Nur die Spitze des Eisbergs

Die Meldungen, die Sie im Folgenden lesen, wurden aufgrund von vorliegenden Presseberichten erstellt. Dies kann sicherlich einerseits zu Fehlerquellen führen, andererseits niemals alle Fälle erfassen kann. Die Aufstellung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer liegt sicherlich höher, vor allem, wenn es um Verletzte bei Jagdunfällen geht.



29.12.16: Schüsse am Radweg

Mann traf auf Bewaffnete. Es waren aber „nur“ Jäger.
„Es wurde in meiner unmittelbaren Nähe von der Schusswaffe Gebrauch gemacht. Die Schussrichtung war meiner Einschätzung nach direkt auf den, auf der gegenüberliegenden Seite des Michelbach befindlichen, Radweg gerichtet“, zitieren die Niederösterreichischen Nachrichten am 29.12.2016 einen Mann, der am Donnerstag gegen 11 Uhr mit Begleitung beim Radweg zwischen Böheimkirchen und Furth in Österreich unterwegs war. Dort sei er mehr als fünf bewaffneten Männern begegnet. „ Auf dem besagten Radweg, den ich auch gerne mit meinen drei kleinen Kindern benutze, konnte ich keinen Hinweis auf bevorstehenden Kugelflug finden“, schildert der Betroffene in einem Schreiben, welches er auch an die Zeitung richtete: „Können Sie mich bitte aufklären, inwieweit diese Form des Schusswaffengebrauchs bei einem öffentlichen Radweg legal ist?"
Die Niederösterreichischen Nachrichten fragten bei der Polizei und der Jägerschaft nach und erfuhren, dass in diesem Bereich eine Jagd stattfand. Der Hegeringleiter behauptet aber, „dass es dadurch zu keiner Gefährdungssituation für die besagten Spaziergänger gekommen sei, da nicht in ihre Richtung, sondern auf die aus dem Wasser auffliegenden Enten geschossen wurde.“



28.12.16: Auto während Treibjagd beschossen?

„Ist in Mittelsachsen ein Citroen während einer Treibjagd beschossen worden?“, fragt tag24.de am 28.12.2016. Demnach hörten der Fahrer und die Beifahrerin des Autos nach dem Ortsausgang Bräunsdorf ein seltsames Geräusch. Als sie nachschauten, sahen sie, dass der linke Scheinwerfer und der linke Kotflügel beschädigt waren. „Die Art der Beschädigungen lassen darauf schließen, dass das Auto von einem Projektil getroffen wurde“, berichtet tag24.de. „Die beiden Insassen hatten Glück im Unglück, sie blieben unverletzt.“ Der Schaden belaufe sich auf rund 2000 Euro. Laut Polizei werde nun geprüft, ob die Beschädigungen während einer Treibjagd in einem kleinen Wald bei Bräunsdorf passiert sind.



20.12.16: Jagden zu nah am Wohngebiet

„Ärger in Pfaffenwiesenbach: Jagden zu nah am Wohngebiet?“, titelt die Taunus Zeitung am 20.12.2016. In der idyllischen Wohngegend am Ortrand, an die Feld und Wald angrenzen, führen Anwohner ihre Hunde spazieren, spielen die Kinder in der Natur und stehen Pferde auf der Weide,. Nun beschwerden sich die Anwohner, dass die Jäger keinerlei Rücksicht auf das Wohngebiet nehmen würden. „Da wird nichts ausgeschildert, wenn Treibjagd ist“, kritisiert ein Bürger gegenüber der Zeitung. Da werde einfach drauf los geballert. „Wir haben deswegen auch schon die Polizei gerufen.“ Eine andere Anwohnerin sorgt sich um die Kinder des Waldkindergartens: „Nicht auszudenken, was passiert, wenn so ein Geschoss auf einen Stein prallt. So ein Querschläger kann alles mögliche treffen, auch ein Kind.“
Mehrere Anwohner berichten, dass Treibjagden quasi vor ihren Augen statt fänden, die Anwohner hätten nach auch schon angeschossene Tiere schreien gehört und Blutspuren über viele Meter hinweg gesehen.
„Das war so schlimm, dass wir einen Jäger angesprochen haben“, erzählen sie gegenüber der Taunis Zeitung. „Ihr könnt ja wegziehen“, soll der Mann aus Nordrhein-Westfalen, der sich für die Jagd in Pfaffenwiesbach für gutes Geld eingekauft habe, den Anwohnern geantwortet haben, heißt es weiter.



19.12.16: Neun Monate Haft für Jäger

Ein Jäger, der tödliche Schüsse auf einen anderen Jäger abgefeuert hatte, ist vom Landgericht Erfurt zu neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Dies meldet die Ostthüringer Zeitung am 19.12.2016. Die Richter gingen von einer Notwehrsituation aus, da der andere Jäger den Angeklagten mit selbst mit einem Gewehr bedroht habe. Der angeklagte Jäger wurde wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt, weil er den mit vier Schüssen verletzten Jäger zurückgelassen hatte. 



17.12.16: Tödlicher Jagdunfall

„Berüchtigter jagender Tierarzt starb bei Jagdunfall“, titelt die Kleine Zeitung am 17.12.2016 und berichtet, dass der Jäger und Tierarzt Luciano Ponzetto immer wieder für Aufregung habe, weil er provokant Bilder mit erlegten Löwen, Geparden oder Warzenschweinen auf Facebook postete. „Seine blutige Leidenschaft wurde Ponzetto nun allerdings zum Verhängnis“, so die Kleine Zeitung. Bei der Vogeljagd in der Nähe von Turin sei der Jäger auf einer Eisplatte ausgerutscht und 30 Meter tief in eine Schlucht gestürzt.



14.12.16 Schüsse im Wald - Großeinsatz der Polizei

Verdächtige Schüsse lösten im Landkreis Eichstätt einen Großeinsatz der Polizei mit acht Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber aus. Dies berichtet der Donaukurier am 14.12.2016. Demnach fuhr eine Frau gegen 13.30 Uhr auf der Kreisstraße, als sie Schüsse hörte und eigenen Angaben zufolge eine männliche Person am Waldrand bemerkte. „Die 33-Jährige fuhr aus Angst sofort weiter nach Buxheim und verständigte von dort die Polizei. Sie stand bei der Aufnahme unter Schock und musste ärztlich behandelt werden“, berichtet die Zeitung.
Gegen 14.45 Uhr hatte die Fahndung Erfolg: Es wurde ein 38-jähriger Mann ermittelt, der als Jäger zu dieser Zeit dort drei Schüsse abgegeben hatte. „Die Polizei prüft nun, ob der 38-Jährige gegen die Bestimmungen des Jagd- oder Waffenrechts verstoßen hat“, so der Donauskurier.

Schon öfter ist es zu Polizeieinsätzen gekommen, weil die Schüsse von Jägern besorgte Bürger aufschreckten.
Im August 2016 hatten Autofahrer im baden-württembergischen Neuhausen Schüsse gehört und daraufhin die Polizei alarmiert. Sensibilisiert durch die Amokläufe von Würzburg und München rückte ein Großaufgebot der Polizei aus. Sie stießen auf Jäger, die eine Erntejagd abhielten.
Im oberbayerischen Bad Aibling alarmierten im September 2016 zahlreiche besorgte Bürger wegen einer Krähenjagd die Polizei.



Treibjagd: Autofahrerin lebensgefährlich verletzt

Lebensbedrohliche Verletzungen hat eine 40-jährige Frau bei einem Unfall auf der B 51 bei Stadtkyll erlitten. Laut Polizei hatten mehrere Hirschkühe plötzlich die Fahrbahn überquert, ein Tier wurde vom Auto erfasst und in die Windschutzscheibe geschleudert, berichtet der Kölner Stadtanzeiger am 11.12.2016. Demnach wurde der Fahrer des Wagens leicht verletzt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, die Beifahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Nach Angaben der Polizei haben weitere Ermittlungen ergeben, dass zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes im Umfeld der Unfallstelle eine Treibjagd stattfand.



8.12.16: Jäger schießt sich ins Gesicht

Ein Jäger ist bei einem Jagdunfall im österreichischen Abtenau im Gesicht schwer verletzt worden. Salzburg24 berichtet am 8.12.2016, dass sich ersten polizeilichen Informationen zufolge vermutlich unbeabsichtigt ein Schuss aus der Jagdwaffe gelöst habe. Der Jäger musste mit dem Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Salzburg geflogen werden.



