|
 |
 |
 |
 |
 |
24.12.04: Weihnachten mit Kugel im Rücken |
 |
|
Jäger muss Weihnachten mit Kugel im Rücken feiern
Nienhagen - Kai Röhrdanz (29) aus Nienhagen (Kreis Halberstadt) feiert heute das glücklichste Weihnachtsfest seines Lebens. Grund: Während einer Jagd mit 30 weiteren Jägern am Paulskopf im Huy wurde der Waidmann am vergangenen Freitag angeschossen. Röhrdanz überlebte, wird aber womöglich mit einem Projektil im Rücken leben müssen. Das Geschoss steckt in der Wirbelsäule, eine Operation ist nicht notwendig.
Kai Röhrdanz berichtete der Volksstimme: "Ich hatte gerade ein Reh geschossen. Dann hörte ich einen Knall und spürte eine große Wucht, als ob mir jemand mit einem Vorschlaghammer ins Kreuz haut. Ich klappte zusammen wie ein Klappmesser, tastete nach meinem Rücken und sah das Blut." Der Verletzte rief seinen Schwiegervater, der mit auf der Jagd war, mit dem Handy zu Hilfe. Der fuhr ihn in die Klinik.
Die Untersuchung ergab: Das sieben Millimeter große und etwa elf bis 15 Gramm schwere Projektil sitzt direkt in der Wirbelsäule. "Das Geschoss drang von rechts in den Leib. Es sitzt im elften Brustwirbelkörper, am unteren Rand des Rippenbogens", erklärt Wolfgang Wienecke, Neurochirurg im Christiane-Dorothea-ErxlebenKrankenhaus in Quedlinburg. Die Kugel habe nur um wenige Millimeter das Rückenmark des jungen Jägers verfehlt.
Bei dem Projektil handelt es sich um ein so genanntes Teilmantelgeschoss, das sich nach dem Aufprall in kleine Splitter zerlegt - doch dazu scheint es nicht gekommen zu sein. "Das Projektil sitzt fest im Knochen. Es hat keinen Schaden angerichtet. Ein operativer Eingriff hat zurzeit für den Patienten keinen Nutzen. Deshalb habe ich entschieden, das Projektil dort zu belassen, wo es ist", sagt Chirurg Wolfgang Wienecke. Der Knochen sei intakt, der Patient spüre nichts von der Kugel. Es sei auch nicht damit zu rechnen, dass sich das Geschoss jemals löse, sagt der Arzt. Momentan behandelt man Kai Röhrdanz mit Antibiotika gegen mögliche Infektionen. Heute Vormittag gab es die letzten Untersuchungen.
Lässt sich der Schütze durch das Projektil überführen? "Auch wenn es doch noch zu einer Operation käme, müsste das Projektil aus dem Rücken gefräßt werden", erklärt der Jäger. Die heißeste Spur würde unbrauchbar. Polizeisprecher Ullrich Wagner: "Wir haben ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Es werden ballistische Untersuchungen an den Waffen aller Jäger folgen." Nach dem Schock kann Kai Röhrdanz bereits ein wenig witzeln. "In der Wild-Zeitung würde stehen: Reh tot, Jäger angeschossen - es steht eins zu eins."
Quelle: Sachsen-Anhalt, News, 24.12.2004
|
 |
 |
22.12.04: Kugel flog durch den Ort |
 |
|
Gewehrkugel flog mitten durch den Ort Zwischenfall bei Wildschweinjagd? Herkunft des Geschosses unklar
Dachau/Hohenzell (flg) - Vor einigen Wochen sind einige Jäger rund um Hohenzell auf Wildschweinjagd gegangen. Zwei Tage später stellte der Besitzer eines Wohnmobils fest, dass ein Geschoss die Scheibe durchschlagen hatte. Dann bohrte sich die Kugel in ein Garagentor. Das Fahrzeug war auf einem Grundstück nahe Hohenzell abgestellt gewesen.
Doch es steht nicht fest, ob das Geschoss wirklich von einem Jäger stammt. Denn theoretisch könnte der Schaden auch am Tag nach der Jagd entstanden sein. Beim Forstamt in Fürstenfeldbruck nimmt man den Vorfall trotzdem ernst. "Es kann nicht sein, dass bei einer Jagd eine Kugel mitten durch einen Ort fliegt. Das Geschoss hätte ja jemanden treffen können", so Gottfried Haug, Leiter des Forstamts. So etwas dürfe nicht passieren. "Es wird sich hoffentlich klären, von wem das Geschoss stammt", so Haug. Doch da sieht es schlecht aus. Denn die Kugel konnte bislang noch keinem Gewehr zugeordnet werden. Zwar prüfte die Dachauer Polizei anhand der vorhandenen Daten, aus welchem Gewehr das Geschoss stammen könnte - jedoch ohne Erfolg. Die Polizei hat den Fall jetzt der Staatsanwaltschaft übergeben.
Quelle: Münchner Merkur, Marktplatz Oberbayern, 22.12.2004
|
 |
 |
19.12.04: Bei Entenjagd angeschossen |
 |
|
Jäger bei Entenjagd angeschossen
Visbek (ddp-nrd). Bei einem Jagdunfall nahe Visbek (Landkreis Vechta) ist ein Waidgenosse durch einen Streifschuss verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich schon am Freitag bei einer Entenjagd, wie die Polizei erst am Sonntag in Vechta mitteilte. Zwei der insgesamt sechs Teilnehmer standen dabei dicht nebeneinander in einem kleinen Graben. Als einer der Jäger auf dem morastigen Untergrund ausrutschte und auf den Rücken fiel, löste sich aus seiner Waffe ein Schuss. Der Nebenmann wurde getroffen und am linken Fuß verletzt. Er wird im Krankenhaus Vechta stationär behandelt. Die Waffe wurde von der Polizei sichergestellt.
Quelle: Yahoo-News, 19.12.04
|
 |
 |
17.12.04: Familiendrama in Hessen |
 |
|
Zwei Tote bei Familiendrama in Hessen 64-jähriger Jäger erschießt Ehefrau und anschließend sich selbst Rödermark. Ein tödliches Familiendrama hat sich in Rödermark bei Offenbach abgespielt. Dabei starben ein 64-jähriger Mann und seine fünf Jahre jüngere Ehefrau, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der 42-jährige Sohn hatte seine Eltern bei einem Besuch in deren Wohnung gefunden.
Die Mutter lag den Angaben zufolge im Wohnzimmer und wies schwerste Schussverletzungen auf. Sie starb trotz schneller ärztlicher Hilfe kurze Zeit später im Krankenhaus. Der Vater war bereits tot. Sein Leichnam wies einen Kopfschuss auf und lag im Badezimmer. Die Tatwaffe - eine kleinkalibrige Pistole - fand sich neben seiner Leiche, wie ein Polizeisprecher sagte.
Der 64-Jährige war nach Auskunft der Ermittler Hobby-Jäger und besaß mehrere angemeldete Waffen. Zudem entdeckten die Polizisten einen Brief des Mannes, der laut Polizei "auf ein persönliches Motiv deutet". Da sich keine Hinweise auf eine Tatbeteiligung Dritter ergebe, gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann zunächst auf seine Frau schoss und danach die Waffe gegen sich selbst richtete. (ddp)
Quelle: Saar-Echo, 17.12.04
|
 |
 |
17.12.04: Jäger erschießt Familie |
 |
|
Drei Tote bei Familientragödie in Plauen
Plauen (AP) Nach einem Streit mit seiner Ehefrau hat ein 45-Jähriger in Plauen seine beiden Söhne getötet und sich anschließend das Leben genommen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, erschoss der Mann seine 7 und 14 Jahre alten Kinder am frühen Donnerstagmorgen, ehe er sich selbst richtete. Wie es hieß, hatte der Mann als Jäger die Erlaubnis zum Besitz der Waffe.
Die 43-jährige Ehefrau hatte sich am Nachmittag bei der Polizei gemeldet, weil ihr Mann nicht zur Arbeit und die Kinder nicht in der Schule erschienen waren. Dabei berichtete sie den Angaben nach auch von seit Tagen andauernden Differenzen, die schließlich zu ihrem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung geführt hätten. Die Polizei fand die Toten, nachdem sie die Tür zur Wohnung der Familie in einem Mehrfamilienhaus hatte öffnen lassen. Wie es hieß, hinterließ der 45-Jährige einen Abschiedsbrief.
Quelle: Yahoo-News, 17.12.04
|
 |
 |
16.12.04: Hirsch und Jäger mit einem Schuss tot |
 |
|
Drama bei Jagd Hirsch und Jäger mit einem Schuss getötet
Ein tragisches Ende hat eine Jagd in der Slowakei genommen: Bei dem Versuch, einen bereits angeschossenen Hirsch zu töten, hat ein 41-jähriger Jäger gleichzeitig auch einen Kollegen umgebracht. Der Unglücksschütze hatte einen gezielten Todesschuss auf das Tier abgegeben, berichteten Medien am Donnerstag. Jäger verblutete Die Kugel durchschlug jedoch den Hals des Hirschs und traf einen etwa 20 Meter entfernt stehenden anderen Jäger so unglücklich im Bein, dass dieser verblutete, bevor ein Arzt eintraf.
Quelle: Krone Zeitung, 16.12.04
|
 |
 |
16.12.04: Waffenlizenz für Straftäter |
 |
|
Waffenlizenz für Straftäter: Anzeige gegen BH-Chef
KIRCHDORF. Seit mehr als einem halben Jahr schon prüft die BH Kirchdorf, ob einem mehrfach vorbestraften Jäger Jagdkarte und Waffen entzogen werden sollen. Ein anonymer Beschwerdeführer vermutet Amtsmissbrauch und erstattete Anzeige.
Josef P. (Name geändert) aus der Pyhrn-Priel-Region ist bei Gericht und Gendarmerie kein Unbekannter: Wegen Raufereien, Körperverletzung und zuletzt wegen des Diebstahls eines Hirschen aus einem Gehege stand der Zimmermann mehrmals vor der Richterbank und wurde verurteilt. Ob man P. Waffen anvertrauen sollte, ist zumindest zweifelhaft. Zumal die Gendarmerie schon einmal hatte ausrücken müssen, nachdem der passionierte Jäger nach einem Familienstreit betrunken und bewaffnet aus dem Haus gerannt war und durch die Gegend geschossen hatte.
Bei der für Waffen- und Jagdrecht zuständigen Bezirkshauptmannschaft (BH) Kirchdorf hält man es aber für wenig drängend, dem vorbestraften Jäger die Waffen zu entziehen. "Gefahr im Verzug besteht nach Ansicht unserer für Waffenverbote zuständigen Beamten nicht", sagt Bezirkshauptmann Knut Spelitz. Nach Bekanntwerden der jüngsten Verurteilung vor mehr als einem halben Jahr seien psychologische und medizinische Untersuchungen durchgeführt worden, seine Gewehre habe P. bislang behalten dürfen, bestätigt Spelitz: "Persönlich war ich in die waffenrechtliche Prüfung aber nicht involviert". In das Verfahren zum Entzug der Jagdkarte ist Spelitz dagegen involviert - und das veranlasste einen anonymen Beschwerdeführer zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Der Bezirkshauptmann, der P. persönlich kenne, habe der zuständigen Abteilung der BH das Verfahren zur Entziehung der Jagdkarte untersagt, so der Vorwurf.
"Stimmt nicht", sagt dazu der Bezirkshauptmann: "Denn das Verfahren ist noch gar nicht abgeschlossen." Er habe sich allerdings von der zuständigen Abteilung den Akt zur Entscheidung vorlegen lassen, so Spelitz weiter: "Das ist bei uns in heiklen Fällen üblich." Heikel sei im vorliegenden Fall die Frage, ob der Diebstahl eines Hirschen aus einem Gehege ein jagdrechtliches Delikt sei und zum Verlust der Jagdkarte führen müsse, so Spelitz.
Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, vom 16.12.2004
|
 |
 |
15.12.04: Tödlicher Jagdausflug in Oberösterreich |
 |
|
Tödlicher Jagdunfall Oberösterreich
Ein Pensionist ist am Dienstag bei einer Jagd in Molln (Bezirk Kirchdorf) tödlich verunglückt. Der 76-Jährige hatte sich am Vormittag in unwegsames, steiles Gelände begeben, am Nachmittag wurde der Mann von Bergrettern gefunden, berichtete die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich in einer Presseaussendung. Möglicherweise ist der Pensionist abgestürzt, die Erhebungen waren am Mittwoch im Gange.
Gemeinsam mit einem Jagdgast war der 76-Jährige im Bereich Wiesermelkstatt auf Gamsjagd. Nachdem sein Begleiter gegen 11.00 Uhr ein Tier erlegt hatte, war eine Nachsuche notwendig, so die Sicherheitsdirektion.
Als der Pensionist nicht am vereinbarten Ort erschien, verständigte der Gast weitere Jäger. Diese starteten sofort eine Suchaktion und verständigten die Bergrettung. Gegen 17.00 Uhr wurde der 76-Jährige gefunden. Die Einsatzkräfte brachten den Verunglückten zur nächsten Forststraße, der Gemeindearzt konnte jedoch nur mehr den Tod feststellen. Als Todesursache sei Genickbruch diagnostiziert worden, teilte die Sicherheitsdirektion mit.
Quelle: Rundschau Österreich, 15.12.04
|
 |
 |
13.12.04: Tödlicher Jagdausflug |
 |
|
Tödlicher Jagdausflug: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Parchim (ddp-nrd). Mehr als vier Monate nach einem tödlichen Jagdunfall in Jarchow (Landkreis Parchim) hat die Schweriner Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 40 Jahre alten Mann aus Hamburg wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Er soll bei der Wildschweinjagd einen anderen Jäger durch einen Schuss aus seiner Büchse tödlich getroffen haben. Ein Notarzt hatte vergeblich eine Stunde lang um das Leben des 52-Jährigen gekämpft.
Quelle: Yahoo-News, 13.12.04
|
 |
 |
11.12.04: Kugel traf Jägerbein |
 |
|
Daneben - Kugel traf Jägerbein
Großbeeren (ddp-lbg). Bei einer Treibjagd in der Nähe von Großbeeren hat sich am Samstag ein Unfall ereignet. Als ein 73-jähriger Jäger aus Diedersdorf dichtes Gebüsch durchquerte, wurde er ins Bein geschossen und schwer verletzt, wie die Polizei in Potsdam mitteilte. Die Behörde prüfe nun, aus welcher Waffe das Projektil abgefeuert worden sei, denn es könne sich um fahrlässige Körperverletzung handeln. An der Jagd nahmen 35 Menschen teil, darunter 12 Jäger.
