31.12.05: Nach Treibjagd blutiger Radweg
Nach Treibjagd: Blutige Spuren auf Radweg Kadaver auf Asphalt liegen gelassen - Dr. Lechner: Für so etwas kein Verständnis
(...)
Etwa 40 Jäger und Treiber seien bis zum Einbruch der Dunkelheit dort unterwegs gewesen. Die erlegten Tiere seien auf dem asphaltierten Radweg zwischen Erding und Oberding im Bereich der Ortschaft Niederding ausgenommen worden. "Das Blut färbte den Asphalt rot, tierische Abfälle wurden einfach liegengelassen, sogar ein toter Hase, der über eine Woche dort herumlag. Die Kinder waren entsetzt", berichtet empört ein Leser der Heimatzeitung. Dabei hätten die Tiere auch im angrenzenden Acker ausgenommen werden können. Das Erdreich sei ja gefroren. Dann wäre das nicht so aufgefallen und das Blut nicht sichtbar gewesen.
Beschwerden kommen auch aus Langengeisling. Da empörte sich ein Bürger über fünf Jäger, die im Gebiet zwischen Flötzinger und dem Kronthaler Weiher unterwegs waren. "In der Nähe von Wohnhäusern, dort wo Spaziergänger und Jogger unterwegs sind, tat es plötzlich einen Riesenschepperer. Eine alte Dame fuhr gerade mit dem Radl vorbei und stürzte vor Schreck fast vom Zweirad", so der Anrufer. Ein Gespräch mit den Jägern sei nicht möglich gewesen. Die hätten nur gemeint, sie dürften das. (...)
Quelle: Münchner Merkur, Marktplatz Oberbayern, 31.12.2005 (Auszug)
Leserbrief:
Es wird weiter Konflikte geben, denn die heutige Jagd ist nur ein blutiges Hobby
Möglichst unter Ausschluss der Öffentlichkeit, treiben die Jäger ihr abartiges Hobby, dass man Jagd nennt. Doch die Bevölkerung wird zum Glück diesem Thema gegenüber immer offener und erkennt die typischen Jägerlügen. Die angebliche Überpopulation ist jägergemacht. Durch massivste Fütterungen und Töten unterwünschte Konkurrenten, züchten die Jäger bewusst einen zu hohen Bestand an Tieren und zerstören damit die Ökologie und natürliche Regulationsfaktoren. Das erfüllt gleich zwei Punkte. Zum einen kann der Jäger seinem blutigen, niederen Trieb frönen. Zum anderen kann so dem uninformierten Bürger die Notwendigkeit der Jagd vorgelogen werden. 5 Mio. Tiere, darunter 300.000 Haustiere, lassen für diesen Wahnsinn jährlich grausam ihr Leben. Mehr als 1.000 Tonnen hochgiftiges Blei werden dabei in die Umwelt geballert. 40 getötete und 800 zum Teil schwer verletzte Menschen, liegen pro Jahr auf der "Strecke" der Jäger. Es ist Zeit, in unserer Zivilisation einer Handvoll schießwütiger Waffennarren, die nur 0,4% der Bevölkerung ausmacht, die Tierquälerei und den Umweltfrevel Jagd endlich zu verbieten!
Mehr im Internet unter www.wir-fuechse.de
WIR FÜCHSE Marc Buchtmann www.wir-fuechse.de
30.12.05: Jäger erlegt zahme Hirschkühe
Jäger erlegt zahme Hirschkühe und ein Kalb
Schwere Vorwürfe erhebt der Besitzer eines Wildgeheges in der Gemeinde Arnfels gegen einen Jäger. Dieser soll drei entlaufene, zahme Hirschkühe und ein Kalb erschossen haben.
Aussage gegen Aussage Es steht Aussage gegen Aussage: Der Anwalt des Tierbesitzers nennt den Vorfall Tierquälerei. Der Aufsichtsjäger sagt, er habe seine Pflicht getan. Die Tiere waren am 19.12. aus einem privaten Gatter in Eichberg ausgebrochen. Ihr Eigentümer war aus beruflichen Gründen abwesend und bemerkte den Ausbruch erst drei Tage später.
"Blutrausch des Jägers" Der Anwalt des Tierbesitzers, Oliver Stenizer, spricht von einem "Blutrausch des Jägers" und will, dass dieser strafrechtlich verurteilt wird. Dem Jäger müsse klar gewesen sein, dass die Tiere zahm sind, weil Hirsche in freier Wildbahn in diesem Revier gar nicht vorkommen würden.
"Dem Jäger hätte auch das Hirschgehege in der Nähe bekannt sein müssen. Warum er die Tiere einfach abgeschossen hat, ist nicht nachvollziehbar", so Stenizer. (...)
Quelle: ORF, 30.12.2005 (Auszug)
30.12.05: Tödlicher Jagdunfall
Nach tödlichem Jagdunfall: Haftbefehl gegen fahrlässigen Jäger
Nach dem Tod eines 61-jährigen Jägers in Nordwestmecklenburg hat das Amtsgericht Wismar am Freitag Haftbefehl gegen einen 41-jährigen Weidmann erlassen. Dieser habe grob fahrlässig gehandelt, als er im alkoholisierten Zustand mit seiner geladenen Jagdwaffe hantierte, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin mit. Der Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung sei aber gegen die Auflage, sich regelmäßig zu melden, außer Vollzug gesetzt worden.
Quelle: Uetenser Nachrichten, 30.12.2005
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30.12.2005: Zwei Menschen bei Jagdunfällen getötet
Zwei schwere Jagdunfälle erschüttern Norddeutschland: Bei einer Treibjagd in Groß Schneen (Kreis Göttingen) ist ein 61 Jahre alter Jagdgast aus Alfeld (Kreis Hildesheim) von einem Querschläger tödlich getroffen worden. Gegen den Schützen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.
Quelle: Hamburger Abendblatt, 30. Dezember 2005
29.12.2005: Schuss traf Treiber tödlich
Einziger Schuss traf Treiber tödlich
Der erste und einzige Schuss einer so genannten Drückjagd traf einen 61 Jahre alten Treiber aus Alfeld tödlich direkt ins Herz. Schütze war ein 60 Jahre alter Jäger aus Alfeld, gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung läuft.Inzwischen steht nach einer Untersuchung fest: Das Geschoss ist definitiv abgelenkt worden, ehe es traf. Ob von einem Baum oder Ast, oder vielleicht auch durch das Wildschwein, auf das der 60-Jährige angelegt hatte, muss die Gerichtsmedizin noch klären.
Quelle: Göttinger Tagblatt, 29.12.2005
29.12.2005: Jäger in Mecklenburg erschossen
Waidgenosse festgenommen Jäger stirbt nach Jagdausflug
Bei einem Jagdunfall in Nordwestmecklenburg ist ein 61 Jahre alter Jäger an Schussverletzungen gestorben. Sein 20 Jahre jüngerer Waidgenosse wurde vorläufig festgenommen, wie Oberstaatsanwalt Christian Pick auf Anfrage mitteilte. Er bestätigte eine NDR-Meldung, wonach der Festgenommene schwer betrunken war. Die näheren Umstände des Geschehens seien noch unklar, da die Vernehmung des Jägers zunächst noch ausstand, sagte Pick. Die Obduktion und ein waffentechnisches Gutachten seien angeordnet worden, hieß es.
Nach ersten Ermittlungen hatten die beiden Männer kurz nach Mitternacht ihre erfolglose Jagd beendet. Beim Verstauen der Waffen in ein Auto habe sich ein Schuss gelöst und den 61-Jährigen in den Bauch getroffen. Es habe längere Zeit gedauert, ehe der Jüngere medizinische Hilfe herbeigeholt hatte, weil beide keine Handys dabei hatten. Der Verletzte starb in einem Krankenhaus in Wismar.
Quelle: n-tv.de, 29.12.2005
61-Jähriger bei Jagdunfall ums Leben gekommen
Bei einem Jagdunfall ist in der Nacht zum Donnerstag in Nordwestmecklenburg ein 61-Jähriger getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schwerin war der Mann gemeinsam mit einem 41-Jährigen in der Nähe von Jesendorf auf der Jagd. Als sie gegen 01.15 Uhr ihre Waffen im Auto verstauten, habe sich aus einem Gewehr ein Schuss gelöst und den 61-Jährigen in den Unterleib getroffen. Der Mann starb im Krankenhaus Wismar. Laut Staatsanwaltschaft wurde die Obduktion des Opfers angeordnet.
Quelle: Lübecker Nachrichten, 29.12.2005
29.12.2005: Spaziergänger bei Treibjagd bedroht
Streit während der Treibjagd
IMMENRODE. Zum handfesten Streit kam es jetzt im Wald zwischen Immenrode und Hahndorf. In Höhe des Wasserspeichers am Lohnbachweg soll ein Harzburger Jäger eine Spaziergängerin aus Immenrode beschimpft haben, weil sie trotz einer Treibjagd ihren Hund Gassi führte.
„Ich bin von dem Hochsitz aus angefahren und als ,total dämlich‘ und ,blöd‘ beschimpft worden“, betont die Frau gegenüber der GZ. Der Jäger unterstreicht hingegen, dies nicht geäußert zu haben. „Ich habe lediglich gesagt, wer das Schild überseht, muss eigentlich blöd sein.“ Er habe an dem Tag vier Spaziergänger in dem Bereich angetroffen, in dem die Treibjagd stattfand. Bis auf die Frau aus Immenrode hätten die Passanten verständnisvoll reagiert und seien aus der Gefahrenzone verschwunden.
