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Haustiere

Kommentare aus einem Jägerforum

Jagd auf Katzen mit Fallen

Im Jägerforum "Wild und Hund" gaben Jäger Ende 2011 folgende Kommentare ab:


"Ich warte immer noch auf den Tag so ein Wonneproppen von Katze in der Falle zu haben"

"Ich filme so etwas meist recht kurz mit einer .308er Linse."

"Nach meiner Statistik kommen bei mir auf eine gefangene (und dann meintewegen im Tierschutzheim abgegebene - das soll hier keine Grundsatzdiskussion werden) Katze mindestens 10 Kater."

"Gestern auf der Treibjagd erzählte ein Mitjäger, daß er auf knapp 300 ha nicht weniger als 40 Katzen gefangen hat .... bin natürlich wieder hochmotiviert (bei immer noch schätzungsweise 9 Mio. Katzen in D)."

"So, vor Weihnachten war jetzt einmal eine Katze in der Falle - das korrigiert die Statistik wieder etwas."

"Ich bin dieses Jahr bisher bei 23 Katzen auf 360ha, da kommen sicher noch welche zu!"

Pferd auf Koppel erschosen

"Pferd auf der Koppel erschossen", titelt www.mittelhessen.de am 9.12.2011. Demnach sei am Abend des ersten Advent gegen 22.30 Uhr ein Schuss in der Nähe einer Pferdeweide im hessischen Winkels gefallen. Am nächsten Morgen wurde auf der Weide ein totes Pferd gefunden. Der Jäger habe vom Rand der Pferdekoppel auf Wildschweine schießen wollen - bei völliger Dunkelheit, denn es war Neumond. Die Besitzerin des Pferdes habe einen Anwalt eingeschaltet.

9.12.11: Katze voller Schrotkugeln - Notfall-OP

Die Stuttgarter Zeitung berichtet am 9.12.2011 von der Katze Yessie, die angeschossen wurde und nur durch eine mehrstündige Notfall-Operation gerettet werden konnte, bei der ihr die Schrotkugeln heraus operiert wurden. Demnach sei die Katze, nachdem sie tagelang vermisst worden war, schließlich schwer verletzt zusammengekauert am Boden liegend gefunden worden.
Der zuständige Kreisjägermeister behauptet, er kenne niemanden, der Katzen schießen würde...

„Klar schießen wir auch Katzen tot“

In Osterode/Harz wurde eine Hauskatze erschossen - nahe der Wohnbebauung.
„Klar schießen wir auch Katzen tot“, titelt der Harzkurier am 11.11.2011 und schreibt: "Vor drei Jahren der Schuss auf ein Wohnhaus in Dreilinden, letztes Jahr Anfang Oktober die Schüsse auf das Rote Höhenvieh, jetzt traf es eine Katze nahe der Wohnbebauung."
Einige Anwohner aus Osterode sagten gegenüber der Zeitung, sie fühlten sich nicht mehr sicher. Hundebesitzer fragten sich, ob sie dort überhaupt ohne Gefahr an Leib und Leben spazieren gehen könnten.
Die Aussage „Klar schießen wir auch Katzen tot“ stammt vom zuständigen Jagdpächter.

Jagdhunde zerfetzen Kater 20 Meter vom Haus

Im Zuge einer Treibjagd wurde Kater Leo von zwei Jagdhunden zerfetzt - am Rande des Grundstücks seiner schockierten Besitzerin, etwa 20 Meter vom nächsten Haus des Hofes entfernt. Dies berichten die Westfälischen Nachrichten am 11.11.2011.
„Wir haben ein Problem damit, dass die Menschen nicht auf ihre Katzen aufpassen“, zitiert die Zeitung den Revierinhaber.
Die Besitzerin der Katze berichtet dagegen gegenüber den Westfälischen Nachrichten, dass sie entgegen einer Absprache nicht informiert worden sei, dass die Treibjagd bevorstand. Sonst hätte sie die 13 Katzen, die Hunde und die sechs Pferde rechtzeitig herein geholt.
Die Katzenbesitzerin will sich nun für die Abschaffung der Jagd einsetzen.

Jäger verwechselt Hund mit Wildschwein

Ein 74-jähriger Jäger wollte Wildschweine schießen. Als er etwas rascheln hörte, schoss er - und traf den Hund eines Bauern tödlich.
Die Bauersfrau stellte Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Das Verfahren gegen den Jäger wurde nach der Zahlung von 400,00 Euro eingestellt - doch der Jäger musste seinen Jagdschein für 3 Jahre abgeben.
Quelle: www.formblitz.de, 27.10.2011

Jäger tötet Katze vorm Gartenzaun des Besitzers

“Jäger tötet Katze vorm Gartenzaun des Besitzers“, titelt das Flensburger Tagblatt am 8.10.2011.

"Miezi" wurde direkt am Wohnhaus ihres Besitzers mit „zwei gezielten Schüssen in die Hinterläufe von einem ortsansässigen Jäger erschossen“, so die Zeitung. Der Jäger gab an, die Katze mit einem Dachs verwechselt zu haben.

Der Katzenbesitzer sei Augenzeuge des Geschehens gewesen und zeigte sich entsetzt, dass der Jäger die erschossene Katze anschließend einfach in eine Hecke auf dem Grundstück geworfen hat. Der Bestizer der Katze hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Das Flensburger Tagblatt zitiert den Jäger wie folgt: "Die Katze ist von unserer Jagdgemeinschaft ordnungsgemäß gestreckt worden. Als Jäger weiß ich, was ich darf und was ich nicht darf...“

Leserbrief: Initiative jagdgefährdeter Haustiere

"Ordnungsgemäß gestreckt"? Wie dreist werden die Lodengrünen noch? Der Schütze hat sich so viel vorzuwerfen, dass er eigentlich freiwillig die Lizenz zum Töten abgeben sollte - auch wenn zufällig in 25 Jahren (hoffentlich!) nicht mehr passiert ist!

> Fehlerhaftes Ansprechen
> Verstoß gegen den Jagdschutzparagraphen des SH-Landesjagdgesetzes.
> Personengefährdung
> Verstöße gegen das Jagd- und Tierschutzrecht
> Versuchter Diebstahl etc. etc. etc.

