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Jägersicht |
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zur Vergrößerungsansicht anklicken Montage von Rolf Tingler |
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Jagdunfälle und Straftaten 2010 Jagdunfälle und Straftaten 2009 Statistik 2008 Jagdunfälle und Straftaten 2008 Jagdunfälle und Straftaten 2007 Jagdunfälle und Straftaten 2006 Statistik 2005 Jagdunfälle und Straftaten 2005 Teil II Jagdunfälle und Strafttaten 2005 Teil I Statistik 2004 Jagdunfälle und Straftaten 2004 Statistik 2003 Jagdunfälle und Strafttaten 2003 Statistik 2002 Jagdunfälle in Österreich 1999-2002 Waidmanns Unheil Haustiere als Jägeropfer Jagdkultur steht im Zusammenhang mit Schießereien an Schulen
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Keine Schusswaffen für Privatleute! |
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Jedes Jahr Tote und Verletzte durch Waffen von Jägern
"Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen!" Dieser Ruf wurde nach dem Amoklauf von Winneden vom 11. März überall in Deutschland laut.
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Sofort ging ein Aufschrei durch die Reihen der Hobbyjäger: Sie, die Jäger, seien immer zuverlässig mit ihren Waffen. Kurz darauf, am 18. März, erschoss ein Forstwirt seine Frau und ein Kind und verletzte drei weitere Kinder schwer, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete. - Aber wer weiß schon, dass in den letzten zehn Jahren hunderte Menschen durch Jäger und Jägerwaffen starben?
Woche für Woche gehen Meldungen über Jagdunfälle und Gewalttaten mit Jägerwaffen durch die Presse: von Jägern, die im Streit die Ehefrau und die Kinder erschießen; von Jägern, die ihre Jagdkollegen und Treiber mit Wildschweinen verwechseln; von Spaziergängern, die von einer Kugel oder eine Ladung Schrot getroffen werden; von Mountainbikern, Reitern und Hundespaziergängern, die von Jägern mit der Waffe in der Hand bedroht wurden.
Den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisbergs ist - und "Familientragödien", bei denen ein Jäger seine Frau, die Geliebte, den Nebenbuhler oder die Kinder erschießt, sind hierbei nicht erfasst. Auch nicht Tragödien wie 2006 in Emstetten: Der Amokläufer war mit seinem Vater oft auf die Jagd gegangen, die Waffen hatte er sich über eine Auktions-Website für "Jäger, Schützen und Angler" beschafft. Doch offizielle Statistiken über Tote und Verletzte durch Jäger und Jägerwaffen gibt es nicht.
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd hat seit 2002 über 200 Tote durch Jäger und Jägerwaffen allein in Deutschland dokumentiert. Bei diesen erschreckenden Zahlen stellt sich die Frage: Wie viele Menschen müssen noch erschossen werden, bis die Politik handelt?
"Berlins Innensenator Körting will Jäger teilweise entwaffnen", meldete die Nachrichtenagentur ddp am 17.3.2009. Nach Forderung des Innensenators sollen für Jäger Kurzwaffen (Pistolen) verboten und nur noch drei Langwaffen pro Jäger zugelassen werden. Nach dem Amoklauf von Winneden mit 16 Toten ist die Diskussion um eine Verschärfung des Waffenrechts erneut aufgeflammt. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung befürwortet die "Entwaffnung": 78 Prozent der Deutschen sprechen sich für ein Waffenverbot im Privathaushalt aus (dpa, 13.3.2009).
"Es wird Zeit, dass die Hobbyjagd in Deutschland verboten wird!", fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd - und damit mehr Sicherheit für die Bevölkerung. Mit dieser Forderung liegt die Initiative zur Abschaffung der Jagd voll im Trend. Repräsentative Umfragen der letzten Jahre zeigen: Zwei Drittel der Deutschen sind gegen die Hobbyjagd.
