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Aus der Bevölkerung

Katze erschossen?

Auch ich verabscheue die Jagd.

Vermutlich wurde unsere 18 Jahre alte Katze erschossen. An einem Oktobertag hörten wir einen lauten Knall in unmittelbarer Hausnähe, sahen dann einen eilig aus dem Wald davon fahrenden. Die Katze haben wir nicht mehr gefunden. Die Trauer ist groß.

Jetzt wird in Sichtweite unseres Hauses ein zweiter (!) Hochsitz gebaut sogar in Straßennähe…

Ich habe Sorge, gegen Jäger zu protestieren, da ich zwei Hunde habe, die man vergiften oder erschießen könnte.

Mein Lebensgefährte wurde schon mehrfach von Jägern gewarnt bzw. verwarnt, mit den Hunden irgendwo zu spielen oder entlang zu gehen. Er wich einmal einem Jäger im Auto von einem Waldweg auf eine Wiese aus. Der Jäger schnitt ihm dann den Weg ab und verwarnte meinen Lebensgefährten, er dürfe nicht über die Wiese mit den Hunden gehen, er würde das Wild beunruhigen. Die Hunde waren übrigens angeleint. Der Jäger selber hatte aber keine Bedenken, mit seinem Auto durch den Wald zu fahren.

Der Höhepunkt der Absurdität war, dass ein Jäger ihm sagte, ein Fuchs, dem der Schwanz fehlt, hätte Räude, unsere Hunde könnten sich infizieren. Vermutlich wurde dem armen Fuchs der Schwanz abgeschossen.

Ich selber wurde vor einigen Jahren am zweiten Weihnachtstag von einem alten ortsansässigen Jäger auf Übelste (!!!) beschimpft, weil ich auf einem abgemähten Feld im Winter mit meinem Bordercollie Wurfspiele gemacht hatte. Er drohte, den Hund notfalls zu erschießen, es wären Fallen aufgestellt, in die der Hund gelangen könnte. Er war sehr ausfallend in seiner Wortwahl, obwohl ich mich in keiner Weise zu ebensolchen Beschimpfungen herabgelassen hatte und auch den Hund rief ich sofort zu mir.

Ein anderer Jäger zeigte sich stolz in einer Jubiläumsbroschüre mit einer Menge toter Krähen, die er geschossen hatte – ich muss zugeben, da kommt in mir ungeahnte Wut hoch. Die armen Kreaturen…

U. W.

Regeln Jäger das Gleichgewicht in der Natur?

Hallo,

das Argument, dass eine intakte Natur ihr Gleichgewicht selbst regelt, habe ich auch schon benutzt.
Allerdings kam dann von der Gegenseite das Argument, dass unsere Natur ja nicht mehr intakt ist.
Leider ist das ja wahr. Was entgegnet man auf so eine Antwort???

Viele Grüße
Silke


Antwort der Initiative zur Abschaffung der Jagd:

Hallo Silke,
Sie haben recht, unsere Natur ist nicht mehr intakt. Schuld sind aber nicht die Tiere, sondern die industrielle Landwirtschaft und die Jagd. Der anerkannte Ökologie- und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf von der Zoologischen Staatssammlung München, der an beiden Münchener Universitäten lehrte, kam bei seinen langjährigen Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Jagd - nach der industriellen Landwirtschaft - der Artenfeind Nr. 2 ist.
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Jäger schießen ja nicht deshalb Tiere tot, um die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen - dies ist ein beliebtes Jägermärchen. Doch ein Blick in die einschlägigen Jagdzeitschriften oder Jäger-Internetseiten (und vor allem die Internetforen!) zeigt ein ganz anderes Bild: Da geben die Jäger offen ihre "Freude am Beutemachen", den "Kick", den sie bei der Jagd verspüren, zu.
Welchen anderen Grund gibt es, dass Jäger immer noch Hasen schießen, obwohl diese auf der Roten Liste stehen und niemandem etwas tun/keinen "Schaden" anrichten?
mehr über die Lust am Töten

Füchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt und haben keine Schonzeit. Da Füchse nicht essbar und die Pelze schwer zu vermarkten sind, werden die Kadaver meist kurzerhand in der Tierkörperbeseitigung entsorgt. Diese gnadenlose Jagd auf Füchse versuchen die Jäger gegenüber der Öffentlichkeit mit zwei Argumenten zu rechtfertigen: dem angeblichen Schutz der Bevölkerung vor Tollwut und dem Fuchsbandwurm. Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der "Weltorganisation für Tiergesundheit" als tollwutfrei.
Das andere Argument, welches die Jäger für die Fuchsjagd bringen, ist der angebliche "Schutz" für das "Niederwild" (Hasen, Rebhühner, Fasane etc.). Abgesehen davon, dass sich der Fuchs hauptsächlich von Mäusen und Aas ernährt und keinen gesunden Feldhasen zu fassen bekommt (nur kranke Tiere, deshalb gilt der Fuchs auch als "Gesundheitspolizei") schießen die Jäger erst den Fuchs tot und dann den Hasen oder das Rebhuhn.
Fakt ist: Die Jäger machen Jagd auf Hasen, Rebhühne rund Fasane. Der Fuchs muss weg, weil er in den Augen der Jäger ein Beutekonkurent ist - und vor allem, weil die Fuchsjagd so viel Spaß macht.
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Seit Jahren ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter.
Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem? Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet im Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Das Ergebnis wurde im renommierten „Journal of Animal Ecology“ veröffentlicht: Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird.
mehr dazu

Eine Zusammenfassung der Fakten finden Sie hier

Jagd im Naturschutzgebiet

rund um den Altrhein; Schauspiel in mehren Akten.

Erster Akt:

Mein Name ist Gabriele Bergtholdt und ich bin seit März 2011 Bürgerin des schönen Ortes Roxheim. Als ich mich vor einem Jahr entschloss, ein Eigenheim zu kaufen, fiel die Kaufentscheidung recht leicht, da ich dieses Gebiet um den Altrhein als ein wahres Kleinod in der durch Industrie geprägten Landschaft empfand. Durch den Sommer hindurch genoss ich meine alltäglichen Spaziergänge rund um den Altrhein. Der vordere Altrhein war ein Brutplatz von vielen Gänsen, Enten, Schwänen und anderen Vögeln. Besonders schön war es anzusehen, als diese Nachwuchs bekamen. So etwas hatte ich schon lange nicht mehr in einer besiedelten Umgebung gesehen. Ein friedliches Miteinander von Menschen und Tieren. Überhaupt - die ganze Natur rund herum beherbergte viele Arten von Tiere, die ich nur noch aus meiner Kindheit kannte.

Im Oktober 2011 nun, begegneten mir an einem friedlichen Morgen, vier Herrn in olivfarbener Kleidung, Gewehre umhängend im „John Wayne Stechtrapp“ im Bereich Stängenweiher- Ups, dachte ich noch so, wir sind im wilden Westen gelandet, kurz nachdem mich diese Herren passiert hatten, fielen direkt hinter mir Schüsse. weiterlesen

Treibjagd am Grundstück

Am Sonntag, den 5.2.2012, gegen 8.45 Uhr wurden mein Lebensgefährte Uwe S., und ich, Sigrid F., beide wohnhaft in Jena,
Zeuge einer unangekündigten, nicht abgesperrten Treibjagd.
Unmittelbar, im Abstand von ca 60 Metern zu unserem Gartengrundstück befand sich der Jäger im Wald und schoss (scharf !) auf die ihm zu getriebenen Wildschweine.
Später haben wir dann auch Blutspuren auf dem Weg zu unseren Autos gefunden - einem Weg, der von vielen Spaziergängern gerne benutzt wird.

