Sehr geehrte Damen und Herren,
 
um Ihnen einen kleinen Einblick in die gängigen Fütterungspraktiken der meisten Jäger zu geben, möchte ich Ihnen, anhand der Eintragungen in einen Topografischen Kartenausschnitt, einen kleinen Einblick verschaffen.
Laut unserer dreijährigen Kontrollgänge und Erfahrungen, halten sich mindestens 85% der gesamten Jägerschaft nicht an geltende Jagdgesetze!
Bei den eingetragenen „Kreuzen“ handelt es sich jeweils um Ordnungswidrigkeiten oder Jagdvergehen.
Die schwarzen Punkte stellen erlaubte Fütterungen oder Kirrungen dar.
Passend zu den gelb markierten Zahlen, haben Sie die jeweiligen Bildbeispiele vorliegen.
Gefüttert wird in der Regel bereits außerhalb der „Notzeit“ – die es, laut Angaben der Fachleute und aufgrund umfangreicher Forschungsergebnisse in unseren Breitengraden, nicht gibt!
 
Bitte machen Sie sich anhand der Beispiele ein eigenes Bild. Andere Topografische Kartenausschnitte werde ich gerne ausarbeiten,
 
mit freundlichen Grüßen,
 
Bianka Pelli – Borunski

Dieses Bild einer erschossenen Hauskatze schickte die Initiative jagdgefährdeter Haustiere IJH dem Jägerpräsidenten



In diesem topografischen Kartenausschnitt gibt es kein Waldgebiet, welches frei von ordnungswidrigen oder gesetzeswidrigen Handlungen der Waidmänner ist!

Rot = Ordnungswidrigkeiten oder Jagdstraftaten, die ich unten bildlich aufgeführt habe – nummeriert.

Blau = Wildäcker bestehend aus purem Mais = Kraftfutter.

Gelb = illegale Tierkörperentsorgung.

Schwarz = Fütterungen, Kirrungen, Wildschweinpäppelgehege – teilweise nicht gesetzeskonform.

 



Bild oben Nr.1)
Im „Hechlerwald“, fanden mein Mann und ich diese verbotene Drahtfangfalle. Der Fall ging vor das Gericht; die Jäger mussten nur ein geringes Bußgeld zahlen, obwohl sie sich völlig uneinsichtig zeigten. In der Falle befand sich ein Tierskelett und eine extra Kammer mit Futter- oder Trinknapf für das „Ködertier“.
Auch Futtertröge mit purem Hafer und offen ausgestreutem wurden angezeigt.



 



(Bild oben und unten Nr.2)
Solche Maisfelder, also pures Kraftfutter, zugänglich für wiederkäuendes Schalenwild, findet man in fast allen Revieren!
Es handelt sich hierbei eindeutig um eine reine Wildtier-Mast!
Insgesamt befinden sich in diesem Revier drei große „Maiswildacker“ etc.

 



 



(Bild oben und unten Nr.3)
Direkt in einem Naturdenkmal wurde diese Betonröhre platziert. Fein säuberlich mäht der Jäger das Gras um seinen „Luderplatz". Tierkadaver hängen ständig aus der Röhre heraus, oder liegen in der Gegend herum!
Ganz aktuell befindet sich dort eine Tonne mit Tierkadavern in einer blauen Tonne. Die Innereien gären bereits und werden immer wieder „frisch“ ausgebracht!

 



(Bild unten Nr.3)
Der Jagdstand liegt bereits ca. 3 Jahre umgekippt im Geäst – mitten im Naturdenkmal, unter ihm befindet sich „vergessener Müll“. In Windeseile hingegen, war der neue Jagdstand erbaut. Übrigens sieht es ähnlich aus, in fast allen Revieren: Nicht mehr benötigte Jagdeinrichtungen werden einfach liegengelassen, mitsamt der Nägel, Eternitplatten, Dachpappen etc., obwohl sie dazu verpflichtet sind diese unverzüglich wegzuräumen.

 



(Bild unten Nr.4)
Diese hier in Baden Württemberg verbotene Totschlagfalle (Connybearfalle), stellte ein Jäger ungeschützt, nur ca. 200m, von einem bewohnten Haus entfernt, vor einem Fuchsbau auf. Als „Strafe“ musste er lediglich seinen Fallenjagdschein nachmachen. Wir bekamen aufgrund der Anzeige gegen den Jäger verdeckte Morddrohungen zugetragen!
Diese unterschwelligen Morddrohungen nehmen, aufgrund unserer ständigen erneuten Funde illegaler Jagdpraktiken und daraus erfolgten Anzeigen, stetig zu.

 



(Bild unten Nr.5)
Ein Fuchs als Luder vor einem Jagdstand liegend!
Tierleichenteile, oder ganze Tierkörper, entsorgt an Luderplätzen sind keine Seltenheit. Vor ca. 3 Wochen entdeckten mein Mann und ich einen ganzen Ziegenbock, zwei Füchse, Fischabfälle und andere Haustierteile teils in Plastiksäcken verpackt, als Luder ausgelegt vor einem Jagdstand.



 



Bild unten Nr. 6)
Nicht erlaubt: Purer Hafer im Trog! In diesem Revier wurden an vier verschiedenen Stellen purer Hafer gefüttert, offen ausgelegte Maiskolben als Kirrung und ganze Tierkörper als Luder an einem Luderplatz plaziert.
 

 



(Bild unten Nr.7)
In diesem Revier befinden sich vier große Maisfelder, angebliche „Wildäcker“, ein Wildschweinpäppelgehege, Wildschweinkirrungen mit meist zu viel Kirrmaterial und ca. 5 Futtertröge, die angezeigt wurden wegen purem Kraftfuttereinsatz!

 



Fuchsrettung

Kater mit Schrot beschossen

Rehkitz mit Hammer erschlagen

Das schlimme Erlebnis

Osterspaziergang

Wahre Erlebnisse mit Jägern

15.04.2005: Antwort des Umweltministeriums

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