Wer so verantwortungslos und rücksichtslos handelt, sollte keine scharfe Waffe tragen dürfen.

Hoffen wir, dass die Anzeige von einem Polizisten aufgenommen wurde, der selber kein Jäger ist, dass sie an einen Staatsanwalt gerät, dessen Hobby NICHT die Jagd ist, und dass sie - falls der Fall vor Gericht geht - vor einem Richter verhandelt wird, der ebenfalls nicht diesem blutigen Hobby nachgeht.

Haustiere haben heute den Stellenwert von Familienmitgliedern. Jeder an die Öffentlichkeit gebrachte Fall von Haustiertötungen durch Jäger schafft auf einen Schlag Hunderte neuer Jagdgegner. Und das (aus gutem Grund) ohnehin angekratzte Image der lodengrünen Seilschaften wird noch weiter geschädigt.

In Ellingstedt und Umgebung sind tatsächlich schon zahlreiche Katzen nachweislich durch Jäger zu Tode gekommen. (...)

Jäger stellt Familie tote Hunde vors Haus

„Jäger stellt Familie Kiste mit toten Hunden vors Haus“, titelt die Kronen Zeitung am 30.9.2011. Demnach soll ein schießwütiger Jäger in Niederösterreich die Hunde einer Familie abgeknallt haben. Anschließend habe der Jäger die beiden toten Hunde in Obstkisten bei den Besitzern vor die Haustür gestellt.

„Immer wieder werden der Krone-Tierecke Fälle mit schießwütigen Jägern gemeldet“, so die Zeitung. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN will der Familie juristisch weiter helfen.

Abbildung: Fallenopfer Ariel, 12 Monate -

Neuer Jägerpräsident für Katzenabschuss

Auf dem Bundesjägertag am 17.6.2011 wurde der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer zum neuen Präsidenten des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) gewählt.

Der neue Jägerpräsident setzte an seiner Antrittsrede auf Digitalisierung der Kommunikation innerhalb der Jägerschaft und nach außen:

„Wir müssen agieren. Wir müssen emotionale Bilder verbreiten. Wer sieht, wie grausam eine Katze ein Nest ausräubert, der bekommt auch Verständnis dafür, dass Jäger wildernde Katzen schießen.“

Hauskatze als Jägeropfer

Abbildung: Dieses Bild einer erschossenen Hauskatze - schickte die Initiative jagdgefährdeter Haustiere IJH dem Jägerpräsidenten

Schreiben der Initiative jagdgefährdeter Haustiere

Schreiben der Initiative jagdgefährdeter Haustiere IJH an den neuen Bundesjägerpräsidenten Hartwig Fischer:

Sehr geehrter Herr Fischer,

ja, das Zeitalter der Digitalisierung ist wunderbar – gibt es uns doch die Möglichkeit, Ihre markige Antrittsrede als DJV-Präsident mit nur einem Klick an viele, viele Jagdgegner weiterzuleiten. Wie viele das tatsächlich sind, werden Sie im Laufe der Zeit selber feststellen......

Darüber hinaus werden die Halter von ca. 7 Millionen Katzen und 4 Millionen Hunden in Deutschland Ihren Aufruf zum Haustiermord kaum gelassen hinnehmen. Auch dafür werden die Möglichkeiten der virtuellen Datenverbreitung und die Social Networks sorgen.

Ein kleines Häuflein von Reaktionären mag Ihnen auf dem Bundesjägertag huldigen – Ihre Vorgänger hätten allerdings gewusst, dass solche Äußerungen vom Standpunkt der Öffentlichkeitsarbeit aus schlechter nicht hätten sein können.

Die Verbreitung emotionaler Bilder von Katzen, die "grausam" ein Nest ausräubern, werden kaum so hohe Emotionen wecken wie Fotos von Hunden und Katzen, die durch Jäger getötet oder verletzt wurden.

Lodengrüne Verblendung übersieht gern, dass Hunde und Katzen in unserer modernen Zeit Familienmitglieder sind, und dass der Verlust eines solchen unendliches Leid über Kinder und Erwachsene bringt.

Auch digitale Dokumente von krank geschossenem Wild, dass sich tagelang quälen muss, von Bau- und Fallenjagd lassen bei Tierfreunden nicht unbedingt Verständnis für die Jagd aufkommen. Entsprechendes Material ist in den virtuellen Medien reichlich vorhanden.

Aufgrund dieser Tatsachen wird sich die naturbewusste und tierliebende Öffentlichkeit IMMER "der grünen Zunft entgegenstellen". Sie kann gar nicht anders.

Weidmannsunheil!

Ihre
Initiative jagdgefährdeter Haustiere
Astrid Krämer
Bergstraße 2
49593 Bersenbrück
www.ijh.de
ijh-niedersachsen@online.de

Hund als Jägeropfer

Abbildung: Dieses Bild eines Hundes mit Schrotkugeln - im Körper schickte die Initiative jagdgefährdeter Haustiere IJH dem Jägerpräsidenten

11.7.11: Jäger erschießt Schäferhund

Ein Jagdpächter erschoss bei Rügshofen einen belgischen Schäferhund. Die Main Post berichtet am 11.7.2011, dass der Hund, der sein Frauchen bei ihren Ausritten begleitete, dem Jagdpächter wohl schon länger ein Dorn im Auge gewesen sei.

Die Reiterin hat Strafantrag bei der Polizeiinspektion in Gerolzhofen
gestellt.

"Der Verlust des belgischen Schäferhunds wiegt für die Besitzerfamilie
umso schwerer, als der knapp fünf Jahre alte belgische Schäferhund mit
Stammbaum zum Schutzhund ausgebildet worden war. Sein Wert dürfte somit bei mehreren Tausend Euro gelegen haben", so die Main Post.