Zur gleichen Zeit durchlief eine Joggerin das Terrain, kommend von der Gaststätte "Waldschlösschen".
Die Wege waren nicht abgesperrt, es gab keinerlei Vorabinformation für die Gartenbesitzer des Gartenverbandes "Lichtenhainer Obstbauvereins" bzw. die dortigen Anwohner.

Mein Lebensgefährte konnte nur durch Rufen auf sich aufmerksam machen und dadurch verhindern, dass in die Gärten geschossen wurde und wir evtl. noch durch Querschläger gertroffen werden.

Wir konnten nun in Erfahrung bringen, dass diese Treibjagd durch die Jagdgesellschaft / Verein Lichtenhain - Ammerbach durchgeführt wurde.

Zudem wurden ein Frischling und ein einjähriges Wildschwein erschossen, eins davon wurde nur angeschossen, welches ich persönlich als eine Riesenschweinerei betrachte.

Tote und Verletzte durch Jagd und Jäger

Da kann ich nur meinen Exmann (einen Polizeibeamten) zitieren: nämlich, dass seiner Erfahrung nach mindestens 85% der Jäger weder charakterlich noch waffenkundlich dazu geeignet sind, über Leben und Tod oder Dezimierung zu befinden.
Hinzu käme noch, die meisten hätten viel zu schlechte Schießergebnisse zu verzeichnen (kann er als Präzsionsschütze wohl fachlich beurteilen), so dass sie eigentlich keine Waffenbesitzkarte bekommen dürften.
Schweigen wir mal auch nicht über die schwarzen Schafe, die bereits angetrunken zur Jagd gehen.

Ich als Tierhalterin finde dies alles skandalös, da muss in der Politik schnellstens umgedacht und gehandelt werden. Denn mit einer simplen Jägerprüfung darf keiner einen Freifahrtschein zum Töten bekommen.
Wenn es um kranke Tiere geht, sollte nur der Revierförster (der ja mehrere Jahre Forstwirtschaftstudium hinter sich gebracht hat) das Recht haben, leidende Tiere entweder behandeln zu lassen, wenn nicht
möglich, zu erlösen.

Jagd darf kein Hobby mehr sein!

Eine Tierfreundin

Jagd im Stadtpark

Ich habe eine Frage an euch: Ich war heute mit ein paar Freunden joggen und zwar in einem kleinen Park mit in der Stadt (Osnabrück), der um eine Klinik mit Psychiatrie angelegt ist. Plötzlich haben wir einen Schuss gehört und uns sind Jäger entgegen gekommen.
Ich halte es für äußerst riskant, in einem solchen kleinen Park, in dem es eh höchstens mal einen Hasen gibt, zu jagen. Es sind uns außerdem einige Familien mit kleinen Kindern und Hunden entgegengekommen.

Ich bin generell gegen die Jagd und das Töten von Tieren, aber es hat mich zusätzlich schockiert, dass in einem Park mitten in der Stadt und auch noch um eine Psychiatrie herum gejagt wird.

Nun zu meiner Frage: Wie kann ich herausfinden ob es juristisch legal ist, dass in diesem Park gejagt wird? Und zweitens: kann man sich irgendwo beschweren weil man sich in Gefahr gesehen hat?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.

L.

Spaziergängerin begegnet Reh - Jäger erschießt es

Nicole Wolf berichtet uns von einer besonderen Begegnung mit einem traurigen Ende:

"
Am Freitag, den 06.01.2012 ging ich mit meinem Hund morgens gegen 8.30h – wie sehr oft – auf einem Flurbereinigungsweg zwischen zwei Ortschaften spazieren.

Auf einmal stand etwa 200 Meter vor uns ein Rehkitz auf dem Weg. Ich war sicher das Kitz würde jetzt sofort im Gebüsch verschwinden, aber weit gefehlt! Als das Kitz uns erblickte kam es schnurstracks auf uns zu. Ich hatte meinen Hund an der Leine und muss sagen ich war etwas verunsichert. Das Kitz kam angetrabt und ließ sich sofort von meinem Hund beschnuppern und von mir streicheln."

Lesen Sie den Bericht und sehen Sie die Fotos [630 KB]

Video bei youtube von der Begegnung mit dem Rehkitz

Das traurige Ende der Begegnung mit dem Rehkitz: Der Jäger erschoss es, weil er meinte, ein Rehkitz, das nicht vor dem Menschen davon läuft, habe Tollwut.

Anmerkung: Die Tollwut kommt in Deutschland seit Jahren nicht mehr vor: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« offiziell als tollwutfrei.

Naturfreund wollte Rehe beobachten

Ein Freund von mir hatte gestern ein schreckliches Erlebnis. Beim Beobachten von 7 Rehen aus unmittelbarer Nähe, zerriss ein Knall die friedliche Stille. Das jüngste der Tiere lag im eigenen Blut auf dem Boden. Er konnte es nicht fassen, lief zu dem Tier, es war Gott sei Dank gleich tot. Er machte noch etliche Bilder, wartete dann noch was sich tut. Nichts! Erst als er sich nach einer gewissen Zeit entfernte, kamen zwei Jäger und schleiften das Reh weg. Er war so schockiert, ist es auch heute noch, dass er fast keinen klaren Gedanken fassen kann...

G. H.

Jagdterror rund ums Grundstück

Liebe Jagdgegner,

ich brauche dringend Hilfe! Ich wohne seit über sieben Jahren in einem Waldstück am Niederrhein. Ich wohne an einem See, der durch einen Graben mit weiteren Seen (Angelteichen) verbunden ist. Eigentlich eine Idylle. Wären da nicht Holzfäller und Jäger...

In den vergangenen Jahren fielen die Horden "nur" alle zwei bis drei Wochen samstags in der Jagdsaison bei uns ein. Damit musste ich leben, habe getan, was ich konnte, um Enten bei mir anzufüttern, habe die Hunde mit Lockpfeifen irritiert, angeschossene Tiere zum Tierarzt gekarrt und Flyer verteilt. Auch den nervigen Schießstand in der Nachbarschaft habe ich akzeptieren müssen. Ich habe mir gesagt, besser die verballern ihren Dreck dort, als in der Natur.

Was aber in diesem Jahr abgeht, ist nicht mehr als normal zu bezeichnen. Die sind im Blutrausch. Nicht nur, dass nahezu jetzt jeden Samstag dort herumgeballert wird, ohne Rücksicht auf weidende Pferde oder gar die Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Inzwischen erscheinen sie fast täglich in unserer Umgebung! Seit drei Jahren kam jedes Jahr ein einzelnes Wildgänsepaar über den Winter zu uns. Am Mittwoch wurde eins der Tiere abgeschossen. Der übrig gebliebene Partner flog mit markerschütternden Schreien stundenlang im Kreis. Auch heute sah ich das arme Tier wieder kreisen und hörte es rufen.