8.12.16: Kugel schlägt in Werkstatt ein

„Jäger trifft statt Wildschwein eine Werkstatt - Eifeler Bauer muss wochenlang auf Entschuldigung warten“, titelt der Trierer Volksfreund am 8.12.2016. Demnach hatten mehr als 30 Jäger eine Treibjagd neben einem Bauernhof veranstaltet. Auf einmal schlug die Kugel eines Jägers in die Werkstatthalle ein, in der gerade ein Landwirt seine Futtermaschine reparierte – und brachte diesen in Lebensgefahr. "Nur wenige Minuten zuvor habe ich vor dem Fenster genau in der Höhe, in der die Kugel einschlug, auf dem Futterwagen gearbeitet ", wird der Landwirt von der Zeitung zitiert.
Auch der Seniorchef hörte den Schuss, als sein Sohn ihm zugerufen habe: "Sind die denn verrückt geworden. Jetzt schießen die hier in die Werkstatt."
Der Landwirt berichtet, dass er dem Jäger zur Regulierung des Sachschadens buchstäblich hinterherlaufen müssen. "Er hat sich über zwei Wochen nicht gemeldet. Ich habe mehrmals versucht, ihn telefonisch zu erreichen," sagt er gegenüber dem „Volksfreund“. Dabei hatten die Landwirte die Jäger sofort über den Querschläger informiert.



6.12.16: Waffenarsenal bei Reichsbürger und Jäger

In der Wohnung eines 75-jährigen Jägers und „Reichsbürgers“ in Bayern hat die Polizei ein kleines Waffenarsenal ausgehoben: acht Gewehre, drei Pistolen und größere Mengen Munition beschlagnahmt worden. Dies berichtet SPIEGEL online am 6.12.2016.



4.12.16: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt

Jagdunfall: Ein 55-jähriger Jäger ist auf der Pirsch an der Kampenwand in Aschau im Chiemgau zehn Meter tief abgestürzt und wurde schwer verletzt. Dies berichtet die Passauer Neue Presse am 4.12.2016. Demnach musste der Jäger in einer aufwändigen Rettungsaktion geborgen und mit einem Polizeihubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen werden.



30.11.16: Treibjagden provozieren viele Unfälle

In Luxemburg gab es ausgelöst durch Treib- oder Drückjagden an einem einzigen Tag allein acht Wildunfälle. Dies berichtet die Tageszeitung Letztebuerg privat am 30.11.2016 und schreibt: "Da bei der Treibjagd das Wild mit unsäglich viel Lärm vor die Flinten der Jäger getrieben wird, überquert es in voller Panik auch Straßen. Provoziert damit Wildunfälle." Nach Treibjagden dauere es oft noch Tage, bis sich das Wild wieder orientiert habe: "Die Tiere sind deutlich aktiver. Häufige Querungen von Wegen und Straßen sind vorprogrammiert. Wie auch entsprechende Autounfälle."



 



26.11.16: 48-Jähriger erschießt seine Ehefrau

Ein 48-Jähriger hat seine 36-jährige Ehefrau erschossen. Dies berichtet der WDR am 26.11.2016. „Passanten hatten die Tote im Kölner Stadtteil Weiden auf einem Weg nahe einer Sportanlage gefunden“, so der WDR. Der Mann wurde festgenommen und hat ein Geständnis abgelegt. Ob der 48-Jährige Jäger oder Sportschütze ist, wurde noch nicht bekannt.



26.11.16: Jäger legen auf Rügen Zugverkehr lahm

Eine Treibjagd mit 30 Jägern legte den Zugverkehr auf Rügen für zwei Stunden lahm. Dies berichtet die Ostsee-Zeitung am 26.11.2016. Demnach berichteten Augenzeugen, dass Jäger mit ihren Flinten zwischen den Gleisen bei Lietzow unterwegs gewesen sein sollen. Etliche Zugreisende seien am Freitag über die Mittagsstunden nicht vom Fleck. Ein ICE und drei Regionalzüge verspäteten sich, zudem kam es zu vier Teilausfällen.
„Die Strecke zwischen Lietzow und Bergen musste von 11.03 bis 13 Uhr gesperrt werden, weil dort Jäger auf den Gleisen waren“, bestätigte Bahnsprecher Burkhard Ahlert gegenüber der Ostseezeitung.
Laut Bundespolizeiinspektion hätten Teilnehmer der Treibjagd erst nach Abgabe eines Achtungssignals und der Einleitung eines Bremsvorganges durch den Triebfahrzeugführer des RE13024 widerwillig die Gleise verlassen.
Die Bundespolizei habe sofort die Beendigung der Treibjagd angeordnet und die Ermittlungen gegen den Jagdleiter aufgenommen, berichtet die Ostsee-Zeitung. „Da ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliege, habe dieser mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Außerdem werde ein Verstoß gegen Bundesjagdgesetz geprüft.“ Der Inhaber des Jagdgebietes dagegen sagt, die Bundespolizei hätte überreagiert.



23.11.16 Drogenhändler mit legalen Jagdgewehren

Bei einer Drogenrazzia der Polizei gegen drei Männer aus Kirchheimbolanden fanden die Beamten nicht nur Drogen, sondern auch noch neun Jagdgewehre, die legal erworben worden waren. Dies berichtet die SWR Landesschau am 23.11.2016. Die Polizei nahm die Männer fest.



22.11.16: Rechtsextreme mit Jagdwaffenarsenal

Der NDR berichtete am 22.11.2016 über Rechtsextreme, die völlig legal Waffen besitzen, weil sie Jäger sind. Beispiel von Timo S., ein Rechtsextremist aus Göttingen: „Timo S. besitzt Schusswaffen, ganz legal. Denn er ist Inhaber eines Jagdscheins“, so der NDR in der Sendung Panorama 3. Das Problem laut NDR: Das Waffenrecht schreibe zwar eine ‚charakterliche Eignung’ zum Waffenbesitz vor - doch die Kontrolle sei schwierig: „Liegen keine einschlägigen strafrechtlichen Eintragungen oder Zweifel an der medizinischen oder psychischen Eignung für den Waffenbesitz vor, bekommt der Antragsteller in der Regel eine Waffenbesitzkarte und darf sich legal bewaffnen. Jäger dürfen dabei eine unbegrenzte Anzahl an Gewehren und in der Regel zwei Kurzwaffen besitzen.“



16.11.16: Jäger rastet aus! Autoreifen zerstochen

„Jäger rastet aus! Mit Messer Autoreifen zerstochen“, titelt Antenne Salzburg 24 am 16.11.2016. Demnach hatte ein 34-jähriger Tourengeher sein Fahrzeug am Parkplatz abgestellt und ging eine Skitour im Bereich der unteren Pleisslingalm. Weil der Sportler im felsigen Gelände Gämsen verschreckt haben soll, zerstach ihm ein 52-jähriger Jäger mit dem Messer zwei Autoreifen. Der Sportler erstattete Anzeige bei der Polizei. Der Jäger habe bei der Polizei zugegeben, die Reifen im Zorn zerstochen zu haben, berichtet der Radiosender.



15.11.16: Jäger nimmt Geisel - Schuss in Fuß

Ein 69-jähriger Hobbyjäger hat im Kreis Stade eine 19-Jährige als Geisel genommen, sie mit der Schusswaffe bedroht und ihr offenbar in den Fuß geschossen. Dies berichtet die Wolfsburger Allgemeine Zeitung in ihrer Printausgabe vom 15.11.2016. Der Jäger sei von einem Spezial-Einsatz-Kommando der Polizei Hannover überwältigt und festgenommen worden.
Laut dem Bericht „Jäger droht 19-Jähriger mit Schusswaffe“ in der Neuen Presse Hannover vom 14.11.2016 wollte der Hobbyjäger mit der Geiselnahme der 19-Jährigen die Rückkehr der Mutter der jungen Frau, die gleichzeitig seine Ex-Frau ist, erzwingen.