8.7.11: Jäger verwechselt Hund mit Fuchs

Die Rhein-Zeitung berichtet am 8.7.2011: "Ein Jagdgast aus Holland hat auf einem Wiesengelände bei Kempfeld, wie er sagt, einen Hund mit einem Fuchs verwechselt und erschossen."
Als der Hundebesitzer wie jeden Abend gegen 22:30 Uhr mit seinem weißen Golden Retriever noch eine Runde gedreht habe, hörte er auf einmal einen Schuss. Der Hund war tot.
"Der Hundeliebhaber hat einen Anwalt eingeschaltet und Anzeige erstattet. Die Staatsanwalt prüft den Vorgang", so die Rhein-Zeitung.

5.7.11: Jäger hält Pferd für Wildschwein

"Jäger hält Pferd für Wildschwein und schießt", titelt die Rhein-Zeitung am 5.7.2011.
Was sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in Guldental zugetragen habe, sei ein Alptraum für jeden Pferdehalter: "Einem
33-jährigen Jäger ist offenbar ein folgenschwerer Irrtum unterlaufen. Er
hat ein Pferd auf einer Weide erschossen, weil er es laut Polizei
fälschlicherweise für ein Wildschwein hielt."
Der Jäger hatte ein Schnauben gehört und sei sich sicher gewesen, dass es sich nur um ein Wildschwein handeln konnte.

Für die Pferdebesitzer sei der Tod des Tieres kaum begreifbar. Das Pferd gehörte der elfjährigen Tochter, die mit dem Tier aufgewachsen war.

4.7.11: Katze erschossen

"Jagdpächter erschießt Katze", titelt die Münsterländische Volkszeitung am 4.7.2011.
Die Katzenbesitzerin kann es nicht fassen: Ihre Katze Lisa wurde in der Umgebung ihres Hauses erschossen.
Der Jagdpächter des Reviers habe den Abschuss bestätigt:
„Wenn eine Katze im Außenbereich mindestens 150 Meter von einem Haus entfernt ist, darf man sie erschießen, weil sie dann als wildernd oder streunend gilt. Da hinten ist doch nur Prärie. Da war klar, wenn sie um die Uhrzeit dort unterwegs ist, streunt sie“, so der Jäger gegnüber der Münsterländischen Volkszeitung.
Die Tierfreundin überlege, Anzeige zu erstatten.

29.6.11: Hund des Nachbarn erschossen

"Gegen den Bürgermeister von Rentweinsdorf (Lkr. Haßberge), Willi Sendelbeck, ermittelt die Staatsanwaltschaft Bamberg", meldet br-online. Dem Jäger werde vorgeworfen, auf seinem Grundstück mit einer Schrotflinte den Hund seines Nachbarn erschossen zu haben.

17.6.11: Jäger schießt auf den Hauskater

Am Pfingstsonntag wurde der Kater "Little Joe" mit Schrotkugeln von einem Jäger angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Ärzte in der Tierklinik räumen dem Tier nur eine geringe Überlebenschance ein.
"Die Jägerschaft steht aber voll hinter der gesetzlichen Regelung, dass streunende Tiere erst in 200 Meter Entfernung einer Siedlung geschossen werden dürfen. Zur Prüfung dieses Falles muss es seinen behördlichen Gang nehmen", wird Axel Clausen, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, in Boyens Zeitungen am 17.6.2011 zitiert.

Lesen Sie dort den ganzen Bericht:
http://zeitungen.boyens-medien.de/aktuelle-nachrichten/weitere-meldungen/artikel-ansicht/article/kleve-jaeger-schiesst-auf-den-hauskater.html

24.5.11: Jagdhund biss Katze zu Tode

"Jagdhund biss Katze zu Tode", titeln die Oberösterreichischen Nachrichten am 24.5.2011. Der Jäger sei mit seinem nicht angeleinten Jagdhund unterwegs gewesen. "Der Hund jagte die Katze und biss sie tot. Laut einer Zeugenaussage hätte der Jäger nicht eingegriffen, sondern den Hund regelrecht auf die Samtpfote gehetzt", so die Zeitung. der Vorfall habe sich weniger als 300 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt abgespielt. Die tote Katze habe der Jäger einfach liegen gelassen.
Das gerichtliche Verfahren läuft noch.

17.5.11: Jäger hetzte Katze zu Tode

Das Amtsgericht Grevesmühlen verurteilte einen 58-jährigen Jäger wegen Tierquälerei zu 2.450 Euro Strafe: Er soll seinen Jagdhund auf eine Katze gehetzt haben.
Die Lübecker Nachrichten berichten am 17.5.2011, dass der Jäger und sein Bekannter dabei von einem Zeugen beobachtet worden waren: “Seiner Aussage zufolge hätten die beiden Männer die rotbraune Katze in einer Falle mitgebracht und sie aus dem Behälter geschüttelt. Anschließend hätte der Hund 20 Minuten lang die Katze gejagt und angegriffen bevor sie schließlich verendete.“

10.4.11: Jäger erschießt Katze im Wohngebiet

"Bürger fassungslos: Jäger erschießt Katze mitten im Ortsgebiet", titelt die Krone Zeitung Österreich am 10.4.2011 und berichtet: "Mitten im Ortsgebiet von Kittsee im Burgenland hat ein schießwütiger Jäger mit seinem Gewehr auf eine Hauskatze gefeuert und das Tier getötet." Die Tat soll sich am hellichten Tag vor dem Haus des besitzers der Katze ereignet haben.
"Aufgrund von Zeugenaussagen - ein Passant hatte die grausame Tat gesehen - und einer Anzeige ermittelte die Polizei", schreibt die Krone Zeitung.