Als ich gestern Abend spät nach Hause kam, sagte meine Mutter (wohnt auf dem Nachbargrundstück), die Jäger hätten sich schon wieder am übernächsten See ausgetobt. Nachts hörte ich dann furchtbare Schreie aus dem Wald. Ich habe meine Mutter geweckt und wir haben versucht, herauszufinden, woher sie kamen. Ich bin sicher, es war ein Fuchs oder ein anderes größeres Tier. Es hörte sich an, als wäre es in eine Falle geraten. Leider konnten wir wegen der Brombeerhecken in der Dunkelheit nicht weit kommen. Heute früh bin ich direkt wieder losgegangen, konnte aber leider wieder nichts finden.

Und am Vormittag fiel dann wieder eine Horde dieser Tierterroristen am See hinter uns ein. Es ist einfach nicht mehr normal! Die Tiere bekommen keine Ruhe mehr. Und ich stehe kurz vor meinem vierten (und dann laut Arzt wohl letzten) Herzinfarkt. Dieser Dauerstress und die Sorge um die Tiere macht mich fertig. Dazu kommt die Hilflosigkeit.

Ich möchte Sie deshalb bitten, mir Informationen zukommen zu lassen, wie ich mich gegen diesen Terror wehren kann und was ich außer dem Verteilen von Flyern machen kann. Es reicht mir einfach nicht mehr, so untätig zu sein.

Ich danke Ihnen fürs Lesen und hoffe, Sie können mir helfen.

G.

Treibjagd!

Als ich heute durch unser benachbartes Dorf gefahren bin, sah ich eine Ansammlung von grünen Jeeps. Dieser Anblick allein hat bei mir erhebliche Magen- und Kopfschmerzen ausgelöst: Treibjagd!

Dies hat mich nicht mehr los gelassen, ich wollte etwas dagegen unternehmen, weshalb ich im Internet auf Ihre Homepage gestoßen bin. Ich bewundere Ihr Engagement, Ihre mit großer Sicherheit sehr nervenaufreibende Arbeit und bin deshalb gerne bereit, diese durch eine Spende zu unterstützen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Jägern:

In den letzten 10 Jahren wurde unser Schäferhund im Wald mit Schrot erschossen, der Jäger behauptete, der Hund hätte ihn angegriffen....

Einigen Jahre später fanden wir unser Schäferhund-Mischling, ein Junges des oben genannten Schäferhundes, morgens tot im Kuhstall auf. Es war Erbrochenes als auch Durchfall zu sehen, was auf eine Vergiftung schließen lässt. Der Einsatz von Gift für die Fuchsbekämpfung scheint in unserer Gegend nicht unüblich zu sein...

Unser Border-Collie-Husky Mischling (zwei Jahre alt) wurde vor zwei Jahren von zwei Jägern auf dem Hof einer der Jäger erschossen und "weggeräumt". Der Hof dieses Jägers ist ca. 200 m von unseren Hof entfernt, unser Hund hatte vermutlich Interesse an der Hündin des benannten Jägers und hatte sich deshalb in dessen Hof begeben. Als der Hund nicht mehr auftauchte, haben wir den verdächtigen Jägern einen Besuch abgestatte und sie gefragt ob Sie unseren Hund gesehen hätten, was vehement verneint wurde. "Es ist nicht schade darum" und "Verschwindet" waren konkrete Antworten.
Über Dritte habe ich diesen Tathergang erfahren und Strafanzeige erstattet, bis heute ohne Ergebnis, d.h. keine Verhandlung, aber auch kein Bescheid darüber, dass das Verfahren eingestellt wurde.

Soviel dazu... Ich habe o.g. Schilderungen bewusst sachlich geschildert. Welche Auswirkungen dies auf emotionaler Ebene für mich und meine Familie hatte, brauche ich Menschen wie Ihnen nicht erläutern.

Ich stehe der Jagd und den Jägern schon immer äußerst kritisch gegenüber (diplomatisch ausgedrückt). Nicht nur die Bejagung von Haustieren, auch das Jagen auch Wildtiere, halte ich für absolut barbarisch, grausam, anmaßend und sadistisch. Wildschweine, Rehe, Füchse und Co. haben ebenso ein Recht auf Leben wie jedes andere Lebewesen.

Michaela B.

Tipps

Es gibt viele Möglichkeiten, Ihr Anliegen an die Öffentlichkeit zu bringen und damit zu einem Bewusstseinswandel beizutragen:

- Wenn Sie sich beim Spaziergang durch Jäger bedroht sehen, rufen Sie die Polizei. Auch das Ordnungsamt ist eine richtige Adresse, zudem die untere Jagdbehörde. Wichtig: Sie sollten immer ein Handy, evtl. auch einen Fotoapparat (Jäger scheuen das Licht der Öffentlichkeit) dabei haben, am besten auch Zeugen.

- pro iure animalis hat eine Checkliste zusammengestellt, was Sie bei der Begegnung und bei dem Blick auf Jagd und Jäger beachten sollten. Es wird u.a. darüber informiert, was Jäger dürfen und was nicht.

- Schreiben Sie die Reaktionen Ihrer örtlichen Zeitungen an. Berichten Sie ruhig plakativ von Ihrer Angst bei Spaziergängen, die Sorge um die Sicherheit für Erholungssuchende bei der Jagd in Naherholungsgebieten und die Sicherheit der Anwohner bei der Jagd in der Nähe von Wohngebieten. Schreiben Sie, dass Sie sich an Vögeln, Enten, Schwänen erfreuen und nicht verstehen können, dass Menschen als Hobby an einem Biotop Vögel tot schießen.

- Eine sehr gute Möglichkeit ist auch das Schreiben von Leserbriefen. Hier finden Sie Anregungen und Argumente.
- Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten. Viele Menschen wissen noch immer nicht, was die Jäger alles in der Natur anrichten.

Treibjagd in meinem Garten!

[Abbildung] Eigentlich hatte Angelika Bornstein mit ihrem Mann und ihrem Besuch einen schönen Adventsnachmittag verbringen wollen. Doch plötzlich ging bei ihren Vögeln - Frau Bornstein betreibt eine Wildvogelauffangstation - in den Volieren ein riesiges Gekreische los: Ein großer Jagdhund mit einem Leuchthalsband rannte um die große Freiflugvoliere herrum und irgendwie rannte da auch ein Wildschwein. Treibjagd im Garten!
Die Bilanz: Eine kaputte Voliere, verletzte und verängstigte Vögel, hohe Kosten und ein verdorbener Nachmittag:
Lesen Sie Ihren Bericht:

Liebe Tierfreunde!

Ich muss Euch mal etwas erzählen, was heute Unglaubliches geschehen ist.
Eigentlich hatten sich mein Mann und ich auf unseren Adventsbesuch von unseren Freunden heute Nachmittag gefreut. Ich hatte den Kaffeetisch schön gedeckt und wartete mit einem Buch vor der Nase ganz entspannt auf unseren Besuch als plötzlich draußen bei meinen Vögeln in den Volieren ein riesiges Gekreische losging.

Ich schaute raus und entdeckte zunächst nur einen sehr großen Hund, der am Wohnzimmerfenster vorbeihetzte.

Ich rannte raus und begriff erst gar nicht was ich da sah: ein großer Jagdhund mit einem Leuchthalsband rannte um unsere große Freiflugvoliere rum und irgendwie rannte da auch ein Wildschwein. Es dauerte ein wenig, bis ich begriff, dass das in Panik geratene Wildtier nicht hinter der Voliere, sondern in der Voliere rumrannte und versuchte, dem Hund zu entkommen, der draußen vor der Voliere dem Schwein hinterhersprang.