„So ein Treibjagdkessel kann nämlich ganz schön gefährlich sein“, erklärt der Jäger weiter. So gefährlich, dass er laut der Spaziergängerin zu ihr gesagt haben soll, wenn sie erschossen werden wolle, müsse sie nur weiter gehen. „Das habe ich nicht geäußert“, betont der Bad Harzburger, der als sehr erfahrener Jäger gilt. (...) Quelle: Goslarsche Zeitung, 29.12.2005 (Auszug)
21.12.05: Jäger erschießt Ehefrau und Nachbarn
Jäger erschießt Ehefrau, Nachbarn und sich selbst
Chateauroux - Ein 60 jähriger Mann hat in einem Dorf in Zentralfrankreich zwei Nachbarn, seine Ehefrau und sich selbst mit einer Jagdwaffe erschossen. Ein 24 jähriger Mann wurde laut Feuerwehr durch Schüsse schwer verletzt.
Quelle: Teletexttafel 179 – Bayern 3, 21.12.2005
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21.12.2005: Jäger erlegte streng geschützen Uhu
Jäger erlegte bei Treibjagd im Innviertel streng geschützen Uhu
LAMBRECHTEN. Ein Jäger aus dem Innviertel schoss bei einer Treibjagd einen Uhu ab. Ein Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding ist anhängig. Landesjägermeister Hans Reisetbauer fordert den Entzug der Jagdkarte. (...) Nach dem Naturschutzgesetz sei ein frei lebendes, nicht jagdbares, besonders geschütztes Tier bejagt worden. Der Strafrahmen für dieses Vergehen reicht bis 2000 Euro. "Wir werden zudem prüfen, ob der Schütze für die Jagd verlässlich genug ist."
Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 21.12.2005 (Auszug)
21.12.2005: Jagd trieb Wildschweine in Garten
Wildschweine wollten durch Terrassentür
Gestern Nachmittag rief eine besorgte Bürgerin aus Nahe die Polizei, weil sich vor ihrer Terrassentür Wildschweine befanden, die offensichtlich Einlass begehrten. Die Beamten versuchten daraufhin, einen ortsansässigen Jäger zu erreichen, was jedoch nicht gelang, weil dieser auf der Jagd war - vermutlich der Grund, weshalb die Tiere sich in den Garten im Lüttmoor geflüchtet hatten. Schließlich gelang einem Tier die Flucht, ein weiteres wurde dann doch von einem Jäger waidgerecht erlegt.
Quelle: ots Originaltext: 21.12.2005, Polizei Bad Segeberg 19.12.2005: Jäger attackieren Tierschützer Gewalttätige Jäger attackieren Tierschützer
Bei Treibjagd auf Zuchtfasane nahe Güssing im Burgenland werden die Jäger rabiat – die lokale Polizei, per Du mit den Jägern, nimmt aber nur Tierschützer fest
Am 18. Dezember, dem 4. Adventsonntag unmittelbar vor Weihnachten, wollten sich die JägerInnen in Urbersdorf nahe Güssing die Zeit mit dem Abschießen zahmer Zuchtfasane vertreiben. Keine Rede von einem friedlichen Weihnachtsfest, von Besinnung und Mitgefühl – jedenfalls für die Fasane und Hasen nicht, die als Jagdopfer auserkoren waren.
25 TierschützerInnen fanden sich ebenfalls bei der Jagd ein, um die Aktivitäten der JägerInnen zu dokumentieren. Die Jagd ist aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen, die JägerInnen haben Narrenfreiheit in Österreich. Die Öffentlichkeit ist viel zu wenig informiert, was bei der Jagd wirklich passiert. Der Abschuss von Zuchtfasanen und Hasen kann in keinster Weise ökologisch begründet werden. Es geht nur um Tradition, den Jagdspaß und – in geringerem Umfang auch – das Wildbret.
Damit die Jagdpraktiken weiterhin vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben, versuchten einige der Jäger die Tierschützer beim Filmen zu hindern. Ein Aktivist mit einer Filmkamera wurde attackiert, eine Fotokamera eines Tierschützers wurde einem anderen aus der Hand gerissen, mit Gewalt weggenommen und beschädigt. Diese Gewaltangriffe konnten filmisch dokumentiert werden. Ein weiterer Aktivist wird von einem Jäger mit voller Kraft getreten. Dazu bekundet dieser Jäger lauthals sein Missfallen darüber, dass diese Jagd nicht in den USA stattfinden würde, weil dort hätte er die TierschützerInnen erschießen dürfen!
Nachdem die TierschützerInnen aufgrund dieser Gewaltaktionen die Polizei per Notruf gerufen hatten, kamen diese einige Zeit später, wurden aber sofort von den JägerInnen per Du angesprochen. Entsprechend wenig Interesse zeigten sie an den Angaben der TierschützerInnen, sondern wollten vielmehr die TierschützerInnen selbst anzeigen. Diejenigen AktivistInnen, die sich diesem Willkürakt nicht beugen wollten und nicht ihre Ausweise zeigten, wurden kurzerhand festgenommen. Sie setzten sich daraufhin aus Protest auf den Boden. Die Polizei schreckte nicht davor zurück, die AktivistInnen mit Gewalt in die Polizeiautos zu verfrachten. Aufnahmen der TierschützerInnen von diesen Vorgängen wurden von einer Person in Zivil verhindert.
Der VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: „Die Jagd ist aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen, weil die Mächtigen dieses Landes entweder selbst jagen oder mit JägerInnen verbandelt sind. Im Rahmen des Tierschutzgesetzes war die Jagd niemals ein Thema, sie dürfe um keinen Preis durch Tierschutz eingeschränkt werden. Entsprechend brutal und tierquälerisch geht es bei der Jagd zu. Um das zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zu zeigen, fanden sich gestern TierschützerInnen bei dieser Treibjagd bei Güssing ein. Und die JägerInnen zeigten ihr wahres Gesicht: sie attackierten die AktivistInnen und zerstörten ihre Kameras! Und so weit reicht offenbar die Macht der Jägerschaft, dass sie auch die lokale Polizei zu ihren Handlangern machen kann. Es wird deutlich, dass wir mit unserer Aufdeckarbeit in Sachen Jagd in ein Wespennest gestochen haben. Im Wahljahr 2006 werden wir uns verstärkt der Jagd widmen. Die Öffentlichkeit muss erfahren, was hier gespielt wird. Wenn schon die Jagd Tiere nutzt, sei es aus Spaß, als Wildbret oder zur Tradition, dann muss diese Tiernutzung – wie jede andere auch – im Rahmen des Tierschutzgesetzes geschehen, und nicht außerhalb im gesetzlosen Raum!“
Quelle: VGT News, 19.12.2005
19.12.2005: Jäger bedroht Ehefrau - Hausverbot!
Hausverbot für Jäger
Die Gifhorner Polizei hat einem 59 Jahre alten Gifhorner in seinen eigenen vier Wänden Hausverbot erteilt, nachdem am späten Sonntagabend ein Ehestreit eskaliert ist. „Im Zuge der Gefahrenabwehr sind auch mehrere Lang- und Kurzwaffen des lizensierten Jägers sichergestellt worden“, beantwortete Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter eine Anfrage der AZ. Es sei gegen 21.50 Uhr gewesen, als die 48 Jahre alte Ehefrau nach Streitigkeiten mit ihrem Mann die Polizei gerufen habe, so Reuter. „Im Zuge der Auseinandersetzungen ist es möglicherweise auch zu einer Bedrohung mit einer Schusswaffe gekommen“, so der Polizeipressesprecher, der weitere Details gestern noch nicht nennen wollte. „Unsere Ermittlungen dazu dauern an.“ (...) Quelle: Aller Zeitung, 19.12.2005 (Auszug)
17.12.2005: Unfall bei Entenjagd
Jagdhund reist Schützen herum - verirrte Schrotkugeln treffen Jagdkollegen im Rücken
Am 16.12.05 kam es am Nachmittag in der Gemarkung Twistetal-Twiste an einem Ententeich zu einem Jagdunfall, bei dem ein Jäger versehentlich von mehreren Schrotkugeln im Rücken getroffen wurde. Mehrere Jäger hatten sich am Nachmittag zur Entenjagd getroffen. Einer von ihnen führte einen Jagdhund der Rasse Giffon mit, der nach der Abgabe eines Schusse unruhig wurde. Als sein Herrchen zum zweiten Schuss ansetzte, riss der an ihm angeleinte Hund an der Leine. Dies führte dazu, dass der Jäger ungewollt seinen Schuss verriss. Dies hatte für seinen ca. 30 Meter entfernt stehenden Jagdkollegen schmerzhafte Folgen, er wurde von den "verirrten" Schrotkugeln im Rücken und am Oberschenkel getroffen. Er musstein das Krankenhaus in Bad Arolsen eingeliefert werden, wo man ihm etliche Kugeln herausoperierte. Lebensgefahr bestand für den Getroffenen nicht.
Quelle: ots Originaltext: Polizeipräsidium Nordhessen, 17.12.2005
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12.12.2005: Jagdschutz - Bauer bemalt seine Kühe
Schutz vor Jägern Bauer bemalt alle seine Tiere mit Leuchtfarbe
Ein besorgter Bauer aus Polen hat alle seine Tiere mit oranger Leuchtfarbe angestrichen. Er fürchtet nämlich, dass schießwütige Jäger sie sonst für Hirsche, Rehe oder sonstwas halten könnten...
Friz Konieczka aus Polen ist völlig verunsichert, seit er davon gehört hat, dass Jäger vor Jahren einem benachbarten Landwirt ein Pferd erschossen haben. In der Dunkelheit hatten die Waidmänner das Tier für einen Hirsch gehalten und abgedrückt.