Jäger erschießt Hund - droht weitere zu erschießen

"In Münchsried (Ortsteil Gemeinde Brunn) geht die Angst um: Welcher Hund in der Nachbarschaft muss als nächster sterben? Ein Jäger hatte einen der vierbeinigen Lieblinge der Anwohner erschossen. Einfach so", meldet kanal8 am 26.2.2011.
Der gutmütige Berner Sennenhund sei der Liebling aller Kinder im Dorf gewesen. Doch statt sich zu entschuldigen, habe der Jäger gedroht: „Als nächstes sind eure Hunde daran.“

Jäger erschießt Hund auf Grundstück des Herrchens

In Tirol schoss ein Jäger schoss auf den gutmütigen Labrador-Bernhardiner-Mischling eines Bauern - mitten auf dessen eigenem Grundstück! Dies berichtet die Krone Zeitung www.krone.at am 19.2.2011. Der tödlich verletzte Hund habe sich noch ein paar Meter weiter geschleppt und sei dann qualvoll gestorben.
"Damit nicht genug, fand es jener Jäger, der den Abzug betätigte, nicht einmal für nötig, sich zu entschuldigen."
Erst auf öffentlichen Druck habe sich der Jäger entschuldigt: "Er hätte den Hund mit einem Fuchs verwechselt", so die Krone Zeitung.

Jäger erschoss zahmes Wildschwein

Ein Jäger hat das zahme Wildschwein Karlchen erschossen. Ein Tierfreund hatte den Frischling seit April 2010 aufgezogen - mit einigen Kosten und großen Mühen, da das Wildschweinchen zunächst noch nicht selbstständig essen konnte. "Karlchen war brav, stubenrein, sozial verträglich und absolut zuverlässig", so die Frankenpost am 18.2.2011.
Die Zeitung weiter: "Das Wildschwein hatte bereits am 15. Januar ... in der Sendung "Zeit für Tiere" im dritten Programm sein Können unter Beweis gestellt und viele Fernsehzuschauer, besonders Kinder, begeistert. "
Der Bayerische Rundfunk wollte einen weiteren TV-Beitrag mit Karlchen drehen. Doch nun ist das zahme Wildschwein tot.

Jäger erschießt zwei Familienhunde mit Schrot

[Abbildung] Der Tod eines geliebten Tieres ist für viele Menschen ein Schicksalsschlag. Was es aber bedeutet, wenn der Hund oder die Katze von einem Jäger erschossen wird, ist kaum vorstellbar. Bei Christine Neumaier waren es gleich zwei Tiere: Ihre beiden erst 8 Monate alten schneeweißen Maremmanos (italienische Hütehunde) wurden im Oktober 2008 brutal erschossen - mit Schrot. »Es war ein Schock für die ganze Familie«, sagt sie. »Vor allem meine Kinder sind bis heute unglaublich traurig darüber«.

Der Jäger, der die beiden Hütehunde im oberbayerischen Gammelsdorf erschossen hatte, behaupte, was Jäger in so einem Fall immer vorbringen: angeblich hätten die Hunde gewildert. Doch Fragen über Fragen türmten sich in dem seit über einem Jahr andauernden Ermittlungsverfahren auf: So wurde einer der Hunde im befriedeten Bezirk - also innerhalb einer Ortschaft - getötet. Dort hätte überhaupt nicht gejagt werden dürfen.

Nach einer turbulenten Verhandlung verurteilte das Amtsgericht Freising den Jäger am 19.4.2010 zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen in Höhe von insgesamt 2.400 Euro. Diese Verurteilung müsste zum Entzug des Jagdscheins durch die Jagdbehörde führen. Doch das Urteil bezog sich nur auf die Tötung eines Hundes: Der Jäger hatte Rico, nachdem er ihn mit Schrot angeschossen hatte, den tödlichen Fangschuss gegeben, obwohl der Hund nur leicht verletzt war.

Lesen Sie den Bericht von Christine Neumaier aus dem Magazin "Freiheit für Tiere" 3/2010:

»Unser Hof liegt in einem kleinen Dorf mit zwei Bauernhöfen und einem weiteren Wohnhaus umgeben von Wiesen, Feldern und Wald. Am 18.10.2008 büxten unsere beiden erst 8 Monate alten Maremmanos (italienische Herdenschutzhunde) aus - wir wissen bis heute nicht, wie ihnen das gelungen ist. Um etwa 10 Uhr sahen wir sie zum letzen Mal. Kurze Zeit später suchten wir sie bereits, informierten die Polizei und alle Tierheime in unserer Gegend. Nachdem die Suche erfolglos blieb, meldeten wir uns bei der Gemeinde, gaben Zeitungsinserate auf und ein regionaler Radiosender brachte immer wieder unsere Suchmeldung mit einer Beschreibung der Hunde. Eine ganze Woche lang fuhren und liefen wir die Gegend ab und riefen laut nach den beiden.

Auf direkte Nachfrage erzählte unser gegenüberliegender Nachbar, ein Jagdpächter, eine Woche später jedoch, Jäger P. habe zwei weiße Hunde erschossen. »Ach, waren das deine?«, fragte der Jagdpächter (so als würde er als unser Nachbar die Hunde nicht kennen).

Am nächsten Tag ging ich zur Polizei, um Gewissheit zu erlangen. Die Polizei befragte den Jäger. Er gab zu, unsere Lieblinge erschossen zu haben und behauptete, sie hätten fünf Rehen hinterher gejagt. Angeblich wollte er gerade auf einen Hochsitz steigen und schoss mit einer Patrone auf beide Hunde. Das Geschoss sei durch den Körper des einen Hundes gedrungen und hätte auch den zweiten getroffen, welcher noch etwa fünf Meter gelaufen sei und dann durch einen Gnadenschuss von ihm erlöst worden wäre.
Er habe dem Vater des Jagdpächters Bescheid gesagt, welcher dann beide Hunde angeblich an dieser Lichtung abholte und in seinem Wald vergrub.

Als der Vater des Jagdpächters dann nach Aufforderung der Polizei zu uns kam, um alles zu erklären, wussten wir, dass hier irgendetwas verborgen wird. Seine Belehrung, Jäger würden immer Recht bekommen und ich solle vorsichtig sein, verstärkte meinen Verdacht. Daraufhin fragte ich im nächsten kleinen Ort nahe des Tatorts. Die Besitzerin eines Blumenladens konnte sich sofort erinnern: Ein Schuss hatte sie so erschreckt, dass aus der Tür schaute und sah, wie ein wunderschöner weißer Hund über ihr Grundstück lief und dort (!) beschossen worden. Er sei ohne erkenntliche Verletzung weitergelaufen und wurde durch einen Schuss ins Gesicht getötet - etwa 300 Meter vor Erreichen unseres Grundstückes. Nun kam also die Wahrheit ans Licht: Rico war im Wald angeschossen worden, konnte jedoch entfliehen. Der Jäger verfolgte ihn mit dem Auto bis in die Ortschaft, wo er ihn mit einem Schrot-Fangschuss aus nächster Nähe tötete.

