Jagdunfälle / Straftaten 2018

5.6.18: Autobahn-Sperrung wegen Jäger-Schüssen



Zwei Jäger haben eine knapp halbstündige Vollsperrung der Autobahn 44 bei Aachen ausgelöst – weil sie mit Schüssen die Zielrichtung ihrer Gewehre testen. Dies berichten die Westfälischen Nachrichten am 5.6.2018. Demnach hatten mehrere Anrufer die Polizei alarmiert, weil Schüsse von einer Lichtung gehört hatten. „Polizisten umstellten das Gebiet und machten zwei Männer aus, die mit Langwaffen schossen“, so die Zeitung. „Da zunächst nicht klar war, wer die Männer waren, und die Gefahr bestand, dass die Projektile die Autobahn erreichten, wurde die A44 zwischen dem Aachener Kreuz und Lichtenbusch gesperrt.“

25.5.18: Jäger schießt sich durch Bein und Arm

Ein schwerer Jagdunfall hat sich auf einer Wiese im Landkreis Ostallgäu am 25.05.2018 ereignet: Ein 66-jähriger Jäger war am Abend auf seinem Hochsitz, als ihm sein Gewehr vom Hochsitz herunter fiel. Beim Aufprall auf den Boden habe sich ein Schuss gelöst, der das rechte Bein und den rechten Oberarm des Mannes durchschlug, berichten new-facts.eu und all-in.de am 26.5.2018. Demnach musste der verletzte Jäger musste mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Kempten geflogen und notoperiert werden.

22.5.18: Gefahr für Mountainbiker

Immer wieder ist zu hören, dass Jäger Erholungssuchende und Sportler wie Radfahrer und Mountainbiker aus dem Wald draußen haben wollen, um ihrem blutigen Hobby ungestört nachgehen zu können. Im Bezirk Braunau in Oberösterreich wurde jetzt ein Jäger ermittelt, der ein Drahtseil über einen Waldweg gespannt hatte – eine gefährliche Falle für Mountainbiker.
Der ORF berichtet am 22.5.2018, dass eine 36-Jährige Mountainbikerin im Wald bei Königsaich einen dünnen, vier Meter langen Eisendraht, in einer Höhe von etwa 1,70 Meter über einen Waldweg gespannt, entdeckte – durch Zufall wohl gerade noch rechtzeitig. Die Radlerin rief die Polizei, die sofort Ermittlungen aufnahm. „Dabei stellte sich heraus, dass der Draht bereits drei Tage zuvor gespannt worden sein dürfte“, so der ORF. „Der Täter, ein Jäger, konnte rasch ausgeforscht werden. Der Mann aus dem Bezirk Braunau wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.“

8.5.18: Jäger, der Frau erschoss, tot

Der Jäger, der bei einer Jagd in der Nacht vom 1. Mai im Landkreis Miltenberg (Unterfranken) aus Versehen seine Lebensgefährtin erschossen hatte, ist vier Tage später im Wald bei einer Nachsuche gestorben. Dies berichtet die Offenbacher Post am 8.5.2018. Demnach war der Jäger am Samstag, den 5. Mai mit anderen Jägern auf der Nachsuche nach einem angeschossenen Tier, als er plötzlich vor deren Augen im Wald bei Miltenberg tot zusammenbrach. Die Polizei gehe von einer natürlichen Todesursache aus, aufgrund eines akuten Herzinfarktes. Gegen den 50-jährigen Jäger wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

3.5.18: Jäger erschießt aus Versehen Frau

Ein 50-jähriger Jäger hat bei einer nächtlichen Jagd am 1. Mai offenbar aus Versehen seine 47-jährige Lebensgefährtin, ebenfalls eine Jägerin, erschossen. Die beiden waren in einem Wald- und Feldgebiet bei Elsenfeld im unterfränkischen Landkreis Miltenberg auf der Jagd, als gegen 22.20 Uhr der tödliche Schuss fiel, der die Frau in den Oberkörper traf. Dies berichten focus.de und FN web am 3.5.2018. Demnach wird gegen den Mann wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

10.4.18: Jagdunfall - Anklage gegen Jäger erhoben

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat Anklage gegen einen Jäger wegen schwerer Körperverletzung erhoben. Der Jäger hatte bei einer Drückjagd ins Maisfeld geschossen und statt eines Wildschweins einen Treiber getroffen. Dies meldet der SWR am 10.4.2018. Demnach wird dem Jäger vorgeworfen, seine Sorgfaltspflicht verletzt zu haben, weil er das Maisfeld nicht einsehen konnte und abgedrückt hatte, obwohl er nicht sehen konnte, auf was er schießt. Der Treiber wurde schwer verletzt, unter anderen sei die Kniescheibe herausgeschossen worden.

19.3.18: Jäger stirbt bei Jagdunfall

Bei einem Jagdunfall in Richstein (Nordrhein-Westfalen) ist ein 38-jähriger Jäger durch einen Schuss aus seinem eigenen Gewehr erschossen worden. Dies berichtet die Westfalenpost am 19.3.2018. Demnach sei der Jäger in seinem Revier offenbar gestolpert, wodurch sich wohl der tödliche Schuss aus seiner geschulterten Jagdwaffe gelöst hatte. „Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei ist ein Fremdverschulden auszuschließen“, so die Zeitung.

