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Aktion "Stoppt Treibjagden!"

Schockierender Film

[Abbildung] Ein Jäger hat ein Wildschwein angeschossen - der Film dokumentiert den grausamen, qualvoll langsamen Tod des Tieres. Mindestens sieben Mal schoss der über 80jährige Waidmann in den Körper des Wildschweines - nach einer Stunde war es immer noch nicht tot... ansehen
Bericht des Filmers

Stoppt Treib- und Drückjagden!

Es herrscht wieder Krieg in Wald und Flur: Bei den großen Treib- und Drückjagden in Herbst und Winter werden die Tiere von den Jägern massenhaft abgeknallt. Gliedmaßen werden weggeschossen, Sozialstrukturen auseinandergesprengt, Jungtiere verlieren ihre Eltern, angeschossene Tiere leiden tagelange Qualen.
Tiere flüchten über die stark befahrenen Straßen, öffentliche Wege sind gesperrt, überall erdröhnen Schüsse. Haustiere werden mit Wildtieren "verwechselt" und auch auf Menschen wird geschossen...

Erklärung: Ächtung von Treib- und Drückjagden

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Aktion: Rettet die Bambis!

Der Wald ist für alle da - und Bambis sind keine Schädlinge!

Um was geht es? Es geht darum, dass wir unseren heimischen Bambis eine Stimme geben. Denn die Politik meint es nicht gut mit unseren Bambis. Die Bayerische Staatsregierung hat unter den Deckmänteln „Waldverjüngung“ und „Wald vor Wild“ klammheimlich ein Konzept entwickelt, um möglichst viel Holz aus den Wäldern zu schlagen, was auch noch kräftig subventioniert wird. Dieses „Cluster Holz“ soll auf alle anderen Bundesländer übertragen werden. Es geht – wie in der Politik üblich – nur um das große Geld. Die Bambis, aber auch Hirsche, Gämse und Wildschweine, stehen diesem „Masterplan“ im Weg. Es werden daher von den Forstämtern riesige, revierübergreifende Jagden durchgeführt, bei denen das Schalenwild (Rehe, Hirsche, Wildschweine etc.) flächendeckend vernichtet werden soll. Selbst Jäger sagen, dass diese großen Bewegungsjagden zwangsläufig zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz führen. Es komme aufgrund von Fehlschüssen häufig zu schwersten Verkrüppelungen bei den Tieren. Viele Tiere würden auch gehetzt und von Hunden zerrissen werden. Zudem zerstören diese Großjagden die Sozialstrukturen der Wildtiere. Jungtiere, die ihre Mutter verloren haben, erfrieren oder verhungern im Gebüsch.

In unseren Wäldern findet derweil ein Krieg gegen unsere Bambis statt. Und dies geschieht unter dem Deckmantel „Wald vor Wild“, was in Wahrheit nichts anderes heißt als „Geldgier vor Wald und Tier“. Klären Sie bitte Ihre Familie, Freunde und Bekannten auf, was „Wald vor Wild“ in Wahrheit bedeutet.

Und protestieren Sie direkt beim Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten:
e-mail: poststelle@stmelf.bayern.de
Tel.: 089 / 2182-0

Vorschlag für Protestmail:

Sehr geehrter Herr Minister Brunner,

ich habe erfahren, dass Ihr Ministerium ein Konzept entwickelt hat, das der uneingeschränkten kommerziellen Waldausbeutung Tür und Tor öffnet. Diese „Charta für Holz“ soll auch noch unter dem Deckmantel „Wald vor Wild“ auf ganz Deutschland erstreckt werden. Es soll mit dem Holz aus deutschen Wäldern der größtmögliche Profit erzielt werden. Und dabei stehen unsere Wildtiere im Weg. Es werden daher von den Forstämtern riesige, revierübergreifende Jagden durchgeführt, bei denen das Schalenwild (Rehe, Hirsche, Wildschweine etc.) flächendeckend vernichtet werden soll. Selbst Jäger sagen, dass diese großen Bewegungsjagden zwangsläufig zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz führen. Es komme aufgrund von Fehlschüssen häufig zu schwersten Verkrüppelungen bei den Tieren. Viele Tiere würden auch gehetzt und von Hunden zerrissen werden. Zudem zerstören diese Großjagden die Sozialstrukturen der Wildtiere. Jungtiere, die ihre Mutter verloren haben, erfrieren oder verhungern im Gebüsch. Ein Jägermagazin nennt die Teilnehmer an dieser neuen Form der Jagd „Totmacher“. Und ausgerechnet Sie als Minister rufen auch noch zu diesen „Totmacher”-Jagden auf.

