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Jagdunfälle in Deutschland - Stand 1/2003 |
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Jährlich werden den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften rund 800 Jagdunfälle gemeldet (www.lsv-d.de) - wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist. Viele Jagdunfälle werden nämlich erst gar nicht gemeldet, lieber lässt man sich die Hand von einer Dorfkrankenschwester verbinden.
Nicht verbergen lassen sich »Jagdunfälle« mit tödlichem Ausgang oder Fälle, in denen ein Fehlschuss zu schweren Verletzungen führte. Fast jede Woche ist in den Zeitungen eine solche Meldung zu finden - meist nur sehr klein unter »Vermischtes«: Ein 20jähriger Soldat, der von einem Jäger mit einem Wildschwein verwechselt und mit einem Kopfschuss getötet wurde. Ein Jäger, der aus Versehen seinen 12jährigen Sohn erschießt, den er mit auf die Pirsch genommen hatte. Ein Jäger, der auf den Hochsitz steigt, es löst sich ein Schuss, der seine auf dem Hochsitz sitzende Ehefrau in den Unterleib trifft. Das alles sind »Unfälle«, die meist keine strafrechtlichen Folgen haben - im Fall von »fahrlässiger Tötung« kommt der Jäger meist mit einer Haftstrafe von wenigen Monaten auf Bewährung davon.
Nach den 17 Toten von Erfurt kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass legal erworbene Waffen bei Straftaten nur eine geringe Rolle spielen. Der Amokläufer von Erfurt erwarb seine Waffe legal bei Frankonia Jagd, einem Jägerausrüster. Das regelmäßige legale Schießen - ob am Schützenstand, am Computer oder auf die Tiere im Wald - senkt auch die Hemmschwelle, eines Tages vielleicht auf Menschen schießen zu können. Jeder Waffenträger erhöht das Gewaltpotenzial unseres Landes. Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamts vom April 2001 verschwinden jährlich mehr als 6000 „legale“ Waffen in die Illegalität. Rechnet man die erlaubnisfreien Waffen heraus, wird jede 10. Straftat mit „legalen“ Waffen begangen. Dann ist in der Zeitung beispielsweise von einer Familientragödie zu lesen, in der der Ehemann - ein Jäger - seine Frau und die Kinder erschossen hat. Gerade in den letzten Monaten stellt die Initiative zur Abschaffung der Jagd eine auffällige Häufung von Jagdunfällen oder Straftaten mit legalen Waffen fest. Hier einige Meldungen im Überblick:
Jäger erschoss sich selbst (Oberhessische Presse, 29.01.2003) Nach einem Autounfall auf schneeglatter Fahrbahn hat sich ein Jäger das Leben genommen. Nach Polizeiangaben erlitt der Mann bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen, lief dann zurück zu seinem Wohnhaus, holte eine Repetierbüchse aus seinem Waffenschrank und erschoss sich beim Unfallort.
Schwerer Jagdunfall durch Abpraller (JÄGER 2/2003) Ein Jäger aus dem Kreis Eichsfeld wurde durch einen Querschläger in die Brust getroffen und schwer verletzt. Er musste mit dem rettungshubschrauber in die Klinik nach Fulda geflogen werden.
Tödliche Schüsse auf Hündin - Tier starb bei Spaziergang (Augsburger Allgemeine, 21.01.2003) Die Dobermannhündin wurde vor den Augen ihres Herrchens erschossen.
Hund jagt Jäger Schrotladung ins Gesäß - Gewehr nicht gesichert (Hundejo, 20.01.2003/BZ, 21.1.2003) Eine schmerzhafte lektion hat ein Jagdhund einem Jäger aus Nottuln erteilt und ihn dabei schwer verletzt. Der Hund sprang auf den Autositz, auf dem ein ungesichertes Gewehr abgelegt war. Dabei löste das Tier den Schuss aus. Der Jäger wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Jäger löst Schuss auf sich selbst aus (Süddeutsche Zeitung, 15.1.2003) Beim Abstieg vom Hochsitz löste sich aus der ungesicherten Flinte ein Schuss. Das Projetil traf den 60jährigen Jäger in der Herzgegend. Die Leiche wurde gegen 1 Uhr nachts vom Förster entdeckt.
Jäger bei Treibjagd schwer verletzt (Main Post, 8.01.2003) Bei einer Drückjagd auf Wildschweine erlitt ein 50jähriger Jäger einen Bauchdurchschuss und wurde lebensgefährlich verletzt in die Universitätsklinik eingeliefert.
Schrotkugeln treffen Jäger (Mannheimer Morgen, 7.1.2003) Der Schuss eines 63jährigen Jägers bei der Kaninchenjagd traf seinen Kollegen mit 8 Schrotkugeln an Knie und Fuß.
Nikoläuse auf Treibjagd (Main Post, 31.12.2002) Am 2. Weihnachtsfeiertag findet eine Treibjagd statt - während zahlreiche Familien die Gelegenheit zum ausgibigen Spaziergang durch die felder nutzen. Die Jäger tragen zur eigenen Belustigung Nikolausmützen.
Jäger durch Gewehrkugel schwer verletzt - Notoperation (Freies Wort, 23.12.2002) Nach einem Abpraller oder Querschläger fiel der Jäger um. Er wurde am Brustkorb notoperiert.
Aus Versehen erschossen (Hamburger Abendblatt, 21.12.2002) Ein Jäger (50) aus Nienburg/Weser hat aus Versehen seinen Schwiegersohn erschossen. Er hatte einen vermeintlich ungeladenen Revolver auf ihn abgefeuert. In der Trommel hatte unbemerkt noch eine Kugel gehangen.
