierischen Mitbewohnern durch Jäger in der Bevölkerung auf breite Ablehnung stößt, werden die Vierbeiner nach dem Abschuss meist vergraben, am Straßenrand entsorgt oder sogar zusätzlich überfahren, um einen Unfalltod vorzutäuschen. Begründet wird der Abschuss damit, dass Hunde und Katzen Wildtiere reißen könnten. Dabei sind es die Jäger selbst, die jährlich über fünf Millionen Wildtiere töten und durch häufige Fehlschüsse für großes Tierleid verantwortlich sind.


Jahresrückblick 2014: Tote durch Jagd und Jäger

Jedes Jahr sterben in Deutschland zahlreiche Menschen durch Jäger und Jägerwaffen: 2014 waren es mindestens 25 Tote, 2013 sogar mindestens 40 Tote. 2012 wurden über 25 Tote dokumentiert, 2011 über 40 Tote durch Jagd, Jäger und Jägerwaffen. Zum Teil sind es Unfälle bei der Jagd, wenn Jäger, Treiber oder völlig Unbeteiligte wie Spaziergänger mit Wildtieren verwechselt werden. Häufig kommt es aber auch zu so genannten Familientragödien, wenn ein Jäger beispielsweise die Ehefrau erschießt, oder wenn ein Jäger mit der Jagdwaffe Selbstjustiz übt und - wie 2014 geschehen - einen Finanzbeamten erschießt.
Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, das Opfer aber beispielsweise schwere Operationen über sich ergehen lassen muss. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Nebenbuhler, die Ex-Frau sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Radler und Autofahrer. Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600.


Lesen Sie den Jahresrückblick der Initiative zur Abschaffung der Jagd: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2014


Verfassungsbeschwerde gegen neues Bundesjagdgesetz

Zwei Tierschutzstiftungen, eine Stiftung aus Niedersachsen und eine Stiftung aus Bayern haben Verfassungsbeschwerden gegen die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes eingelegt. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass Jäger auf ihren Flächen Tiere tot schießen, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 26.06.2012 eindeutig entschieden hat, dass es ist nicht mit dem in der Menschenrechtskonvention garantierten Schutz des Eigentums zu vereinbaren ist, wenn Grundstückseigentümer zwangsweise Mitglied in einer Jagdgenossenschaft sind und damit die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen.

Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Am 6.12.2013 ist das »Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften« in Kraft getreten.

Doch die Neuregelung des Bundesjagdgesetzes gilt nicht für so genannte juristische Personen wie Tierschutzvereine oder Tierschutz-Stiftungen. Wenn also Tierschützer in Stiftungen oder Tierschutzvereinen zusammengeschlossen sind und Flächen besitzen, auf denen sie Biotope anlegen, um Lebensraum für Wildtiere zu schaffen, müssen sie weiterhin hinnehmen, dass Jäger auf diesen Flächen Tiere tot schießen!

Lesen Sie dazu Pressemitteilung der Kanzlei Storr: Verfassungsbeschwerden gegen neues Bundesjagdgesetz eingereicht: Neues Jagdgesetz benachteiligt juristische Personen, die nicht zwangsbejagt werden wollen

Lesen Sie dazu auch: Skandal: Gesetzesänderung unter massivem Einfluss der Jagdlooby!


Interview mit einem ehemaligen Jäger

»Jetzt stellen Sie sich vor, da kommt eine Kugel geflogen und zerstört einen göttlichen Bauplan. Das war für mich der Grund, den guten Hirsch abzulehnen. Ich war damals vom jagdlichen Schießen schon ferner denn je, weil auch der beste Schuss die Zerstörung eines göttlichen Bauplanes ist. Ich bin von Saulus zum Paulus geworden. Ich selber habe 54 Jahre gejagt, aber heute muss ich sagen, dass all der Zauber, mit dem sich die Jäger umgeben- wie z.B. dem toten Tier noch ein grünes Zweiglein zwischen die Zähne klemmen -, nur eine Tarnung des Mordes ist.«
Prof. Richard Finke, ehemaliger Jäger

Lesen Sie das Interview mit einem ehemaligen Jäger


Frankreich: Mit Jagdwaffe 4 Menschen erschossen

In Nordfrankreich hat ein Mann in der Silvesternacht mit einer Jagdwaffe drei Menschen erschossen. Drei weitere Menschen wurden verletzt, einer davon lebensgefährlich. Anschließend erschoss sich der Schütze selbst. Dies meldet die Nachrichtenagentur AFP am 1.1.2015.
“Ersten Ermittlungen zufolge könnte die nicht verkraftete Trennung des Mannes von seiner Partnerin der Grund für die Bluttat sein“, heißt es.



Treibjagd auf das "Tier des Jahres"

Der Feldhase ist Wildtier des Jahres 2015. Mit der Wahl soll auf den starken Artenrückgang aufmerksam gemacht werden: Der Feldhase steht seit Jahren auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Das hindert die Jäger nicht, Treibjagd auf die letzten Feldhasen zu machen.
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Silvester-Treibjagd fällt aus!

“Es ist eine seit Jahrzehnten gepflegte Tradition, dass sich in Aresing am Silvestertag gut ein Dutzend Jäger zu einer kleinen Treibjagd treffen. Heuer fällt diese Treibjagd aus.“ Dies meldet der Donaukurier am 30.12.2014.
Doch der Jagdpächter sagte die Treibjagd auf Hasen ab, nachdem Oliver Kraes vom Aresinger Huskyhof am Montag via
Facebook zu einer „Jägervertreibung“ aufgerufen hatte: Ein gemeinsamer Spaziergang etlicher Hundefreunde sollte ein Zeichen gegen die Treibjagd setzen.


Jäger schuld an der Vogelgrippe?

So titelt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 21.12.2014. Das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg bestätigt, dass bei einer in der Elbe gefundenen Stockente das hoch ansteckende Virus H5N8 nachgewiesen worden sei. Die Herkunft des Erregers ist bislang unklar.
Während der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke - gleichzeitig Präsident der niedersächsischen Jäger - noch fordert, gezielt Wildvögel zwecks Untersuchung zu schießen, äußert die FAS einen ganz anderen Verdacht:
„Eine Quelle könnten … die halbzahmen Stockenten sein, die in Europa zu Millionen gezüchtet, und wie Fasanen und Rebhühner, zu Jagdzwecken freigesetzt werden."
Vogelgrippeviren seien bereits vor Jahren in französischen Stockenten-Farmen gefunden worden. Hinweise auf Infektionen habe es wohl auch aus Portugal und Dänemark gegeben. In Deutschland wurden Zucht-Stockenten noch nicht gesondert betrachtet.

Die Massen-Zucht von Vögeln zu Jagdzwecken ist eine durchaus plausible Version zur Verbteitung der Vogelgrippe – ganz analog zur Schweinepest, die zweifelsfrei auch von Jägern verschleppt wird.
Bild: Eilert Voss


Erfolg: Fuchsjagd in Wetzlar abgeblasen

„Fuchsjagd abgeblasen“, meldet HR1 am 18.12.2014. Im Wetzlarer Stadtgebiet sollten Füchse getötet und auf Tollwut, Fuchsbandwurm und Milben untersucht werden. Viele Bürger und die Tierrechtsorganisation PETA hatten gegen die geplante Fuchstötung protestiert. Schließlich ist Deutschland seit Jahren offiziell tollwutfrei. Universitätsstudien zufolge kann die Befürchtung, dass man sich durch den Verzehr beispielsweise von Beeren mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann, darf endgültig ins Reich der Legenden verbannt werden. Ein viel höheres Ansteckungsrisiko geht von Haustieren aus, wenn diese nicht regelmäßig entwurmt werden.

Jetzt hat der Wetzlarer Stadtrat gegen die Fuchstötung entschieden.
PETA-Sprecher Dr. Edmund Haferbeck lobte gegenüber dem HR die Entscheidung: Es sei selten, dass sich politische Gremien tatsächlich auf Ratschläge von außen einließen.
Hören Sie hier den Beitrag von HR1


PETA fordert Jagdverbot

Nach dem Jagdunfall in Uplengen, bei dem eine Jägerin einen Mann angeschossen hatte, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. ein längst überfälliges Verbot der sogenannten Hobbyjagd in Deutschland. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass jedes Jahr nicht nur hunderttausenden Tieren erhebliches Leid durch Fehlschüsse zugefügt wird, sondern auch mehrere Dutzend Menschen von Hobbyjägern getötet und verletzt werden. Nicht selten sind die Jäger alkoholisiert.


Mann bei Jagdunfall verletzt

Ein 36-jähriger Mann ist bei einer Jagd im ostfriesischen Uplengen von einem Schuss getroffen worden. Dies meldet die Ostfriesen Zeitung am 14.12.2014. Demnach wollte eine 48-jährige Jägerin einen Marder schießen, traf aber den Mann in den Oberkörper. Die Polizei ermittele wegen fahrlässiger Körperverletzung.


Jagdunfall: Radfahrer getroffen

„Jagdunfall: Verirrte Schrotkugel trifft 82-jährigen Radler am Kopf“, titelt focus.de am 14.12.2014. Demnach war der Radfahrer am Samstagmittag auf einer Straße bei Kempten unterwegs, als er plötzlich von einer Kugel am Kopf getroffen wurde. „Die Polizei fand heraus, dass in dem Bereich gerade eine Jagd im Gange war“, so der FOCUS. Gegen den Jäger werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.