Sehr geehrter Herr Minister Brunner! Stoppen Sie bitte sofort dieses Tierleid und halten Sie sich an die Gesetze. Der Wald ist für alle da - und Bambis sind keine Schädlinge!

Ich bitte Sie höflichst, zu meinem Schreiben Stellung zu beziehen.

Mit freundlichen Grüßen

....

Broschüre: Rettet die Bambis!

Die Broschüre "Rettet die Bambis!" der Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Tierschutzpartei können Sie als pdf downloaden [468 KB] oder bestellen.

Juristischen Kampganen - Wer hilft mit?

[Abbildung] Revierübergreifende Treib- und Drückjagden sind grausame Tierquälerei!
Jeder kann mithelfen, die juristischen Kampagnen zu unterstützen!

Wer zu juristischen Kampagnen finanziell beitragen möchte, kann eine Spende auf das Konto des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V. mit dem Verwendungszweck „Jagd“ überweisen. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar.

Spenden per Überweisung:
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.
Bankverbindung:
Postbank Nürnberg
BLZ: 760 100 85
Kto.Nr.: 18 1111 857
IBAN Nr.: DE92 7601 0085 0181 111 857
BIC: PBNKDEFF
Verwendungszweck:
Jagd

> Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Zahlungsbeleg Ihrer Bank als Spendenbescheinigung.

> Bei Beträgen über 100 Euro erhalten Sie eine Spendenbescheinigung für die Vorlage bei Ihrem Finanzamt.

Rechtsanwalt Storr schreibt an Ministerin Aigner

[Abbildung] Rechtsanwalt Dominik Storr schreibt an Bundesministerin Ilse Aigner, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
"Revierübergreifende Bewegungsjagden sind rechtswidrig und daher sofort einzustellen"
lesen Sie das Schreiben [653 KB]

Sind große Treibjagden vom Jagdgesetz gedeckt?

[Abbildung] Rechtsanwalt Dominik Storr hat die für die Jagd zuständigen Minister in den Bundesländern angeschrieben:
Maßnahmen der Wildschweinbejagung sind nicht vom Jagdrecht gedeckt!

Minister Brunner, Bayern

[Abbildung] Bayerisches Landwirtschaftsministerium billigt Verstöße gegen das Jagdrecht
Maßnahmen der Wildschweinbejagung sind nicht vom Jagdrecht gedeckt
Lesen Sie die Pressemeldung
Lesen Sie das Schreiben von Rechtsanwalt Dominik Storr an den bayerischen Staatsminister Brunner [686 KB]

Minister Rudolf Köberle, Baden-Württemberg

[Abbildung] Baden-Württemberg: Landwirtschaftsministerium billigt Verstöße gegen das Jagdrecht
Maßnahmen der Wildschweinbejagung sind nicht vom Jagdrecht gedeckt
Lesen Sie die Pressemitteilung
Lesen Sie das Schreiben von Rechtsanwalt Storr an Minister Rudolf Köberle, Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Stuttgart [708 KB]

Ministerin Lucia Puttrich, Hessen

[Abbildung] Hessen: Landwirtschaftsministerium billigt Verstöße gegen das Jagdrecht
Maßnahmen der Wildschweinbejagung sind nicht vom Jagdrecht gedeckt
Lesen Sie die Pressemitteilung
Schreiben von Rechtsanwalt Storr an Ministerin Lucia Puttrich, Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Hessen [722 KB]