Um sein Vieh zu schützen, hat Friz nun zu einer drastischen Maßnahme gegriffen und alle seine Kühe, Pferde, Ziegen und Truthähne mit greller, oranger Leuchtfarbe angemalt. Nicht einmal der Haus- und Hofhund kam ungeschoren davon. Die Farbe ist so intensiv, dass die Tiere sogar in der Nacht leuchten... (...)
Quelle: Krone Zeitung, 12.12.2005 (Auszug)
11.12.05: Jäger bei Treibjagd schwer verletzt
Jagdunfall im Bezirk Amstetten
Am Samstag wurde im Zuge einer Treibjagd im Gemeindegebiet von St. Pantaleon ein 61jähriger Jäger aus dem Bezirk Amstetten von einem 24jährigen Jäger aus Südtirol schwer verletzt.
Der jüngere Mann schoß auf einen Hasen, der zwischen ihm und dem anderen Jäger durchlief. Er traf den Jäger aus einer Entfernung von ca 30 bis 35 Metern. Dem Verletzten wurden im UKH Linz aus dem Ober und Unterschenkel, sowie dem Knie 9 Schrotkugeln operativ entfernt.
Quelle: NÖN, 11.12.2005
8.12.2005: Hasenpest: Jäger tot
Unter den Jägern geht die Angst vor der Hasenpest (Tularämie) um: Wie die Behörden gestern mitteilten, hat sich die Aufregung nach einer Treibjagd in Griesheim inzwischen beträchtlich ausgeweitet. „Wir haben wahrscheinlich einen Todesfall“, sagte Kreissprecherin Doris Becker gestern Abend dem ECHO. Außerdem steht nun fest, dass sich bei der Veranstaltung am 29. Oktober mindestens sechs Teilnehmer angesteckt haben. Bei einem Siebten ist der Befund noch offen. Zunächst war nur von zwei kranken Jägern die Rede gewesen.
Der Verstorbene, dessen Alter die Behörden nicht verraten, stammt aus dem Westen des Kreises Darmstadt-Dieburg und ist nicht als achter Fall in die Infektionsbilanz eingerechnet, weil er bereits beerdigt wurde. Damals habe noch keiner an die Hasenpest als Todesursache gedacht, so Becker. „Er verstarb aber am typischen Krankheitsbild.“
An der Jagd hatten insgesamt 20 Jäger teilgenommen. Die sechs Infizierten, der unklare Fall und der inzwischen Verstorbene bildeten eine acht Mann starke Gruppe zum Ausweiden der Tiere. Die Männer zwischen 46 und 73 Jahren hatten also direkten Kontakt zu den Hasen. Wenige Tage nach dem Ausweiden litten sie unter hohem Fieber, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Erkältungssymptomen. Die Kranken sind inzwischen wieder wohlauf.
Die Hasenpest überträgt sich nicht von Mensch zu Mensch, betonen die Behörden. Für Spaziergänger bestehe also keine Gefahr. Das Veterinäramt appelliert zugleich an alle Jäger, große Vorsicht walten zu lassen. Wenn sie aktiv werden, sollen sie Handschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel parat haben. (...)
Echo online, 8.12.2005 (Auszug)
5.12.2005: Jäger bedrohte Polizeibeamte
Jäger bedrohte Polizeibeamte mit geladenem Revolver
Ansbach (ots) - Bei Ermittlungen wegen Jagdwilderei wurden zwei Polizeibeamte von einem 57-jährigen Jäger mit einem scharfen Revolver massiv bedroht.
Die beiden Uniformierten wollten am Freitagabend, 02.12.05, die Waffen des Waidmannes in einer Gemeinde im südlichen Landkreis Ansbach anhand der vorliegenden waffenrechtlichen Erlaubnis überprüfen. Hintergrund der Maßnahme war, dass der Jäger im Verdacht steht, am Tag zuvor widerrechtlich ein von ihm geschossenes Reh aus dem Nachbarrevier ins sein eigenes gezogen und entfernt zu haben.
Die Polizeibeamten stellten bei der Überprüfung fest, dass eine in der Waffenbesitzkarte verzeichnete Kurzwaffe fehlte. Als sie den Jäger aufforderten, auch diese Schusswaffe vorzuzeigen, zog der Mann unvermittelt einen Revolver aus seiner Jackentasche und zielte aus kurzer Entfernung wortlos auf die Beamten. Nachdem der Jäger der mehrmaligen Aufforderung den Revolver wegzulegen nicht nachkam, musste er mit unmittelbarem Zwang entwaffnet werden. Es stellte sich heraus, dass der Revolver geladen und der Abzugshahn gespannt war. Gegen den 57-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Der Revolver und das zum Abschuss des Rehwilds verwendete Gewehr wurden beschlagnahmt. Zudem wurden im Haus des Tatverdächtigen weitere Jagdwaffen samt Munition zur Gefahrenabwehr sichergestellt, die berechtigt in seinem Besitz waren. Diese waren allerdings nur unzureichend gegen fremden Zugriff gesichert, da der Schlüssel zu den Gewehren auf dem Waffenschrank lag. Hinsichtlich eines Kleinkalibergewehrs besteht der Verdacht, dass der Jäger dieses illegal in Besitz hatte. Das Landratsamt Ansbach wurde in das Verfahren eingebunden und prüft derzeit die Versagung aller waffenrechtlicher Erlaubnisse.
Quelle: ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken, 5.12.2005
5.12.2005: Jäger bei Treibjagd angeschossen
Im Burgenland gab es wieder einen Jagdunfall. Bei einer Treibjagd in Pöttsching (Bez. Mattersburg) wurde ein Jäger angeschossen. Erst im Juni dieses Jahres war ein Jäger bei einem Jagdunfall gestorben.
Schuss im Dickicht An der Treibjagd in Pöttsching nahmen 19 Jäger teil. Mehrere Jäger durchkämmten den Wald und das Dickicht bei schlechter Sicht. Als plötzlich ein Hase aufsprang, feuerte ein Jäger eine Schrotladung ab.
In Beine getroffen Der Schuss, den ein 51-Jährige Mann aus dem Bezirk Mattersburg abgefeuert hatte, traf einen Jagdkollegen in die Beine. (...)
Quelle: ORF, 5.12.2005 (Auszug)
4.12.2005: Nach Jagdunfall zwei Finger amputiert
Schuss gelöst Nach Jagdunfall zwei Finger amputiert
Einem 66 Jahre alten Jäger mussten nach einem Jagdunfall Samstagnachmittag zwei Finger abgenommen werden.
Der Pensionist war im Bezirk Graz-Umgebung bei einer Treibjagd dabei. Auf einer steilen Wiese kam er zu Sturz, wobei sich ein Schuss aus seinem Gewehr löste.
Die Kugel traf den Mann an der linken Hand. Die Verletzungen waren so schwer, dass die Ärzte am LKH Graz zwei Finger amputieren mussten.
Dazu aus einer Leserzuschrift: Definition "Jäger": "Schwer bewaffneter Alkoholiker der durch den Wald ins Wirtshaus geht".
Quelle: ORF, 4.12.2005
3.12.2005: Frau und Hund in Falle
Frau und Hund in Bärenfalle gefangen
In Düsseldorf sind eine Spaziergängerin und ihr Hund am Samstag (03.12.05) in eine Bärenfalle geraten und schwer verletzt worden. Nahe Schloss Benrath hatte der Hund im Unterholz gestöbert und war dabei in die Falle gelaufen. Bei dem Versuch, das Tier zu befreien, löste die Besitzerin den Mechanismus erneut aus und saß nun selbst fest. Es gelang ihr nicht, sich aus eigener Kraft zu befreien. Erst nach einer halben Stunde hörte ein Passant ihre Hilferufe.
Auch der Feuerwehr gelang es nicht, die Falle mit Muskelkraft zu öffnen, die Retter mussten Brecheisen einsetzen. Die Frau wurde sofort behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht, ihr Hund wurde in eine Tierklinik eingewiesen. Woher die Falle stammte, ist noch nicht klar. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: WDR, 3.12.2005 Anmerkung: Es handelte sich nicht um eine Bärenfalle, sondern um einen Schwanenhals, wie er in jedem Jagdkatalog zu finden ist - siehe BILD 5.12.2005.
2.12.2005: Jäger mit Hasenpest
Jäger fangen sich Hasenpest ein
In Hessen haben sich mindestens zwei Teilnehmer einer Treibjagd mit dem Erreger der auch für Menschen gefährlichen Hasenpest infiziert. Wie das Landratsamt des Kreises Darmstadt-Dieburg am Freitag mitteilte, steckten sich die Männer offenbar beim Abziehen und Ausnehmen von geschossenen Feldhasen an. Einige Tage nach der Ansteckung hätten sie über hohes Fieber, Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie Schwellungen der Lymphknoten geklagt. (...)
Quelle: Focus online, 2.12.05 (Auszug)
2.12.2005: Gericht verurteilt zwei Jäger
Fehlschuss mit Bewährung geahndet
Gericht verurteilt zwei Jäger wegen fahrlässiger Tötung / Verschleierung vorgeworfen
Sein Fehlschuss kostete einem 67 Jahre alten Jagdgefährten das Leben. Doch auch nach dreimonatiger Verhandlung sieht der 28-jährige Waidmann die Schuld offenbar nicht bei sich. Während sein Vater das Urteil schweigend zur Kenntnis nahm, äußerte der Sohn immer wieder Protest.
