Bevölkerung will keine Lockerung der Schutzbestimmungen

Repräsentative Umfrage zum Artenschutz


(lifepr) Basel, 11.05.2009 - Der Bund will den Artenschutz und
Schutzbestimmungen in gewissen Schutzgebieten lockern.
Geschützte Luchse sollen reguliert, Kormorane in Schutzgebieten getötet werden. Dies auf Druck von Nutzern wie Fischern oder Jägern. Diese nutzer-orientierte Politik auf Kosten der geschützten Lebensräume, der darin lebenden und geschützten Tiere wird von der Bevölkerung nicht goutiert. Dies zeigt eine von Pro Natura in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts «gfs-zürich».


Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung (71%) will nicht oder eher nicht, dass geschützte Arten wie der Luchs geschossen werden dürfen, damit die Bestände an Rehen und Gämsen für die Jagd konstant bleiben. Ähnlich eindeutig ist die Mehrheit gegen das Töten von Vögeln in Vogelschutzgebieten (69%). Dies sind Resultate einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts «gfs-zürich» im Auftrag von Pro Natura. Eine überwältigende Mehrheit von 90% der Befragten spricht sich ausserdem für mehr oder gleich viele Schutz- und Ruhegebiete aus, in denen nicht gejagt werden darf. Die Resultate sind ein deutlicher Wink an den Bund, die Fischer und die Jäger.

Wenig Rückhalt für Lockerungen von Schutzbestimmungen

(...) Das Bundesamt für Umwelt BAFU denkt laut über den Abschuss von geschützten Luchsen nach, um die Bestände an Wildtieren für die Jagd zu sichern (Anpassung der Jagdverordnung). Dies auf Druck der Jägerschaft.

Die Umfrageresultate zeigen indes deutlich: Solche Lockerungen finden in der Bevölkerung keinen Rückhalt. Im Gegenteil. Es kommt deutlich zum Ausdruck, dass Nutzerinteressen von der Bevölkerung nicht als Grund für Bestandesregulierungen akzeptiert würden.

Quelle: Pro Natura, 11.5.2009 (Auszug)




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