9.11.16: Jäger schoss Bekannter in den Fuß

Ein 69-jähriger Jäger hat offenbar im Burgenland aus Versehen einer Bekannten in den Fuß geschossen. Dies berichtet Der Standard am 9.11.2016. Demnach soll der Waidmann in einem Wohnhaus einem 75-Jährigen sowie dessen Bekannten die Handhabung seines Jagdgewehres erklärt haben. Dabei löste sich ein Schuss aus der geladenen Waffe.
„Nach Abschluss der Erhebungen dürften den 69-Jährigen eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie waffen- und jagdrechtliche Verfahren erwarten“, meldet die Nachrichtenagentur APA.



7.11.16: Schuss trifft Jäger

In der Lausitz wurde ein 71-jähriger Jäger aus Versehen aus seinem eigenen Gewehr angeschossen. Dies berichtet die Sächsische Zeitung am 7.11.2016. Demnach saß der Jäger in seinem Auto. „Zeugen beobachteten, wie sein Hund bellend auf dem Vordersitz herumsprang, auf dem sich offenbar auch ein geladenes Gewehr befand“, so die Zeitung. Dabei löste sich ein Schuss, der den Waidmann in den Ellenbogen traf.
Die Zeugen riefen die Polizei, welche die Waffen des 71-Jährigen kontrollierten: Weil diese teilweise im geladenen Zustand und zusammen mit Munition in einem Waffenschrank gelagert waren, stellte die Polizei fünf Gewehre sicher. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet.



7.11.16 Treibjagd: Keiler greift Jäger an

Ein Wildschwein hat bei einer Treibjagd einen 33-jährigen Jäger angegriffen und schwer verletzt. Dies berichtet das Main Echo am 7.11.2016. Demnach war der Keiler bei der Treibjagd angeschossen worden und flüchtete. Als Jäger das Tier stellten und mit dem so genannten „Fangschuss“ töten wollten, griff der Keiler den Jäger an. Ein anderer Jäger erschoss das Wildschwein. Der Jäger wurde schwer verletzt ins Klinikum Aschaffenburg gebracht.



6.11.16: Schrotkugeln zertrümmern Autoscheibe

In Lauingen fährt eine junge Frau in ihrem Auto, als sie plötzlich einen lauten Knall hört und kurz darauf Beschädigungen an der Windschutzscheibe ihres Wagens entdeckt. Die Polizei ermittelt in Richtung der Jäger der angrenzenden Jagdgebiete. (Augsburger Allgemeine, 6.11.2016)



3.11.16: Jäger schießt sich in Oberarm

Ein 53-jähriger Jäger hat sich in Südtirol offenbar aus Versehen selbst mit seinem Jagdgewehr angeschossen. „Aus bislang ungeklärten Gründen löste sich ein Schuss aus dem Gewehr und traf den Mann am Oberarm“, berichtet Südtirol News am 3.11.2016. Dabei habe der Jäger viel Blut verloren.



2.11.16: Reichsbürger mit Waffen und Jagdschein

Im Kreis Rheingau-Taunus/Hessen hat die Polizei bei einem Jäger ein größeres Waffenarsenal sichergestellt. Laut Polizei gab es Indizien, dass der 64-jährige Jäger und so genannte „Reichsbürger“ gehöre, psychisch labil und gefährlich sei, berichtet die Hessenschau am 2.11.2016. Eine Spezialeinheit der Polizei habe mehrere Schusswaffen sichergestellt, unter anderem drei Langwaffen, zwei Schreckschusswaffen, mehrere Jagdmesser und jede Menge Munition. „Der 64-Jährige besitzt laut Polizei einen Jagdschein", meldet die Hessenschau.



28.10.16: Schwerer Jagdunfall

Bei Garmisch-Partenkirchen hat sich ein schwerer Jagdunfall ereignet: Ein 70-jähriger Jäger rutschte bei einer Pirsch in den Bergen aus und stürzte 80 Meter einen Abhang hinunter. Dise berichtet der Merkur am 28.10.2016. Demnach waren rund 60 Einsatzkräfte beteiligt, den Waidmann schwer verletzt zu bergen.



23.10.16: 84-Jähriger erschießt Ehefrau und sich

Im Landkreis Weilheim-Schongau hat offenbar ein 84-jähriger Mann seine 83-jährige Frau erschossen und sich dann selbst das Leben genommen. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 23.10.2016. „Fest steht für die Ermittler, dass beide Personen gewaltsam ums Leben kamen und dabei eine Schusswaffe eingesetzt wurde“, so die Zeitung. Ob der Mann Jäger war bzw. woher er die Schusswaffe hat, ist noch nicht bekannt.



19.10.16: Razzia - Jäger schießt auf Polizisten

Bei einer Razzia von Polizei und Spezialeinheiten hat ein 49-jähriger Jäger in Mittelfranken auf die Beamten geschossen. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt, einer davon lebensgefährlich. Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 19.10.2016, dass der Jagdscheininhaber laut Polizei "als nicht mehr zuverlässig für den Besitz einer Waffe" galt. Deshalb sollten bei dem Jäger seine legalen Waffen - mehr als 30 Lang- und Kurzwaffen - sichergestellt werden. Gegen den Jäger, welcher der "Reichsbürger"-Szene angehöre, ermittele nun die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes.



Sicherheitsratschläge zur Jagdsaison!

„Sicherheitsratschläge zur Jagdsaison! Bleiben Sie lieber zu Hause, aber nicht auf ihrer Terrasse“, titelt die luxemburgische Zeitung Letzebuerg privat am 17.10.2016 anlässlich der Treibjagdsaison und greift einen aktuellen Jagdunfall auf: Kürzlich hatten Jäger eine Frau auf der heimischen Terrasse ‚erlegt“. „Da klingt es schon wie Hohn, wenn der Jägerverband von ‚hoher Sicherheitskultur’ redet“, schreibt die Zeitung.
Offenbar hat der Jagdverband eine Broschüre herausgegeben, in der Hinweise für die Bevölkerung zu lesen. Denn die Zeitung kommentiert, es klinge wie ein schlechter Witz, wenn Wanderer, Jogger und Spaziergänger im Wald nach Jagdhornbläser lauschen sollen. „Was, wenn man den Wald erst später betritt? Oder sich schon im Wald befindet, wenn losgeballert wird?“, wird in dem Artikel gefragt.
Der Gipfel aller Feststellungen des Jagdverbandes sei es, mit der Kanone auf alle Nicht-Jäger zu schießen, mit dem Hinweis, dass es gesetzlich verboten sei, eine Jagd zu stören.
Der Artikel schließt mit folgenden Worten: „Also, liebe Wanderer, Jogger, Spaziergänger, Naturfreunde und Autofahrer – bleiben sie während der Jagdsaison lieber zu Hause, bevor sie gegen Gesetze verstoßen.“ Aber besser nicht auf der Terrasse…

Karikatur: Bruno Haberzettl. Aus: Brunos Jagdfieber


13.10.16: Wildschweinjagd: Schuss auf Terrasse

Das Rätsel um einen nächtlichen Schuss auf eine Terrasse ist geklärt: Die Polizei Wuppertal und Spezialisten des Landeskriminalamtes Düsseldorf haben einen Jäger ermittelt, der nachts ein Wildschwein erlegt hat. Dies berichtet das Solinger Tagblatt am 13.10.2016.
Eine Frau aus Solingen hatte im September Strafanzeige bei der Polizei erstattet, weil Samstagnacht auf sie und ihren Mann geschossen worden war. „Wir saßen kurz nach 23 Uhr auf der Terrasse vor unserem Haus. Plötzlich hörten wir einen Knall“, zitiert die Zeitung die 47-Jährige. Ein Geschoss sei nur einen Meter an dem Ehepaar vorbeigeflogen. Es sei in eine hölzerne Sichtschutzwand gekracht und zerschlug noch eine Vase.
Die Polizei leitet nun die Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft Wuppertal weiter. abgeben. Dort werde wohl ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung gegen den Jäger eingeleitet, so eine Polizeisprecherin gegenüber dem Solinger Tagblatt.