Das Amtsgericht Schwerin verurteilte beide Jäger gestern wegen fahrlässiger Tötung zu Freiheitsstrafen auf Bewährung. 15 Monate für den jungen Schützen, 12 Monate für den Vater als dem Revierverantwortlichen. Zudem muss der Sohn 800 Euro an die Umwelthilfe und der Vater 7500 Euro unter anderem an den Kinderschutzbund zahlen. (...) Bei einer Jagd im Juli 2003 auf einem Rapsfeld bei Schwerin wurde der 67-Jährige von Teilen eines Geschosses getroffen, das einem Wildschwein galt. Den Schuss hatte der 28-Jährige vom Dach eines Traktors abgegeben. (...) Richterin: Von Reue nichts zu spüren
"Von Reue war bei Ihnen nichts zu spüren", hielt ihnen die Richterin vor. Der Verteidigung warf sie vor, mit pietätlosem Verhalten der Familie des Opfers – Nebenkläger in dem Verfahren – zusätzliche Qualen zugefügt zu haben. "Sie haben sich auch im Nachhinein nicht mit der Tat auseinandergesetzt. Alles in allem haben Sie sich als ungeeignet zur Jagd erwiesen", meinte die Richterin. Die Jagdbehörde werde den Männern nun wohl auf lange Zeit den Jagdschein entziehen.
Quelle: SVZ, 2.12.05 (Auszug)
27.11.05: 15jähr. erschießt Familie mit Jagdgewehr
18 Jahre Haft für Familienmörder
Paris. Wegen der Ermordung seiner Eltern und seines 4jährigen Bruders ist im französischen Rouen ein Junge (15) zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Pierre F. hatte im Oktober 2004 seine ganze Familie mit dem Jagdgewehr seines Vaters niedergestreckt, lediglich seine elfjährige Schwester überlebte schwerverletzt.
Quelle: BILD am Sonntag, 27.11.2005
26.11.2005: Durch Jägerstiefel überführt
Die blutige Spur hat exakt Alfred B.s Schuhgröße
Der Mann, der in der Siegelsbacher Sparkasse zum Räuber und Mörder wurde, trug bei der Tat seltene Jagdstiefel. Stiefel, wie der Angeklagte Alfred B. sie nachweislich besaß. Der blutige Abdruck am Tatort hat außerdem Alfred B.s Schuhgröße, bewies ein Gutachter am Freitag vor Gericht. (...) Der grüne Gummistiefel in Schuhgröße 44, den der Gutachter für den Versuch benutzt und in den Großen Strafkammersaal mitgebracht hat, gehört zwar nicht dem angeklagten Siegelsbacher Bäckermeister. Der Angeklagte hat aber genau dasselbe Modell des seltenen französischen Jagdstiefels der Firma Le Chameau besessen. In Schuhgröße 44. Jagdstiefel dieser Marke wurden auf dem Anwesen von Alfred B. nicht gefunden , sagt ein Kriminaloberkommissar der Unterländer Kripo zwar aus.
Der 57-jährige Büchsenmachermeister und Waffenhändler aber, der in Heilbronn ein Fachgeschäft betreibt und ebenfalls als Zeuge geladen ist, hat dem Siegelsbacher Bäckermeister und Hobby-Jäger zwei Paar ,Le Chameau' mit wärmedämmendem Futter verkauft. Den Rechnungsbeleg vom 4. Februar 1997 hat er noch, auch die Größe, 44, ist dort vermerkt. (...)
Quelle: Heilbronner Stimme, 26.11.2005 (Auszug)
26.11.2005: Schuss beim Säubern des Gewehrs gelöst
JAGDUNFALL Schuss beim Säubern des Gewehrs gelöst Bei einem Jagdunfall in der Lungauer Gemeinde Lessach wurde Samstagnachmittag ein Jäger durch einen Schuss in die Schulter verletzt. Der Schuss löste sich beim Säubern des Gewehrs.
(...) Einer der beiden, ein 27-jähriger Tischler aus Bad Vigaun (Tennengau), steckte sein Gewehr in den Schnee. "Als er sich dann darüber beugte, um den Abzug vom Schnee zu säubern, löste sich ein Schuss," erläuterte am Samstagabend der Leiter der alpinen Einsatzgruppe der Polizei, Wilhelm Huber. Die Kugel durchbohrte die Schulter des Jägers. "Es war ein blöder Unglücksfall", so der Polizist. Weil der 27-Jährige kurz zuvor eine Gams gesehen hatte, war das Gewehr nicht gesichert. (...)
Quelle: ORF, 26.11.2005 (Auszug)
22.11.2005: Jäger versehentlich angeschossen
Von Bruder Jäger versehentlich angeschossen
Ein 66-jähriger Jäger aus Baldramsdorf ist am Montag auf einer Alm bei Rennweg von seinem Bruder aus Versehen angeschossen worden. Der 66-Jährige wurde an beiden Armen getroffen. Der Bruder des 66-Jährigen stürzte, als er einen Hirschen nachstellte, im Schnee. Dabei löste sich ein Schuss aus seinem Gewehr. Der Schuss traf beide Arme des 15 Meter entfernt stehenden 66-Jährigen. Der Mann wurde schwer verletzt ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt geflogen.
Quelle: ORF, 22.11.2005
21.11.2005: Elch tot, Jäger tot
Ein schwedischer Elchjäger ist am Wochenende durch den Schuss eines anderen Jägers ums Leben gekommen, als beide zur selben Sekunde aus entgegengesetzten Richtungen auf ein Kalb angelegt hatten. Wie die Zeitung «Aftonbladet» am Montag berichtete, traf der 67-Jährige den Jungelch tödlich und wurde seinerseits Bruchteile einer Sekunde später von der Kugel des anderen Elchjägers getroffen. Er starb eine halbe Stunde später im Krankenhaus der mittelschwedischen Stadt Östersund. (...) Quelle: N24.de, 21. November 2005 (Auszug)
20.11.2005: Jäger bei Absturz schwer verletzt
Ein 47-jähriger Jäger aus Bad Ischl ist Samstagnachmittag bei einem 50-Meter-Absturz in einer Rinne bei Strobl-Weißenbach (Flachgau) schwer verletzt worden. Der Mann war auf der Schneedecke ausgerutscht.
Schwere Bein- und Wirbelsäulenverletzungen Der 47-Jähriger war gemeinsam mit einem 75-jährigen Pensionisten aus Strobl auf der Pirsch. Gegen 16.00 Uhr stiegen die beiden vom Unkelbach-Stand ab. Bei der Querung einer Rinne in etwa 800 Metern Seehöhe passierte das Unglück. Der 47-Jährige hatte zwar Steigeisen angelegt, rutschte aber trotzdem auf der glatten Schneedecke aus. Bei seinem 50-Meter-Absturz überschlug er sich an einer Steilstufe und zog sich schwere Bein- und Wirbelsäulenverletzungen zu. (...)
Quelle: ORF, 20.11.2005 (Auszug)
18.11.2005: Jäger bei Treibjagd getroffen
Jäger bei Treibjagd von 15 Kugeln getroffen Ein Jäger ist am Freitag bei einer Treibjagd in Oberndorf (Bezirk Vöcklabruck) von 15 Schrotkugeln getroffen worden. Der 43-Jährige hatte zuvor die Rolle des Treibers übernommen und Wildenten aufgescheucht. (...) 15 Schrotkugeln blieben in seinem Hals und seinem Gesicht stecken. Nach Angaben der Polizei hatte der 43-Jährige Glück, dass ein Schuss nicht ins Auge ging. Eine Kugel steckte nämlich in der linken Wange des Treibers. (...) Der Verletzte wurde ins Krankenhaus Vöcklabruck eingeliefert. Dort mussten ihm die Schrotkugeln in einer mühsamen Operation einzeln entfernt werden. Welcher Jäger die Schüsse abgefeuert hat, wird sich kaum noch eruieren lassen. (...) Quelle: ORF, 18.11.2005 (Auszug)
18.11.2005: Von Schüssen erschreckt
Wustrauer hätten die Jagd lieber in etwas größerem Abstand
Schüsse schreckten Anwohner der Wustrauer Ernst-Thälmann-Straße am vergangenen Sonnabend aus der nachmittäglichen Ruhe. Noch bei der Sitzung des Ortsbeirates am Dienstag war die Erregung darüber groß.
Zwischen 14.30 und 15 Uhr seien plötzlich rund ein halbes Dutzend Jäger mit Warnwesten direkt hinter den Häusern aufgetaucht und hätten eine Art "Treibjagd" veranstaltet. "Das war ein unheimlicher Krach", berichten die Anwohner. Alles habe sich nur wenige Meter von den Grundstücken entfernt abgespielt. Auf die Frage, was sie dort den täten, habe einer der Jäger geantwortet: "Wir jagen hier die Füchse."