Die Polizei ließ auf unsere Bitte hin die Hunde ausgraben und zur Obduktion bringen. Dort wurde festgestellt, dass mit drei verschiedenen Schrotkugeln geschossen worden war. Der Jäger hatte jedoch behauptet, dass er nur einmal geschossen habe. Die Staatsanwaltschaft forderte 60 Tagessätze á 40 Euro. Der Angeklagte erhob Einspruch. Ein weiteres Gutachten wurde angefordert. Die Untersuchung durch Prof. Dr. R. Kostlin ergab, dass der zweite Hund durch den ersten Schrotbeschuss nur leicht verletzt und ein Fangschuss objektiv nicht gerechtfertigt war. Alle Zeugen wurden erneut befragt. Der Vater des Jagdpächters gab dann sein Fehlverhalten zu und meinte, es sehe immer blöd aus, wenn ein Jäger nicht treffe und sie deshalb alles vertuschen wollten.«


2.400 Euro Strafe - Entzug des Jagdscheins droht

Begleitet von großem Medieninteresse fand am 19.4.2010 der Prozess gegen den Jäger P. vor dem Amtsgericht Freising statt. Der Richter kam zu dem Ergebnis: Laut pathologischen Gutachten sei der zweite Hund nicht lebensgefährlich verletzt gewesen. Damit habe sich der Jäger der Tötung eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund schuldig gemacht, also einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Das Urteil: Geldstrafe von 60 Tagessätzen, 2.400 Euro insgesamt.
Für Familie Neumaier ist dies kein Trost: Sie sind überzeugt, dass beide Hunde zu Unrecht und von dem Jäger mutwillig erschossen wurden. Auch fielen in dem Urteil weitere Straftaten einfach unter den Tisch, wie z.B. die Sachbeschädigung und der Diebstahl bzw. Unterschlagung fremden Eigentums (Vergraben der Hunde nach der Tat). Dass der Jäger, der keinerlei Reue zeigte, den einen Hund außerhalb des Jagdbezirkes mitten in einer Ortschaft erschossen hat, wurde in der Verhandlung nicht einmal erwähnt. Damit sei die Strafzumessung insgesamt deutlich zu niedrig ausgefallen, so Dominik Storr, der Anwalt der Familie.

Quelle des Berichts: Magazin "Freiheit für Tiere" 3/2010, www.freiheit-fuer-tiere.de

Sat1: Prozess wegen Hundeabschuss

Strafprozess gegen Jäger in Freising wegen Hundeabschusses in Ortschaft

Zwei junge Hunde wurden erschossen und heimlich verscharrt. Der grausame Tod der beiden Hirtenhunde Luna und Rico ist jetzt am Amtsgericht Freising verhandelt worden. Der Schütze: Ein 78 Jahre alter Jäger. Angeblich mussten sie sterben, weil sie gewildert haben sollen. Dabei ist einer der Hunde nicht im Wald, sondern mitten im Ort erschossen worden.

Der Bericht wurde von Sat1 am 21.4.2010 um 17:30 Uhr gesendet.

Chicco

Abbildung: Metallgeschoss in Chicos Körper -

Unsere Hund Chico wurde erschossen!

Hallo Herr Eicher,

es war mein Hund, der in Rottweil erschossen wurde. Nach meiner Überzeugung völlig grundlos und besonders bestialisch.
Angeblich gab der Jagdpächter einen Warnschuss ab - danach wurde einmal
scharf geschossen. Die Spuren sprechen aber anders...

Der erste sogenannte Warnschuss fiel direkt in meiner Nähe, nur wenige Momente nachdem mein Hund gemütlich den Waldpfad hochtrabte.
Danach hörten wir Schritte, dann alles ruhig, es war neblig und langsam wurde es duster. Wir wollten zurück zu den Wagen um dann getrennt nach Chico zu suchen. Als wir uns vom Standort wegbewegten, fielen nochmals mehrere Schüsse - wohlgemerkt ca. 12 Min. nach dem ersten.
Diese Schüsse klangen jedoch aus weiterer Entfernung zu uns.

Gegen 17.50 Uhr ungefähr, hielt ein Wagen neben uns, er fragte ob er helfen könne, ich erklärte, dass wir verzweifelt den Hund suchen der sonst immer auf Pfiff kam, der Fahrer erklärte: "Den hab ich grad abgeschossen, der hat mir drei Rehe gewildert."

Ich fand keine Rehspuren im Schnee, nur Pfotenabdrücke und Blut - die Blutspuren begannen kurz nach dem Punkt an dem Chico den Waldpfad hinaufging.
Angeblich war das Blut von einem Reh, welches am Vortag dort angeschossen wurde.

Naja, ich könnte seitenweise weiterschreiben... aber kurz: in zwei Bäumen sind Einschüsse, einer davon sogar ein Querschläger, ein Baum mit Streifschuss, drei Stellen am Hundegeschirr sind zerschossen, drei Wunden sind am Hundekörper. Einer Zeugin sagte der Jäger, er habe den Hund mit einem Reh verwechselt und versehentlich abgeschossen.....

Da können Sie nun einen eigenen Reim drauf bilden.
Am nächsten Tag wurde Chico beerdigt, eine Woche später mussten wir ihn zur Obduktion ausgraben. Jetzt warten wir auf die Ergebnisse.

Trotzdem weiß ich, Chico starb durch einen Schuss zwischen die Augen, meine Anwältin hat sich beim Staatsanwalt beschwert.
Aber woher stammen die anderen Schussspuren am Hund/Geschirr?
Vom scharf gezielten Warnschuss? Beim Jagdamt meinte die Mitarbeiterin, ich hätte den Hund nicht unter Kontrolle gehabt, sonst wäre er beim Schuss
nicht weggelaufen..... also wo bitte soll sich ein Familienhund im friedlichen Kreis an laute Schüsse gewöhnen?

