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Anti-Jagd-Demo auf dem Kurfürstendamm

Anti-Jagd-Demo auf dem Kurfürstendamm

Was ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd?

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd versteht sich als Zusammenschluss von Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen, die den alltäglichen Wahnsinn in unseren Wäldern nicht mehr länger dulden wollen. Aus ethischen und ökologischen Gründen lehnen sie die Jagd in Europa grundsätzlich ab und streben das Ziel eines generellen Jagdverbots über rationale und effektive Öffentlichkeitsarbeit einerseits sowie politische Einflussnahme andererseits an. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd ist ganz bewusst kein Verein. Die Initiative will nicht in Konkurrenz zu den zahlreichen Naturschutz-, Tierschutz- und Tierrechtsvereinen treten, sondern integrativ tätig sein. Man kann sich die Initiative als ein Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen vorstellen, das die Kräfte all derjeniger bündelt, die für die wildlebenden Tiere in unseren Wäldern und Feldern eintreten wollen.


Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher, Biologe Oberstudiendirektor a.D.
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn

Tel.: 07131/48 12 63

e-mail: info@abschaffung-der-jagd.de


Spenden:

Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher
Kreissparkasse Heilbronn
IBAN DE35 6205 0000 0001 566048

»Historie« der Initiative zur Abschaffung der Jagd

Als über tausend Menschen im Oktober 2001 bei der ersten Demonstration für die Abschaffung der Jagd durch das Berliner Regierungsviertel zogen, war das Ziel klar: Wir werden demonstrieren, bis die Jagd abgeschafft ist! Vorbild waren die Montagsdemonstrationen, die etwas mehr als 10 Jahre zuvor zum Ende der DDR geführt hatten - die Menschen demonstrierten, bis die Mauer weg ist . Dennoch: An über 70 Demonstrationen in Folge - jeden 1. Samstag im Monat - hat damals wohl keiner gedacht.

Die rot-grüne Bundesregierung hatte 2002 die Novellierung des Bundesjagdgesetzes unter Tierschutzaspekten in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben - und die Initiative zur Abschaffung der Jagd war bei politischen Gesprächen im Vorfeld in Berlin dabei. 2004 war das Gesetz der Rot-Grünen Bundesregierung fix und fertig in der Schublade. Das geplante neue Jagdgesetz hätte natürlich noch nicht das Ende der Jagd bedeutet - aber es hätte keine Fallenjagd mehr gegeben, keine Haustierabschüsse mehr, längere Schonzeiten, die Liste der jagbaren Arten wäre zusammengestrichen worden. - Doch durch die vorgezogenen Neuwahlen und den Regierungswechsel war die Hoffnung auf eine schnelle Hilfe für die Tiere zunächst vorbei. Kurt Eicher und seine Mitstreiter ließen sich nicht entmutigen: Wir werden weiter dran bleiben, bis sich für unsere wildlebenden Tiere wirklich etwas ändert! Es geht nicht um uns, sondern um die Tiere - und jedes Jahr werden 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Hauskatzen, ca. 35.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen, in Fallen gefangen. Und was die wenigsten wissen: Jedes Jahr sterben allein in Deutschland etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen!

Die Tierschützer sind überzeugt: Es wird eine Zeit kommen, in der die Politiker in Sachen Jagd nicht mehr am Mehrheitswillen der Bevölkerung vorbeiregieren können: Seit Jahren zeigen repräsentative Umfragen übereinstimmend, dass über zwei Drittel der Bevölkerung der Jagd kritisch gegenüberstehen, sich für mehr Tierschutz aussprechen, gegen die Hobbyjagd sind oder die Jagd ganz abgeschafft sehen wollen.