Alkoholisierter Jäger im LKW mit Waffen

„Jäger (36) durchbricht mit Pick-up Holzbrückengeländer und stürzt 4 Meter tief auf Flussufer“, titelt meinbezirk.at am 15.12.2014. Aufgrund von offensichtlichen Alkoholisierungsmerkmalen sei noch an der Unfallstelle eine Atemalkoholuntersuchung mittels Alkomat durchgeführt worden, welche positiv verlief. Der Jäger hatte Gewehr und Munitionsgut dabei. Beides wurde von der Polizei gesichert.


Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Seit die Jagdsaison im Herbst begonnen hat, sind die Zeitungen voll mit Meldungen über Wildunfälle. Wildschweine und Rehe befinden sich auf der Flucht vor den tödlichen Kugeln der Jäger. Somit ist die Jagd, insbesondere Treib- und Drückjagden, eine Gefahr für Autofahrer.

Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen.

Auf Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine hin: »Ein Schuss ins Maisfeld. ... Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.« Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden. Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: »Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.«


Die Verfolgung durch die Jagd hat eigentlich tagaktive Tiere wie Wildschweine, Füchse oder Rehe nachtaktiv gemacht. Erst wenn es dunkel wird, trauen sich die Tiere aus ihren Verstecken - das ist die Zeit, in der sich die Wildunfälle ereignen.
Unter dem anhaltend hohen Jagddruck hat die Scheu der bejagten Wildtiere extrem zugenommen: »Der Mensch ist der Feind, vor dem das Wild flieht, fliehen muss, um zu überleben - auch dann, wenn die Flucht vors Auto führt«, so Prof. Josef H. Reichholf. (in TIERethik 2013/2) Wenn das Wild nicht so scheu wäre, gäbe es weniger Wildunfälle. Auch der Wildschaden in der Land- und Forstwirtschaft würde weniger groß ausfallen.

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Ächtung von Treibjagden



Treibjagd auf der Pferdekoppel

„Hartwig Gravemeier sorgt sich um seine Pferde Was treiben Jäger auf der Koppel?“, titeln die Westfälischen Nachrichten am 10.12.2014. Demnach hat ein Pferdehalter aus Ladbergen kein Verständnis dafür, dass Jäger und Treiber mit Jagdhunden während einer Treibjagd über seine Koppel liefen und die Pferde scheu machten. Zwei Pferde seien fast in Panik geraten. Die Treibjagd wurde nicht angekündigt, es gab auch keine Warnschilder. Dabei liegt eine viel befahrene Straße gleich um die Ecke. Erst vor wenigen Wochen war ein Pferd in einem Nachbarort vor ein Auto gelaufen.
„Auch in den Vorjahren hat es auf dem Ladberger Moor Ärger um Treibjagden gegeben“, schreiben die Westfälischen Nachrichten. „Ein Anwohner, ehemals wie andere auch „Zwangsmitglied“ einer Jagdgenossenschaft, hat es geschafft, dank neuerer Rechtsprechung aus diesem Verbund auszuscheiden. Jagden dürfen seitdem nicht mehr über sein Grundstück geführt werden.“
Lesen Sie dazu: Nordrhein-Westfalen: 10 Hektar jagdfrei!


Treibjagd-Wochenende

Meldungen vom Treibjagd-Wochenende 6./7.12.:

Jogger im Schussfeld bei Treibjagd
„Schon wieder ein Jogger im Schussfeld bei Nikolausjagd in Oesdorf“, meldet infranken.de am 7.12.2014. Zu der Nikolaus-Treibjagd waren 160 Jäger aus ganz Bayern angereist. Auf einmal geriet ein Jogger in das Jagdtreiben.

Drückjagd – Jäger schießt sich selbst an
Bei einer Drückjagd auf Wildschweine bei Münsterhausen schoss sich ein 60-jähriger Jäger selbst an. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 7.12.2014.

Treibjagd - Jäger im Gesicht getroffen
„Erneuter Jagdunfall: 20-Jähriger von Querschläger im Gesicht getroffen“, titelt die Kronen Zeitung am 7.12.2014. Der Jäger hatte an Treibjagd in der Oststeiermark teilgenommen.


Julchen & Jacky - die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd



Im Mai 2014 nahm Frank Demke von der Wildtierhilfe Mecklenburg-Vorpommern verwaiste Jungfüchse in der Pflegestelle auf, um sie aufzupäppeln und später auszuwildern.
Doch nach nur 5 Tagen in Freiheit wurde ihr junges Leben durch die Jagd ausgelöscht.
"Unendliche Trauer aber auch Wut kommen auf, wenn man über diesen sinnlosen Tod nachdenkt", so Frank Demke. "Wir haben alles für die Kleinen getan und doch hat es am Ende nicht gereicht. Wir werden nicht aufhören gegen dieses Töten zu kämpfen, denn Jacky und Julchen waren nur 2 von ca. 500.000 Füchsen, die jedes Jahr in Deutschland durch Jäger getötet werden. Die angebliche Notwendigkeit der Fuchsjagd ist durch wildbiologische Studien aus jüngerer Zeit längst widerlegt."

Hier geht es zur Petition gegen die Fuchsjagd
Weitere Informationen: www.wildtierhilfe-mv.de



Empörung über Entenjagd im Volkspark

Nachdem am Jäger am Nikolaustag im Volkspark eine Entenjagd veranstalteten, riefen wieder zahlreiche empörte Spaziergänger bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung an. Und auch beim Oberhausener Tierschutzverein läuft nach jeder Jagd - besonders nach denen im Volkspark - das Telefon heiß, weil sich die Leute über die Jäger beschweren.
Die nicht enden wollenden Beschwerden der Menschen hatten bereits dazu geführt, dass der Kaisergarten im Februar 2014 zu einem befriedeten Bezirk erklärt wurde. 



Treibjagd: Jäger mit Kugel im Kopf - tot

Tödlicher Jagdunfall bei einer Treibjagd im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Als ein 50-jähriger Jäger am Ende der Treibjagd sich nicht an der vereinbarten Sammelstelle einfand, wurde der Hochstand kontrolliert und der Jäger mit einer Schussverletzung im Kopfbereich aufgefunden. Dies meldet das Polizeipräsidium Neubrandenburg am 6.12.2014. "Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen."


Jäger trifft Lieferwagen

"Jäger trifft Lieferwagen bei Niederwürzbach", meldet blaulichtreport-saarland.de am 2.12.2014. Demnach fuhr ein Mann mit seinem Lieferwagen auf der Landstraße 234, als er plötzlich einen Knall hörte und die Heckscheibe zusammenfiel. In der Karosserie des Fahrzeugs stellte er mehrere Löcher fest, die er als Einschüsse deutete, so dass er die Polizei informierte. "Erste Ermittlungen führten zum Auffinden eines Projektils, das aus einer Schusswaffe herrühren dürfte, sowie zur Feststellung eines Durchschusses an einer Leitplanke."
Ein Jagdberechtigter wurde ermittelt, aus dessen Waffe ein Schuss aus unbekannten Gründen fehlgeleitet sein dürfte.


DRadio: Jagd - Gehört die Flinte ins Korn?

Deutschlandradio Wissen: Jagen – Gehört die Flinte ins Korn? Sendung vom 6.12.2014

Jagen ist ein unnötiges und brutales Hobby, sagen die einen. Jagen ist notwendige Pflege und praktischer Naturschutz sagen die anderen. Wer hat denn nun Recht in diesem uralten Streit?

Prof. Dr. Josef Reichholf hat an der Uni Basel einen Vortrag gehalten: "Jagd reguliert nicht". Der Biologe und Zoologe kritisiert die Jagd: Jagd macht Tiere scheu. Tiere werden in die Nachtaktivität gedrängt. Dadurch gibt es mehr Wildunfälle und wir Menschen werden um die Chance gebracht, die Tiere in der Natur zu erleben.
Holger Sticht, BUND Nordrhein-Westfalen diskutiert die Thesen Reichholfs mit Andreas Schneider, Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen
Hören Sie die mehr als einstündige Sendung als Potcast


Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie



Prof. Dr. Josef H. Reichholf zum Thema «Jägerlatein und Wildbiologie», Vortragsabend vom 15. 10. 2013 an der Uni Basel
Lesen Sie dazu auch:
www.jagdreguliertnicht.ch



DRadio Wissen: JAGD - WAIDMANN, GEIL?

Deutschlandradio Wissen: JAGD - WAIDMANN, GEIL?
Sendung vom 5.12.2014

Auf die Jagd gehen und Tiere erschießen: Manchen von uns macht das Spaß. Es gilt als Sport oder Hobby und ist - angeblich - Naturschutz. Andere glauben daran, dass sich der Tierbestand auch von alleine reguliert. Sie bezweifeln, dass das Wild wirklich den Wald kaputt beißt.
DRadio begeleitet Jäger Paulus Müller auf der Pirsch nach Kaninchen.