Quelle: Yahoo-News, 11.12.04
|
 |
 |
Dez. 2004: Ins Bein geschossen |
 |
|
 |
 |
Schaumburg-Lippische landeszeitung Dez. 2004 |
|
 |
 |
6.12.04: Jäger schoss Gamsbock und stürzte ab |
 |
|
Jäger schoss zuerst Gamsbock und stürzte dann beim Abstieg ab
GRÜNAU. Beim Abstieg vom Hubertuskogel fiel ein 58-Jähriger aus Altmünster am Samstag mehrere Meter tief in einen Graben. Suchtrupps fanden den Mann, er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
Der Installateur Alois H. war Samstagnachmittag im Jagdgebiet der österreichischen Bundesforste in Grünau im Almtal auf der Pirsch. Gegen Mittag schoss er noch einen Gamsbock, ehe er sich wieder an den Abstieg in 1200 Metern Seehöhe machte.
Aus noch nicht geklärter Ursache - der Mann war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar - stürzte er im steilen Gelände im Bereich des Hubertuskogel in einen Graben. Dabei brach er sich den Unterschenkel und konnte ohne fremde Hilfe nicht mehr weiter.
Als der 58-Jährige nicht zum vereinbarten Treffpunkt mit seinen Jägerkameraden kam, verständigte Jagdkollege Adolf S. aus Altmünster über Notruf die Einsatzkräfte: Helfer der Bergrettung und die alpine Einsatzgruppe der Gendarmerie rückten aus, um H. zu suchen. Nach vier Stunden waren die Suchtrupps erfolgreich und bargen H. mit einem Seil.
Ins LKH geflogen
Der verunglückte Jäger wurde mit dem Rettungshubschrauber Martin 3 ins Landeskrankenhaus Gmunden geflogen, wo der offene Unterschenkelbruch operiert wurde.
Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 06.12.2004
|
 |
 |
3.12.04: Beim Urinieren Streifschuss in Hintern |
 |
|
|
 |
 |
29.11.04: Jäger tot aufgefunden |
 |
|
POL-SHDD: Jäger tot aufgefunden
Darmstadt (ots) - Dieburg, Am Sonntag ging ein 60-jähriger Mann aus Heusenstamm im Dieburger Wald auf die Jagd. Als er heute nicht nach Hause kam, wurde er von seinen Angehörigen als vermisst gemeldet. Er wurde im Dieburger Wald, östlich der Bundesstraße 10, in Höhe der Kompostierungsanlage, gegen 11.00 Uhr, tot unter einem Hochsitz aufgefunden. Nach ersten Feststellungen hat er eine Schussverletzung.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und die Beamte der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Südhessen haben die Ermittlungen nach der Todesursache aufgenommen. Es wird nachberichtet.
Quelle: ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg, 29.11.04
|
 |
 |
28.11.04: Schwerer Jagdunfall |
 |
|
Jäger bei Treibjagd angeschossen
CHAM. Bei einer Treibjagd angeschossen wurde ein 42-jähriger Jäger aus dem Örtchen Gfäll bei Falkenstein. Laut Polizei wurde er dabei erheblich, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt.
Zu dem tragischen Unfall kam es am Samstag gegen 11.50 Uhr bei einer Treibjagd in einem Waldstück bei Bad Abbach. Dabei wollte ein 59-jähriger Jäger auf einen Hasen schießen, erwischte dabei aber statt dessen seinen 42-jährigen Jagdkollegen, der rund 50 Meter entfernt stand, mit mehreren Schrotkugeln direkt in die Brust. Aus Schilderungen von Jagdteilnehmern lässt sich der Hergang so rekonstruieren: Fünf, sechs Schützen hätten sich bei dieser Treibjagd auf Niederwild in einer so genannten Schützenlinie auf einem Hang befunden, das spätere Unfallopfer stand etwas tiefer. Da sei plötzlich der Hase rausgelaufen und der 59-jährige Schütze aus dem oberbayerischen Kiefersfelden schoss, traf dabei allerdings seinen Kollegen.
Quelle: www.donau.de News, 28.11.2004
|
 |
 |
27.11.04: Jägerin angeschossen und schwer verletzt |
 |
|
Schwerer Jagdunfall in Marl
Jägerin wurde angeschossen und schwer verletzt
Bei einem Jagdunfall in Marl ist eine Jägerin von einem Kollegen versehentlich angeschossen worden. Die Frau wurde aus größerer Entfernung von mehreren Schrotkugeln im Gesicht getroffen. Der Notarzt behandelte die schweren Verletzungen direkt vor Ort. Die Polizei ließ das Gewehr des 44-jährigen Jägers sicherstellen. Er hatte die Frau bei einbrechender Dunkelheit nicht gesehen. Anwohner hatten sich bereits vorher über die angeblich stundenlange "Ballerei" beschwert. Besonders schwer wiegt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jagdgesellschaft mit rotleuchtenden Markierungen ausgerüstet waren.
27.11.04
|
 |
 |
27.11.04: Jäger schießt Kollegen in den Kopf |
 |
|
Jäger schießt Kollegen bei Jagd in den Kopf
Recklinghausen - Ein Jäger ist während einer Jagd in Marl von einem Kollegen in den Kopf getroffen und verletzt worden. Das berichtete die Polizei Recklinghausen am Samstag. Vermutlich habe es sich um einen Unfall gehandelt. Die näheren Umstände seien aber noch nicht klar. Die beiden Männer gehörten zu einer Gruppe von Jägern, die zur Jagd unterwegs waren. (dpa/lnw)
Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 27.11.2004
|
 |
 |
25.11.04: Junge gesteht tödliche Schüsse |
 |
|
Junge gesteht tödliche Schüsse auf Eltern
Braunschweig - Ein zwölfjähriger Junge aus Braunschweig hat gestanden, Anfang November seine Eltern nach einem Streit um schlechte Schulnoten erschossen zu haben. Der Gymnasiast hatte sich nach der Tat mit einem Kopfschuss töten wollen. Danach lag er lange Zeit im Koma.
Da er als Zwölfjähriger noch nicht strafmündig ist, kann gegen ihn keine Anklage erhoben werden. «Für die Ermittler ist der Fall damit abgeschlossen», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Klaus Ziehe, am Donnerstag in Braunschweig.
Die Tatwaffen, ein Revolver und eine Kleinkaliberpistole, hatte der Junge nach eigener Aussage bereits in den Herbstferien unbemerkt aus dem Waffenschrank seines Vaters genommen. Der 66-jährige Arzt war Jäger. Der Sohn habe die Tat jedoch nicht geplant und niemanden eingeweiht, sagte Ziehe. Der 14-jährige Bruder hatte die Leichen und den schwer verletzten Zwölfjährigen entdeckt.
Behördensprecher Ziehe erläuterte, der zweifach promovierte und habilitierte Vater sei mit den Zensuren seines jüngsten Sohnes unzufrieden gewesen. Der Arbeitsmediziner habe mehrfach gedroht, den Zwölfjährigen in ein Internat zu schicken. Nach dem Streit habe der Junge eigentlich «abhauen» wollen. «Warum er dann doch auf seine Eltern schoss - dafür hatte er keine Erklärung», sagte Ziehe.
Der Zwölfjährige liegt nach wie vor im Krankenhaus. Wo die beiden Brüder in Zukunft leben werden, ist unbekannt. (dpa)
Quelle: Kölnische Rundschau, 25.11.2004
|
 |
 |
24.11.04: Familiendrama in Frankenthal |
 |
|
Zwei Tote bei Familiendrama in Frankenthal
Frankenthal (ddp-swe). Bei einem Familiendrama im rheinland-pfälzischen Frankenthal sind in der Nacht auf Mittwoch zwei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei erschoss ein 69jähriger Mann aus bislang noch nicht bekannten Gründen seine 63-jährige Frau in ihrem gemeinsamen Haus. Anschließend richtete er sich selbst. Auch der Hund des Ehepaares wurde durch Schüsse schwer verletzt. Der Polizei war über Notruf mitgeteilt worden, dass im Hof eines Einfamilienhauses ein Hund liege und belle. Als die Beamten dort eintrafen, entdeckten sie den schwer verletzten, angeschossenen Hund im Eingangsbereich des Innenhofes. Daraufhin stürmten Spezialkräfte das Anwesen und fanden im Inneren des Hauses sowie im Garten die Leichen. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand dürfte davon auszugehen sein, dass der Mann zunächst seine Ehefrau getötet, anschließend den Hund angeschossen und sich selbst das Leben genommen hat. Der Hund musste von einem Tierarzt eingeschläfert werden.
Quelle: Yahoo-News, 24. November 2004
|
 |
 |
23.11.04: Jägerin erschießt Ehemann |
 |
|
BGH hebt Mordurteil auf - Möglicherweise lebenslange Haft
Eine zu zwölf Jahren Haft verurteilte Frau, die ihren Ehemann im Schlaf erschossen hatte, muss möglicherweise mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob heute das Urteil des Landgerichts Ravensburg vom Februar auf. Das Landgericht hatte auf heimtückischen Mord erkannt, aber von der bei Mord eigentlich zwingend vorgesehenen lebenslangen Haft abgesehen, weil die Krankenpflegerin aus dem baden-württembergischen Laupheim (Kreis Biberach) von ihrem Mann jahrelang gedemütigt worden war. Nun muss das Landgericht erneut über die Höhe der Strafe entscheiden. (Aktenzeichen: 1 StR 331/04 vom 23. November 2004)
Der Tat am 16. August des vergangenen Jahres war ein heftiger Streit vorangegangen. Der Mann war, wie schon oft in der 30-jährigen Ehe, betrunken nach Hause gekommen und wollte seine schwer kranke Frau - sie leidet an Multipler Sklerose - zu sexuellen Handlungen zwingen, was sie aber ablehnte. Nachdem er auf dem Wohnzimmersofa eingeschlafen war, holte sie - beide Eheleute waren Jäger - einen Revolver aus dem Schrank und schoss den Mann in den Mund. Anschließend legte sie falsche Spuren und versuchte, einen Unfall vorzutäuschen. Das Landgericht billigte der damals 49-Jährigen, die die Tat bis zuletzt bestritt, mildernde Umstände zu.
Der BGH dagegen folgte der Revision der Staatsanwaltschaft und hob das Urteil auf. Dabei verwies der 1. Strafsenat auf ein Grundsatzurteil des BGH von 1981. Danach könne beim Heimtückemord nur bei «außergewöhnlichen Umständen» von lebenslanger Haft abgesehen werden. Ein solcher Ausnahmefall liege hier - zumindest nach den bisherigen Feststellungen - nicht vor. Die erwachsenen Kinder des Ehepaars hätten ihrer Mutter mehrfach angeboten, den Mann zu verlassen und zu ihnen zu ziehen, zuletzt am Tag vor der Tat.
Außerdem sei die Frau dem Landgericht zufolge zwar immer wieder sexuell genötigt und gedemütigt worden. Massivere Gewalttätigkeiten - wie etwa Vergewaltigungen - habe das Gericht aber nicht festgestellt. Der Senatsvorsitzende Armin Nack schloss aber bei der Urteilsverkündung nicht aus, dass das Landgericht in der Neuauflage des Prozesses wieder zu einer Strafmilderung kommt, falls sich die Situation der Frau noch auswegloser darstellen sollte als nach den bisherigen Feststellungen.
dpa
Quelle: Anwalt-TV, 23.11.2004
|
 |
 |
22.11.04: Jäger erschießt sich aus Versehen selbst |
 |
|
Potsdam. Ein Jäger (39) aus Lenzen (Brandenburg) wollte am Sonntag auf die Pirsch gehen. Er legte sein Gewehr ungesichert auf den Rücksitz seines Wagens, stieg dann selbst ein. Beim Verlassen des Wagens löste sich durch das Zuschlagen der Tür ein Schuß. Die Kugel durchschlug das Autoblech und traf das Bein des Jägers. Der Mann verblutete noch an der Unglücksstelle.
Quelle: BILD Nürnberg, 22.11.2004
|
 |
 |
22.11.04: Tödliche Jäger-Schießerei in den USA |
 |
|
Waidmanns Wut
Tödliche Schießerei unter Jägern
Der Disput um einen Hochsitz endete für fünf Jäger im US-Bundesstaat Wisconsin am Wochenende tödlich. Ein Tatverdächtiger aus dem angrenzenden Minnesota soll die Männer erschossen und drei weitere verletzt haben. Er wurde bereits festgenommen. Hayward/USA - Der tödliche Schusswechsel ereignete sich gestern nahe der Stadt Hayward im Kreis Sawyer in Wisconsin. Ein Polizeisprecher erklärte im Fernsehsender KSTP-TV aus St. Paul in Minnesota, der Streit sei entstanden, nachdem eine Gruppe von Jägern einen Fremden auf ihrem Hochsitz entdeckt hatte. Die Auseinandersetzung sei eskaliert, es habe ein Schusswechsel stattgefunden. Eines der Opfer habe per Funk einen Hilferuf an befreundete Jäger gesendet, die, kaum am Ort des Geschehens angekommen, ebenfalls unter Beschuss genommen wurden.
Der Schütze habe seine Opfer mit einem Gewehr gejagt und dann erschossen, zitiert die "New York Times" den Sheriff aus dem Kreis Sawyer, Tim Zeigle. Unter den Toten seien drei Männer, ein Jugendlicher und eine Frau. Der Mann, der um Hilfe gefunkt hatte, sei noch am Leben, hieß es. Auch zwei auf dem Hochsitz kauernde Männer entgingen dem Schusswechsel offenbar unverletzt.
Der mutmaßliche Schütze war laut "New York Times" nach der Tat in die Wälder geflüchtet und hatte sich dort verirrt. Zwei Jäger, die nichts von dem Schusswechsel wussten, hätten ihm geholfen, den Weg aus dem Gehölz zu finden, sagte Zeigle der US-Zeitung. Als der Verdächtige aus dem Wald kam, sei er anhand des auf seinem Rücken befestigten Jagdscheines identifiziert worden, hieß es. Der Mann wurde gegen 17.15 Uhr Ortszeit festgenommen. Dem "Star Tribune of Minneapolis" zufolge handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 36-jährigen Mann aus St. Paul in Minnesota.
Die drei Verletzten wurden in das örtliche Krankenhaus gebracht. Eines der Opfer befinde sich in kritischem Zustand, hieß es aus dem St. Joseph's Hospital in Marshfield. Das zweite Opfer sei schwer verletzt, das dritte auf dem Weg der Besserung.
Der 72-jährige Bill Wagner aus Oshkosh hörte etwa drei Kilometer vom Ort des Geschehens entfernt die Polizeisirenen: "Wenn du auf der Jagd bist, erwartest du nicht, dass jemand auf dich schießt und dich tötet", sagte der Mann dem "Wisconsin State Journal". Zwar würden seine Jägerfreunde und er deshalb nicht aufhören, ihrem Hobby nachzugehen. Sie würden sich jedoch an den Vorfall "erinnern und ihn nicht vergessen".