Wenn die Politiker nicht handeln, wird es über die Gerichte gehen: Schließlich hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bereits im Jahr 1999 im Fall französischer Kläger entschieden, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn ein Grundstückseigentümer seinen Grund und Boden gegen seinen Willen bejagen lassen muss. Der Gesetzgeber in Deutschland hat dieses Urteil bislang nicht in geltendes Recht umgesetzt. Aber Menschenrechte sind Menschenrechte. Und so erging im Juli 2007 das gleiche Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Fall von Luxemburg: Die Zwangsbejagung verstößt gegen die Menschenrechte! Der erste Fall eines Zwangsbejagten aus Deutschland ist seit diesem Frühjahr vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig...
Wenn die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften in Deutschland abgeschafft ist, kann jeder Tierfreund sagen: Auf meinem Grundstück, in meinem Wald wird kein Hochsitz gebaut, keine Falle gestellt, wird kein Tier geschossen. Und dann kann auch in Deutschland der Beweis angetreten werden: Wir brauchen keine Jäger - die Natur reguliert sich selbst. In allen unbejagten Gebieten Europas wurde dieser Beweis längst erbracht!

Argumente für die Abschaffung der Jagd

Wir brauchen keine Jäger!


Jägerlüge Nr. 1:
Jäger schützen Wald und Feld vor Wildschäden.
FALSCH!


Die Jagd provoziert ganz im Gegenteil vielfach Wildschäden. Rehe sind z.B. von ihrer Natur her Bewohner von Wiesen und dem Waldrand. Erst die Jagd treibt die Tiere in den Wald hinein, wo sie dann keine - für sie lebenswichtigen - Gräser und Kräuter finden und ihnen nichts anderes bleibt, als an Knospen zu knabbern. Durch die Jagd werden die Tiere unnötig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Fraßschäden oft weiter erhöht. Das verbreitete Argument, Wildtiere verursachten erhebliche Schäden, dient nur als Vorwand der Jäger, längere Jagdzeiten oder höhere Abschussquoten durchzusetzen. Oft sind die von Jägern verursachten Personen- und Sachschäden höher als der landwirtschaftliche Schaden durch Wildtiere.

Wie das Standardwerk Vom Widersinn der Jagd des Zoologen Carlo Consiglio von der Universität Rom nachweist, sind Verbissschäden in den meisten Fällen minimal und betreffen meist deutlich weniger als 2% an Pflanzen bzw. des Holzertrags. Außerdem können Schonungen und Jungwaldanpflanzungen z.B. durch Schutzzäune oder Netze vor Verbiss geschützt werden. Eine Studie für die Minister für Agrarwirtschaft in Brüssel zeigt des Weiteren auf: Wildschäden könnten fast vollständig vermieden werden, wenn der Mensch die Wildfütterung über das ganze Jahr ausdehnen würde (Ueckermann: Einfluss der Fütterung auf den Schälumfang des Rotwildes, 1985). Schließlich könnten die Behörden auch Schäden ersetzen, wie es z.B. im Falle von Manöverschäden durch Truppenübungen üblich ist.

In unbejagten Gebieten Europs, wie z.B. im Schweizer Nationalpark (seit fast 100 Jahren jagdfrei) nimmt die Größe des Waldes ständig zu!

Fraß-Schäden in Wald und Feld entstehen, weil man den Tieren heute keine Nahrung mehr lässt:

Früher fiel bei der Ernte auf den Feldern viel Getreide auf den Boden oder blieben noch Kartoffeln im Boden. Dadurch blieb immer etwas für die Tiere auf dem Feld.

Heute bleibt durch die modernen Maschinen nichts mehr übrig - man nimmt den Tieren jedes Korn weg.

Früher konnten Wildtiere auf Wiesenflächen, auf Brachen oder an ausgedehnten Waldrändern grasen.

Heute werden auch die Wiesen weitgehend landwirtschaftlich intensiv genutzt, die natürlichen Waldränder verschwunden, es gibt nur wenige Bracheflächen.

Früher wurden Felder und Wiesen natürlich bebaut.

Heute sind Felder und Wiesen durch Spritzmittel, Dünger sowie durch Mist und Gülle vergiftet, kein Kräutlein darf stehen bleiben. Dies führt zum Rückgang oder gar zum Aussterben von Tierarten, wie z.B. dem Feldhasen.