André Hölscher aus Ladbergen hat in diesem Jahr geschafft, Jäger von seinen Wiesen und Feldern zu verbannen.
(SEHR HÖRENSWERT! - ab Minute 32:30)
Potcast anhören


Mord an Ehefrau: 7 Jahre Haft für Jäger

Das Landgericht Fulda hat einen 69-jährigen Jäger zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er seine psychisch kranke Frau im Schlaf erschossen hatte.
„Der Richter sagte bei der Urteilsverkündung, der Mann habe heimtückisch gehandelt“, meldet Hr online am 26.11.2014.
Als mildernde Umstände hat das Gericht offenbar gelten lassen, dass der Jäger "körperlich und seelisch am Ende" und seit Jahren alkoholkrank war.
Erschreckend: Trotz seiner Alkoholsucht konnte der Mann legal Waffen besitzen und damit schießen.


Gatterjagd in der Kritik

DIE PRESSE berichtet über Gatterjagden in Österreich: „Viel weiter kann die Ökonomisierung der Jagd auf Kosten der Gesellschaft und der Tierwelt nicht gehen. Die Jagdlust hinter Zäunen: vom Über-den-Haufen-Schießen in Flatrate-Wildgattern“, so Redakteurin Karoline Schmidt (Die Presse) am 28.11.2014 in ihrem lesenswerten Artikel.
Der Artikel berichtet von der laufenden Anzeige wegen Tierquälerei durch Massenzucht und Massenabschuss in einem rund 200 Hektar großen Jagdgatter gegen vier prominente Jäger bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten: gegen den derzeitigen Landesjägermeister von Niederösterreich und früheren Finanzministers Josef Pröll, gegen den ehemaligen Landesjägermeister von Niederösterreich und ehemaligen Raiffeisen-Chef Dr. Christian Konrad, gegen den österreichischen Geschäftsmann und Waffen-Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly sowie gegen den Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände Dr. Peter Lebersorger.

Lesen Sie auch: Weitere Anzeige gegen das Pröll-Jagdgatter wegen § 180 des Strafgesetzbuchs wegen “Vorsätzlicher Beeinträchtigung der Umwelt”
Karikatur: Bruno Haberzettel
Aus: Brunos Jagdfieber


Meisterhafte Karikaturen

Achtung Jäger, jetzt wird zurückgeschossen!

Der bekannte österreichische Karikaturist Bruno Haberzettl beschäftigt sich mit seinem Lieblingsthema: der Jagd.
Und jedes Bild ist ein Treffer: von den verschiedenen Jägertypen zu den absurden Ausprägungen ihres Hobbys.
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Lesen Sie das "Freiheit für Tiere"-Interview mit dem Karikaturisten Bruno Haberzettl


Neues Jagdgesetz in Baden-Württemberg beschlossen

Der Landtag in Baden-Württemberg hat gegen die Stimmen der CDU und FDP das neue „Jagd- und Wildtiermanagementgesetz“ beschlossen. Es tritt am 1. April 2015 in Kraft.
Das neue Gesetz bringt einige Verbesserungen für den Tierschutz, so wird die Jagd im Naturbau ebenso verboten wie der Einsatz von Totschlagfallen, Jäger müssen ihre Schießfertigkeit nachweisen, der Abschuss von Haustieren ist nur noch in begründeten Ausnahmefällen zulässig und zwei Monate jährlich ruht die Jagd.

Aus der Sicht von Tierschutzorganisationen ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug.

Lesen Sie:
Forderungen für eine Reform der Jagdgesetzgebung
Lesen Sie dazu auch: Mehr Tierschutz im neuen Landesjagdgesetz in Baden-Württemberg


Petition nach Abschuss von zwei Fuchs-Welpen

Frank Demke von der Wildtierhilfe Mecklenburg-Vorpommern hatte die zwei Fuchswelpen Jacky und Julchen liebevoll aufgezogen. Der NDR brachte darüber einen ergreifenden TV-Bericht (siehe unten).
Jacky und Julchen wurden in einem jagdrechtlich befriedeten Wald in die Freiheit entlassen. Nachdem Frank in der Nähe des Auswilderungsortes Hinweisschilder auf eine bevorstehende Treibjagd entdeckt hatte, hat er den ganzen Tag in das Waldgebiet gestellt um seine Füchse zu beschützen. Aber jedes Daumendrücken und Hoffen waren vergeblich. Die Fuchswelpen sind jetzt tot.
Setzen Sie ein Zeichen und schließen Sie sich der Petition an


NDR: Der Wildtierretter



ORF: Diskussion um Alkohol bei Treibjagden

In Österreich tobt eine heiße Diskussion rund um Alkohol bei der Jagd. Anlass ist die Aussage eines Jägers gegenüber dem ORF Oberösterreich,dass er bei Treibjagden schon länger nicht mehr mitgehe, weil ihm die Gefahr, durch den Schuss eines Betrunkenen verletzt zu werden, zu groß sei: „Ich war bei mehreren Treibjagden. Und da ist es wirklich so, dass dort Jäger herumgelaufen sind, die diese Veranstaltung mit einer Wild-West-Veranstaltung verwechselt haben. Da sind einem die Bleibatzen um die Ohren geflogen. Mir wurde das dann zu gefährlich. Ich habe etliche Freunde in Jägerkreisen, die das auch so sehen."
In der ORF-Sendung vom 18.11.2014 behauptet der Landesjägermeister, ihm sei kein einziger Fall bekannt, wo Jäger während einer Treibjagd alkoholisiert gewesen seien.

Vielleicht ist der Landesjägermeister ja blind auf diesem Auge? - Die Optikerinnung fordert aktuell anlässlich mehrer Jagdunfälle, die Sehtüchtigkeit bei Jägern alle zwei bis vier Jahre zu überprüfen.
Auch davon will der Landesjägermeister nichts wissen: „Ein Jägerauge ist wie ein Adlerauge“, ist sich der Landesjägermeister gegenüber dem ORF sicher. „Die Jäger sehen grundsätzlich sehr gut.“


Optikerinnung fordert verpflichtende Sehtests

Österreich: "Optikerinnung fordert verpflichtende Sehtests für Jäger" titelt das Wirtschaftsblatt am 17.11.2014 und schreibt: "Anlässlich der zunehmenden Zahl an Jagdunfällen hat die Innung der Augenoptiker verpflichtende Sehtests für Jäger gefordert."
Der Gesetzgeber dürf nicht die Augen verschließen, so Innungsmeister Peter Gumpelmayer. Laut Wirtschaftsblatt verlangt die Optikerinnung, dass der Erwerb einer Jagdkarte mit einem Sehtest einhergehen sollte. Anschließend sollen die Jäger je nach Alter alle zwei bis vier Jahre zur Augenkontrolle. "Es hat sich gezeigt, dass man hier nicht auf die Selbsteinschätzung und das Verantwortungsbewusstsein der Jäger vertrauen kann", wird der Chef der Optikerinnung zititert.





Jäger wehren sich gegen verpflichtenden Sehtest



„Jäger wehren sich gegen verpflichtenden Sehtest“, meldet der ORF am 18.11.2014.
Diese Weigerung der Waidmänner, bei denen das Durchschnittsalter bei etwa 60 Jahren liegt, verwundert wenig. Seltsam mutet allerdings die Begründung von Tirols Landesjägermeister Anton Larcher an: Es sei eine Frage des Anstandes, nach einem tragischen Unfall nicht so reagieren, zitiert der ORF den Landesjägermeister. Anlass für die Forderung der Optikerinnung war unter anderem ein Jagdunfall in Niederösterreich: Ein Treiber wurde angeschossen und lebensgefährlich verletzt.



Treibjagd ließ Pferde auf Autobahn flüchten

"Treibjagd ließ Pferde auf Autobahn flüchten", medelt der ORF am 15.11.2014. Demnach wurden zwei Reitpferde durch eine Treibjagd so erschreckt, dass sie aus ihrer Koppel ausbrachen und auf die A8 rannten. "Eine Polizeistreife setzte sich direkt hinter die Tiere und bremste den nachkommenden Verkehr. Bei einem Parkplatz gelang es dann, die beiden Pferde von der Autobahn wegzutreiben", so der ORF.


Kopfschuss bei Treibjagd im Weserbergland

Bei einer Treibjagd im Tündernschen Wald/Weserbergland in Niedersachsen wurde ein 60-jähriger Jäger von einem Projektil am Hinterkopf getroffen. Dies meldet die Deister- und Weserzeitung am 9.11.2014. Der getroffene Jäger musste mit dem Rettungshubschrauber zur Medizinischen Hochschule nach Hannover geflogen werden. Die Polizei ermittelt.


Kopfschuss bei Treibjagd in Wildschweingatter

Bei einer Treibjagd im österreichischen Hollabrunn wurde ein 54-Jähriger in den Kopf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Laut ORF vom 9.11.2014 hatten zwölf Jäger aus dem In- und Ausland und etwa 30 Treiber eine Jagd in einem Wildschweingatter veranstaltet. Plötzlich brach einer der Treiber durch einen Kopfschuss zusammen. "Die Polizei hat in der Folge Ermittlungen gegen alle Jäger, Treiber und sonstigen Beteiligten eingeleitetet", meldet heute.at.


Petition gegen Ausweitung der Gänsejagd in Bayern

In Bayern wurde die reguläre Jagdzeit auf Grau-, Kanada- und Nilgänse massiv erweitert und währt jetzt vom 1. August bis zum 15. Januar. Dies obendrein ohne Abschusspläne oder Zielvorgaben. Es liegt rein im Ermessen der Jäger, wie viele Gänse geschossen werden. Dies bei einer Art, für deren Erhalt Deutschland laut BfN-Kriterien "in besonderem Maße Verantwortung" trägt.