Auf die Wustrauer wirkte all dies offenbar recht bedrohlich. Sie versuchten sofort zu ermitteln, wer für die Pirsch am Ortsrand verantwortlich war. Einziges Ergebnis: Von den örtlichen Jägern war es keiner. Allerdings meint man in Wustrau zu wissen, dass in der Gegend schon häufiger Jäger aus dem Emsland unterwegs gewesen seien. Über Vermutungen kommt derzeit aber noch niemand hinaus. Bei der Sitzung des Ortsbeirates schlugen die Wellen um so höher: "Ich als Sportschütze dürfte mir das nicht erlauben. Da wäre ich meinen Waffenschein los", erregte sich beispielsweise Gemeindevertreter Gerold Bittner. Hätten die Anwohner, so seine Frage, nicht gewarnt werden müssen? "Zu DDR-Zeiten hieß es immer: 300 Meter Mindestabstand zu Häusern bei der Jagd", erinnerte sich Bittner. (...) Doch offenbar sind eben die Regeln aus "DDR-Zeiten", an die sich die Wustrauer noch so gut erinnern, längst nicht mehr aktuell. So etwas wie einen Mindestabstand zu bewohnten Grundstücken gibt es nicht mehr. Im Bundesjagdgesetz, Paragraf 20 Absatz 1, heißt es lediglich: "An Orten, an denen die Jagd nach den Umständen des einzelnen Falles die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit stören oder das Leben von Menschen gefährden würde, darf nicht gejagt werden." Das lässt viel Spielraum. Auch das brandenburgische Landesjagdgesetz sieht keine genaueren Regelungen vor. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen gestehen den Jägern ganz klar wesentlich mehr Verantwortung zu als die alten DDR-Gesetze. (...) Quelle: Märkische Allgemeine, 18.11.2005 (Auszug)
15.11.2005: 39-Jähriger wurde angeschossen
Bei einem Jagdunfall im Bezirk Melk ist ein 39-jähriger Mann angeschossen und schwer verletzt worden. An der Treibjagd hatten 25 Jäger und acht Treiber teilgenommen.
Von Schrotladung im Bauch getroffen
Nach Angaben der Sicherheitsdirektion war es bei einer Treibjagd zu dem Unfall gekommen. Ein 68-jähriger Jäger hatte mit seiner Doppel-Bockflinte auf einen Feldhasen gefeuert und diesen auch erlegt.
Schrotkugeln wurden jedoch vom harten Ackerboden abgelenkt und trafen einen etwa 30 Meter vom Schützen hinter einem Windschutzgürtel befindlichen 39-jährigen Jäger. Der Mann wurde im Bereich des Bauches und des Oberschenkels angeschossen. Schwer verletzt musste er mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.
Quelle: ORF, 15.11.2005
15.11.2005: Jäger trifft einen Jagdkameraden
Verurteilung wegen Körperverletzung
Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde gestern vom Amtsgericht Oberkirch ein Jäger zu einer Strafe von 50 Tagessätzen zu jeweils 30 Euro verurteilt. Der Angeklagte hatte bei einer Treibjagd am 27. Dezember 2003 bei Lautenbach einen anderen Jäger getroffen. Dem Opfer, das der gestrigen Verhandlung im Rollstuhl beiwohnte, musste nach der Verletzung das rechte Bein abgenommen werden. Der jetzt verurteilte Jäger wurde in dem gleichen Bereich wie sein späteres Opfer postiert. Der Angeklagte meinte, mit dem Zielfernrohr ein Reh zu erkennen und drückte ab. Der getroffene Jagdkamerad schrie auf. Er hatte einen Beindurchschuss erlitten, seine Gefäße waren verletzt, und er verlor recht viel Blut, denn die Jagdmunition sprengte sich quasi beim Auftreffen. Das rechte Bein war wegen der starken Verletzungen nicht mehr zu retten. Nach Vermutung eines Sachverständigen hat es sich um einen Direktschuss gehandelt, der so nicht hätte fallen dürfen. »Der Vorfall tut mir schrecklich Leid, es war eine Verkettung unglücklicher Umstände«, erklärte der Angeklagte. Er nahm das Urteil sofort an.
15.11.2005
14.11.2005: Zwei Wochen nach dem Amoklauf
Waffe unauffindbar
Zwei Wochen nach dem Amoklauf in Saltendorf (Markt Wernberg-Köblitz) mit einem Toten und acht Verletzten hat die Polizei die Suche nach der Tatwaffe vorerst eingestellt. Bis neue Erkenntnisse vorlägen, seien weitere Suchaktionen sinnlos, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Alle in Frage kommenden Fluchtwege und Verstecke des inhaftierten Verdächtigen seien erfolglos überprüft worden. Die Polizei hoffe nun auf Kooperation des Amokläufers. Noch immer unklar sind auch sein Motiv und der Tatablauf. „Er ist nicht bereit, mit uns über diese Punkte zu sprechen“, sagte der Polizeisprecher weiter. Nach bisherigen Ermittlungen hatte der 49-jährige Hobby-Jäger am Abend des 30. Oktober in einer Gaststätte in Saltendorf um sich geschossen und dabei einen 67-jährigen Rentner getötet. Acht weitere Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Einen Tag nach der Bluttat war der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Er hatte sich nach einer Großfahndung telefonisch bei der Polizei gestellt. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen.
Quelle: Schwandorf Meldung vom 14.11.2005
14.11.2005: Wildschwein flieht vor Jägern
... und verletzt zwei Fußgänger
Auf der Flucht vor Jägern hat ein 180 Kilogramm schweres Wildschwein in Retzbach zwei Menschen verletzt.
Quelle: Main Post, 14.11.2005
Dazu in einem Jägerforum zu lesen:
"Folgendes trug sich heute zu: Drückjagd auf Schwarzwild in mehreren Revieren nahe Würzburg (Laudenbach, Himmelstadt, Zellingen,...). Die Orte liegen alle am Main, der in diesem Bereich eine Breite von etwa 100 m aufweisen dürfte. Gegenüber von Zellingen liegt Retzbach am Main, ein idyllisches Winzerdorf - bis heute vormittag. Eine Rotte Sauen wird im Zellinger Wald hoch gemacht und flüchtet ins Tal Richtung Main. Dort angekommen nehmen die Schwarzkittel den Fluß an und erreichen das am gegenüberliegenden Ufer bestehende Gewerbegebiet von Retzbach. Wie üblich dreht dort just zu dieser Zeit die Briefzustellerin ihre Runde. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein Keiler nimmt die Briefzustellerin sofort an!! Massive Bissverletzungen am Arm sind die Folge. Eine weitere Passantin wird von der Sau verletzt, die Polizei und die Rettungsdienste werden alarmiert. Großeinsatz: Der Keiler flüchtet in einen Garten und wird dort von Polizeibeamten mit der Maschinenpistole (angeblich 2 Magazine) erlegt!!! Die Sau wiegt aufgebrochen 150 kg i. Worten Einhundertfünfzig. " "Ich könnte mir vorstellen, in der Presse wird es sowieso nur wieder, als negative Auswirkung der Jagd verrissen und als Argument dagegen genutzt."
12.11.2005: Jäger bei Treibjagd angeschossen
Bei einer Treibjagd im oststeirischen Bezirk Feldbach ist am Freitag ein 65 Jahre alter Mann von einer Schrotladung getroffen und verletzt worden.
Schrot im Gesicht und am Oberkörper
Die Treibjagd hatte im Gemeindegebiet von Gniebing-Weißenbach stattgefunden. Die Jäger hatten sich auf einer Ackerfläche südlich des Raabflusses kreisförmig aufgestellt. Als sie gleichzeitig Schüsse auf das Wild abgaben, wurde der 65-Jährige aus Edelsbach am Oberkörper und im Gesicht von einer Ladung Schrot getroffen. Der Mann wurde von seinen Kollegen ins Spital gebracht. Nach einer Erstdiagnose im LKH Feldbach dürfte er mit leichten Verletzungen davon gekommen sein. (...)
Quelle: ORF, 12.11.2005 (Auszug)
12.11.2005: Scharfer Schuss am helllichten Tag
Wildwest auf dem Kinzigdamm?
Scharfer Schuss am helllichten Tag / Fassungslose Hundehalterin / Verärgerter Jäger / Knifflige Situation
Fakt ist: Ein Schuss ist gefallen auf dem Kinzigdamm. Am helllichten Tag. Abgefeuert vom Jagdpächter. Der will auf eine Elster gezielt haben. Eine fassungslose Frau aber glaubt, dass es ein Warnschuss war, der ihrem Hündchen galt. Die Nerven liegen blank – bei beiden.
Offenburg. Wildwest auf dem Kinzigdamm? Nimmt der zuständige Jagdpächter in dem Gebiet bis zum Großen Deich in Offenburg zu wenig Rücksicht auf Spaziergänger, vor allem nicht auf solche, die ihre Vierbeiner ausführen? Dass ein scharfer Schuss gefallen ist, ist Fakt. Wie weit weg von Personen, was das Ziel war und in welcher Absicht der Schütze abgedrückt hatte – darüber gehen die Schilderungen auseinander. Vor wenigen Tagen jedenfalls bekam es eine Offenburgerin mit der Angst zu tun: Sie schlenderte in der Nähe der »Bleiche« auf dem Kinzigdamm, neben ihr trippelte ihr Hündchen. Sie schildert, immer noch aufgeregt: »Der Jagdpächter hielt mit seinem Fahrzeug kurz vor mir und meinem Hund, stieg aus und feuerte grundlos einen Schuss ab.« (...) Ist das überhaupt erlaubt? Ist es. Das Paradies für Jogger, Inliner und Radler ist tatsächlich ein Jagdrevier, genauer: ein »Niederwildrevier«, wie Michael Loritz, Vorsitzender des Kreisjagdamtes klarstellt. Es müsse dort sogar gejagt werden, legt Loritz nach, sonst würden die Karnickel in kürzester Zeit die Kinzigdämme in einen Schweizer Käse verwandelt haben. Wobei die Jäger natürlich auf Sicherheit zu achten hätten. Einen gesetzlichen Mindestabstand zu Menschen gibt es für schießende Jäger nicht, betont der Amtsleiter: »Im Grunde muss der Verstand beim Jäger einsetzen, wann er wie und wo schießt.« Quelle: Qffenburger Tageblatt, 12.11.2005 (Auszug)
11.11.05: Waidfrau trifft Kollegen aus Versehen
Schmerzensgeld
Weil eine Münchner Waidfrau mit ihrer Flinte statt eines Hasen einen Jagdkollegen aufs Korn genommen hat, wurde sie jetzt vom Landgericht München (Az. 20 O 7772/ 04) zur Zahlung eines hohen Schmerzensgelds verurteilt. Das berichtet die Deutsche Anwaltshotline.
