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Forscher entlasten den Hassvogel
Kormorane sind die Hassvögel der Fischer. Sie betrachten Kormorane als Konkurrenten bei der Jagd nach Edelfischen wie Felchen oder Äschen. Doch Analysen zeigen nun, dass die Vögel nur wenige Edelfische fressen.
Der Naturschutzbund (Nabu) versucht die Vögel in seiner neuen Ausstellung zu entlasten. Er stellt im Naturschutzzentrum am Reichenauer Bahnhof Forschungsdaten vor, nach denen sich Kormorane nur zu rund sechs Prozent von den auch für den Menschen interessanten „Edelfischen“ ernähren. In der Ausstellung heißt es, die Vögel schnappten ohne weitere Vorlieben bevorzugt nach den Fischen, die sie am leichtesten erbeuten können. Dabei erwischten Kormorane meist wirtschaftlich unbedeutende „Weißfische“ wie Rotaugen. Der Nabu bezieht sich bei diesen Aussagen auf wissenschaftliche Analysen von Speiballen (Ausscheidungen aus dem Magen) von Kormoranen am Untersee. (...)
Der Vogel, der mindestens seit der Jungsteinzeit am Bodensee heimisch ist, wie Knochenfunde beweisen, wäre beinahe ausgerottet worden. 1979 wurde er unter Schutz gestellt. Seitdem sind die Bestände gewachsen. Etwa 800 Kormorane leben im Winter am See, im Sommer 2009 wurden 261 Brutpaare gezählt. „Wir müssen die Ängste der Fischer ernst nehmen“, sagte Eberhard Klein, Geschäftsführer des Nabu Konstanz, zur Ausstellungseröffnung. Fischer seien in einer schwierigen Lage, weil die Fangerträge zurückgehen. Dies sei aber nicht auf den Kormoran zurück zu führen, sondern auf den sinkenden Nährstoffgehalt im See. „Es ist bedauerlich, dass eine Berufsgruppe leidet, weil der See sauberer wird.“ (...)
Quelle: Südkurier, 1.3.2010 (Auszug)
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12.3.10: Strafanzeige wegen Schuss auf Kormoran 1.3.10: Tierschützer zeigt Kreisjägermeister an
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