Das ist alles dubios.

Wenn Sie möchten, können Sie die Bilder vom toten Chico veröffentlichen,
ich hoffe nur, dass sich noch mehr Leute trauen, mit solchen Geschichten an die Öffentlichkeit zu gehen. Nur das kann etwas bei den Gesetzgebern bewirken.

www.chicotod.de

Unser Manni wurde erschossen

Tatort: M.
Beschreibung: Waldstück zwischen M. und Kieswerk
Am Freitag 27.05.2005 saßen wir in unseren Garten, dass an das kleine Waldstück grenzt. Wir hörten gegen 20 Uhr einen Knall. An diesem Abend ist unser Kater "Männimen" Täto.-Nummer ... getigert nicht nach Hause gekommen. Am Samstag darauf waren wir in dem Waldstück und riefen nach Ihm. Sonntag früh gegen 5:30Uhr lag dann unser Manni vor der Terrassentür. Er war verletzt. Man konnte aber direkt keine schwerwiegenden Wunden erkennen. So dass meine Frau zunächst ihren Job bei einer Bäckerei bis 11:30 ausübte. Anschließend haben wir (meine Frau, meine beiden Kinder 7+9Jahre und ich) den Tierarzt Dr. S. aufgesucht. Mein Kater war die ganze Zeit bei Bewusstsein und am mauzen. Bei der ersten Untersuchung stellte man einen Befall von Fliegeneiern im Fell und kleiner Wunden mit Madenbefall fest. Nachdem ein Röntgenbild erstellt wurde, waren wir einschließlich Tierarzt entsetzt. Manni hatte über 20 Einschußlöcher von Schrott in sich. Die Äußerung des Arztes:" Das hätte er noch nicht gesehen". Unser Tier lag da, hatte ein Bein gebrochen, ein Auge kaputt und war mit Schrotkugeln durchlöchert, innerlich durch Maden zerfressen und im Fell mit Fliegeneiern überhäuft. Das Tier, dass wir im Sep. 2004 aus dem Aachener Tierheim "damals von Menschenhand mit Säure übergossen" in Pflege nahmen und mit Hilfe aufgepäppelt hatten, war nicht mehr zu retten. Wir mussten unseren Mannimen wohl oder übel einschläfern lassen. Ich habe in meiner Familie niemals so viele Tränen fließen sehen.
Es war zwar nur ein Kater, aber...
Wir haben darauf hin viele Gespäche und Telefonate geführt. Unter anderen mit dem Forstamt und mehreren Jägern. Die einhellige Meinung war: "Es wird nicht auf Katzen geschossen". Aber einer tat es.
Man muss sich auch vorstellen, dass unsere Kinder in diesen Waldstück spielen. Ich finde die Angelegenheit keinesfalls nicht anzeigepflichtig und hoffe auf Bereitschaft den Täter ausfindig zu machen.

Dr. S. in A.: Dort ist das Röntgenbild einsehbar.
D. S.

