Opfer 2008/09

Im Jagdjahr 2008/2009 wurden nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbands von Jägern in Deutschland getötet:

Rotwild
67.246
Damwild 55.407
Sikawild 1.637
Schwarzwild 646.790
Rehwild 1.102.604
Gamswild 4.389
Muffelwild 6.888
Feldhase 421.573
Wildkaninchen 231.689
Fasanen 267.824
Rebhühner 5.487
Waldschnepfe 18.973
Wildgänse 53.032
Wildenten 468.262
Wildtauben 921.186
Füchse 553.945
Dachse 55.407
Marder gesamt 46.746
Iltisse und Wiesel 21.170
Waschbären 54.790
Marderhunde 30.053

Summe: 5.035.098


Hinzu kommen - von den Jägern statistisch nicht erfasst:

- Hauskatzen ca.300.000
- Hunde ca. 30.000
- Enten, die bei der Jagdhundausbildung "verbaucht" werden: ca. 20 pro Hund
- Wildtiere, die bei der Jagd "nur" angeschossen wurden und dann verenden
- Wildtiere, vor allem Wildenten, Wildgänse, Füchse und Dachse


Opfer 2005

Im Jagdjahr 2004/2005 wurden nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbands von Jägern in Deutschland getötet:

1.081.416 Rehe
915.245 Wildtauben
566.406 Füchse
552.812 Feldhasen
548.310 Wildenten
476.042 Wildschweine
445.267 Fasane
ca. 400.000 Rabenvögel
162.096 Wildkaninchen
62.057 Hirsche
50.819 Damhirsche
51.363 Steinmarder
47.625 Dachse
28.617 Wildgänse
24.289 Iltisse und Wiesel
23.687 Waschbären
23.262 Marderhunde
ca. 20.000 Möwen
ca. 17.000 Blässhühner
11.748 Waldschnepfen
11.745 Rebhühner
6.127 Mufflons
4.066 Gemsen
ca. 2.000 Höckerschwäne
1.343 Edelmarder
1.168 Sikahirsche
ca. 1.000 Graureiher
ca. 400 Minke

(wobei dies noch nicht die vollständige Liste der jagdbaren Arten ist)


Bilder:

Blutiges Hobby



Opfer 2004

Im Jagdjahr 2003/2004 wurden nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbands von Jägern in Deutschland getötet:

1.064.782 Rehe
880.796 Wildtauben
552.958 Füchse
568.548 Feldhasen
520.823 Wildenten
470.283 Wildschweine
ca. 400.000 Rabenvögel
394.956 Fasane
143.582 Wildkaninchen
62.363 Hirsche
53.255 Damwild
52.676 Dachse
48.760 Steinmarder
31.017 Wildgänse
24.450 Iltisse und Wiesel
21.149 Waschbären
ca. 20.000 Möwen
ca. 17.000 Blässhühner
18.635 Marderhunde
10.977 Rebhühner
9.089 Waldschnepfen
6.109 Mufflons
4.509 Gemsen
3.510 Edelmarder
ca. 2.000 Höckerschwäne
1.086 Sikahirsche
ca. 1.000 Graureiher
ca. 400 Minke

5.384.718 Tiere (wobei dies noch nicht die vollständige Liste der jagdbaren Arten ist)


Bilder:

Blutiges Hobby



Schonzeitvergehen am Dollart

Vorfall am 29.12.2006 bei Bunderhammrich, Landkreis Leer (NDS), 1 Jäger
schießt 3 Blessgänse (ganzjährige Schonzeit) und eine Nonnengans
(bundesweit keine Jagdzeit, streng geschützt nach EU Recht), hat keinen
Hund dabei und wird von einem Streifenwagen im Feld aufgegriffen. Das
Ende vom Lied steht im Artikel [1.469 KB] .

Deutschland: Über 3 Millionen Vögel geschossen

Deutsche Jäger haben auch 2004 wieder mehr Vögel getötet als in den Vorjahren. Laut offizieller Jagdstatistik wurden im letzten Jahr fast 1,9 Millionen Vögel geschossen - darunter 1,4 Millionen Zugvögel. Nicht mitgezählt sind lediglich angeschossene Tiere und zum Abschuss freigegebene, unter Naturschutz stehende Arten wie Kormorane oder Rabenvögel.
Nach vorsichtigen Schätzungen kann somit von mindestens 3 Millionen tatsächlich in Deutschland geschossenen Vögeln ausgegangen werden.