Die moderne Landwirtschaft hat den Wildtieren die Nahrungsquellen genommen. Der Jäger reguliert das Ungleichgewicht: Wenn Wildtiere in die Felder gehen um sich Nahrung zu holen, werden sie abgeknallt. Der Lebensraum für die Tiere hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter verengt - Verursacher ist der Mensch. Wäre es nicht Aufgabe des Menschen, den Tieren Lebensraum zurückzugeben?



Jägerlüge Nr. 2
Jäger sind Ersatz für ausgestorbene Raub -tiere
FALSCH!

Forschungen zeigen, dass so genannte Beutegreifer nicht für die Regulation, d.h. die zahlenmäßige Kontrolle ihrer Beutetiere, verantwortlich sind. Beutegreifer erbeuten bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere bzw. fressen Aas und tragen so zu einem gesunden Wildbestand bei. Ein Jäger, der auf große Distanz schießt, kann nur in den seltensten Fällen beurteilen, ob ein Tier krank oder alt ist. Da Jäger aber vor allem auf prächtige Tiere, nämlich Trophäenträger, aus sind, führt die von Menschen praktizierte Jagd dagegen in aller Regel zu einer naturwidrigen Fehlauslese. Stimme eines Jägers: Jagd bedeutet auch, nicht nur Schwaches und Krankes zu erlegen, sondern überzählige kerngesunde Tiere (wer will schon Krüppel und Kranke essen?). (WILD UND HUND 13/2001)Wolf, Luchs und Braunbär wurden in Europa durch die Jagd praktisch ausgerottet, der Adler ist stark dezimiert - und die Rückkehr dieser Arten wird, wie das Beispiel des erschossenen Bären Bruno zeigt, aktiv verhindert. Mit dem Abschuss von bundesweit jährlich rund 700.000 Mardern, Füchsen und Wieseln dezimieren Jäger zudem die noch vorhandenen Beutegreifer - mit der schizophrenen Behauptung: Fleischfresser nehmen dem Jäger die Beute weg. Damit die Jäger genug zu schießen haben, werden Rehe, Hirsche und Wildschweine massiv gefüttert (oft illegal oder halblegal an so genannten Kirrungen ). Auf ein erschossenes Wildschwein kommen nach Untersuchungen der Wildforschungsstelle Aulendorf (Baden-Württemberg) 250-300kg von Jägern ausgebrachtem Mais.



Jägerlüge Nr. 3 :
Jagd ist angewandter Naturschutz

FALSCH!

Jagd bedeutet eine Störung des natürlichen Gleichgewichts der Öko-Systeme. Sie kann zur Ausdünnung oder Ausrottung von Tierarten führen. Jäger sind Naturnutzer, aber keine Naturschützer. Sie hegen allenfalls die Tierarten, die für sie als Beute von Interesse sind. Im Übrigen widerlegen Jäger inzwischen diese Behauptung selbst: "Jagd als angewandter Naturschutz" oder "Jäger als die wahren Naturschützer" und so weiter - alles schön und gut. Akzeptiert werden wir von den Funktionären der Naturschutzverbände aber trotz allem nicht. Warum stehen wir nicht endlich mehr zu Sinn und Zweck unserer Jagdausübung? (...) Jagd ist eben nicht in erster Linie Hegen, sondern im ganz ursprünglichen Sinn Beutemachen, und Beute wollen wir doch machen. Es ist nicht verwerflich, Freude zu empfinden, wenn es gelungen ist, ein Stück Wild zu erlegen. Nein, es darf durchaus Freude bereiten, wenn ein Stück Wild durch einen sauberen Schuss schmerzlos verendet... (WILD UND HUND 13/2001)

