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Hessen: Reform des Landesjagdgesetzes gefordert – 75. bundesweite Demonstration »Natur ohne Jagd« in Frankfurt
Wahlkampfthema Jagd
Am 27. Januar wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. »Wenn die Parteien die Stimmen von den Tierschützern haben wollen, müssen die Politiker den Tieren ihre Stimme geben«, so Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Das Aktionsbündnis »Natur ohne Jagd« hat sich daher mit seinen Forderungen für eine Novellierung des Landesjagdgesetzes und Konzepten für eine Natur ohne Jagd an alle Abgeordneten des hessischen Landtags gewendet. Um den Ruf nach tierfreundlichen Jagdgesetzen nachdrücklich zu unterstützen, startet die 75. bundesweite Demonstration »Natur ohne Jagd« am 5. Januar um 12 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof. Der Demonstrationszug führt durch die Innenstadt, ab 13 Uhr findet auf dem Römer eine große Kundgebung mit Vertretern mehrerer Tierschutzorganisationen statt.
Jäger sind keine Naturschützer und schon gar keine Tierschützer
Die in Deutschland praktizierte Hobby-Jagd ist inzwischen äußerst umstritten und längst nicht mehr selbstverständlich. Ökologen weisen seit Jahren darauf hin, dass die Jagd auch in der heutigen Kulturlandschaft keineswegs erforderlich ist und überdies oftmals zu einer Gefährdung von Tierpopulationen und ihren Lebensräumen führt. Repräsentative Umfragen machen deutlich: Die große Mehrheit der Deutschen lehnt die Jagd in ihrer jetzigen Form ab.
Seit über 6 Jahren - seit Oktober 2001 - gehen an jedem ersten Samstag im Monat Tierschützer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum für eine Natur ohne Jagd auf die Straße. Das Aktionsbündnis »Natur ohne Jagd« hat sich mit seinen »Forderungen für eine Novellierung der Landesjagdgesetze und Konzepte für eine Natur ohne Jagd« an alle Ministerpräsidenten und Landwirtschaftsminister der Länder gewendet. Nachdem sich Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer gegen eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes ausgesprochen hat, sind nun die Länder am Zug: Die Föderalismusreform gestattet es nämlich den einzelnen Bundesländern, vom Bundesjagdgesetz abweichende Regelungen für das Jagdwesen zu treffen. Dies ist dringend erforderlich, geht doch das Bundesjagdgesetz in seinen Grundzügen auf das Reichsjagdgesetz zurück, das der Trophäenjäger Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister, 1934 erlassen hat.
Bislang haben Vertreter folgender Tierschutz-/Tierrechtsorganisationen sowie politischer Parteien ihre Teilnahme an der 75. bundesweiten Anti-Jagd-Demo angekündigt: die Allianz für Tierrechte, die internationale Tierrechtsorganisation PETA, die Hans-Rönn-Stiftung „Menschen für Tiere“ mit ihrem Vorsitzenden Prof. Dr. Karnowsky, das Vogelschutzkomitee e.V. mit seinem Präsidenten Dr. Eberhard Schneider, der Arbeitskreis Tierrechte und Ethik mit ihrem Sprecher Stefan B. Eck, der Verein Natur ohne Jagd e.V., Heimat für Tiere e.V., die Bürgerbewegung »Zwangsbejagung ade« die Unabhängige Tierschutzunion Deutschlands, die Tierversuchsgegner Heilbronn, TUN - Tier- und Naturschutz, die Feministische Partei DIE FRAUEN, die Tierschutzpartei Mensch - Umwelt - Tierschutz u.a.m.
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9.2.08: Protest gegen Jägermesse in Dortmund Niedersachsen: Reform des Landesjagdgesetzes
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