Für mich als Elternteil ist es erschreckend, wie kritiklos einer kleinen Gruppe grünberockter Waffennarren an unseren Schulen eine Plattform geboten wird. So tummeln sich »Rollende Waldschulen« an unseren Lehranstalten, wo Kinder und Jugendliche der Propagandaarbeit der Jagdszene ausgesetzt werden. Mit ausgestopften Tieren wird versucht, Kindern ein verqueres Weltbild aufzudrängen. Dort treffen unsere Kinder dann genau auf die Menschen, deren Prädatorenwahn ein aktives Erleben von Wildtieren in ihrem Lebensraum nahezu unmöglich macht - das durch den Jagdbetrieb entstandene Feindbild »Mensch« führt bei Wildtieren zu widernatürlich hohen Fluchtdistanzen. Es entsteht der Eindruck, dass unsere Wälder zu Geisterwäldern mutieren. Nur in den wenigen jagdfreien Gebieten können Kinder unsere heimische Tierwelt noch aus nächster Nähe beobachten und somit für Natur- und Tierschutz begeistert werden. Flintenträger und Fallensteller sollten schon allein aus diesem Grunde nicht in wichtige pädagogische Konzepte eingebunden werden, die einen behutsamen und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt zum Ziel haben.




Jagd auf Friedhof
Jagdtourismus - Auslandsjagd