Das panische Schwein rannte kopflos in der Voliere rum und trampelte dabei mehrfach meinen Graureiher Rudi um. Es versuchte, wieder aus dem Gehege zu kommen, indem es sich immer wieder gegen das Gitter warf. (Ich hatte mich schnell wieder zurückgezogen, auch weil ich gar nicht wusste, wie ich reagieren sollte) Schließlich fand es die "Lücke" im Draht, die es beim Eindringen in die Voliere gerissen hatte, und rannte wieder in unserem Garten rum. Schließlich sprang es über einen ca. 80 cm hohen Zaun zum Nachbarn rüber, wo dessen Geflügel auf der Wiese panisch auseinander spritzte, hetzte wieder zurück quer über unser Grundstück und anschließend auf die Straße, wo einige Autofahrer eine Vollbremsung hinlegen mussten. Im Schlepptau stets der Jagdhund!

Dann verschwanden Sau und Hund im Wald. Kurz darauf knallte es...

Bilanz:
eine kaputte Voliere
ein Reiher, der für über 100 Euro beim Tierarzt zusammengeflickt werden musste (hoffentlich überlebt mein Rudi diese Tortur!)
einige Vögel, die wir wieder draußen einsammeln mussten (glücklicherweise sind es die handzahmen gewesen, die durch den kaputten Volierendraht flogen)
1 zahme Kanadagans, die voller Panik weggeflogen ist (wir haben sie nicht wieder gefunden)
2 Hausgänse, die sich in der Panik im Weidezaun verhangen hatten
1 Dutzend Vögel, die auch heute Abend noch nicht zu beruhigen waren
nicht zuletzt: ein total verdorbener Nachmittag

Und das schlägt dem Fass den Boden aus: die dämliche Bemerkung einer der herzitierten Jäger: Bei Treibjagden müsse man eben damit rechnen, dass von Jagdhunden gehetzte Wildtiere auch Schäden anrichten und auch über Privatgelände laufen.

Hallo, gehts noch?!?
Bei jeder Veranstaltung und jedem öffentlichen Gebäude etc. werden Betreibern und Veranstaltern Sicherheitsbestimmung aufgedrückt, die man manchmal nicht mehr nachvollziehen kann. Und bei einer Treibjagd werden wissentlich Mensch und (Haus)Tier in einem extrem hohen Maße gefährdet! Und hier ist den Sicherheitsbestimmungen Genüge getan, dass ein paar Warndreiecke mit dem Aufdruck Treibjagd vollkommen ausreichen sollen, um Menschen und deren Hab und Gut vor den Auswirkungen der Jagd zu schützen????

Hier, wo die Jagd stattgefunden hat, ist relativ dicht besiedeltes ländliches Gebiet mit kurzen Waldstücken, Viehweiden, Feldern, Höfen und Dörfern sowie stark befahrenen Landesstraßen.
Wer genehmigt bloß soetwas?

Und noch etwas anderes: Ich habe die Augen des Wildschweines gesehen: das arme Tier hatte eine Wahnsinnsangst gehabt, in der Voliere schrie es voller Panik, wenn der Hund zu nahe kam!
Wieso hetzt man Tiere in den Tod?

Auf jeden Fall wird das noch ein Nachspiel haben, war eben bei der Polizei, die auch sehr bedauern, dass bei den Treibjagdgenehmigungen die Polizei nicht gefragt wird sondern alles von der unteren Jagdbehörde abgesegnet wird.

Noch was: vor kurzem hatte hier eine kleine Jagd entlang der Sieg in direkter Nähe von Wohngebäuden stattgefunden: am helllichten Tage wurden im Bereich von Spazierwegen entlang des Flusses Wasservögel bejagt. Kinder, die einen Hund ausführten sowie einige Spaziergänger befanden sich plötzlich inmitten des Jagdgeschehens, wo ihnen die Geschosse um die Ohren pfiffen. Hier wurde die Polizei alarmiert!
Irgendwie habe ich wirklich die Nase voll von den verantwortungslosen Lustmördern.

In diesem Sinne
Euch einen schönen Abend

Angelika Bornstein


Nachtrag:

Anbei ein Foto der Voliere, in das das arme Wildschein eingebrochen ist als auch der malträtierte Flügel meines Reihers, der dem Schwein immer wieder in Panik zwischen die Füße gelaufen ist.

Meine Gans ist und bleibt verschwunden - schade, wir haben unser schönes, zahmes Kücki geliebt! Vielleicht taucht sie ja bei irgendwem auf und das hoffentlich nicht als Gänsebraten.

Abbildung: In diese Voliere flüchte das panische Wildschwein - auf der Flucht vor Jäger und Jagdhund

Abbildung: Der schwer verletzte Graureiher Rudi - musste für 100 Euro beim Tierarzt zusammengeflickt werden

Ein unschuldiges Jagdopfer

Ich war heute Morgen wie so oft im Wald spazieren um die neuesten "Schandtaten" unseres Jagdpächters zu inspizieren, als ich diesen toten Fuchs fand - erst erschossen und dann achtlos in die Landschaft geworfen.
Er war allerhöstens zwei oder drei Tage tot. Dieses arme Tier hat doch nun wirklich niemandem etwas getan, oder?

Die Bilder sind mit einer Handykamera aufgenommen, daher leider vo etwas minderer Qualität.

Ellen per e-mail, 19.3.2011

Gedicht: Der Jäger

Klaus Herburger

Die Zeit steht still, es knallt und hallt,
ein Schuss zieht durch den Morgen-Wald.
Da kommt ein kleiner Hund gelaufen,
von hoch herab ein lautes Schnaufen.
Es hört sich an wie Lustgestöhn,
was findet die Person so schön?

Ist es der Wald in seiner wahren Pracht,
der stets auf Anmut ist bedacht?
Ja wie die schönen Vöglein singen,
die so vergnügt und herrlich klingen.
Von Baum zu Baum ein Hörnchen springt,
so lebensfroh und sehr beschwingt.

Doch plötzlich wird es klar, worums hier wirklich geht,
auch wenns ein netter Mensch nur schwer versteht!

Viel Blut benetzt den feuchten Boden,
ein Depp steht da mit prallen Hoden.
Vor ihm ein toter Hirsch im lichten Gras,
solch Schauspiel macht den Mörder nass.

Mit Blut befleckt so froh und munter,
holt sich der Hunter einen runter!

Es dröhnt ein lautes Weidmannsheil:
„Der tote Bock macht mich so geil!“
„Nur einen Schuss hab ich gebraucht,
schon wurde ein Leben ausgehaucht!“
Der Kerl, er liebt den „Hochstand“ sehr,
drum greift er oft zum Jagdgewehr…

Ja weil sein Hirn nicht fleißig ist,
ist er heut tätig als Sadist.
Die Waffe hat nur einen „Knopf“ –
zum töten reicht ein leichter Kopf…

So froh und stolz hinausgezogen,
gibt er sich ganz und gar verlogen:
Kastanien werden ausgelegt,
damit man meint, er hegt und pflegt.
(So werden Tiere faul und fetter,
das macht das Zielen umso netter!
Dann kann man auch besoffen sein,
das arme Tier geht trotzdem ein.)

