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Wildtiere als Jägeropfer
Menschen als Jägeropfer
Haustiere als Jägeropfer

Jäger schießen Wildtiere, Haustiere und Menschen

Jäger schießen auf Wildtiere:
Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand

In Deutschland werden jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere mit Kugel oder Blei erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
Wildtiere als Jägeropfer

Jäger schießen auf Menschen:

Jedes Jahr bis zu 40 Tote

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder. Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600 - wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist.
Seit dem Jahr 2001 dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Opfer von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen. In der Statistik finden sich »klassische« Jagdunfälle: Ein Jäger erschießt aus Versehen einen anderen Jäger oder den Treiber. Doch was besonders schockierend ist: Immer häufiger trifft es Familienangehörige der Jäger.
Menschen als Jägeropfer

Jäger schießen auf Haustiere:

Jedes Jahr sterben 300.000 Katzen und 40.000 Hunde

Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und an die 40.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen.
Haustiere als Jägeropfer

Abbildung: Fallenopfer Ariel, 12 Monate -

Schluss mit der Hobbyjagd!

[Abbildung] Schon wieder Tote durch Jagdunfälle und Familientragödien mit Jägerwaffen

Am 2. November 2011 erschoss ein 77-jähriger Jäger vor einer Jagdhütte im Teutoburger Wald seine Ehefrau, zwei Jagdhunde und sich selbst. (Rheinische Post online, 2.11.2011) - Diese Tragödie ist kein Einzelfall: Wer weiß schon, dass Hunderte Menschen in den letzten zehn Jahren in Deutschland durch Jäger und Jägerwaffen starben?

Offizielle Statistiken gibt es darüber nicht - Jäger zählen nur die Anzahl der Tiere, die sie erschießen. Seit zehn Jahren dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der Jagd Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen: Jährlich sind es allein in Deutschland bis zu 40 Tote durch Jäger - Menschen, die ohne die Jagd heute noch leben könnten.

In den letzten Monaten häufen sich Meldungen von Familientragödien mit tödlichem Ausgang. Häufig sind es Jäger, die ihre Ehefrau, die Ex-Geliebte oder einen Nebenbuhler erschießen:

Ein Jäger geht morgens kurz vor 7 Uhr mit seinem Gewehr zur Polizei, legt die Jagdbüchse auf den Tresen und teilt den Polizeibeamten mit: »Ich habe gerade meine Frau erschossen.« »Für die 49-jährige Ehefrau kam jede Hilfe zu spät«, melden die Staatsanwaltschaft und die Polizei Münster in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft am 11.10.2011.

Ein 40-jähriger Mann steht wegen Mordes an seiner Mutter vor dem Landgericht Osnabrück. »Er gab zu, seine Mutter mit dem Jagdgewehr des verstorbenen Vaters erschossen zu haben«, meldet der NDR am 2.11.2011.

Die Thüringer Allgemeine berichtet am 8.10.2011 von dem Prozess um die »Bluttat von Wiehe«: Im April hatte ein 63-jähriger Jäger nach einem Streit seine 61-jährige Ex-Frau mit einem Revolver zunächst in die Schulter und dann aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen. »Ich denke, dass ich wie ein Jäger gehandelt habe«, sagte der Angeklagte vor Gericht aus.

»Lebensgefährtin mit Jagdgewehr erschossen«, titelte BILD am 1.8.2011. Laut Polizei habe ein Jäger am 29.7.2011 in Lauffen (Kreis Heilbronn) seine 46-jährige Frau mit seinem Jagdgewehr in die Brust geschossen - wohl, weil sie sich von ihm trennen wollte.
Studie: Jährlich 100 Tote bei Familiendramen - Schusswaffe im Haus erhöht Risiko

Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt, kommt es zu 100 Toten jährlich bei Familiendramen in Deutschland - meist mit legalen Waffen. Wer weiß, wie viele Jäger dabei sind?

Der Kriminologe Dietrich Oberwittler vom Freiburger Max-Planck-Institut, der ein Projekt zum Thema Familiendramen leitet, wies in der Sendung TV Südbaden aktuell vom 8.7.2011 darauf hin: »Allein die Tatsache, dass man eine Schusswaffe besitzt, kann dazu führen, dass es dann im Konfliktfall eher mal zu so einer Gewalttat kommt, die vielleicht nicht passiert wäre, wenn es eben keine Waffe gegeben hätte.«

Tote und Verletzte bei Jagdunfällen

Doch der Einsatz von Jagdwaffen bei Familientragödien ist nicht das einzige Problem: Immer wieder schrecken Meldungen über Jagd­unfälle die Öffentlichkeit auf und machen deutlich, dass die Jagd nicht nur für Wildtiere gefährlich ist, sondern auch für Menschen. Universitätsstudien und Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zufolge liegt die Zahl der jährlichen Jagdunfälle bei ca. 1600 - wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist.

So berichtet die Aachener Zeitung am 2.11.2011 von einem jungen Ehepaar, das am Samstagnachmittag mit seinem Kind im Kinderwagen und Hund spazieren ging. Als sie eine Jagdgesellschaft im Feld bemerkten, war es schon zu spät: Der 29-jährige Mann und seine 27-jährige Frau wurden von Schrotkugeln getroffen.

Der Radiosender oe.24 meldete am 30.10.2011, dass ein Eurocity-Zug in Bayern offenbar durch einen Jagdunfall beschossen wurde: Sechs Fensterscheiben seien zerborsten, insgesamt wurden acht Einschlagstellen gezählt.

Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können. Es wird Zeit, dass die Hobbyjagd in Deutschland verboten wird!

Die Natur braucht keine Jäger

Die Jagd ist heute ein Hobby, ein Freizeitvergnügen – und in ihren Jagdzeitschriften geben die Jäger ihre „Lust am Töten“ und „Freude am Beutemachen“ inzwischen offen zu. Die Natur braucht keine Jäger. Im Gegenteil: Jagd schädigt das Gleichgewicht in der Natur!
So weisen immer mehr Wissenschaftler darauf hin, dass die Jagd auf Wildschweine absolut contraproduktiv ist: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, umso stärker vermehren sie sich. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen. (vgl. Servanty et alii, Journal of Animal Ecology, 2009)

Feldstudien von Ökologen ergaben, dass die Tiere über einen inneren Mechanismus zur Regulierung des Populationswachstums verfügen: Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Jagd. Droht Überbevölkerung, wird die Geburtenrate gesenkt.

Die Auffassung, dass sich die richtige Wilddichte ganz von selbst einstellt, vertritt beispielsweise Prof. Dr. Josef Reichholf: „Die richtige Wilddichte könnte sich ganz von selbst einstellen, wenn die Tiere, wie z.B. das Reh, nicht durch Bejagung und Wildfütterung in den Wald hineingedrängt würden.“ (Süddeutsche Zeitung, 28.01.2009)

Auch dort, wo in Europa die Jagd verboten wurde, wie z.B. in den ausgedehnten italienischen Nationalparks, im Schweizer Nationalpark oder auf der griechischen Insel Tilos, werden keine übermäßigen Wildtierbestände festgestellt. Im Gegenteil: Ohne Jagd stellt sich das natürliche Gleichgewicht wieder ein.