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Ächtung von Treibjagden
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Unglaublich, die Jäger schrecken offenbar vor nichts zurück: auch nicht vor Drohanrufen und Geschäftsschädigung, wenn sich Menschen öffentlich gegen dieses blutige Hobby aussprechen.
So erreichte die Initiative zur Abschaffung der Jagd folgendes e-mail:
"Guten Tag liebes Team,
ich erhalte seit meiner Eintragung in die "Erklärung zur Ächtung von Treibjagden" leider Drohanrufe in meiner Praxis, und das ist, wie Sie sich vorstellen können, sehr unangenehm - auch für meine Klienten.
Da es kein Ende nimmt, Bitte ich Sie aus diesem Grunde und auf polizeiliche Empfehlung, meinen Eintrag auf untenstehender Seite umgehend zu löschen! :-( "
Bei den großen Treibjagden in Herbst und Winter werden unsere Mitgeschöpfe in Wald und Flur von der Jägerzunft massenhaft abgeknallt. Es werden den Wildtieren die Köpfe und Gliedmaßen weggeschossen, Sozialstrukturen werden auseinandergesprengt und vernichtet, Jungtiere verlieren ihre Eltern, Geschwister ihre Brüder und Schwestern, mit dem Tod ringende Tiere werden auf der panischen Flucht zurückgelassen und verbluten einsam im Gebüsch. Es herrscht derweil wieder Krieg, Terror und Trauer im Wald, Tiere flüchten tagsüber über die stark befahrenen Straßen, öffentliche Wege sind gesperrt wegen Treib- und Drückjagden, überall rennen Tiere um ihr Leben, erdröhnen Schüsse und die Jäger nennen das Dienst an der Schöpfung Gottes. Ungeheuerlich!
Gerade die Jagd auf Wildschweine hat mit den sogenannten revierübergreifenden Treib- und Drückjagden eine völlig neue Dimension angenommen, die nicht hinnehmbar ist.
Der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. möchte zusammen mit dem Politischen Arbeitskreis für Tierrechte in Europa (PAKT) e.V., der Initiative zur Abschaffung der Jagd und der Hans-Rönn-Stiftung den Wildschweinen eine Stimme geben.
Überall wollen die Politiker modern, fortschrittlich und innovativ sein. Nur bei der Jagd verschließen sich Politik und Behörden den wissenschaftlichen Fakten. So können die Jäger seit Jahrzehnten eine Primitivwirtschaft pflegen nach dem Motto: „Mästen und abknallen“.
Die Jäger können seit jeher in der Natur walten und schalten, wie es ihnen gerade beliebt. Beaufsichtigt werden die Jäger dabei nicht von unabhängigen Gremien, sondern von Jägern - beispielsweise in den Jagdbehörden.
Doch nicht nur Natur- und Vogelschützer, sondern auch renommierte Wissenschaftler kritisieren die Jagd seit Jahren mit Zahlen und Fakten. So ist längst erwiesen, dass die Freizeitjagd überflüssig und schädlich ist und sich nicht mit wissenschaftlichen Argumenten rechtfertigen lässt.
Langzeitstudien kommen zu dem Ergebnis, dass der hohe Jagddruck hauptverantwortlich für die hohe Wildschweinpopulation ist. Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich.
Und dennoch hat gerade die Jagd auf Wildschweine mit den sogenannten revierübergreifenden Treib- und Drückjagden unter Teilnahme einer oder mehrerer Hundertschaften von Jägern und Treibern, der Absperrung ganzer Landstriche zulasten von Erholungssuchenden sowie der damit einhergehenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung völlig neue Dimensionen angenommen, die in einer zivilisierten Welt nicht hingenommen werden dürfen.
Die Jäger nehmen bei diesen "Gesellschafts"jagden ganz bewusst Verstöße gegen das Bundesjagdgesetz in Kauf. So ist z.B. der häufig praktizierte Einsatz von Hundemeuten, die das Wild unkontrolliert hetzen und zerreißen, tierschutzwidrig. Doch wo kein Kläger, da kein Richter. Die Polizei kontrolliert lieber Autofahrer.