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Aufruf an Politiker: Verbot der Hobbyjagd jetzt! |
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Hobbyjagd fordert Menschenleben
11.1.2009
Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, und schon überschlugen sich wieder Meldungen über Vorfälle, bei denen Menschen von Jäger bedroht, gefährdet, verletzt oder sogar getötet wurden. Am 10. Januar wurden zwei Menschen erschossen – Jäger hatten sie bei Treib- und Drückjagden mit Wildschweinen verwechselt. Doch wer weiß schon, dass hunderte Menschen in den letzten zehn Jahren in durch Jäger und Jägerwaffen starben? Offizielle Statistiken gibt es darüber nicht – Jäger zählen nur die Anzahl der Tiere, die sie erschießen. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd hat jährlich bis zu 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen allein in Deutschland dokumentiert. Bei diesen erschreckenden Zahlen stellt sich die Frage: Wie viele Menschen müssen noch von Jägern erschossen werden, bis die Politik handelt? Die Forderung für das „Super-Wahljahr“ 2009 lautet daher: Verbot der Hobbyjagd!
Woche für Woche gehen Meldungen über Jagdunfälle und Gewalttaten mit Jägerwaffen durch die Presse. Die beiden tödlichen Jagdunfälle vom 10. Januar sind die bisher schlimmsten Fälle des neuen Jahres. Doch auch die anderen Meldungen sind bedrohlich genug: Am 9. Januar geriet ein Hund beim Spaziergang in eine Jägerfalle - beim Versuch, das Tier zu befreien, zertrümmerte der Fangbügel die Hand des Herrchens. Bei einer Treibjagd an der A 391 bei Braunschweig flüchteten Wildschweine auf die Fahrbahn – eine Gefahr für den Verkehr. Beim Silvesterlauf in Bad Kreuznach schoss ein Jäger zweimal auf ein Wildschwein am Wegesrand und gefährdete die Läufer – ein Augenzeuge berichtet, dass er nur 15 Meter entfernt gewesen sei. Und im nordrhein-westfälischen Werl wurde kurz vor Silvester ein Ehepaar beim Spaziergang durch Querschläger einer Treibjagd verletzt.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, so Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. „Es wird Zeit, dass die Hobbyjagd in Deutschland verboten wird!“ Mit dieser Forderung liegt die Initiative zur Abschaffung der Jagd voll im Trend. Repräsentative Umfragen der letzten Jahre zeigen: Zwei Drittel der Deutschen sind gegen die Hobbyjagd.
Dass durch Hobbyjäger auch völlig unbeteiligte Personen wie Spaziergänger, Reiter oder Familienangehörige bedroht sind, belegt eine kleine Auswahl von schockierenden Fällen aus dem vergangenen Jahr: In Werningerode/Harz bedrohte Anfang Dezember ein Jäger die Mitarbeiter des Finanzamts. Die Polizei stellte drei Gewehre, 60 Schuss Munition und ein Kilogramm Schwarzpulver sicher. (Goslarsche Zeitung, 12.12.2008) Im saarländischen Schiffweiler erschoss ein Jäger am 5. November erst seine Ehefrau, anschließend sich selbst. (sol.de, 7.11.2008) Im niedersächsischen Jesteburg erschoss ein Jäger zuerst seine Ex-Freundin, den Hund und danach sich selbst (Harburger Nachrichten, 2.10.2008). In Frankfurt/Main übte ein Jäger Selbstjustiz und erschoss einen Mann, der nachts offenbar in eine Kleingartenanlage einbrechen wollte (Hessischer Rundfunk, 18.8.2008). Im Main-Kinzing-Kreis (Hessen) erschoss ein Jäger seinen Nachbarn, mit dem er verfeindet war (Frankfurter Rundschau, 11.6.2008). Nach einem Streit erschoss ein angetrunkener Jäger einen Kneipengast in einem Hagener Ausflugslokal (Kölner Express, 06.01.2008). In Oberfranken schoss ein alkoholisierter Jäger nach der Kirchweih auf Jugendliche (Frankenpost, 26.8.2008). Bei Ulm bedrohte ein Jäger eine Reiterin mit Gewehr im Anschlag (Augsburger Allgemeine, 7.08.08). In Köln schoss ein betrunkener Jäger auf Spaziergänger (Kölner Express, 16.6.2008). Immer wieder war die Meldung zu lesen, dass ein Jäger auf ein Auto schoss – die Insassen entgingen knapp der Katastrophe (z.B. Prima Sonntag, 16.3.2008). Und immer wieder gab es Berichte von Jägern, die drohten, ihre Ehefrau oder Lebensgefährtin zu erschießen – zweimal rettete ein Einsatzkommando der Polizei den betroffenen Frauen das Leben (Generalanzeiger Bonn, 15.03.2008; Neue Westfälische, 04.07.2008).