Schrot trifft Jäger (Oberpfalznetz, 20.12.2002) Bei einer treibjagd auf Enten traf eine Schrotladung einen Jäger an Halz und Hand.
Scheibe kaputt - Schrotkugel nicht gefunden (NGZ, 11.12.2002) Eine Frau aus dem Kreis Neuss erstattet Anzeige: »Das Fenster dürfte von einem Jäger zerschossen worden sein!« In unmittelbarer Nähe des Grundstücks hatte eine Treibjagd statt gefunden.
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Vater erschießt Sohn bei der Taubenjagd (Deutsche Jagdzeitung, Dezember 2002) Ein Jäger erschießt in Dänemark seinen 12jährigen Sohn. der Junge war beim Taubenschießen plötzlich in die Schussbahn gesprungen und wurde von der gesamten Schrotladung getroffen.
Treibjagd zum Schulgelände - Tote Enten im Schulgraben - Lehrer und Schüler erschreckt (Weser Kurier, 10.12.2002) Die Schrotkugeln gingen wie ein Gewitterregen auf das Schuldach nieder - die Schüler flüchteten vor Schreck in die Klassenräume. Ein Auto wurde getroffen, Anwohner beschweren sich über Schrotkugeln auf dem Grundstück.
Jagd im Volkspark erhitzt die Gemüter (NRZ, 8.12.2002) Bei der Jagd auf Enten hallen Schüsse durch die Grünanlage - während im Park Hochbetrieb war und in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes.
Schuss löste sich: Jäger tot im Revier (Salzburger Nachrichten, 2.12.2002) Beim Besteigen eines Hochsitzes rutschte ein Jäger aus und schoss sich selbst in den Kopf.
Familie in Trauer: Jäger erschoss zwei angeblich wildernde Hunde (Badener Zeitung, 27.11.2002)
Liebestoller Jäger droht mit Mord und ballert herum (Neue Presse Hannover, 26.11.2002) Seine Freundin hatte ihn verlassen.
Tödlicher Unfall im Sturm (Kleine Zeitung, 20.11.2002) Ein Jäger aus Oberösterreich verlor im Sturm das Gleichgewicht. Ein Schuss aus seiner Waffe löste sich und traf ihn ins Herz.
Jäger-Lüge: Bambi mit dem Hammer erschlagen (tz München, 25.10.2002) Ein Jäger erschlägt ein zahmes Rehkitz - »Es war fürchterlich, wie das kleine Tier geschrieen hat«, sagt eine Zeugin.
Kugel traf Jäger in Unterleib (BILD, 20.10.2002) Bei einer Fuchsjagd in Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Jäger von einem Querschläger zwischen den Beinen getroffen. Der Polizeibeamte: »Die Schrotkugel verfehlte sein wichtigstes Teil ganz knapp!«. Der Schütze war ein 70jähriger Waidgenosse.
Niederlande: Neue Repressalien gegen Jäger (Wild und Hund 20/2002) In den Niederlanden ist jetzt ein Gesetz in Vorbereitung, das jenen niederländischen Jägern, die nur im Ausland zur Jagd gehen und kein Revier in ihrem Heimatland haben, den Besitz einer eigenen Kugelwaffe untersagt. Eine solche Gesetzesmaßnahme wird im Interesse der öffentlichen Sicherheit und zur Erfüllung des Fauna-/Floragesetzes angestrebt.
Diese Schweden! Sie beten für ihre Elche ... und für die Jäger, damit sie sich nicht gegenseitig erschießen (Zeitung EXPRESS unter Vermischtes, 17.10.02) Das Gebet hat seinen Grund: In den vergangenen 30 Jahren sind immerhin 81 Elchjäger sowie fünf Beerenpflücker durch Querschläger oder Verwechselungen umgekommen.
Jäger trifft auf milden Richter (Münsterländische Tageszeitung Online vom 16.10.2002)
Wegen einer vorsätzlichen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht hat das Oldenburger Landgericht einen 56 Jahre Mann aus Cloppenburg zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung und einer Führerscheinsperre von annähernd zwei Jahren verurteilt. Am 18. November vergangenen Jahres war der Angeklagte, der ein leidenschaftlicher Jäger ist, mit seinem Pkw und einem Blutalkohlwert von drei Promille in der Nähe von Wildeshausen unterwegs gewesen. Nachdem er mehrmals ein Taxi gerammt hatte, war er geflohen. Schon viermal war der Angeklagte wegen Trunkenheitsfahrten aufgefallen. Die fünfte Tat sollte ihm nicht nur den Arbeitsplatz kosten, sondern auch seinen Jagdschein. Der Mann gelobte Besserung, unterzog sich freiwillig einer ständigen Alkoholabstinenzkontrolle, nahm an einer Verkehrstherapie teil und suchte sich eine neue Arbeitsstelle. Die Folge: Der Landkreis Cloppenburg, der dem Angeklagten den Jagdschein vorläufig entzogen hatte, gab dem Mann die begehrte Erlaubnis zum Jagen zurück.