Kampagne Nordrhein-Westfalen

[Abbildung] Nordrhein-Westfalen: Landwirtschaftsministerium billigt Verstöße gegen das Jagdrecht
Maßnahmen der Wildschweinbejagung sind nicht vom Jagdrecht gedeckt
Lesen Sie die Pressemeldung
Lesen Sie das Schreiben von Rechtsanwalt Storr an Minister Johannes Remmel, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen [735 KB]

Kampagne Mecklenburg-Vorpommern

[Abbildung] Mecklenburg Vorpommern: Landwirtschaftsministerium billigt Verstöße gegen das Jagdrecht
Maßnahmen der Wildschweinbejagung sind nicht vom Jagdrecht gedeckt

Schreiben von Rechtsanwalt Storr an Minister Dr. Till Backhaus, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern [717 KB]

Ächtung von Treib- und Drückjagden!

Überall wollen die Politiker modern, fortschrittlich und innovativ sein. Nur bei der Jagd verschließen sich Politik und Behörden den wissenschaftlichen Fakten. So können die Jäger seit Jahrzehnten eine Primitivwirtschaft pflegen nach dem Motto: „Mästen und abknallen“.

Die Jäger können seit jeher in der Natur walten und schalten, wie es ihnen gerade beliebt. Beaufsichtigt werden die Jäger dabei nicht von unabhängigen Gremien, sondern von Jägern - beispielsweise in den Jagdbehörden.

Doch nicht nur Natur- und Vogelschützer, sondern auch renommierte Wissenschaftler kritisieren die Jagd seit Jahren mit Zahlen und Fakten. So ist längst erwiesen, dass die Freizeitjagd überflüssig und schädlich ist und sich nicht mit wissenschaftlichen Argumenten rechtfertigen lässt.

Langzeitstudien kommen zu dem Ergebnis, dass der hohe Jagddruck hauptverantwortlich für die hohe Wildschweinpopulation ist. Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich.

Und dennoch hat gerade die Jagd auf Wildschweine mit den sogenannten revierübergreifenden Treib- und Drückjagden unter Teilnahme einer oder mehrerer Hundertschaften von Jägern und Treibern, der Absperrung ganzer Landstriche zulasten von Erholungssuchenden sowie der damit einhergehenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung völlig neue Dimensionen angenommen, die in einer zivilisierten Welt nicht hingenommen werden dürfen.

Die Jäger nehmen bei diesen "Gesellschafts"jagden ganz bewusst Verstöße gegen das Bundesjagdgesetz in Kauf. So ist z.B. der häufig praktizierte Einsatz von Hundemeuten, die das Wild unkontrolliert hetzen und zerreißen, tierschutzwidrig. Doch wo kein Kläger, da kein Richter. Die Polizei kontrolliert lieber Autofahrer.

Fazit: Die grüne Zunft schadet den Tieren und der Natur; sie drangsaliert den Erholungssuchenden und dessen Freiheiten; sie greift durch ihren Lobbyismus den Staat (der die Jagd längst reformieren müsste) und dessen normative Macht an und sie unterwandert das im Grundgesetz verankerte Gemeinwohlprinzip.

Notwendig ist daher eine gesellschaftliche Ächtung der tierschutzwidrigen revierübergreifenden Treib- und Drückjagden!

Machen Sie mit! Geben auch Sie den Tieren eine Stimme!


Erklärung: Ächtung von Treib- und Drückjagden

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Treibjagd - Was kann jeder unternehmen?

Das sicher Wichtigste ist die Aufklärung der Öffentlichkeit: Sehr wirkungsvoll sind entsprechende Presseberichte, denn die meisten Menschen haben noch immer wenig Vorstellung, was eine Treibjagd für die Wildtiere (und evtl. auch für Menschen und Haustiere, die in eine Treibjagd geraten) bedeutet. Wenden Sie sich an die örtliche Presse, vielleicht greift ein Redakteur das Thema auf. Und wenn nicht, weisen Sie durch einen Leserbrief auf das blutige Treiben hin.