17 500 Euro muss die Frau an den Sohn des Jagdherrn zahlen. Beide hatten an einer Treibjagd im Raum München teilgenommen. Nach Art der so genannten „böhmischen Streife“ waren die Jäger dicht nebeneinander hergegangen, um so das Wild aufzuscheuchen. Wegen des dichten Unterholzes konnten sich die Jäger aber nicht gegenseitig sehen. Als der Ruf „Hase“ erscholl, griff die Jägerin zu ihrer Bockdoppelflinte, aus der sich in diesem Moment ein Schuss löste und den links neben ihr gehenden Jäger traf. Die Schrotladung verletzte den Mann schwer. (...)
Quelle: Volksstimme, 11.11.2005
8.11.2005: Jäger schossen aufeinander
Ein Schrotschuss in der Dämmerung Auseinandersetzung zwischen Jägern bei Soisdorf
Die Szene, die sich am Samstag gegen 17.30 Uhr bei Soisdorf abspielte, erinnerte an einen Heimatfilm mit Wilderern, bösen Buben und Flintenschüssen. Anders als im Film wurde jedoch glücklicherweise niemand verletzt. Doch der Reihe nach. Der 46-jährige Pächter des Treischfelder Reviers fuhr mit seinem Wagen den Grenzweg zum Soisdorfer Revier entlang. Neben dem Auto trottete sein Jagdhund her, der plötzlich die Spur von zwei Stück Rehwild aufnahm und sie hetzte. Sofort stieg der Waidmann aus Großentaft aus und fing seinen Hund ein – nach eigener Aussage, noch bevor der Vierbeiner das Revier des Nachbarn erreichte. Die beiden Jäger auf einem Hochsitz im Nachbarrevier hatten die Szene jedoch anders beobachtet: Laut Polizeibericht habe sich der 46-jährige Waidmann bereits auf fremdem Boden befunden. Deshalb wollten der 52-jährige Jäger aus einem Eiterfelder Ortsteil und sein Jagdfreund den Eindringling stellen – mit durchaus rabiaten Methoden, wie der 46-Jährige gegenüber unserer Zeitung erklärte. Denn als er neben seinem Auto stand, habe einer der beiden Männer plötzlich aus 250 Metern auf ihn geschossen. „Ich habe das Schrot in meiner Umgebung einschlagen hören“, beschreibt er die Schrecksekunde. Als Beweis führte er der Polizei eine Delle an seinem Auto vor, die vor einer Schrotkugel stammen soll. Tödlich wäre der Schuss aus solch einer Entfernung wohl nicht mehr gewesen. Drei Millimeter dickes Schrot fliegt einer Faustregel zufolge 300 Meter, 3,5 Millimeter starke Kugeln 350 Meter. „Das tut weh, ist aber nicht tödlich“, erklärte ein Jagdfachmann unserer Zeitung. Dem 46-Jährigen war‘s trotzdem nicht einerlei. Als er den Schützen zur Rechenschaft ziehen wollte, hätten ihn die beiden Männer „massivst bedroht“: „Wenn ich nicht stehen bleiben würde, würden sie mir auf den Wanst schießen“, berichtet der Waidmann. Er sei dann trotzdem zu seinem Auto gegangen und habe die Polizei informiert. (...) Quelle: Fuldaer Zeitung, 08.11.2005 (Auszug)
7.11.2005: Tiroler Rad-Profi von Jäger angefahren Trampusch von Auto angefahren
Der Tiroler Rad-Profi, der heuer bei der Österreich-Rundfahrt mit seinem Sieg am Kitzbüheler Horn für Furore gesorgt hatte, wurde beim Mountainbiken von einem Pkw angefahren.
(...) Der Tiroler soll in Kaltenleutgeben (Bezirk Mödling) beim Moutainbiken von einem verärgerten Förster mit dessen Pkw touchiert worden sein. Der 27-jährige Olympia-Starter war mit einem Freund auf einem Forstweg unterwegs, als der Wildhüter die beiden erblickte. "Ich hab geglaubt, er will uns überholen, plötzlich hat es gekracht. Der ist mir mit 30 km/h ins Hinterrad gefahren", so Trampusch gegenüber dem Kurier.
Der Wahl-Perchtoldsdorfer kam mit Prellungen, Abschürfungen und einem blutigen Knie davon. (...) "Ich bin zwar klein, aber mit einem Reh hat mich der Herr ja wohl nicht verwechseln können."
Quelle: diepresse.com, 07.11.2005 (Auszug)
Forumskommentar dazu:
ich wohne ebenfalls in der gleichen gegend, und hatte schon ähnliche erfahrungen mit förstern und jäger beim biken. es ist erschütternd, wie psychopathische durch die wälder ziehen und jagd auf menschen machen. der wald ist auch für die bevölkerung zu erholung da, und ist keine spielwiese für trachtenjanker. ich hoffe sehr, dass obiger förster eine drakonische strafe erhält. die selbstherrlichkeit hat hier eine grenze überschritten.
7.11.2005: Jäger traf Fahrer statt Fuchs
Ein 39-jähriger Mähdrescherfahrer ist im Kreis Köthen von einem Jäger angeschossen worden. (...) Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagnachmittag auf einem Maisacker zwischen Görzig und Glauzig. "Plötzlich zersprang die Frontscheibe meines Mähdreschers und ich spürte einen starken Schmerz im Knie", berichtete der 39-Jährige der Polizei. An viel mehr könne er sich nicht erinnern. Der Mann wurde in ein Krankenhaus nach Halle gebracht. Während einer Operation wurde ihm eine Kugel aus dem Knie entfernt. (...) Der Jäger, dessen Schuss im Mähdrescher landete, ist der Polizei bekannt. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, 07.11.2005 (Auszug)
5.11.2005: Schrotkugeln treffen Jäger
Bei einer Treibjagd bei Sooß (Bez. Melk) ist ein Jäger von mehreren Schrotkugeln verletzt worden. Ein anderer Jäger hatte sein Ziel verfehlt.
Statt Feldhasen Jagdkollegen erwischt
Nach Angaben der Polizei verfehlte ein Jagdteilnehmer einen Feldhasen. Die Schrotkugeln verletzten einen etwa 30 Meter entfernten Jäger.
Die Kugeln verletzten ihn am Unterkiefer, am rechten Oberarm, der Hand und am rechten Unterschenkeln. Ärzte entfernten die Kugeln im Krankenhaus Melk. Der Verletzte wurde aus dem Spital entlassen.
Quelle: ORF, 5.11.05
5.11.05: Polizei weist Jäger auf Waffenumgang hin
Treibjagd nicht ohne Warnschilder
Polizei und untere Jagdbehörde weisen Jagdleiter auch auf richtigen Waffenumgang hin
(...) Gemeinsam mit dem Schutzbereichsleiter der Prignitzer Polizei Udo Becker machte Nüssen gestern auf einige solcher Probleme bei Gesellschaftsjagden (Treibjagden) aufmerksam. Liegen nämlich in den Waldgebieten solcher Jagden öffentliche Straßen, sind die Jagdleiter verpflichtet, bei der kreislichen Straßenverkehrsbehörde eine Genehmigung dafür einzuholen und die Straßen entsprechend zu beschildern. (...) Dass aber ein Wildschwein am hellen Nachmittag über die Autobahn 24 läuft, wie am vergangenen Wochenende, sei die Folge einer Jagd gewesen. (...) Einen zweiten Schwerpunkt sehen Becker und Nüssen beim sachgemäßen Umgang mit der Waffe. Die Jagdwaffen müssen nach Verlassen des Standes entladen sein. Der Rottenführer muss das kontrollieren. Und bevor die Schüsseljagd (Essen und Trinken} beginnt, müssen die Waffen sicher verwahrt sein. Das private Auto sei kein sicherer Verwahrungsort, so Becker. Die sichere Verwahrung gelte insbesondere auch für die Waffen der Gäste, die an diesen Jagden teilnehmen. Das Waffengesetz schreibe entsprechende Schränke und Räumlichkeiten vor. Außerdem, so betont Nüssen, müsse der Jagdleiter vor Beginn der Jagd die Gültigkeit der Jagdscheine aller Teilnehmer überprüfen, denn ohne gültigen Jagdschein sind sie nicht entsprechend Haftpflichtversichert.
Von Trunksucht betroffene Jäger sind nicht mehr zuverlässig, dürfen keinen Jagdschein mehr besitzen. Becker verweist auf einen Fall aus dem Perleberger Raum. Ein Jäger hatte im angetrunkenen Zustand gedroht, seine Waffe gegen Menschen zu richten. Die Polizei stellte gestern sowohl Waffen, als auch den Jagdschein sicher.
Nicht mal einen Warnschuss dürfen Jäger gegen Menschen abgeben, auch nicht, wenn sich Langfinger an ihrem Pkw zu schaffen machen.
Quelle: Brandenburger Allgemeine; Der Prignitzer, 5. November 2005 (Auszug)
4.11.2005: VERIRRTE KUGEL
Erfolgreiche Schützensuche in Neuhofen Ein verirrtes Projektil ist am vergangenen Sonntag nur in Neuhofen an der Krems (Bezirk Linz-Land) in einer Fensterscheibe stecken geblieben. Jetzt wurde der Schütze, ein Jäger, ausgeforscht. Die Gewehrkugel hätte eine 77-jährige Pensionistin getroffen, wäre sie nicht in der Fensterscheibe stecken geblieben. Es war zunächst unklar, wer das Projektil abgefeuert hatte. In Frage kamen mehrere Jäger, die zu dieser Zeit auf Rehjagd waren. Ihre Büchsen wurden von der Polizei eingesammelt und kriminaltechnisch untersucht.