Jäger erschoss sich bei Dachsjagd (BILD 01.10.02)Husum - Ein Jäger (66) ging mit Freunden in Olderbeck (Nordfriesland) auf die Pirsch. Ein Dachs lief ihm vor die Büchse. Schuss, Treffer! Der Jagdjund schnappte sich das verletzte Tier, doch der Dachs biss in Todesangst zurück. Der Jäger ging dazwischen, schlug mit dem Schaft seines Gewehres auf den Dachs ein. Dabei löste sich ein Schuss, die Kugel traf den Mann in den bauch. Er starb an der Unfallstelle.
Jagdpächter erschossen (BILD, 24.09.2002) Erfurt - Ein Revierpächter hatte vier Freunde zur Jagd eingeladen. Die ersten Schüsse fielen. Der Pächter brach angeschossen zusammen. Als der Notarzt eintraf, war der Jäger schon tot.
Jäger erschoss Soldaten (Salzburger Nachrichten, 21.09.2002) Tragisches Unglück im Burgenland: Ein 20jähriger Rekrut wurde von einem Jäger durch Kopfschuss getötet. Der will auf ein Wildschwein gezielt haben. Es wird für eine verschärfung der Waffengesetze plädiert: »Was muss noch alles passieren, damit sich was ändert?«
Jagd auf Katze: Jäger erschießt seine Ehefrau (SPIEGEL ONLINE 15.09.02) Auf der Jagd nach einer Katze hat ein Mann seine Ehefrau erschossen. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus. Der Mann habe eine Katze töten wollen, die mehrere Truthähne auf seinem Anwesen gerissen hatte. Auf dem Weg dorthin hat sich nach Angaben der Polizei aus ungeklärter Ursache ein Schuss gelöst. Seine 33-jährige Frau wurde im Brustbereich getroffen und starb noch am Unfallort.
Familientragödie: Ein Fleischhauer erschoss seine Frau mit einem Jagdgewehr (Salzburger Nachrichten, 09.09.2002) Die Bluttat ereignete sich um 19 Uhr in der Küche des gemeinsamen Wohnhauses. Anschließend ging der Mann in die Loggia des Hauses, setzte sich auf eine Bank und schoss sich mit dem Gewehr in den Kopf. Als Motiv für die Tat vermutet die Gendarmerie private Probleme. Der Mordtat sollen Familienstreitigkeiten vorangegangen sein: Vor drei Monaten soll der Mann seiner Frau ein außereheliches Kind gestanden haben. Der Täter soll zudem alkoholisiert gewesen sein.
Jäger erschoss Hund: Verfahren eingestellt (Pegnitz/Bayern, 03.09.02) Ein Jäger wurde vor dem Amtsgericht mangels ausreichender Beweise vom Vorwurf der Tötung eines Hundes freigesprochen. Er soll im Dezember 2001 einen Schäferhund grundlos erschossen haben. Die Besitzerin stand nur einige hundert Meter entfernt hinter einer Kuppe.
Vater wollte Tauben schießen und traf Sohn (ekstra bladet, Kopenhagen, 02.09.2002) In Dänemark ist einem Teenager das Hobby seines Vaters zum Verhängnis geworden. Der Mann hatte seinen Sohn mit auf Taubenjagd genommen – das überlebte der 12-Jährige nicht. Nach Polizeiangaben erhob sich der Junge plötzlich, lief in die Schussbahn und wurde von Schrotkugeln aus dem Gewehr seines Vaters getroffen. Er sei sofort tot gewesen. Man habe nicht den geringsten Zweifel, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Polizei in Hobro.
Jäger schoss auf Hund und erschlug ihn dann mit Axt (Kleine Zeitung online, Österreich, 01.08.2002) Dachsbracke verendete im Mölltal qualvoll und zwar »dank« eines nicht gerade zielsicheren Aufsichtsjägers. Der Aufsichtsjäger schoss mitten in einem bewohntem Gebiet, traf jedoch mehrmals nicht tödlich. Am Schluss erschlug der Jäger den schwerverletzten Hund mit einer Axt. Er wurde wegen Tierquälerei angezeigt. Der Aufsichtsjäger, von dem man im Dorf sagt, dass er nicht zum ersten Mal ein Tier gequält habe, behauptete nun, dass der Hund wilderte. Das Gericht wird entscheiden, ob man dieser Aussage Glauben schenkt. Jedenfalls wurde der Aufsichtsjäger wegen Tierquälerei angezeigt.
Jagdunfall: Schuss traf Ehefrau in Oberschenkel (Gießener Anzeiger 27.7.2002) Eine 57-jährige Frau aus Offenbach Müller erlitt eine schwere Schussverletzung in Oberschenkel und Hüfte. Nach notärztlicher Versorgung vor Ort musste sie in die Uni-Klinik nach Gießen eingeliefert werden. Die bisherigen Ermittlungen der Beamten ergaben, dass die Frau und ihr 56-jähriger Mann, ein Jäger, auf zwei verschiedenen Hochsitzen saßen. Als der Mann auf den Hochsitz der Frau hinaufsteigen wollte, habe sich plötzlich aus seiner Jagdwaffe aus ungeklärter Ursache ein Schuss gelöst, so seine Aussage gegenüber der Polizei. Nach Angaben des Polizeisprechers sei an dieser Darstellung nicht zu zweifeln. Damit werde der Fall als »unglücklicher Jagdunfall« abgelegt werden.