MACHEN SIE MIT:
Petition gegen Ausweitung der Gänsejagd in Bayern: „Stoppen Sie 5 1/2 Monate ungeregelte Jagd auf Gänse, nehmen Sie die neuen Jagdzeiten zurück!“

Zur Petition

Mehr Informationen:
www.gaensewelt.de
www.gaensewacht.de


Schliefanlage: eine Tierquälerei der Jäger



Deutscher Jäger erschießt Freund in Russland

"Weil er so ein Prachtstück schießen wollte: Wiesbadener tötet Freund bei der Jagd in Russland", titelt BILD Frankfurt am 29.10.2014. Ein Jäger aus Wiesbaden war nach Russland geflogen, weil er einen 700-Kilo-Elch schießen wollte. Stattdessen erschoss er aus Versehen seinen Jagdführer.
Der deutsche Jäger kam gegen eine Kaution von 10 Millionen Rubel (ca 185 000 Euro) frei, darf aber Russland nicht verlassen. "Er muss sich wegen fahrlässiger Tötung (§ 109) vor einem russischen Gericht verantworten", so BILD.


Österreich: Erster Antrag auf Jagdverbot

Österreich: Grundstückseigentümer stellt Antrag auf Jagdverbot
»Keine Jagd auf meinem Grundstück!«

Nach inzwischen vier Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen Jagdgegner auf ihrem Grundstück keine Jagd dulden: Das höchste europäische Gericht stellte in Urteilen 1999 gegen Frankreich, 2007 gegen Luxemburg, 2012 und erneut 2013 gegen Deutschland fest, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt.

Der Grundstückseigentümer, der rund 6,5 Hektar Wald im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten besitzt, beantragte am 27.10.2014 die Freistellung seiner Flächen von der Jagd. In seinem Antrag führt der Rechtsanwalt aus, dass er beinahe vegan (unter Verzicht auf beinahe alle Tierprodukte) lebe. Die auf seinen Grundstücken durchgeführte Jagd sei nicht mit seinen ethischen Grundsätzen vereinbar. weiterlesen
Lesen Sie hier den Antrag des Waldbesitzers im Originaltext


Neue Zürcher Zeitung: Ist Jagd Mord?

»Ist Jagd Mord?«, titelt die Neue Zürcher Zeitung NZZ am 27.10.2014 und schreibt: »Für die einen ist sie unbändige Leidenschaft, für die anderen grausames Ritual.«
Während Jäger in der Öffentlichkeit von einer angeblichen Notwendigkeit der Jagd sprechen, lassen Jagdkritiker vorgeschobene Argumente nicht gelten. "Der Biologe Josef H. Reichholf ist der Meinung, dass die systematische Bejagung die Reproduktionsleistung der Tiere ankurbelt, womit die Jagd sozusagen zum Motor just jener Entwicklung wird, die zu bekämpfen sie für notwendig erklärt", so die NZZ.
Dass es in Wahrheit um Jagdleidenschaft geht, geben Jäger inzwischen selbst zu. Die Zeitung zitiert den prominenten Zürcher Psychoanalytiker Paul Parin, selbst leidenschaftlicher Jäger: "Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird. Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt."
Lesen Sie den Artikel hier


BVerG: Null-Promille-Grenze für Jäger

Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: Ein Jäger verliert seinen Waffenschein, weil er alkoholisiert von seinem Hochsitz geschossen hatte. Auf der Rückfahrt hielt ihn die Polizei mit 0,47 Promille an.

"Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist, auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt", so das
Bundesverwaltungsgericht in seiner Pressemitteilung. Weiter heißt es: "Nach der einschlägigen Vorschrift des Waffengesetzes besitzen Personen die erforderliche Zuverlässigkeit nicht, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie mit Waffen und Munition nicht vorsichtig oder sachgemäß umgehen. Vorsichtig und sachgemäß geht mit Schusswaffen nur um, wer sie ausschließlich in nüchternem Zustand gebraucht und sicher sein kann, keine alkoholbedingten Ausfallerscheinungen zu erleiden, die zu Gefährdungen Dritter führen können." weiterlesen
Aktenzeichen: BVerwG 6 C 30.13 - Urteil vom 22. Oktober 2014

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013


ZDF planet e: Jäger in der Falle (19.1.2014)



Antwort des ZDF-Intendanten zur Jäger-Beschwerde

Der Intendant des ZDF, Dr. Thomas Bellut, nimmt Stellung zu den Massenbeschwerden der Jäger gegen die ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten“.
Lesen Sie die Stellungnahme des ZDF-Intendanten vom 2.4.2014

ZDF planet e: Jäger in der Falle - Grundeigentümer können Jagd verbieten - Sendung ansehen und weitere Informationen

Mehr zur öffentlichen Diskussion über die Dokumentation "Jäger in der Falle"



ZDF-Dokumentation: Jäger in der Falle

planet e. "Jäger in der Falle", Sendung vom 19.01.2014
"Es war ein Warnschuss für die Jägergilde und könnte der Anfang vom Ende der traditionellen Jägerei in Deutschland sein. Seitdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vor eineinhalb Jahren den deutschen Grundstückseigentümern das Recht zugesprochen hat, die Jagd aus Gewissensgründen auf eigenem Grund und Boden zu verbieten, ist nichts mehr wie es war. Jagdkritiker wollen den Abschuss von Wildtieren in Deutschlands Wäldern deutlich einschränken. Manche gehen sogar noch weiter und fordern ein Ende der Jagd.
Peter Wohlleben ist Jäger und stellt sich gegen seine eigene Zunft. Als Gemeindeförster will er am liebsten die Jagd auf Wild in "seinem" Wald in der Eifel und in der ganzen Republik verbieten lassen. "Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach", meint er. (...) Doch es geht auch ganz ohne Jagd, wie das Beispiel Genf zeigt. Dort haben die Behörden vor 40 Jahren die Jagd abgeschafft. Viele Tierarten, die schon fast ausgerottet waren, sind seitdem zurückgekehrt." (ZDF-Sender-Info)

Gottlieb Dändliker, Wildinspektor im Kanton Genf, sagt: "Was uns die letzten 40 Jahre gezeigt haben. Die meisten Arten brauchen überhaupt keine Regulierung. In unseren Verhältnissen auf jeden Fall und es geht ihnen gut, wenn sie nicht gejagt werden und natürlich, wenn man zusätzlich auch Naturschutz treibt und die Habitate verbessert. Es gibt eine Ausnahme: Und das ist das Schwarzwild". Durch den hohen Jagddruck in den umliegenden Regionen suchen viele Wildschweine Schutz im geschützten Kanton Genf. Dem Problem wird mit sanften Mitteln begegnet: Elektrozäune sollen die Tiere fern halten. Der Abschuss durch Wildhüter ist nur als letztes Mittel zur Bestandsregulierung zulässig.
Sendung ansehen und weitere Informationen im online-Angebot von „planet e“


Wenn Jägern die Argumente ausgehen...

Als Reaktion auf die ZDF-Dokumentation "Jäger in der Falle" schrieb ein adliger Jäger mit Doktortitel an die Initiative zur Abschaffung der Jagd:

"Ich wünsche Ihnen einen guten Genuss mit Hirsetalern all you can eat und anschließendem Bundesliga-Darmverschluss.
Gegen ein sexuell unerfülltes Leben ohne Freunde und voller qualvoller Stunden mit Dianetic 1-11 hilft übrigens der Freitod."

Es scheint zu stimmen, dass Jäger keine Kritik an ihrem Hobby vertragen können...



NDR-Fernsehen: Keine Jagd auf meinem Grundstück!

NDR „Hallo Niedersachsen“, 16.3.2014: „Streit zwischen Grundstückseigentümern und Jagdpächtern“
Der NDR filmte bei Familie Huber auf dem Ulmenhof, einem Tierheim und Gnadenhof in Ostfriesland. Die Eigentümer haben einen Antrag auf Ruhen der Jagd auf ihren Flächen gestellt. Der Jagdpächter hat einen Hochsitz in Sichtweise des Grundstücks aufgestellt, das Grundstück mit Jagdfreunden betreten, um dort die Jagd auszuüben. Familie Huber hat Angst, dass ihre Katzen erschossen werden könnten, wenn sie sich mehr als 300 Meter vom Hof entfernen.
Im NDR-Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Regelungen der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften noch auf das Reichsjagdgesetz von 1934 zurückgehen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte aber geurteilt hat, dass es ein Menschenrecht ist, die Jagd aus ethischen Gründen auf dem eigenen Grundstück zu verbieten.
Im Kreis Aurich haben bereits sechs Grundstückseigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt - mit einer schnellen Entscheidung ist aufgrund des aufwändigen Antragsverfahrens und der Einspruchsmöglichkeiten des Jagdpächters, der Jagdgenossenschaft und der Nachbarn nicht zu rechnen. Für das Antragsverfahren sollen bis zu 2.000 Euro Gebühren fällig sein. Dennoch haben inzwischen weit über 30 Grundstückseigentümer aus Niedersachsen den Antrag gestellt - "Tendenz steigend", hießt es in dem NDR-Bericht.
Sehen Sie den Bericht in der Mediathek
Sehen Sie dazu auch: NDR-Dokumentation "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur"


NDR: Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände

NDR-Fernsehen "Schleswig-Holstein Magazin", Mi., 4.3.2014:Der Weg zum "jagdfreien" Privatgelände"

Bislang musste jeder die Jagd auf seinem Land zulassen. Bei der Naturschutzbehörde können Eigentümer nun einen Antrag stellen, dass ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird." (NDR-Sender-Info)

Der NDR hat bei Dieter Grade von Natur in Not Dithmarschen gefilmt, welche die Jagd auf seinem Grundstück nicht länger dulden will und einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung gestellt hat.

