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... und erschießen Kind und Mutter |
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Liebe Natur- und Tierfreunde, es ist ja nicht gerade selten, dass ich Erfahrungen mit dem Jagdwesen gemacht habe, da ich mich eigentlich sehr gerne und sehr oft in unserer schönen Natur aufhalte.
Hier nochmals ein paar wenige Beispiele früherer Begebenheiten: Illegale Fallenfunde, Anzeigen wegen Schonzeitvergehen, Hunderte von Fütterungsmissbräuchen und illegaler Tierkörperentsorgungen durch Jäger, mein damaliger Hund wurde erschossen, Morddrohungen aufgrund von Anzeigen etc..
Es lohnt es sich, mal wieder eine Aufzählung neuester Erlebnisse und Entdeckungen zu schildern, innerhalb nur eines Monats: Es war an einem schönen Mittwochabend…
aber lesen Sie bitte selbst, da ich dieses Erlebnis, Anfang September 05, an die „Untere Jagdbehörde“ meldete:
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An die Untere Jagdbehörde: |
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Bianka P. O.
Sehr geehrte Frau K…,
folgende Begebenheit, möchte ich Ihnen zur Kenntnisnahme übersenden: Am Mittwoch, den 07.09.2005 verabredete ich mich mit meiner Freundin zu einem gemeinsamen Abendspaziergang, Nähe Böhringen, am ehemaligen Kieswerk, Zum Abschluss unseres Spaziergangs wollten wir unsere Hunde noch einmal ihren Durst stillen lassen. Da wir zwei parkende Jäger – Jeeps bemerkten, entschlossen wir uns einen Weg ans Wasser zu wählen, von dem wir überzeugt waren, dass es dort keinen Jagdstand gibt, um uns nicht unnötig in Gefahr zu begeben. Es war schon recht dunkel, als wir einen Mann in Kriegsmontur und bewaffnet, ausgerechnet an dem Teich stehen sahen, an dem wir unsere Hunde trinken lassen wollten. „Pssst…, meinte er zu uns. Ich ging auf ihn zu und fragte ihn, was er uns damit sagen möchte. Just in dem Moment wollte der Hund meiner Freundin, wie gewohnt, die Böschung hinunter zum Wasser. Im letzten Moment gelang es ihr Gott sei Dank ihren Hund zurückzurufen, als ein höllisches Geballere losging – wir waren zu Tode erschrocken. „Haut ab, verschwindet hier“, meinte der sichtlich nervöse Mann in der Kriegsmontur. Ich versuchte ihm zu erklären, dass es unverantwortlich sei hier zu schießen, wenn noch Spaziergänger unterwegs seien und es doch schon verdammt Finster sei, man sieht ja kaum noch was (Uhrzeit ca. 20.15), doch der meinte nur: „Du dämliche, blöde Kuh, hau endlich ab!“ Selbstverständlich gab es daraufhin ein sehr unschönes und lautes Wortgefecht, auch aus dem Grund, dass die anderen Jäger unsere Position orten konnten (wir vermuteten mindestens drei Grünröcke), da der Jäger in „Kriegsmontur“ keine Anstalten machte uns zu schützen. Erneutes Ballern auf zwei Enten, die ganz flach über den kleinen Tümpel flogen, zwischen den Schützen hindurch. Wir standen ganz oben auf einer Böschung, während die Grünröcke selbst unten in Sicherheit waren. Wie leicht hätten uns die Kugeln treffen können, da die Enten teilweise keine 10 Meter vor unseren Augen zu fliehen versuchten.
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Entenjagd mit Bildern |
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Einerseits behaupten die Jäger, es gäbe angeblich zu viele Stockenten, andererseits gibt es trotzdem kaum welche an manchen Weihern – dann muss man sie halt anlocken mit viel, viel Futter...
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Und hier sind Nistmöglichkeiten für welche Tierart? Egal, Hauptsache etwas zum Abknallen!
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Und das ganze in einem Wasserschutzgebiet – damit auch schön alles mit Schrot verseucht werden kann!
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Nebenher werden auch noch die Wildschweine versorgt mit der dreifachen Menge an Mais, die erlaubt ist! Daneben steht dann gleich noch ein Maiswildacker, mindestens 800m2; groß, reines Kraftfutter - sonst wird` s unseren Jägern wohlmöglich noch langweilig.
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In den meisten anderen Revieren sieht es leider nicht besser aus. Eine Zeitlang hatten wir uns die Mühe gemacht solche Missstände anzuzeigen, gebracht hat es so gut wie gar nichts. Unsere Politiker bauen jedoch immer noch auf die viel gepriesene „Eigenverantwortung“ unserer Weidmänner – Was für ein Hohn!
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Seuchengefahr durch Jäger? - An dieser »Futterstelle« (direkt vor einem Hochsitz, versteht sich), wimmelte es von Maden...
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Bild oben: Verschimmelter Mais... Bild unten: Vergammelte Innereien zum Anlocken von Füchsen...
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Hier Mastfutter für Wildschweine, in unerlaubt hoher Menge, an einer so genannten Kirrung (Fütterung, um Tiere anzulocken und sie dann abzuknallen)
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Fortsetzung am nächsten Wochenende |
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Bereits am darauf folgenden Wochenende entdeckten mein Mann und ich, mitten in einem Naturschutzgebiet, eine "satte" Wildtierfütterung. Es interessiert den Grünrock weder, dass es sich hierbei um ein Naturschutzgebiet handelt, noch dass er eine illegale, viel zu hohe Futtermenge ausgebracht hat. Da die Jagdbehörden kein großes Interesse an Kontrollen haben, freut sich der Jäger – so hat er doch immer genügend „Kanonenfutter“!
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Hier eine verbotene Getreidemischung für Rehwild im „Hochsommer“! Pures Getreide erhöht den Waldverbiss, da das wiederkäuende Schalenwild gezwungen ist, reines Getreide mit faserhaltiger Nahrung zu kompensieren. Im schlimmsten Fall kann solch eine Fehlernährung bis zum Tode führen.
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Überall offen ausgestreuter Mais, was laut Bundesjagdgesetz strengstens verboten ist.
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Insgesamt wurden in diesem Naturschutzgebiet, an diesem einzigen Tag, gute 30Liter Mais ausgebracht. Erlaubt sind hier in Baden – Württemberg höchstens 3 Liter – Resultat = die so genannte „Wildschweinschwemme“. Da gibt es wieder was zu tun für unsere „ach so wichtigen“ Waidmänner!
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