Fazit: Die grüne Zunft schadet den Tieren und der Natur; sie drangsaliert den Erholungssuchenden und dessen Freiheiten; sie greift durch ihren Lobbyismus den Staat (der die Jagd längst reformieren müsste) und dessen normative Macht an und sie unterwandert das im Grundgesetz verankerte Gemeinwohlprinzip.
Notwendig ist daher eine gesellschaftliche Ächtung der tierschutzwidrigen revierübergreifenden Treib- und Drückjagden!
Machen Sie mit! Geben auch Sie den Tieren eine Stimme!
Formular ausfüllen: Unterstützung der gesellschaftlichen Ächtung von Treib- und Drückjagden
Ein Jäger hat ein Wildschwein angeschossen - der Film dokumentiert den grausamen, qualvoll langsamen Tod des Tieres. Mindestens sieben Mal schoss der über 80jährige Waidmann in den Körper des Wildschweines - nach einer Stunde war es immer noch nicht tot...
Download für Windows Media Player:
http://www.lusttoeter.de
Bericht des Filmers
Großjagd während des Schneesturms "Daisy" in Baden-Württemberg
Tierschutzorganisationen stellen Strafanzeige
Am 9.1.2010 fand eine groß angelegte revierübergreifende Bewegungsjagd auf Wildschweine im Umkreis von Mundelfingen statt - trotz katastrophaler Witterungsbedingungen für das Wild durch Schneesturm "Daisy". An dieser Jagd nahmen 200 Jäger (!) und 40 Treiber teil. Deutschlandweit wurden zur gleichen Zeit etliche Treibjagden aus Tierschutzgründen abgesagt.
Bei derartigen Witterungsverhältnissen fahren die Tiere ihren Energiehaushalt weit herunter und kommen zur Ruhe. „Auf der Flucht verbrauchen sie schlagartig jede Menge Energie - schlimmstenfalls zu viel, um den Winter unbeschadet zu überstehen“, sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdschutz-Verband in Bonn. Aufgrund des strengen Frostes, des hohen Schnees und der starken Schneeverwehungen kommt es unter den Tieren zu übermäßiger Aufregung, Überanstrengung, Erschöpfung, Panik, Angst, Hunger und Durst.
Dies aber war den verantwortlichen Jägern egal. Stattdessen wurde die Jagd sogar auf neun Jagdreviere ausgedehnt: die staatliche Regiejagd Scheffheu, fünf Hüfinger Jagden, die Jagd Wutach und die Jagden Achdorf I und II.
Bewegungsjagden während Notzeit sind nicht weidgerecht
Diese Auffassung teilt auch der Bayerische Landesjagdverband. Danach sollen Bewegungsjagden „nicht nach Jahresende sowie nicht bei hoher Schneelage und/oder Harsch stattfinden“.
"Die Veranstaltung einer revierübergreifenden Bewegungsjagd mit 200 Jägern und 40 Treibern sowie Dutzenden zum Einsatz kommenden Gebrauchshunden bei einer für Wild derart katastrophalen Witterung zeugt von einer geradezu unglaublichen Rohheit der Verantwortlichen und der Teilnehmer", sagt Roland Dunkel, 2. Vorsitzender des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V.. Diese gefühllose Gesinnung komme dadurch zum Ausdruck, dass den Verantwortlichen das als Hemmung wirkende Gefühl für das Leid der Tiere aus objektivierter Sicht völlig abhanden gekommen sei.
Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
"Das Tierschutzgesetz soll gerade dazu dienen, Tiere vor Schmerzen und Leiden zu bewahren", so Rechtsanwalt Dominik Storr, der für die Tierschutzorganisationen die Strafanzeige gestellt hat. "Auch wenn es dem einen oder anderen Jäger eher hinderlich erscheint, gibt es in Deutschland doch ein rechtsverbindliches Tierschutzgesetz, wonach die Tötung oder die sonstige Behandlung von Wirbeltieren an Voraussetzungen geknüpft ist." Durch die nicht weidgerechte Großjagd, bei der 25 Wildschweine, 15 Rehe und 11 Füchse getötet wurden, hätten die verantwortlichen Jäger den betroffenen Wirbeltieren vermeidbare Leiden zugefügt, was nach dem Tierschutzgesetz strafbar ist.