Aus Fahrlässigkeit Jäger erschossen (Thüringische Landeszeitung Lokales 26.7.2002) Es war ein tragischer Unfall, der leider mit dem Tod eines Menschen endete. Der Rechtsanwalt Dr. V. (67) aus Göttingen nahm am 17. November 2001 als Gast an einer Drückjagd auf Schalenwild in Mengelrode teil. Entgegen dem zugewiesenen Schusssektor und den geltenden Sicherheitsbestimmungen traf sein Schuss einen Waidgenossen und verletzte ihn tödlich. Der Angeklagte wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt, deren Vollstreckung für die Dauer von zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Schwarzpulver im Schuppen gefunden (Nordkurier Lokales 18.7.2002) Vier 14- und 15-jährige Jungen hatten mit Schwarzpulver experimentiert und eine Explosion ausgelöst. Einer der Jungen erlitt durch herumfliegende Splitter eine Verletzung. Die Polizei stellte etwa 1 Kilogramm Schwarzpulver sicher, das offensichtlich aus Beständen des Vaters des Tatverdächtigen, einem Jäger, stammte.
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Frau angeschossen: 5.000 Euro Buße (Luxemburg: Tageblatt vom 10.7.2002) Am 22. November 1999 wurde bei einer Fuchsjagd eine 43-jährige Frau, welche auf Wander- und Naturpfaden mit ihren beiden Hunden Gassi ging, mit Großwildmunition an der Schulter und im Bauch getroffen. Die Bauchverletzung war ziemlich schwer, und bis heute konnte das Projektil nicht chirurgisch entfernt werden. Die 7. Strafkammer sah aber in ihrem Urteil von einer Gefängnisstrafe für den betagten Schützen ab und behielt lediglich die zu entrichtenden 5.000 Euro zurück. Die Büchse des Jägers soll 25.000 Euro gekostet haben. Das Opfer geht in Berufung. Die Frau will den Entzug des Jagdscheins erreichen.
Mann starb nach Jagdunfall (Tagesspiegel Berlin, 04.07.2002) Ein 64-Jähriger ist nach einem Jagdunfall nahe Schwedt ums Leben gekommen. Der Mann war von seiner Lebensgefährtin mit einer Schussverletzung im Unterbauch ins Krankenhaus gebracht worden. Unklar ist, ob der 64-Jährige oder seine Partnerin den Schuss auslösten.
Deutscher Tourist mit Pavian verwechselt und erschossen (Kölner Stadtanzeiger, 21.06.02) In Namibia ist ein deutscher Urlauber aus Albstadt (Baden-Württemberg) von einem Jagdaufseher mit einem Pavian verwechselt und erschossen worden. Der entsetzte Todesschütze beging nach Angaben der südafrikanischen Zeitung „The Star“ (Freitagausgabe) Selbstmord, als er von dem tragischen Irrtum erfuhr.
Scharfer Schuss auf scheues Reh (Trierischer Volksfreund Lokales 15.6.2002) In Bitburg wird scharf geschossen. Das bekamen die Anwohner der Bahnhofstraße zu hören. Ein fehlgeleiteter Schuss des Amtgerichtsdirektors Werner von Schichau auf ein verängstigtes Reh in einem umzäunten Hausgarten erregt zur Zeit die Gemüter vieler Bitburger.
Jägerin schießt sich ins Bein – Frau ist schwer verletzt (Main Post, 14.06.02) Eine Jägerin hat sich in Schweinfurt mit ihrem Gewehr aus Versehen selbst ins Bein geschossen und dabei schwer verletzt. Nach einem Jagdgang wollte sie das offenbar ungesicherte Gewehr von der Rückbank ihres Autos nehmen, als sich plötzlich ein Schuss löste.
Jäger verletzte Hündin durch Schüsse schwerst (Eisenstadt/Österreich, 13.6.02) Ein Jäger verletzte eine Hündin durch Schüsse aus seiner Schrotflinte. Das Tier schleppte sich mit letzter Kraft nach Hause und musste eingeschläfert werden. Eine Blutspur wies den Weg zum mutmaßlichen Täter, einem 29-jährigen Kittseer. Seine Verlässlichkeit wird nach dem Waffengesetz überprüft.
Jagdpächter erschoss Hund: 800 Euro Strafe (Quelle. www.hundejo.de, 11.6.02) In Bayreuth/Bayern wurde ein 65-jähriger Jagdpächter durch den Staatsanwalt vorgeworfen, den Hund einer Frau aus Waidach erschossen zu haben.
Gekauft ist gekauft (Thüringer Allgemeine, 29.05.2002) Ein Jäger feuerte aus seiner Jagdwaffe auf Bedienstete des Veterinäramtes und einen Polizisten, die seinen Hof kontrollierten. Eine Kugel zerschmetterte einem Beamten die Schulter, die Ärzte versetzten ihn in ein künstliches Koma. Der Jäger brachte sich selbst um.
Schuss traf Kind am Kopf (Rheinische Post Freitag, 24. 05. 2002) Beim Spielen mit einem Kleinkalibergewehr hat ein zwölfjähriger Junge im bayerischen Rothenbuch eine schwere Schussverletzung erlitten. Er hatte gemeinsam mit einem Freund mit der Waffe hantiert, die seinem Vater gehörte.
Kinder flohen nach Schuss aus der Jagdflinte (Münsterländische Tageszeitung 24.05.2002) Vier junge Reiterinnen berichten, dass ein Jäger über das Wagendach hinweg die Waffe auf sie gerichtet und geschossen haben. Die Mädchen flohen auf ihren Pferden im wilden Galopp nach Hause. Den Schuss haben mehrere Zeugen gehört. Die Familie erstattete daraufhin Strafanzeige.