„Wir brauchen keine Jäger: Jagd schadet unserer Natur und schädigt das ökologische Gleichgewicht in unseren Wäldern“, so der Biologe Eicher. Das beste Beispiel hierfür ist die gegenwärtige Wildschweinschwemme, von der sogar der Experte des Deutschen Jagdschutzverbands Norbert Happ sagt, dass sie „hausgemacht“ ist – also von den Jägern selbst verschuldet. Dagegen beweisen wissenschaftliche Studien und die Erfahrungen in unbejagten Gebieten Europas, dass sich die Natur selbst reguliert.
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Schon wieder Menschen von Jägern erschossen |
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Verbot der Hobbyjagd in Deutschland und Europa gefordert
4. Oktober 2008
In den letzten Tagen überschlagen sich die Meldungen von Menschen, die Opfer von Hobby-Jägern wurden: In Niedersachsen erschoss ein Jäger seine ehemalige Geliebte, den Hund und sich selbst. In Österreich kam ein 54-Jähriger bei einem Jagdunfall ums Leben. In der Schweiz schoss ein Jäger auf seinen Kollegen. Und so blutig wie der Oktober begann, so endete auch der September: Bei einer Jagd in Brandenburg wurde der Vize-Chef des Landesbauernverbands erschossen. In Mecklenburg verwechselte ein Jäger einen Kollegen mit Wildschwein, das Opfer starb wenig später an den lebensgefährlichen Verletzungen. - Wie viele Menschen müssen noch von Jägern erschossen werden, bis die Politik handelt? „Wir fordern, dass die Hobby-Jagd in Deutschland verboten oder zumindest stark eingeschränkt wird“, sagt Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. „So könnte die Natur endlich aufatmen - und auch viele Menschenleben würden gerettet.“
In den vergangenen Jahren hat die Initiative zur Abschaffung der Jagd jährlich bis zu 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen allein in Deutschland dokumentiert. Woche für Woche gehen Meldungen über Jagdunfälle und Gewalttaten mit Jägerwaffen durch die Presse: Von Hobby-Jägern, die ihre Jagdgenossen oder ihre Treiber mit Wildschweinen verwechseln. Von Jägern, die versehendlich oder im betrunkenen Zustand auf Spaziergänger oder Autos schießen. Von Jägern, die ihre Jagdwaffe auf die Ehefrau und die Kinder richten. Von Jägern, die einen verfeindeten Nachbarn oder einen Nebenbuhler erschießen. „Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass hunderte Menschen in den letzten 10 Jahren in Deutschland durch Jäger und Jägerwaffen starben“, so Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd.
„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, so Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Er zitiert den Dichter Leo Tolstoi, der gesagt hat: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.“ Eicher berichtet, dass er selbst schon des öfteren Morddrohungen von Jägern bekommen habe. Auch andere Kritiker der Jagd berichten immer wieder von Drohungen, Morddrohungen und Nötigungen durch Jäger. „Wir brauchen keine Jäger: Jagd schadet unserer Natur und schädigt das ökologische Gleichgewicht in unseren Wäldern“, so der Biologe Kurt Eicher. Das beste Beispiel hierfür ist die gegenwärtige Wildschweinschwemme, von der sogar der Experte des Deutschen Jagdschutzverbands Norbert Happ zugibt, dass sie „hausgemacht“ ist – also von den Jägern selbst verursacht. Wissenschaftliche Studien zeigen: Die Natur reguliert sich selbst.
