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Sachsen-Anhalt: Jäger erschoss Wolfsvater
TUCHEIM/MAGDEBURG - Einer der beiden dauerhaft in Sachsen-Anhalt lebenden Wölfe ist von einem Jäger erschossen worden. Es handle sich wahrscheinlich um den Rüden, der seit Mitte 2008 zusammen mit einer Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow lebte, teilte das Agrarministerium in Magdeburg mit. (...)
Wahrscheinlich sei, dass das Paar gerade Welpen aufziehe, sagte Nabu-Wolfsexperte Markus Bathen. Die vier bis sechs Wochen alten Tiere seien noch mit der Mutter in der Höhle. Dass nun mit dem Rüden ein Ernährer wegfalle, sei «oberfatal». (...)
Anfang des Jahres war bereits eine Wölfin in Sachsen erschossen worden, im Dezember 2007 ein Tier in Niedersachsen. (...)
Zu der Jagd in Sachsen-Anhalt hatten sich am Samstagabend rund 50 Mitglieder einer Jagdgesellschaft getroffen. Eine vorsätzliche oder fahrlässige Tötung eines Tieres wird nach dem Bundesnaturschutzgesetz als Ordnungswidrigkeit geahndet, was eine Geldbuße von bis zu 50 000 Euro bedeuten kann. Bei vorsätzlicher Tötung eines streng geschützten Tieres kann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, bei Fahrlässigkeit von bis zu sechs Monaten verhängt werden. (...)
Quelle: Nürnberger Zeitung, 9.6.2009 (Auszug)
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