Lee Minnick aus Birchwood befand sich 15 Kilometer entfernt auf der Jagd, als er von dem tödlichen Schusswechsel erfuhr. Er legte seine Waffen sofort nieder - und fürchtet nun um das Renomee seiner bevorzugten Freizeitbeschäftigung. "Wir sind alle sehr betroffen", sagte er dem "Wisconsin State Journal". Der Vorfall werfe einen "Schatten auf unseren Sport".
Quelle: SPIEGEL Online, 22.11.04
|
 |
 |
21.11.04: Mann verblutet nach Jagdunfall |
 |
|
Mann verblutet nach Jagdunfall
Potsdam - Bei einem Jagdunfall in der Prignitz ist ein 30jähriger gestorben. Der Jäger wollte zwischen Lenzen und Rambow auf die Pirsch und hatte sein Gewehr ungesichert auf die Rückbank des Autos gelegt. Beim Verlassen des Wagens löste sich laut Polizei wohl durch das Zuschlagen der Tür ein Schuß. Die Kugel durchschlug das Autoblech und traf das Bein. Der Mann verblutete. ddp
Quelle: Berliner Morgenpost, Sonntag, 21.11.2004
|
 |
 |
20.11.04: Bei Treibjagd angeschossen |
 |
|
46-jähriger Mann bei Treibjagd angeschossen
Ein 46-jähriger Angestellter aus Ternberg ist am Samstag bei einer Treibjagd in Steinbach an der Steyr (Bezirk Kirchdorf) angeschossen worden. Er wurde am Bein verletzt.
Die Jäger hatten in einer so genannten Ketten-Formation ein Waldstück durchstreift, so die Gendarmerie. Als ein Hase auftauchte, riss ein 57-jähriger Jäger seine Schrotflinte hoch und gab einen Schuss ab.
Am Bein getroffen In diesem Moment hatte jedoch der 46-Jährige schon einen Fuß nach vorne gestreckt, um weiterzugehen, so die Ermittler.
Der Mann wurde von der Schrotladung am Bein getroffen. Er musste vom Notarzt in das Krankenhaus Steyr gebracht werden.
Quelle: ORF, Samstag, 20.11.04
|
 |
 |
18.11.04: Wildwest im Wald |
 |
|
Ilmkreis: Wildwest im Wald
ILMKREIS. Das große Halali Ende Oktober lief für die Beteiligten offenbar nicht ganz nach Plan. Ein gestandener Jäger verwechselte während der Treibjagd ein Kälbchen mit einem Reh. Jetzt entdeckten Spaziergänger im gleichen Waldgebiet drei Fuchskadaver. Einige Jäger fürchten mittlerweile um ihren Ruf. Zehn Meter abseits des Weges zwischen Ölschröte und Friedersdorf machten Spaziergänger die finstere Entdeckung: Drei Füchse lagen dort - vermutlich geschossen während einer Treibjagd vor gut zwei Wochen, wird in den Dörfern erzählt. Nachgewiesen ist das bislang nicht. Von einem der Tiere blieb nicht mehr übrig als der Kopf und der Schwanz. Der Körper war abgefressen, der eines anderen angenagt. Zwei Wochen zuvor wurde unweit der Fundstelle eine Treibjagd veranstaltet. Dem Manöver fiel auch ein Kalb zum Opfer, das einer der Jäger offenbar mit einem Reh verwechselt hat - angeblich soll es noch nicht einmal dunkel gewesen sein, berichten Zeugen. Der Vorfall sei intern mit dem Schützen ausgewertet worden und der Besitzer des Rinds "gut entschädigt", sagt Jagdpächter Fredy D. Der Vorfall mit den Fuchskadavern jedoch sei ihm neu. "Die kann genauso gut jemand dort hingelegt haben." Wer auch immer verantwortlich dafür war - unter der Jägerschaft im Kreissüden gärt es. Die ortsansässigen Waidmänner in den organisierten Jagdgenossenschaften fürchten um ihren Ruf. (...)
Dem Besitzer mehrerer Huskys wurden zwei der Tiere vor fünf Jahren im Wald erschossen, nachdem sie aus einem Gehege in Wildenspring gelassen wurden. Ein anderes Mal soll aus dem Privatpachtgebiet heraus ein vermeintlich verletzter Bock im Nachbarrevier erlegt worden sein. (...) Quelle: Thüringer Allgemeine, 18.11.2004 (Auszug)
|
 |
 |
17.11.04: Treibjagd legt Flugbetrieb lahm |
 |
|
Treibjagd soll Eindringen der Tiere verursacht haben
Transportminister Lucien Lux: "Keine grundlegenden Sicherheitsmängel"
Cl.F.) - Bis gestern Mittag waren Männer der Flughafenfeuerwehr an der Start- und Landebahn des Flughafens Findel aufgestellt, um nach weiteren Wildschweinen Ausschau zu halten. Ab 13.30 Uhr schien die Gefahr dann gebannt.
Eine Rotte Wildschweine, die sich während einer Treibjagd verirrt hatte und panikartig die Flughafenumzäunung durchbrochen hatte, hatte am Montagnachmittag den Flugverkehr zeitweilig lahm gelegt. Förster, Feuerwehr, Polizei und Straßenbauverwaltung hatten zunächst versucht, die Tiere in einen angrenzenden Wald zurückzutreiben , was aber misslang. Aus Sicherheitsgründen musste der Flughafen eine halbe Stunde für den Flugverkehr gesperrt werden.
"Zwölf Tiere waren zunächst gesichtet worden, neun davon wurden erschossen", erklärte Jeff Schlenz, Direktor der Flughafenpolizei (Service de contrôle de l'aéroport / SCA), gestern gegenüber dem Luxemburger Wort.
Jäger informierten Tower
Der Tower des Flughafens war von Teilnehmern der Treibjagd über das Eindringen der Tiere auf das Flughafengelände informiert worden. Nach dem misslungenen Versuch, die Tiere zurückzutreiben, wurden zwei Förster, ein Jäger , ein Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung und drei Jäger mit der Erschießung der Wildschweine betraut.
Wildschwein-Problem nicht neu
Für René Manderscheid, Kommandant der Flughafenfeuerwehr, ist das Wildschwein -Problem nicht neu. "Wegen der Treibjagd haben wir nahezu jedes Jahr mit Wildschweinen zu tun, die die Umzäunung durchbrechen. Man müsste mit den Jägern vereinbaren, die Tiere nicht mehr in Richtung des Flughafengeländes zu treiben , dann wäre die Gefahr im Wesentlichen gebannt." Zwar hat die Flughafenfeuerwehr aufgrund vergleichbarer Vorkommnisse in den vergangenen Jahren an besonders gefährdeten Stellen im Zaun Verstärkungen angebracht "Stahlrohre im unteren Bereich", doch wurde die 14 Kilometer lange Umzäunung noch nicht auf ihrer gesamten Länge nachgebessert.
Für Transportminister Lucien Lux ist die Treibjagd als Ursache für den Zwischenfall zwar wahrscheinlich, doch nicht eindeutig. "Obwohl diese Theorie einleuchtet, ist es Sache der Polizei, die genaue Ursache zu klären. Erst dann kann geklärt werden, wer verantwortlich ist und gegebenenfalls zur Rechenschaft gezogen werden muss." Die fragliche Stelle im Zaun " südlich der Hauptstadt, in der Nähe von Neuhäusgen " habe man gefunden, repariert und untersucht. "Die Tiere haben den Zaun nicht wirklich durchbrochen, vielmehr haben sie sich unter ihm hindurchgebuddelt", beschreibt der Minister die instinktive Vorgehensweise der flüchtenden Tiere.
Sollte sich herausstellen, dass die Treibjagd tatsächlich der Auslöser für das panikartige Verhalten der Wildschweine war, müsse man in konstruktiven Gesprächen mit den Jägern einen Konsens anstreben. Zu klären ist dann , ob eine Treibjagd überhaupt in unmittelbarer Nähe zum Flughafengelände stattfinden darf. Lucien Lux zieht eine Art Pufferzone zwischen Airport und Jagd als Lösung in Betracht.
"Keine Sicherheitsmängel"
Von grundlegenden Sicherheitsmängeln will der Minister auch nach dem Wildschwein -Vorfall nichts wissen: "Die Flughafenumzäunung befindet sich in einwandfreiem Zustand. Dennoch könnte man mit Gewalt den Nato-Stacheldraht und den dahinter liegenden Zaun überwinden. Tritt dieser Fall ein, kommt die permanente Überwachungsanlage zum Einsatz, die jeden Eindringling binnen Sekunden detektiert." Dem Minister besteht demzufolge kein Grund zur Sorge. Der Flughafen Findel sei auch nach außen hin ausreichend abgesichert, um eventuellen Eindringlingen vorzubeugen.
Quelle: Luxemburger Wort, 17.11.04
|
 |
 |
9.11.04: Schuss ins Bein - Amputation |
 |
|
Schwerer Unfall bei Treibjagd
Hammelburg. Zu einem schweren Unfall ist es am Samstagnachmittag anlässlich einer Treibjagd in Hammelburg gekommen. Ein Schuss aus der eigenen Waffe hatte einen Jäger am Knöchel getroffen. Der 42-Jährige wurde mit schwersten Beinverletzungen in die Uniklinik Würzburg gebracht. Dort musste nach Informationen der Saale-Zeitung amputiert werden.
Auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Hammelburg wurde im Laufe des Samstags eine Treibjagd auf Wildschweine durchgeführt. Der 42-Jährige aus einem Hammelburger Stadtteil hatte nach Polizeiangaben um die Mittagszeit eines der Tiere erlegt und war nach Versorgung des Wildschweins an seinen Schützenstand zurückgekehrt. Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen der Polizei nahm der Mann dort auf seinem Sitzstock Platz und beobachtete die Umgebung. Dabei kam er offenbar aus dem Gleichgewicht und fiel zur Seite. Beim Fallen löste sich aus seinem Jagdgewehr ein Schuss, der den 42-Jährigen am linken Knöchel traf. Nach einer Erstversorgung durch einen Notarzt wurde der Jäger mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg gebracht. Die notwendigen Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Hammelburg geführt.
Quelle: Saale-Zeitung, 9.11.2004
|
 |
 |
9.11.04: Jäger schießt auf Polizisten |
 |
|
Jäger schickte zwei Polizisten in Deckung
Zwei Schüsse abgefeuert
Pächter in Laubach hielt die Beamten für Diebe - Gewehr und Revolver sichergestellt
KREIS GIESSEN (rsl). Erst rufen, dann schießen. So lernen es die Polizisten. Ein Jäger in Laubach ist genau den anderen Weg gegangen. Er schoss gleich zweimal. Und zwar auf die Polizei. Erst dann sprach er die Beamten an. Am vergangenen Samstag gegen 0.20 Uhr war einer Streife der Polizeistation Grünberg auf einem Feldweg an der Kreisstraße 190 ein VW Pritschenwagen aufgefallen. Als die beiden Beamten das Fahrzeug überprüfen wollten, fiel plötzlich ein Schuss, worauf beide in Deckung gingen. Als danach ein zweiter Schuss fiel, erfolgte ein Zuruf von der anderen Seite, "gehen sie von dem Fahrzeug weg". Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen "Jagdausübungsberechtigten" aus Moers handelte, der der Meinung war, jemand wollte sich an seinem Fahrzeug zu schaffen machen. Er wollte die "ungebetenen Gäste" mit seinen Schüssen vertreiben. Dass es sich um Polizisten handelte, hatte er offenbar nicht gesehen. Anschließend wurde das Jagdgewehr und ein Revolver des Jagdpächters sichergestellt. Ein Alkoholtest bei ihm verlief negativ.
Quelle: Gießener Anzeiger, 9.11.2004
|
 |
 |
9.11.04: Tödlicher Unfall |
 |
|
Tödlicher Unfall: Jäger stürzte 70 Meter in die Tiefe
(pl/9.11.2004-18:00) Radevormwald – Bereits am Samstag letzter Woche erlitt ein 84- jähriger Mann aus Radevormwald bei der Jagd tödliche Verletzungen.
Der Mann hatte sich mit anderen Jägern gegen 11 Uhr zur gemeinsamen Drückjagd zwischen Schnellental und Vogelsmühle, getroffen. Nach der Zuweisung der Planquadrate nahmen die Männer die Jagd auf, berichtet die Polizei. Bereits wenige Minuten später fanden Mountainbiker den 84-jährigen tödlich verletzten Mann nahe der Bahngleise.
Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der Jäger eine etwa 70 Meter lange Böschung heruntergefallen war und sich dabei die Verletzungen zugezogen hatte. Der angeforderte Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Quelle: Oberberg aktuell 9.11.04
|
 |
 |
29.10.04: Betrunkener Jäger bedroht Polizisten |
 |
|
Wilder Weidmann Ein betrunkener Weidmann aus Tilleda sorgte dieser Tage für Wirbel und bewies damit einmal mehr die gute grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen der Polizei in Artern und der in Sangerhausen.
KYFFHÄUSERKREIS. Es sollte eigentlich eine Routinekontrolle werden. In der Nacht zum Donnerstag stoppten Beamte der Polizeistation Artern gegen 21.30 Uhr einen Geländewagenfahrer auf der Holperpiste zwischen Udersleben und Ichstedt. Doch der Mann gab Gas. "Er flüchtete über einen Feldweg. Da die Arterner Beamten nicht mit einem geeigneten Geländewagen ausgerüstet waren, brachen sie die Verfolgung ab", hieß es dazu gestern aus dem Polizeirevier in Sangerhausen.
Und auch die Rosenstädter Schutzmänner ruinierten sich nicht die Stoßdämpfer. "Einen Jäger im Wald fangen zu wollen, ist ein sinnloses Unterfangen", so die Polizisten weiter. Zumal man ja das Kennzeichen kannte. Also fuhren die Beamten zum Haus des 36-Jährigen Weidmanns und warteten dort auf ihn. "Als die Zielperson nach Hause kam, gelang ihr die Flucht in die heimische Garage", sagte gestern der Zuständige von der Polizeidirektion in Merseburg.
Dort habe sich der sichtlich angetrunkene Jäger dann den Anweisungen widersetzt und die Beamten bedroht, er werde auf sie schießen, wenn sie nicht verschwinden würden.
Sie verschwanden nicht. Statt dessen nahmen sie ihn fest, brachten ihn zum Bluttest, wo ermittelt wurde, dass er zum Tatzeitpunkt 1,37 Promille Alkohol im Blut hatte. Anschließend wurden seine Jagdwaffen eingezogen. Nun kann der Jäger erst einmal keinen mehr bedrohen.
