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Sehr geehrte Damen und Herren!
Aufmerksam habe ich Ihre Internetseiten gelesen. Sie schreiben ja wie brutal und mörderisch die Jagd in Deutschland ist. Jäger werden als blutrünstige und mörderische Personen dargestellt. Ich finde nur, wenn man so über Personen öffentlich urteilt, sollte man sich einmal richtig über die Jagd und Jagdabläufe informieren. Auf einer Ihrer Internetseiten schreiben Sie, daß Tiere bei Schrotschüssen nicht sofort getötet werden, weil nicht lebenswichtige Organe getroffen worden sind. Wahrscheinlich wissen Sie sicher nicht, daß die Tiere bei Schrotschüssen durch Schockwirkung sterben und nicht durch die Verletzung von Organen. Bei Schüssen mit Schrot auf die inneren Organe könnte das Stück Wild nur noch teilweise verwertet werden.
Interessant finde ich auch die Bilder über das Aufbrechen der Tiere. Haben Sie schon mal einen Schlachthof besichtigt und gesehen, wie dort die Tiere ausgeweidet werden? Komisch, alle Menschen wollen Fleisch essen, aber niemand will die Tiere dafür töten.
Zum Thema Nachsuche auf angeschossenes Wild möchte ich auch noch kurz was sagen. Im Jagdbetrieb kann es immer mal passieren, daß ein Stück nicht sofort liegt. Bei großen Gesellschaftsjagden stehen immer Hundeführer mit Ihren speziell ausgebildeten Hunden bereit, um angeschossenes Wild sofort nachzusuchen. Das selbe gilt bei der Ansitzjagd. Jeder Jäger hat Adressen von anerkannten Schweißhundestation, die sofort benachrichtigt werden können und die Nachsuche sofort durchführen. Es ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit, daß so schnell wie möglich auf ein krankes Tier nachgesucht wird.
Sie stellen auf Ihren Seiten die Jäger aus Deutschland als brutal und skrupellos dar. Von anderen Aufgaben die die Jägerschaft übernimmt, sprich Naturerhaltung und Pflege unserer Umwelt, Feldflurreinigunsaktionen, »Rollende Waldschule« bei der Kindern die Wildtiere und unsere Umwelt vorgestellt werden, wird auf Ihren Seiten nichts erwähnt.
Vielleicht denke Sie mal darüber nach!
Hochachtungsvoll!
gez. Matthias Kleine
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Werter Herr Kleine!
Nein, die Jäger sind nicht brutal, sie lieben die Tiere und die Teile einer wichtigen Biozönose einfach zu Tode! Die Vögel die an Bleivergiftung (also nicht durch die Schrotschusseinwirkung) sterben werden mit ca. 30 -50 % angegeben. Soweit zum sofortigen Tod der Opfer. Selbst bei optimistischen Schätzungen durch die Jägerschaft ist nur mit einer Mortalität von 60% der Wildtiere durch den ersten Schuss zu rechnen. 40 % werden also legal gequält.
Wenn Sie mir etwas von Natur- Tier- oder Landschaftsschutz erzählen, klingt das doch wie eine Verhöhnung der 5 Millionen Wildtier-Jagdopfer im Jahr.
Zeigen Sie doch bei Ihren Vorträgen für Schulkinder, wie Sie und Ihre Freunde Kitze und Frischlinge töten. Zeigen Sie doch bitte, wie Eichhörnchen in einer Marderfalle schwerst verletzt verenden. Zeigen Sie doch wie Sie und Ihre Kumpane Feldhasen und Rebhühner trotz roter Liste jagen! Zeigen Sie doch die 250 000 erschossenen Hauskatzen und 40000 Hunde, alles liebgewordene Familienmitglieder diesen Kindern......
Bei uns haben sich schon viele ehemalige Jäger gemeldet und die bemerken alle: »Sie haben Recht, aber die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer!« Denken Sie darüber bitte nach!
Die Zeit der legalisierten Tiertötung in unserer Natur ist vorbei, denn die Schäden sind fast irreversibel und sind auch nicht mehr zu akzeptieren.
Gruß
Kurt Eicher Initiative zur Abschaffung der Jagd
P.S.: Für mich muss weder ein Wildschwein aufgebrochen werden, noch ein Tier im Schlachthof - ich esse keine Tiere.
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Jäger als Retter der Natur? Kanzlerkandidat
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