18.3.18: Jagdunfall - mit 15 000 Euro abgespeist

„Was ist ein zerstörtes Leben wert?“, fragt BILD am 18.3.2018 und schreibt weiter: „Nachdem ein Jäger mit einem Schuss sein Bein zerfetzte, soll Wolfgang M. (66) mit 15.000 Euro Schmerzensgeld abgespeist werden.“
Der Landwirt war bei der Maisernte, während Jäger eine Wildschweinjagd im Maisfeld veranstalteten. Als er neben seinem Traktor stand, traf ihn ein Schuss. Inzwischen hat der Landwirt 22 Operationen hinter sich und wird wohl nie wieder richtig laufen können. Vor Gericht kämpft er um eine angemessene Entschädigung.

6.3.18: Jäger erschießt Frau, Hund und sich

Im Eifeldorf Barweiler soll ein Jäger seine Frau, seinen Hund und sich selbst erschossen haben. Dies berichtet lokalo.de am 6.3.2018 und schreibt: „Der Mann soll eine zugelassene Jagdwaffe besessen haben. Beide Eheleute sollen schwer krank gewesen sein.“

5.3.18 Rentner schießt auf Frau und erschießt sich

In Ahrensburg hat ein 98-jähriger Rentner seine 91-jährige schwer demenzkranke Frau in einem Altenheim niedergeschossen. Danach soll er die Schusswaffe auf sich gehalten und abgedrückt haben. Der Mann war auf der Stelle tot – seine Ehefrau überlebte dank Notarzt. Dies berichtet die Hamburger Morgenpost am 5.3.2018. Ob der Mann die Schusswaffe als Jäger besessen hat, wurde noch nicht bekannt.

2.3.18: Schuss trifft Jäger in den Unterleib

Ein 76-jähriger Jäger wurde im Landkreis Celle bei einem Jagdunfall lebensgefährlich verletzt. Das Hamburger Abendblatt berichtet am 2.3.2018, der Mann sei mit seinem 49-jährigen Schwiegersohn auf der Jagd gewesen. Als dieser sein Gewehr nach der Jagd aus dem Auto holte, löste sich ein Schuss aus der noch geladenen Waffe und traf den Jagdkollegen in den Unterleib.

2.3.18: Frau hantiert mit Schusswaffe - tot

Eine 53-jährige Frau aus Lustenau in Österreich erlitt beim Hantieren mit einer Schusswaffe ihres Ehemannes in ihrem Wohnhaus tödliche Verletzungen. Dies berichtet Heute.at am 2.3.2018. Demnach befand sich der 59-jährige Ehemann zu dem Zeitpunkt ebenfalls im Haus. Ob der Mann die Schusswaffe als Jäger oder als Schütze besitzt, wurde noch nicht bekannt.

11.2.18: Erschossene Jägerin in Auto aufgefunden

In Premnitz (Havelland) wurde eine Frau mit einer Schussverletzung leblos in einem Auto aufgefunden. Dies berichtet die B.Z. am 11.2.2018. Demnach soll es sich um eine 57-jährige Jägerin handeln. „Eine Waffe soll nicht gefunden worden sein“, so die Zeitung.

2.2.18 Darmstadt: Jäger erschießt Nachbarin

Ein Jäger hat in Darmstadt seine 50-jährige Nachbarin erschossen. Anschließend schoss sich der 45-jährige Waidmann selbst in den Kopf. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung am 2.2.2018. Laut Staatsanwaltschaft habe der Jäger auf die Mutter eines zwölf Jahre alten Jungen vier Schüsse aus seiner Pistole abgegeben: Einen Schuss ins Knie, zwei Schüsse in den Kopf und einen Schuss in den Rippenbogen.
Laut Ordnungsamt hatte der 45-Jährige im Oktober 2016 eine Waffenbesitzkarte beantragt und erhalten, um als Jäger ein Gewehr und eine Pistole führen zu dürfen. Offenbar war der Mann in den letzten Jahren öfter wegen Sachbeschädigung und Ruhestörung aufgefallen. "Es gab im November 2014 eine Anzeige gegen den Mann wegen Sachbeschädigung am Gemeinschaftsgarten, das Verfahren wurde aber eingestellt", zitiert die Allgemeine Zeitung den Oberstaatsanwalt. Nachbarn berichten, dass die Polizei in den letzten vier Jahren sehr oft da war. "Die Polizei hat genau gewusst, dass der Mann nicht richtig tickt, wir wollten ihn hier weghaben", wird ein Anwohner zitiert.

30.1.18: Jagdtourist von Kugel tödlich getroffen

Ein 75-jähriger Großwildjäger hatte auf einer Jagdfarm in Südafrika gerade einen Löwen erschossen - da traf ihn selbst eine tödliche Kugel. BILD berichtet am 30.1.2018, der Trophäenjäger hatte in seinem Leben „schon alles gejagt, was in Europa möglich ist“. Nun sollte es noch eine Löwen-Trophäe sein. Auf einer Farm, auf der die Löwen nur für Trophäenjäger gezüchtet werden, habe er eine der Großkatzen und hatte gerade eine zweite im Visier – da traf ihn die Kugel eines Jagdkollegen.