Was aus seinem Waffenschein wird, darüber konnten die Polizisten keine Angaben machen. Das liege in den Händen der unteren Jagdaufsichtsbehörde in Sangerhausen. Eines sei jedoch bei den Vorkommnissen klar geworden, so das Resümee der Sangerhäuser Beamten. Wer über die Landesgrenze flüchte und denke, daraufhin würde die Strafverfolgung ausgesetzt werden, hat sich geschnitten. Polizisten arbeiten überall zusammen.
Quelle: Thüringer Allgemeine, 29.10.2004
|
 |
 |
28.10.04: Gewehrlauf gebrochen - Jäger verletzt |
 |
|
Gewehrlauf gebrochen: Jäger verletzt
Zwei Patronen waren im Lauf der Waffe explodiert: Oststeirischer Weidmann erlitt bei Rehpirsch Verletzungen an linker Hand. Bei einem ungewöhnlichen Unfall in Dechantskirchen (Bezirk Hartberg) wurde ein Jäger am Mittwoch schwer verletzt.
Weidmann. Wie ein Beamter des Gendarmeriepostens Rohrbach (Bezirk Hartberg) mitteilte, hatte eine Patrone im Gewehr des Jägers nicht gezündet. Als der 42 Jahre alte Weidmann aus Dechantskirchen nachlud, dürfte dann versehentlich der zweite Schuss losgegangen sein und das im Lauf steckende erste Geschoss getroffen haben. Die Detonationskraft riss den Lauf des Gewehrs auseinander, der Jäger wurde an der linken Hand verletzt.
Quelle: Kleine Zeitung, 28.10.04
|
 |
 |
14.10.04: Jäger erschießt Jäger |
 |
|
Schock und Trauer bei den Jägern
Nach todbringendem Schuss nahe Schossin: Diskussion um Sicherheit neu entbrannt
Schossin • Trauer, Schock und Fassungslosigkeit prägen derzeit die Stimmung in der Jägerschaft. Keiner kann sich erklären, wie es dazu kommen konnte, dass am Sonntag Abend ein 59-Jähriger seinen 60-jährigen Jagdkollegen erschossen hat (wir berichteten). Die Diskussion um die Sicherheit auf der Pirsch ist nach dem landesweit zweiten tödlichen Jagdunfall in diesem Jahr erneut entflammt.
Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt noch im Schossiner Fall wegen fahrlässiger Tötung. Vom Hochsitz aus hatte der Schütze um 19.30 Uhr seinen Jagdkollegen mit einem Stück Wild verwechselt und getroffen. Um diese Zeit – eine Stunde nach Sonnenuntergang – hatten andere Jäger bereits abgebrochen, weil es zu dunkel war.
"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen", erzählt Hans F. (Name der Redaktion bekannt) ein Jäger aus dem Landkreis Ludwigslust. "Ich bekomme es nicht zusammen, wie das geschehen konnte". 1200 Mitglieder zählt der Kreisjagdverband Ludwigslust. Derzeit kennen sie nur ein Thema: Den unnötigen Tod eines Kollegen und das Entsetzen darüber, dass es passiert ist. "Wissen Sie", sagt Hans F., "wie lange einer einen Jagdschein hat, das ist kein Kriterium. Im Gegenteil, wenn die Ausbildung noch frisch ist, achten sie um so akribischer auf die Regeln." Der Getötete sei durch die Damm-Malchower Schule gegangen, die einen exzellenten Ruf genießt.
Regeln für die Situation vor und nach dem Schuss
Keiner könne sich an einen anzeigepflichtigen Vorfall während der letzten Jahre im Landkreis erinnern. Die Sicherheitsbestimmungen in Mecklenburg-Vorpommern seien extrem hoch, sagen die Jäger.
"Es gibt für die Situation vor und nach dem Schuss ein exaktes Regularium", erklärt Kurt L. (Name der Redaktion bekannt), ein weiterer Weidmann. Er zitiert die Unfallverhütungsvorschrift: "Ein Schuss darf erst abgegeben werden, wenn sich der Schütze vergewissert hat, dass niemand gefährdet wird." Der Jäger muss sein Ziel vorher ansprechen. "Das heißt, er muss es klar erkennen", erklärt Hans F.. Im Zweifelsfall lasse er eben den Finger gerade, und wenn er noch so lange angesessen hat, denn: Ein Schuss schafft Fakten. So sei es purer Leichtsinn, auf Wild vor freiem Himmel zu schießen, denn das Geschoss könne kilometerweit entfernte Personen treffen. Abpraller an Steinen oder Ästen können andere Personen treffen. Der Deutsche Jagdschutz-Verband nennt sogar die Nachtjagd "keine gute Idee", weil tagaktives Wild nachts seine Ruhe haben müsse. Das Schießen ist nur ein kleiner Anteil an dem, was sie leisten, sagen die Jäger und nennen den Begriff der "Weidgerechtigkeit", der eine Charakterfrage sei. Damit meinen sie den Tierschutzaspekt, also die Einstellung des Jägers zum Tier als Mitgeschöpf ebenso wie den Umweltaspekt und den mitmenschlichen Aspekt, also das anständige Verhalten gegenüber Jagdkollegen oder beispielsweise Spaziergängern. Darauf beruft sich auch der erste Paragraph des Bundesjagdgesetzes.
Der Faktor Mensch bleibt bei aller Vorsicht ein Risiko
"Die Jagd ist eben eine akribische Sache", sagt Kurt L., "eine Kameradschaftsfrage, eine Frage der Zuverlässigkeit". Hehre Worte, aber wer achtet auf deren Einhaltung? Das Landesjagdgesetz listet diverse Ordnungswidrigkeiten und sogar Straftaten auf. Fällt jemand auf, greife die Untere Jagdbehörde ein. "Es kann eigentlich nichts passieren", sagt Hans F. und meint das nicht abwiegelnd sondern nachdenklich. Dann fügt er hinzu: "Nur der Faktor Mensch bleibt ein Risiko…" Udo Mitzlaff
Quelle: SVZ, 14.10.2004
Leserbriefe:
Seltsam - betroffen ist die lodengrüne Lobby lediglich über Schäden in den eigenen Reihen. Nach zum Krüppel geschossenen, getöteten, schwer verletzten Zivilisten kräht kein Hahn.
Für alle anderen wurde das Bundeswaffengesetz gravierend verschärft. Für Jäger gab es dank Innenminister Schily und des unglaublichen Einflusses einer bewaffneten Minderheit auf die Politiker lediglich marginale Änderungen. Die Fälle, bei denen nach eklatantem Fehlverhalten an der Waffe (sei es vollständige Trunkenheit, Waffenschieberei, Bedrohung von Personen, Nötigung, Schießen im Wohngebiet, fahrlässige Tötung von Mitjägern bei Treibjagden oder dergleichen mehr) überhaupt eine juristische Ahndung erfolgt, kann man an einem Finger abzählen - oder sie kommen einfach nicht in die Presse.
Scharfe Waffen in der allgemein zugänglichen Restnatur sind schon ein überflüssiges Risiko, vor allem, wenn sie von Personen geführt werden, die in Ausübung eines Hobbys (!) und angestachelt durch eine Art Gruppenzwang vor lauter Schießlust kaum die Hand (geschweige denn den Finger) ruhig halten können. Da passt der schöne Satz von der Rasierklinge in der Hand des Affen...
Viele andere Vorfälle (v.A. Tötungsdelikte durch Jäger im Affekt, nach Alkoholgenuss oder nach Familienstreitigkeiten) würden gar nicht erst passieren, wenn das Aufbewahren von Waffen in Privathaushalten endlich untersagt würde. Es wird einem Jäger wohl zuzumuten sein, seine Waffe VOR der Jagd von einer zentralen Sammelstelle abzuholen, dabei anzugeben, WO er sich WANN und WIE LANGE aufhält. und sie danach schnellstmöglich wieder abzuliefern.
Deutschland befindet sich (noch) nicht im Bürgerkrieg, und es gibt schon reichlich illegale Tötungsgerätschaften. WENN schon unbedingt legale Waffen, dann bitte auch unter schärfster Kontrolle.
Astrid Krämer ----------------------------------------------------------------------------
"Schock und Trauer bei den Jägern" - aber nur, weil es einen Kollegen erwischt hat. Die Lüge und Mordlust der Jäger wird hier mal wieder mehr als offensichtlich. "Wir sind immer bemüht, ein Tier so zu treffen, dass es sofort tot ist", lügen die Jäger. Abgesehen davon, dass "sofort tot" in Jägerkreisen mit 180 Sekunden definiert ist, verwundert es doch, dass es bei dieser gründlichen Vorbereitung zum Schuss immerhin über 800 mal jährlich in Deutschland passiert, dass ein Jäger einen Menschen mit einem Tier verwechselt. Und das trotz seiner High-Tech Zielferngläser. Warum die beiden Jäger trotz schlechter Sicht immer noch töten wollten, liegt auf der Hand. Sie hatten noch kein Leben vernichten können, waren entsprechend unzufrieden und wollten nicht nach Hause gehen, ohne wenigstens einmal gemordet zu haben. Nun, das hat ja geklappt. Im Februar dieses Jahres griff eine 75 jährige Frau beim Beerlauch pflücken in eine nicht vorschriftsmäßig aufgestellte Totschlagfalle eines Jägers. Einem sogenannten Schwanenhals. Ihr Unterarm wurde völlig zerquetscht, die Knochen zersplittert. Diese Verletzung wird nie richtig ausheilen. Im Internetforum der Jägerzeitung "Wild & Hund" sprachen die Jäger über diesen tragischen Fall, der für die Grünröcke allerdings überhaupt nicht tragisch war. Ein Jäger mit dem Nickname ZWILLING meint dazu: "Selbst schuld. Warum wird auch der Wanderweg verlassen.... Hausfriedensbruch, versuchter Diebstahl (aneignen von fremden Eigentum, denn der Beerlauch stand sicher nicht auf ihrem eigenem Grundstück)."
Hans F. hat die ganze Nacht nicht geschlafen. So so ... Aber wenn er und seinesgleichen Tiere getötet haben, wenn sie Tiere schwer verletzen, die noch flüchten können, nie gefunden werden und Stunden, Tage oder sogar Wochen später elendig sterben, dann schläft er gut. Die Schmerzenschreie der durch seine Hand verwundeten Tiere, die hört er nicht. Ebenso die verzweifelten Rufe der Jungfüchse im Bau, dessen Mutter er gerade kaltblütig umgebracht hat.
Den Begriff der "Waidgerechtigkeit" können die lodengrünen Tiertöter sich an ihren ebenfalls grünen Hut stecken. "Die vielgepreiste Waidgerechtigkeit dient der Volksverdummung und der Verdeckung strafbarer Handlungen. Sie bemängelt tierquälerische Jagdmethoden mit falsch verstandener Traditionspflege." - Rüsch, Jurist und Jäger. Jäger wollen nichts als töten. Alles andere ist gelogen. Das "Nutzwild" wird gepäppelt und gefüttert, regelrecht gezüchtet, während unerwünschte Konkurrenten, die Beutegreifer wie Füchse, Dachse und Marder, möglichst vernichtet werden. "Übrings schießen wir die Füchse hier nur, um mehr Hasen zu haben. Und warum? Nun um auch wieder Hasen schießen zu können, die man aber sehr wohl essen kann." - Carl-Christian Meyer, Jäger. Mit Umwelt-, Natur- oder gar Tierschutz haben die Machenschaften der Jäger nichts zu tun. Die wenigen Naturschutzarbeiten, die von Jägern ausgeführt werden, haben immer den Hintergedanken des Eigennutzens, um Tiere ins Revier zu locken oder dort zu halten.
Die Jagd ist keine "akribische Sache". Sie ist nichts weiter als das perverse Hobby einer schießwütigen Minderheit von Waffennarren. Über 5 Mio. Tiere kostet dieser Wahnsinn jährlich das Leben, darunter mehr als 300.000 Haustiere. Erhebliche Umweltschäden durch mehr als 1.000 Tonnen Blei und andere Schwermetalle, verursacht die Jägerschaft jedes Jahr. Müll, Unrat und zusätzliche Gefahr für unsere Tiere durch Glasscherben und in Holzbrettern sitzenden Nägeln, sind das typische Bild in und um einen Jägerhochstand. Ein solches Hobby hat unter zivilisierten Menschen keinen Platz und auch keine Berechtigung mehr.
Mehr zum Mordsspaß Jagd im Internet unter www.wir-fuechse.de
Marc Buchtmann ----------------------------------------------------------------------------
Der Kreisjagdverband Ludwigslust kann sich glücklich schätzen, dass es hier seit langer Zeit zu keinem anzeigepflichtigen Vorfall gekommen ist. Denn die Realität in Deutschland sieht ganz anders aus. Von Jahr zu Jahr häufen sich die Unfälle, die bei der Jagd geschehen und auch die Vorfälle in denen einige, von den doch so verantwortungsvollen Jägern, Amok laufen. Man erinnere sich an die jüngsten Berichte in der Presse wie z.B. „Irrer Jäger jagte Jungen (16) durch den Wald“ Chemnitzer Morgenpost 06.06.2004, hier jagte ein betrunkener Jäger nachts einen Jugendlichen durch den Wald und schoss mit einem Revolver auf ihn. Oder die neueste Meldung über den Banküberfall in Siegelsbach bei dem eine 65 jährige Kundin erschossen und ihr 66-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt wurde, neueste Meldung „Der Bäcker und Jäger ist dringend verdächtig“ Heilbronner Stimme vom 12.10.04. Auch die Meldungen über „Fehlschüsse“ häufen sich, wie z.B. „Jäger trifft ein spielendes Kind bei Wildschweinjagd neben Kindergarten“, Lauf-Schönberg vom 14.09.04 oder Jagd auf Taube, 41-jährige Frau durch einen Schuss in die Brust schwer verletzt“ ebenfalls vom 14.09.04. Dies sind nur die neuesten Meldungen und derer gibt es dutzende. Selbstverständlich gibt es klare Regularien zur Jagd, doch diese werden allzu oft nicht eingehalten, denn wie könnte es sonst zu solchen Vorfällen kommen. Menschen werden mit Wildtieren verwechselt und getötet oder schwerst verletzt, hierzu gehören aber auch die zahlreichen Fehlabschüsse von Tieren wie z.B. Pferde und Kühe die mit Wildschweinen verwechselt werden, oder gar 2 Lamas welche als angebliche Hirsche erlegt wurden, ganz zu schweigen von Hunden egal welcher Größe, Statur und Farbe die mit Füchsen verwechselt wurden. Nimmt man diese ganzen Meldungen zusammen wird deutlich klar, dass es doch bei sehr vielen Jägern am Verantwortungsbewusstsein oder schlicht bei der Einhaltung von Vorschriften zur Jagd mangelt. Am 15.10.04 beginnt die Treibjagdsaison und auch dieses Jahr werden sich dann Meldungen dieser Art wieder häufen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass hier ein dringender Handlungsbedarf besteht. Schusswaffen gehören nicht in Privathaushalte, sondern sollten an zentraler Stelle unter Verschluss aufbewahrt und verwaltet werden, es sollten regelmäßige Zuverlässigkeitskontrollen bei allen Waffeninhabern ( Alkohol- und Drogenmissbrauch) durchgeführt werden und Verstöße gegen die gängigen Gesetze, wie dem Gesetz zur Neuregelung des Waffenrechts und dem Jagdgesetz sollten entsprechend geahndet werden. Denn Verfahrenseinstellungen mit der Begründung, dass dem „Schützen ein Vorsatz nicht nachzuweisen ist“ gibt es in den meisten Fällen von Fehlschüssen. Doch es ist hier in der Regel nicht der Vorsatz sondern die Verantwortungslosigkeit die zu solchen Unfällen führt.