„Es wird Zeit, dass die Hobbyjagd in Deutschland und Europa abgeschafft wird!“ Mit dieser Forderung liegt die Initiative zur Abschaffung der Jagd voll im Trend. Repräsentative Umfragen der letzten Jahre zeigen: Zwei Drittel der Deutschen sind gegen die Hobbyjagd. Dass auch die Öffentlichkeit und völlig unbeteiligte Personen wie Spaziergänger, Reiter, Familienangehörige von Jägern bedroht sind, belegt eine kleine Auswahl von schockierenden Fällen, die in diesem Jahr durch die Presse gingen: Im niedersächsischen Jesteburg erschoss ein Jäger zuerst seine Ex-Freundin, den Hund und danach sich selbst (Harburger Nachrichten, 2.10.2008). Im Main-Kinzing-Kreis (Hessen) erschoss ein Jäger seinen Nachbarn, mit dem er verfeindet war (Frankfurter Rundschau, 11.6.2008). Nach einem Streit erschoss ein angetrunkener Jäger einen Kneipengast in einem Hagener Ausflugslokal (Kölner Express, 06.01.2008). In Frankfurt/Main übte ein Jäger Selbstjustiz und erschoss einen Mann, der nachts offenbar in eine Kleingartenanlage einbrechen wollte (Hessischer Rundfunk, 18.8.2008). In Neuruppin läuft der Prozess um den Tod der 6-Jährigen Nancy, die im Spiel mit dem Jagdgewehr des Vaters von ihrer Schwester erschossen wurde (Welt, 02.01.2008). In Köln schoss ein betrunkener Jäger auf Spaziergänger (Kölner Express, 16.6.2008). In Oberfranken schoss ein alkoholisierter Jäger nach der Kirchweih auf eine Gruppe Jugendlicher (Frankenpost, 26.8.2008). In der Nähe von Ulm bedrohte ein Jäger eine Reiterin mit Gewehr im Anschlag (Augsburger Allgemeine, 07.08.08). Immer wieder ist die Meldung zu lesen, dass ein Jäger auf ein Auto schoss – die Insassen entgingen knapp der Katastrophe (z.B. Prima Sonntag, 16.3.2008). Und immer wieder gibt es Berichte von Familientragödien und von Jägern, die drohen, die Ehefrau oder Lebensgefährtin zu erschießen – zweimal rettete ein Einsatzkommando der Polizei den betroffenen Frauen das Leben (Generalanzeiger Bonn, 15.03.2008; Neue Westfälische, 04.07.2008).
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BILD, 25.02.2005 |
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Auffällige Häufung von Jagdunfällen |
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und Straftaten mit Jägerwaffen
Immer wieder schrecken Meldungen über so genannte Jagdunfälle sowie Straftaten mit Jägerwaffen die Öffentlichkeit auf – sie machen deutlich, dass die Jagd nicht nur für Wildtiere und Haustiere gefährlich ist, sondern auch für Menschen. Alleine für das Jahr 2004 hat die Initiative zur Abschaffung der Jagd über 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen dokumentiert - 40 Menschen, die ohne die Jagd heute noch leben könnten. Dazu kommen die vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. So mancher sitzt für den Rest seines Lebens im Rollstuhl. Jährlich werden den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften rund 800 Jagdunfälle gemeldet (Quelle: www.lsv-d.de) - wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist.
Nach der schrecklichen Tragödie, in der die 6-jährige Nancy im Spiel durch das Jagdgewehr des Vaters starb, wurde die Forderung laut: »Stoppt den Waffen-Wahn!« Der Berliner Kurier zitierte am 13.01.2006 hierzu Stimmen einiger Politiker. Claudia Hämmerling (Bündnis90/Grüne): »Ich weiß nicht, warum Waffen in Privathäusern aufbewahrt werden dürfen. Es geschieht oft genug, dass ein durchgedrehter Jäger auf ihm missliebige Menschen schießt.« Fritz Felgentreu von der SPD: »Die absolut sichere Welt gibt es nicht. Deshalb gehören Waffen grundsätzlich nicht in Hände von Privatleuten.«
Spätestens seit den 17 Toten von Erfurt kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass legal erworbene Waffen bei Straftaten nur eine geringe Rolle spielen. Der Amokläufer von Erfurt erwarb seine Waffe legal bei Frankonia Jagd, einem Jägerausrüster. Das regelmäßige legale Schießen - ob am Schützenstand, am Computer oder auf die Tiere im Wald - senkt auch die Hemmschwelle, eines Tages vielleicht auf Menschen schießen zu können. Jeder Waffenträger erhöht das Gewaltpotenzial unseres Landes.
Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamts vom April 2001 verschwinden jährlich mehr als 6000 „legale“ Waffen in die Illegalität. Rechnet man die erlaubnisfreien Waffen heraus, wird jede 10. Straftat mit „legalen“ Waffen begangen – wie der Fall des Jägers, der am 7.10.2004 nahe Heilbronn eine Sparkasse überfiel und zum Mörder wurde oder der Hobby-Jäger, der am 31.10.2005 zum Amokläufer wurde und auf 8 Menschen schoss.
Das Durchschnittsalter der deutschen Jäger liegt bei weit über 50 Jahren (Quelle: Deutsche Jagdzeitung), in vielen Gegenden gar bei 57 oder 58 Jahren. Bei Soldaten und Polizisten gibt es Altersgrenzen für den Umgang mit Waffen. Nur die Jäger dürfen bis ins Greisenalter hinein Waffen tragen und damit rumballern! Müsste nicht aus Sicherheitsgründen ein Höchstalter für Waffenträger festgesetzt werden?
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Waffen im Haus erhöhen Selbstmordrate |
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Waffen im Haus erhöhen Selbstmordrate
In einer US-weiten Studie haben Harvard-Forscher den Einfluss von Schusswaffenbesitz auf die Zahl der Selbstmorde untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Je mehr Waffen verfügbar sind, desto mehr Menschen nehmen sich das Leben - unabhängig von der Suizidart.
Matthew Millers Forschungsergebnisse dürften der mächtigen Waffenlobby in den USA nicht gefallen. "Wir haben festgestellt, dass dort, wo es mehr Waffen gibt, auch mehr Selbstmorde begangen werden." Miller und seine Kollegen von der Harvard School of Public Health haben nach eigenen Angaben erstmals in den USA in einer repräsentativen Studie den Zusammenhang von Schusswaffenbesitz und Suizidrate für jeden einzelnen Bundesstaat untersucht. (...)
In den 15 US-Bundesstaaten mit den höchsten Waffenbesitzquoten hätten sich doppelt so viele Menschen umgebracht wie in den sechs Staaten mit der geringsten Waffenquote. Die höhere Selbstmordrate hänge allein mit der Nutzung von Waffen zusammen, berichten die Forscher. Es gebe keinen Zusammenhang von Waffenbesitz und übrigen Suizidarten, betonen sie. (...)
Gegenmaßnahme: Waffenbesitz beschränken
Millers Studie deckt sich mit Erkenntnissen Schweizer Forscher, die 2006 festgestellt hatten, dass der der Zugang zu Schusswaffen einen direkten Einfluss auf die Häufigkeit von Suiziden mit Schusswaffen hat. Staaten mit einem besonders liberalen Waffenrecht wie die USA und die Schweiz stünden in den Selbstmordstatistiken weltweit ganz oben, berichteten Vladeta Ajdacic-Gross und seine Kollegen von der Universität Zürich im "American Journal of Public Health". In Ländern, welche die Verfügbarkeit von Schusswaffen in den vergangenen zwei Jahrzehnten eingeschränkt hätten, sei die Zahl der Selbstmorde mit Schusswaffen nachweisbar gesunken. (...)
Quelle: SPIEGEL online, 11.4.2007
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Amoklauf - Töten mit Waffenschein |
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Der jüngste Amoklauf in Finnland forderte nach aktuellen Presseberichten mindestens neun Todesopfer. Trotz restriktiver Waffengesetze in Europa sind Amokläufe nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Die Tatwaffen erwerben Täter dies- und jenseits des Atlantiks häufig völlig legal.
Bei den folgenschwersten Amokläufen, die in westlichen Demokratien bisher verübt wurden, waren die meisten Täter legal im Besitz ihrer Waffe bzw. waren als Besitzer eingetragen. Dies gilt nicht nur für Vorfälle in den USA, die für ihren liberalen Umgang mit dem Verkauf von Handfeuerwaffen bekannt sind. Auch in Europa können in den meisten Ländern tödliche Schusswaffen erworben werden, wenn Personen dafür einen nachvollziehbaren Verwendungszweck anführen können. In Deutschland gilt dies unter anderem für Jäger und Sportschützen. In aller Regel sind es Feuerwaffen, mit denen Täter bei Amokläufen ihre Opfer ermorden. Nur in wenigen Ausnahmefällen wie beispielsweise 2008 in Japan handelt es sich bei den Tatwaffen um Messer oder Schwerter, die ohnehin nahezu frei veräußert werden.