Luxemburg: Petition für Jagdverbot in Wohngebieten

Bei einer Jagd auf Wildschweine wurde eine Frau im luxemburgischen Fentingen von einem Geschoss getroffen – während sie auf der Terrasse eines Mehrfamilienhauses saß. Der Kiefer der Frau wurde zertrümmert. Im Verdacht stehen weiterhin fünf Jäger welche in der Nähe in einem Maisfeld Wildscheine erlegten. Die Jäger befanden sich rund 500 Meter von den ersten Wohnhäusern entfernt und handelten in diesem Sinne komplett legal. In Luxemburg ist keine Mindestdistanz zwischen Wohngebieten und Jagdaktivitäten vorgeschrieben.
„In diesem Zusammenhang wurde bereits am zehnten August, also lange vor diesem Vorfall, eine Petition eingereicht“, berichtet das
Luxemburger Wort. Die Petition fordert, den Gebrauch von jeglichen Schusswaffen innerhalb eines Radius von rund 300 Metern um Wohngebiete herum zu verbieten.



30.9.16: Jäger verwechselt Kollegen mit Hirsch

Treibjagd im schweizer Kanton Graubünden: Ein Waidmann hat einen Jagdkollegen mit einem Hirsch verwechselt und in den Oberschenkel geschossen. Dies meldet 20min.ch am 30.9.2016. Der angeschossene Jäger wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen.



29.9.16: "Mein Gesicht ist für immer ruiniert"

Bei einer Jagd auf Wildschweine wurde eine 46-jährige Frau im luxemburgischen Fentingen von einem Geschoss in die Wange getroffen. Sie hatte am Samstag gegen 17 Uhr mit Freunden auf einer Terrasse im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses gesessen, als es zischte und sie auf dem Stuhl zusammenbrach. „Ich habe einen gebrochenen Kiefer und immer noch Fragmente des Projektils in meiner Wange“, zitiert die luxemburgische Zeitung L’essentiel am 28.9.2016 das Opfer Natalie. „Mein Gesicht ist ruiniert, ich werde den Mund für den Rest meines Lebens nicht mehr schließen können – weil jemand sein Hobby ausüben wollte. Das ist nicht fair.“
Wie es genau zu dem Jagdunfall kam, muss jetzt die Polizei ermitteln. Fünf Jäger hatten ein Maisfeld umstellt, um Wildschweine zu schießen. Laut dem Pächter des Jagdreviers hatten drei Jäger Schüsse abgegeben. Doch der Jagdpächter wiegelt ab: Alle Sicherheitsregeln seien streng befolgt worden. Gegenüber L’essentiel vom 29.9.2016sagt er: „Was hier passiert ist, ist kein Spaß. Aber diese Dinge können unglücklicherweise trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passieren.“



27.9.16 Schweiz: Jagdunfälle - zwei Jäger tot

Im Schweizer Kanton Graubünden innerhalb von zwei Tagen zwei Jäger durch Jagdunfälle tödlich verunglückt. Dies meldet die Basler Zeitung am 27.9.2016. Demnach ist ein 62-jähriger Jäger in unwegsamen Gelände abgestürzt, nachdem er eine Gänse erschossen hatte.
Einen Tag zuvor war ein 52-jähriger Jäger tödlich verunglückt.



26.9.16: Wildschweinjagd: Einschussloch in Haus

Aufregung im Westerwald: Abends hörten Bewohner am Ortsrand von Lautzenbrücken Schüsse – während sie auf der Terrasse saßen und Kinder im Garten spielten. "Der letzte Schuss war extrem laut zu hören, als Treffer irgendwo auf Metall, oder auf irgendeinen anderen Gegenstand“, zitiert der SWR am 26.9.2016 einen Anwohner. Demnach seien mehrere Anwohner zu den Jägern gerannt, die neben der Ortschaft eine „Maisjagd“ auf Wildschweine veranstalteten. Doch die hätten die Schüsse aufs Dorf als Lappalie hingestellt, berichtet ein Betroffener. Später entdeckte einer der Anwohner kreisrundes Loch in der Schieferfassade seines Hauses. Das hat die Jagdbehörde jetzt untersucht. Ergebnis: Es könnte ein Einschussloch sein.



24.9.16: Hochstand stürzt ein - 2 Jäger verletzt

Zwei Jäger sind in Tirol bei dem Einsturz eines Hochstandes verletzt worden. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 24.9.2016. Demnach war der Hochsitz plötzlich in sich zusammengebrochen. Die beiden Jäger seien rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt und wurden erst eine halbe Stunde später gefunden.



23.9.16: Betrunkener Jäger schießt sich in den Arm

Ein betrunkener Waidmann fuhr im Bezirk Wien-Umgebung auf seinem »Waffenradl« durch eine Ortschaft und fiel plötzlich vom Fahrrad. Dadurch löste sich ein Schuss aus seiner offenbar geladenen Waffe. Dies berichtet heute.at am 23.9.2016. Die Anwohner hatten Glück, sie wurden nicht getroffen. Die Kugel traf den Arm des 62-jährigen Jägers, der schwer verletzt notoperiert werden musste.



21.9.16: Tödlicher Jagdunfall bei Hochjagd

Die Eröffnung der Hochjagd hat für einen 64-jährigen Jäger in der Waadt tödlich geendet. Dies berichtet die Neue Luzerner Zeitung am 21.9.2016. Demnach waren zwei Jäher auf einem steilen Pfad unterwegs, als sie ausglitten. Einer der beiden Waidmänner habe nach wenigen Metern wieder Halt gefunden, der andere wurde von sich lösenden Steinen in die Tiefe gerissen.



20.9.16: Ex-Frau mit Schrotflinte erschossen

In Bielefeld hat ein 53-jähriger Mann seine 41-jährige Ex-Frau vor ihrem Wohnhaus erschossen - durch die geschlossene Autoscheibe mit einer Schrotflinte erschossen. Dies meldet die Neue Osnabrücker Zeitung am 20.9.2016.
Demnach trafen zwei Schüsse aus der Schrotflinte das Opfer in den Brustbereich, was tödliche Verletzungen verursachte. Der beschuldigte Ex-Mann sitzt in Untersuchungshaft. Die Tatwaffe wurde laut dem Zeitungsbericht noch nicht gefunden. Wie er an die Waffe gelangt ist, ist laut Staatsanwaltschaft ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.



7.9.16: Schüsse - Anwohner alarmieren Polizei

Am Mittwoch, den 07.09.2016, meldeten gegen 18.30 Uhr mehrere besorgte Anwohner aus Lautzenbrücken der Polizeidienststelle Hachenburg, dass in der Ortsrandlage mehrere Schüsse gefallen seien.
„Von den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten wurde ermittelt, dass von mehreren Jägern außerhalb der Ortslage eine sogenannte ‚Maisjagd’ durchgeführt wurde. Hierbei wurde ein ‚Frischling’ angeschossen und anschließend jagdgerecht erlegt“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizeiinspektion Hachenburg. Weiter heißt es: „Vorgetragene Vermutungen, dass nach einer Schussabgabe ein Wohnhaus von einem Querschläger getroffen wurde, bestätigten sich nicht. Von den eingesetzten Beamten und dem vor Ort anwesenden Hausbewohner wurden keine Schäden festgestellt.“
Derzeit werde durch die zuständige untere Jagdbehörde geprüft, ob ein Verstoß gegen das Landesjagdgesetz vorliegt.



5.9.16: 80-jähriger bewaffneter Jäger drehte durch

In Wiener Neustadt drehte ein bewaffneter 80-jähriger Jäger durch, so dass es zu einem Einsatz der Spezialeinheit Cobra kam. Dies berichten die Salzburger Nachrichten am 5.9.2016.
Demnach hatte der 80-Jährige Besuch von einem Gerichtsvollzieher erhalten, der die Zwangsräumung des Mannes durchführen sollte. Nach einer Attacke des Pensionärs – offenbar hat er den Gerichtsvollzieher mit Benzin übergossen – rief dieser die Polizei.
„Da es sich bei dem 80-Jährigen um einen Jäger handelte - und er somit im Besitz von Schusswaffen war - wurde auch die Spezialeinheit Cobra hinzugezogen. 25 Mann rückten aus, um den 80-Jährigen, der sich mittlerweile verbarrikadiert hatte, zur Aufgabe zu zwingen“, berichtet die Zeitung. Cobra und Verhandlungsgruppe konnten den Jäger schließlich zur Aufgabe überzeugen. Die Polizei stellte ein Jagdgewehr sicher.