Auch sonst gilt: Nehmen Sie Jagd-Berichte in der Presse zum Anlass, durch Leserbriefe über das blutige Hobby der Waidmänner und den ökologischen Unsinn der Jagd hinzuweisen. Anregungen dazu finden Sie hier.

Wenn die Treibjagd statt findet: Machen Sie Fotos vor Ort; das verunsichert die Jäger und lässt sie vorsichtiger werden. Vielleicht gelingt es Ihnen eine Straftat zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen!
Wenn Sie bei der Treibjagd offensichtliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentieren können (z.B. angeschossene, leidende Tiere), können Sie eine Anzeige bei der
Polizei erstatten. Auch an das Vetarinäramt und die Jagdbehörde könnten Sie sich wenden. Anzeige sollten Sie auch erstatten, wenn Menschen (Anwohner, Spazuiergänger) durch die Treibjagd gefährdet wurden.

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Bekannten über das Thema Jagd. Vielen Menschen ist noch nicht bekannt, was die Jagd für Tiere und Natur wirklich bedeutet. Infomaterial können Sie gerne bei der Initiative zur Abschaffung der Jagd bestellen.

Tipps bei Begegnung mit Jägern

Liebe Tierfreunde,

ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?

Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern

Youtube: Jäger in der Kritik

Bilder einer Jagdpanne: Hirsch ertrunken?
Jägern gelingt es nicht, das Tier per Schuss schnell zu töten

Artikel lesen und Film anschauen

Treibjagd im Garten - Mountainbiker in Treibjagd

Neuenhain. Eigentlich ist es ein idyllisches Plätzchen, die Sophienruhe: Der Wald liegt nahe, die nicht umzäunten Gärten sind ein bisschen verwildert, man sieht es nicht so eng, wenn sich mal ein wildes Schwein dorthin verirrt. Umso größer das Entsetzen, als am Samstag Jäger auftauchen und mit lautem Glockengeläut und Hunden die Schweine jagen, die sich zum Teil in den Hecken der Gärten verstecken. Nicht jeder hat mitbekommen, dass Jagdpächter Robert Schneider zur Treibjagd geblasen hat.
«Wir saßen gerade am Frühstückstisch, als wir die Männer in roten Westen sahen», erzählt eine Anwohnerin. In wilder Panik sei eine Wildschweinmutter mit ihrem Kleinen fast bis zur Terrasse gestürmt. Dahinter ein großer Jagdhund. «Ich war nur froh, dass unser kleiner Sohn nicht zufällig draußen spielte.» Ihr Mann habe den Jägern zugerufen, sofort das private Grundstück zu verlassen. Nur widerwillig habe man Folge geleistet. «Lass uns gehen, der Idiot macht Stress», habe ein Jäger gerufen. (...)

Auch an anderer Stelle habe es Ärger gegeben. «Mitten in die Treibjagd kamen auf einmal ein paar Mountainbiker geradelt, die müssen quer in den Wald gefahren sein!»

Quelle: Frankfurter Neue Presse, 3.11.2010 (Auszug)
Den ganzen Artikel lesen:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/wildschweinflucht-in-den-garten_rmn01.c.8403907.de.html

Wanderer geraten in Treibjagd

Wildschweinjagd verdirbt Wanderern in Losheim die Tour

Losheim. Eine Wildschweinjagd hat zwei Wanderern die Tour über den Oppig-Grät-Weg gründlich verdorben.
(...) Zwei Geländewagen, besetzt mit vier Jägern, seien in einem Wahnsinnstempo auf seine freilaufenden Hunde zugerast. (...)
Statt auf die Treibjagd auf Wildschweine hinzuweisen, habe das Quartett einen Disput über freilaufende Hunde vom Zaun gebrochen. Dabei hat nach Darstellung von Schorr eine Warnung genügt, und er hätte die Wanderung abgebrochen.
„Als wir nach 500 Metern hetzende Hunde, schreiende Wildschweine und schießende Jäger wahrnahmen, hatten wir doch die Nase voll und brachen die Wanderung ab.“
Saarbrücker Zeitung, 28.10.2010 (Auszug)
Den ganzen Artikel lesen

Jäger kritisiert Drückjagden

Jäger hält Drückjaden aus Gründen des Tierschutzes "mehr als bedenklich".