Zahmes Reh: Nachbarn krankenhausreif geprügelt (Prem, Landkreis Weilheim-Schongau, 21.05.02) Der ehemalige CSU-Bürgermeisterkandidat von Prem, Heißerer, bekannt geworden durch eine Wirtshausschlägerei kurz vor der Kommunalwahl, soll zusammen mit zwei Jägern seine Nachbarn krankenhausreif geprügelt haben. Grund: Das Ehepaar griff ein, als Heißerer zusammen den zwei Jägern das zahme Reh, welches das Ehepaar Lory gefunden und aufgepäppelt hatte, wegtrug. Zudem wird gegen Heißerer wegen illegalen Waffenbesitzes ermittelt.
Fuchsfalle war »Wastls« Verhängnis (NRZ Essen, 24.04.02): Rauhaardackel „Wastl“ geriet in eine Totschlagfalle und wurde förmlich zerdrückt. Das Frauchen erlitt einen Schock. Der Eigentümer der Grundstücks, auf dem die Falle versteckt war, ist Hobby-Jäger. Doch die Straße ist „befriedetet Bezirk“, das Jagen ist hier strikt verboten...
Schießwut mit 3,7 Promille (Rheinische Post, 23.4.02, Aachen): Eine 45-jährige Baronin, die beim „Russisch Roulette“ ihren Geliebten verletzt hatte, ist zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten und 2 Wochen verurteilt worden. Im Streit habe die betrunkene JÄGERIN mit den Worten „Wir spielen Russisches Roulette“ auf den 38-jährigen Lebensgefährten geschossen und ihn am Oberschenkel verletzt
Jäger stirbt durch Schuss aus der eigenen Waffe (Aichacher Zeitung, 23.04.02) Ein 52 Jahre alter Jäger wollte vermutlich die entsicherte Kugelbüchse aus dem Fußraum der Beifahrerseite seines Autos nehmen, als sich der Trageriemen eines Fernglases in den Abzug des Gewehrs einfädelte und den Schuss auslöste.
Mit Kopfschuss... (Jäger Nr. 4, April 2002) ...endete ein Jagdunfall im Landkreis Augsburg. Beim Abbaumen von einem Hochstand nach morgendlichem Ansitz löste sich aus der Büchse des 66jährigen Jägers ein Schuss, der ihn in den Kopf traf.
Wenn mit dem Jäger die Pferde durchgehen... (Jäger Nr. 4, April 2002) Als ein Reiter an seinem Hochsitz vorbeitrottete, gab ein ärgerlicher Jäger einen Schrotschuss ab, „natürlich weit weg von Ross und Reiter zielend“. Doch das Pferd ging durch, verletzte sich dabei und musste schließlich getötet werden. Der Jäger wurde vom Verwaltungsgericht Ansbach zu Schadensersatz verurteilt.
Angeleinter Hund erschossen (Ganterschwil/Schweiz, 1.3.02) Eine 17-jährige Schülerin saß auf einer Bank, ihr Hund befand sich angeleint einen Meter entfernt, als ein Schuss fiel. Das Tier verkroch sich winselnd unter die Bank. Kurz darauf zeigte sich der Jäger und gab sich als Schütze zu erkennen. Der Hund erlitt einen Bauchdurchschuss und musste trotz sofortiger Behandlung durch den Tierarzt eingeschläfert werden. Der Schütze gab zu Protokoll, er sei der Meinung gewesen, auf einen Fuchs geschossen zu haben.
Taubenjagd unweit eines Wohngebietes sorgt für Ärger (Lüneburger Landeszeitung, 06.02.02) An dem sonnigen Nachmittag waren Jogger, Spaziergänger mit ihren Hunden unterwegs – die Jäger schossen trotzdem weiter.
Unglücksschütze hielt Hund für Fuchs und drückte ab (Hohenlohekreis, 05.02.02) Das Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wurde eingestellt.
Tödlicher Jagdunfall (Deutsche Jagdzeitung, 2/2002) Ein Jäger aus Ost-Holstein überquerte mit ungesichertem Gewehr einen Graben, dabei löste sich der Schuss.
Trieben Jäger die Wildsäue auf die Autobahn? (Heilbronner Stimme, 01.02.02) 30 Jäger machten Jagd auf Wildschweine, nur 250 Meter von der Autobahn entfernt. Zehn Wildschweine liefen auf die Autobahn, mehrere Autofahrer fuhren in die Rotte hinein. Fünf Personen wurden verletzt, darunter eine schwangere Frau schwer.
Jäger erschoss seine Familie (BILD, 01.02.02) – Die Frau wollte den Mann verlassen, da drehte er durch. Er erschoss seine Frau, den Dackel und schließlich sich selbst.
Frau erschoss ihren Freund vor der Haustür (BILD, 25.01.02) – Sie hatte einen Jagdschein.
Fatale Verwechslung (Main Post, 23.01.02) – Im Glauben ein Wildschwein zu schießen hat ein hochbetagter Jäger ein Zwerg-Hausschwein erlegt.
Irrtum: Ponies erschossen (Rheinische Post, 16.01.02) – Ein 30jähriger Jäger hielt Islandponies auf der Weide für Wildschweine.
Tödliche Treibjagd (Südwestdeutsche Zeitung, 14.01.02) – Ein 65jähriger Jäger wurde durch einen Schuss aus einem Jagdgewehr tödlich verletzt.