Im Schweizer Kanton Genf entschied die Bevölkerung 1975 durch ein Referendum für ein allgemeines Jagdverbot auf Säugetiere und Vögel. In den nachfolgenden Jahren erhöhte sich die Zahl der an den Ufern des Genfer Sees und der Rhone überwinternden Wasservögel auf spektakuläre Weise - ohne Zweifel eine Folge der ausbleibenden Störungen durch die Jagd. Vor dem Referendum hatten Jagd-Vertreter behauptet, der Feldhase wäre im Kanton Genf ohne die Jagd von der Ausrottung durch Beutegreifer bedroht. Das Gegenteil war der Fall: Inzwischen erfreut sich der Kanton Genf einer gesunden, vermehrungsfähigen Feldhasenpopulation, der größten Populationsdichte von Feldhasen in der Schweiz. Die Befürchtung der Landwirte, dass das Jagdverbot mehr Schäden an Kulturen bringen werde, hat sich nicht bewahrheitet: Die Schadenszahlen im Kanton Genf sind vergleichbar mit denen von Schaffhausen - obwohl in Schaffhausen die Jagd erlaubt ist.

Zahlreiche in Deutschland immer noch jagdbare Arten (Feldhase, Baummarder, Waldschnepfe, Rebhuhn) stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Jagd ist nicht immer der einzige Gefährdungsgrund, allerdings trägt der Abschuss bedrohter Arten bestimmt nicht zu deren Erhalt bei. Seit dem 17. Jahrhundert sind die Jagd und die Zerstörung der natürlichen Lebensräume durch den Menschen für 57% der ausgerotteten Vogel- und für 62% der ausgerotteten Säugetierarten verantwortlich.

Jäger ballern zudem jährlich 1.500 Tonnen hochgiftiges Blei in unsere Natur. Dies führt zu einer Anreicherung von toxischen Schwermetall in den Nahrungsketten. Dies ist kein angewandter Naturschutz, sondern angewandte Naturvergiftung!



Jägerlüge Nr. 4
Ohne die Jagd nehmen die Wildtiere überhand
FALSCH!

Feldstudien von Ökologen ergaben, dass die Tiere über einen inneren Mechanismus zur Regulierung des Populationswachstums verfügen: Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Jagd. Droht Überbevölkerung, wird die Geburtenrate gesenkt. Auch dort, wo in Europa die Jagd verboten wurde, wie z.B. in den ausgedehnten italienischen Nationalparks, im Schweizer Nationalpark oder im Schweizer Kanton Genf, konnten bislang keine übermäßigen Wildtierbestände festgestellt werden. In fast allen anderen Ländern der Welt ist die Jagd in Naturschutzgebieten verboten, ohne dass dort bislang das natürliche Gleichgewicht aus den Fugen geraten wäre.



Jägerlüge Nr. 5:
Jäger töten schmerzlos

FALSCH!

Oft werden die Tiere nur angeschossen. Die Nachsuche dauert, sofern sie überhaupt erfolgt, Stunden und Tage. Bis zum tödlichen Schuss schleppen sich die angeschossenen Tiere stunden- oder tagelang mit zerfetztem Körper, heraushängenden Eingeweiden, gebrochenen Knochen auf der Flucht vor den Jägern durch den Wald. Auch vom Schrot der Jäger werden unzählige Tiere, besonders Wildvögel, zwar getroffen, sterben aber nicht gleich, weil keine lebenswichtigen Organe getroffen wurden. Oftmals verenden sie erst Stunden oder Tage später an ihren Verletzungen. Jede vierte Ente lebt mit einer Schussverletzung.Besonders grausam ist die Fallenjagd: Noch immer sind Totschlagfallen erlaubt - selten ist das Tier sofort tot. Bei angeblich unversehrt fangenden Kastenfallen gerät das gefangene Tier in jenem Moment, in dem der Kasten mit lautem Krach schließt, meist in Panik, bewegt sich heftig und verletzt sich oft schwer. So liegt das Stück (Jägersprache) blutig, von grausamen Schmerzen gepeinigt, nicht selten hungernd oder durstend Stunden, oft Tage in einer engen Kiste und wartet auf einen grausamen Tod.



Jägerlüge Nr. 6
Die Jäger schützen die Bevölkerung vor der Tollwut

FALSCH!

