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Wildschweine tricksen Jäger aus
Leitbachen können erkennen, wenn ein Hochsitz besetzt ist. Zudem sorgt reichlich Nahrung für hohe Bestände.
Zwischen Jäger und Wild verhält es sich ähnlich wie im Märchen von Hase und Igel: "Wenn der Jäger mit seinem Geländewagen in den Wald fährt, nach dem Anhalten die Tür zuschlägt und auf seinen Hochsitz klettert, merkt das Wild in der Umgebung natürlich, was er vorhat", sagt Gregor Beyer von der Naturschutzorganisation Nabu, Leiter des Informationszentrums Blumberger Mühle im Norden Brandenburgs. "Ich habe selbst schon beobachtet, wie die Leitbache aus dem Unterholz kommt und misstrauisch kontrolliert, ob der Hochsitz besetzt ist. Sieht sie die Hände des Jägers dort oben, treibt sie ihre Rotte außer Schussweite." Wildschweine haben offensichtlich gelernt, mit Hochsitzen umzugehen, von denen aus tödliche Schüsse fallen können.
(...) Während die Förster nach dem Grundsatz "Wald vor Wild" den Wald fördern und das Wild stärker im Zaume halten, geht es vielen Mitgliedern des DJV vor allem um das Erlebnis Jagd, oft verbunden mit gezielten Schüssen nach Trophäen. (...) Wer also viel Geld ausgibt, will natürlich auch etwas davon haben. Und die meisten Menschen, die über ein entsprechendes Budget verfügen, haben nicht viel Freizeit und verbringen nur wenig Zeit im Revier. Weil das Wild rasch mitbekommt, ob ein Gewehr droht, weicht es aus. Deshalb haben Hobbyjäger gern hohe Wildbestände, damit sie in der Kürze der Zeit zum (Ab-)Zug kommen.
Quelle: Hamburger Abendblatt, 28.2.2009 (Auszug)
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1.3.09: Kampf gegen Schlagfallen 28.2.09: Schweinepest durch Jäger
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