4.9.16: Jäger stürzt auf der Pirsch in die Tiefe

Ein 67-jähriger Jäger stürzte auf der Jagd im Erzgebirge fast 20 Meter in die Tiefe. Dies meldet die Morgenpost am 4.9.2016. Demnach wollte der Jäger Wildtiere anlocken. „Dazu verteilte er Äpfel und andere Leckereien, mit denen man besonders Wildschweine vor die Flinte bekommt. Doch dann der fatale Fehltritt: An einem Abhang rutschte der Mann aus, stürzte fast 20 Meter in die Tiefe“, berichtet die Zeitung. Wie durch ein Wunder habe der Rentner den schlimmen Absturz überlebt.



4.9.16 Schüsse auf Krähen: Polizei-Großeinsatz

Als am Sonntag ab 6 Uhr in Bad Aibling immer wieder mehrere Schüsse hintereinander fielen, häuften sich bei der Polizeiinspektion Bad Aibling schlagartig Anrufe besorgter Bürger. Zunächst wurden drei Streifen losgeschickt, meldet die Polizeiinspektion Bad Aibling am 4.9.2016. „Doch als die Schüsse um 06.30 Uhr noch nicht aufhörten, orderte die Polizeiinspektion Bad Aibling weitere Kräfte von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim und der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim nach, um der Sache auf den Grund zu gehen. So suchten insgesamt sechs Streifen in der Früh das Stadtgebiet Bad Aibling nach dem Verursacher ab.“
Schließlich stellte die Polizei fest, dass ein Jäger eines Jagdreviers zwischen Bad Aibling und Heufeld ein "Krähenschießen" durchführte.
„Dem Jäger wurde erklärt, dass die Bevölkerung verständlicher Weise zur Zeit auf Wahrnehmungen dieser Art sehr sensibel reagiert“, heißt es in der Pressemeldung.



3.9.16 Schuss auf Wildschwein geht nach hinten los

Bei einer Jagd auf Wildschweine ist ein Jäger aus Mitterfels in Niederbayern verletzt worden. „Der Mann hatte ein Wildschwein ins Visier genommen, doch als er den Abzug betätigte, explodierte seine Jagdwaffe“, meldet das Nachrichtenportal idowa.de am 3.9.2016.



3.9.16: Jagdunfall - Jäger schwer verletzt

Ein 67-jähriger Jäger ist bei der Bergung eines Hirsches in Zederhaus bei Salzburg schwer verletzt worden. „Er hatte den Zwölfender mit seiner 26-jährigen Enkelin erlegt und war beim Abtransport gegen einen Baum gestürzt“, so salzburg24.at am 3.9.2016.



3.9.16: PETA fordert Verbot der Hobbyjagd

Ein 21-jähriger Jäger ist bei einer Drückjagd bei Leibertingen angeschossen worden. Laut Polizei soll wohl ein 47-jähriger Jäger, den Schuss abgegeben haben. Im Hinblick auf diesen und ähnliche Jagdunfälle fordert die Tierrechtsorganisation PETA ein Verbot der, wie sie es nennt, „Hobbyjagd“ in Deutschland, berichtet die Schwäbische Zeitung am 3.9.2016.
„Immer wieder bringen die Weidmänner auch Passanten in Gefahr und gefährden die öffentliche Sicherheit durch fahrlässiges Handeln“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Tierrechtsorganisation rät der Bevölkerung zudem zu erhöhter Vorsicht während der anstehenden Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar.
„Der aktuelle Fall in Leibertingen zeigt wieder einmal: Bei der Jagd besteht Gefahr für jedes Lebewesen, das sich in der Nähe aufhält – ob Mensch oder Tier“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Jährlich ereignen sich Dutzende Vorfälle, bei denen Fehlschüsse oder Querschläger Menschen verletzen oder gar töten, Gewehrkugeln in Häuser einschlagen, Spaziergänger plötzlich unter Beschuss geraten oder sogar Menschen gezielt mit Jagdwaffen getötet werden. Die Hobbyjagd muss verboten werden.“



1.9.16: Zuckerl-König stirbt bei Jagdunfall

Der Chef der spanischen Zuckerlfabrik "Grupo Migueláñez" kam bei einer Steinbockjagd im Kaukasus ums Leben. Dies berichtet heute.at am 1.9.2016.
Seine Leidenschaft galt der Jagd. So verfasste Mario Migueláñez auch ein Buch mit dem Titel "Geboren wegen und für die Jagd", in dem er seine Erfahrungen in Jagdrevieren auf der ganzen Welt beschreibt.



31.8.16: Jäger trifft Jäger

Ein Jäger ist vermutlich von einem Kollegen bei einer Wildschweinjagd in Leibertingen (Kreis Sigmaringen) angeschossen worden. Dies berichtet die Südwest Presse am 31.8.2016. Demnach hatte der 47-jährige Unglücksschütze in einem Maisfeld geschossen, um Wildschweine hinauszutreiben.



24.8.16: Flüchtling bei Jagdunfall erschossen

Ein 20-jähriger afghanischer Flüchtling wurde einem Jagdunfall unweit der südserbischen Kleinstadt Pirot erschossen. Dies meldet die Krone am 24.8.2016. Demnach sei der 39-jährige Jäger, der sich des Todesschusses schuldig gemacht haben soll, vorläufig festgenommen worden.



14.8.2016 Von Hochstand gerutscht: Genickbruch

Eine 75-Jährige ist beim Abstieg von einem Jägersitz in der Steiermark rücklings rund sechs Meter zu Boden gestürzt und durch Genickbruch gestorben. Dies meldet der ORF am 14.8.2016. Demnach war die Pensionistin gemeinsam mit ihrem Mann auf dem Jägersitz, um Gamswild zu beobachten.



4.8.16 Erntejagd: Schießerei schreckt Anwohner auf

Eine Wildschweinjagd während der Ernte – kurz nach dem Münchner Amoklauf – schreckte Anwohner in Neuhausen auf. Eine Frau meldete im Rathaus, dass jemand mit einem Gewehr herumlaufe und schieße – der Mann trage keine Jägerkleidung. Dies berichtet die Pforzheimer Zeitung am 4.8.2016. Die Polizei Tiefenbronn starte einen großen Einsatz mit mehreren Streifenwagen und Schutzkleidung und erhielt Unterstützung von der Polizei Ludwigsburg.
„Ein Landwirt wurde durchsucht, ein Jäger musste seine Waffe niederlegen, was er nach mehrfacher Aufforderung auch getan habe“, berichtet die Pforzheimer Zeitung.
Der Kreisjägermeister erklärte zu dem Vorfall, dass die Jäger tagsüber nicht unbedingt an ihrer grünen Kluft zu erkennen seien. Die Jagd einzustellen, bis sich die nervöse Stimmung im Land etwas beruhigt hat – das sei nicht möglich, zitiert ihn die Zeitung.



26.7.16: Bewaffneter Jäger im Schwimmbad

"Jäger schoss durch Zaun auf Engener Bad-Gelände", titelt der Südkurier am 26.7.2016. Demnach hörten die Schwimmbadbesucher am Sonntagnachmittag einen Schuss, anschließend lief ein bewaffneter Jäger durch das Bad. "Das sorgte für große Unsicherheit und Verwirrung unter den Besuchern im Schwimmbad-Gelände", so die Zeitung und zitiert den Bademeister: "Der Jäger gab im Bereich des Bad-Geländes keinen weiteren Schuss ab. Aber schon, dass er mit einer Langwaffe für Badegäste sichtbar auf dem Areal umherlief, hat viele von ihnen erschreckt. Zumal er noch eine militärähnliche Tarnkleidung trug."
Die große Unsicherheit der Badegäste, wenn ein Bewaffneter durchs Schwimmbad läuft, ist mehr als verständlich, nicht nur vor dem Hintergrund der tödlichen Schüsse in München am Tag zuvor.
Der Jäger hatte zuvor von einem Nachbargrundstück auf einen Fuchs geschossen. Eine Kugel des Jägers sei laut Südkurier im Bad-Gelände gelandet. Nachdem er das Tier nicht richtig getroffen hatte, begab sich der Jäger auf "Nachsuche" im Erlebnisbad.



25.7.16: Jäger erschoss Kollegen in der Slowakei

In Slowenien hat offenbar ein Jäger einen anderen in einem Waldstück erschossen, ohne dies zu bemerken. Dies berichtet heute.at am 25.7.2016. Der Todesschütze sei demnach erst im Zuge der Fahndung entdeckt: Bei der Obduktion des Opfers sei eine Kugel gefunden worden, die nachweislich aus dem Gewehr des anderen Jägers stammen soll.