Initiative jagdgefährdeter Haustiere
Nicole Hallek
ijh-bayern@web.de
|
 |
 |
11.10.04: Bewaffneter Jäger überfällt Sparkasse |
 |
|
Raubmord in Sparkasse Der Bäcker und Jäger ist dringend verdächtig
Wer könnte am helllichten Tag blutverschmiert durch Siegelsbach gehen, ohne dass irgendjemand den geringsten Verdacht schöpft? Ein Jäger. Der in Siegelsbach gleichzeitig der Bäcker ist. Die Kripo hat den 46-Jährigen am Freitagabend festgenommen: unter dem dringenden Verdacht, der Sparkassen-Raubmörder zu sein. In seiner Siegelsbacher Wohnung haben Beamte der Sonderkommission "Siegelsbach" den 46-jährigen Bäckermeister noch am Freitagabend festgenommen.
Vieles scheint darauf hinzudeuten, dass er es war, der am Donnerstagnachmittag die Sparkasse in Siegelsbach überfallen, ein Rentner-Ehepaar aus Hüffenhardt niedergeschossen und den 29-jährigen Bankangestellten zusammengeschlagen hat. Die 65-jährige Frau war, wie berichtet, tot im Kundenraum gefunden worden. Ihren 66-jährigen Ehemann trafen die Schüsse nicht tödlich; "es war der Bäcker", hatte der schwer verletzte Mann wie berichtet noch sagen können, bevor er das Bewusstsein verlor.
Am frühen Freitagmorgen war bereits ein zunächst Tatverdächtiger festgenommen worden - ein Hüffenhardter Bäckerei-Mitarbeiter, wie die Gerüchteküche am Ort wissen wollte. Der Mann, von dem die Polizei nicht einmal das Alter preisgegeben hatte, wurde wie berichtet bereits am Freitagabend wieder freigelassen, da sich der Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet hatte. Bis Freitagabend hatte sich die Spurenlage jedoch offenbar so weit verdichtet, dass ein anderer festgenommen wurde: Polizei und Staatsanwaltschaft geben zwar nicht mehr bekannt, als dass der Mann 46 Jahre alt und ein Siegelsbacher ist.
Wer jedoch am Samstag in Siegelsbach in der betreffenden Bäckerei frische Brötchen kaufen wollte, brauchte bloß eins und eins zusammenzuzählen - die Kunden standen vor verschlossener Tür. So war im Ort schnell klar: Der Festgenommene muss der Bäckermeister von Siegelsbach sein. Dass er außerdem Jäger ist, weiß man in einem solchen 1700-Seelen-Ort, in dem jeder jeden kennt. Dieser Mann hätte theoretisch tatsächlich kurz nach 14 Uhr sogar blutverschmiert durchs Dorf gehen können, ohne irgendjemandem verdächtig vorzukommen.
Soweit bis Redaktionsschluss bekannt war, bestreitet er die Tat. "Im Zusammenhang mit der Festnahme sind umfangreiche Spuren und mehrere Zeugenaussagen hinsichtlich eines möglichen Alibis abzuklären", teilte die Polizei mit. Weitere Auskünfte wollten aus ermittlungstaktischen Gründen am Wochenende weder Staatsanwaltschaft noch Polizei geben. Am Samstagabend erließ der zuständige Haftrichter Haftbefehl gegen den 46-Jährigen: Seither sitzt er in Untersuchungshaft.
Quelle: Heilbronner Stimme, 11.10.2004
|
 |
 |
11.10.04: Versehendlich erschossen |
 |
|
60-Jähriger versehentlich von Jagdkameraden erschossen
Schossin (ddp-nrd). Ein 60 Jahre alter Jäger ist am Sonntagabend bei Schossin (Landkreis Ludwigslust) offenbar versehentlich von einem Kameraden erschossen worden. Die beiden Männer waren gemeinsam an einem abgeernteten Maisfeld auf der Pirsch, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nach Angaben des 59-jährigen Schützen hatte er seinen sich nähernden Kollegen mit einem Tier verwechselt und einen Schuss abgegeben. Das Opfer war sofort tot. Gegen den 59-Jährigen wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
Quelle: Yahoo-News, 11.10.04
|
 |
 |
27.9.04: Schuss löste sich auf Hochsitz, Jäger tot |
 |
|
Schuss löste sich auf Hochsitz: Jäger tot
Hallenberg. Ein 62-jährigerMann aus Gelsenkirchen ist gestern Morgen tot auf einem Hochsitz bei Hallenberg entdeckt. Nach bisherigen Feststellungen hatte sich aus dem Jagdgewehr des Mannes versehentlich ein Schuss gelöst.
Ein Bekannter fand den Leichnam, nachdem er sich über dessen Ausbleiben gewundert hatte. Der Mann war Sonntagnachmittag allein zur Jagd aufgebrochen.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Unglücksfall aus und verzichten auf weitere Untersuchungen
Quelle: Westfalenpost, 27.09.2004
|
 |
 |
14.09.04: Jäger trifft spielendes Kind |
 |
|
Jäger trifft spielendes Kind
Auf Wildschweinjagd neben Kindergarten
Lauf-Schönberg. (upl) Eine fehlgeleitete Kugel aus dem Gewehr eines Jägers hat in Lauf-Schönberg (Kreis Nürnberger Land) offenbar ein spielendes Kind getroffen. Das teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag mit.
Der 13-Jährige Junge hatte am Samstag in der Abenddämmerung mit anderen Jugendlichen auf einem Feld neben dem Kindergarten gespielt. Gegen 21.30 Uhr seien zwei Schüsse gefallen. Einer davon habe den Jungen am Arm getroffen. Bei den Kindern herrschte Panik, weil sich niemand erklären konnte, woher der Schuss kam. Unter Schock alarmierten sie Polizei und Rettungsdienst. Noch in der Nacht musste der Bub operiert werden.
Erst am Sonntagnachmittag meldete sich den Polizeiangaben zufolge ein 40-jähriger Mann bei der Polizeiinspektion in Lauf und gab an, dass er von dem Vorfall soeben von einer Nachbarin gehört hätte. Er erklärte, dass er Jäger sei und sich am Vorabend unweit des Feldes aufgehalten habe, um zu jagen. Gegen 21.30 Uhr habe er zwei Schüsse auf ein Wildschwein abgegeben und es erlegt.
Die Entfernung zum Ort des Geschehens beträgt ungefähr einen Kilometer. Es sei durchaus möglich, dass es sich bei dem Schuss um einen Querschläger gehandelt habe, hieß es von Seiten der Polizei. Gegen den Jäger wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Quelle: Oberpfalznetz, 14.09.2004
|
 |
 |
14.09.04: Frau in Brust getroffen |
 |
|
Jagd auf Taube Ursache für mysteriösen Schuss
Eisenstadt (APA) - Der spektakuläre Zwischenfall bei einer Familienfeier im südburgenländischen Loipersdorf, bei dem eine 41- jährige Frau aus Großhöflein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) durch einen Schuss in die Brust schwer verletzt wurde, ist geklärt. Ein 23- jähriger Loipersdorfer gab zu, am Sonntagnachmittag mit seinem Kleinkalibergewehr auf eine Taube geschossen zu haben.
Der Schütze wird wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen bei Gericht angezeigt. Außerdem erwartet ihn ein Verwaltungsverfahren der Bezirkshauptmannschaft Oberwart wegen Übertretungen nach dem Waffengesetz.
Quelle: APA, 14.09.2004
|
 |
 |
19.08.04: Jäger von Blitz erschlagen |
 |
|
 |
 |
Schaumburg-Lippische Landeszeitung, 19.08.2004 |
|
 |
 |
4.08.04: Jäger nach Schuss schwer verletzt |
 |
|
Jagdunfall - Jäger durch Schuss schwer verletzt
LANGENENSLINGEN - Ein Jagdunfall mit schlimmen Folgen ereignete sich am Dienstag gegen 15.30 Uhr bei Langenenslingen-Billafingen. Zwei befreundete Jäger befanden sich im Waldstück "Köpfle" gemeinsam beim Jagen. Beide hatten ihre Jagdgewehre über der Schulter hängen. Als einer der Beiden seine Waffe von der Schulter nehmen wollte löste sich ein Schuss, der den anderen Jäger in den linken Oberarm traf. Mit dem Auto wurde der Schwerverletzte ins Riedlinger Krankenhaus gefahren, von dort wurde er mit dem Rettungshubschrauber in eine Ulmer Klinik verlegt. Die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich, dem 45-Jährigen musste jedoch der linke Arm amputiert werden.
4.8.04
|
 |
 |
03.08.04: Tragischer Jagdunfall - Jäger tot |
 |
|
Tragischer Jagdunfall bei Niederkrossen
Niederkrossen (OTZ/PD/TS). Ein tragischer Jagdunfall, bei dem eine 67-jährige Frau aus einem Ortsteil der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel ums Leben kam, ereignete sich am Montagabend gegen 21.15 Uhr in einem Waldgebiet bei Niederkrossen.
Ein 71-jähriger Jäger war gemeinsam mit seiner Frau zur Jagd. Nachdem der Mann einen Rehbock erlegt hatte, transportierte er das Tier mit seiner Frau zum Auto. Dort brach er das Tier auf und weidete es aus.
Die Frau holte unterdessen die Jagdwaffe, die noch am Hochsitz lehnte und wollte sie im Auto, einem Kleinwagen der Marke Toyota Starlet, verstauen. Dabei löste sich ein Schuss und traf die Frau ins Bein.
Die Frau erlag noch im Wald ihren schweren Verletzungen. Sie sei regelrecht verblutet, erfuhr OTZ. Den Informationen zufolge habe der Mann Probleme gehabt, sein Handy in Gang zu bringen. Er habe daraufhin seiner Frau das Bein abgebunden und sei zu einem befreundeten Jagdpächter ins benachbarte Friedebach (Saale-Orla-Kreis) gefahren, von wo aus die Rettungsleitstelle verständigt wurde.
Der herbeigerufene Notarzt habe nur noch den Tod feststellen können.
Quelle: OTZ Ostthür. Landeszeitung, 03.08.2004
|
 |
 |
21.07.04: Schüsse auf Campingplatz |
 |
|
 |
 |
BILD, 21.07.2004 |
|
 |
 |
|
 |
|
|
 |
 |
12.07.04: Jäger schießt sich selbst an |
 |
|
Jäger schießt sich mit eigenem Gewehr an
Rain-Staudheim (wwi).
In Staudheim hat sich ein Jäger mit seinem eigenen Gewehr angeschossen. Nach derzeitigem Stand geht die Polizei von einem "häuslichen Unfall" aus, wie der Pressesprecher der Direktion Dillingen, Thomas Scheuerer, gegenüber unserer Zeitung gestern mitteilte.
In dem Fall seien noch immer viele Fragen ungeklärt. Das Unglück in dem Rainer Stadtteil geschah wohl am späten Montagnachmittag. Familienangehörige, die vom Einkaufen zurückkehrten, fanden gegen 17.30 Uhr den 57-Jährigen im Garten seines Anwesens. Der Mann lag mit mittelschweren Gesichtsverletzungen im Gras, neben ihm sein Gewehr. Das Opfer wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.
Nicht voll getroffen
Aufgrund der! vorgefundenen Spuren sei anfangs völlig unklar gewesen, was in dem Garten vorgefallen war, so Scheuerer: "Zunächst konnte eine Gewalttat nicht ausgeschlossen werden." Daher habe sich die Polizei erst einmal mit Informationen für die Öffentlichkeit zurückgehalten. Inzwischen hätten sich Anhaltspunkte für einen Unfall ergeben. Möglicherweise habe der Hobby-Jäger seine Waffe reinigen wollen. Er könnte mit der Waffe in der Hand gestrauchelt und hingefallen sein. Jedenfalls löste sich aus dem Gewehr, das mit einer Schrotpatrone geladen war, ein Schuss. Die Schrotladung traf laut Scheuerer den 57-Jährigen glücklicherweise nicht voll. So seien die Verletzungen nicht allzu schwer.
Warum überhaupt der Schuss fallen konnte, müssten die weiteren Ermittlungen der Kripo ergeben. Der Mann müsse erst noch vernommen und die Waffe untersucht werden.
Quelle: Augsburger Allgemeine, 12.7.2004
|
 |
 |
17.06.05: Jäger als Drogendealer |
 |
|
Jäger als Drogendealer
Sieben Jahre Haft für "Charly" Rauschgifthandel in 156 Fällen
Eurasburg/München. Drogendealer "Charly" aus Eurasburg muss für sieben Jahre hinter Gitter. Das Landgericht München II hat den 46-jährigen Hobby-Jäger wegen 156 Fällen von Rauschgifthandel in nicht geringer Menge, in einem Fall unter Mitführen von Schusswaffen, verurteilt. Zusätzlich hat das Gericht 140 000 Euro aus dem Vermögen des Angeklagten für verfallen erklärt. Das Geld - die geschätzten Einnahmen aus den zwischen 1993 und 2003 getätigten Rauschgiftgeschäften - fällt an den Staat.
Der bereits einschlägig vorbestrafte "Charly", vertreten durch Anwalt Alexander Eberth, hatte im Rahmen einer Prozess-Absprache doch noch die Anklagevorwürfe eingeräumt. Wie berichtet hatte er in einem Fall 400 Gramm Kokain als Sicherheit für ein 10 000-Euro-Darlehen von seinem Freund und Mitangeklagten angenommen. Als "Mitführen von Schusswaffen" wertete das Gericht Charlys gut bestückten Jagdwaffenschrank. Der mitangeklagte 39-jährige ehemalige Krematoriums-Angestellte wurde ebenfalls wegen Drogenhandels zu viereinhalb Jahren verurteilt und wegen seiner Sucht in eine Entziehungsklinik eingewiesen. Beide Urteile sind rechtskräftig.