Gemeiner Jäger erschießt braven Hund (BILD, 10.01.02) - Die zutrauliche Hündin eines Rentners entwischte ihrem Herrchen. Der Jäger: »Jawohl, ich habe sie mit dem Jagdgewehr gestreckt.«
Zu viel Alkohol (Main Post, 09.01.02) - Zwei angetrunkene Waidmänner gerieten auf der Pirsch in Streit und legten ihre Schrotflinten aufeinander an – beide starben.
Treiber erschossen (Wild und Hund, 2/2002) – Auf einer Drückjagd wurde ein Treiber durch einen Schuss tödlich verletzt
42jähriger Treiber bei Jagd tödlich verletzt (Main Post, 31.12.01) – Ein 52jähriger Jäger hatte in eine Fichtenschonung gefeuert, weil er dort ein Wildschwein vermutete.
Jäger in Arnreit bekommt Schrotkugeln in Arm und Gesicht (9.12.01 www.jagd-info-net)
Jagd auf Katzen (Tiere & Natur 08.10.-31.12.01) – Bis zu 350.000 Hauskatzen werden jedes Jahr abgeschossen oder verenden in Fallen.
»Da kommt das Blut ins Kochen« (SPIEGEL 44/01): Ein verbotenes Tellereisen wurde einem Fischadler zum Verhängnis, Vogelmassaker in Schutzgebieten, Jäger gibt Warnschüsse auf reitende Kinder ab
Jäger erschießt seine Frau, dann sich (Neue Presse Oldenburg, 05.11.01): Nach einem Ehestreit holte der Mann, der in seiner Freizeit häufig zur Jagd ging, eines seiner Gewehre aus dem Waffenschrank und feuerte zweimal auf seine Frau.
Statt eines Fuchses den Bürgermeister erwischt (Kronenzeitung, 04.11.01): Bei einer Treibjagd schoss ein unbekannter Jäger auf einen Fuchs und traf den Bürgermeister ins Gesicht.
Jagender Zahnarzt in den Alpen tödlich getroffen (www.jagd-info-net 23.10.01)
Sein letzter Schuss traf ihn selbst (BILD Berlin, 08.10.01) – Ein 53jähriger Hobby-Jäger verblutet an einer Schrotladung seinem Gewehr.
Berliner erschoss sich bei Entenjagd (Berliner Zeitung, 08.10.01) – Er hatte die eiserne Jagdregel nicht beachtet, nie eine ungesicherte Waffe zu tragen.
Jäger erschoss seine Frau und seine Hunde (BILD, 09.07.01) – Nach einem Ehestreit schießt ein 39jähriger Hobbyjäger die Mutter seiner beiden Kinder, drei Hunde und jagt sich am Schluss selbst eine Kugel in den Kopf.
Jäger erschoss den Sohn der Nachbarn (Berliner Kurier, 23.01.00) – Ein Jäger erschoss in der Dämmerung einen schlittenfahrenden Jungen.
Das Durchschnittsalter der deutschen Jäger liegt bei über 50 Jahren (Deutsche Jagdzeitung). Bei Soldaten und Polizisten gibt es Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Nur die Jäger dürfen bis ins Greisenalter hinein Waffen tragen und damit rumballern! Dürfen Siebzigjährige noch Waffen tragen? Müsste nicht aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Waffenträger festgesetzt werden?
Ganz »legal« fallen neben jährlich 5 Millionen Wildtieren auch 350.000 Katzen und 40.000 Hunde den Waidmännern zum Opfer: durch Schrot, in grausamen Fallen - in einigen Fällen wurden Hunde und Katzen sogar vor den Augen der Besitzer von Jägern erschossen oder erstochen.
Wir brauchen Frieden in unserem Land und nicht Jägervereine, in denen Jugendliche das Schießen und Töten lernen und Erwachsene das Schießen und Erschießen als Freizeitsport betreiben. Es wird höchste Zeit, dass das blutige Treiben der Waidmänner in unseren Wäldern ein Ende findet und die Jagd abgeschafft wird.
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20.01.2003: Hund jagt Jäger Schrotladung ins Gesäß |
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- Gewehr nicht gesichert
Nottuln/NRW, 20.1.03
Eine schmerzhafte Lektion hat ein Jagdhund einem Jäger aus Nottuln (Kreis Coesfeld) erteilt und ihn dabei schwer verletzt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sprang der Hund während der Jagdpause zweier Waidmänner bereits am Samstag auf den Fahrersitz in deren Auto, auf dem eines der beiden Schrotgewehre ungesichert und geladen abgelegt worden war. Dabei löste das Tier einen Schuss aus, der den Jäger in den Allerwertesten traf. Er wurde laut Polizei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Quelle: hundejo.de, 20.01.03
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15.01.2003: Jäger löst Schuss auf sich selbst aus |
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Projektil trifft Herzgegend - 60-Jähriger tödlich verletzt