Anzeigeerstatter sind die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V., der Politische Arbeitskreis für Tierrechte in Europa (PAKT) e.V., der Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V., die Initiative zur Abschaffung der Jagd, die Hans-Rönn-Stiftung sowie die Initiative pro iure animalis.
Strafanzeige als pdf downloaden [103 KB]
Revierübergreifende Jagd auf Wildschweine rechtswidrig?
Der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner bezeichnet die Wildschweinzunahme als „dramatisch“ und plädiert für "mehr revierübergreifende Jagden, bei denen auch Hunde und Treiber zum Einsatz kommen sollen" (ddp, 23.11.2009). Doch zahlreiche Natur- und Tierschutzorganisationen schlagen dagegen Alarm: „Die Jagd hat mit den sogenannten revierübergreifenden Treib- und Drückjagden unter Teilnahme einer oder mehrerer Hundertschaften von Jägern und Treibern, der Absperrung ganzer Landstriche zulasten von Spaziergängern, Joggern, Mountainbikefahrern, Reitern sowie der damit einhergehenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung völlig neue Dimensionen angenommen, die nicht mehr hinnehmbar sind“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Karnowsky von der Hans-Rönn-Stiftung.
Erweiterung der bisher revierbezogenen Jagdausübung ist rechtlich fragwürdig
Die Natur- und Tierschützer haben Staatsminister Brunner im Visier. Dieser ziehe die Rechtfertigung für die neue Jagdmethode aus einer angeblich notwendigen Schädlingsbekämpfung. „Die Erweiterung der gesetzlich vorgesehenen revierbezogenen Jagdausübung darf daher nur zu diesem - konkret nachgewiesenen - Zweck ausgeübt werden“, erklärt Rechtsanwalt Dominik Storr, der von der Hans-Rönn-Stiftung und von weiteren Natur- und Tierschutzorganisationen beauftragt wurde, um den Wildschweinen in Deutschland gemeinsam eine Stimme zu geben.
„Minister Brunner wird den Beweis der notwendigen Schädlingsbekämpfung nicht führen können“, ist sich Rechtsanwalt Storr sicher: Zum einen würden in Bayern die überwiegende Anzahl der Wildschäden nicht behördlich erfasst (vgl. Niels Hahn, Evaluierung der Empfehlungen zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände in Bayern, S. 50 u. 51). Von behördlich nicht erfassten Schäden könne nicht auf eine notwendige Schädlingsbekämpfung geschlossen werden. Zum anderen sei anhand einer jüngst im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlichten Langzeitstudie, die auf zahlreiche weitere universitäre Arbeiten und Untersuchungen Bezug nimmt, wissenschaftlich erwiesen, dass der hohe Jagddruck hauptverantwortlich ist für die hohe Wildschweinpopulation. Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich (Journal of Animal Ecology 2009, 78, 1278-1290).
Innovation un Fortschritt - nur nicht bei der Jagd
„Bayern möchte überall modern, fortschrittlich und innovativ sein. Nur bei der Jagd verschließt sich Bayern willentlich den wissenschaftlichen Fakten“, sagt der Biologe Kurt Eicher von der „Initiative zur Abschaffung der Jagd“.
Rechtliche Klärung des Wildschweinproblems wird angestrebt
Die Natur- und Tierschützer wollen das bundesweite Massaker an Wildschweinen, welches das (angebliche) Wildschweinproblem nur noch verschärft, nicht hinnehmen und einer rechtlichen Klärung zuführen. Ihr Anwalt hält die revierübergreifenden Treib- und Drückjagden nicht von der revierbezogenen Gesetzeslage gedeckt. Auch entspreche diese Form der Jagd nicht den anerkannten Grundsätzen der „deutschen Weidgerechtigkeit“. „Das Tor zu strafbewährten Verstößen gegen das Tier-, Naturschutz- und Umweltstrafrecht sei somit durch den Jagdfrevel geöffnet“, erklärt Rechtsanwalt Storr. In einem öffentlichen Brief wurde der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner aufgefordert, die Ausübung revierübergreifender Treib- und Drückjagden in Bayern sofort zu untersagen.