Quelle: Münchner Merkur, 17.06.2004
|
 |
 |
Dieser Jäger schoss mich zum Krüppel |
 |
|
|
 |
 |
15.05.04: Jäger löscht Familie aus |
 |
|
 |
 |
Nürnberger Abendzeitung, 15./16.05.2004 |
|
 |
 |
|
 |
|
 |
 |
Nürnberger Abendzeitung, 15./16.05.2004 II |
|
 |
 |
05.06.04: Freizeitjäger erschoss Ehefrau und sich |
 |
|
Freizeitjäger: Familiendrama - Mann erschoss Ehefrau und danach sich selbst
Klein Wangelin (ddp-nrd).
In der westmecklenburgischen Ortschaft Klein Wangelin (Kreis Parchim) ist es zu einem tödlichen Familiendrama gekommen. Die Polizei fand am Abend in einem Haus zwei Tote mit Schussverletzungen. Polizeiangaben zufolge handelt sich um einen 41-jährigen Mann und dessen Ehefrau. Nach bisherigem Erkenntnissen habe der Freizeit-Jäger die 37-jährige Frau mit einer Pistole getötet und danach mit einem Schuss aus der gleichen Waffe seinem Leben ein Ende gesetzt, sagte ein Polizeisprecher am heutigen Morgen. Die Waffe lag am Tatort. Endgültige Aussagen zum Tathergang und zur Tatzeit konnten noch nicht gemacht werden. Die Polizei war von der Tochter der Frau alarmiert worden. Das 17-jährige Mädchen hatte am späten Nachmittag die Haustür von innen verschlossen vorgefunden. Die Polizisten mussten eine Scheibe einschlagen, um in das Gebäude zu gelangen. Zwischen den Eheleuten soll es Streit gegeben haben. Zur Familie gehört noch ein 14-jähriger Junge. Die beiden Jugendlichen hatten das Haus am Morgen in Richtung Schule verlassen. Von den Schüssen habe offenbar niemand etwas wahrgenommen. Zu der Tat könne es irgendwann im Laufe des Tages gekommen sein, sagte der Polizeisprecher.
Quelle: e110 Crime Aktuell, 05.06.2004 Ster
|
 |
 |
13.05.04: Tödlicher Schuss auf Jäger |
 |
|
Tödlicher Schuss: Brunnthaler Jäger (61) erliegt Verletzungen
Brunnthal (msc) - Ein tragischer Jagdunfall hat sich am Montagnachmittag im Waldstück zwischen Otterloh und Sauerlach ereignet. Ein 61-jähriger pensionierter Hobbyjäger aus Brunnthal kam gegen gegen 13.40 Uhr von der morgendlichen Jagd ohne geschossenes Wild zu seinem Jeep zurück und wollte gerade sein Jagdgewehr auf dem Rücksitz ablegen, als sich plötzlich ein Schuss aus der entsicherten Waffe löste. Sie lag in einer Plastikumhüllung. Der Schuss habe sich deshalb leicht lösen können, so die Polizei. Zwei Spaziergänger sahen den Verletzten, der dem Jägerverein München Land angehört hatte, kurze Zeit später in einer Blutlache am Auto liegen und riefen sofort den Rettungsdienst und die Polizei. Wie sich herausstellte, fuhr die Kugel durch den Kopf des Jägers, der noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlag. Der rasch eintreffende Rettungshubschrauber konnte nicht mehr helfen. Nach derzeitigem Kenntnisstand schließt die Polizei ein Fremdverschulden aus. Der Verstorbene, ein ehemaliger Bankdirektor der Moosacher Stadtsparkasse, ging seit 20 Jahren regelmäßig mit seinem Jagdgenossen durchs Revier im Otterloher Holz. An diesem Vormittag war er allein unterwegs. Die Polizei ermittelt auch wegen Fahrlässigkeit, denn der Jäger hätte die Waffe auf dem Weg nach Hause sichern müssen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder, die Beerdigung findet am Freitag statt.
Quelle: Münchner Merkur, 13.05.04
|
 |
 |
04.05.04: Auf Jagd erschossen |
 |
|
Forstamtsleiter erschoss sich auf der Jagd
Homberg (AP)
Der Leiter des nordhessischen Forstamtes Spangenberg hat sich bei der Jagd selbst erschossen. Wie die Polizei Homberg/Efze am Dienstag weiter mitteilte, muss er am Montagabend die Kontrolle bei einem Sturz oder Stolpern in der Gemarkung Morschen-Eubach verloren haben, so dass unabsichtlich ein Schuss fiel. Suizid, eine Straftat oder sonstiges Fremdverschulden schloss die Polizei aus. Die Ehefrau hatte sich am Montag gegen 23.00 Uhr an einen Mitarbeiter des Forstamtes gewandt und ihm mitgeteilt, dass ihr Ehemann zur Jagd aufgebrochen sei und eigentlich längst zurück sein müsste. Der Mitarbeiter des Forstamtes hatte daraufhin nach dem Vermissten gesucht und den Leichnam in einer Lichtung gefunden.
Quelle: Yahoo!-News, Dienstag 4. Mai 2004
|
 |
 |
02.05.04: Jäger angeschossen und schwer verletzt |
 |
|
Jäger angeschossen und schwer verletzt
Kerpen (ddp-nrw). Ein Jäger ist in Kerpen angeschossen und schwer verletzt worden. Nur eine Notoperation konnte ihm das Leben retten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft heute mitteilten. Der 51-Jährige war zusammen mit einem 61-Jährigen auf der Pirsch, als beide in einem Parkgelände in der Nähe eines Bahndamms einen Schuss hörten.
Der 51-Jährige versuchte, die Herkunft des Geräuschs zu erkunden, während sein Partner zurückblieb. Kur darauf fielen weitere Schüsse, der 51-Jährige schleppte sich schwer verletzt zurück. Nach seinen Angaben hat ein unbekannter Mann auf ihn geschossen. Der Schwerverletzte wurde mit einem Rettunghubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Mordkommission ermittelt.
Quelle: www.3.e110.de, 02.05.2004
|
 |
 |
28.04.04: Jäger stirbt bei Säuberung des Gewehrs |
 |
|
Jäger stirbt bei Säuberung des Gewehrs
Der 39-jährige Trentiner Jäger Tiziano Stagnoli war in den Wäldern oberhalb seines Heimatortes Bondone unterwegs. Als er auch am späten Abend nicht nach Hause kam, alarmierte seine Frau die Carabinieri.
Diese entdeckten den leblosen Körper des Mannes nach nur kurzer Zeit in der Nähe seines Lieferwagens, den er am Waldrand abgestellt hatte. Er war am Fuß verletzt. Laut Aussagen der Ermittler könnte sich, während der Mann das Gewehr säuberte, ein Schuss gelöst haben. Das Gewehr sei laut Ermittler defekt gewesen.
Der 39-jährige sei dann an Ort und Stelle verblutet. Es wird jedoch noch eine Autopsie durchgeführt, um die genaue Todesursache fest zu stellen. Zudem werden weitere Ermittlungen durchgeführt, da das Gewehr nicht Tiziano Spagnoli gehörte.
Quelle: www.dolomiten.it Nachrichten, 28. April 2004
|
 |
 |
19.04.04: Jäger erschießt Einbrecher - Todschlag? |
 |
|
Jäger erschießt Einbrecher
Überfall im Ohrekreis Geschäftsmann tötet maskierten Eindringling
Rogätz - Das Amtsgericht Aschersleben hat gestern Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen einen 53-Jährigen aus Rogätz (Ohrekreis) erlassen. Gegen den Geschäftsmann wird wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Er hatte Sonnabendnacht auf zwei Männer geschossen, die in sein Haus eingedrungen waren. Notwehr, überzogene Notwehr oder Totschlag? Vor dieser Frage steht die Mordkommission der Polizeidirektion Stendal seit Sonnabend nach 22 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich vier Männer in den alten Bauernhof der Familie A. in Rogätz Zutritt verschafft und sich zunächst im Innenhof versteckt.
Kurz darauf drangen zwei der Maskierten in das Wohnhaus ein und attackierten den 82-jährigen Gustav A. Der Senior wurde geschlagen und getreten. Er erlitt Prellungen und einen großen Bluterguss an der Hüfte.
Im selben Augenblick gelangte Günter A., der 53 Jahre alte Sohn, vom Nebengebäude - wo er mit seiner Frau, einer Ukrainerin, wohnt - zum Tatort. Er sah die Gefahr, in der sein Vater schwebte, und schoss mit seinem Revolver auf einen der Angreifer. Nach Volksstimme-Informationen traf der Mann, der als Jäger einen Waffenschein besitzt, den Einbrecher mitten ins Herz. Der zweite Täter versuchte zu fliehen, wurde jedoch ebenfalls von einer Kugel aus dem Revolver des Geschäftsmanns getroffen.
Etwa 60 Meter von der Eingangstür entfernt blieb der lebensgefährlich Verletzte auf dem Hofweg liegen. Er wird in der Magdeburger Uniklinik behandelt und war auch gestern noch nicht vernehmungsfähig.
Den beiden anderen Tätern gelang die Flucht. Bei den Eindringlingen soll es sich um Osteuropäer handeln.
Der Todesschütze hatte unmittelbar nach der Tat selbst die Polizei angerufen und darüber informiert, dass im Hausflur ein Toter liegt.
Das Motiv für den Überfall auf das Haus des Obstgroßhändlers liege bisher noch völlig im Dunkeln, teilte die Kripo gestern mit. Bestätigt wurde allerdings, dass es sich bereits um den dritten Überfall dieser Art auf Familie A. handelt.
Dass die Übergriffe damit zu tun haben könnten, dass Plantagenbesitzer Günter A. während der Apfel- und Kirschen-Saison auch Arbeitskräfte aus der ehemaligen Sowjetunion beschäftigt, sei Spekulation, hieß es. Könnten die Schüsse auf den ersten Täter noch Notwehr gewesen sein, seien die Schüsse im zweiten Tatkomplex möglicherweise Totschlag, sagte Oberstaatsanwältin Silvia Niemann. Die Identität der Männer war gestern noch nicht geklärt.
Volksstimme Österreich (VS), 19.04.04
|
 |
 |
18.04.04: Jäger erschießt Ehefrau und sich |
 |
|
Kriminalität Ehedrama in Mecklenburg-Strelitz
Ein Jäger hat in Mecklenburg-Strelitz seine Ehefrau erschossen. Anschließend nahm er sich selbst das Leben. Das berichtet NDR 1 Radio MV. Die Polizei wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern und kündigte für Montag eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft an.
Streit ums gemeinsame Haus?
Die Leichen wurden vor der Haustür gefunden. Nachbarn der in Scheidung lebenden Eheleute aus Pieverstorf hätten am Freitagnachmittag drei Schüsse gehört. Sie vermuten, dass ein Streit um das gemeinsame Haus Auslöser für das Drama war. Das Ehepaar hinterlässt zwei Kinder im Alter von 16 und 18 Jahren, die zur Tatzeit bei den Großeltern gewesen sein sollen.
Quelle: NDR online 18.04.04
|
 |
 |
24.03.04 Kind gerät beim Spielen in Falle |
 |
|
Kind in Falle
Ein Fangeisen klemmte am Wochenende einer Neunjährigen in St. Florian bei Linz einen Arm ein. Das Mädchen hatte beim Spielen ein Ei entdeckt. Als es nach dem Köder griff, schnappte die Falle zu. Ein Jäger wollte einen Marder fangen. Das Kind kam ins Spital.
Quelle: Salzburger Nachrichten, 24.03.04
|
 |
 |
20.03.04: Jagd-Unglück - Jäger tot |
 |
|
Jagd-Unglück: Schütze noch nicht vernommen
Donauwörth/Augsburg (wwi).
Eine Woche nach dem verhängnisvollen Schuss eines Jägers im Donauwörther Stadtwald auf einen Kameraden dauern die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft an. Die Behörde in Augsburg hat gegen den Schützen ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet, berichtet Pressesprecher Thomas Weith.
Bekanntlich hatte der 56-Jährige am Abend des 13. März bei der Suche nach einem angeschossenen Wildschwein aus etwa zehn Metern Entfernung den gleichaltrigen Mann am Bein getroffen. Das Opfer wurde so schwer verletzt, dass jede Rettung zu spät kam. Wie Weith mitteilt, sind die Ermittler immer noch dabei, sich einen genauen Überblick zu verschaffen, was genau im Forst passiert! e. Bereits am Tag nach dem Unglück hätten sich Kripo und Staatsanwaltschaft zur gleichen Uhrzeit noch einmal vor Ort umgeschaut und die einzelnen Positionen der Beteiligten sowie das Spurenbild analysiert. Im Laufe der Woche seien die Ermittler erneut in den Wald gefahren und seien die Wege diesmal mit dem Schützen abgelaufen. Der 56-Jährige sei aber zu dem Unglück noch nicht vernommen worden, so Weith. Der Jagdpächter des Reviers habe schon ausgesagt.
"Die Ermittlungen dauern an", erklärt der Oberstaatsanwalt. Seine Behörde werde sich unter anderem bei Jagd-Experten erkundigen. Es sei zu klären, ob oder gegen welche Sorgfaltspflichten der Schütze verstoßen habe und wie schwer eventuelle Verfehlungen wiegen.
Quelle: Augsburger Allgemeine, 20.03.04
|
 |
 |
Jagd-Unglück: Schütze noch nicht vernommen |
 |
|
Hund verursacht Jagdunfall
Aus ungeklärter Ursache hat sich ein 57jähriger Jäger mit seinem eigenen Gewehr durch die Brust geschossen. Der Mann, Leiter der Forstdienststelle in Wangen, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein Spaziergänger war am späten Nachmittag des 4. Januar durch das heftige Hundegebell aufmerksam geworden, und hatte den stark blutenden Förster gefunden. Der Gesundheitszustand des Verletzten, dem die Kugel quer durch den Brustkorb schlug, ist nach Auskunft der Ärzte inzwischen stabil. Wie der Pressesprecher der Polizei in Ravensburg, Michael Kuhn, mitteilte, konnte der 57jährige dem Rettungsdienst noch erzählen, dass durch eigene Unachtsamkeit sein Hund den Schuss aus dem Stutzen im Kaliber .308 Win. gelöst habe. Die Polizei konnte den Verletzten noch nicht vernehmen.
Quelle: WILD UND HUND 6/2004
|
 |
 |
13.03.04: Jäger erschießt Justizbeamten |
 |
|
Mysteriöser Tod auf der Jagd Polizist erschießt Justizbeamten
Augsburg (ddp-bay). Aus ungeklärter Ursache hat ein Polizeibeamter auf einer Jagd einen Justizbeamten erschossen. Wie die Augsburger Polizei heute mitteilte, fiel der Schuss am Freitagnachmittag im Stadtwald zwischen Donauwörth und Kaisheim während der Suche nach einem angeschossenen Schwarzwild. Der am Oberschenkel getroffene 56-jährige Jagdkollege starb noch am Abend wegen des großen Blutverlustes.