In Europa wird ein regelrechter Vernichtungsfeldzug gegen den Fuchs geführt: mit Schrot, Fangeisen, Fallen, Vergasung im Bau und vergifteten Ködern - und zwar das ganze Jahr. Doch die Ausbreitung der Tollwut wurde durch keine dieser Maßnahmen gestoppt. Die Jagd auf Füchse führt durch den beschleunigten Ortswechsel der überlebenden Tiere sogar zur Ausbreitung der Tollwut. Der Schweizer Kanton Wallis ist durch Impfaktionen seit 1981 tollwutfrei. Diese Aktion kostete das Wallis 106.800 Franken im Jahr, während der angrenzende Kanton Bern - flächenmäßig nur wenig größer - 818.148 Franken für die Tötung einer großen Zahl von Füchsen und für die Impfung des Viehs ausgab, ohne die Tollwut einzudämmen. Im Übrigen ist für Menschen die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland an Tollwut zu erkranken, mit 1:171.875.000 zu beziffern
(Horst Hagen, 1984).



Jägerlüge Nr. 7:
Jagd ist ein Kulturgut

FALSCH!

Unter Kultur versteht man die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen ... eines Volkes sowie feine Lebensart, Erziehung und Bildung (vgl. Duden, Band 5, 1982). Ob das Töten von Wildtieren dazu gehört? - Bestimmt nicht! Dass Menschen sich das Recht anmaßen, Lebewesen, die genauso wie sie fühlen und Schmerz empfinden, um des Vergnügens willen zu töten, ist vom moralischen Standpunkt her absolut inakzeptabel.




Jägerlüge Nr. 8:
Der Mensch hat schon immer gejagt

FALSCH!

In der Frühzeit war der Mensch zunächst Sammler. Erst später wurde er zum Jäger. Die Abnutzungsmuster auf der Zahnoberfläche der Backenzähne von vielen Hominiden und Hominoiden zeigen eindeutig, dass diese Vorläufer des Menschen Pflanzenkost (Pflanzenfasern, hartschalige Früchte, Nüsse etc.) gegessen haben. Typische Raubtiere (z.B. Wolf, Löwe) und Allesfresser (z.B. Spitzmaus, Igel) haben andere Zahn- und Zahnschmelzstrukturen auf Backen- und Mahlzähnen als der heutige Mensch.

In der Schöpfungsgeschichte spiegelt sich noch die vegetarische Frühphase der Menschheit wieder, wenn in Genesis 1.29 Gott spricht: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Doch in dem Maß, in dem der Mensch begann, Krieg gegen seinen Bruder zu führen, begann er auch die Tiere zu schlachten. Bei primitiven Völkern dient die Jagd der Nahrungsbeschaffung. In Europa jagt der Mensch nicht mehr um seine Ernährung sicherzustellen. Es geht einzig und allein um eine Freizeitbeschäftigung, ums Vergnügen - die Lust am Töten. Die Jagd ist heute das blutige Hobby einer kleiner Minderheit: Nur 0,3 Prozent der Bevölkerung sind Jäger - die allermeisten davon sind Hobbyjäger.

80% der Deutschen sind gegen die Hobby-Jäger! Immer mehr Menschen erkennen: Auch Tiere haben ein Recht auf Leben! Tiere fühlen ähnlich wie wir - Freude, aber auch Leid. Tiere lieben das Leben genauso wie wir. Es ist verwerflich, Tiere aus niederen Beweggründen zu töten!

Wissenschaftliche Studien zeigen: Jagd schadet unserer Natur und schädigt das ökologische Gleichgewicht in unseren Wäldern. Es wird höchste Zeit, dass die Gesetzgebung in Deutschland endlich dem aktuellen wissenschaftlichen Erkennnisstand und dem Willen der Bevölkerungsmehrheit angepasst wird.

Seit 2002 steht der Tierschutz im Grundgesetz und wurde zum Staatsziel erhoben. Die Jagd ist nicht mehr zeitgemäß!

Theodor Heuss, der als erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland aus Repräsentationsgründen häufig an Diplomatenjagden teilnehmen musste, formulierte treffend: Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.

Die Jagdleidenschaft , auf die die Jäger auch noch so stolz sind, ist eine gefährliche Perversion! Leo Tolstoi sagte: Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt!

