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Wahlkampfthema Jagd |
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Am 27. Januar wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. »Wenn die Parteien die Stimmen von den Tierschützern haben wollen, müssen die Politiker den Tieren ihre Stimme geben«, so Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Das Aktionsbündnis »Natur ohne Jagd« hat sich daher mit seinen Forderungen für eine Novellierung des Landesjagdgesetzes und Konzepten für eine Natur ohne Jagd an Ministerpräsident Wulff (CDU), Landwirtschaftsminister Ehlen (CDU) sowie an alle Abgeordneten des niedersächsischen Landtages gewendet. Und dies aus guten Grund.
Jäger sind keine Naturschützer
Die in Deutschland praktizierte Hobby-Jagd ist inzwischen äußerst umstritten und längst nicht mehr selbstverständlich. Ökologen weisen seit Jahren darauf hin, dass die Jagd auch in der heutigen Kulturlandschaft keineswegs erforderlich ist und überdies oftmals zu einer Gefährdung von Tierpopulationen und ihren Lebensräumen führt. Repräsentative Umfragen machen deutlich: Die große Mehrheit der Deutschen lehnt die Jagd in ihrer jetzigen Form ab.
Wolf von Jägern erschossen: Artenschutz in Niedersachsen auf dem Prüfstand
Als Antwort auf die Kleine Anfrage der SPD-Fraktion des Niedersächsischen Landtags an die CDU-geführte Landesregierung: »Schafft die Jagd ab - Wie steht die Landesregierung zu dieser Forderung?« teilte das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum Mitte Dezember mit, dass Verwechslungen bei der Jagd nicht vorkommen könnten, weil die niedersächsischen Jäger so hervorragend ausgebildet seien. Nur drei Tage später erschossen niedersächsische Jäger bekanntlich einen freilebenden Wolf - ein Skandal, denn Wölfe stehen unter strengstem Artenschutz und dürfen keinesfalls getötet werden. Ist dieser Vorfall auch unter die herausragenden »Leistungen der niedersächsischen Jägerinnen und Jäger in der Umweltbildung und im Naturschutz« zu subsumieren, welche das Landwirtschaftsministerium in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage der SPD so lobt? Die Initiative zur Abschaffung der Jagd appelliert an die niedersächsischen Medien, dem Jägerlatein keinen Glauben mehr zu schenken und sich über die wahren Hintergründe der Jagd ein unvoreingenommenes Bild zu machen. Geben Sie sorgfältig recherchierten Informationen eine Chance und überzeugen Sie sich auf selbst davon, dass Jäger in der Natur erhebliche Schäden anrichten.
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Hintergrund
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5.1.08: 75. Demo »Natur ohne Jagd« in Frankfurt
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