15.7.2016 Jäger verliert Gewehr auf Landstraße

Ein Jäger hat beim Einsteigen in sein Auto sein Jagdwehr auf dem Dach vergessen und ist losgefahren. Dies berichtet die Rheinpfalz am 15.7.2016. Laut Polizei sei das Gewehr von einem Mann auf der Landstraße bei Offenbach gefunden und zur Polizei gebracht worden. Wenige Minute später sei der Jäger zur Polizei gekommen, um sein Jagdgewehr als verloren zu melden. „Der Jäger zeigte seinen Waffenschein vor und durfte das Gewehr mitnehmen“, so die Rheinpfalz. „Leider war der Schaft gebrochen, da mehrere Autos darüber gefahren sind.“ 



7.7.16 Polizei erschießt Jäger bei Familienstreit

Bei einem Streit in einer Jägerfamilie in Sachsen-Anhalt musste das SEK anrücken. Dies meldet SPIEGEL online am 7.7.2016. Als die Beamten eingriffen, sei es zu mehreren Schüssen gekommen. Dabei wurde ein 31-jähriger Jäger tödlich getroffen.



1.7.2016: Angler erschießt Ex-Frau

Ein 60-jähriger Angler und offenbar auch Jäger hat seine Ex-Frau erschossen. Anschließend habe er bei der Polizei angerufen: „Ich habe gerade meine Ex-Frau erschossen“. Dies berichtet BILD am 1.7.2016. Laut BILD ging es ums Geld.



15.6.2016 Polizist in Jagdunfall verwickelt

„Polizist in Jagdunfall verwickelt - Schlampte Kripo, weil’s um einen Kollegen ging?“, titelt BILD am 15.6.2016. Demnach droht der Prozess gegen einen Hobby-Jäger, der bei einer Wildschweinjagd in einem Maisfeld versehentlich auf zwei Traktorfahrer geschossen haben soll, zu platzen. „Die Schuld dafür sehen die Verteidiger bei der Polizei“, so BILD. „Die Beamten – so der Vorwurf der Juristen – haben bei der Aufklärung des Falles massiv geschlampt.“ Beide Traktorfahrer waren von einem Projektil getroffen worden. Der eine der beiden werde nie wieder richtig laufen können.



14.6.16 Jäger bedroht Angler mit Gewehr

Der Jäger und CDU-Abgeordnete Helmuth von Maltzahn (CDU), der auf Schloss Ulrichshusen lebt, soll drei Angler für Diebe gehalten und mit einem Gewehr bedroht haben. Dies meldet die Ostsee-Zeitung am 14.6.2016. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wegen des Verdachts der Bedrohung und Nötigung.



25.5.16: Jäger mit Gewehr an Bahnstrecke

Ein Jäger hat einen Einsatz der Bundespolizei im niedersächsischen Sagehorn ausgelöst. „Er saß mit einem Gewehr im Anschlag auf einem Abstellgleis“, berichtet der Weser-Kurier am 25.5.2016. Auf die Meldung der Notfallleitstelle der Bahn rückte die Bundespolizei Bremen mit Blaulicht aus. Der Jäger habe sich gegenüber der Polizei damit gerechtfertigt, nur „auf Wild angelegt zu haben“. Folge seiner Aktion waren zahlreiche Zugverspätungen durch die Sperrung des Gleises.
Dem Mann würden nun Regressansprüche der Bahn drohen sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren und ein laut Polizei „nicht unerhebliches Bußgeld“, berichtet der Weser Kurier.



25.5.16: Jäger schoss in Nachbarwohnung

Ein 56-jähriger Jäger aus Klagenfurter hat offenbar aus Versehen in die Wohnung einer 62-jährigen Nachbarin geschossen. DER STANDARD berichtet am 25.5.2016: „Laut Polizei reinigte er ein Jagdgewehr, als sich ein Schuss löste.“
Das Projektil habe das Fenster der gegenüberliegenden Wohnung zerschlagen und habe den Kleiderschrank getroffen. Als der Schuss eingeschlagen war, rief die Frau die Polizei, die mit Cobra-Unterstützung beim ausgeforschten Schützen anrückte. Dieser habe gleich alles zugegeben. „Außerdem war der Mann alkoholisiert“, so die Zeitung.



22.5.16: 10-jähriger Junge gerät in Fuchsfalle

Ein zehnjähriger Junge ist beim Spielen am Rande einer Kleingartenanlage im Landkreis Oldenburg in eine Fuchsfalle geraten und verletzt worden. Dies meldet der NDR am 22.5.2016. Demnach musste die Feuerwehr die Falle mit einer hydraulischen Rettungsspreize aufbrechen, nachdem die Eltern vergeblich versucht hatten, ihren Sohn aus der Falle zu befreien. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort sei der Junge ins Krankenhaus gebracht worden.



18.5.16: Wildschwein tot, Nachbar angeschossen

Mitten in Berlin kam es zu einem Jagdunfall! Dies berichtet der Berliner Kurier am 18.5.2016 und schreibt: „Hermann F. stand abends vor seinem Haus, als ihn plötzlich eine Kugel traf. Ein Jäger (57) hatte 300 Meter weiter vom Hochstand aus ein Wildschwein geschossen.“ Das Projektil habe das Tier durchschlagen und landete im linken Arm des 60-jährigen Anwohners.



17.5.: Jäger schießt Wildschwein - trifft Anwohner

In Berlin-Reinickendorf hat ein Jäger einen 60-jährigen Mann verletzt. Dies berichtet die Berliner Morgenpost am 17.5.2016. Demnach stand der Anwohner gegen 21.30 Uhr an seiner Garage, als er einen Schuss hörte, einen Schmerz am linken Arm spürte und ein Projektil zu seinen Füßen fand. Der Mann habe sofort die Polizei alarmiert, welche auf einem etwa 300 Meter entfernten Hochstand einen 57 Jahre alten Jäger entdeckte, der auf ein Wildschwein geschossen hatte.



16.5.16: Jäger erschießt Ehefrau

Ein 75-jähriger Unternehmer und Jäger hat in Metelen offenbar seine 69-jährige Ehefrau mit Kopfschuss in der Küche erschossen. Anschließend versuchte er sich selbst mit einem Kopfschuss das Leben zu nehmen und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Dies meldet die Polizei Münster am 16.5.2016.
„Die Vermutungen gehen auf einen Streit im privaten Bereich zurück“, berichtet das Regionalmagazin klick.news. „Als Jäger hatte der Mann in seinem Haus Waffen gelagert.“



27.4.16: Jäger erschießt jugendlichen Einbrecher

Ein Jäger hat einen 18-jährigen Einbrecher erschossen. Die Westdeutsche Allgemeine berichtet am 27.4.2016, der Jugendliche sei durch einen Kopfschuss zunächst lebensgefährlich verletzt und wenig später seinen Verletzungen erlegen. Die Staatsanwaltschaft Hagen und die Mordkommission ermitteln.



24.4.16: Schüsse: Polizei stellt Jäger

„In Quellendorf wird geschossen!“ Dieses Gerücht kursierte am Freitagabend. Die Polizei wurde gerufen und stellte fest: Zwei Jäger hatten in der Libbesdorfer Straße mit ihrem Jagdgewehr mehrere Schüsse abgegeben würden. „Beide hatten die Berechtigung, zu jagen“, meldet die Mitteldeutsche Zeitung am 24.4.2016. „Ihnen wurde dennoch untersagt, weitere Schüsse in unmittelbarer Nähe zur Ortschaft abzugeben.“



16.4.16: Jäger zielen auf Windkraftgegner

Windkraftgegner aus dem Hunsrück haben Strafanzeige gegen Jäger bei der Staatsanwaltschaft Trier gestellt. „Ein Mitglied der Bürgerinitiative ‚Wald in Not’ sagte dem SWR, mehrmals hätten Jäger am Ranzenkopf mit ihren Gewehren auf die Windkraftgegner gezielt. Außerdem sei eine Wanderung des Naturschutzbundes NABU am Ostersonntag durch zwei Jäger gestört worden. (SWR, 16.4.2016)

"’Ich habe in einen Gewehrlauf geschaut’ - Jäger schüchtern Wanderer ein“, titelt dazu der Volksfreund am 19.4.2016. Demnach hatten 15 Teilnehmer einer geführten vogelkundlichen Wanderung des Naturschutzbunds teilgenommen. Zwei Jäger mit Hunden hätten sich mit Gewehren den Wanderern in den Weg gestellt: "Ich habe in einen Lauf geschaut", berichtet einer der Teilnehmer. Die Jäger hätten lautstark geschimpft und den Wanderern vorgeworfen, das Wild verscheucht zu haben, das sie jagen wollten.