Jagd: Nebenform menschlicher Geisteskrankheit

Der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, schrieb:

Jägerei ist eine Nebenform von menschlicher Geisteskrankheit .
(Theodor Heuss: Tagebuchbriefe 1955-1963, hg. V. Eberhard Pikart, Tübingen/Stuttgart 1970, S. 106)

Fakten gegen die Jagd

Die moderne Wissenschaft

Die moderne Wissenschaft

hat in zahlreichen Untersuchungen zweifelsfrei nachgewiesen, dass Tiere empfindungsfähige, Freude und Schmerz verspürende Wesen sind. Tiere verfügen über ein reiches Sozialverhalten und gehen wie wir Beziehungen und Freundschaften ein. Sie können Liebe und Trauer empfinden, ja, sogar Fairness, Mitgefühl, Empathie, Altruismus und moralisches Verhalten zeigen, das über Trieb- und Instinktsteuerung weit hinausgeht.

Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Jägern angepöbelt und bedroht werden - und sie protestieren gegen Ballerei in Naherholungsgebieten sowie gegen Massenabschüsse auf Treibjagden. Immer wieder zu lesen, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld, Jagdkollegen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem draußen in der Natur durchaus Angst machen - ebenso wie Schüsse am Spazierweg oder Kugeln, die in Autos einschlagen. Außerdem haben Millionen Tierfreunde kein Verständnis, wenn Jäger ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen.

Tierrechtsorganisationen decken immer wieder Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bei Treib- und Drückjagden sowie bei Gatterjagden auf, wo halbzahme Tiere gegen Geld abgeknallt werden. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,7 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen.

Lesen Sie:

Fakten gegen die Jagd - Die Natur braucht keine Jäger

Warum jagen Jäger wirklich?

Die Frage "Warum jagen wir?" beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: "Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?"
Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: "Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz."

Der Neurologe und Psychoanalytiker Dr. Paul Parin - ebenfalls begeisterter Jäger - schrieb in seinem Buch "Die Leidenschaft des Jägers": "Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird."

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Warum jagen Jäger wirklich?

Immer mehr jagdfreie Grundstücke in Deutschland

Von Schleswig-Holstein bis Bayern: In Deutschland gibt es immer mehr jagdfreie Grundstücke!

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am vom 26.6.2012 entschieden, dass es gegen die Menschenrechte verstößt, wenn Grundeigentümer die Jagd auf ihrem Grund und Boden gegen ihren Willen dulden müssen, obwohl sie die Jagd aus ethischen Gründen ablehnen. Aufgrund des Urteils des höchsten europäischen Gerichts wurde die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, ihre Jagdgesetzgebung entsprechend zu ändern. Grundeigentümer können bei der unteren Jagdbehörde einen Antrag stellen, dass Ihr Grundstück jagdrechtlich befriedet wird.

Eine aktuelle Dokumentation über jagdfreie Grundstücke und laufende Anträge auf jagdrechtliche Befriedung finden Sie hier.

Seit 1974: Jagdverbot im Kanton Genf

Im Schweizer Kanton Genf ist die Jagd seit 40 Jahren verboten. Noch nie war die Biodiversität größer und die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich. weiterlesen

Seit 1914: Jagdverbot im Nationalpark Schweiz

Im Schweizerischen Nationalpark ist die Jagd seit 1914 Jahren verboten - ein erfolgreiches Modell für eine Natur ohne Jagd, das beweist: Ohne Jagd finden Tiere und Natur in ein Gleichgewicht. weiterlesen

Jagdverbote in immer mehr Ländern

In Luxemburg ist die Jagd auf Füchse seit 2015

In Luxemburg ist die Jagd auf Füchse seit 2015

verboten. Damit liefert unser Nachbarland den praktischen Beweis dafür, wie unnötig das massenhafte Töten von Füchsen ist - auch in der modernen Kulturlandschaft: Weder hat die Zahl der Füchse zugenommen noch gibt es Probleme mit Tollwut. Die Verbreitung des Fuchsbandwurms geht sogar zurück.

Immer mehr Länder sprechen für den Schutz von Wildtieren Jagdverbote aus. weiterlesen