Beim Abstieg von seinem Hochsitz hat sich am vergangenen Montagnachmittag ein Jäger im Gebiet Höhenkirchen-Siegertsbrunn versehentlich selbst erschossen. Das Projektil traf den 60 Jahre alten Mann in der Herz- Gegend. Der Schuss aus der doppelläufigen Flinte hat sich gelöst, weil die auf Erschütterungen hoch sensibel reagierende Waffe vor dem Abstieg vom Hochsitz nicht wieder gesichert worden war. Der Elektromeister aus München-Trudering hatte am Freitag gegenüber Waldarbeitern angekündigt, noch einmal vor Ende der Jagdsaison im Höhenkirchener Forst auf die Pirsch gehen zu wollen. Am Montag setzte er sich dann, zum Schutz vor der Kälte dick eingepackt, auf den fünf Meter hohen Jägerstand im Forst. Es war der letzte Jagdtag dieser Saison. Im Laufe des Nachmittages kam es dann zu dem Unglück. Wie Waffenexperten der Polizei rekonstruierten, hatte der Mann seine »Blaser-Block-Doppelflinte« (Kaliber 5,6 Millimeter) auf dem Hochstand offenbar entsichert, um schnell reagieren zu können, sobald Wild im Wald auftaucht. Dies geschah jedoch nicht. Schließlich entschied sich der Truderinger zum Aufbruch - und vergaß, das Gewehr zuvor zu sichern. Den Ermittlungen zufolge stieg er die ersten der Stufen der Holzleiter ab und nahm dann erst das Gewehr an sich. Dabei löste sich ein Schuss. Der Elektromeister fiel leblos zu Boden, das Gewehr blieb auf dem Jägerstand liegen. Die Leiche wurde gegen 1 Uhr nachts vom zuständigen Förster entdeckt. Er wusste, wo der Truderinger zur Jagd ging. Der Förster alarmierte die Polizei. Die Frau des Verunglückten hatte ihn über das Ausbleiben ihres Mannes informiert. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es laut Polizei nicht. Auch Suizid erscheint unwahrscheinlich. Der Mann war seit 20 Jahren Jäger.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Mittwoch 15.1.2003
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18.02.2003: Brüder auf der Jagd erschossen |
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Sinop. (dpa)Bei einer Wildschweinjagd in der türkischen Schwarzmeerprovinz Sinop hat ein Türke versehentlich seine beiden Brüder erschossen. Ohne zu wissen, dass sie ebenfalls auf der Jagd waren, hatte der 26-Jährige die beiden für Wildschweine gehalten und auf sie gechossen. Einer war auf der Stelle tot, der andere starb im Krankenhaus.
Quelle: Westfalenpost, 18.02.2003
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02.03.2003: Betrunkener Jäger bedroht Reiterin |
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Polizei: Angetrunkener Jäger wollte Reitlehrerin vertreiben
Berlin/Zehlendorf (dpa/bb) - In einem Wald nahe Zehlendorf (Oberhavel) soll ein angetrunkener Jäger auf eine Reitlehrerin angelegt haben, um sie zu vertreiben. Die Frau war nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag mit einem Reitschüler unterwegs, während ihr Hund frei nebenher lief. Der Jäger habe sie aufgefordert, das Gebiet zu verlassen, sonst werde er schießen, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag. Ein Alkoholtest ergab 1,7 Promille. Waffen, Munition und Waffenschein des 41-Jährigen wurden sichergestellt.
Quelle: Berliner Zeitung, 03.03.03, Berliner Kurier, 03.03.03
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21.03.2003: Jäger begeht Selbstmord |
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Vermisster Jäger erschießt sich in Schutzhütte
Der 55-jährige Jäger, der am Donnerstag in Meckenheim von seiner Ehefrau vermisst gemeldet wurde, hat Selbstmord begangen.
Er wurde im Rahmen der Suchaktion, bei der auch die Freiwillige Feuerwehr und ein Polizeihubschrauber beteiligt waren, in einer Schutzhütte westlich von Meckenheim aufgefunden. Er hatte sich mit seiner Kurzwaffe erschossen. Auf die Hütte wurden die Finder aufmerksam, da der Jagdhund des Mannes vor der Hütte laut gebellt hatte.
Quelle: RHEINPFALZ ONLINE, 21.03.2003
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März 2003: Wirt tötet seine Frau |
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Ein Ehedrama in Uetze ist am Dienstagnachmittag tödlich zu Ende gegangen.
Ein bekannter Gastwirt aus dem Ortsteil Altmerdingsen hat gegen 16 Uhr vor dem eigenen Haus seine Ehefrau mit einem Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Danach ging er mit seiner Pistole ins Haus. Eine halbe Stunde später, noch bevor das von der Polizei angeforderte Spezialeinsatzkommando (SEK) eingreifen konnte, richtete sich der Schütze mit einem Kopfschuss selbst. Die 35-jährige Frau erlag am späten Abend ihrer schweren Kopfverletzung.
Die Ehe des 52-jährigen Gastwirtes Ernst-August H. und seiner 35- jährigen Frau Astrid soll schon länger zerrüttet gewesen sein, das Paar lebte bereits getrennt. Vor etwa zwei Wochen soll H. seine Frau massiv bedroht haben, der Jäger musste daraufhin seine Waffen abgeben. Offenbar hatte er eine Pistole vor Ordnungsamt und Polizei verbergen können. Mit dieser Waffe schoss er gestern aus kurzer Distanz auf seine Frau. Das Paar hatte eine gemeinsame, zwölf Jahre alte Tochter. Sie war zur Tatzeit nicht zu Hause und wurde später von Polizei und einem Seelsorger betreut.
Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung, März 2003
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28.04.03: Stromausfall durch Jäger |
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GRAZ (SN, APA). Als sehr zielsicher erwies sich am Samstag ein südsteirischer Jäger. Der Weidmann traf im Bezirk Leibnitz eine 120-kV-Stromleitung. Dadurch sorgte der Mann für einen zweistündigen Stromausfall in einigen hundert Haushalten.
