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Fuchsbandwurm-Projekt: Befallsrate unter 3% |
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Seit 4 Jahren auf Erfolgskurs - das Fuchsbandwurm-Projekt im LK Starnberg
Seit vier Jahren verläuft das im Jahr 2005 gestartete Projekt zur Entwurmung von Füchsen im Landkreis Starnberg überaus erfolgreich. Die Befallsrate der Füchse mit dem Parasiten liegt stabil unter dem 3%-Niveau. Vor Beginn der Beköderung waren mehr als die Hälfte der Füchse mit dem Parasiten infiziert. In den vergangenen Jahren konnte bei vereinzelten Füchsen der Bandwurm nachgewiesen werden. Beispielsweise trug im Jahr 2007 lediglich ein Fuchs von 116 untersuchten Füchsen den Parasiten in sich.
Die neuesten Ergebnisse für den Zeitraum 01.04.2009 bis 30.09.2009 zeigen, dass von 49 untersuchten Füchsen ein Fuchs mit dem Parasiten infiziert war. (...)
Zurückzuführen ist dies auf eine konsequente Beköderungsstrategie, welche außerhalb der Ortschaften eine Beköderung per Flugzeug und innerhalb der Siedlungen eine Köderauslage von Hand beinhaltet. Die effektive Entwurmung der Füchse senkt das Infektionsrisiko für den Bürger dauerhaft auf ein Minimum ab, sich mit dem Parasiten zu infizieren.
Quelle: Wissenschaftszentrum Weihenstephan, Technische Universität München, Pressemeldung Januar 2010
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Forscher: Angst vorm Fuchsbandwurm übertrieben |
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Viele Menschen haben beim Sammeln von Beeren, Pilzen oder Kräutern Angst vor dem Fuchsbandwurm. Vor allem die Jäger sind es, die den Abschuss von jährlich über einer halben Million Füchse damit zu rechtfertigen versuchen, dass der Fuchsbandwurm sei eine Gefahr für die Volksgesundheit sei. Doch Experten meinen: die Befürchtungen sind übertrieben.
Der Kölner Stadtanzeiger räumt in einem gut recherchierten Artikel mit der immer wieder auch in der Presse geschürten Hysterie auf, indem er eine Reihe rennomierter Wissenschaftler zu Wort kommen lässt. Katharina Alpers vom Robert-Koch-Institut (RKI) weist darauf hin dass die Angst vor dem Fuchsbandwurm in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Risiko stehe: Pro Jahr gibt in Deutschland es lediglich 18,6 bestätigte Fälle.
Steffen G. Fleischhauer, Diplom-Ingenieur für Landschaftsplanung und Lehrbeauftragter für "Essbare Wildpflanzen" an der Fachhochschule (FH) Weihenstephan und der FH Zürich, wird im Kölner Stadtanzeiger so zitiert: "Ich empfinde den Fuchsbandwurm nicht als Gefahr. Das Risiko, sich zu infizieren, ist verschwindend gering. Ich lasse mir dadurch nicht die Freude an der Natur nehmen." Stattdessen vertraue er auf ein gutes Immunsystem und stärke es - indem er Wildkräuter esse.
Professor Peter Kern, der das Europäische Echinokokkose-Register in Ulm koodiniert, wo alle bekannt gewordenen Infektionen mit dem Fuchsbandwurm dokumentiert werden, weist darauf hin, dass das größte Risiko der Ansteckung gar nicht der Fuchs ist, sondern der Hund - sofern er hin und wieder Mäuse fängt, die der ideale Zwischenwirt für den Kleinen Fuchsbandwurm sind. Bandwurmeier, die der Hund mit dem Kot ausscheidet und die im Fell haften, können beim Streicheln über die Hand, wenn sie unbedacht zum Mund geführt wird, vom Menschen aufgenommen werden. Ein einmaliger Kontakt reiche aber nicht aus, so Kern. Er empfiehlt, Hunde regelmäßig zu entwurmen. Nach dem Kontakt mit dem Tier, vor allem vor dem Essen, seien die Hände waschen.
Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 14.6.2009
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Auch "Tollwut" kein Grund für Fuchsjagd |
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Deutschland erstmals tollwutfrei
MAINZ (dpa). Deutschland gilt erstmals als tollwutfrei. Auch der letzte Seuchenherd im Südwesten sei mit umfangreichen Impfaktionen für Füchse erfolgreich bekämpft worden, teilten die Länder Rheinland- Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg mit. Jetzt werde der gefährdete Bezirk entsprechend den Kriterien der Internationalen Tierseuchenorganisation (OIE) aufgehoben.
Bundesweit wurde die Infektionskrankheit bei einem Fuchs zum letzten Mal am 3. Februar 2006 in Nackenheim bei Mainz amtlich festgestellt. Bei umfangreichen Kontrollen registrierten Experten nach den Angaben anschließend keine weiteren Krankheitsfälle mehr. In Baden-Württemberg endeten die Impfungen im Herbst 2007, in Rheinland-Pfalz und Hessen im Frühling 2008. (...)
Das Institut (Friedrich-Loeffler-Institut - FLI/Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - auf der Insel Riems) hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass die Auslegung von Fuchsködern in Deutschland nach einem Vierteljahrhundert flächendeckend zum Erfolg geführt habe. Nach früheren vergeblichen und fragwürdigen Bekämpfungsversuchen etwa mit Sterilisation, Giftködern, Fallen und Fuchsbaubegasung brachte erst die Entwicklung von Lebendimpfstoffen den Durchbruch. (...)
In Deutschland sind 2005 drei Patienten nach einer Organtransplantation an Tollwut gestorben. Sie hatten Organe einer Frau erhalten, die sich auf einer Indienreise mit dem Virus infiziert hatte.
Quelle: Ärzte Zeitung online, 7.8.2008 (Auszug)
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Keine Tollwut mehr in Deutschland |
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In Deutschland gibt es keine Tollwut mehr. Die früher tödlich verlaufende Krankheit wurde laut dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' seit über zwei Jahren weder bei Menschen noch bei Tieren festgestellt. Damit erfüllt die Bundesrepublik erstmals die internationalen Kriterien der 'Weltorganisation für Tiergesundheit' und gilt als tollwutfrei. (...)
Mittlerweile schützen Impfungen bei Haustieren vor dem Ausbruch der sogenannten Wutkrankheit. Massenimpfungen durch ausgelegte Köder haben in den letzen 25 Jahren zudem die Krankheit bei Wildtieren verhindert und in Deutschland nahezu ausgerottet. (...)
Quelle: Global Press, 9.6.2008 (Auszug)
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18.2.10: Tauben-Massentötung rechtswidrig 1.2.10: Jäger stellt illegale Greifvogelfalle auf
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