Proteste gegen Drückjagd auf Rehe

„Versprechen gebrochen: erneut Drückjagd bei Siddessen geplant“, titelt das Westfalenblatt am 8.10.2013. Bereits gegen die letzte Drückjagd der Firma Salm Boscor GmbH & Co KG, bei der 47 Rehe erschossen wurde, hatten umliegende Jagdgenossenschaften und Jagdpächter protestiert, die Öffentlichkeit war empört und Tierschutzorganisationen stellten Strafanzeige [120 KB] . Nun soll es am Samstag, den 12. Oktober wieder eine solche Drückjagd auf Rehe geben.

Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Siddensen beklagt im
Westfalenblatt, dass Salm-Boscor-Geschäftsführer Maximilian Freiherr von Rotenhan sein im Frühjahr gegebenes Versprechen gebrochen habe, in Zukunft die Jagdaktivitäten den Nachbarn bekannt zu geben.
Den Termin weitergegeben haben Jäger, die bereits dazu eingeladen waren. Viele Jäger hätten ihre Teilnahme abgesagt, weil sie die bevorstehende Drückjagd als unwaidmännisch ansehen.


Bereits am 8.3.2013 hatten PETA Deutschland e.V. und weitere Tierrechtsorganisationen Strafanzeige über die Kanzlei Storr Strafanzeige [120 KB] gegen die Verantwortlichen der Firma Salm Boscor GmbH & Co KG Erste Waldgesellschaft wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Das von der Staatsanwaltschaft Paderborn unter dem Aktenzeichen 20 Js 153/13 eingeleitete Ermittlungsverfahren dauert noch an.
Am 9.10.2013 hat
Rechtanwalt Dominik Storr im Auftrag mehrerer Tierrechtsorganisationen die Staatsanwaltschaft Paderborn sowie an das zuständige Veterinäramt wegen der am kommenden Samstag geplanten Drückjagd angeschrieben [40 KB] und auf das laufende Ermittlungsverfahren gegen Freiherr von Rotenhan u.a. wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verwiesen.

Lesen Sie das Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 9.10.2013 [40 KB]
Lesen Sie die Strafanzeige wegen nicht weidgerechter Massentötung von Rehen vom 8.3.2013 [120 KB]




Zwangsbejagung ade!
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