Bericht in der NDR-Mediathek ansehen


40 Jahre Jagdverbot im Kanton Genf/Schweiz

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1974 durch Volksabstimmung für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. Mit überaus positiven Auswirkungen für die Natur, Tiere und die Menschen: Noch nie war die Biodiversität größer – und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich.
An den Ufern des Genfer Sees und der Rhône erhöhte sich die Zahl der überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. Vögel und die anderen Wildtiere verlieren immer mehr einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird. So werden wild lebende Tiere wieder erlebbar: Spaziergänger bekommen regelmäßig Wildtiere wie Feldhasen oder Rehe zu Gesicht – mit etwas Glück kann man am helllichten Tage sogar Hirsche beobachten. weiterlesen


Jagd reguliert nicht



Gottlieb Dandliker, Faunainspektor im Kanton Genf (Jagdverbot seit 1974), 15.10.2013 an der Uni Basel:
"Ein Jagdverbot in Basel: wissenschaftlich möglich und praktisch bewiesen"



Vogelschutz durch Abschaffung der Jagd

Studie belegt: Jagdfreier Kanton Genf hat internationale Bedeutung für den Vogelschutz

Durch die Abschaffung der Jagd im schweizer Kanton Genf 1974 bekam das Gebiet des Genfer Sees und des Flusses Rhône internationale Bedeutung für den Vogelschutz. Dies belegt eine aktuelle Studie des Schweizer Vogelschutzes SVS-BirdLife.


Demnach ist dieser für den Vogelschutz zuvor wenig bedeutsame Gewässerabschnitt heute eine bedeutsames Biotop für überwinternde Tafel- und Reiherenten, Hauben- und Zwergtaucher, Pfeif-, Schnatter-, Krick- und Stockenten. Auch für den Gänsesäger sind die Gewässer im Kanton Genf ist es ein wichtiges Brut- und Überwinterungsgebiet. Besonders der gestaute Bereich bei Peney und oberhalb Verbois sowie die Rade de Genève sind wichtige Ruhegebiete für Wasservögel, wogegen die Nahrungsgebiete auch im fließenden Abschnitt liegen. Teilgebiete sind Limikolenrastplätze, die als besonders wertvoll (Vasières de Peney, Rade de Genève) oder als wichtiges Gebiet (lac de Verbois) eingestuft sind.
Quelle: BirdLife International (2012) Important Bird Areas factsheet: River Rhone: Geneva to Verbois reservoir. http://www.birdlife.org on 07/04/2012
http://www.birdlife.org/datazone/sitefactsheet.php?id=3269



100 Jahre Jagdverbot: Nationalpark Schweiz

Der Schweizerische Nationalpark feiert 2014 sein hundertjähriges Bestehen. Mit seiner Gründung am 1. August 1914 schufen die Pioniere eine einzigartige Wildnisoase. Hier sollte sich die Natur ohne das Dazutun des Menschen frei entwickeln können - und so war von Anfang an die Jagd verboten. Der Schweizerische Nationalpark ist somit ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht.
Im ältesten Nationalpark Mitteleuropas wird dieses bemerkenswerte Naturexperiment seit hundert Jahren wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Im Schweizerischen Nationalpark können die Besucher Steinböcke, Gämsen, Hirsche, Rehe, Murmeltiere, Bartgeier und Steinadler beobachten. Dabei mussten Steinböcke und Bartgeier hier erst wiederangesiedelt werden. Die Rothirsche kamen von selbst zurück. Sie tragen zur Vermehrung des Waldes bei, weil sie Baumsamen verbreiten. weiterlesen


Albanien beschließt zweijährigen Jagdbann

Albanien hat einen totalen Jagdbann über das gesamte Land für zwei Jahre beschlossen. Darüber berichtet die Zeitschrift National Geographic am 14.2.20014.
Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur begrüßt das Jagdverbot: „EuroNatur gratuliert der albanischen Regierung und dem albanischen Parlament zu dieser Entscheidung“, sagt Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.
EuroNatur hatte die Regierung Albaniens mehrfach öffentlich aufgefordert, die maßlose Jagd auf Zugvögel und Wildtiere zu unterbinden. So seien die Feuchtgebiete an der albanischen Adriaküste und im Hinterland jedes Jahr zur Todesfalle für Hunderttausende Zugvögel geworden.
Bild: Nicht nur die Zugvögel, auch der Luchs profitieren vom Jagdverbot.


Ein Muss für alle Tierfreunde: Brunos Jagdfieber

Der bekannte österreichische Karikaturist und Tierschützer Bruno Haberzettl nimmt kein Blatt vor den Mund und die Jagd und die Jäger aufs Korn: Hat die Natur wirklich auf alkoholisierte Schwerbewaffnete gewartet, um wieder ins Lot gerückt zu werden? Muss unsere von der Wildnis so schrecklich bedrohte Zivilisation zur Jagd als Mittel greifen, um ihren Lebensraum zu verteidigen? Ist der Fuchs unser größter Feind? - Diese Karikaturen liefern die unzweideutige Antwort auf diese und ähnliche Fragen: klug und zum Schießen komisch.
Ein Muss für alle Tierfreunde - und ein wunderbar originelles Geschenk für alle humorvollen Jagdgegner und die, die es noch werden möchten.

Lesen Sie dazu auch das "Freiheit für Tiere"- Interview mit Bruno Haberzettl

Bruno Haberzettl: Brunos Jagdfieber
Hardcover mit Schutzumschlag 21 × 27 cm, 96 Seiten
Ueberreuter-Verlag, 1. Auflage September 2013 · ISBN: 978-3800075669
Preis: 19,50


Neues Informationsflugblatt zum Thema Jagd

animal public hat ein neues Informationsflugblatt zum Thema Jagd veröffentlicht. Damit will die Tierschutzorganisation anlässlich der aktuellen Debatte über die Novellierung des Jagdrechts in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg über die bis heute gebräuchlichen tierschutzwidrigen Jagdmethoden aufklären.

Das Flugblatt kann ab sofort über den Onlineshop von animal public bezogen werden.


Jagdverband startet Propaganda-Aktion

Zur Image-Verbesserung startete der Bayerische Jagdverband eine bayernweite Plakataktion »Ich mag meinen Jäger, weil...«
"Ein Feld mit bunten Blumen am Waldrand, stimmungsvoller Hörnerklang in der Kirche, Kinder mit leuchtenden Augen auf Entdeckungsreise im Wald – Jagd ist mehr als nur das Erlegen von Wild!" - Ein Jahr lang will der Jagdverband durch »Plakate mit wechselnden Motiven« über die Aufgaben der Jäger informieren.

Diese »Information« kann getrost in diese Rubrik »Jägerlatein« eingeordnet werden. Denn gezeigt werden nicht Jäger mit toten Tieren, sondern Jäger mit Blümchen. Und auch die Pressemeldung des Jagdverbands liest sich wie eine Märchenstunde: »Die Bayerischen Jägerinnen und Jäger ... setzen sich ein für den Natur-, Tier- und Artenschutz, engagieren sich in der Umweltbildung...« Der Jagdverband beklagt, dass die Taten der Jäger bei vielen »Nichtjägern« noch lange nicht angekommen seien.
Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.


Was sind denn die Taten der Jäger? Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Katzen und ca. 30.000 Hunde. Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt. Die Natur wird mit Blei vergiftet. Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Die Zeitschrift Freiheit für Tiere möchte die Aufklärungsarbeit mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.
pdf-download Plakate "Ich mag meinen Jäger nicht" [915 KB]



DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

NEUE DVD: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere

Die TV-Dokumentation »Brennpunkt Erde: Leben im Wald und der Krieg gegen die Tiere« zeigt die Schönheit des Waldes und seiner Bewohner, der wild lebenden Tiere - aber auch die Verfolgung, den Krieg der Jäger gegen unsere Mitgeschöpfe.
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Wildschweine: Jagd funktioniert nicht

Mario Natale, Dipl.-Ing. für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland, hat einen sehr lesenswerten Aufsatz geschrieben: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht".
Hier heißt es u.a.: "Unter den Augen der Jäger vermehren sich die Wildbestände so sehr, dass man nun scheinbar verzweifelt zu tierschutzwidrigen Exekutionsmaßnahmen greifen will. Statt der Flinte wird die bisher hoch gepriesene Waidgerechtigkeit ins Korn geworfen. Die erst genannte Alternative wird allerdings erst gar nicht geprüft, mutmaßlich motiviert durch die eigene Freude am Töten und scheinbar mit dem Ziel wenigstens noch einen Schuss aus einer Waffe auf gefangenes Wild abgeben zu dürfen. Dabei könnte aber gerade ein generelles Jagd- und Tötungsverbot natürliche Regulierungsmechanismen des Wildes wieder in Gang setzen, die bisher durch die menschliche Jagd ausgeschaltet wurden."
lesen Sie: "Jagd in Saufängen: Jäger gestehen ein, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind - Jagd funktioniert nicht" von Mario Natale
lesen Sie auch: Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine

Sind die Jäger schuld an der Wildschweinschwemme?
Derzeit ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen: Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem?


Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt auch eine französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
weiterlesen
Lesen Sie weitere Beweise: Die Ursache der Wildschweinschwemme
Lesen Sie die Übersetzung der fanzösischen Langzeitstudie als pdf-download [4.523 KB]



Drückjagden: Nur 30% beim ersten Schuss tot

Bis zu 70 Prozent der Wildtiere sind bei Treib- und Drückjagden nicht beim ersten Schuss tot - auf diese Tierschutzproblematik weist die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz in den TVT-Nachrichten 2/2011 hin. Untersuchnungen zufolge seien bei Drückjagden in Hessen nur etwa ein Drittel der Wildschweine mit Blattschuss erlegt worden, die überwiegende Mehrheit wurde `nur´ angeschossen und "wies Waidwund-, Keulen- oder Laufschüsse auf". Auch würden 60 Prozent der weiblichen Rehe Bauchschüsse aufweisen. Bild: Diesem jungen Wildschwein wurde der Kiefer weggeschossen. Es starb nach Tagen durch Verhungern und Verdursten.


Jedes dritte Wildschwein "nur" angeschossen

In Bayern müssen bei der Wildschweinjagd 30-35% der beschossenen Tiere nachgesucht werden. Das heißt: Sie sind nicht beim ersten Schuss tot, sondern sind "nur" angeschossen und können schwer verletzt fliehen. Es vergehen Stunden oder sogar Tage, bis das angeschossene Tier bei der Nachsuche von einem Hund gefunden wird und ein Jäger den tödlichen "Fangschuss" ansetzt - sofern das angeschossene Tier überhaupt gefunden bzw. überhaupt nachgesucht wird.
"Etwa 1/3 aller auf Schwarzwild abgegebener Schüsse fordern eine Nachsuche durch ein Nachsuchengespann", schreibt ein Hundeführer im jagdblog.blogspot.de.


Gnadenlose Jagd auf Haustiere

Jäger töten jedes Jahr etwa 40.000 Hunde und 300.000 Katzen

Für Jäger sind Katzen „Raubzeug“ – und da gilt die Devise: „Schießen – Schaufeln – Schweigen“. In den Jägerforen, wo die Jäger unter sich sind, sprechen sie Klartext:

„Ob überzählige Bauernkatze oder verwilderte Hauskatze - die Lösung sollte identisch sein - und endgültig!“ (Jäger Isegrim im landlive-Forum, 2013)

„Kann man einem Katzenbesitzer den Abschuss eigentlich in Rechnung stellen? 3€ Munition, 20€ Arbeitzeit, 5€ Entsorgungspauschale usw.!“ (Jäger Gamenes im landlive-Forum, 2013)


Katzenlockmittel in Jägerkatalog

Aus dem Katalog der Firma Kieferle GmbH:

Lockmittel
1. Katzenlockmittel
Ein Präparat aus reinem Baldrianwurzelpulver. Lockt jede Katze zum
Fangplatz oder in die Kastenfalle.

250 ml 9.00 €
(= 100 ml 3,61 €)


Warum jagen Jäger wirklich?

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger in der Öffentlichkeit immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Stadtparks, auf Friedhöfen und in Naherholungsgebieten. Immer wieder ist in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.


Vor diesem Hintergrund wagen immer mehr Jäger die Flucht nach vorne. Wir, die nichtjagende Mehrheit der Bevölkerung, sollen Verständnis für ihr Hobby, ihre »Passion« entwickeln.
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Jagd: "weil sie uns Genuss und Lust bereitet"

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen offen zu:

„Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts. Deren Anforderungen regeln höchstens, wie wir jagen, nicht aber ob wir es tun.“
Und: "Wir verwechseln zu gern die erfreulichen und wichtigen Begleiterscheinungen, die unser Tun rechtfertigen sollen, mit dessen wirklichen Gründen. Sex haben wir, weil er uns Lust und Genuss bereitet.
Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet."

Lesen Sie auch, was andere Jäger dazu sagen
Lesen Sie: Lusthaftigkeit des Tötens


Bayern: Tollwut-Schilder müssen entfernt werden

Die Schilder »Tollwut - gefährdeter Bezirk« (ein Freibrief für das Töten von Füchsen) müssen in Bayern entfernt werden. Dazu hat das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in einem Rundschreiben alle Regierungsbezirke [30 KB] aufgefordert.

Grund: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« offiziell als tollwutfrei.


Image der Jäger am Boden

Weil das Image der Jäger am Boden ist, hat der Deutsche Jagdschutzverband eine "Aufklärungs-Kampagne" gestartet.
Teil der Kampagne “Fakten statt Vorurteile” sind Postkarten: So ist auf einer Postkarte ein Jäger mit lauter Lippenstift-Kussabdrücken zu sehen.
Auf einer anderen Postkarte wurde ein Wildschwein per Fotomontage auf einen Kinderspielplatz platziert. Märchen wie "Rotkäppchen und der Wolf" lassen grüßen!

Und auf der extra neu eingerichteten Internetseite sind noch mehr Jäger-Märchen zu lesen: „Tollwut, Wildunfälle, steigende Wildschweinbestände“.
Die Wahrheit ist:
>> Deutschland ist seit vielen Jahren offiziell tollwutfrei
>> Immer in der Jagdsaison steigt die Zahl der Wildunfälle, weil die Wildtiere um ihr Leben rennen
>> Ursache für die steigenden Wildschweinbestände sind die Jäger selbst

Dokumentation: Postkarten-Aktion des DJV · Quelle: djv.newsroom.de
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd möchte die Aufklärungsarbeit über die Jagd und die Taten von Jägern mit einigen Plakatvorschlägen unterstützen.

>>
Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere - alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
>> Deutschlands Hobbyjäger schießen jedes Jahr etwa 300.000 Katzen und 30.000 Hunde tot.
>> Bis zu 40 Menschen pro Jahr sterben durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen, über tausend werden verletzt.
>> Jagd ist nach der industriellen Landwirtschaft "Artenfeind Nr. 2".
>> Jäger vergiften die Natur wird mit hochtoxischem Blei.
... Und wenn die Jäger tatsächlich mal Blumenwiesen sähen oder Hecken pflanzen, dann nur, um anschließend Hasen oder Rehe, die darin leben, tot zu schießen.

Lesen Sie dazu auch:
Fakten gegen die Jagd
Warum jagen Jäger wirklich?


Sind Wildtiere von Natur aus scheu?

Immer mehr Wildtiere zieht es in die Nähe der Menschen. Es scheint unglaublich: In unseren Großstädten findet sich eine ganz erstaunliche und immer weiter zunehmende Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten. Und je größer die Stadt, desto vielfältiger und reichhaltiger ist ihr Tierleben. Füchse ziehen ihre Jungen seelenruhig vor den Augen der Spaziergänger in Parks groß, Wildschweine laufen am helllichten Tage mit ihrem Nachwuchs durch die Grünanlage, Waschbären ziehen im Gartenhäuschen ein, Habichte und Wanderfalken nisten mitten in der Innenstadt. weiterlesen


Wilde Tiere in Berlin

„In der Stadt fühlen sich Wildschweine sicherer“ titelt die Berliner Zeitung am 8.6.2013 und berichtet, dass das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung ein Projekt zur Erforschung wilder Tiere in der Stadt gestartet hat.
"Weil in der Stadt nicht gejagt wird, fühlen sich Wildschweine hier sicherer", sagt die Biologin Karoline Weißhuhn vom Leibniz-Institut im Interview mit der Berliner Zeitung. "Wildschweine sind hier weniger scheu. In den Wäldern, auf dem Land sind sie fast komplett nachtaktiv, weil der Jagddruck groß ist, und sie sich nachts sicherer fühlen. Dieser Druck fällt weg. In der Stadt werden Wildschweine oder auch Füchse tagaktiv."



Ein ehemaliger Jäger berichtet

Ein ehemaliger Jäger, der mit als junger Mann seinen Jagdschein gemacht hatte, schreibt in seinem Blog über die Gründe, warum er heute Jagd und Jägern sehr kritisch gegenüber steht - und warum er sein Gewehr an den Nagel gehängt hat.
Motiviert vom Slogan der Jagdlobby "Jagd ist angewandter Naturschutz“ musste er schnell feststellen, "dass die Atmosphäre im Dunstkreis der Jäger, die ich dabei kennen lernte, durchaus nicht in erster Line mit dem Inhalt dieses Slogans vereinbar war".


Schusswaffe im Haus - mehr Familientragödien

Eine Schusswaffe im Haus erhöht nachweislich das Risiko von Familientragödien.
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten bei Familiendramen jährlich in Deutschland - meist mit legalen Waffen. „Denn allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte“, erklärt der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet. (TV Südbaden aktuell, 8.7.2011).