15.4.16: Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich

Bluttat in Esslingen: Ein 47-jähriger Jäger hat seine 38-jährige Lebensgefährtin und dann sich selbst erschossen. Der Sohn der 38-jährigen fand die beiden Toten in der Wohnung seiner Mutter, als er heim kam. Dies meldet FOCUS online am 15.4.2016.



11.4.16: Jäger schießt auf Motorrad

In Sehlde (Kreis Hildesheim) eskalierte ein Streit zwischen einem Jäger und einem Motorradfahrer: der Jäger schoss auf das Hinterrad des Motorrads. Dies meldet die Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 11.4.2016.



11.4.16: Jäger schießt sich ins Bein

Ein Jäger hat sich im Kreis Bitburg selbst ins Knie geschossen. Dies berichtet www.wochenspiegellive.de am 11.4.2016. Demnach wollte der Jäger seinen Hochsitz besteigen, als die unterste Sprosse der Leiter durchbrach und der Jäger stürzte. Dabei löste sich ein Schuss aus seinem Gewehr, der ihn oberhalb seines rechten Knies traf.



11.4.16: Jäger läuft betrunken mit Waffe durch Ort

Ein 34-jähriger Jäger lief mit 2,56 Promille bewaffnet durch Thalgau. Zeugen alarmierten die Polizei. Salzburg24.at meldet am 11.4.2016, dass die Polizei daraufhin die Wohnung des Mannes nach weiteren Waffen bzw. gefährlichen Gegenständen durchsuchte. Die Beamten stellten insgesamt zwei weitere Faustfeuerwaffen, zehn Langwaffen, zwei Softguns, diverse Munition und zehn Stichwaffen sicher, welche zum Großteil nicht vorschriftsmäßig verwahrt waren.



10.3.16 Fahrt im Vollrausch: Jagdschein weg

Ein 53-jähriger Jäger wurde betrunken am Steuer erwischt –mit einem Blutalkoholwert von 2,15 Promille. Das Landgericht Oldenburg hat ihn zu einer Geldstrafe von 3000 Euro und einer 18-monatigen Führerscheinsperre verurteilt. Auch seinen Jagdschein muss er abgeben. Dies berichtet nwz online am 10.3.2016.
Bereits 2012 war der Jäger wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt worden. „Um den drohenden Verlust des Jagdscheins zu verhindern, hatte er Bekannte zu der Aussage angestiftet, sie seien 2012 gefahren und nicht er“, so die Zeitung.



27.2.16 Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 3 Jäger

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm ermittelt wegen Jagdwilderei und Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen drei Jäger, die im Dezember 2014 Schüsse auf Enten abfeuerten und damit auch zwei Spaziergängerinnen in Angst und Schrecken versetzten. Dies berichten die Westfälischen Nachrichten am 27.2.2016.
In unmittelbarer Nähe der Spaziergängerinnen habe es laut geknallt, Schrotkugeln seien einschlugen. Von den Spaziergängerinnen darauf angesprochen, hätten sich die Jäger hätten sich ziemlich uneinsichtig und barsch verhalten.
»Jetzt müssen sie mit den Konsequenzen rechnen, denn der Ehemann der Spaziergängerin ist Jurist und der wollte den Vorfall nicht im Sande verlaufen lassen«, so die Zeitung. Die Generalstaatsanwaltschaft prüft derzeit, ob im betreffenden Gebiet überhaupt gejagt werden durfte, welche Enten überhaupt gejagt wurden und welche Schonzeiten für diese Tiere gelten.



24.2.16: Plötzlich im Kugelhagel

„Gefährlicher Waldspaziergang: Plötzlich im Kugelhagel“, meldet der MDR am 24.2.2016. Ulrike Pondorf geriet mit ihrem Sohn beim Joggen in der Nähe von Jena in eine Treibjagd: „Wir fanden uns plötzlich inmitten von Kugelhagel und Hundegebell wieder, worauf wir Reißaus nahmen“, zitiert der MDR die betroffene Frau. Es habe keinerlei Warnhinweisschilder oder Absperrungen gegeben.



17.2.16: Jäger ballert in Auto auf A31

„Horror-Erlebnis auf der A31 in Richtung Luxemburg“, so L'essentiel am 17.2.2016. Demnach fuhr ein 31-jähriger Franzose mit seiner kleinen Tochter auf dem Beifahrersitz durch ein kleines Waldstück, als eine Kugel in die Beifahrertür einschlug. Zum großen Glück wurde die Tochter nicht getroffen - die Kugel blieb in einer Verstärkung Tür stecken. „Ein paar Zentimeter höher und sie hätte die Scheibe der Beifahrertür durchschlagen können“, so die Zeitung. Der Mann habe sofort die Polizei gerufen. Alles deute daraufhin, dass es sich um das Geschoss eines Jägers handle.



9.2.16 Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst

Ein Beziehungsdrama mit Jäger endete mit zwei Toten: „Jäger erschießt Freund ...und dann sich selbst“, titelt BILD am 9.2.2016. Demnach hat ein Jäger im niedersächsischen Laatzen den neuen Partner seiner Ex-Freundin erschossen. Die Polizei findet die Leiche des Nebenbuhlers im Keller. Weil der Jäger mehrere Waffen besitzt, leitet die Polizei eine Großfahndung mit Hubschrauber ein. Der Jäger wird schließlich tot im Wald gefunden – er hat sich selbst erschossen.



8.2.16: Betrunkener Jäger verliert Jagdschein

Ein Jäger wurde mit 2,31 Promille Blutalkohol am Steuer erwischt - im Auto dabei hatte er ein Gewehr und 40 Schuss Munition. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat jetzt entschieden, dass er seinen Jagdschein, die Waffenbesitzkarte und seine Waffen abgegeben muss, weil er unzuverlässig "im Sinne des Waffengesetzes" sei. Dies berichtet die Hannoversche Allgemeine am 8.2.2016.



8.2.16: Jäger (74) bedrohte Spaziergängerin

Ein 74-jähriger Jäger bedrohte und beleidigte eine Spaziergängerin. Der Fall wurde vor dem Amtsgericht Weilheim verhandelt: Der Jäger muss 2000 Euro an den Tierschutzverein zahlen. Dies berichtet der Münchner Merkur am 8.2.2016. Demnach habe der Jäger in der Verhandlung seine Drohung zugegeben, dass er den Hund der Frau erschießen werde, wenn er ihn wiedersehen würde.
„Er hat gesagt, er will von seiner Waffe Gebrauch machen“, zitiert die Zeitung die Spaziergängerin. Dass er damit nur den Hund gemeint habe, glaube sie jedoch nicht.



Zwei Menschen erschossen: Jägerin in Psychiatrie

Die Jägerin, die ihren Vermieter auf dem Balkon des Nachbarhauses quer durch den Kopf geschossen und anschließend und dessen fliehende Lebensgefährtin erschossen hatte, wird in einer psychiatrischen Klinik des Maßregelvollzugs untergebracht. Die meldet Focus online am 1.2.2016. Laut Urteil des Kölner Landgerichts vom 1.2.2016 sei die Jägerin eine Gefahr für die Allgemeinheit. Gutachter hatten die Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig eingestuft.



31.1.16: Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an

In Mönchengladbach wurde ein 73-jähriger Jäger von einem 19-jährigen Jagdkollegen angeschossen und schwer verletzt. Dies berichtet die Rheinische Post online am 31.1.2016.
Demnach hatten einige Jäger am Sonntagvormittag in einem Feld einen Heuballen umstellt, um einen Fuchs zu schießen. Dabei habe der Jungjäger offenbar zu früh geschossen und aus Versehen den Jagdkollegen getroffen.