Lesen Sie das offene Schreiben an Landwirtschaftsminister Brunner [63 KB]
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Treibjagden: Tiere flüchten in Panik Seit die Jagdsaison im Herbst begonnen hat, sind die Zeitungen voll mit Meldungen über Wildunfälle. Doch im Grunde sind es nicht die Tiere, welche den Straßenverkehr gefährden – Wildschweine und Rehe befinden sich auf der Flucht vor den tödlichen Kugeln der Jäger. Somit ist die Jagd, insbesondere Treib- und Drückjagden, eine Gefahr für Autofahrer - und sogar Passanten und Geschäftsleute in Ortschaften. |
Treibjagden als Ursache für Wildunfälle
Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem sich nicht durch eine Treibjagd ein Unfall ereignet. Aufgescheucht durch 50 oder gar mehr als 100 Jäger und Treiber, gehetzt von einer Meute von Jagdhunden, rennen die Wildtiere um ihr Leben. Dabei flüchten sie auch über Straßen und Autobahnen, wo sich dann die so genannten Wildunfälle ereignen. Die Folgen sind erschreckend: Kürzlich wurde eine junge Frau schwer verletzt, weil ein Damhirsch die Windschutzscheibe durchschlagen hatte. Ursache war laut Pressemeldungen eine Treibjagd.
Wer haftet nun für den Schaden? Wer ist für den Verkehrsunfall verantwortlich? Werden dafür die Jäger zur Rechenschaft gezogen?
Auf den schweren Verkehrsunfall der jungen Frau angesprochen, versucht sich ein zuständiger Jagdleiter zu rechtfertigen: „Im übrigen müsste bekannt sein, dass in diesen Wochen überall im Land Jagden stattfinden und deshalb verstärkt mit aufgescheuchtem Wild gerechnet werden muss.“ (Kieler Nachrichten, 9.12.2009) - Sind also die Autofahrer selbst schuld, weil sie nicht mit der Treibjagd gerechnet haben? Oder müssten nicht vielmehr die Treibjagden verboten werden – wegen der Verkehrssicherheit ebenso wie aus Tierschutzgründen? Und: Ist eigentlich in der Öffentlichkeit bekannt, dass viele so genannte Wildunfälle durch Jäger verursacht wurden?
Jäger trifft Auto
In der Treibjagdsaison muss man als Autofahrer nicht nur Wildunfälle fürchten – so mancher Schuss trifft aus Versehen ein Auto. So wurde kürzlich ein Postbote wurde durch das geöffnete Fenster seines Autos getroffen, während eine Treibjagd aus Hasen stattfand – er bekam eine Schrotkugel ins Gesicht (Spiegel online, 7.12.2009).
Treibjagd – Tiere flüchten in Ortschaften
Doch die Jagd bringt nicht nur Autofahrer in Gefahr: Wildschweine flüchten bei Treibjagden – zum Teil bereits angeschossen - in Ortschaften, wo sie Passanten in Angst und Schrecken versetzen. In Panik springen durch Fenster und Türen in Wohnungen, Geschäfte, Schulen und Gewerbebetriebe, wodurch erheblicher Schaden angerichtet wird:
Am 1.12.2009 meldete die Ludwigsburger Kreiszeitung, dass wegen einer großen Treibjagd zwei Wildschweine durch die Bahnhofsstraße rannten- Passanten fühlten sich gefährdet.
Am 9.12.2009 berichteten die Kieler Nachrichten, dass die Bewohner eines Dorfes nicht über eine Treibjagd informiert worden seien, obwohl sich auf der betreffenden Weide täglich Kinder mit Pferden aufhielten.
Am 10.12.2009 meldeten die ka-News aus Karlsruhe, dass vier Wildschweine auf der Flucht vor einer Treibjagd durch die Stadtmitte von Maulbronn rannten und Passanten und Polizei in Atem hielten. Die panischen Tiere sprangen sogar in ein Bekleidungsgeschäft und einen Dönerladen, wodurch Schaden angerichtet wurde.