In letzter Zeit wird die Kritik an der Hobbyjagd auch in den Medien immer wieder laut. So wurde bei „hart aber fair“ in der Diskussion zwischen Tierschützern und Jägern deutlich: Jagd ist ein Hobby, hat aber mit Ökologie nichts zu tun.

BILD titelte nach der Sendung:
HART, ABER FAIR - Tierquäl-Vorwürfe gegen Textil-König
Denn der Jäger und Trigema-Chef Wolfgang Grupp musste sich und sein blutiges Hobby in der Sendung immer wieder verteidigen. BILD schreibt dazu:
“Grupp beharrt darauf, dass die Jagd der Ökologie diene. „Focus"-Journalist Miersch genervt: „Sagen Sie doch einfach, Sie produzieren Wildfleisch. Und dann ist es auch gut. Aber lassen Sie die Ökologie doch mal weg."

BILD zitiert auch die Journalistin und Tierschützerin Hilal Sezgin:
„Die Jagd läuft auf das Schießen hinaus. Es endet immer damit, dass das Tier erschossen wird. Wir wollen aber mit anderen Tierarten zusammen leben".
bild.de, 30.4.2013



NEU: »Jagd kann Wildschweine nicht regulieren«

Regelmäßig pünktlich zum Herbstbeginn blasen Jäger und Landwirte zum Angriff auf unsere heimische Tierwelt auf Feldern, Wiesen und in unseren Wäldern. Jedes Jahr aufs Neue werden Argumente aus dem Bereich des Jägerlateins medienwirksam verbreitet, um Stimmung für die Jagd und gegen unsere heimischen Wildtiere zu machen. Wenn Medienkampagnen gegen Wildschweine in den nächsten Tagen an Sie heranfluten, prüfen Sie diese Aussagen an den Informationen von Wissenschaftlern, Biologen und Berufsjägern. weiterlesen

Informationsblatt 4 Seiten, A4
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Kleines Lexikon des Jägerlateins

Jäger haben bekanntlich eine eigene »Sprache«. Das Jägerlatein soll offenbar pure Grausamkeit verbrämen: Was anderes ist es, wenn das Blut des angeschossenen Tieres »Schweiß« genannt wird? Wenn »Anprechen« bedeutet, ein Tier ins Visier zu nehmen, um es zu erschießen? Irgendwie lässt die verachtende Sprache tief in die Psyche der Hobby-Tiertöter blicken...
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Tipps bei der Begegnung mit Jägern

Liebe Tierfreunde,
ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?
Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern


Treib- oder Drückjagd - Was jeder tun kann

Das sicher Wichtigste ist die Aufklärung der Öffentlichkeit: Sehr wirkungsvoll sind entsprechende Presseberichte, denn die meisten Menschen haben noch immer wenig Vorstellung, was eine Treibjagd für die Wildtiere (und evtl. auch für Menschen und Haustiere, die in eine Treibjagd geraten) bedeutet. Wenden Sie sich an die örtliche Presse, vielleicht greift ein Redakteur das Thema auf. Und wenn nicht, weisen Sie durch einen Leserbrief auf das blutige Treiben hin.
Auch sonst gilt: Nehmen Sie Jagd-Berichte in der Presse zum Anlass, durch Leserbriefe über das blutige Hobby der Waidmänner und den ökologischen Unsinn der Jagd hinzuweisen. Anregungen dazu finden Sie hier.

Wenn die Treibjagd statt findet: Machen Sie Fotos vor Ort; das verunsichert die Jäger und lässt sie vorsichtiger werden. Vielleicht gelingt es Ihnen eine Straftat zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen!


Wenn Sie bei der Treib- oder Drückjagd offensichtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentieren können (z.B. angeschossene, leidende Tiere), erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei. Auch an das Vetarinäramt und die Jagdbehörde könnten Sie sich wenden. Anzeige sollten Sie auch erstatten, wenn Menschen (Anwohner, Spaziergänger) durch die Treibjagd gefährdet wurden.

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Bekannten über das Thema Jagd. Vielen Menschen ist noch nicht bekannt, was die Jagd für Tiere und Natur wirklich bedeutet. Infomaterial finden Sie hier!



"Wildschweinplage"? - Schäden werden überschätzt!

Während Jäger und Landwirte in der Öffentlichkeit klagen, die landwirtschaftlichen Schäden durch Wildschweine würden immer mehr zunehmen, hat die Wildforschungsstelle Aulendorf für Baden-Württemberg ermittelt, dass sich der jährliche Schaden durch Wildschweine auf lediglich 2 Euro pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche im Durchschnitt beläuft.

Dies geht aus einer Stellungnahme des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hervor. Insgesamgt belaufen sich die Schäden in Baden-Württemberg 1 bis 3 Mio. Euro. Das sind gerade mal 10 bis 30 Cent pro Einwohner und Jahr!

Schäden: 22 Cent pro Bundesbürger

Hochrechnungen des bayerischen Jagdverbands kommen auf 17 Millionen Euro Schaden durch Wildschweine in ganz Deutschland. Bei 80 Millionen Einwohnern sind das pro Jahr Schäden in Höhe von nur 22 Cent pro Bundesbürger!

Statt Wildschweine das ganze Jahr über intensiv zu bejagen, fordert der Verband Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Baden Württemberg e.V. im Zuge Reform des Landesjagdgesetzes die Einrichtung eines Wildschadenfonds. Finanziert werden könnte der Fond durch die Kommunen (z.B. über Jagdpachteinnahmen) und die Land- und Forstwirtschaft. (Pressemeldung vom 15.8.2014)


Aus Tierschutzgründen fordert der Verband weiterhin den verstärkten Einsatz non-letaler Maßnahmen zur Wildschadensvermeidung, zur Bestandskontrolle und zum Schutz vor Seuchen (z.B. mittels chemischer Vergrämungsmittel, mechanischer Schutzvorrichtungen, Impfungen usw.) sowie ein Verbot von Schüssen auf flüchtende Tiere (bei Bewegungsjagden werden bis zu 70 Prozent der Tiere nicht sofort durch Blattschüsse getötet, sondern erleiden qualvolle Kiefer-, Bauch- und Laufschüsse).

Statt massiv Jagd auf die schlauen Tiere zu machen, was die Wildschweinbestände weiter in die Höhe treibt, soll die Fütterung der Wildschweine durch Jäger einschließlich Anlockfütterungen (Kirrungen) verboten werden. In Gebieten mit hoher Schwarzwilddichte sei der Einsatz von Kontrazeptiva (Wildschweinpille) denkbar.



Jagd kann Wildschweine nicht regulieren

Jägerlatein lehrt: Wildschweine müssen massiv bejagt werden. Die Realität zeigt: Je mehr Wildschweine geschossen werden, desto mehr vermehren sie sich.

Inzwischen scheinen die Jäger mit ihrem Latein am Ende zu sein: »Sind die Jäger überhaupt in der Lage, die Schwarzkittel dauerhaft zu regulieren?«, fragt die
Jägerzeitschrift WILD UND HUND Anfang Mai im Editorial und gibt auch gleich die Antwort: »Insgesamt haben jedoch alle Bemühungen der vergangenen Jahre keinen Erfolg gebracht. Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter.«

Um ihr blutiges Hobby zu rechtfertigen, behaupten die Jäger, sie müssten Tierbestände durch Abschuss »regulieren«. Ohne Jagd würde zu einer »Wildschweinschwemme«, gar zu einer »Wildschwein-Plage« kommen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter und weiter.

Jagdzeitschrift: »Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter«

Dass Jagd die Zahl der Wildschweine nicht nachhaltig regulieren kann, gibt Deutschlands größte Jagdzeitschrift jetzt offen zu: »Bis Ende der 1980er-Jahre belief sich die gesamteuropäische Schwarzwildstrecke auf 550 000 Stück. Im Jagdjahr 2012/13 wurden alleine in Deutschland 644 239 Sauen erlegt«, heißt es in WILD UND HUND 9/2014. Und weiter: »Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass wir die Sauen mit jagdlichen Mitteln offenbar nicht mehr nachhaltig regulieren können«.


Jäger geben zu:



Jägerlatein am Ende

Deutlicher könnte das Eingeständnis der Jäger nicht sein: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren. Dabei weisen Wissenschaftler und sogar einige kritische Jäger bereits seit Jahren darauf hin, dass das »Wildschwein-Problem« hausgemacht ist: Die massive Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen. Die Jagd ist somit nicht nur nutzlos, sondern sogar kontraproduktiv!

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Wissenschaft entlarvt Jägerlatein: Jagd fördert die unkontrollierte Vermehrung von Wildschweinen
Die Ursachen der Wildschweinschwemme



Warum jagen Jäger wirklich?