Haustierabschuss - Zeitungsschlagzeilen

21.4.10: SAT 1 - Prozess wegen Hundeabschuss
19.4.10: Ein toter Hund hält Jäger auf Trab
19.4.10: Jäger erschießt 2 Rassehunde
15.4.10: Der Schuss ist das ,,allerletzte Mittel"
25.3.10: Jäger erschießt Hund Lea
11.3.10: Katzenjäger in Niederbayern
6.3.10: Warum Leon seinen Hund vermisst
23.2.10: "Flash" von Jäger erschossen
22.2.10: Jäger erschießt Hund
19.2.10: Jäger hält Hund für Fuchs
22.1.10: Hund "Rikki" stirbt in Jäger-Falle
21.1.10: Hund erschossen
18.1.10: Hund in Falle getötet
17.1.10: Katze in Tellereisen
6.1.10: Jäger erschießt Hund
30.12.09: Jäger erschossen Hund
21.12.09: Hund mit Fuchs verwechselt
15.12.09: Pferd erschossen
2.12.09: Katzenbesitzer verklagt Jäger
28.11.09: Hund in Falle
24.11.09: Jäger erschießt Schaf
23.11.09: Jagdhunde reißen Schafe
20.11.09: Schrotkugeln treffen Hund
19.11.09: Mit Wildschweinen verwechselt
5.11.09: Hund statt Wildschwein erschossen
13.10.09: Schuss auf Katze
12.10.09: Katze Kimba erschossen
5.10.09: Jäger bedroht Hundebesitzer
18.9.09: Hund mit Fuchs verwechselt
8.9.09: Hunde-Abschuss ohne Folgen
28.8.2009: 83-jähriger Jäger erschießt Katze
20.8.09: Jäger erschießt Katze als Dachs
19.8.09: Hund in Falle - Verfahren eingestellt
16.7.09: Jäger schießt auf Hund
7.7.09: Jäger droht mit Abschuss von Hunden
1.7.09: Hund abgeschossen
6.6.09: 6000 Euro für erschossenes Pferd
3.4.09: Hetzte Jäger Hunde auf Katze?
1.4.09: Kater in Schlagfalle
26.3.09: Fallenjagd
21.3.09: Hund in Jäger-Falle
7.3.09: Hund als Wildschwein erschossen
18.2.09: Jagdhund beißt Schoßhündchen tot
17.2.09: Fallenjagd - Bub weint um Katze
9.2.09: Hund Maxl tappt in Fangeisen
3.2.09: Hund - Kopf im Tellereisen
31.1.09: Kater in Tellereisen
30.1.09: Katze in Falle - tot!
18.1.09: Zwei Hunde erschossen
16.1.09: Statt Wildschwein Pferd erschossen?
8.1.09: Jagdhunde reißen Schafe
15.12.08: Jäger erschoss Labrador
19.11.08: Pferd statt Wildschwein erschossen
6.11.08: Chicos Tod bewegt die Menschen
4.11.08: Jäger erschießt Hund am Trimm-Dich-Pfad
29.10.08: Jäger schoss Katze
28.10.08: Pferd erschossen
4.10.08: Haflinger-Pony angeschossen
23.9.08: Schleswig-H.: Jäger schießen 7000 Katzen
23.9.08: Jäger schießt schwangere Schafe
22.9.08: Rind mit Wildschwein verwechselt
11.3.08: Jagdhund beißt Katze tot
10.3.08: Hobby-Jäger erschießt Hund
13.1.08: Wer wollte den kleinen Joschi töten?
6.1.08: Hund in Falle - Jäger zeigte "Fraule" an
27.12.07: Katze in Falle
10.12.07: Getötete Araberstute - War es Rache?
6.12.07: Jagdhund mit Katzen scharf gemacht
3.12.07: Katzenkiller sieht sich im Recht
28.11.07: Auf Katze geschossen
25.11.07: Jäger schießt Stute
24.11.07: Katze starb grausam in Tellereisen
15.11.07: Jäger warf Katze Hund vor
8.11.07: Katze von Jagdhunden zerfetzt
29.10.07: Jagdhunde töten Schafe
15.10.07: Jäger erschießt Hund
20.9.07: Todesschuss ohne Folgen
18.9.07: Hund erschossen
28.8.07: Waffenentzug wegen getöteter Katzen
27.8.07: Kater in Falle
27.8.07: Streit um erschossene Hunde
26.8.07: Jäger überfährt Katze mit Absicht
25.8.07: Erschossenes Wildschwein war Hund
21.8.07: Katze angeschossen
14.7.07: Jäger erschießt trächtige Pony-Stute
13.7.2007: Zwei Jäger erschossen 66 Katzen
13.7.07: Jäger schießt Labrador
10.7.07: Jäger erschießt Hund
25.6.07: Jagd auf Haustiere muss gestoppt werden
23.6.07: Todesschuss kostet 10.000 Euro
20.6.07: Rex grundlos erschossen
16.6.07: Gassi gehen endet mit Schüssen
7.6.07: Katze in Schlagfalle
6.6.07: Jäger erschießt Hängebauchschweinchen
5.6.07: Jäger nach Abschuss einer Katze am Pranger
24.5.07: Münsterland: 600 Katzen und 100 Hunde ers
12.5.07: Familie trauert um Hund
21.4.07: Katzentöter derzeit ohne Jagdschein
18.4.07: Hängebauchschweine erschossen
21.3.07: Hund 5 Stunden in Falle eingeklemmt
9.03.07: Jäger erschießt Hund
7.3.07: Jäger machte Hund mit Katze scharf
2.3.07: Giftköder - Jäger unter Verdacht
2.3.07: Schrotladung auf eine Katze
19.2.07: Jagender Pfarrer erschießt Hund
11.2.07: Schuss auf Hund
8.2.07: Hund erschossen
26.1.07: Hund mit Wildschwein verwechselt
17.1.07: Hund in Schwanenhals-Falle
11.1.07: Jäger erschießt Katze
9.1.07: Jäger als Katzenquäler
6.1.07: Sind die Jäger wild geworden?
22.12.06: Protest gegen Katzen- und Hundeabschuss
24.10.2006: Jäger als Tierquäler angezeigt
23.10.06: Jäger erschlägt Katze
2.10.2006: 10 Katzen erschossen
15.9.06: Kalb erlegt
27.8.06: Jäger bedroht Frau und Hund mit Waffe
19.8.06: Jäger lässt Jagdhund Katze zerfleischen
8.8.06: Katze "Puppi" erschossen
19.5.06: Erschossener Hund kostet Jäger 1500 Euro
16.5.06: Wer schoss auf Katze?
10.5.06: Schüsse auf Hund 10m neben Besitzer
28.4.2006: Jagd auf Haustiere
26.3.06: Hund beim Gassi-Gehen hingerichtet
März 06: Betrunkener Jäger ballert auf Kater
25.02.2006: Hund erschossen
10.12.01: Katzen in Tellereisen

Karin Hutter: Schluss mit Haustierabschuss!

Karin Hutter ist die Autorin des Buches »Ein Reh hat Augen wie ein 17jähriges Mädchen«

Laut Bundesjagdgesetz § 23 sollen Jäger das Wild vor allerlei Unbill schützen. Nein, nicht vor rasenden Autofahrern und gleichgültigen Landwirten, die alljährlich hunderttausende von Wildtieren zur Strecke bringen, sondern vor »wildernden Hunden und streunenden Katzen«.

Wie der geforderte Schutz zu gewährleisten sei, darüber schweigt sich das Jagdgesetz aus. Es blieb schlicht und einfach offen. So offen, dass in allen Landesjagdgesetzen wie selbstverständlich der Passus enthalten ist, nach dem Jagdschutzberechtigte befugt sind - nicht verpflichtet!!!, wildernde Hunde sowie streunende Katzen zu töten.

Auf eine Definition, was unter Wildern oder Streunen zu verstehen ist, wurde wohlweislich verzichtet. Die Jäger werden es schon wissen, und die Gerichte bestätigen sie darin.

So wird landauf-landab vom Tötungsrecht Gebrauch gemacht. Das Resultat: etwa 40.000 erschossene Hunde und 350.000 getötete Katzen pro Jahr.

Dazu kommen noch eingewanderten Wölfe und wiederangesiedelten Wildkatzen, die »versehentlich« von Jägern getötet wurden. Ein Straftatbestand, der, sofern er überhaupt ans Licht kommt, kaum als solcher geahndet wird. Meines Wissens wurde keinem einzigen Jäger, der eine dieser besonders geschützten Tierarten ums Leben brachte, je böse Absicht oder gar Vorsatz unterstellt. Er hatte ja ein glaubwürdige Ausrede....

Es hat also seinen Grund, wenn von Jägern der Eindruck erweckt wird, als zögen hier und heute ganze Rudel halbverhungerter, verwilderter Haustiere durchs Land. Als sei die Anwesenheit von Hund oder Katze in Wald und Feld das schlimmste, was der freilebenden (jagdbaren) Tierwelt passieren könnte.

Als seien Hunde und Katzen an der Ausrottung anderer Tierarten beteiligt.