Aus Jagdwaffe abgefeuert Jetzt liegt das Ergebnis vor: das Projektil stammt aus der Jagdwaffe eines 47-Jährigen aus Neuhofen. Er dürfte gar nicht bemerkt haben, dass sein Schuss in die Irre gegangen war.
Quelle: ORF, 04.11.2005 (Auszug)
3.11.2005: Schüsse auf Auto
Wildschwein-Jagd: Rätsel um Schüsse
Das Rätsel um die Schüsse bei einer Wildschweinjagd in Ehra bleibt wohl ungelöst. Das Gericht sprach gestern einen 36-Jährigen vom Vorwurf des versuchten Versicherungsbetruges frei. Er hatte Schäden an seinem Auto geltend gemacht, die er auf Fehlschüsse zurückführte - ein Jäger (67) soll diese am Tattag gestanden haben, vor Gericht bestritt er dies allerdings. Der zweite Verhandlungstag brachte die Wende: Ein 48-Jähriger, dessen Auto ebenfalls eine Beule von den Querschüssen davon getragen haben soll, war Zeuge, als der Angeklagte und der Jäger sich einen Tag nach dem Vorfall trafen. "Er hat sich entschuldigt für seinen Fehler und gesagt, er gebe seinen Jagdschein ab." Damit untermauerte er Aussagen des Angeklagten, dass der Jäger am Tattag seinen Fehlschuss in Richtung Haus zugegeben habe. Und auch bei einem Treffen am nächsten Tag habe der Jäger seinen Fehler eingestanden. Genau das hatte der Jäger vehement abgestritten. Gericht und Staatsanwalt schenkten dem Zeugen Glauben, mit dem Geständnis des Jägers im Rücken habe der Angeklagte seine Schäden bei der Versicherung geltend machen wollen - Freispruch. (...) Quelle: WAZ online, 03.11.2005 (Auszug) 005: Amokläufer war bei Verstand
„Der inzwischen inhaftierte bayerische Amokschütze, der in einem Gasthof einen Mann erschossen hat, galt in seiner Heimatgemeinde als Eigenbrödler, der nur seinem Hobby, der Jagd, mit Eifer nachging. Amokläufer wie der Schütze aus der Oberpfalz sind zumeist Menschen mit unbewältigten psychischen Problemen. Bei den Tätern haben sich Angst, Eifersucht, Scham oder Demütigung so lange aufgestaut, bis die daraus entstandene Wut für sie unkontrollierbar wird. Die Gefühle können sich dann in Verwirrung oder Affekt in blindwütigem Töten entladen.“
Quelle: Südkurier, 2.11.2005 (Auszug)
2.11.05: 77jähriger bei Jagdunfall schwer verletzt
Gran Canaria, Las Palmas de Gran Canaria - Jagdunfall, 77 jähriger Jäger schwer verletzt
Was ein Jagdausflug unter Freunden werden sollte endete in einer Tragödie. Eine Gruppe Jäger war gegen Mittag des gestrigen Feiertages in Teldense de Cazadores (Las Palmas de Gran Canaria) unterwegs, als sich aus dem Jagdgewehr eines Mannes ein Schuss löste. Teile der Schrotladung trafen einen 77 jährigen Jäger in die Brust und verletzen den Mann schwer. . . (...) Bei dem 77 jährigen Jäger wurden schwere Verletzungen im Brustbereich diagnostiziert. Die Schrotkugeln in der Brust des Mannes mussten in einer mehrstündigen Operation entfernt werden. (...)
Quelle: Nachrichten Kanaren, 02.11.2005 (Auszug)
1.11.2005: Mit Jagdgewehr auf Jugendliche
Halloween-Frust: Rentner schießt auf Jugendliche
Weil er sich von ihnen belästigt fühlte, hat ein 70-jähriger Italiener mit einem Jagdgewehr auf zwei Halloween-Anhänger geschossen. Die beiden hatten an seiner Tür geklingelt und traditionsgemäß Süßigkeiten gefordert.
Quelle: SPIEGEL ONLINE, 01.11.2005
1.11.2005: Amok-Jäger gefasst
Mutmaßlicher Amokläufer nach eintägiger Flucht gefasst
München (Reuters) - Ein Amokläufer hat im oberpfälzischen Wernberg-Köblitz nach Angaben der Polizei am Sonntagabend in einer Gaststätte wild um sich geschossen und einen Menschen getötet. Nach einer fast eintägigen Großfahndung nahmen Polizisten den Tatverdächtigen Johann M. am frühen Montagabend unweit des Tatortes fest.
Nach Angaben der Polizei fuhr der 49 Jahre alte arbeitslose Schlosser am Sonntag gegen 21.45 Uhr bei der Gaststätte vor und schoss bereits im Eingang auf einen Rentner, der aus der Toilette kam. Der 67 Jahre alte Mann starb an seinen Verletzungen. Danach habe M. in der Gaststätte scheinbar wahllos auf die rund 50 Gäste gefeuert und von außen durch ein Fenster auch noch in die Küche geschossen. Acht Menschen wurden verletzt, sechs davon schwer. Unter den schwer verletzten waren auch die Wirtin und ihre Eltern. Das Motiv der Tat blieb unklar. "Wir können uns darauf keinen Reim machen", sagte der Leiter der Polizeidirektion Amberg, Michael Liegl. (...) Der mutmaßliche Täter ist den Polizeiangaben zufolge Jäger und soll einen Waffenschein sowie mit Genehmigung sieben Waffen besitzen. (...) Quelle: Reuters, 1.11.2005 (Auszug)
31.10.2005: Amok-Jäger
Ein Toter und acht Verletzte bei Schießerei in Bayern
Saltendorf (ddp). Bei einer Schießerei in Bayern ist am Sonntagabend ein Mensch getötet worden. Wie die Polizei heute mitteilte, alarmierte die Wirtin einer Gaststätte in Saltendorf wegen Schüssen die Polizei. Die Beamten fanden im Flur des Restaurants eine Leiche. In Küche und Gaststube entdeckten sie acht Verletzte. Fünf der Personen hatten schwere beziehungsweise lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Die Polizei verdächtigte einen 49 Jahre alten Mann aus dem Nachbardorf, die Tat begangen zu haben. Er flüchtete den Angaben zufolge und war mit einer Faustfeuerwaffe bewaffnet.
Quelle: www.e110.de, 31.10.2005
31.10.2005: Schuss ging durch Küchenfenster
Glück im Unglück Verirrter Schuss schlug in Küchenfenster ein
Riesenschreck für eine Pensionistin aus Neuhofen an der Krems (OÖ): Während sie beim Frühstück saß, schlug neben ihr eine Kugel ein und das Fensterglas zersplitterte. Zum Glück zerbarst nur die äußerste Schicht, sont hätte die Kugel die 77-Jährige getroffen. Das Projektil stammte aus dem Gewehr eines Jägers. (...)
Quelle: Krone Zeitung, 31.10.2005 (Auszug)
31.10.2005: Frau durch Schrotkugeln verletzt
Eine 78-jährige Frau aus Lengerich wurde am Samstagnachmittag, gegen 14.30 Uhr, auf ihrem Grundstück an der Poststraße von Schrotkugeln getroffen und verletzt. In der Nähe einer kleinen Wohnsiedlung führten einige Jäger eine Treibjagd durch. Es fielen vereinzelte Schüsse, die von den Anwohnern auch gehört wurden. Die Tochter der Geschädigten ging in den Garten ihrer Mutter und stellte fest, dass diese von mehreren Schrotkugeln in die Beine und in einen Arm getroffen worden war. Der sofort alarmierte Notarzt versorgte die Frau vor Ort. Nach seinen Angaben bestand zu keiner Zeit Lebensgefahr. Trotzdem musste die Frau in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Durch die Polizei wurden die Mitglieder der Jagdgesellschaft überprüft, Personalien festgestellt und eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.
Quelle: ots Originaltext: Polizei Steinfurt, 31.10.2005
30.10.2005: Jäger mit Bauchschuss schwer verletzt
Durch einen Bauchschuss wurde am Samstagnachmittag ein Jäger bei Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) lebensgefährlich verletzt. Er war kurz nach dem Ende einer Treibjagd bereits von seinem Hochsitz abgestiegen. Ein anderer Jäger glaubte, noch ein Wildschwein gesehen zu haben und schoss aus 180 Metern Entfernung. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Ulm gebracht.
Etwa 40 Menschen nahmen am Samstag bei Dinkelscherben an der Treibjagd auf Rehwild und Wildschweine teil, darunter 15 Jäger. (...)
Quelle: Augsburger Allgemeine, 30.10.2005 (Auszug)
27.10.2005: Treiber mit Schrotflinte angeschossen
Ein 67 Jahre alter Pensionist, der als Treiber an einer Jagd in St. Andrä im Lavanttal teilgenommen hatte, ist von einem Jäger angeschossen worden. Dem Mann mussten neun Schrotkugeln aus einem Bein entfernt werden.
78 Jahre alter Jäger verfehlte Hasen
15 Jäger und acht Treiber haben an der Treibjagd am Mittwochvormittag im Bezirk Wolfsberg teilgenommen. Ein 78 Jahre alter Jäger aus St. Andrä schoss mit seiner Schrotflinte einem davonlaufenden Hasen nach. Sein Schuss traf den Treiber. Der Mann wurde zur operativen Entfernung der Schrotkugeln stationär im Landeskrankenhaus Wolfsberg aufgenommen.