»Warum jagen wir?« - Diese Frage stellte WILD UND HUND im Editorial 22/2012. Die Antwort: Einige Jäger würden die Jagd als Kick beschreiben, andere von großer innerer Zufriedenheit sprechen. »Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe«, so die Redakteurin Silke Böhm. »Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?«
Doch der Tod, der mit dem Beutemachen der Jäger verbunden ist, sei in der Öffentlichkeit verpönt. »Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«
Die Jägerin bedauert, dass die Lust am Jagen dadurch in den Hintergrund gedrängt werde: »Weshalb die Freude leugnen, die uns so gut tut und die uns zu dem macht, was wir sind - Menschen. ... Jagen ist etwas zutiefst Menschliches.«



Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche räumt in seinem Buch »Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen« (Neumann-Neudamm, 2012) mit den gängigen Begründungen und Rechtfertigungen für die Jagd auf, die da sind: Jäger als Ersatz für Großraubwild, Jäger als Bekämpfer von Wildschäden und Seuchen, Jäger als Naturschützer und Biotop-Pfleger, Waidgerechtigkeit... Ein Jäger, der diese Gründe für die Jagd anführe, würde lügen, so Asche. Und er gibt offen zu:
»Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen, als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts... Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet.«

Der Jäger und Journalist Eckhard Fuhr widmete der Frage, warum er jage, einen Artikel in der ZEIT (48/2010): »Und natürlich, ich gebe es zu, Jagd ist aufregend. ...Wenn das tote Reh dann gefunden ist, stellt sich ein unvergleichliches Gefühl innerer Zufriedenheit ein. Doch, vergleichbar ist es: Nach erfolgreicher Jagd fühlt man sich wie nach gutem Sex…«
Fuhr schreibt, wenn es ihm nur um Erholung in der Natur ginge, würde er Golf spielen. »Jagen dagegen ist Sinn schlechthin. Jagen ist keine Neben-, sondern eine Hauptsache. Ich jage, also bin ich.«

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Die Natur braucht keine Jäger

Die Natur braucht keine Jäger - und die Jäger geben inzwischen selbst zu, dass sie Tierbestände nicht wirklich regulieren können und »Hege«, »Naturschutz« und »Wildschadensvermeidung« nur als Begründungen für ein blutiges Hobby vorgeschoben sind.

Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Sind »Genuss« und »Lust« ein »vernünftiger Grund« für das Töten von Tieren?



"Hochbetagte Jäger nicht auf Schießstand zwingen"

Der Bayerische Jägerpräsident Jürgen Vocke hat die Forderung eines Schießleistungsnachweises für alle Jäger beim Landesjägertag in Altötting scharf kritisiert: Die »teils hochbetagten Jagdherren« dürfte man nicht »auf den Schießstand zwingen«. Hintergrund: Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger fordert in einem Positionspapier einen Schießleistungsnachweis auch für Hobbyjäger. In Deutschland gibt es etwa 360.000 Hobbyjäger und ca. 1.000 Berufsjäger.

Die Berufsjäger setzen sich in demPositionspapier »insbesondere aus Gründen des sicheren Schusswaffengebrauchs und des Tierschutzes dafür ein, dass zukünftig jeder Jäger, der in Deutschland die Jagd ausübt, den jährlichen Nachweis eines Übungsschießens zu erbringen hat. Hierbei soll jeder Einzelne insbesondere seine Treffsicherheit überprüfen und gegebenenfalls verbessern.«

Die Berufsjäger sollten sich »um ihren eigenen Dreck kümmern«, so dazu Jägerpräsident Vocke auf dem Landesjägertag. (Jägerzeitschrift WILD UND HUND, 10/2014)

Hier stellt sich doch die Frage, wie es sein kann, dass hochbetagte Greise, die wahrscheinlich nicht mehr richtig sehen und hören können, überhaupt mit Tötungswaffen unterwegs sein dürfen...


"Schluss mit der Hobbyjagd!"

Das Durchschnittsalter der deutschen Jäger liegt in dem meisten Landesjagdverbänden bei 58 und 60 Jahren, in manchen Kreisvereinen noch höher. Bei Soldaten und Polizisten gibt es Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Müsste nicht aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Waffenträger festgesetzt werden?

Wildtiere, die »nur« angeschossen werden, müssen furchtbare Qualen leiden. Und immer wieder werden Haustiere wie Ponys auf der Weide mit Wildtieren »verwechselt«. Auch Menschen werden regelmäßig Opfer von Jagdunfällen: Spaziergänger, Radfahrer, Reiter, Autofahrer auf der Landstraße... Im Mai 2014 wurde sogar eine Frau, die auf einer Bank am Tennisplatz saß, getroffen und schwer verletzt.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd fordert: Schluss mit der Hobbyjagd!



Jagd als Ursache für Verkehrsunfälle

Über Jagd als Ursache für Wildunfälle weist die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine vom 7.8.2014 hin: „ Ein Schuss ins Maisfeld. Die Kugel rast hindurch, findet keinen Halt. Das Reh flüchtet vor Hund und Kugel auf die Straße und rennt direkt vor ein Auto - die Folge ist nicht selten ein Wildunfall.“ Pro Jahr kommt es dem Artikel zufolge zu 200.000 Wildunfällen mit 20 Toten, 615 Schwerverletzten und einer halbe Milliarde Versicherungsschäden.
Die Zeitung zitiert einen erfahrenen Jäger, der vor allem Treibjagden, bei denen die Tiere gehetzt würden, als Ursache für immer mehr Unfälle kritisiert: „Wenn das Umweltministerium und die Jägerverbände diese Art und Weise der Jagd empfehlen, wird billigend in Kauf genommen, dass Unfälle entstehen.“ Im Übrigen werde bei Treibjagden das Tierschutzgesetz Füßen: Die Hundemeute im Feld reiße mehr Jungwild als geschossen werde.


Plädoyer gegen Vogeljagd

In seinem sehr lesenwerten Beitrag „Die Nachtigall singt in Berlin“ für den Tagesspiegel Berlin (30.5.2014) schreibt Prof. Dr. Josef H. Reichholf über die Artenvielfalt in den großen Städten: In Berlin brüten über 150 Vogelarten - das sind zwei Drittel aller Vogelarten, die in Mitteleuropa zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen vorkommen.

Und er stellt die Frage: „Muss es sein, dass die Städte vogelreicher sind als das Land? Wäre es nicht an der Zeit, die Jagd auf Vögel gänzlich zu verbieten, und nicht bloß den Südeuropäern ihren Vogelfang vorzuwerfen?“


Wildtiere brauchen Ruhezonen

Unmissverständlich erklärte der renommierte Zoologe Prof. Dr. Josef Reichholf im Bayerischen Fernsehen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sei längst überfällig: »Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.« Ruhezonen könnten die gefürchteten Wildschäden vermindern: »Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone, bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss.« (»Unser Land« vom 16.11.2012)


In seinem Grundsatzartikel »Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften« der Zeitschrift TIERethik (2-2013) legt Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugend dar, weshalb die Regulation von frei lebenden Tierbeständen durch die Jagd nicht funktioniert und auch nicht nötig ist. Vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte von 2012 mit seinen Folgen für das Revierjagdsystem stellt der Zoologe in aller Deutlichkeit fest, dass Jagd in der Kulturlandschaft aus ökologischen Gründen nicht sein muss. Der dichtbesiedelte Kanton Genf (Jagdverbot seit 40 Jahren) und der Schweizerische Nationalpark (Jagdverbot seit 100 Jahren) beweisen laut Reichholf, dass weder im Siedlungsraum der Menschen noch in besonders naturnahen Naturschutzgebieten eine Kontrolle der Bestände durch die Jagd notwendig ist.
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Jagdverbote in immer mehr Ländern

Immer mehr Länder sprechen für den Schutz von Wildtieren Jagdverbote aus: In Albanien ist im Februar 2014 ein zweijähriger totaler Jagdbann in Kraft getreten, um Wildtiere und vor allem die Zugvögel besser zu schützen. In Griechenland gilt seit Dezember 2013 ein generelles Jagdverbot. Auf der griechischen Insel Tilos herrscht Jagdverbot schon seit 1993. Seit 2002 gilt ein weitreichendes Jagdverbot in Holland. In Israel ist seit 2013 die Jagd zu Sportzwecken verboten. Costa Rica hat 2013 ein umfangreiches Jagdverbot erlassen. In Botswana sind seit 2014 Trophäenjagd und Jagdtourismus verboten, um den Artenschutz zu fördern. Kenia hat die Jagd schon 1977 verboten.


Dass eine Natur ohne Jagd möglich ist, zeigen nicht nur die Erfahrungen im Schweizerischen Nationalpark, der seit 100 Jahren jagdfrei ist, oder im Schweizer Kanton Genf, in dem seit der Volksabstimmung von 1974 die Jagd verboten ist. Auch in Italien sind die weitläufigen Nationalparks alle seit Jahrzehnten jagdfrei: Im Nationalpark Gran Paradiso ist die Jagd seit 1922 verboten, im Nationalpark Belluno seit 1990.

Lesen Sie unsere ausführliche Dokumentation!



ZDF planet e: Jäger in der Falle



Schluss mit Hubertusmessen!

 



Alljährlich finden im Herbst die so genannten Hubertusjagden statt. Und bis heute halten sowohl katholische, als auch evangelische Kirchen alljährlich Hubertusmessen ab und segnen die Waidmänner, ihre Waffen und die »Strecke« der getöteten Tiere.

Die Legende Hubertus und dem kreuztragenden Hirsch ist aus der Dichtung und der bildenden Kunst bekannt. Gemäß der überlieferten Legende wurde Hubertus um 655 als Sohn eines Edelmannes geboren und starb im Jahre 728. Anfangs führte er ein vergnügungssüchtiges Leben und war ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: »Hubertus, warum jagst du mich?«

Wann folgen die Jäger Hubertus nach?

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Schluss mit Hubertusmessen! - Wann folgen Jäger Hubertus nach?



"Du sollst nicht töten..."

Karikatur von Bruno Haberzettl