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Die Jäger als Artenschützer?
Und wieder haben es die Jäger und ihre Jagdpresse geschafft, zu zeigen wie weidmännisch Natur- und Artenschutz oder ökologisch sinnvolles Handeln aussieht. Im neuesten Heft der Jägerzeitschrift »Wild und Hund« entblöden sich die Jäger und ihre Schreiberlinge nicht, den gewaltsamen Tod von Hermelinen im Winterfell zu preisen. Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht und deshalb auf der sog. »Roten Liste« gefährdeter Tierarten. Wurde vor Monaten schon eine Doppelseite für das Killen einer schwarzen Katze (im gleichen »Fachblatt«) durch mehrere »richtige Mannsbilder« gewürdigt, kommt das Blut jedes Tier- und Naturschützers bei soviel Arroganz, gegenüber dem Artenschutz und den tatsächlichen Gegebenheiten, nahezu ins Brodeln. Ausgerechnet das Wiesel, welches als Hauptnahrung Feld- und Wühlmäuse hat, das also ein wichtiges Regulativ in Feld und Flur ist, fällt einmal mehr der Blut- und Beutegier schießwütiger Grünröcke zum Opfer. Dieses possierliche Tier kann auch keine Konkurrenz darstellen, da die Jagd auf Mäuse noch nicht von Lodenträgern durchgeführt wird.
- Es wird endlich Zeit dieser seltsam veranlagten »Grünrocktruppe« die Schranken aufzuzeigen und das Bundesjagdgesetz so schnell wie möglich zu novellieren und dem Tier- und Naturschutzrecht zu unterstellen.
Alfons Wilhelm
Abbildung: Fallenopfer Ariel, 12 Monate -