Bei dem Schützen handelt es sich um einen ebenfalls 56-jährigen Beamten der Polizeidirektion Dillingen. Ihm wurde auf eigenen Wunsch eine Blutprobe entnommen. Die Waffe wurde sichergestellt. Die näheren Umstände sind nach Angaben der Polizei noch unklar.
13.03.2004
|
 |
 |
01.03.04: Jäger fackelt eigenen Hochsitz ab |
 |
|
Heiße Jagd - Jäger fackelt eigenen Hochstand ab
Erbisdorf. Ein Jäger im sächsischen Erbisdorf hat am Samstagabend vermutlich aus Versehen seinen eigenen Hochsitz abgefackelt. Zwar ist die genaue Brandursache nach Polizeiangaben noch unklar, doch habe der 38-Jährige auf der Jagdkanzel, in der er selbst saß, ein Propangasheizgerät betrieben. Kurz vor Mitternacht fing der Hochsitz Feuer. Der Mann musste mit Verbrennungen zweiten Grades in ein Krankenhaus gebracht werden, der Jagdstand brannte vollständig ab.
Quelle: Freie Presse, 1.3.2004
|
 |
 |
28.02.04: Es hätte ein Mensch dabei sein können |
 |
|
Jäger erschießt Hund am Gartentor
Schütze hielt Schäferhündin für einen Fuchs - Besitzer erschüttert Wohmbrechts (mm) - Die junge Schäferhündin Nina war der Liebling der Familie - jetzt wurde das eineinhalbjährige Tier im schwäbischen Wohmbrechts (Kreis Lindau) von einem übermotivierten Jäger mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet. Der Waidmann hatte Nina für einen Fuchs gehalten. Nur wenige Schritte vom Garten der Besitzer entfernt wurde die Hündin zur Strecke gebracht.
Hundebesitzer Klaus W. hatte Nina morgens gegen 5.30 Uhr vor die Tür gelassen. "Sie ist durch die Hecke geschlüpft und auf die Wiese gelaufen, um dort ihr Geschäft zu machen", erzählt Ehefrau Petra. Kurz darauf fiel ein Schuss. "Ich dachte, es wäre ein Fuchs", entschuldigte sich der Jäger später bei den geschockten Hundebesitzern. Doch diese sind fassungslos. "Als Jäger muss ich doch sicher sein, auf welches Tier ich da schieße", kann Petra W. die Skrupellosigkeit des Jägers nicht verstehen. Es hätte ja auch ein Mensch bei dem Hund sein können. Die Polizei Lindenberg hat derweil Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Münchner Merkur, 28.02.2004
|
 |
 |
24.02.04: Jäger schießt auf Blitzer |
 |
|
Jäger aus Hennef schießt einen Starenkasten kaputt
Richter verurteilt den 37-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe und zieht dessen Waffe ein
Hennef. Erst schoss das Radarblitzgerät der Polizei eine Aufnahme von ihm, dann feuerte der Verkehrssünder zurück. Mit gezielten Schüssen aus einem Revolver erlegte ein 37-jähriger Hennefer auf dem Rückweg von der Jagd im Dezember 2002 in der kleinen Stadt Nassau (Lahn) einen so genannten Starenkasten.
Der Schaden an dem Gerät war erheblich. Der Film jedoch wurde bei der Attacke nicht zerstört. So kam es, dass der schießwütige Jäger jetzt den Hochsitz mit der Anklagebank des zuständigen Amtsgerichts in Diez bei Limburg tauschen musste.
"Bekomme ich den Jagdschein denn nun wieder", war die Frage, die den Angeklagten offensichtlich vordringlich interessierte, nachdem er unumwunden gestanden hatte, "was ja nun einmal geschehen ist". Für fünf Jahre habe die Untere Jagdbehörde den Jagdschein eingezogen, berichtete der 37-Jährige, der sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Sachbeschädigung zu verantworten hatte. Ohne Jagdschein könne er aber nicht auf die nötigen Kontakte hoffen, um noch einmal eine berufliche Existenz gründen zu können. Stress mit seiner schon zur Tatzeit insolventen Firma und mit seiner Ehefrau führte der 37-Jährige als Auslöser für seinen "Ausraster" im Nassauischen an. Als er auf der Rückkehr von der Jagd in einer Tempo-30-Zone mit 80 Stundenkilometern geblitzt worden sei "und durch das Blitzen fast gegen eine Mauer gefahren wäre", sei es passiert.
Er habe den geladenen Revolver, den er neben einer Schrotflinte mit sich führte, aus dem Auto genommen und damit mehrmals auf den Starenkasten geschossen. Der Schaden an dem Gerät betrug 6 639 Euro, die Rechnung flatterte dem Hennefer vor ein paar Tagen ins Haus. Wie er die Schadensregulierung bewältigen solle, wisse er nicht, sagte der Angeklagte ganz offen.
Er habe zur Zeit nicht den Überblick. Das Amtsgericht Diez verurteilte den Mann wegen vorsätzlichem unerlaubten Führens einer halbautomatischen Waffe in Tateinheit mit gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Der Jäger habe sich eines zweckentfremdeten Gebrauchs seiner Jagdwaffe schuldig gemacht, so der Vorsitzende Richter, der den Revolver mit dem Urteil einzog. Der Angeklagte habe "gemeingefährlich und gemeinschädlich" gehandelt, erläuterte er sein Urteil, das der Hennefer durchaus als Warnschuss zu verstehen hat: Der Mann erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Monaten, die der Richter aber wegen dessen bisheriger Straffreiheit für drei Jahre zur Bewährung aussetzte. Im Hinblick auf die desolate finanzielle Lage des Verurteilten verzichtete er im Einklang mit dem Vertreter der Staatsanwaltschaft - der vier Monate gefordert und wegen der offensichtlich geringen psychischen Belastbarkeit des Angeklagten auch noch dessen Führerschein einziehen lassen wollte - auf eine Geldstrafe. Über den Jagdschein habe er allerdings nicht zu entscheiden, entließ der Richter den 37-Jährigen Hennefer: "Das ist Sache der Unteren Jagdbehörde."
Quelle: Generalanzeiger Bonn, 24.02.2004
|
 |
 |
21.02.04: Jägerin erschießt Jäger im Schlaf |
 |
|
Im Schlaf erschossen: Zwölf Jahre Gefängnis
Das Landgericht Ravensburg hat eine Krankenpflegerin am Freitag zu zwölf Jahren Haft verurteilt, weil sie ihren schlafenden Ehemann erschossen hat. Für das Gericht stand fest, dass die Frau vor einem halben Jahr in Laupheim (Kreis Biberach) ihren Mann kaltblütig mit einem Revolver getötet hat. Die 49-Jährige hatte bis zum Schluss von einem Unfall gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe, die Verteidigung Freispruch gefordert. Der Vorsitzende Richter hielt der Frau vor, sie habe " widersprüchliche, und nicht nachvollziehbare Angaben" gemacht. An einer vorsätzlichen Tötung bestehe kein Zweifel. "Die Angeklagte ist in vollem Umfang für die Tat verantwortlich." Als strafmindernd wertete das Gericht die jahrelangen Demütigungen, denen die Frau in ihrer Ehe ausgesetzt war. Nach Darstellung der Frau hatte sie in der Tatnacht einen heftigen Streit mit dem Mann, der alkoholisiert nach Hause gekommen war. Wie schon oft in ihrer 30-jährigen Ehe habe er sie mit Gewalt zu sexuellen Handlungen zwingen wollen. Mit der Waffe in der Hand - beide Eheleute waren Jäger - sei ihr Mann später eingeschlafen. Bei dem Versuch, ihm den Revolver aus der Hand zu nehmen, habe sich der Schuss gelöst. Das Gericht war jedoch überzeugt, dass die 49-Jährige nach dem Einschlafen ihres Mannes die Waffe selbst aus dem Schrank geholt und ihm damit aus nächster Nähe gezielt in den Kopf geschossen hat. (lsw)
Quelle: Heilbronner Stimme, 21.02.2004
|
 |
 |
20.02.04: Frau gerät in Falle - Arm zertrümmert |
 |
|
Fridolfing: 75-jährige Frau greift in Schwanenhalsfalle
Fridolfing. Am Mittwochnachmittag kam es gegen 16.30 Uhr in der Salzachau bei Untergeisenfelden zu einem tragischen Unfall: Eine 75-jährige Berchtesgadenerin griff bei einer Wanderung in eine gespannte Schwanenhalsfalle und zog sich einen komplizierten Splitterbruch der Elle und Speiche mit massiven Gewebeverletzungen des rechten Unterarms zu. Die Frau wurde in der Salzachklinik erstversorgt, Folgeschäden müssen befürchtet werden. Die Frau machte mit Freunden einen Spaziergang in der Salzachau bei Untergeisenfelden. "Als sie etwa fünf Meter vom Spazierweg entfernt an einer Pfütze Bärlauch pflückte, sah sie scheinbar etwas Bräunliches aus dem Wasser ragen", erklärt Laufens Polizeichef Walter Gruber den Sachverhalt. "Die Frau glaubte anscheinend, dass es sich um einen Stein handelte und griff zu." Dabei wurde der Abzugsmechanismus der Falle ausgelöst und die beiden Schlagbügel trafen mit voller Wucht den rechten Unterarm der 75-Jährigen. Die Schwanenhalsfalle wird bei der Jagd auf Fuchs und Marder verwendet und besteht aus einem gespannten Doppelbügel aus Eisenhalbkreisen und ist am Rand mit Eisenzacken versehen. In der Mitte wird ein Köder angebracht - wird der Auslösemechanismus berührt, schnappt die Falle zu. "Die Frau wurde in der Fridolfinger Salzachklinik erstversorgt. Dort wurde nach unserem Kenntnisstand festgestellt, dass sowohl Elle als auch Speiche des rechten Unterarms zertrümmert sind", so Polizeichef Gruber. "Mit Folgeschäden muss gerechnet werden." "Für mich bedeutet dieses Erlebnis einen regelrechten Schock. Wir wollten der Geschädigten einen schönen Tag bereiten und haben sie extra an diesen Platz mit dem allerersten Bärlauch geführt", erklärt Martin Sinzinger von der "Schule für Naturbegegnung" aus Tittmoning. "Tragisch ist auch, dass der Fallensteller ein sehr sorgfältiger und achtsamer Mensch ist. Er hat einen an sich kleinen Fehler im Umgang mit dem Eisen begangen - und nun zieht das für mehrere Personen so weitreichende Schäden nach sich! Ich rechne ihm persönlich hoch an, dass er nicht versucht hat, zu leugnen, wie dies ja gerne der Fall ist, wenn die Beweislage bei im Wald liegenden Fallen immer schwierig erscheint." Kritik übt Sinzinger dagegen am Deutschen Jagdrecht: "Diese Fallen sollten endlich generell verboten und geächtet werden! Der Nutzen steht in keinem Verhältnis zur Gefahr. Einem Laien ist es unmöglich, die Falle zu öffnen und einen Verletzten daraus zu befreien. Durch den Schock dürfte bei einem Unfall bei einer Person mit schwachem Kreislauf sogar das Leben akut bedroht sein. Man mag gar nicht daran denken, wenn ein spielendes Kind die Falle auslöst! Wir konnten wenigstens die Frau aus der Falle befreien und den Krankenwagen alarmieren." Der Jäger, der die Falle aufgestellt hat (der Name ist der Redaktion bekannt), hat - laut seinen eigenen Angaben - seit dem Unfall "keine ruhige Minute mehr": "Ich habe die Falle vor zehn Tagen, also erst nach der Schneeschmelze, aufgestellt und mit einem Zaun aus Baustahleisen und Ästen gesichert. Auf dem durchnässten Boden hat sich direkt bei der Falle eine Pfütze gebildet und daraufhin ist das Drahtgitter zusammengefallen", sagt der Jäger. "Als ich das bemerkt hatte, wollte ich die Falle wegräumen. Ich hatte keine Gummistiefel dabei und noch bevor ich sie holen konnte, ist der Unfall auch schon passiert!" Der Jäger, der eine Fallenprüfung gemacht hat, benützt die Falle zur Jagd auf Füchse. "Diese Schwanenhalsfalle ist beim Landratsamt registriert. Ich habe früher immer Warntafeln aufgestellt, aber die wurden immer samt der Falle gestohlen. Dass jetzt auch noch die Umzäunung umgefallen ist, ist schlimm." Dass er "keine Minute mehr schlafen kann", ist verständlich: "Ich habe versucht, im Krankenhaus zu erfahren, wie es der Frau geht, aber leider konnte man mir keine Auskunft geben. Die Falle ist von der Polizei beschlagnahmt worden und so schnell stelle ich auch keine mehr auf!" Kreisjagdberater Andreas Wimmer bringt etwas Licht in die gesetzlichen Vorschriften: "Prinzipiell ist das Aufstellen einer Schwanenhalsfalle erlaubt, der Jäger muss allerdings eine eigene Prüfung absolviert haben und genau wissen, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Wenn der Jäger alles richtig gesichert hat, kann man ihm keinen Vorwurf machen, dann ist das höhere Gewalt. Hat er beim Aufstellen der Falle aber fahrlässig gehandelt, dann ist er dran. In unserer Gegend ist Gottseidank schon lange nichts Derartiges mehr passiert." Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat ihre Ermittlungen aufgenommen. mp
Quelle: Südostbayerische Rundschau, 20.02.04
|
 |
 |
29.01.04: Jäger kündigt Schüsse auf Hunde an |
 |
|
Jäger kündigte per Aushang Schüsse auf Hunde an
Hilchenbach. Für Unruhe sorgte ein Jäger in Hilchenbach. In seinem Revier nahe der Stadt drohte er per Aushang an, er werde "Hunde, die nicht angeleint beziehungsweise nicht im Einwirkungsbereich ihres Herrn sind, sofort erschießen." Nicht nur Rolf Skale, Leiter des Hilchenbacher Ordnungsamtes, ging diese Androhung eines Schusswaffengebrauchs viel zu weit. "Die Leute hier sind jetzt verunsichert", sagte er zu den Aushängen im Revier oberhalb der Heinsberger Straße. "Da gehen viele Menschen spazieren, Familien mit Kindern - so etwas kann man doch nicht machen." Anlass für den Aushang nach Gutsherrenart, den Berufsjäger Dirk Bolder anschlug, war ein Rehbock, der von einem Hund gerissen worden sei. Zweifellos eine üble Geschichte - andererseits aber auch nach Ansicht der Kreisjägerschaft noch längst kein Grund, allen Hundehaltern pauschal zu drohen. Frank Möller, Vorsitzender der Kreisjägerschaft: "Natürlich sind Hunde grundsätzlich an der Leine zu halten." Doch dürfe ein Jäger nicht gleich zur Büchse greifen und auf einen Hund anlegen, nur weil der nicht angeleint ist. "Die Gesetzeslage ist vollkommen klar: Geschossen werden darf überhaupt nur, wenn der Hund ganz eindeutig beim Wildern oder Aufsuchen des Wildes erwischt wird", sagt Frank Möller. Und selbst dann sei der Jäger in einer schwierigen Situation: "Ein ganz heißes Eisen." Denn nach einer Gesetzesänderung vor einigen Jahren sei der Jäger in der Beweispflicht - er muss nachweisen, dass der Hund tatsächlich wilderte, muss also entsprechende Spuren sichern. Früher lag dagegen die Beweislast beim Hundehalter. Der konnte natürlich praktisch kaum nachweisen, dass sein Hund nicht gewildert hatte. Hinzu kommt, dass nicht jeder Jäger auf wildernde Haustiere schießen darf - den "Jagdschutz" ausüben dürfen nur Jagdausübungsberechtigte und bestätigte Jagdaufseher, nicht aber beispielsweise ein Jagdgast. Frank Möller hält Droh-Aushänge wie den in dem Hilchenbacher Jagdrevier für sehr unglücklich. "So etwas wirft ja kein gutes Licht auf die Jägerschaft." Ähnlich äußerte sich auch das Hilchenbacher Forstamt. Weil die Stadt Hilchenbach wegen des Vorfalles die Untere Jagdbehörde des Kreises einschaltete, setzte die sich ihrerseits mit Jäger Bolder in Verbindung. "Dabei hat man Einvernehmen erzielt, dass die Hinweisschilder entfernt werden", erläuterte der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Hans-Peter Langer, der WR. Er bestätigte die Rechtslage: Für einen Schuss sei es unbedingt erforderlich, "dass der Hund tatsächlich Wild aufsucht, verfolgt, hetzt oder reißt - also tatsächlich und im betreffenden Moment wildernde Hunde." Jäger Dirk Bolder erklärte auf Anfrage der WR, dass alle Aushänge entfernt wurden. Der Hund, der das Rehwild gerissen habe, sei festgestellt worden. "Ich würde grundsätzlich keinen Hund totschießen. Aber manchmal muss man die Leute eben aufrütteln." Er appelliert nunmehr freundlich, Hunde nicht frei laufen zu lassen. "Jetzt ist Notzeit. Es wird sehr schlimm für das Wild, wenn es von Hunden in den Dickungen aufgesucht wird."
