Wildschwein-Fütterung löst Sorge vor Schweinepest aus

Veterinäramt schreibt Jagdpächter an – Seit April 450 Wildschweine geschossen

KREIS PEINE. Das Veterinäramt des Kreises geht aktuellen Hinweisen nach, dass Wildschweine im Landkreis mit Schlacht- und Speiseabfällen gefüttert wurden. Das ist aus Seuchenschutzgründen verboten – im schlimmsten Fall droht die Schweinepest.
Im Januar wurde das Schweinepest-Virus bei mehreren Wildschweinen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund warnt das Friedrich-Löffler-Institut ausdrücklich davor, Speise- und Schlachtabfälle für Kirrungen zu verwenden – also zum Anfüttern von Schwarzwild.

Das Kreis-Veterinäramt in Peine hat sofort auf die Hinweise reagiert und zunächst die Jagdpächter um Stellungnahmen gebeten. (...)
Die Hinweise stammen von Jürgen Streichert, Abgeordneter der Grünen im Kreistag. Er hat drei Futterstellen entdeckt: Zwei in Lengede und eine nahe des Sundern in Peine, zwischen Herzberg und dem Eixer See. Eine Futterstelle sei mit Innereien von geschlachteten Tieren, Geflügelabfällen – kritisch im Hinblick auf die Vogelgrippe – sowie Melonen und Gemüse bestückt gewesen: "Alles, was der Wochenmarkt hergibt", umschreibt Streichert das Sammelsurium. (...)

Quelle: www.newsclick.de, 28.2.2009 (Auszug)


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