Ersten Presseberichten zu Folge war auch der Täter des Amoklaufs im finnischen Kauhajoki legal im Besitz seiner Waffe. Zwar hatte die finnische Regierung in Folge zweier vergleichbarer Überfälle mit 16 Toten in 2007 das zuvor sehr liberale Waffenrecht in Teilen verschärft. Doch offenbar hindern Gesetze die Täter von Amokläufen nicht daran, die notwendigen Anstrengungen wie Bescheinigungen zu Sportübungen oder Abnahme eines Jagdscheins zu unternehmen, um in den Besitz der begehrten Waffen zu kommen. (...)
Auch Deutschland nimmt unter den folgenschwersten Amokläufen der vergangenen Jahrzehnte seinen traurigen Platz ein. 2002 kamen beim Blutbad am Gutenberg-Gymnasium von Erfurt 16 Menschen ums Leben. Ein ehemaliger Schüler der Schule feuerte, mit einer Pistole und einer Pumpgun (Repetier-Schrotflinte) bewaffnet, wahllos auf Mitschüler und Lehrer. Als Motiv wird die Verweisung von der Schule angenommen, die als Folge einer Urkundenfälschung ausgesprochen wurde. Für beide Tatwaffen besaß der Täter eine offizielle Waffenbesitzkarte. (Anmerkung Initiative zur Abschaffung der Jagd: Die Tatwaffe des Amoklaufs von Erfurt wurde bei Frankonia Jagd, einem Jagdausstatter, legal erworben).
Quelle: Satistika, 24.9.2008 (Auszug) http://de.statista.org/statistik/daten/studie/1870/umfrage/herkunft-der-waffe-bei-amoklaeufen/
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Bedrohung durch Waffen in Deutschland |
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BICC Presseerklärung vom 30. März 2003 (Auszug)
Neues Waffengesetz: Unzureichende Antwort auf Bedrohung durch Kleinwaffen in Deutschland
Am 1. April 2003 tritt die Novellierung des Waffenrechts in Kraft. Das Bonn International Center for Conversion begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung zur verstärkten Waffenkontrolle in Deutschland. Dennoch – die Gesetzesänderung allein wird wohl weder den missbräuchlichen Einsatz noch die Faszination von Waffen auf Jugendliche abschaffen. Deshalb muss die strikte Kontrolle des privaten Waffenbesitzes gesellschaftlich eingebettet sein: Politik, Elternhäuser und Schulen müssen beteiligt werden. Auch weitere gesetzliche Schritte sind hilfreich.
(...)Während das Bundesinnenministerium hervorhebt, dass das neue Waffenrecht sowohl den Ansprüchen der Bevölkerung an die öffentliche Sicherheit als auch den Interessen der Sportschützen und Jäger gerecht wird, gibt es auch seitens der Polizei kritische Stimmen. Die Gewerkschaft der Polizei etwa befürchtet, dass das neue Waffengesetz zwar am 1. April in Kraft treten wird, aber nicht ordnungsgemäß angewandt werden kann, da die für die praktische Umsetzung nötigen Verordnungen fehlen. Das Gesetz habe "sozusagen Ladehemmung", so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Konrad Freiberg.
Die private Verwendung von Waffen droht auch in Deutschland zu einem immer größeren Problem zu werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gab es in Deutschland 1999 (jüngste international vergleichbare Zahl) 1.201 Todesopfer durch Schusswaffengebrauch (einschließlich Morden, Selbstmorden und Unfällen). Damit war Deutschland innerhalb der Europäischen Union nach Frankreich das Land mit der zweithöchsten Zahl von Schusswaffenopfern. Nicht vergessen ist der Amoklauf eines 19jährigen Schülers im April 2002 in Erfurt – eine Einzeltat, die jedoch auf die erschreckende Tragweite des Problems des individuellen Waffenbesitzes hinweist. (...)
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WILD UND HUND, April 2005 |
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BILD, 21.07.2004 |
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BILD, 25.02.2005 |
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Nürnberger Abendzeitung, 15./16.05.2004 |
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Nürnberger Abendzeitung, 15./16.05.2004 II |
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Schaumburg-Lippische landeszeitung Dez. 2004 |
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Luxemburger Wort, 14.01.2005 |
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