Alles Jägerlatein!

Für den Stress, das Leiden und den gewaltsamen Tod von Wildtieren gibt es viele Schuldige - nicht zuletzt die Jäger selbst. Haustiere haben daran einen so geringen Anteil, dass er noch nicht einmal statistisch erfassbar ist.

Eine altbekannte Tatsache - auch für Jäger! Wenn ihnen nämlich die Argumente zur Verteidigung des Haustierabschusses ausgehen, kommt das letzte, das schwächste und unsinnigste: Hunde und Katzen brächten Unruhe ins Revier - zusätzlich zu Joggern, Mountainbikern, Reitern, Pilzsammlern... Das ist die Richtung, aus der der Wind weht!

Das Jägerrecht zum Abschuss von Haustieren hat eine lange Tradition. Es ist ein Relikt aus der Feudalzeit, das im Reichsjagdgesetz festgeschrieben und - wie viele andere Regelungen auch - in die heute geltenden Landesjagdgesetze übernommen wurde. Mit Jagd hat das rein gar nichts zu tun, dafür um so mehr mit Besitzstandssicherung und Machterhalt.

Früher mussten Untertanen ihren Hofhunden ein Bein abghacken (Tirol) oder ihnen einen schweren Knüppel ans Halsband hängen, damit sie sich nicht am herrschaftlichen Wild vergreifen konnten.

Heute geht die z.T. miserable Hundehaltung auf dem Lande nicht selten auf des Diktat eines ortsansässigen Jägers zurück. Seine Drohung, den frei laufenden Hofhund bei nächstbester Gelegenheit zu erschießen, bewirkt , dass das Tier sein Leben an Kette und Leine fristen muss. Und passiert es dennoch, macht sein Tod keine Schlagzeilen. Der geschädigte Tierhalter, oftmals verstrickt in nachbarliche Streitigkeiten, soziale oder finanzielle Abhängigkeiten, zieht den Kopf ein und schweigt. Katzen - seit jeher beliebte Übungsziele der Jäger, weint sowieso kaum jemand eine Träne nach. Es gibt ja genug Nachwuchs ...

Seit immer mehr Städter auf\'s Land drängen - auch Tierhalter, die über ihre Rechte und Pflichten besser informiert sind, gerät die alte Ordnung aus den Fugen.

Mit Drohungen und Anpöbeleien versuchen Hobby-Jäger Spaziergänger aus ihren Revieren fernzuhalten. Mit fadenscheinigen Begründungen und falschen Behauptungen, nicht selten mit vorgehaltener Waffe, werden Tierhalter genötigt, ihren Hund anzuleinen, obwohl der oft besser erzogen ist als so mancher Jäger-Hund. Nur: »Jagdrevier« ist mit wenigen Ausnahmen überall, wo Landschaft noch nicht überbaut und versiegelt ist. Jede Freifläche, jedes Feld, jeder Feldweg, jede Wiese, jedes Bachtal ist auch »Revier«, zu dessen Verteidigung sich die Pächter und ihre Helfeshelfer berufen fühlen.

Unerklärlicherweise hat sich die Auffassung gehalten, Jagd habe immer etwas mit Wald zu tun. Als würde nur im Wald gejagt oder als wäre ganz Deutschland noch mit Wald bedeckt. Ein Irrtum, der verhängnisvoll sein kann.

Denn die Katze, die je nach Bundesland ein paar 100 Meter vom nächsten bewohnten Haus ihre Mäuse fängt, läuft Gefahr, einem Jagdschützer zum Opfer zu fallen. Der Hund, der mit tiefer Nase auf einem Feldweg vor seinem menschlichen Begleiter rennt, läuft Gefahr, als \"wildernd\" angesehen und erschossen zu werden. Von ausgesetzten Tieren, um die sich kein Mensch kümmert, ganz zu schweigen.

Hier soll nicht jenen das Wort geredet werden, die ihre Tiere verwahrlosen lassen. Besonders Hunde als soziale Wesen leiden unter mangelnder Bindung und Zuwendung, die sie zum Streunen veranlasst, ähnlich wie unter Zwinger-oder Kettenhaltung. Sie aber mit dem Tod zu bestrafen, statt dafür zu sorgen, dass ihre Besitzer zur Verantwortung gezogen werden, ist finsterstes Mittelalter.

Mit den Übergriffen der Jäger auf unsere Haustiere muss endlich Schluss sein! Das Recht, Hunde und Katzen zu töten, muss ihnen genommen werden! Ausnahmslos! Die in den Landesjagdgesetzen festgeschriebene Tötungsbefugnis - eine letzte Bastion des Faustrechts - muss fallen!

Sie wird aber nur dann fallen, wenn auf allen politischen Ebenen Druck gemacht wird. Und zwar so massiv, dass den Lodengrünen samt ihren Advokaten Hören und Sehen vergeht.

Alle Appelle an die »anständigen Jäger« den schwarzen Schafen in ihren Reihen ins Gewissen zu reden, sind nutzlos und gehen am Problem vorbei. Auf freiwillige Vereinbarungen ist kein Verlass! Für Jäger gibt es keinen einzigen Grund, der vernünftig genug wäre, Hunde und Katzen zu töten. Erst wenn jeder Schuss auf ein Haustier illegal ist, wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

Es geht hier nicht nur um die willkürliche Zerstörung von Eigentum, das um so eher ersetzt werden muss, je kostbarer es war.

Es geht vor allem um die brutalen, nicht revidierbaren Eingriffe in enge Tier-Mensch-Beziehungen.

Es geht um das traumatische Erlebnis, das Entsetzen, die Trauer und die Ohnmacht jener Menschen, jungen wie alten, die es nicht fassen können, dass Jäger ungestraft ein geliebte Lebewesen verletzen oder töten können.

Und es geht nicht zuletzt um uns alle, die wir den Terror dieser kleinen bewaffneten Minderheit als massive Einschänkung unserer Lebensqualität erfahren. Dass dazu auch der ein angst- und stressfreier Spaziergang mit einem Haustier gehört, wissen wir nur zu gut!