Auszug aus einem Artikel der Aachener Zeitung vom 21.10.2010:

Karl-Heinz Kuckelkorn: «Jagd ist eine Frage von Ethik und Moral»

Es soll Jäger geben, die auf alles ballern, was nicht schnell genug auf dem Baum ist. Und es gibt Jäger, für die ist Jagd kein Sport, «sondern ein Handwerk». Zu Letzteren zählt sich Karl-Heinz Kuckelkorn aus Lammersdorf.
Der Pressesprecher der Kreisjägerschaft, Jagdberater der Städteregion und Ausbilder angehender Waidmänner sorgte dieser Tage mit einer Äußerung im Monschauer Rathaus für Irritationen. Dort bezeichnete Kuckelkorn die so genannten Drückjagden als rechtlich zwar in Ordnung. Aus Gründen des Tierschutzes sei diese Art der Bejagung allerdings «mehr als bedenklich». (...)

Der erfahrene Jäger meint damit weniger seine Kollegen in den privaten Jagdrevieren, sondern das Treiben in öffentlichen Revieren. Dort werde das Wild «beunruhigt» und in Richtung der Schützen getrieben. An ihnen vorbei flüchten die Tiere wie in Panik. Es fallen viele Schüsse, doch längst nicht jeder Schuss ist ein finaler. Etliche Tiere werden nur verletzt und verenden später qualvoll irgendwo im Dickicht, es werden ihnen Gliedmaßen abgeschossen oder sie laufen nurmehr verkrüppelt herum, weiß Kuckelkorn aus langjähriger Erfahrung.

Hinzu komme die Gefahr, eines oder mehrere Leittiere zu töten, ein Verlust, der Struktur und Rangordnung eines Rudels über den Haufen wirft. «Wenn die Tiere an mir vorbei rennen, kann ich nicht erkennen, welches ein Leittier ist und welches nicht.» (...)

Lesen Sie den ganzen Artikel:
http://www.az-web.de/lokales/eifel-detail-az/1440282?_link=&skip=&_g=Karl-Heinz-Kuckelkorn-Jagd-ist-eine-Frage-von-Ethik-und-Moral.html

Schweiz: Volksinitiative gegen Treibjagd

Treibjagd im Visier

Im Kanton Aargau ist die Volksinitiative "Jagen ohne tierquälerisches Treiben" mit 3341 Stimmen zustande gekommen. (...) Das Hetzen der Wildtiere sei "tierquälerisch, unethisch sowie unnötig", hält der Verein zum Schutz der bedrohten Wildtiere fest. Geht es nach den Initianten, soll das kantonale Jagdgesetz so geändert werden, dass die Treibjagd durch "Hunde, Menschen und Hilfsmittel aller Art" untersagt wird.
Quelle: Badische Zeitung, 4.11.2010 (Auszug)

Jäger-Drohanrufe

Unglaublich, die Jäger schrecken offenbar vor nichts zurück: auch nicht vor Drohanrufen und Geschäftsschädigung, wenn sich Menschen öffentlich gegen dieses blutige Hobby aussprechen.
So erreichte die Initiative zur Abschaffung der Jagd folgendes e-mail:

"Guten Tag liebes Team,
ich erhalte seit meiner Eintragung in die "Erklärung zur Ächtung von Treibjagden" leider Drohanrufe in meiner Praxis, und das ist, wie Sie sich vorstellen können, sehr unangenehm - auch für meine Klienten.
Da es kein Ende nimmt, Bitte ich Sie aus diesem Grunde und auf polizeiliche Empfehlung, meinen Eintrag auf untenstehender Seite umgehend zu löschen! :-( "