Auch gibt er sich naturverbunden,
drum schießt er rum und hetzt mit Hunden…
Die Jagd ist einfach furchtbar richtig,
und feiges Töten nun einmal wichtig…

Weil Rehe ziehen durch den Wald
und fressen alle Wipfel bald…
Auch das Murmele ist wahrhaft dumm,
weils pfeift und gräbt im Boden rum…

Beide muss man schnell abknallen,
und später mit den Freunden lallen.
Im Gasthaus erzählt man Jagdgeschichten,
und sauft sich zu, mit dummen Wichten!
Komplett gekleidet in sattem Grün,
hält dieses Pack sich gar für kühn??!

So selbstgerecht statt mit Verstand,
versteckts sich gut am hohen Stand!

Jagd aus Sicht eines angehenden Forstingenieurs

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Student des Forstingenieurswesen in Weihenstephan.
Mit Interesse habe ich die Beiträge auf der homepage gelesen und stelle fest, dass ich einiges doch kritisch hinterfragen muss.
In unserem Studiengang ist die Jagdlehre ein Pflichtfach. Ob man später zur Jagd geht bleibt jedem selber überlassen.
Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich auch wenig Verständnis für die so genannte Trophäenjagd habe. Jagd als Triebbefriedigung und zur Freizeitgestaltung, mit überholtem jagdlichem Brauchtum wie Strecke legen und sonstigem Selbstbeweihräuchern ist durchaus fragwürdig.
Jedoch halte ich die Jagd, aus meiner Sicht als Forstmann für notwendig.

Lassen Sie mich hierzu einige Argumente, die Sie Jägerlügen nennen aufgreifen:

Sie sagen, Jäger provozieren Wildschäden in Wald und Flur erst, da Sie
das Wild in den Wald hinein treiben. Das ist so nicht richtig. Man muss z. B. bei Rehwild generell zwischen Feld- und Waldrehen unterscheiden. Des weiteren treten Verbissschäden hauptsächlich im Winter auf, wenn es auf den Feldern, die das Wild sonst heimsuchen würde nichts zu holen gibt. Die intensive Fütterung das ganze Jahr hindurch, zur Vermeidung von Wildschäden, käme der Domestikation des Wildes gleich und verbietet sich aus Wildbiologischen Gründen.

Antwort von Kurt Eicher: Die von Ihnen angeführte ganzjährige Fütterung war zunächst nur angedacht, falls die Jagd sofort und ohne Übergang beendet würde. In einem solchen Fall würden im Folgejahr die satt subventionierten Brachflächen entsprechend umstrukturiert und die Fütterungen würden sofort eingestellt, sonst hätte das ja mit Naturschutz wirlich nichts mehr zu tun.
Das im Schweizer Nationalpark der Wald auch ohne Bejagung wächst,
lässt sich damit erklären, dass dieser große Ausgleichsflächen beinhaltet, die dem Wild als Einstand und Äsungsfläche dienen. Sie werden mir aber zustimmen, dass man ein solches Maß nicht auf land- und forstwirtschaftliche Kulturflächen übertragen kann. Auch hier werden solche Ausgleichsflächen bereitgestellt, z.B. in Form von Wildäckern und das der Schwerpunkt nicht auf selbigen liegt sondern auf der eigentlichen Ertragsfläche ist selbstverständlich.

Antwort von Kurt Eicher: Eine andere Flächenzuordnung wäre hier (wie oben erwähnt) die Lösung.
Desweiteren möchte ich die Aussage beanstanden, das nur 2% des Bestandes verbissen sind. Diese Zahl ist missbräuchlich verwandt. Es
mag zwar sein, dass im Gesamtbestand nur oben genannte 2% betroffen sind, in stark verbissenen Gebieten können das aber bis zu 70% der Verjüngung sein. Und das sind die Bäume der Zukunft.

Antwort von Kurt Eicher: Wildtiere venichten keine (eigenen) Lebensräume, da sind wir uns einig.
Der Wald ist aber in keinem natürlichen Zustand, das muss ich Ihnen nicht erläutern.
Wenn die Forstwirtschaft ihr eigenen wissenschafltlichen Erkenntnisse umsetzen würde, käme sie zu dem Schluss, dass es sinnvoll sein kann, die MONOKULTUREN mit verbissresistentne Arten, die seit Jahren bekannt sind, zu durchsetzen.
Das Ergebnis wäre, dass auch seltene und empfindlichere Baumarten geschont blieben, da diese von den Wiederkäuern eigentlich gemieden werden und nur im Notfall als Magenfüller herhalten müssen, denn diese Pflanzen sind auch ernährungsphysiologisch eher schlecht einzustufen.

Forstkulturen großflächig durch Zäune zu schützen ist in vielerlei Hinsicht nicht möglich. Es wäre unmöglich bei der Bevölkerung Akzeptanz für solche Maßnahmen zu erwarten, da sich jeder zu Recht auf das freie Begehungsrecht beruft, das durch Zäune stark eingeschränkt wird. Des weiteren sind Zäune, die mehr als 5 ha umschließen kaum wilddicht zu halten und nur schwer in Stand zu halten. Die umschlossenen Flächen sind dauerhaft als Äsung und Einstand entzogen und Schäden in den übrigen Flächen wie Feldern würden drastisch steigen. Nicht zu letzt wären großflächige Zäune nicht zu finanzieren.
Von Einzelschutzmaßnahmen ganz zu schweigen.

Antwort von Kurt Eicher: Wir bauen keine Zäune, sondern verbinden Wildzonen ohne Barrieren und ohne gefährliche Straßenquerungen.
Ohne Bejagung wären auch weniger Wildtiere vorzufinden, da sich
die Trophäenhege nicht mehr negativ selektiv auf die Bestadshöhe auswirken würde.

Ein Beispiel: Die Staatsforsten haben sich die vorbildliche Bewirtschaftung der Wälder zum Ziel gesetzt, das bedeutet, einen Waldumbau zu betreiben, der die Naturverjüngung in den Vordergrund
stellt und von großflächigen Pflanzungen absieht. Dies soll auf lange Sicht einen Mischwald mit verschiedenen Altersstufen ergeben.

Antwort von Kurt Eicher: Am Beispiel Naturverjüngung sehe ich immer wieder den Denkfehler, dass angenommen wird, dass sich neben existierenden Monokulturen eine normale Mischwald unmittelbar entwickeln würde... Hier wird sich doch zunächst eine Pioniergesellschaft etablieren, bevor es einen Buchenmischwald geben wird, d. h. ohne sinnvolle und diversitätsoffene Forst-/Pflanzhilfe werden wir wieder Jahre verlieren, bis eine normaler Wald entsteht, der dann erst verbesserte Lebensbedingungen für Tiere bringen wird.
Der Förderung der Biodiversität und der Erweiterung des Lebensraumes für Wildtiere ist damit im höchsten Maße Rechnung getragen. Wenn sich dieser natürliche Wald aber aufgrund von Wildschäden nicht entwickeln kann, so stimmt etwas mit dem Wald-Wild-Verhältnis nicht. Dennoch muss der Wald für die Forstwirtschaft und die angeschlossen Sektoren nutzbar sein. Immerhin sichert er mehr als 800 000 Menschen bundesweit eine Existenz und stellt einen erheblichen wirtschaftlichen Faktor dar, von dem die Allgemeinheit profitiert. Daraus leite ich ab und ich hoffe dass Sie meine Position verstehen, wenn auch nicht teilen, wir die Wildbestände unseren Bedürfnissen anpassen müssen, ohne zu stark einzugreifen oder sie gar zu gefährden. Da die so genannte Grenze der Umweltkapazität bei keiner unserer heimischen Wildarten erreicht ist, können wir nicht auf die Selbstregulierungsmechnismen hoffen die die Jagd unnötig machen würden.