25.1.18: Jagdunfall - Opfer wartet auf Prozess

Bei einer Jagd auf Wildschweine im September 2016 in Luxemburg wurde Nathalie Moonen auf einer Terrasse von einer Kugel im Gesicht getroffen. Dabei wurde ihr Kiefer zertrümmert. Mehrere Operationen waren notwendig, um ihr Gesicht einigermaßen zu rekonstruieren. Obwohl der Schütze ermittelt und sein Jagdschein eingezogen wurde, muss das Opfer weiter auf den Prozess warten.
Die luxemburgische Zeitung L'essentiel berichtet am 25.1.2018, dass 16 Monate nach dem Jagdunfall immer noch zwei Gutachten in Arbeit seien. „Im einen Papier geht es um eine medizinische Einschätzung zur Schwere der Verletzung von Frau Moonen, um auch die Tat genauer beurteilen zu können. Beim zweiten Gutachten wird die exakte Flugbahn der Kugel ermittelt, um zu klären, ob der Jäger alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat“, zitiert die Zeitung eine den Akten nahestehende Quelle, die anonym bleiben möchte.
Auch das Opfer des Jagdunfalls kommt in dem Artikel zu Wort: „Die chirurgischen Eingriffe stellen meinen Kiefer nicht wieder her. Er wird durch Metallstifte zusammengehalten. außerdem habe ich mein Gefühl in der Unterlippe und am Kinn verloren.“

22.1.18: Jäger vom eigenen Hund erschossen

Ein 53-jähriger Jäger wurde von einem tödlichen Schuss getroffen, weil sein Jagdhund versehentlich an den Abzug des Gewehrs kam. Dies berichtet das Jagdportal outfox-world am 22.1.2018. Demnach wollte sich der Waidmann in nahe der russischen Stadt Saratow auf die Jagd begeben, als plötzlich einer seiner beiden Jagdhunde direkt auf ihn zu sprang und dabei gegen das geladene Jagdgewehr stieß. Dabei löste sich eine Kugel, die den Jäger in den Bauch traf.

12.1.18 Jagdunfall: Enkel (19) getroffen

Als ein 87-jähriger Jäger in Niederösterreich mit seinem Gewehr hantierte, löste sich ein Schuss und traf den 19-jährigen Enkel. Dies berichten die Niederösterreichischen Nachrichten am 12.1.2018. Demnach hatte der Jäger Entspannen des Gewehrs in der Wohnung offenbar übersehen, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand. „Die Kugel ging durch die Türe durch, wurde dabei so abgelenkt, dass der 19-jährige Enkelsohn, der sich im Nebenzimmer aufhielt, vom Projektil getroffen wurde“, berichtet die Zeitung. Laut Polizei wurdeder 19-Jährige mit den Notarzthubschrauber ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen. Zum Glück hat er keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten.

9.1.18: Jäger erschießt sich aus Versehen selbst

Bei der Jagd auf Wildschweine kam ein 56-jähriger Jäger bei Gerstetten durch einen versehentlichen Schuss aus seiner eigenen Jagdwaffe um Leben. Offenbar hatte sich der tödliche Schuss beim Besteigen des Hochsitzes gelöst. Dies berichtet die Südwest Presse am 9.1.2018. Demnach schließe die Polizei Fremdverschulden sowie Suizid aus. Dass ein solcher Jagdunfall mit einem Gewehr passiere, sei nicht so ungewöhnlich, zitiert die Zeitung den Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm.

7.1.18: Vermisster Jäger tot aufgefunden

Ein 73-jähriger Jäger, der in Kärnten auf der Jagd war und nicht nach Hause zurückkehrte, wurde tot aufgefunden worden. Dies meldet der Kurier am 7.1.2018. Nach Angaben der Polizei gab es keine Hinweise auf Fremdverschulden.

3.1.18: Spaziergänger geraten in Treibjagd

Im Truderinger Wald in Bayern sind Spaziergänger am Sonntagmittag in eine Treibjagd geraten, die laut Augenzeugen „völlig ungesichert und ohne Warnhinweise stattfand“. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung am 3.1.2018. Wegen des schönen Wetters seien viele Familien mit Kleinkindern unterwegs gewesen. Dazwischen jedoch waren "mindestens zwanzig Jäger mit Gewehren und eine ähnlich große Anzahl an brüllenden Treibern", zitiert die Zeitung eine Betroffene.

3.1.18: Treibjagd: Schuss durch Fensterscheibe

Bei einer Treibjagd in Hessen hat sich aus dem Gewehr eines Jägers plötzlich eine Kugel gelöst, zerschoss das Fensterglas einer Berghütte und blieb schließlich in einem Schrank stecken. Dies berichtet die Fuldaer Zeitung am 3.1.2018. Verletzt wurde zum Glück niemand. „Die Polizei geht von einem unsachgemäßem Umgang mit der Waffe aus“, so die Zeitung.