Quelle: Komitee gegen den Vogelmord e.V., April 2005

Jäger geben zu: Tiere oft beim 1. Schuss nicht tot

Die »Arbeitsgemeinschaft naturnahe Jagd« schreibt:

»Wie oft hört man auf den Jagden: „Der Schuss ging glatt vorbei! Das Stück habe ich nicht getroffen.“ Für den Schützen in solcher Situation gibt es vielleicht subjektiv keinen Zweifel; auch an Erklärungsversuchen, bis hin zu fadenscheinigen Ausreden, herrscht kein Mangel: es kann nur ein Fehlschuss gewesen sein! Dies kann ja durchaus zutreffen, aber auch das Gegenteil ist nicht auszuschließen. Schweißhundeführer erfahren gelegentlich die Kehrseiten vermeintlicher Fehlschüsse, wenn sie bei Nachsuchen z.B. auf nicht gemeldetes, gleichwohl angeschossenes oder nach einem Anschuss verendetes Wild stoßen.
(...)

Schuss und Fehlschuss

Auf sogenannten Anschuss – Seminaren können Jäger eindrucksvoll erfahren, welche Nebenwirkungen z.B. ein Kugelschuss auf ein einzelnes Wildschwein in der Rotte anrichten kann. Neben dem einen tödlich getroffenen Stück Wild können durchaus weitere Stücke, von Geschoss - Splittern leicht bis schwer verletzt, entkommen, ohne dass ihre Verletzungen registriert werden konnten. Immer wieder erleben es Jäger, dass nicht nur das eine beschossene Tier im Rudel oder in der Rotte tödlich getroffen wird, sondern auch ein außerhalb der Visierlinie stehendes Stück Wild plötzlich verendet.

Nach Untersuchungen in Skandinavien muss man annehmen, dass auf je zwei erlegte Wildgänse eine weitere entfällt, die ebenfalls von Schroten getroffen, aber nicht sofort getötet wurde. Mit anderen Worten: mindestens jede dritte beschossene Gans fliegt verletzt, mit Schroten im Körper, davon. Sie mag überleben. Sie mag aber auch nach längerem Siechtum sterben.

Dänische Biologen nehmen nach Auswertung umfangreichen Untersuchungsmaterials an, dass die Zahl der mit Schrot beschossenen und verletzten Vögel die Zahl der erlegten übertrifft. Sie halten es für wahrscheinlich, dass ähnliche Relationen auch für Schüsse auf anderes Niederwild, etwa Hasen oder Wildkaninchen, gelten können.

Kein Jäger sollte jetzt noch behaupten, dass ihm dies nicht bekannt sei. Und er sollte selbstkritisch prüfen, wie denn seine Schießergebnisse bei der Jagd zu bewerten sind, wie viele Kreaturen auch er wohl angebleit haben mag.



(...) Nach außen werden diese Missstände jedoch weitgehend verschwiegen, und auch intern redet man nicht gern darüber. Allzu leicht könnte man dabei sich selbst und auch die Jagd als Ganzes in Misskredit bringen.«

Quelle: http://www.agnj-sh.de/jagdheute/schiesstraining/


Jäger können nicht schießen - und verletzen Tiere

Selbstkritische Jäger

WILD UND HUND 6/2005, Editorial von Dr. Karl-Heinz Betz, Chefredakteur:

"Doch wie steht es generell um die Schießausbildung in Deutschland? Wir haben uns diesem Thema auf S. 16 gewidmet. Immerhin werden nach bestandener Prüfung die Jungjäger in die Praxis entlassen, und der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Jagdschein ein Beleg dafür ist, dass man sein Handwerkszeug beherrscht. Leider sieht die Praxis anders aus: Die Schießfertigkeiten, die die Prüfungsordnungen der Länder zum Bestehen verlangen - so verschieden sie auch sein mögen -, riechen mehr nach Alibi als nach tierschutzgerechter Vorbereitung auf die Jagd. Reicht es wirklich aus, wenn beispielsweise die Hälfte des Kugelschießens aufgelegt auf eine Ringscheibe erfolgt, wobei manchmal schon eine Fünf als Treffer zählt? Über die 50 Prozent Trefferquote bei Kipphasen habe ich mich ja schon geäußert. (...)
Einige empfehlen "Learning by doing". Nein, nicht an lebendem Wild! Nun fragen Sie doch einmal nach, wie viele Jungjäger Sie nach der Prüfung noch auf Schießständen antreffen. (...)
In diesem Zusammenhang ist der "jährliche Nachweis der Schießfertigkeit" auch ein Thema. Ich weiß, dass diese Forderung ein heißes Eisen ist, auch wenn sie aus einer politischen Ecke kommt, die sich mit unserer Jagd nicht identifiziert..
Natürlich ist auch die Argumentation der Jagdverbände bekannt: Wir kriegen das organisatorisch nicht in den Griff und überhaupt, beim Führerschein braucht man auch keine jährliche Prüfung machen! Nur, wer Mist baut, bekommt Geldstrafen, Punkte und wird bei Wiederholung die Fahrerlaubnis los. Wer aber verliert den Jagdschein, wenn er kontinuierlich vorbeischießt, überdurchschnittlich viele Nachsuchen produziert oder Flugwild lediglich mit Randschroten verletzt?"


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