Am 13.12.2009 meldete die HNA: „Auf der Flucht vor Jägern sind am Samstagnachmittag vier Wildschweine auf das Gelände der Mittelpunktschule in Calden geflüchtet.“ Eines der Tiere sprang dabei sogar durch eine vergitterte Glasscheibe einer Eingangstür.
Und am 15.12.2009 titelte das Main Echo: „13 Wildschweine bei Drückjagd in Garage verirrt“. Die Tiere waren über mehrere Straßen in das Gewerbegebiet Höchberg geflüchtet, wo sie schließlich von einem jagenden Polizisten erschossen wurden.
Langzeitstudie: Jagd führt zur Vermehrung von Wildschweinen
Die Jagd gefährdet nicht nur Leben und Gesundheit Menschen, sondern sie schädigt auch das Gleichgewicht in der Natur. Immer mehr Wissenschaftler weisen darauf hin, dass gerade die Jagd auf Wildschweine absolut contraproduktiv ist: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, umso stärker vermehren sie sich. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuell publizierte französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen. (vgl. Servanty et alii, Journal of Animal Ecology, 2009)
Jagd gefährdet Wildtiere, Haustiere und Menschen
„Während die Weihnachtszeit zur friedvollen Einkehr motiviert, bringen die Jäger den Wildtieren Tod und Verfolgung in Wald, Feld und Flur“, so der Biologe Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. „Dieses bizarre und todbringende Hobby einer kleinen Minderheit von 0,4 Prozent ist dabei weder biologisch, noch ökologisch gerechtfertigt.“ Die Jagd sei kein unabänderbares Naturgesetz: „Jagd gefährdet und terrorisiert Wildtiere, Haustiere und Menschen. Jagd gefährdet die Umwelt: bedrohte Arten werden getötet und giftige Schwermetalle in die Natur geballert“, so der Biologe weiter. Und er fragt: „Wie lange will sich das die nichtjagdende Öffentlichkeit noch gefallen lassen?“
Ein 14-jähriges Mädchen, Tochter eines Jägers, hatte zum ersten Mal als Treiber an einer Treibjagd teilgenommen.
Schülerin angeschossen: Jäger verurteilt
Paderborn. Die Treibjagd war zu Ende, als plötzlich doch noch ein Schuss fiel. Von einem Zwölf-Millimeter-Geschoss getroffen sank Schülerin Lena W. (14) schwerverletzt zu Boden.
Der Jagdunfall, der am 28. Dezember 2008 in Marienmünster im Kreis Höxter geschehen war, wurde am Freitag vor dem Landgericht Paderborn verhandelt. Auf der Anklagebank saß Norbert P. (56) aus dem lippischen Lage. (...) Das Gericht hatte jedoch keinen Zweifel: Es verurteilte den Mann nach zehnstündiger Verhandlung wegen fahrlässiger Körperverletzung zu acht Monaten Gefängnis auf Bewährung. (...)
Lena W. war in den rechten Oberarm getroffen worden. Die 25 Gramm schwere Kugel, ein sogenanntes Brennecke-Geschoss, hatte drei Zentimeter des Knochens zerfetzt, Nerven und Adern durchtrennt. Bis heute hat Lena W. vier Operationen hinter sich, aber sie kann den Arm nicht richtig bewegen. (...)
Für Lena W. ist die Verurteilung ein Stück Genugtuung: »Bis heute hat sich der Mann nicht bei mir entschuldigt. Ich hätte ein wenig mehr Mitgefühl erwartet.« Für die heute 16-Jährige steht fest: »Es war meine erste und letzte Treibjagd.«
Quelle: Westfalenblatt, 22.05.2010 (Auszug)
Liebe Tierfreunde,
ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie von einem Jäger bei Ihren Spaziergängen in Wald und Flur angesprochen wurden, irgend ein Verhalten zu unterlassen bzw. als Hundebesitzer mit dem Abschuss des Tieres bedroht wurden?
Lesen Sie die Tipps bei Begegnung mit Jägern
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