Der Fall der Fallen: Fangeisen als Jagdmethode in OÖ verboten

Nach Unfall mit Mädchen: Änderung im oö. Jagdgesetz Schlagfallen künftig nur mehr bei Seuchengefahr erlaubt

LINZ - Die Jagd mit Fangeisen ist in Oberösterreich künftig verboten, dies gaben Agrarlandesrat Josef Stockinger und Landesjägermeister LAbg. Sepp Brandmayr gestern in Linz bekannt. Auslöser war der Unfall einer 13-Jährigen am Sonntag in Weisskirchen: Das Kind geriet mit dem Arm in eine illegal aufgestellte Marderfalle und wurde verletzt. "Wir wollen mit dem Verbot einen klaren Schlussstrich ziehen", betonte Stockinger.
Man verstehe die Sorgen der Bevölkerung und habe sich einvernehmlich zu diesem Schritt geeinigt. Bisher hat das oö. Jagdrecht im Zeitraum von 1. Oktober bis 31. März die Verwendung von Falleisen zur Kurzhaltung von Fuchs, Marder und Dachs erlaubt.

In den letzten Monaten kam es zu einer Häufung von Vorfällen, bei denen Haustiere und zuletzt die Schülerin durch (...) Schlagfallen verletzt wurden. (...)

Quelle: Neues Volksblatt, 8.4.2009 (Auszug)


Pressemitteilung der GRÜNEN

Linz, 07.04.2009

Grüne OÖ. / ANSCHOBER / Politik / Tierschutz / Fallenjagd

Grüner Landessprecher Rudi ANSCHOBER:
Ein großer Erfolg der Grünen: die Fallenjagd wird in Oberösterreich endlich verboten.



Durchgesetzt: Der permanente Druck der Grünen OÖ hat sich ausgezahlt. Die unsägliche Fallenjagd wird in Oberösterreich endlich verboten. Noch vor dem Sommer wird diese Jagdmethode untersagt werden.

„Seit langem haben die Grünen OÖ immer wieder aufgezeigt, wie gefährlich, unnötig und unzeitgemäß das Jagen mit Fallen ist. Unzählige Fälle, bei denen Wildtiere und Haustiere durch diese Fallen leiden mussten, aber auch Kinder durch solche Fallen verletzt worden sind, haben die Argumente der Grünen mehr als untermauert“ zeigt sich der Grüne Landessprecher der Grünen Rudi Anschober zufrieden.

Anschober: „Ich bin froh darüber, dass sich die Jägerschaft nicht auf einen Justament-Standpunkt zurückgezogen hat, sondern sich durch Argumente hat überzeugen lassen. So kann ein Stück mehr Sicherheit für Mensch und Haustier noch vor dem Sommer umgesetzt werden“






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