Antwort von Kurt Eicher: Niemand möchte den Wald als Wirtschaftsfaktor abschaffen, doch wir könnten diese Wälder artenreicher, sturmstabiler und krankheitsresistenter mitgestalten und dabei trotzdem nutzen.
"Wald vor Wild" ist einfach viel zu kurz gegriffen -es müsste heißen "Wald und Wild". Diese beiden Faktoren bilden den letzten großen, natürlichen und zusammenhägenden Lebensraum in Europa, dies sollte uns als Naturerbe und Naturreserve "heilig" sein.

Lassen Sie mich damit zur Jagdpraxis kommen.
Wie Sie befürworte ich einen Nachweis über die Schießfertigkeit eines
Jägers. Des weiteren würde ich auch ein striktes Alkoholverbot auf der
Jagd befürworten.
Ich persönlich bin auch kein Freund der Fallenjagd, sei es Lebend- oder Totfang. Allerdings muss, wenn die Fallenjagd richtig ausgeführt
wird kein Tier tagelang in Fallen leiden. Jede Falle muss mindestens
einmal täglich, bei vielen Wildarten auch mehrmals täglich kontrolliert werden. Jeder gute Jäger und das sind bis auf wenige Ausnahmen alle, beherzigt diese Vorschriften, sowie sämtliche Grundsätze der Waidgerechtigkeit.
Oberstes Gebot bei der Jagdausübung ist: Sicherheit geht vor jagdlichen Erfolg, das heißt: Es wird nicht geschossen, wenn nicht klar ist ob der Schuss sicher platziert werden kann. Das beinhaltet genaues Ansprechen des Wildes (Art, Geschlecht, Alter, Junges führend,
krank, gesund usw.), ist der Kugelfang gewährleistet, wird kein anderes Tier oder gar ein Mensch gefährdet, stimmt die Entfernung und die Position usw. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Jäger diese Grundsätze missachtet. Ein gut gesetzter Schuss ist sofort tödlich.
Dass es Fehlschüsse gibt ist jedoch unvermeidlich und wenn so geschehen sehr bedauerlich. Allerdings wird Zeitnah und intensiv nachgesucht, denn kein Jäger will gezielt Leid zufügen oder dulden.
Mein Fazit lautet: Wir sind auf die Jagd aus wirtschaftlichen Gründen angewiesen, da wir sonst unsere Bedürfnisse dem des Wildes unterordnen müssen. Dennoch müssen wir mit höchstem Bedacht auf das Wohl der Tiere achten und nach dem Grundsatz verfahren, so viel wie nötig, so wenig wie möglich zu bejagen und das stets mit dem Ziel, den Stress und das Leid für die Tiere weitestgehend zu minimieren.

Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass ich ihre Arbeit durchaus für wichtig halte und glaube, das auch die Jagdgegnerschaft zum besseren Verständnis der Jagd beiträgt. Allerdings halte ich einige
Ausführungen für irreführend und zu populistisch. Des weiteren habe
ich kein Verständnis für Aktionen wie Hochsitz Zerstörungen oder
Behinderung des Jagdbetriebes. Damit bringen Sie sich und Andere in
höchste Gefahr und Gewalt ist in meinen Augen keine Form des
Protestes. Wie Sie aus den Zeilen ersehen, kann und will ich nur nur
aus meiner Sicht mit forstwirtschaftlichem Hintergrund und nicht für
andere Jagdbefürworter sprechen.

Antwort von Kurt Eicher: Hierzu möchte ich einfach keine weiteren Ausführungen machen, da ich oben schon angedeutet habe, dass die Wirklichkeit noch "dunkler" ist, als wir sie hier beschreiben.
Ich empfehle Ihnen dazu das Buch von Karl-Heinz Loske "Von der Jagd und den Jägern".

Ich würde mich über eine Antwort und weiteren Dialog sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hamm

ps. Wenn Sie in Erwägung ziehen meine email in irgend einer Form zu
veröffentliche, dürfen Sie meinen Namen gerne nennen, ich würde Sie
jedoch bitten meine email Adresse nicht zu veröffentlichen.



Erfahrungen mit Jägern

Sehr geehrter Herr Eicher,

Ich finde es sehr gut, das Sie mit ihrer Webseite hier über die Greuel der Jagd berichten. Ich wohne in der bayerischen Provinz und besonders hier betreibt man systematisch Gehirnwäsche an der oftmals ahnungslosen Bevölkerung.

Als ich nich ein Kind war, hatten wir im Wald gerne Lager gebaut und sind durchs Unterholz gestreift. Es passte den Jägern nicht, das wir hier herumtollten, wir würden die Wildtiere stören, sie verschrecken und man könnte sich mit dem Fuchsbandwurm und der Tollwut anstecken. Das ist alles nie passiert.

Es gab natürlich hier mehr als genug Jagdkanzeln und wir setzten uns als Kinder natürlich gerne da rauf. Auch das passte Ihm nicht und wie wir eben als Kinder waren haben wir irgendwann mal den Hochsitz beschädigt. Er fand das natürlich raus, nahm Kontakt zu unseren Eltern auf und drohte und mit einer Anzeige. Wir waren damals gerade mal 11 und 12 Jahre alt und sehr eingeschüchtert.

Schliesslich reparierten wir den angerichteten Schaden, entschuldigten uns, boten dem Jäger Geld an, was er ablehnte und wir gingen in ein anderes Waldstück weit weg von seinem Revier.

Die Jahre vergingen und ich wurde erwachsen. Mit 18 beschloss ich mit dem Joggen anzufangen und das geht in jedem Waldstück, wo wir damals die Jagdkanzel beschädigt hatten sehr gut, also begann ich Abends nach der Arbeit zu Joggen, wie es auch andere taten.

Es dauerte nicht lange, bis der Jäger von damals mir immer wieder unter dem Joggen nachfuhr und mich aufforderte stehen zu bleiben, also blieb ich stehen. Er steig aus, holte zur Einschüchterung seinen Jagdhund raus und dann ging es los:

"Musst du hier Abends herumlaufen ? Du störst die Tiere damit"

Ich entgegnete "Aber wenn sie mit ihrem Jeep hier rumfahren und herumschiessen, das stört sie nicht ?"

"Halt dein Mund, wenn du keine Ahnung hast, du kannst auch woanders joggen"

Ich sagte "Der Wald ist für alle da und ich jogge hier wo und wann ich will und hören sie auf mir ständig nachzufahren, es stört mich"

"Hier liegen Fallen herum"

Ich sagte "Ach, ja mitten auf einem Weg ?"

"Kann sein und wenn du da reingerätst hilft dir niemand"

Tja dann ging es mit dem übrigen Mist weiter:

"Weist du wie gefährlich Wildschweine sind, die Tollwut und der Fuchsbandwurm ?"

Ich sagte "Ich hab meine ganze Kindheit in der Natur verbracht und mir geht es ausgezeichnet"

Mürrisch fuhr er dann weiter und Gespräche wie diese kamen öfter vor in Zukunft. Einmal erinnere ich mich, ich machte grad meine Dehnübungen im Wald, ich war mit dem Fahrrad raus gefahren zum Joggen und auf dem Hinweg kam mir der Jäger entgegen, wer auch sonst.