Jäger berichten von Treibjagden

Nach den Berichten über zwei Tote nach tragischem Jagdunfall bei einer Treibjagd vom 18.8.2010 berichten Jäger im WILD UND HUND-Forum über ihre Erlebnisse bei Treibjagden:

"waldgeist" schreibt am 21.8.2010:
Mein Mitgefühl für die Familien.Schlimm,daß sowas immer wieder passiert. Im L aufe der Jahre hat man schon an einer größeren Anzahl solcher Jagden teilgenommen u. die " tollsten " Dinge erlebt. Wenn es um Sauen geht,so hab ich den Eindruck,setzt bei einigen Waidmännern,auch bei solchen,wo man das nicht für möglich hält,das Gehirn aus ! Der Hammer war einLandwirt u. Jagdherr,der einen Jäger vor versammelter Mannschaft niedermachte,weil der nicht auf eine Rotte schoß,obwohl gerade starker Verkehr auf der 300m entfernten Straße war. Er säße ja erhöht auf einem Bock . 2 Jäger u. meine Wenigkeit haben den Betroffenen dann in Schutz genommen. Seither gabs dann keine Einladung mehr. Kann ich drauf verzichten.Auch verlassen Jäger ihre Stände,um dem wechselnden Geschehen immer nah genug zu sein. Bewegt sich im Mais was,wird drauf gehalten . Bei mir gibts nur Raps,aber ich hab immer ein ungutes Gefühl,wenn ich die Jungs trotz guter Einweisung abgesetzt habe.

"Jagdmops" schreibt am 21.8.2010:
Jetzt noch kurz ein Erlebnis von einer Drückjagd beim Staatsforst:
Alle haben Warnwestchen dabei, einer geht als mein Standnachbar auf seine Kanzel und hängt sein Westchen erstmal weg ! Nach der Jagd sprach ich ihn an auf die UVV und er antwortete: " ich trage doch nicht so einen Sch.... und bin doch nicht beim Karneval ". Ich meldete dies dem Jagdleiter. Was er daraus gemacht hat entzieht sich meiner Kenntnis. So was in der Art habe ich bei einigen Drückjagden erlebt. Ich selbst lehne immer Standplätze am Boden ab ! War mal dabei, als jemand ein Querschläger tödlich getroffen hat. Das will ich niemals wieder ansehen müssen !!!! Meine Keilernadel schiesse ich 1 x im Jahr um fit zu bleiben.

Strafanzeige gegen riesige Treibjagd bei Schnee

Großjagd während des Schneesturms "Daisy" in Baden-Württemberg
Tierschutzorganisationen stellen Strafanzeige


Am 9.1.2010 fand eine groß angelegte revierübergreifende Bewegungsjagd auf Wildschweine im Umkreis von Mundelfingen statt - trotz katastrophaler Witterungsbedingungen für das Wild durch Schneesturm "Daisy". An dieser Jagd nahmen 200 Jäger (!) und 40 Treiber teil. Deutschlandweit wurden zur gleichen Zeit etliche Treibjagden aus Tierschutzgründen abgesagt.

Bei derartigen Witterungsverhältnissen fahren die Tiere ihren Energiehaushalt weit herunter und kommen zur Ruhe. „Auf der Flucht verbrauchen sie schlagartig jede Menge Energie - schlimmstenfalls zu viel, um den Winter unbeschadet zu überstehen“, sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdschutz-Verband in Bonn. Aufgrund des strengen Frostes, des hohen Schnees und der starken Schneeverwehungen kommt es unter den Tieren zu übermäßiger Aufregung, Überanstrengung, Erschöpfung, Panik, Angst, Hunger und Durst.
Dies aber war den verantwortlichen Jägern egal. Stattdessen wurde die Jagd sogar auf neun Jagdreviere ausgedehnt: die staatliche Regiejagd Scheffheu, fünf Hüfinger Jagden, die Jagd Wutach und die Jagden Achdorf I und II.