Quelle: Salzburg Online, 28.04.03
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17.05.2003: Geladenes Gewehr und 1,72 Promille |
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Alkoholkranker Jäger will kürzere Sperrfrist
Geladenes Gewehr und 1,72 Promille / Kreis will Jagdschein entziehen - Jäger wehrt sich
Minden/Gütersloh (cko). Dass er zur Strafe seinen Jagdschein abgeben muss, stellte Werner P. (Name geändert) vor dem Verwaltungsgericht nicht in Frage. »Ich möchte ihn aber gerne schon nach einem Jahr wieder haben«, sagte er.
Mit 1,72 Promille war der inzwischen trockene Alkoholiker am 6. Mai 2001 in eine Polizeikontrolle geraten. Doch damit nicht genug. Auf dem Beifahrersitz des passionierten Waidmanns lag ein Gewehr - und das war auch noch geladen. Für zwei Jahre wollte ihm die zuständige Behörde daraufhin den Jagdschein entziehen.
»Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Betrunkenen«, argumentierte der Gütersloher Kreisrechtsdirektor Dr. Wolfgang Schwentker. Drastische Sanktionen seien deshalb gerechtfertigt - besonders vor dem Hintergrund, dass es derzeit so viele vergleichbare Fälle gebe. Doch Werner P. erscheint die angedachte Sperrfrist viel zu lange. »Zwölf Monate sind doch Strafe genug«, meinte er in der Verhandlung.
Richterin Bärbel Brinkmann sparte nicht mit deutlichen Worten. »Der Umgang mit Waffen ist ein hohes Gut«, stellte sie klar. Wer Alkohol konsumiert habe, könne beispielsweise sehr leicht die Patronen im Lauf vergessen. Dass der Jagdschein für dieses Verhalten eingezogen werden müsse, sei deshalb »völlig richtig«.
Blieb die grundsätzliche Frage nach der Sperrfrist. Diese löste eine längere Debatte im Gerichtssaal aus. Während sich Schwentker wegen der Brisanz des Deliktes allerhöchstens mit einem 18-monatigen Jagdverbot anfreunden konnte, stellte Rechtsanwalt Hans-Ingolf Seidel viele Argumente für eine kürzere Dauer in den Raum. »Mein Mandant trinkt überhaupt keinen Alkohol mehr«, erklärte er. Außerdem besuche er Selbsthilfegruppen, die seiner Auffassung nach das Risiko eines Rückfalls auf ein Minimum beschränken würden. »Der Vorfall hat eine Änderung im Lebenswandel bewirkt.«
Werner P. machte deutlich, wie wichtig ihm die Jägerei ist. »Dort finde ich auch den nötigen Ausgleich für meinen Stress«, betonte er. Die Ursache für seine Alkoholkrankheit sieht der Unternehmer größtenteils in seiner starken beruflichen Anspannung. Weil er inzwischen »trocken« sei, gehe es ihm gesundheitlich viel besser. »Ich bin jetzt wesentlich besser organisiert.«
Die Richterin versuchte letztenendes vergeblich, die Parteien zu einem Vergleich zu bewegen. Ihren Vorschlag, P. den Jagdschein für ein Jahr mit der Auflage zu entziehen, wöchentlich Abstinenzgruppen zu besuchen, lehnte der Kreisrechtsdirektor ab. »Das Urteil ergeht auf dem Postweg«, sagte Bärbel Brinkmann. Seinen Jagdschein darf Werner P. übrigens noch so lange behalten, bis der Bescheid rechtsmäßig ist. Erst dann beginnt die Sperrfrist. Werden alle Fristen ausgeschöpft, könnte sich das Verfahren nach Auffassung von Rechtsanwalt Seidel noch Jahre hinziehen.
Quelle: Mindener Tageblatt online, 17.05.2003
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Haftbefehl gegen Jäger |
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Haftbefehl: Waffennarr hatte illegale Werkstatt in Glissen
Glissen (tb). Die Spuren eines 47-jährigen Bauoberamtsrats aus Hannover-Oberricklingen, gegen den das Landeskriminalamt in der vergangenen Woche Haftbefehl wegen des Besitzes und möglicherweise auch Handels einer Vielzahl umgebauter Waffen erließ, führt nach Informationen der HARKE nach Glissen (Gemeinde Raddestorf). Dort hat der Ministerialbeamte offenbar auf einer Hofstelle, wo dessen Bruder und Mutter leben, eine Werkstatt zum illegalen Umbau der Waffen unterhalten und auf einem Schießstand auf dem Dach die Waffen ungestört ausprobiert .
Der Mann ist gebürtiger Glissener, soll aber schon vor vielen Jahren seinen Hauptwohnsitz nach Hannover verlegt haben. Im Ort soll er aber, wie es hieß, kaum jemandem bekannt sein.
Nachbarn waren am vergangenen Montag aufmerksam geworden, als ein Einsatzkommando mit Hubschrauber und einer Vielzahl von Kräften das etwas abseits gelegene Haus umstellte und durchsuchte; einen Tag später soll der Garten nach Beweisstücken umgegraben worden sein.
Der Junggeselle und Jäger soll nach den bisherigen Erkenntnissen des LKA in seiner Werkstatt in Glissen mit Schwarz- und Nitropulver hantiert, Munition hergestellt und Schalldämpfer gebaut haben. Offensichtlich gehörte auch Zubehör zu Maschinenpistolen zu seiner Sammlung. Hinsichtlich möglicher Kontakte des Bauoberamtsrats zu Kreisen organisierter Kriminalität laufen die Ermittlungen.
Quelle: Die Harke, Mai 2005
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Waidmanns Unheil
Haustiere als Jägeropfer
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