28.1. Waffenerlaubnis weg: Jäger klagt vergeblich

Weil ein Jäger in einem Brief bedrohliche Sprüche losgelassen hatte, zweifelte die Waffenbehörde an seiner Eignung, ordnete eine psychologische Untersuchung an und entzog vorsichtshalber die Erlaubnis für acht Gewehre und zwei Revolver. Der Jäger betrachtete dies als amtliches Mobbing und forderte Schmerzensgeld. Jetzt hat die Amtshaftungskammer am Landgericht München I entschieden: Der Jäger wird kein Schmerzensgeld vom Freistaat Bayern bekommen. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung am 28.1.2016 und schreibt: "Wird eine Tatsache bekannt, die Bedenken gegen die persönliche Eignung begründet", so dürfe die Behörde ein amts- oder fachärztliches Zeugnis über die geistige und körperliche Eignung verlangen."



25.1. Alkoholisierter Jäger bedrohte Spaziergänger

„Schießwütiger Jäger in Benzingerode: Jagdschein nach Alkoholkonsum entzogen“, titelt die Mitteldeutsche Zeitung, 25.1.2016.
Demnach hat die Waffenbehörde des Landkreises Harz dem Jäger, der einen Tag vor Heiligabend einen 21-jährigen Spaziergänger mit seinem Golden Retriever mit dem Jagdgewehr in der Hand bedroht hatte, die waffenrechtliche Erlaubnis und der Jagdschein entzogen.
Bei dem 58-jährigen Jäger sei nach der Tat Atemalkoholkonzentration von rund 1,1 Promille gemessen worden. „Da gibt es keine Diskussion, im Waffenrecht gelten 0,0 Promille“, zitiert die Zeitung die Leiterin der Waffen- und Sprengstoffbehörde.



19.1.16: 2 Menschen erschossen - nicht schuldfähig

Eine 46-jährige Jägerin soll im April 2015 vom Garten aus ihren Vermieter auf dem Balkon des Nachbarhauses quer durch den Kopf geschossen und anschließend und dessen fliehende Lebensgefährtin erschossen haben – von hinten in den Rücken. Jetzt hat vor dem Landgericht Köln der Prozess begonnen. Dies berichtet die Rheinische Post am 19.1.2016. Demnach gilt die Hobby-Jägerin wegen paranoider Schizophrenie als schuldunfähig.



17.1.16: Alkoholisierter Jäger mit Waffe im Auto

Ein 68-jähriger Jäger war alkoholisiert und mit Gewehr im Auto unterwegs, als er bei Schneglätte von der Straße abkam und frontal gegen einen Baum knallte. Dies berichtet die Volksstimme am 17.1.2016. Anschließend habe er sich verletzt vom Unfallort davon gemacht. Eine Polizeistreife entdeckte ihn: „Ein Atemalkoholtest ergab dann einen Wert von 1,24 Promille“, so die Volksstimme. „Daraufhin folgte eine Blutprobe und ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zudem stellten die Beamten den Führerschein und die Waffe sicher.“



Vater, der 16-Jährige erschoss: Selbst erschossen?

Hat sich der Jäger, der in am Neujahrsabend seine 16-jährige Tochter erschossen hat, anschließend selbst erschossen?
In einem Jägerforum ist am 15.1.2016 zu lesen:
"Da sich dieses Unglück in unserem Nachbar-Hegering abgespielt hat: habe soeben erfahren, dass sich der Vater selbst erschossen hat, kurz nach der Beerdigung seiner Tochter."



11.1.16: Mann bedroht seine Frau mit Jagdgewehr

Ein 55-jähriger Jäger bedrohte seine Frau während eines heftigen Streits mit dem geladenen Jagdgewehr. Dies meldet nachrichten.at am 11.1.2016. Die Frau habe sofort mit ihrem Sohn und dessen Freundin das Haus verlassen und die Polizei gerufen. Das Einsatzkommando Cobra nahm den Mann fest.



6.1.16 Schüsse am Spazierweg

„Jagd verunsichert Spaziergänger“, meldet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 6.1.2015. Bei einem Spaziergang mit seinem kleinen Sohn im Kinderwagen und seiner Hündin geriet ein Mann in eine Jagd. Er rief die Polizei, nachdem mehrere Schüsse gefallen seien, „weil ein Jäger nur wenige Meter neben mir schoss“, so die Zeitung. Die Beamten seien wegen einer mutmaßlichen Gefahr ausgerückt. An dem Spazierweg seien viele Läufer und Radfahrer unterwegs, dort befinde sich ein Kinderspielplatz und etwas weiter ein Fußballplatz.



5.1.16 Spaziergänger flüchteten vor Jägern

„Hundehalter über Jagd empört“, titelt die Westdeutsche Zeitung am 5.1.2015. Demnach sollen Jagdgesellschaften am 7. Dezember und am 29. Dezember unweit von Spaziergängern, Kindern und Hunden auf Wildtiere geschossen haben. Sie seien „regelrecht geflüchtet“, zitiert die Zeitung eine Zeugin. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn eine Kugel bis auf einen der ringsum führenden Spazierwege gelangt wäre.“



Jägerlatein - Oder: Können Jäger zählen?

Was „Jägerlatein“ bedeutet, wird anhand des aktuellen furchtbaren tödlichen Vorfalls „Jäger erschießt aus Versehen seine Tochter“ deutlich:
Der Sprecher des Deutschen Jagdverbands, Torsten Reinwald, behauptet gegenüber
dpa, im Jahr 2014 etwa habe es lediglich vier Tote durch Jagdwaffen gegeben.

Für
3 Tote hat alleine ein Jäger in Bayreuth kurz vor Weihnachten gesorgt…

In Wirklichkeit waren es
2015 es mindestens 23 Tote (mindestens deswegen, weil nicht bei allen Meldungen wie „Stieftochter erschossen“, „Ehefrau und Nachbarn erschossen“ angegeben war, woher der Täter die Waffe hatte…)

2014 waren es mindestens 25 Tote, 2013 sogar mindestens 40 Tote. 2012 wurden über 25 Tote dokumentiert, 2011 über 40 Tote durch Jagd, Jäger und Jägerwaffen.



4.1.16: Jäger erschießt versehendlich Tochter

Ein 52-jähriger Jäger hat im baden-württembergischen Hohenlohekreis aus Versehen seine 16-jährige Tochter erschossen. Die berichtet die Süddeutsche Zeitung am 4.1.2016. Demnach hatte der Jäger am Neujahrsabend zu Hause mit seiner doppelläufigen Schrotflinte hantiert, als sich mindestens ein Schuss löste und die Tochter tödlich traf.
Den Ermittlungen zufolge sei der Jäger legal im Besitz der Schrotflinte gewesen.

Die FAZ schreibt am 4.1.2016:
Als Reaktion auf die Tragödie forderte die „Initiative zur Abschaffung der Jagd“, die Hobbyjagd zu verbieten. „Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, fordert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Immer wieder komme es zu Toten und Familiendramen durch Jäger und Jagdwaffen.



2.1.16: Fast 6 Millionen private legale Waffen

"Immer mehr Waffen: Deutschland rüstet auf", titelt Neues Deutschland am 2.1.2016. Demnach sind fast sechs Millionen legale Waffen im Besitz von Privatpersonen und Vereinen. Die EU will schärfere Regeln, aber die Waffenlobby ist dagegen.
Viele Opfer gebe es durch Jäger und Sportwaffen: "Jedes Jahr sterben in Deutschland laut der »Initiative zur Abschaffung der Jagd« bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. »Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste«", berichtet die Zeitung.
Die »Zeit« habe 2014 über tödliche Waffeneinsätze in Deutschland recherchiert. Das Statistische Bundesamt habe zwar die Zahl von rund 70 Toten durch Schusswaffen bei Angriffen und Unfällen sowie etwa 750 Selbsttötungen registriert, aber nicht erfasst, ob es sich um illegale oder legale Waffen handelte.



2.1. 71-Jähriger erschießt Jäger statt Wildschwein

Ein 71-jähriger Jäger hat im „Parco Regionale dei Castelli Romani“ seinen Jagdfreund erschossen.
"Der 71-jährige Waidmann hatte hinter sich Geräusche im Gebüsch vernommen und nahm an, es handele sich um ein Wildschwein", meldet suedtirolnews.it am 2.1.2016.
Der 71-jährige Jäger hat noch ein Problem: In dem Gebiet ist die Jagd verboten.