Auf einmal brauste er mit seinem Jeep wie ein Irrer den Waldweg heran, hielt an, stieg aus, natürlich wieder mit Hund...

"Hau endlich ab ich will dich hier nicht mehr sehen"

Ich sagte wieder das ich hier jogge wann ich will und dann drohte er mir, er würde mir eine reinhauen und den Hund auf mich hetzen.

Ich sagte dann "Lauf mir doch nach wenn du kannst, du fette Sau"

Dann brüllte er herum und fuhr weg...

Meine letzte Begegnung war dann wieder beim Joggen, ich lief gerade neben der Straße die durch den Wald führte, dann merkte ich das hinter mir ein Auto langsam fuhr. Nicht schon wieder er, dachte ich mir...

Also hielt ich an, drehte mich um. Wieder kam er mit dem Hund auf mich zu, beschimpfte mich und drohte mir schliesslich:

"Ich erschiess dich und werfe dich in de Graben"

Dann trat ich direkt vor Ihn und sagte:

"Geh zu deinem Jeep und hol dein Gewehr, los geh und hol es ! Und dann erschiess mich, ich warte !"

Ich schaute ihm in die Augen mit starrem Blick, er kochte vor Wut und nach ein paar Sekunden wandte er sich ab, stieg in seinen Jeep und fuhr weg.

Das war bis heute meine letzte Begegnung mit ihm aber das kann auch daran liegen das ich wegen gesundheitlicher Gründe
das Joggen aufhören musste.


Ich würde mich freuen, wenn sie meine Geschichte bei ihren Meldungen aus der Bevölkerung veröffentlichen würden, so das auch andere erfahren können, was mir so alles widerfuhr....

Ihnen wünsche ich gute Gesundheit und machen sie weiter so

Deutschland braucht Menschen wie sie, welche die Wahrheit sagen...
A.

Widerliches

Hallo liebes Abschaffung der Jagd Team,

ist so etwas nicht schrecklich und jeder schaut nur weg.
Bin Mitglied bei Natur ohne Jagd.
Wie kann man die Bevölkerung nur drauf aufmerksam machen was in unseren Wälder alles passiert.
Und die Jagderfolge schön mit Alkohol gefeiert.

Daniel M.

Hege und Pflege?!?

Mail eines Bürgers vom 16.10.2010:

Hiermit zeige ich an, dass in dem Jagdbezirk Bünde-Hunnebruck,die Hege und Pflege von den Jagdberechtigten so aussieht:

Abbildung: Hier nur ein kleiner Auszug - der Umweltverschmutzung in dem Gebiet

Abbildung: Wo man jagt, wird der Wald abgeholzt. - An vielen Samstagen wird gejagt: am 3.08. - 5.08.2010, 21.08. - 29.09.2010, 09.10.2010, 16.10.2010

Abbildung: Rabenkrähen unterliegen nicht dem Jagdrecht - - warum werden Sie dann beschossen?

Abbildung: Außerdem ist die Jagd mit Lockvögel verboten - in Bünde nicht? Bild: Bild: Lockvögel mit toten Vogel.

Abbildung: Es wird auch keine Rücksicht - auf den Natur- und Artenschutz genommen. Hier eine Saatkrähe, steht unter Artenschutz.

8.10.09: Treibjagd auf Tierfreund

Aus Rache

Treibjagd auf Tierfreund

Sheltie-Hündin Kiwi rannte in Panik zwei Kilometer bis in den Tod.
Als Tierfreund beschwerte sich Thomas Nachtigal mehrfach über Tierquälerei seitens der Jäger. Die merkten sich daraufhin sein Gesicht und schworen Vergeltung.


Als Thomas Nachtigal mit seinen drei Sheltie-Hunden Kiwi, Yuma und Leo auf dem Acker hinter dem Real-Markt auf der Bataverstraße spazieren ging, platzte er mitten in eine Treibjagd. Und wurde Teil von ihr.
„Die Jäger schrien mich an. Dann erkannten sie mich. Sie umzingelten mich, einer packte mich am Kragen und brüllten »Jetzt haben wir dich, du Schwein«.“
Thomas Nachtigall flüchtete in Panik, die Meute verfolgte ihn. „Ich hielt meinen Welpen Yuma im Arm, mit der anderen Hand setzte ich einen Notruf bei der Polizei ab“, sagt der 38-Jährige.
„Ich bemerkte, dass Leo neben mir hergelaufen war, Kiwi aber war verschwunden. Die Jäger johlten: »Das hast du von deinen Anzeigen. Dein Hund ist weg.« Kiwi war in Todesangst vor den Jägern und ihren Jagdhunden weggelaufen.“ Später fand man die tote Hündin auf der Autobahn. (...)

Quelle: Düsseldorfer Express, 08.10.2009 (Auszug)

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Bericht des Betroffenen

Am 24.09.2009 ging ich mit meinen 3 Hunden spazieren. Ich bemerke sehr viele Jäger - etwa 22 bis 24 -, die sich um eine Rübenerntemaschine postiert hatten und alles abknallten, was vor der riesen Erntemaschine flüchtete: Kaninchen, Hasen, Fasane, Rebhühner... alles.

Ich ging daran vorbei. Auf einmal kam ein alter Jäger hinter mir hergelaufen und schrie: "Die Hunde hier anleinen!"
Ich sagte: Die stehen doch direkt bei mir, hier ist keine Leinenpflicht (es sind Wirtschaftswege an der Stelle und die Hunde haben unter 40cm Schulterhöhe).
Er kam näher und stank stark nach Alkohol. Er brüllte weiter: Jetzt habe ich dich! Und griff nach meinem T-Shirt in Brusthöhe.

Es kamen drei weitere Jäger dazu und brüllten mich an: "Jetzt haben wir dich du Schwein, machst immer Anzeigen jetzt haben wir dich."

Ich rief panisch die Polizei an - kam aber nicht dazu zu reden, weil die Jäger mich und meine Hunde bedrängten und begannen hinter mir herzulaufen.
"Du Schwein bleib stehen! Hunde an die Leine!", riefen sie.

Sie waren wie von Sinnen. Ich hatte Angst. Meine Hunde liefen panisch vor den vier brüllenden Männern davon.

Ich flüchtete. Danach vermisste ich einen meiner Hunde - die Kiwi:

Die Männer schrieen und verfolgten mich. Gegen vier alkoholisierte und völlig enthemmte Verfolger hatte ich keine Chance. Die wollten mich ohne Zweifel sozusagen plattmachen.

Ich rief und rief nach meiner Kiwi und sie kam nicht.

Die Jäger verspotteten mich: "Dein Hund ist in der Sandgrube, hahaha. Der ist weg! Das hasst du von deinen Anzeigen! Jetzt zeigen wir dich mal an, hahahahaa."

Ich jammerte: "Ich will nur meinen Hund, bitte! Lasst mich zu meinem Hund! Sie hat doch nichts getan."
Ich war völlig alleine mit den etwa 22 bis 24 Jägern, es waren keine weiteren Passanten vor Ort. Wahrscheinlich wegen der vorausgegangen Treibjagd.