Bewegungsjagden während Notzeit sind nicht weidgerecht
Diese Auffassung teilt auch der Bayerische Landesjagdverband. Danach sollen Bewegungsjagden „nicht nach Jahresende sowie nicht bei hoher Schneelage und/oder Harsch stattfinden“.

"Die Veranstaltung einer revierübergreifenden Bewegungsjagd mit 200 Jägern und 40 Treibern sowie Dutzenden zum Einsatz kommenden Gebrauchshunden bei einer für Wild derart katastrophalen Witterung zeugt von einer geradezu unglaublichen Rohheit der Verantwortlichen und der Teilnehmer", sagt Roland Dunkel, 2. Vorsitzender des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V.. Diese gefühllose Gesinnung komme dadurch zum Ausdruck, dass den Verantwortlichen das als Hemmung wirkende Gefühl für das Leid der Tiere aus objektivierter Sicht völlig abhanden gekommen sei.

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
"Das Tierschutzgesetz soll gerade dazu dienen, Tiere vor Schmerzen und Leiden zu bewahren", so Rechtsanwalt Dominik Storr, der für die Tierschutzorganisationen die Strafanzeige gestellt hat. "Auch wenn es dem einen oder anderen Jäger eher hinderlich erscheint, gibt es in Deutschland doch ein rechtsverbindliches Tierschutzgesetz, wonach die Tötung oder die sonstige Behandlung von Wirbeltieren an Voraussetzungen geknüpft ist." Durch die nicht weidgerechte Großjagd, bei der 25 Wildschweine, 15 Rehe und 11 Füchse getötet wurden, hätten die verantwortlichen Jäger den betroffenen Wirbeltieren vermeidbare Leiden zugefügt, was nach dem Tierschutzgesetz strafbar ist.

Anzeigeerstatter sind die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V., der Politische Arbeitskreis für Tierrechte in Europa (PAKT) e.V., der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V., die Initiative zur Abschaffung der Jagd, die Hans-Rönn-Stiftung sowie die Initiative pro iure animalis.

Strafanzeige als pdf downloaden [103 KB]

Tier- und Naturschützer schlagen Alarm:

Revierübergreifende Jagd auf Wildschweine rechtswidrig?

Der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner bezeichnet die Wildschweinzunahme als „dramatisch“ und plädiert für "mehr revierübergreifende Jagden, bei denen auch Hunde und Treiber zum Einsatz kommen sollen" (ddp, 23.11.2009). Doch zahlreiche Natur- und Tierschutzorganisationen schlagen dagegen Alarm: „Die Jagd hat mit den sogenannten revierübergreifenden Treib- und Drückjagden unter Teilnahme einer oder mehrerer Hundertschaften von Jägern und Treibern, der Absperrung ganzer Landstriche zulasten von Spaziergängern, Joggern, Mountainbikefahrern, Reitern sowie der damit einhergehenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung völlig neue Dimensionen angenommen, die nicht mehr hinnehmbar sind“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Karnowsky von der Hans-Rönn-Stiftung.