Quelle: WESTFÄLISCHE Rundschau, Lokalausgabe 29.01.04
|
 |
 |
19.01.04: Schwerer Jagdunfall |
 |
|
Unfall: Jäger fast verblutet
Ein 46-jähriger Jäger wurde bei einer Wildschweinjagd im Hochleithenwald schwer verletzt.
Ein schwerer Jagdunfall hat sich am Sonntag im Hochleithenwald bei Bad Pirawarth im nördlichen Weinviertel ereignet. Wie die NÖ Sicherheitsdirektion berichtete, hatte sich aus dem Jagdgewehr eines 46-jährigen Weidmannes ein Schuss gelöst. Das Projektil drang durch den linken Unterarm, der Schwerverletzte wurde mit dem Notarzthubschrauber ins AKH Wien geflogen.
Gegen 14.00 Uhr hatte der 46-jährige mit einem anderen Jäger das Unterholz nach einem angeschossenen Wildschwein durchsucht. Dabei dürfte die Waffe an einem Ast hängen geblieben und entsichert worden sein. Nach dem Vorfall schleppte sich der Angeschossene gemeinsam mit seinem Jagdkollegen auf ein rund 200 Meter entferntes Feld, wo er dann bewusstlos zusammenbrach.
Quelle: NON Niederösterreichische Nachrichten, 19.1.04
|
 |
 |
12.01.04: Jäger verwechselt Lama mit Hirsch |
 |
|
Jäger verwechselt Lama mit Hirsch
Markgrafpieske (MOZ) Ein erlegter Hirsch hat sich in Markgrafpieske als Lama entpuppt: "Es tut mir in der Seele Leid", sagte der Spreenhagener Jäger (68, Oder-Spree) am Montag der MOZ. Der Mann hatte während einer Treibjagd am Sonnabend nahe dem benachbarten Markgrafpieske das im Nebel friedlich auf seiner Weide grasende Tier aus 90 Meter Entfernung von einem Hochstand aus zur Strecke gebracht. Jetzt ermittelt die Kripo gegen den Schützen.
Die handzahme braune Lama-Dame "Felicia" gehörte zu einer siebenköpfigen Herde der Markgrafpiesker Station des Tierschutzvereins Pro Animale, der sich europaweit um vom Menschen besonders gequälte Tiere kümmert.
"Eine Tragödie. Das ist mehr als sträflicher Leichtsinn", kommentiert die Tierschützerin den Schuss. Niemand habe sie über die Treibjagd informiert. "Sonst hätten wir doch die Tiere nicht rausgelassen."
Quelle: MOZ, 12. Januar 2004
|
 |
 |
06.01.04: Jäger erlegte Kuh |
 |
|
Jäger, der Kuh statt Wildschwein erlegte, gab Jagdschein ab
Untere Jagdbehörde fand einvernehmliche Lösung mit Plettenberger Jäger
PLETTENBERG Es gibt Menschen, die versuchen mit allen Mitteln zu verschleiern, dass ihnen und wie ihnen ein folgenschwerer Fehler passiert ist - heraus kommen dabei mitunter die abstrusesten Geschichten.
Der Jungjäger aus Plettenberg, dem im Oktober das »Jäger-Missgeschick« des Jahres passierte, lieferte wohl eher unfreiwillig eine »abstruse Geschichte«, als er bei der nächtlichen Wildschweinjagd statt des erhofften Keilers eine trächtige Kuh erlegte. Er ging anschließend jedoch offen und ehrlich mit dem »Fauxpas« um und stellte sich seiner Verantwortung als Jagdscheininhaber.
Wie Thomas Klein, Leiter der Unteren Jagdbehörde des Märkischen Kreises, gestern auf Anfrage unserer Zeitung betonte, habe der Plettenberger Jäger Ende letzten Jahres in einem "offen und ehrlichen Gespräch" geschildert, wie es zu dem Vorfall kam. Nach der Anhörung beim Märkischen Kreis habe er dem Vorschlag, den Jagdschein vorläufig abzugeben, akzeptiert. "Der Jagdschein liegt jetzt bei mir in der Schublade", betonte Klein. Der Jäger habe damit das Recht verloren, bis zum Frühjahr nächsten Jahres die Jagd auszuüben. Zugleich betonte der Behördenleiter aber auch, dass der Plettenberger Waidmann mit Beginn des Jagdjahres am 1. April 2005 einen neuen Antrag auf Erteilung eines Jagdscheines stellen könne - seine »Strafe« sei dann komplett abgebüßt. Ganz allgemein werde dabei die Zuverlässigkeit des Antragstellers überprüft (polizeiliches Führungszeugnis, etc.). Falls der Jäger diese vorweist, kann er den Jagdschein für maximal drei Jahre lösen, ehe eine erneute »Zuverlässigkeitsprüfung« ansteht.
Quelle: Süderländer Tageblatt, 6.01.04
|
 |
 |
52 Jäger in letzter Jagdsaison in Italien getötet |
 |
|
52 Jäger in letzter Jagdsaison in Italien getötet
Rom. AFP/BaZ. Die Jagdsaison 2003/2004 endet in Italien mit einer traurigen Bilanz: 52 Jäger kamen seit September durch Jagdunfälle ums Leben, wie die Liga für die Abschaffung der Jagd am Samstag zum Abschluss der Saison mitteilte.
88 Menschen wurden demnach schwer verletzt; 14 von ihnen hätten selbst nichts mit der Jagd zu tun gehabt, sondern seien im Wald spazieren gegangen oder hätten sich einfach zu Hause im Garten aufgehalten.
Der Verein zitierte aus einer Umfrage, in der sich 72 Prozent der Italiener für ein komplettes Verbot der Jagd ausgesprochen hätten. Die Liga rief die Verantwortlichen zur "Beendigung dieser Aktivität" auf. Die Zahl der Jäger in Italien sei in den vergangenen zehn Jahren von 1,5 Millionen auf 700.000 zurückgegangen.
|
 |
 |
Jagdunfälle und Strafttaten mit Jägerwaffen |
 |
|
Der Dichter Leo Tolstoi sagte: »Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.«
Wer die Medien aufmerksam verfolgt wird feststellen, dass die Gewalttaten mit Waffen, die gerade von Jägern ausgeübt werden, ständig zunehmen. Durch die Jäger und ihre Waffen kommen nicht nur Tiere, sondern auch Menschen zu Schaden oder sogar zu Tode - allein in Deutschland starben in diesem Jahr an die 40 Menschen durch so genannte Jagdunfälle, Straftaten mit Jägerwaffen oder Familientragödien, wo ein Jäger Frau und Kinder erschießt.
Würde die Jagd in Deutschland verboten oder zumindest stark eingeschränkt, könnte die Natur aufatmen - und auch viele Menschenleben würden gerettet.
Diese Menschen starben 2004 durch Jäger und Jagdwaffen:
16.12.: Drama bei Jagd. Hirsch und Jäger mit einem Schuss getötet. Jäger verblutete. (Krone Zeitung, 16.12.04)
16.12.: Zwei Tote bei Familiendrama in Hessen. 64jähriger Jäger erschießt Ehefrau und anschließend sich selbst (Saar Echo, 16.12.04)
15.12.: Tödlicher Jagdunfall in Mollen (Rundschau Österreich, 15.12.04)
13.12.: Tödlicher Jagdausflug - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage. Bei Wildschweinjagd tödlich ins Bein getroffen (Yahoo News, 13.12.04)
29.11.: Jäger bei Darmstadt tot an seinem Hochsitz aufgefunden - Schussverletzung (Presseportal, 29.11.04)
22.11.: Jäger aus Brandenburg erschießt sich aus Versehen selbst (BILD, 22.11.04)
10.11.: Drei Tote bei Familiendrama in Thüringen: Mann erschießt nach Ehestreit Frau, Sohn und sich selbst (FAZ.NET, 10.11.04)
9.11.: Tödlicher Unfall bei Jagd in Radevormwald (Oberberg aktuell, 9.11.04)
8.11.: Schleswig-Holstein: Jäger liegt tot neben erlegtem Wildschwein (Yahoo-News, 8.11.04)
7.11.: 12jähriger aus Braunschweig erschießt seine Eltern mit Jagdwaffe des Vaters und verletzt sich selbst lebensgefährlich (Berliner Morgenpost, 7.11.04)
16.10.: Schossin: Jäger verwechselt Jagdkollegen mit einem Stück Wild - tot (SVZ, 16.10.04)
13.10.: Serie von Jagdunfällen vor den Toren Hamburgs - Jäger erschießt Waidgenossen bei Hagenow (Welt, 10.12.04)
12.10.: Ludwigslust: Jäger im Maisfeld erschossen (Norddeutsche Neueste Nachrichten, 12.10.04)
11.10.: Raubmord in Siegelbacher Sparkasse: Der Jäger ist dringend tatverdächtig (Heilbronner Stimme, 11.10.04)
28.9.: Gelsenkirchen: Jäger erschießt sich auf Hochsitz (BILD, 28.9.04)
21.9.: Schwarzsee: Jäger erlegte sich versehentlich selbst (SDA, 21.09.04)
10.9.: Fahrlässiger Waffenumgang führte zu einer Serie von Jagdunfällen in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen: 67-Jährige verblutete - sie hatte das geladenen Gewehr ihres Mannes ins Auto gelegt. Jägerin schoss ihren Ehemann am Hochstand an. Sau-Jagd beim Abernten eines Maisfeldes - ein Jäger erschossen. (Wild und Hund 17/04)
25.8.: Gummersbach: Ehepaar lag tot in der Wohnung - Hobbyjäger erschoss seine Frau nach Ehestreit und anschließend sich selbst (Kölner Express, 25.8.04)
3.8.: Tragischer Jagdunfall bei Niederkrossen: Frau verblutet (Ostthür. Landeszeitung, 3.8.04)
30.7.: Vater erschießt aus Versehen kleinen Sohn bei Jagdausflug (Krone-Zeitung, 30.7.04)
29.7.: Schwerin: Jäger nach tödlichem Schuss angeklagt (Ostsee-Zeitung, 29.7.04)
7.6.: Ehestreit in Schwerin: Freizeit-Jäger erschoss Ehefrau und sich selbst (mvregio.de, 7.6.04)
10. 6.: Leichtsinn führte zum Tod - Als Jäger geladene Waffe im Auto verstauen wollte, löste sich ein Schuss (Wild und Hund, 12/2004)
15.5.: Familen-Drama in der Oberpfalz: Jäger erschießt Frau und Söhne und jagt sich dann eine Kugel in den Kopf - er überlebt schwer verletzt (Abendzeitung, 15./16.5.04)
13.5.: Tödlicher Schuss: Brunntaler Jäger erliegt Verletzungen (Merkur-online, 13.5.04)
4.5.: Homberg: Forstamtsleiter erschoss sich auf der Jagd aus Versehen selbst (Yahoo-News, 4.5.05)
3.5.: Jäger erschießt Kameraden - Verdacht auf fahrlässige Tötung (Augsburger Allgemeine, 3.5.04)
19.4.: Blutiges Ehedrama bei Ankershagen: Jäger erschießt seine Frau und sich selbst (OZ, 19.4.04)
19.4.: Ohrekreis: Jäger erschießt Einbrecher (VS, 19.4.04)
18.4.: Ehedrama in Mecklenburg-Strelitz: Jäger erschießt seine Ehefrau, anschließend nahm er sich das Leben. Streit ums gemeinsame Haus? (NDR online, 18.4.04)
15.3.: Donauwörth: Jäger während Nachsuche auf ein Wildschwein erschossen (Memminger Zeitung, 15.3.04)
13.3.: Mysteriöser Tod auf der Jagd: Polizist erschießt Justizbeamten (ddp-bay, 13.3.04)
21.2.: Im Schlaf erschossen: Zwölf Jahre Gefängnis. Jägerin erschießt ihren Mann. (Heilbronner Stimme, 21.2.04)
5.2.: Deutscher erschießt Jagdkollegen in Schweden (JÄGER, 2/2004)
5.2.: Zwei tragische Drückjagden: Ein 75Jähriger wird bei Lautenbach ins Bein geschossen und schwer verletzt. In Mecklenburg-Vorpommern trifft ein Jäger statt einem Wildschwein den Kollegen - er verstirbt im Krankenhaus. (JÄGER 2/2004)
7.1.04: Jagdfreund erschießt Jagdfreund im Streit (JÄGER, 1/2004)
7.1.04: Jäger erschießt sich im Wald selbst (JÄGER, 1/2004)
|
 |
 |
|
 |
|