Ich brachte meine anderen beiden Hunde zum Auto in Sicherheit, um alleine weiter nach meiner Kiwi zu suchen.
Ich fand sie nicht.

Die Polizei rief mich an und fragte, ob ich der wäre, der seinen Hund vvermisst. Ich bejahte.
"Wir haben ihren Hund. Er ist bei der Autobahnpolizei, kommen sie zur Bataverstraße", sagte mir der Beamte.

Dann gab es mehrere Anrufe: Ein Hin und Her began. Mal hieß es, es hat einen Unfall mit verletzten Personen gegeben, mal: dem Hund geht es gut.

Kiwi ist tot.
Auf ihrer panischen Flucht vor den brüllenden Jägern ist sie auf die zwei Kiometer entferne Autobahn gelaufen.
Ich vermute, dass die Jäger sie, nachdem sie sie von mir getrennt haben, irgendwie in totale Panik versetzten - oder ihre mitgeführten "Deutsch Drahthaar" auf sie gehetzt haben.

Sie ist mir noch nie weggelaufen, egal was war.
Ich brauchte für meine Hunde nie eine Leine: Ich gehe jeden Tag Morgen zwei Stunden und Abends zwei Stunden mit meinen Hunden - jeden Tag.
Nie ist einer meiner Hund weggelaufen.

Ich war alleine, als die Jäger mich verfolgt haben - das einzige, was als Beweis bleibt, ist die Tonaufzeichnung des Notrufes: Auf dem ist mit Sicherheit das bestialische Brüllen der Männer zu hören: "Wir kriegen dich du Schwein...!"

Der Kripo-Beamte sagte schon zu mir: "Sie haben es ja auch übertrieben mit ihren Anzeigen."

Jetzt wurde mir über Dritte sogar mitgeteilt, dass die Jäger angekündigt haben, dass sie meine Hunde (Leo und Juma) erschießen, auch wenn ich sie angeleint habe, falls ich mich dort noch mal blicken lasse. Ich hätte da nichts zu suchen...

Ach ja! Ich habe extra noch mal nachgeschaut, ob meine Hunde dort ohne Leine gehen dürfen - sie dürfen:
§ 11Tiere
(1) Über die Vorschriften der Landeshundeverordnung vom 30.06.2000 - LHV NRW - hinaus, sind auf Verkehrsflächen und Anlagen Hunde an der Leine zu führen. Ausgenommen vom Leinenzwang sind, vorbehaltlich der Festsetzungen im Landschaftsplan III des Kreises Neuss zum Naturschutzgebiet "Ilvericher Altrheinschlinge", die vorhandenen Wirtschaftswege und die Rheinuferwiesen zwischen Strom und Winterdeich.

30.10.09: Beschuss von Reitern durch Jäger

Am Fr. den 30.10.09 wurden ich und mein Begleiterin im Bereich der
Gemeinde H. aus nächster Nähe von einem Hochsitz aus von
einem Jäger beschossen. Wir waren zu Pferde einen Waldweg entlang
geritten. Durch den Schuss gingen die Pferde durch. So kamen wir in
ernste Gefahr eines schweren Sturzes oder den Verlust eines Pferdes.
Der Jäger ist uns namentlich bekannt.
Die befragte Polizeidienststelle hatte volles Verständnis für unser
Problem, meine aber sie könne in diesem Falle nichts tun außer eine
Zivilklage entgegennehmen.
Wir möchten dieses Ereignis eigentlich nicht auf sich beruhen lassen,
da nur durch den guten Ausbildungsstand unserer Pferde und einiges
reiterliche Können kein Schaden entstanden ist. Nicht auszudenken was
passiert wäre, wenn einem schwächerem Reiter so etwas passiert wäre.

J. S. (Name ist der Redaktion bekannt)

5.12.09: Gefährdung durch Treibjagd

IIch melde mich bei Ihnen, um Ihnen meine und die Beobachtungen einiger anderer Personen mitzuteilen. Am 5.12.2009 hat im Revier der Pächter M., V. etc. in N., eine Treibjagd auf Hasen statt gefunden. Ein Teil der Jagd wurde von uns gegen 15 Uhr beim Spaziergang direkt gegenüber des Hofes T. beobachtet.
Zum einen wurden keine Warn- oder Hinweisschilder angebracht (was nach meinem Wissensstand eigentlich Pflicht gewesen wäre in unmittelbarer Nähe der Reithöfe und Spazierwege), so dass wir weder gewarnt waren noch darauf hingewiesen wurden, dass für uns, den Hund oder auch das schreckhafte Pferd erhöhte Gefahr ausgehen könnte.

Entsetzt mussten wir außerdem mit ansehen, wie ein Hase mit Schrot getroffen wurde und krank davongelaufen ist. Ein Jäger ist dem Tier zwar einige Meter gefolgt, hat dann aber abgewunken und ist wieder zurück zum Hauptgeschehen gegangen. Eine Nachsuche, weder zu Fuß noch mit Hund - was unerlässlich gewesen wäre - hat nicht statt gefunden. Den verendeten Hasen habe ich heute beim Spaziergang mit meinem Hund keine 300 Meter entfernt vom Anschuss gefunden, nunmehr Krähenfutter, was mir zeigt, dass auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Nachsuche statt gefunden hat.
So etwas als Erholungssuchende mit ansehen zu müssen, verschlägt mir die Sprache. Ich habe das alles schon an das zuständige Kreisjagsamt gemeldet, denke aber nicht, dass man auf Reaktion von dortiger Seite hoffen darf.

Ich finde aber auch, dass derart mutwillig verursachtes Tierleid und die mutwillige Gefährdung von Personen nicht einfach hingenommen werden darf und wäre dankbar, wenn sie mir einige Ideen zukommen lassen könnten, auf welchem Wege ich noch weiter dagegen angehen kann bzw. es in die Wege leiten kann, daß die Verantwortlichen in erforderlichem Maße zur Rechenschaft gezogen werden.
S.L. (Name der Redaktion bekannt)

12.12.09: Treibjagd: Bedrohung von Spaziergängern

Wir waren gestern bei uns hier im Wald spazieren, öffentlicher Weg plötzlich fallen direkt neben uns zwei Schüsse, einer von unseren drei Hunden hat sich so erschreckt, dass meine Mutter einen Salto gemacht hat. Knie kaputt, Nacken verknackt, Fingerkuppen blau, Hose kaputt.

Es wurde kein Hinweisschild aufgestellt und gar nichts.
Mitten am Weg plötzlich diese ganzen besoffenen Treibjäger am rumballern,
alle hoch rote Köpfe. (...) Über eine Stunde haben meine Mutter und ich gewartet, bis dann endlich die Polizei kam. Es fiel bis dahin kein Schuss mehr, aber man sah viele Hasen die ab in den Wald rannten.

Wir haben zwar jetzt eine Anzeige, weil die aber ja nichts gegen uns in der Hand hatten, haben die ausgesagt, wir hätten die beleidigt usw. Meine Mutter war dann beim Notdienst und wir werden morgen auch eine Anzeige machen.

Wir fühlten uns sehr bedroht, diese besoffen Jäger und wir mussten dort her, wie oft hört man, dass die sich selbst erschießen, weil sie nicht zielen können.

Treibjagd ist krank. - Wie kann es dann außerdem sein, dass besoffen geschossen werden darf ?

D. D. (Name ist der Redaktion bekannt)

Reaktionen aus der Bevölkerung

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