Erweiterung der bisher revierbezogenen Jagdausübung ist rechtlich fragwürdig

Die Natur- und Tierschützer haben Staatsminister Brunner im Visier. Dieser ziehe die Rechtfertigung für die neue Jagdmethode aus einer angeblich notwendigen Schädlingsbekämpfung. „Die Erweiterung der gesetzlich vorgesehenen revierbezogenen Jagdausübung darf daher nur zu diesem - konkret nachgewiesenen - Zweck ausgeübt werden“, erklärt Rechtsanwalt Dominik Storr, der von der Hans-Rönn-Stiftung und von weiteren Natur- und Tierschutzorganisationen beauftragt wurde, um den Wildschweinen in Deutschland gemeinsam eine Stimme zu geben.
„Minister Brunner wird den Beweis der notwendigen Schädlingsbekämpfung nicht führen können“, ist sich Rechtsanwalt Storr sicher: Zum einen würden in Bayern die überwiegende Anzahl der Wildschäden nicht behördlich erfasst (vgl. Niels Hahn, Evaluierung der Empfehlungen zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände in Bayern, S. 50 u. 51). Von behördlich nicht erfassten Schäden könne nicht auf eine notwendige Schädlingsbekämpfung geschlossen werden. Zum anderen sei anhand einer jüngst im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlichten Langzeitstudie, die auf zahlreiche weitere universitäre Arbeiten und Untersuchungen Bezug nimmt, wissenschaftlich erwiesen, dass der hohe Jagddruck hauptverantwortlich ist für die hohe Wildschweinpopulation. Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich (Journal of Animal Ecology 2009, 78, 1278-1290).

Innovation un Fortschritt - nur nicht bei der Jagd

„Bayern möchte überall modern, fortschrittlich und innovativ sein. Nur bei der Jagd verschließt sich Bayern willentlich den wissenschaftlichen Fakten“, sagt der Biologe Kurt Eicher von der „Initiative zur Abschaffung der Jagd“.

Rechtliche Klärung des Wildschweinproblems wird angestrebt

Die Natur- und Tierschützer wollen das bundesweite Massaker an Wildschweinen, welches das (angebliche) Wildschweinproblem nur noch verschärft, nicht hinnehmen und einer rechtlichen Klärung zuführen. Ihr Anwalt hält die revierübergreifenden Treib- und Drückjagden nicht von der revierbezogenen Gesetzeslage gedeckt. Auch entspreche diese Form der Jagd nicht den anerkannten Grundsätzen der „deutschen Weidgerechtigkeit“. „Das Tor zu strafbewährten Verstößen gegen das Tier-, Naturschutz- und Umweltstrafrecht sei somit durch den Jagdfrevel geöffnet“, erklärt Rechtsanwalt Storr. In einem öffentlichen Brief wurde der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner aufgefordert, die Ausübung revierübergreifender Treib- und Drückjagden in Bayern sofort zu untersagen.

Lesen Sie das offene Schreiben an Landwirtschaftsminister Brunner [63 KB]

╗Es war meine erste und letzte Treibjagdź

Ein 14-jähriges Mädchen, Tochter eines Jägers, hatte zum ersten Mal als Treiber an einer Treibjagd teilgenommen.

Schülerin angeschossen: Jäger verurteilt

Paderborn. Die Treibjagd war zu Ende, als plötzlich doch noch ein Schuss fiel. Von einem Zwölf-Millimeter-Geschoss getroffen sank Schülerin Lena W. (14) schwerverletzt zu Boden.

Der Jagdunfall, der am 28. Dezember 2008 in Marienmünster im Kreis Höxter geschehen war, wurde am Freitag vor dem Landgericht Paderborn verhandelt. Auf der Anklagebank saß Norbert P. (56) aus dem lippischen Lage. (...) Das Gericht hatte jedoch keinen Zweifel: Es verurteilte den Mann nach zehnstündiger Verhandlung wegen fahrlässiger Körperverletzung zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung. (...)

Lena W. war in den rechten Oberarm getroffen worden. Die 25 Gramm schwere Kugel, ein sogenanntes Brennecke-Geschoss, hatte drei Zentimeter des Knochens zerfetzt, Nerven und Adern durchtrennt. Bis heute hat Lena W. vier Operationen hinter sich, aber sie kann den Arm nicht richtig bewegen. (...)

Für Lena W. ist die Verurteilung ein Stück Genugtuung: »Bis heute hat sich der Mann nicht bei mir entschuldigt. Ich hätte ein wenig mehr Mitgefühl erwartet.« Für die heute 16-Jährige steht fest: »Es war meine erste und letzte Treibjagd.«

Quelle: Westfalenblatt, 22.05.2010 (Auszug)

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