Quelle: ORF, 27.10.2005
26.10.2005: Tödliches Spiel mit Gewehr des Vaters
Siebenjähriger erschießt aus Versehen seinen kleinen Bruder - Papa ist Waffenhändler
(...) Eine Kugel aus einem Flobert-Gewehr hatte ihn in die Schläfe getroffen, eine Kugel, die aus einem Gewehr kam, das sein Bruder A. (7) in Händen hielt. Der genaue Verlauf des Unglücks ist bisher unklar. Die Waffe mit Kaliber 6 Millimeter stammt aus dem Geschäft des Vaters (41) der Buben, das sich im Nebengebäude des Wohnhauses befindet. Der 41-Jährige gilt im Bayerwald als vorzügliche Adresse, wenn es um Schusswaffen geht. Bei ihm treffen sich die Jäger aus der ganzen Umgebung und selbst Polizeibeamte bringen ihre privaten Waffen zur Reparatur in den Rinchnacher Betrieb.
Quelle: Passauer Neue Presse, 26.10.2005 (Auszug)
19.10.2005: Schuss trifft Mitjäger
Jagdunfall: Schuss trifft Mitjäger
17 500 Euro Schmerzensgeld für Opfer
Plötzlich rief irgendjemand aus der Jagdgesellschaft: "Hase!" In diesem Moment schloss eine Münchnerin rasch ihre Flinte, die sie bis dahin abgeknickt vor sich her getragen hatte. Dabei löste sich ein Schuss. Die Münchnerin traf - jedoch keinen Hasen, sondern ihren Nebenmann, zu dem sie mittlerweile den Sichtkontakt verloren hatte. In einer neunstündigen Operation wurden dem Sohn des Jagdherrn, einem Ismaninger, 14 Schrotkugeln aus Hals, Brust und Armen entfernt. Deshalb verlangte er 25 000 Euro Schmerzensgeld sowie die Feststellung, dass die Versicherung der Münchnerin für die weiteren Verletzungsfolgen zu haften hat. Dieser Klage gab die 20. Zivilkammer des Landgerichts München statt und legte ein Schmerzensgeld von 17 500 Euro fest. (...)
Quelle: Münchner Merkur, 19.10.2005 Auszug)
17.10.2005: Jäger traf sich selbst
Regensburg. In der Nacht von Sonntag auf Montag, in den frühen Morgenstunden, schoss sich ein 49jähriger Jäger aus dem Landkreis bei einer Wildsaujagd in Pfatter, Johannishof, aus unbekannter Ursache in die linke Hand.
Der Jäger musste durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus nach Regensburg verbracht werden. Die Ermittlungen der Polizei bezüglich des Unfalles sind am Laufen.
Quelle: Neumarktonline, 17.10.05
13.10.2005: Schrecklicher Unfall
Ein Ratinger (58) und sein Hund schwer verletzt
Tragischer Jagdunfall am Nierssee in Willich-Neersen: Ein 58-jähriger Ratinger kam nur mit dem Leben davon, weil der Großteil einer Schrotladung seinen geliebten Jagdhund traf. Das Tier allerdings wird das Unglück mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht überleben. (...)
Quelle: Kölner Express, 13.10.2005 (Auszug)
11.10.2005: Herzinfarkt auf der Pirsch
Auf Jagd: Jäger erlitt tödlichen Herzinfarkt
Bei einem Jagdausflug in Flirsch am Arlberg hat am Montag ein 46-jähriger Tiroler einen tödlichen Herzinfarkt erlitten. Die Leiche des Mannes wurde am Dienstag von einer Suchmannschaft gefunden.
Von Suchmannschaft gefunden Der aus St. Anton stammende Jäger war alleine unterwegs. Nachdem er bis in die Nachtstunden nicht nach Hause zurückgekehrt war, verständigte seine Frau die Polizei. Bei der sofort eingeleiteten Suchaktion waren acht Männer der Bergrettung Flirsch, zwei Polizeibeamte und ein Jäger im Einsatz.
Quelle: ORF, 11.10.2005
5.10.2005: Tote Gans schlägt Jäger bewusstlos
Schweden
Tote Gans schlägt Jäger bewusstlos
Für Ulf Ilback war klar: Das war Rache. Nachdem sein Sohn eine Gans im Flug erschossen hatte, stürzte das Tier herab - und schlug den Jäger K.o. Stockholm - Die Nachrichtenagentur TT meldete unter Berufung auf einen Die Kanadagans sei aus 20 Metern Höhe direkt auf den Kopf des Mannes gefallen, der sich danach zwei Tage lang im Bett auskurieren musste. "Ich glaube, sie wollte sich rächen", sagte Ilback. Gänse dieser Art können bis zu sechs Kilogramm wiegen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE - 05. Oktober 2005
5.10.2005: Jäger ballert bei Dorffest
Mit Gewehr und Pistole zum Fest
Randale beim Dorffest in Hardt bei Lieberhausen: Ein 57-Jähriger provozierte laut Polizeibericht in der Nacht zu Sonntag einige Gäste, pöbelte kurz nach Mitternacht mehrere Männer an und schlug einem 27-Jährigen ein Bierglas ins Gesicht. Der junge Mann, der leicht verletzt wurde, flüchtete zu Fuß, während sich der 57-Jährige zu Hause mit zwei geladenen Schusswaffen eindeckte.
Seine Rückkehr kündigte er mit zwei Schüssen in die Luft an. Zwei Männern gelang es, ihm Gewehr und Pistole zu entreißen. Später wurde der Schütze von der Polizei festgenommen, zur Blutprobe und dann in die Ausnüchterungszelle gebracht.
Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem 57-Jährigen um einen Jäger handelt. Er besaß, wie die Wohnungsdurchsuchung ergab, weitere Waffen.
Quelle: Kölnische Rundschau, 5.10.2005
3.10.2005: Jäger angeschossen - Schrot ins Gesicht
Im Gebüsch hats geraschelt – Jäger angeschossen!
Er hatte das Ziel im dichten Wald zwar nicht genau erkennen, trotzdem drückte der Jäger ab. Doch die Ladung Schrot traf einen Kollegen ins Gesicht. Da raschelt was im Wald! Kimme, Korn – und abgedrückt. Der 80-Jährige kann zwar nicht genau erkennen, worauf er eben gefeuert hat. Doch der Schrei lässt ihn rasch erahnen: Dieser Schuss ging «hinten» raus.
Denn im Dickicht findet der Jäger einen seiner Kameraden. Ein Helikopter bringt den Verletzten ins Spital Basel. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.
Der betagte Jäger ist in guter Gesellschaft: Bereits am Samstag hat ein Kollege im Wallis mit Schrot auf ein Reh geschossen – und nebenbei auch noch eine Joggerin an der Brust verletzt. Sie konnte allerdings nach einem kurzen Arztbesuch wieder entlassen werden.
Quelle: BLICK, 3.10.2005
02.10.2005: Jäger schießt Joggerin an
Jäger schiesst im Wallis Joggerin an
Eine 41-jährige Joggerin ist am Samstagnachmittag in Isérables VS bei einem Jagdunfall verletzt worden. Sie wurde von einem Stück Schrot getroffen, das ein Reh verfehlt hatte, wie die Kantonspolizei Wallis am Sonntag mitteilte.
Ein 40-jähriger Jäger hatte mit seiner Schrotflinte auf ein Reh geschossen, das sich ein Stück weiter Hang aufwärts befand. Im selben Moment joggte die Frau aus der Region auf der darüber liegenden Waldstrasse vorbei.
Ein Stück Schrot verfehlte das Reh und verletzte statt dessen die Frau an der Brust. Sie wurde ambulant ärztlich behandelt und konnte danach nach Hause entlassen werden. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle: Basler Zeitung, 02.10.2005
23.09.2005: Er hatte einen Jagdschein
Pizza-Mord: Der schießwütige Onkel fühlte sich ,bedroht‘
Nur 24 Stunden nach dem grausamen Verbrechen war die Flucht des Pizzabäckers beendet. Zusammen mit seinem Anwalt stellte sich Giuseppe A. (62) auf dem Revier Riesa, gestand die tödlichen Schüsse auf seinen Neffen Tobias H. (19).
Hintergrund war der Zoff um das Wohnhaus der Familie in Striegnitz bei Meißen (Morgenpost berichtete). Giuseppe, der von allen nur Pino gerufen wird, hatte zuvor das Schloss eines Kellerraums von Tobias auswechseln lassen. Zwischen dem Jungen und seiner Tante Brunhilde (Pinos Gattin) soll daraufhin am Abend Streit entbrannt sein. Staatsanwalt Christian Avenarius (46): „Der Tatverdächtige sagte aus, er hätte sich dabei bedroht gefühlt.“
Flugs holte der Hobby-Jäger (hat den italienischen Waffenschein) ein Gewehr aus einem Schrank seiner Wohnung - eine halbautomatische Jagdwaffe. Pino zielte auf seinen Neffen, feuerte das ganze Magazin leer - insgesamt fünf Schüsse. Drei Projektile trafen Tobias in den Oberkörper, eine weitere Kugel streifte ihn, die fünfte zischte vorbei. Wenig später erlag der Junge seinen Verletzungen, während der Killer mit einem fremden Auto türmte.
Damit endete ein junges Leben, das eigentlich noch gar nicht richtig begonnen hatte. (...) Quelle: Sächsische Zeitung, 23.9.2005 (Auszug)
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